Im Fachgebiet Abfalltechnik steht eine Technikumsverbrennungsanlage (TVA), die Speziell für die Energie-, Massen- und Schadstoffbilanzierung von Verbrennungsversuchen entwickelt und in den letzten Jahren mehrfach modifiziert wurde. Die Energie- und Massenbilanzierung wird seit Jahren erfolgreich genutzt. Im Rahmen dieses Projektes konnte als erstes die Qualität der Schadstoffbilanzierung mit Hilfe der in dieser Untersuchung durchgeführten Verbrennungsversuche am Beispiel Chlor gezeigt werden. Dazu wurden Verbrennungsversuche an der TVA durchgeführt, bei denen Holz/PVC-Mischungen und Holz/NaCl-Mischungen, die bis zu 6 Ma-Prozent Chlor enthielten, eingesetzt wurden. Um die Widerfindungsraten von Chlor bei den Verbrennungsversuchen in der TVA zu bestimmen und um zusätzlich Aussagen über den Transfer des Chlors in die verschiedenen Fraktionen machen zu können, wurden die Chloranteile in den einzelnen Fraktionen Rauchgas, Asche und Flugstaub ermittelt. Die HCI-Konzentrationen im Rauchgas wurden mit dem OPSIS-Messsystem analytisch bestimmt. Die Staub- und Aschegehalte wurden ermittelt und der Flugstaub und die Asche auf ihre Chlorgehalte untersucht. In den drei Fraktionen Rauchgas, Asche und Flugstaub konnten 95,1 bis 101,7 Prozent des eingesetzten Chlors wieder gefunden werden. Es wurden bei den Holz/PVC-Mischungen 82 bis 85 Prozent des Chlors im Rauchgas, 11 bis 14 Prozent in der Asche und etwa 1,4 Prozent im Flugstaub ermittelt. Bei anschließenden Vergleichen zeigten diese Transferkoeffizienten eine gute Übereinstimmung mit hochgerechneten Transferkoeffizienten aus Laboruntersuchungen von Schirmer (2005). Damit wurde gezeigt, dass die Veränderungen und Umbauten an der TVA in den letzten Jahren zu einer Verbesserung der Schadstoffbilanzierung geführt haben und diese dadurch erfolgreich durchgeführt werden kann. Damit ist die TVA für weitere Schadstoffermittlungen von unbekannten Ersatzbrennstoffen gut geeignet. Neben der Ermittlung von Ersatzbrennstoffen wurde die TVA in jüngster Zeit auch für die Bestimmung der Chlorfreisetzung ins Rauchgas eingesetzt: die kontinuierliche Erfassung der Schadstoffkonzentrationen im Rauchgas mit dem Messsystem OPSIS ermöglicht die zeitliche Schadstofffreisetzung ins Rauchgas zu bewerten, da aufgrund der semikontinuierlichen Brennstoffzugabe charakteristische Konzentrationsverläufe gewonnen werden.
Die Bestimmung der Brennstoffeigenschaften von Abfaellen ist von grosser Wichtigkeit sowohl fuer die thermische Restabfallbehandlung, als auch fuer den Einsatz hochkalorischer Abfallfraktionen als Ersatzbrennstoff. Fuer diese Bestimmung sind Laborversuche, bei denen mit Probenmengen im Grammbereich gearbeitet wird, aufgrund der sehr hohen Heterogenitaet der Abfallgemische nur bedingt geeignet. Bei dem Vorhaben sollen die Brennstoffeigenschaften mittels einer thermischen Umsetzung mehrerer Kilogramm Probenmaterials in einer halbtechnischen Verbrennungsstrecke (P = 30 kW) und anschliessender Energie- und Massenbilanzierung bestimmt werden. Bei ersten Versuchen mit unterschiedlichen Abfallfraktionen konnten erfolgreiche Bestimmungen der Heizwerte, der Chlor- und der Schwefelgehalte durchgefuehrt werden.
Nach den Angaben der EAWAG Duebendorf wurde ein offenes Auffanggefaess fuer feste und fluessige Niederschlaege konstruiert. Dieser Sammeltrichter wird an der Meteorologischen Station des Lufthygieneamtes in Binningen betrieben. Im Falle von Niederschlag (mind. 1 mm) wird zum Termin der meteorologischen Niederschlagsmessung das Sammelgefaess ausgewechselt. Die fluessige Niederschlagsprobe wird untersucht auf pH, Nitrat, Sulfat, Chlorid (seit 1987) und Blei, Cadmium, Chrom (seit 1989). Damit liegen Tagesproben vor.
