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Nichtlineare Dynamiken, Schwarmverhalten und Emergenzphänomene im sozio-ökonomischen und sozio-ökologischen Kontext

Die zu bearbeitende Dissertation soll einen wesentlichen Beitrag betreffend Fragestellungen zum Entstehen sogenannter emergenter Phänomene im organisationalen und gesellschaftlichen Umfeld leisten. Besonderes Interesse gilt dabei nichtlinearen Dynamiken und der wechselseitigen Beeinflussung zahlreicher Individuen. Ein anschauliches Alltagsszenario hierfür ist bspw. das Entstehen eines Staus 'aus dem Nichts'. Die Arbeit wird sich mit Komplexitätsphänomenen beschäftigen, die dem Muster 'Das Ganze ist mehr als die Summe der Teile' entsprechen. Diese Prinzipien lassen sich ebenfalls auf ganze Gesellschaften übertragen. Neuer Ansatz der Dissertation ist die Einbeziehung der Mikroebene von Gesellschaften (einzelne Individuen und deren Handlungen) sowie ihrer Umwelt (Umweltgüter wie bspw. Wasser, Luft, sonstige Ressourcen, Abfälle) bei ihrer Modellierung und Analyse. Aus Sicht des Emergenzgedanken lässt sich nur so ein schlüssiges Bild über die Entwicklung dieser Systeme mit ihren komplexen Zusammenhängen schaffen. Bisherige Ansätze perfekter Information und individual-rationaler Entscheidungen, sowie das automatische Entstehen eines Gleichgewichtszustands werden aufgrund plausibler Schlüsse und empirischer Erfahrungen in Frage gestellt. Die Existenz dynamischer, komplexer Entwicklungen wird akzeptiert und entgegen den bisherigen, v.a. In der Makroökonomie verbreiteten, mathematischen Ansätzen der Gleichgewichtsfindung mit einbezogen. Die Untersuchungen sollen letztendlich zeigen, unter welchen Rahmenbedingungen und mit welchen (möglichst einfachen) Anreizsystemen sich eine nachhaltige Gesellschaft innerhalb akzeptabler Schranken der dynamischen Entwicklung erreichen ließe. Dazu müssen insbesondere Fragen im Zusammenhang mit der korrekten Bewertung von Umweltgütern sowie der Einführung dieser Bewertungssysteme untersucht werden. Dabei sollen sehr einfache Anreizmechanismen und Regeln im Sinne des Schwarmgedanken gefunden werden. Den methodischen Ansatz hierfür bildet eine sogenannte Multiagentensimulation, die mit Hilfe vieler tausender, autonomer Bausteine (Agenten), denen ein psychologisches Verhaltensmodell zugrunde liegt, die Abbildung einer gesamten Gesellschaft im Detail ermöglicht. Umfangreiche Parameterläufe werden durchgeführt, um Schwellenwerte im Zusammenhang mit der Verfestigung gesellschaftlichen Handelns und makroökonomischer Verlaufsmuster zu finden.

Forschungsinitiative Zukunft Bau - Forschungscluster 'Nachhaltiges Bauen/Bauqualität', Entwicklung von Handlungsempfehlungen für praxisgerechte Lüftungskonzepte und eines CO2-Berechnungstools

