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Die GERES EnergieSysteme GmbH, stellte beim Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) den Antrag nach § 9 Abs. 1 Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) i. V. m. Nr. 1.6.1 des Anhangs 1 der Verordnung über genehmigungsbedürftige Anlagen (4. BImSchV) auf Erteilung eines Vorbescheides für ein Repowering der im Windpark Büttstedt bestehenden Anlage zur Nutzung von Windenergie in den Gemarkungen Büttstedt, Effelder, Küllstedt und Struth.
Ein wichtiges Ziel der europäische Initiative PARC ist, die Datenlage zum Humanbiomonitoring in der EU anzugleichen und die gesundheitlichen Folgen der Schadstoffbelastung besser zu verstehen. Neben der Zusammenführung von vorhandenen Daten müssen, unter Anwendung einheitlicher, qualitätsgesicherter Vorgaben und Arbeitsanweisungen, aktuelle, vergleichbare Proben gesammelt und untersucht werden. Nur so können Informationen zum sicheren Chemikalienmanagement gewonnen und die Gesundheit der Europäer und die Integrität ihrer Umwelt effektiv geschützt werden. Der deutsche Eigenanteil zu den europäischen Untersuchungen kann aufgrund des hochspezifischen Aufbaus nicht allein durch die zwei großen deutschen Humanbiomonitoring-Instrumente (die Deutsche Umweltstudie zur Gesundheit (GerES) und die Umweltprobenbank des Bundes (UPB)) erfüllt werden. Um die für den europäischen Ansatz notwendigen Voraussetzungen erfüllen zu können, werden in diesem Vorhaben Humanbiomonitoring-Proben (Urin, Blut, Haare) einer Stichprobe von 300 Kindern (6-11 Jahre) und 300 Jugendlichen (12-17 Jahre) aus Deutschland qualitätsgesichert nach den in PARC abgestimmten Vorgaben akquiriert und eingelagert. Somit stehen sie für eine Untersuchung der spezifischen Chemikalienbelastung zur Verfügung. Außerdem werden ausführliche Befragungen mit den Teilnehmenden durchgeführt um mögliche Belastungspfade und -quellen zu ermitteln. Die so einheitlich für Europa generierten Daten und Auswertungen werden langfristig der besseren Kontrolle und Unterstützung der Chemikalienregulierung in Europa dienen. In diesem Vorhaben sind die für die Feldarbeit erforderlichen Vorbereitungen z.B. Routenplan, Ethikantrag und Datenschutzkonzept sowie Übersetzung und Programmierung der Fragebögen, die Durchführung der Feldarbeit und das Datenmanagement enthalten.
Ziel des Vorhabens ist es, die in GerES VI gewonnenen Morgenurinproben der Erwachsenen bzw. die vorhandenen Rückstellproben der Kinder und Jugendlichen aus GerES V auf Schadstoffe zu analysieren, die eine besondere Gesundheitsrelevanz aufweisen, wie bspw. die Gruppe der Biozide/Pestizide. In GerES IV (ehemals Kinder-Umwelt-Survey, KUS) wurden letztmalig Morgenurine von 3- bis 14-Jährigen auf Organophosphate und Pyrethroide untersucht. Jedoch gibt es für zahlreiche Pestizide keine aktuellen, repräsentativen Daten zur korporalen Belastung der Bevölkerung in Deutschland. Daher wird momentan die mögliche Belastung über Berechnungen basierend auf dem Lebensmittelverzehr und Belastungsdaten der verzehrten Lebensmittel geschätzt. Um diese Datenlücke zu schließen, wurden Biozide/Pestizide als priorisierte Substanzgruppe im Rahmen des Projekts HBM4EU erkannt. Zur Festlegung des Analytspektrums wurde im Rahmen von HBM4EU eine Auswertung zu deutschen und europäischen Anwendungsdaten der Pestizide/Biozide und eine Auswertung der in Europa vorhandenen Expositionsdaten durchgeführt. Zusammen mit den Ergebnissen der Befragung der teilnehmenden Personen liefern die Analysen der Morgenurine repräsentative Informationen zur Belastung der in Deutschland lebenden Bevölkerung.
Ziel des Vorhabens ist es, die in GerES VI gewonnenen Proben der Erwachsenen (18-79 Jahre) auf die Schadstoffe 4-Nonylphenol und Ethoxyquin zu analysieren. 4-Nonylphenol ist aufgrund seiner endokrin schädigenden Eigenschaften in der ECHA-Liste der besonders besorgniserregenden Stoffe (SVHC) aufgeführt. Ethoxyquin ist ein Futtermittelersatzstoff, dessen Verwendung in der EU seit 2017 aufgrund fehlender Sicherheitsinformation aufgesetzt ist. Biomarker dieser zwei Substanzen werden in ca. 1500 Teilnehmendeurinproben quantifiziert, hierfür kommen neue analytische Methoden zum Einsatz, die im Rahmen der BMU/VCI Initiative entwickelt wurden. Zusammen mit den Ergebnissen der Befragung der teilnehmenden Personen liefern die Analysen die ersten repräsentativen Daten zur Belastung der in Deutschland lebenden Bevölkerung mit 4-Nonylphenol und Ethoxyquin.