Untersuchung des thermodynamischen und leistungsmaessigen Verhaltens neuer chlorfreier Kaeltemittel und Vergleich mit herkoemmlichen Kaeltemitteln in einer ein- und einer zweistufigen Kaeltemaschine und einer Waermepumpe. Die Ergebnisse sind zum Teil mehrfach veroeffentlicht.
Durch ein Scale-up des von der Humboldt-Universität zu Berlin sowie der Firma newtec Umwelttechnik GmbH entwickelten und im Versuchsmaßstab sehr effizienten Systems zur elektrolytischen Wasserdesinfektion (SeWiG) auf große Gewächshausanlagen, soll die Technologie unter Praxisbedingungen erprobt, validiert und gegebenenfalls optimiert werden. Dies ist Voraussetzung zur erfolgreichen Etablierung im gärtnerischen Produktionsanbau. Das neue elektrolytische Desinfektionssystem zur Behandlung von Gießwasser zeichnet sich durch seine funktionale Überlegenheit gegenüber den etablierten physikalischen und chemischen Methoden aus. Hervorzuheben ist seine Wirksamkeit gegen Pflanzenviren und das im Vergleich zu anderen chemischen Verfahren geringere Gefährdungspotential für Anwender, Pflanze und Umwelt. Folgende Arbeitspakete stehen im Vordergrund der großtechnischen Praxiserprobung des elektrolytischen Desinfektionssystems: - Erarbeitung einer Konzeption zur technolog. Einbindung in das Bewässerungsregime der Gewächshausbetriebe (in Zusammenarbeit mit Projektpartner Fa. newtec) - Überwachung der chemisch-physikalischen Parameter des Gießwassers - Auswirkung auf das Pflanzenwachstum, den Ertrag und die Qualität - Auswirkung auf den Algenwuchs/Biofilm im Bewässerungssystem - Bewertung des Energieverbrauchs und Wasserumsatzes - Ermittlung der Konzentration von Chlorverbindungen in Wasser-, Substrat- und Pflanzenproben sowie Bewertung der gesundheitlichen Risiken in Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Risikobewertung - Bewertung der hygienisierenden Wirkung in Bezug auf die im Betrieb auftretenden Krankheitserreger - Begleitstudien zur hygienisierenden Wirkung im Forschungsgewächshaus der HU zur wissenschaftlichen Absicherung und Optimierung des Desinfektionsregimes - Auswirkungen auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln.
1) Bei der pyrometallurgischen Verarbeitung von Kupfersekundaerrohstoffen und anderen Reststoffen fallen blei-zink-haltige Flugstaeube an, die durch Chlor, Arsen, Antimon usw verunreinigt sind, so dass sie nicht fuer die Pb-Zn-Gewinnung einsetzbar sind, und deshalb in der Regel deponiert werden muessen. 2) Durch theoretische und experimentelle Untersuchungen sollen unterschiedliche Moeglichkeiten zur Entfernung des Chlorgehaltes untersucht und bewertet werden. Die chlorfreien Rueckstaende sollen in den Prozess der Pb-Zn-Gewinnung einschleusbar sein. 3) Durch thermodynamische Berechnungen unter Verwendung eines Reaktionsmodells wurden Moeglichkeiten und Bedingungen fuer die Chlorentfernung durch Ausdampfen der Chloride, Umsetzung mit Wasserdampf bzw alkalische Laugung mit verschiedenen Aufschlussmitteln fuer 2 vorhandene Flugstaubzusammensetzungen ermittelt. Die Berechnungen wurden durch experimentelle Untersuchungen im Laboratoriumsmassstab ueberprueft, wobei die aussagen weitestgehend bestaetigt wurden. Bei der thermischen behandlung wurden groesser 600 Grad C Endgehalte kleiner 0,5 Prozent und bei der Sodalaugung 0,2 bis 0,5 Prozent erreicht. 4) Die Ergebnisse ermoeglichen die Nutzbarmachung bzw Entsorgung durch Verwertung von deponierten Altlasten und anfallenden Reststoffen. Die entchlorten Rueckstaende entsprechen in ihrer Zusammensetzung vergleichbaren bei der Heissbrikettierung fuer den IS-Prozess eingesetzten Materialien. Die Laugung mit Soda wird trotz ihres geringeren spezifischen Durchsatzes den betrachteten thermischen Verfahren vorzuziehen sein, da hier auch der bei der thermischen Weiterverarbeitung stoerende Sulfatschwefel mit entfernt wird. Die ergebnisse sind auch auf andere chloridhaltige Reststoffe und Altlasten der Metallurgie bzw metallverarbeitenden Industrie uebertragbar.