Bei der Weiterentwicklung des Bewertungssystems Nachhaltiges Bauen (BNB) bzw. des BNB-Kriteriensteckbriefs 'Innenraumlufthygiene' wurde für den Aspekt 'Kohlendioxidgehalt' eine Lücke an praxisorientierten Planungsinstrumenten und Bewertungsgrundlagen für Räume erkannt, die teilweise oder ausschließlich über Fenster be- und entlüftet werden. Dies gilt insbesondere für Räume mit hohen Personenzahlen wie beispielsweise Unterrichtsräume und Besprechungszimmer. Hieraus erwächst der Bedarf an Informationen und anschaulichen Handlungsempfehlungen zu funktionierenden Lüftungskonzepten sowie einem transparenten CO2-Berechnungstool als Planungs- und Bewertungsinstrument im Sinne des Nachhaltigen Bauens. Ausgangslage: Um den zukünftigen Anforderungen an ganzheitlich optimierte Gebäude gerecht zu werden, hat das Bundesbauministerium für Bundesgebäude den Leitfaden Nachhaltiges Bauen und das Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) entwickelt; er ist seit Oktober 2013 für Bundesbauten verpflichtend und wurde zuletzt 2017 überarbeitet. Hinsichtlich der Innenraumlufthygiene werden im Kriterium BNB 3.1.3 insbesondere Verunreinigungen der Innenraumluft durch Schadstoffe aus Bauprodukten und durch Kohlendioxidemissionen der Raumnutzer betrachtet. Weiterhin werden die mikrobiologische und die geruchliche Situation thematisiert. Die abgestufte Bewertung der CO2-Konzentration des Kriteriensteckbriefs BNB 3.1.3 orientiert sich an den Raumluftqualitätsklassen der DIN EN 13779 und berücksichtigt die Anforderung der Arbeitsstättenrichtlinie ASR A3.6 'Lüftung' und den AIR-Richtwert, wonach eine CO2-Konzentration von 1.000 ppm als 'hygienisch unbedenklich' gilt. Für die Bewertung der CO2-Konzentration wird auf folgende Normen bzw. Rechenansätze verwiesen: - Luftvolumenströme durch offene Fenster nach DIN EN 15242 - CO2-Konzentration im Raum nach Recknagel/Sprenger bzw. nach VDI 6040-2. Fachdiskussionen und Praxiserfahrungen zeigen, dass insbesondere bei Räumen mit einer hohen Personenzahl Probleme hinsichtlich des Kohlendioxidgehalts in der Innenraumluft und ggf. des thermischen Komforts aufgrund nicht optimaler Raumlüftung bestehen. Das betrifft insbesondere die Fensterlüftung und die hybride Lüftung, aber auch die mechanische Lüftung. Die Einhaltung der Anforderungen aus der 2012 neu eingeführten Arbeitsstättenrichtlinie ASR A3.6 'Lüftung' ist für diese Räume mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden, vor allem unter gleichzeitiger Berücksichtigung des thermischem Komforts und der Nutzerfreundlichkeit. (Text gekürzt)

Metastudie zu Nachhaltigkeitsbewertungen in der Denkmalpflege mit Fokussierung auf die Ökobilanzierung