In der UBA-Datenbank „Arzneimittel in der Umwelt“ (www.uba.de/db-pharm) gibt es Literaturnachweise für mehr als 40 verschiedene Arzneimittelwirkstoffe und Transformationsprodukte im Trinkwasser in Deutschland. Die Mehrzahl der Referenzen ist älter als 10 Jahre und die Messungen waren nur einzelstoffbezogen. Es fehlt ein systematisches, deutschlandweites Untersuchungsprogramm über das Vorkommen von Arzneimittelrückständen im Trinkwasser. Bisher überwachen die Wasserversorger ihr Trinkwasser, eine Berichtspflicht dazu gibt es nicht. Das Ziel des Vorhabens ist es Trinkwasser auf Rückstände von Arzneimitteln im Rahmen der Deutschen Umweltstudie zur Gesundheit (GerES VI) zu untersuchen.
Leicht flüchtige organische Verbindungen (VVOC - very volatile organic compounds), die aus Bauprodukten, Möbeln und Konsumprodukten ausgasen, sind in den letzten Jahren zunehmend in Fokus der gesundheitliche Bewertung von Innenraumluft. In Zukunft ist geplant, entsprechende Passivsammler des UBA in großem Umfang insbesondere im Rahmen der Deutsche Umweltstudie zur Gesundheit (GerES) in deutschen Wohnungen zur Gewinnung repräsentativer Daten einzusetzen. Für die Ableitung von Raumluftkonzentrationen der VVOCs aus Passivsammlern ist eine Aufnahmerate erforderlich, welche für jede Verbindung aus dem Spektrum der VVOCs einen substanzspezifischen Wert hat. Dieses Projekt soll die entsprechenden Aufnahmeraten erarbeiten.
<p> <p>Ob strapazierfähige Kleidung, duftende Kosmetik oder robuste Lebensmittelverpackungen: Chemikalien machen unseren Alltag komfortabel. Doch einige von ihnen bergen auch Risiken für Mensch und Umwelt. Ein neuer Erklärfilm des Umweltbundesamtes zeigt, wie die europäische Forschungsinitiative PARC dazu beiträgt, diese Risiken besser zu verstehen und zu reduzieren.</p> </p><p>Ob strapazierfähige Kleidung, duftende Kosmetik oder robuste Lebensmittelverpackungen: Chemikalien machen unseren Alltag komfortabel. Doch einige von ihnen bergen auch Risiken für Mensch und Umwelt. Ein neuer Erklärfilm des Umweltbundesamtes zeigt, wie die europäische Forschungsinitiative PARC dazu beiträgt, diese Risiken besser zu verstehen und zu reduzieren.</p><p> <p>In der EU sind über 26.000 Chemikalien registriert. Viele gelangen bereits während der Herstellung in Böden, Gewässer, Luft oder in den menschlichen Körper. <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/pfas">PFAS</a>, <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/pestizide">Pestizide</a> und Weichmacher können sich in der Umwelt anreichern, Gewässer gefährden oder den menschlichen Hormonhaushalt beeinflussen. Bei zahlreichen Stoffen ist noch gar nicht genau bekannt, welche langfristigen Folgen sie für Umwelt und Gesundheit haben.</p> <p>Hier setzt die Europäische Partnerschaft für die Bewertung von Risiken durch Chemikalien (PARC) an. Die Forschungsinitiative untersucht, wo Chemikalien vorkommen, wie sie wirken und welche Alternativen es gibt. Gleichzeitige entwickelt PARC neue Methoden für eine bessere Risikobewertung. Dafür arbeiten Wissenschaft, Behörden, Politik und Industrie aus ganz Europa zusammen, unter anderem über europaweite Messkampagnen. </p> <p>Einen wichtigen Beitrag leisten dabei die <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/gesundheit/belastung-des-menschen-ermitteln/alise-deutsche-kinder-jugendstudie-zur">Deutsche Kinder- und Jugendstudie zur Umweltgesundheit (ALISE)</a> und die <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/gesundheit/belastung-des-menschen-ermitteln/deutsche-umweltstudie-zur-gesundheit-geres">Deutsche Umweltstudie zur Gesundheit (GerES)</a>, die seit Jahrzehnten die Chemikalienbelastung der Bevölkerung in Deutschland untersuchen.</p> <p>Dank PARC können nationale Daten und Studienergebnisse europaweit geteilt und verglichen werden. So lassen sich Risiken schneller erkennen und Maßnahmen effektiver umsetzen – die Forschungsergebnisse unterstützen Behörden dabei, Chemikalien zu regulieren, wirksame Grenzwerte festzulegen und besonders schädliche Stoffe zu verbieten. Damit leistet PARC einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Nutzung von Chemikalien und zum Schutz von Mensch und Umwelt.</p> <p><strong>Zum <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a>-Erklärfilm auf YouTube:</strong> <a href="https://www.youtube.com/watch?v=86-WK2N2QWI">PARC – EU-Partnerschaft für die Risikobewertung von Chemikalien</a></p> </p><p>Informationen für...</p>
Der Bericht stellt Ergebnisse der Deutschen Umweltstudie zur Gesundheit 2014–2017 (GerES V) zur Schadstoffbelastung der Innenraumluft bei Kindern und Jugendlichen vor. Repräsentativ ausgewählte Haushalte wurden auf flüchtige organische Verbindungen (VOC), Aldehyde, sowie ultrafeiner Partikel in der Innenraumluft untersucht. Ein Vergleich mit toxikologisch abgeleiteten Innenraumrichtwerten ermöglicht eine gesundheitliche Einordnung der Messwerte. Der Bericht liefert Aussagen zu den vermuteten Ursachen der Schadstoffe sowie Ungleichheiten der Belastung in Abhängigkeit von Geschlecht, Wohnumständen und sozioökonomischen Faktoren. Die Daten dieser Studie stellen einen Referenzdatensatz zur Grundbelastung der Innenraumluft im Wohnumfeld in Deutschland dar. Veröffentlicht in Umwelt & Gesundheit | 01/2025.