Das Ziel des Vorhabens ist es, die Deponierung von Halogenalkanen (Chlor-Fluor-Derivate des Methans) durch ein kombiniertes Crack-Kondensationsverfahren in der Atmosphaere zu verhindern. Durch die Wiederrueckgewinnung bis 90 Prozent eine sofortige Reduzierung der Produktion zu erreichen. Durch den Einsatz bei Shredderanlagen die Entsorgung zu verschrottender Kuehlschraenke ohne Umweltbelastung durchfuehrbar zu machen. Durch den Einsatz bei chemischen Reinigungsanlagen die Abluft so zu reinigen, dass keine Deponierung halogenisierter Kohlenwasserstoffe in der Atmosphaere moeglich ist. Durch Zerlegen der wirtschaftlich nicht nutzbaren Konzentrationen von Chlorderivaten des Methans ist eine sofortige Entlastung der Umwelt herbeizufuehren.
Objective: The main objective of the project is the development of a balloon borne Lightweight In-situ Tracer Experiment in the Stratosphere (LITES) for simultaneous profile observations of ozone and the long-lived trace gases sulphur hexafluoride (SF6) and the chlorofluorocarbon CFC 12 (CF2Cl2) in the stratosphere. The LITES - package is designed to make measurements up to altitudes of about 30 km ( deeper than 10 hPa) if launched on small research balloons with volumes of 10000 m3 or less. The instruments are fully automated. Measurements of the mixing ratios of CFC-12 and SF6 will be made at least every 2 minutes. For data transmission a digital lightweight telemetry system will be developed that is based on standard ozone sonde components that are presently used for routine operations at various radiosonde and ozonesonde stations. The chlorofluorocarbon CFC-12 is a long-lived trace gas, that represents the most abundant source gas of total reactive chlorine, Cly, in the stratosphere and is a good tracer for dynamic transport processes. SF6, is an inert tracer, that provides information about the age of the stratospheric air. In combination with the digital ozonesonde these instruments form a lightweight balloon payload to study the vertical distribution of total reactive chlorine in the stratosphere and quantitatively investigate the corresponding ozone depletion potential in the probed airmass. General Information: Two lightweight automated in-situ gas-chromatographs will be developed for the measurement of the long-lived trace gases CFC-12 and SF6 with a time resolution of 1 to 2 minutes onboard stratospheric research balloons. Both instruments will use electron capture detectors (ECD) for identification of the measured species. The radio transmitter of the standard Vaisala radiosonde will be modified for use as a telemetry system to transmit the data provided by the gas chromatographs together with the ozone data that will be simultaneously measured by means of commercially available ozone sondes, e.g. Science Pump ECC or EN-SCI ECC sensors. Two telemetry channels will be used, one for the meteorological and ozone data (PTU and O3) and another one for the CFC and SF6 concentration data plus related housekeeping information. The following tangible results are expected from the project: -Two lightweight in-situ gas chromatographs for the measurement of SF6 and CFC-12, respectively, in the lower and middle stratosphere with a time resolution of 1 - 2 minutes. -An improved electrochemical ozonesonde with a two channel radio transmitter that is fully compatible with the standard Vaisala radiosonde link (400 MHz). -A new modulator that allows transmission of data provided by the serial interface of the internal control computers of the digital gas chromatographs at a rate of 1200 baud employing one of the telemetry channels of the new Vaisala transmitter. -A set of vertical profile measurements of O3, SF6 and CFC-12 performed during a test fligh
Waehrend der Winterkampagnen SESAME I (1994) und SESAME III (1995) wurden mit flugzeuggetragenen Submillimeter-Empfaengern im Bereich 600-700 Ghz (ASUR) und bei 500 gHz (RAL Sensor) Spurengasspektren in der Stratosphaere ueber Europa und der Arktis gemessen. Aus den druckverbreiterten Molekuellinien wurden mit Hilfe eines Inversionsverfahrens Hoehenprofile der Spurengasverteilungen berechnet. Die Messungen wurden mit anderen Instrumenten koordiniert und dienten dem Nachweis von fuer den Ozonabbau konditionierter Luft (erhoehtes CIO). Mit den CIO- und HCI-Daten wurden auch chemische Modellrechnungen ueberprueft.
Dichtebeeinflusste stochastisch-numerische Grundwassermodellierung; Modellierung Chloridverteilung; Untersuchungen zum Kolmationsprozess; Geomonitoring mittels Divertechnik und stationärer, kontinuierlicher Messdatenaufnahme.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 37 |
| Kommune | 1 |
| Land | 1 |
| Wissenschaft | 8 |
| Zivilgesellschaft | 1 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 37 |
| License | Count |
|---|---|
| Offen | 37 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 35 |
| Englisch | 4 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Keine | 34 |
| Webseite | 3 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 33 |
| Lebewesen und Lebensräume | 35 |
| Luft | 32 |
| Mensch und Umwelt | 37 |
| Wasser | 31 |
| Weitere | 37 |