Zielsetzung und Anlass des Vorhabens: Das Bauwesen und die damit verbundenen Berufe stehen vor bedeutenden Herausforderungen, die durch die Verknappung fossiler Energieträger, Umweltkatastrophen und die begrenzte Verfügbarkeit mineralischer Baustoffe verursacht werden. Die zunehmende Komplexität im Bauwesen sowie Nachhaltigkeitskriterien auf dem Immobilienmarkt verschärfen diese Probleme. Prognosen zufolge wird der Anteil an Neubauten am gesamten Gebäudebestand bis 2035 weniger als 10 % betragen. Der bestehende Gebäudebestand, einschließlich erhaltenswerter Gebäude, spielt daher eine wesentliche Rolle, insbesondere im Hinblick auf die in den Materialien enthaltene graue Energie und das Konzept des ‚Urban Mining‘. Derzeit berücksichtigen gesetzliche Vorschriften und Förderungen weder die Ressourceneffizienz noch die Ressourcenschonung im Bestand oder bei Denkmälern. Es ist notwendig, die Gebäudebewertung anzupassen, da der aktuelle Energieausweis lediglich die Betriebseffizienz für Heizwärme und Warmwasser erfasst und für Denkmäler nicht verpflichtend ist. Um die Dekarbonisierung des Bauwesens voranzutreiben, muss eine Grundlage geschaffen werden, die es ermöglicht, diese Potenziale einzubeziehen. Die Metastudie untersucht, wie ökologische Aspekte in denkmalgeschützten Beständen berücksichtigt werden können und welche Potenziale durch Bewertungen einfließen sollten, einschließlich einer Analyse möglicher Bewertungsverfahren unter Berücksichtigung der Ökobilanzierung. Das Ziel der Studie besteht darin, einen umfassenden Überblick über die Einbindung der ökologischen Aspekte von Baustoffen in denkmalgeschützten Beständen zu geben. Referenzprojekte mit Ökobilanzierung werden identifiziert und analysiert, um darauf basierende Handlungsempfehlungen abzuleiten. Es soll eine Überarbeitung der Systematik für Baudenkmale mit einer Lebensdauer von mehr als 50 Jahren vorgeschlagen werden, wobei die Priorisierung von Bauteilen und die Bewertung der Betriebseffizienz im Vergleich zu Suffizienzstrategien berücksichtigt werden sollen. Es wird angestrebt, Hinweise für zukünftige Maßnahmen zur Bewältigung des Klimawandels, einschließlich des Einsatzes erneuerbarer Energien, zu geben. Die Studie bietet Empfehlungen zur Verbesserung der Beurteilungskriterien in Denkmälern und zeigt Potenziale zur Implementierung in Bewertungssystemen auf, einschließlich der Berücksichtigung von Ausnahmeregelungen für Kulturdenkmäler. Es soll erfasst und analysiert werden, wie Ökobilanzen in verschiedenen Bewertungsmethoden für historische Gebäude verwendet wurden. Eine Übersicht über Denkmalprojekte, die erneuerbare Energien nutzen, sowie deren Effizienz- und Ökobilanzbewertung wird erstellt. Die Unterschiede und Auswirkungen von Lebenszyklusanalysen werden untersucht, um Handlungsempfehlungen für zukünftige Systemmodifikationen und Nachhaltigkeitsbewertungen bereitzustellen.

Herstellerorientierte Umweltziele in EPR-Systemen Entwicklung alternativer Bewertungsschemata für Textilien

Zielsetzung: Ein zukünftiges EPR-System für Textilien muss gezielt zur Umweltverantwortung der Branche beitragen und gleichzeitig einen wirksamen Beitrag zur Umsetzung der europäischen Kreislaufwirtschaft leisten. Während in mehreren EU-Mitgliedstaaten bereits textile EPR-Systeme umgesetzt wurden, fehlt es in Deutschland bislang an einer verbindlichen gesetzlichen Grundlage sowie einer klaren Systemarchitektur. Die geplante Einführung eines EPR-Systems im Rahmen der überarbeiteten EU-Abfallrahmenrichtlinie eröffnet nun die Chance, innovative Ansätze und wirksame Mechanismen auf nationaler Ebene zu gestalten. Ziel des Projekts ist es, im Rahmen der Entwicklung eines diskriminierungsfreien, wettbewerbsneutralen und nicht-gewinnorientierten Textil-EPR-Systems insbesondere die Aspekte der Umweltziele, Bewertung und Transparenz eingehend zu untersuchen. Im Mittelpunkt steht die Erarbeitung praxisnaher Umweltziele aus der Perspektive der Textil- und Bekleidungshersteller. Anstelle der reinen Fokussierung auf Sammelquoten soll ein innovatives Bewertungsschema entwickelt werden, das ökologische Produkteigenschaften, Umweltwirkungen sowie zukunftsorientierte Design- und Verwertungsaspekte integriert. Die Ausgestaltung dieses Schemas erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der herstellenden Industrie - insbesondere unter Berücksichtigung der Bedarfe kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMU). Ziel ist es zudem, bestehende Infrastrukturen wie die Altkleidersammlung systemisch weiterzuentwickeln und in ein wirksames, nachhaltiges EPR-System zu integrieren. Im Projektverlauf werden Umweltziele bereits etablierter EPR-Systeme in der EU - beispielsweise in Frankreich und Schweden - analysiert und auf ihre Übertragbarkeit auf ein textiles EPR-System in Deutschland geprüft. Ergänzend erfolgt eine Auswertung der Umweltzielsetzungen aus bestehenden EPR-Systemen anderer Abfallströme, um branchenübergreifende Erkenntnisse und bewährte Ansätze aber auch schwächen zu identifizieren. Auf dieser Basis sowie unter wissenschaftlicher Begleitung soll ein praxistaugliches Schema zur Indexierung von Textilprodukten entwickelt werden, dass auch eine ökologische Differenzierung der EPR-Beiträge (Ökomodulation) ermöglicht. Langfristig soll das Projekt eine fundierte Grundlage für die rechtssichere, praxisnahe und ökologisch wirksame Einführung eines Textil-EPR-Systems in Deutschland schaffen.