Bioaerosole (z.B. luftgetragene Schimmelpilze, Bakterien, Viren, Hausstaubmilben, Pollen oder deren Bruchstücke) als Bestandteil des Feinstaubs von Innenräumen können im privaten und öffentlichen Bereich aufgrund ihres allergenen und infektiösen Potentials eine hohe gesundheitliche Bedeutung aufweisen. Die Charakterisierung solcher komplexen Mischungen inklusive deren Bewertung ist mit bisherigen Analysemöglichkeiten nur unzureichend möglich. Dies soll mit Hilfe dieses Vorhabens durch die Etablierung zeitgemäßer Sammel- und Analysemethoden geändert werden. Dazu sollen zunächst Innenraumfeinstäube unbekannter Zusammensetzung auf DNA-Ebene ungezielt analysiert werden. Durch den Vergleich der so erhaltenen Ergebnisse mit Datenbanken kann ein umfassendes Bild der Bioaerosol-Bestandteile gewonnen werden. Darauf aufbauend sollen durch ungezielte Untersuchungen auf Protein-Ebene potentiell gesundheitsschädigende Komponenten wie Pollen-Allergene, Schimmelpilz-Toxine oder Milbenbestandteile erfasst und diese Kandidaten anschließend gezielt detektiert und quantifiziert werden. Zur Optimierung der Untersuchungsmethoden ist zunächst vorgesehen, leicht erhältliche PM10-Feinstaubproben aus 'unauffälligen' Innenräumen (z.B. Privathaushalte, Einzelbüros) zu verwenden, die mit Kleinfiltergeräten gesammelt werden. Für die Darstellung der praktischen Relevanz sollen im weiteren Verlauf gleichermaßen gesammelte Proben aus Innenräumen mit verschiedenen klimatischen und baulichen Bedingungen hinzukommen. Hierzu zählen z.B. Proben aus Wohnungen mit Feuchteschäden, Kellern, Großraumbüros mit Klimaanlagen oder Räumen inner- und außerhalb der Pollensaison. Auch für zukünftige GerES Proben könnte diese Art der Analyse Anwendung finden. Das Vorhaben schafft die Voraussetzung, Bioaerosole in Innenräumen umfänglich zu beschreiben und eröffnet damit die Möglichkeit von Wirkungsanalysen und der Beantwortung der Frage welche Bestandteile der biogenen Feinstaubfraktion besonders schadhaft sind.
Die Deutsche Umweltstudie zur Gesundheit (GerES) untersucht wiederholt die Umweltbelastung der in Deutschland lebenden Personen anhand einer repräsentativen Stichprobe. Das zentrale Element ist das Humanbiomonitoring (HBM), das die körperliche Belastung mit Umweltchemikalien untersucht. GerES erfasst zudem Einflüsse aus der Umwelt, wie Trinkwasser, Innenraumluftbelastung, Feinstaub, Schimmelbestandteile und ermittelt relevante Umgebungs- sowie Verhaltensfaktoren. Dieser Abschlussbericht dokumentiert die Vorbereitung und Durchführung der Feldarbeit und des Datenmanagements für GerES VI. Die Datenerhebung fand vom 30.05.2023 bis 15.07.2024 in 150 Untersuchungsorten mit rund 1.600 Teilnehmenden statt. Veröffentlicht in Umwelt & Gesundheit | 02/2026.
| Organisation | Count |
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| Bund | 255 |
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| Ereignis | 1 |
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| Geschlossen | 168 |
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| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 200 |
| Englisch | 86 |
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| Archiv | 6 |
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| Lebewesen und Lebensräume | 245 |
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