Die Einfuehrung von unverbleiten Benzinen hat bei Superkraftstoffen einen Oktanzahlverlust von 3 Punkten zur Folge. Dies erfordert eine Zuruecknahme des Verdichtungsverhaeltnisses und bedeutet damit innerhalb gewisser Grenzen eine Verbrauchsverschlechterung, wenn es nicht gelingt, andere die Klopffestigkeit verbessernde Zumischkomponenten zu finden. Darueberhinaus erfordert die zukuenftige Bedeutung von Magerkonzepten neue verbrennungsbeschleunigende Komponenten oder additive. Daher soll innerhalb der ersten Phase des vorliegenden Forschungsvorhabens zunaechst versucht werden, durch eine Loesung des bei frueheren Versuchsreihen aufgetretenen Kondensationsproblems die spektroskopischen Untersuchungsmethoden fuer die Beurteilung der Klopffestigkeit von Ottokraftstoffen allgemein anwendbar und praxistauglich zu entwickeln.
Der Einsatz von bleifreiem Benzin in Fahrzeugen mit Katalysator nach US-Standard soll im Strassentest demonstriert werden. Dabei liegt der Schwerpunkt beim Emissions- und Verbrauchsverhalten ueber der Laufstrecke. Ein Vergleich mit heute marktueblichen Fahrzeugkonzepten soll eine Quantifizierung einer Minderung der Emissionswerte ermoeglichen.
Die Verminderung der Abgasemissionen von Kfz ist prinzipiell durch motorische Massnahmen oder durch katalytische Abgasnachbehandlung zu erreichen. Die Anwendung der katalytischen Abgasnachbehandlung mit gleichzeitiger Verringerung von CO, HC und NOx verlangt nach heutigem Kenntnisstand die Verwendung bleifreien Benzins. Der Einfluss des Einsatzes von unverbleitem Otto-Normalkraftstoff beim Betrieb von Fahrzeugen unter deutschen Verkehrsverhaeltnissen auf Betriebsverhalten, Leistung, Wartung und Verschleiss der Motoren wird untersucht. Zusaetzlich wird die Entwicklung des Strassenoktanzahlbedarfs festgestellt.
Entwicklung von Technologie und 'Engineering' fuer den Bau einer Demonstrationsanlage zur Erzeugung von hochklopffesten Aether/Alkohol-Gemischen. Untersuchung der Einzelschritte und des integrierten Anlagenverbundes im Pilotmassstab. Pruefung der Verbrennungseigenschaften sowie der Materialvertraeglichkeit und des Abgasverhaltens auch im Hinblick auf die katalytische Nachverbrennung. Ermittlung physikalisch-chemischer und technischer Daten zur Auslegung einer Produktionsanlage.
Zur Untersuchung des Selbstzuendungsverhaltens von unverbleiten Kraftstoffen mit verschiedenen Zusaetzen sauerstoffhaltiger Komponenten wurden bisher zahlreiche Versuche an einer Verbrennungsbombe durchgefuehrt, die jedoch nur bei dem extrem klopffreudigen Kohlenwasserstoff N-Heptan Selbstzuendungsreaktionen erkennen liessen. Eine weitere Anhebung der Gemischtemperatur war dadurch begrenzt, dass eine unkontrollierte Selbstzuendung an der heissen Bombenwand erfolgte. Daher wird ein modifizierter Versuchsaufbau vorgeschlagen, bei dem die Selbstzuendungsreaktionen an d. Oberflaeche einer Gluehkerze eingeleitet werden. Mit dieser Anordnung ist zu erwarten, dass die im Programm vorgesehenen Kraftstoffe im Hinblick auf ihr Selbstzuendungsverhalten untersucht werden koennen. Diese Methode weicht allerdings von dem bisher verfolgten Prinzip einer durch Verdichtung d. unverbrannten Restgases hervorgerufenen Temperatursteigerung bis zur Selbstzuendungsgrenze ab.
Das Verhalten eines 4-Zylinder-Ottomotors wird bei Verwendung von Benzin und Methanol im Zweistoffbetrieb untersucht. Methanol wird lastabhaengig zur Verbesserung der Klopffestigkeit des Grundbenzins zugegeben. Das Gemischbildungsorgan fuer Zweistoffbetrieb (Vergaser) wird zur Erreichung des gewuenschten Luftverhaeltnisses und Benzin/Methanol-Verhaeltnisses bei unterschiedlichen Motorkennfeldpunkten abgestimmt. Methanol ersetzt die in Ottokraftstoffen zur Klopffestigkeitsverbesserung enthaltenen giftigen Bleiverbindungen und reduziert den Bedarf an Mineraloel.
Methanol als Alternativ-Kraftstoff eingesetzt im Zweistoffbetrieb in einem Ottomotor.
Im Zusammenhang mit dem diskutierten Einsatz unverbleiter Kraftstoffe, der eine Voraussetzung fuer eine Abgasentgiftung (Stickoxide, Kohlenwasserstoffe, Kohlenmonoxid) durch Katalysatoren ist, sind Konsequenzen in Form eines steigenden Kraftstoffverbrauchs zu befuerchten, falls die Klopffestigkeit von Ottomotorkraftstoffen nicht durch andere Komponenten als Bleiverbindungen auf dem gewohnten Stand gehalten werden kann. Zur Untersuchung der Wirksamkeit solcher sauerstoffhaltiger Kraftstoffkomponenten zur Erhoehung der Klopffestigkeit soll im Rahmen dieses Forschungsvorhabens das Selbstzuendungsverhalten in einer Verbrennungsbombe untersucht werden, um Aussagen zu erhalten, welche die Oktanzahl, als bisher einziges Beurteilungskriterium der Klopffestikeit von Kraftstoffen, ergaenzen.
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