Forschungsinitiative Zukunft Bau, Erstellung eines Evaluationskonzeptes für das Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB)

Das nachhaltige Bauen - als wichtiger Bestandteil der nationalen bzw. seit 2017 angepassten Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie - ist auf Bundesebene seit vielen Jahren etabliert. Zur Umsetzung und Quantifizierung der Anforderungen an das nachhaltige Bauen wurde in Ergänzung zum Leitfaden Nachhaltiges Bauen des Bundesbauministeriums für die ganzheitliche Bewertung von Bundesgebäuden das Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) erarbeitet. In diesem Forschungsvorhaben soll ein Evaluationskonzept ausgearbeitet werden, das die Wirksamkeit, Zielerreichung und Optimierungspotentiale des BNB untersucht. Ausgangslage: Mit der verpflichtenden Anwendung des Bewertungssystems Nachhaltiges Bauen ist das nachhaltige Bauen selbstverständlicher Teil in der Planung und Ausführung für alle im Auftrag des Bundes entstehenden, umzubauenden oder zu modernisierenden Gebäude geworden. Dafür werden die einzelnen Systemvarianten seit Einführung der Variante BNB-BN-2009 unter Anpassung an die normativen und baurechtlichen Erfordernisse sowie in Reaktion auf die differenzierten Bauaufgaben des Bundes stetig weiterentwickelt und fortgeschrieben. Die mittlerweile eingeführten und zur Verfügung stehenden Systemvarianten und deren Module wurden anhand einer repräsentativen Anzahl abgeschlossener Baumaßnahmen angewandt. Nun soll eine erste Bilanz gezogen werden. Ziel: Ziel des Forschungsprojektes ist die Ausarbeitung eines Evaluationskonzeptes zur Prüfung der Wirksamkeit des Bewertungssystems Nachhaltiges Bauen als eingeführtes Qualitätssicherungstool für das Planen, Bauen, Nutzen und Betreiben von Gebäuden. Berücksichtigt werden sollen hierbei einerseits die Umsetzung der bestehenden übergeordneten politischen Zielsetzungen und andererseits die sich für den Baubereich ergebenden Einzelzielsetzungen. In die Evaluation sollen verschiedene Akteure des Bauwesens miteinbezogen werden.

Funktionelle Diversität aquatischer Primärproduzenten - Erarbeitung einer Konzeption für einer DFG-Forschergruppe

Im Rahmen eines Verbundvorhabens mit der BTU Cottbus, Universität Potsdam und dem IGB Berlin soll eine Forschergruppe zur Untersuchung der funktionellen Diversität aquatischer Primärproduzenten initiiert werden. Dieses Vorhaben soll eine detaillierte Analyse sowohl der räumlichen Inhomogenitäten als auch der zeitlichen Variabilität der Primärproduktionsleistung aquatischer Ökosysteme liefern. Die dem Vorhaben zugrunde liegende Hypothese geht davon aus, dass mit steigender Nährstoffbelastung eine Zunahme beider Variabilitätskomponenten erfolgt, welche durch die gegenwärtig praktizierte Probenahmestrategie nur unzureichend erfasst wird. In bisherigen gewässerökologischen Studien wird im Regelfall nicht die Leistung der Primärproduzenten erfasst, sondern nur ihre Biomasse als Proximatfaktor verwendet. In allen Klassifikations- und Bewertungssystemen wird ungeprüft vorausgesetzt, dass die Trophie als Intensität der Primärproduktion im gesamten Gewässer proportional zur Nährstoffbelastung und zur Biomasse des Phytoplanktons im Epilimnion ist. Dieser Sachverhalt trifft jedoch nur auf die Phasen der Dominanz von epilimnischem Phytoplankton zu. Mit der Abnahme der Nährstoffbelastung wächst die Bedeutung benthischer oder metalimnischer Produzenten für die gesamten Stoffumsatzprozesse und für die Ausprägung von Nahrungsnetzbeziehungen. Diese Prozesse und Komponenten sollen in einem Gesamtansatz erfasst werden. Aus diesem Grund steht die Entwicklung von vergleichbaren Methoden zur Erfassung der Primärproduktion aller photoautotrophen Organismen im Mittelpunkt der ersten Phase des Forschungsvorhabens

Forschungsinitiative Zukunft Bau - Forschungscluster 'Nachhaltiges Bauen/Bauqualität', Informationsportal Nachhaltiges Bauen I (Frontend)

Seit 2008 werden im Internetportal 'Nachhaltiges Bauen' des BMUB Informationen zum nachhaltigen Bauen bereitgestellt. Das Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) sowie die Zertifizierungsergebnisse von BNB-Projekten stehen seit 2013 auf dem BNB-Portal zur Verfügung. Ziel des Projektes ist die Aktualisierung, Weiterentwicklung und Ergänzung der beiden vorhandenen Informationsportale zum nachhaltigen Bauen. Ausgangslage: Die Bundesregierung macht seit vielen Jahren Nachhaltigkeit zu einem Grundprinzip ihrer Politik und nimmt insbesondere im Bereich des nachhaltigen Bauens eine Vorbildrolle ein. Daraus ergibt sich die Aufgabe, die kontinuierliche Weiterentwicklung der Grundlagen (Leitfaden Nachhaltiges Bauen, BNB etc.), Instrumente und Datengrundlagen für eine erfolgreiche Umsetzung im Bundesbau adäquat auch auf den Internetauftritt des Bundes entsprechend zu übertragen und damit der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Mit dem gestiegenen internationalen Interesse am nachhaltigen Bauen in Deutschland soll auch der englischsprachige Bereich des Portals ausgebaut werden. Die wissenschaftlichen Inhalte, Arbeitshilfen und Ergebnisse des nachhaltigen Bauens werden der Öffentlichkeit seit 2008 im Internetportal 'Nachhaltiges Bauen' des BMUB zur Verfügung gestellt. Hier werden neben den Grundlagen zum nachhaltigen Bauen und dem Leitfaden Nachhaltiges Bauen weitere Broschüren und Arbeitshilfen veröffentlicht (www.nachhaltigesbauen.de). Das Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) zur Bewertung der Nachhaltigkeit von Gebäuden sowie die Zertifizierungsergebnisse von BNB-Projekten stehen seit 2013 auf dem BNB-Portal zur Verfügung (www.bnb-nachhaltigesbauen.de). Ziel: Ziel des Projektes ist die Aktualisierung, Weiterentwicklung und Ergänzung der beiden vorhandenen Informationsportale zum nachhaltigen Bauen. Im Fokus stehen dabei die inhaltliche Aktualisierung (inkl. eines Pakets 'Best Practice'), die grafische Optimierung/Web-Design, die Nutzerattraktivität sowie Konzept und Ausarbeitung des englischsprachigen Bereichs. Die aktualisierten Informationsportale sollen einen prägnanten und anschaulichen Überblick über die Aktivitäten des Bundes im Bereich Nachhaltiges Bauen sowie die zur Verfügung stehenden Grundlagen, Instrumente und Datengrundlagen für eine erfolgreiche Umsetzung im Bundesbau vermitteln. Zielgruppen sind neben zukünftigen Systemanwendern die interessierte Fachöffentlichkeit sowie die breite Öffentlichkeit. Die Informationsportale sollen als grundlegende Orientierungshilfe und konkrete Arbeitshilfe nicht nur für alle Bundesbauverwaltungen, sondern ebenso für alle motivierten Akteure der Länder, Forschungseinrichtungen oder der Privatwirtschaft dienen.

Forschungsinitiative Zukunft Bau - Forschungscluster 'Nachhaltiges Bauen/Bauqualität', Arbeitshilfe BNB-Adaption zur Anwendung des BNB auf Baumaßnahmen, für die keine Systemvariante vorliegt

Das seit 2011 in der Anwendung befindliche Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) zur ganzheitlichen Betrachtung und Bewertung von Nachhaltigkeitsaspekten für Gebäude wurde 2013 um die 'sinngemäße Anwendung' erweitert. Dieser Anwendungsbereich soll um Einzelbaumaßnahmen erweitert werden. Mit der Arbeitshilfe BNB-Adaption sollen die Bewertungsregeln für eine praxisgerechte Anwendung vereinfacht werden. Ausgangslage: Der Leitfaden Nachhaltiges Bauen sowie das BNB sind durch ministerielle Erlasse heute als Anforderung im Bundesbau etabliert und mit rund 30 durchgeführten Gebäudezertifizierungen liegen erste Praxiserfahrungen vor. Von den aktuell über 7.000 Baumaßnahmen des Bundes und den darin enthaltenen 500 zivilen Baumaßnahmen mit Investitionskosten über 2 Mio. Euro befinden sich über 60 Projekte in einer BNB-Anwendung mit Zertifizierung. Weitere 270 Projekte orientieren sich laut Aussage der Bundesbauverwaltungen im Rahmen einer sogenannten 'sinngemäßen Anwendung' an den Vorgaben des BNB. Mit den Regelungen zur sinngemäßen Anwendung besteht die Möglichkeit, fehlende bzw. nicht für den Gebäudetyp passende Bewertungsmaßstäbe durch Ersatzverfahren und in der Regel durch vereinfachte Nachweisformen zu ersetzen, wobei die wesentlichen Schutzziele weiter adressiert bleiben sollen. Bei den Bauvorhaben, in welchen das BNB projektspezifisch auf die Rahmenbedingungen der jeweiligen Maßnahme anzupassen sind, entstehen für die Mitarbeiter der Bundesbauverwaltungen diverse Umsetzungsfragen. Diese Fragen resultieren aus dem Mix verschiedener Nutzungen, aus Nutzungen für die es noch keine Bewertungsregeln gibt und Baumaßnahmen mit unterschiedlicher Eingriffstiefe. Ziel: Die Arbeitshilfe BNB-Adaption soll den Bewertungsprozess vereinfachen und den Anwendungsbereich des BNB vergrößern. Sie soll vereinfachte Bewertungsregeln zur Anwendung auf einen Großteil aller zivilen Bundesbaumaßnahmen einschließlich ausgewählter Einzelbaumaßnahmen bereitstellen und deren Verwendung im Bewertungsprozess erläutern.

Forschungsinitiative Zukunft Bau - Forschungscluster 'Energieeffizientes und klimagerechtes Bauen', Wirtschaftlichkeitsuntersuchung zur Fortschreibung des EnEV-Erlasses bezüglich der energetischen Vorbildfunktion von neu zu errichtenden Bundesbauten

Seit Juni 2014 ist der aktuelle Erlass zur 'Energetischen Vorbildfunktion von Bundesbauten' in Kraft. Darin werden Vorgaben für den Bundesbau zur Unterschreitung der Anforderungen aus der Energieeinsparverordnung 2013 gemacht. Mit Inkrafttreten der novellierten EnEV-Anforderungen am 1. Januar 2016 erhöhen sich die Anforderungen für neu zu errichtende Nichtwohngebäude. Will der Bund weiterhin seine Vorbildfunktion wahrnehmen, muss der EnEV-Erlass sinnvoll fortgeschrieben werden. Im Forschungsprojekt sollen dazu die Grundlagen erarbeitet werden. Ausgangslage: Seit Juni 2014 ist der aktuelle Erlass zur 'Energetischen Vorbildfunktion von Bundesbauten' (BI3-8133.2/3) in Kraft. Darin werden Vorgaben für den Bundesbau zur Unterschreitung der Anforderungen aus der Energieeinsparverordnung 2013 (EnEV 2013) gemacht. Mit dem Inkrafttreten der novellierten EnEV-Anforderungen am 1. Januar 2016 erhöhen sich die Anforderungen für neu zu errichtende Nichtwohngebäude. Will der Bund weiterhin seine Vorbildfunktion wahrnehmen, muss der EnEV-Erlass sinnvoll fortgeschrieben werden. Ziel: Bei der Fortschreibung des EnEV-Erlasses sind Anforderungen an die energetische Qualität von neu zu errichtenden Bundesbauten zu formulieren, die über die Anforderungen der EnEV 2016 hinausgehen. Auch im Zusammenhang mit der Anpassung und Weiterentwicklung des Bewertungssystems Nachhaltiges Bauen (BNB) ergeben sich Erfordernisse. Es muss auch hier überprüft werden, welche energetischen Ziele einerseits formuliert und andererseits mit angemessenem Aufwand realisiert werden können. Im Forschungsprojekt sollen dazu die Grundlagen erarbeitet werden, indem Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen an geeigneten Referenzgebäuden durchgeführt werden.

Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK)^Ressortforschungsplan 2023, Coaching für blaugrüne Stadtentwicklung in Kommunen

Der Klimawandel führt in deutschen Städten zu einem hohen Anpassungsdruck. Ein besonders vielversprechender Ansatz, um resilienter gegenüber Wetterextremen wie Hitze, Dürre und Starkregen zu sein, sind Naturbasierte Lösungen (NbS). Das neue Forschungsvorhaben Blue Green City Coaching (BGCC) - Implementierung blaugrüner Infrastrukturen zur Klimaanpassung kleinerer deutscher Großstädte: Aufbau eines wissenschaftsbasierten und anwendungsorientierten Coachings für Entscheidungsträger*innen in Stadt- und Regionalplanung, erarbeitet vor diesem Hintergrund bis Ende 2027 Analyse-Instrumente, die Potenziale und Grenzen von NbS für die Stärkung der urbanen Klimaresilienz offenlegen. Im Rahmen des Projektes durchlaufen ca. 10 deutsche mit 100.000 bis 300.000 Einwohnern ein individuelles Coaching. Das Coaching stellt Praxisnähe her, schafft institutionalisierte Partizipation der Entscheidungsträger*innen in der Stadt und testet zugleich verschiedene Bewertungsmethoden für NbS. Konkret soll das BGCC Entscheidungsträger*innen befähigen, wissenschaftlich koordiniert anwendbare Implementierungsstrategien für blaugrüne Infrastrukturen (BGI) zu erstellen. Dabei werden Potentiale und Grenzen identifiziert und diese möglichst im interkommunalen Austausch und mit Hilfe der sozialwissenschaftlichen, juristischen und siedlungswasserwirtschaftlichen Expertise des Projektteams überwunden. Methodisch werden vorhandene Bewertungssysteme für die Effekte und Potentiale wasserbezogener NbS in einer Coaching-Toolbox gebündelt, um Stadtakteuren Argumente und praxisnahe Hilfestellungen für NbS-Potentiale an die Hand zu geben. Bei diesen in der Coaching-Toolbox enthaltenen Potentialen geht es neben finanziellen Anreizen beispielsweise um Monitoring von Biodiversität und Stadtklima mit vielfältigen Effekten auf die Stadtgesundheit – dazu zählen unter anderem die Verringerung der Anzahl von Hitzetoten, eine erhöhte Lebenserwartung und verringerte Gesundheitskosten. Abschließend analysieren sozialwissenschaftliche Expert*innen des Projektteams systematisch die Umsetzungspotenziale und -hemmnisse und bündeln die Ergebnisse. Als Kernprodukt von BGCC entsteht das “BG-Coaching-Handbook”, welches die Toolbox-Inhalte als Handlungsanleitung für die Infrastrukturplanung auch für andere Kommunen replizierbar macht.

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