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Agrarumwelt- & Klimamaßnahmen in der europäischen Agrarförderung

<p>Agrarumwelt- &amp; Klimamaßnahmen in der europäischen Agrarförderung</p><p>Mit Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen fördert die Europäische Union (EU) die umweltschonende Landbewirtschaftung. Im Zeitraum 2023 bis 2027 stehen in der zweiten Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU (GAP) 8,2 Milliarden (Mrd.) Euro EU-Mittel unter anderem für den Umwelt- und Klimaschutz zur Verfügung. Demgegenüber sind für Direktzahlungen der ersten Säule 21,5 Mrd. Euro vorgesehen.</p><p>Umweltschutz in der Landwirtschaft</p><p>Agrarlandschaften nehmen einen großen Teil der Gesamtfläche Deutschlands ein. Ihnen kommt daher eine besondere Bedeutung für den Schutz der Umwelt und der Kulturlandschaft zu. Neben anderen Zielen ist es auch Ziel der deutschen und der europäischen Agrarpolitik, die Umweltbelastungen durch die landwirtschaftliche Nutzung zu verringern und eine nachhaltige, umweltschonende Landbewirtschaftung zu verwirklichen. Auf diese Weise sollen Wasser, Boden und Luft sowie wildlebende Pflanzen und Tiere geschützt und in der Vergangenheit entstandene Belastungen möglichst abgebaut werden.</p><p>Struktur der Agrarpolitik der EU</p><p>Um europäische Fördergelder zu erhalten, müssen landwirtschaftliche Mindeststandards eingehalten werden (Konditionalität). Umweltgerechte und den natürlichen Lebensraum schützende landwirtschaftliche Produktionsweisen, die über die rechtlichen Vorgaben hinausgehen, können im Rahmen der Agrarumwelt- und Klimaprogramme der ersten oder zweiten Säule gefördert werden.</p><p>Die Subventionen der EU werden in zwei unterschiedliche „Säulen“ unterteilt. Die erste Säule beinhaltet Direktzahlungen an landwirtschaftliche Betriebe und wird von der EU finanziert. Die zweite Säule fördert die ländliche Entwicklung (siehe Abb. „Budget der GAP in Deutschland für das Jahr 2024“). Dabei müssen die Mitgliedsstaaten eine Kofinanzierung der Maßnahmen bereitstellen. Die Mitgliedsstaaten haben auch die Möglichkeit, Gelder aus der ersten Säule in die zweite Säule umzuschichten, um mehr Mittel für die ländliche Entwicklung zur Verfügung zu haben. Weitere Informationen zur Struktur der GAP finden Sie beim ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/b?tag=BMEL#alphabar">BMEL</a>⁠: <a href="https://www.bmel.de/DE/themen/landwirtschaft/eu-agrarpolitik-und-foerderung/gap/gap-nationale-umsetzung.html">Grundzüge der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) und ihrer Umsetzung in Deutschland</a>.</p><p>Ökoregelungen in der ersten Säule</p><p>Seit Januar 2023 werden auch in der ersten Säule freiwillige einjährige Agrarumweltmaßnahmen angeboten. Hierfür sind 23 % der Direktzahlungen vorgesehen. Damit steht jährlich ein Budget von etwa einer Mrd. Euro zur Verfügung. Die Maßnahmen werden bundesweit angeboten, z.B. für die Bereitstellung von Ackerbrachen, Blüh- und Altgrasstreifen, für vielfältige Kulturen im Ackerbau oder die Extensivierung im Dauergrünland.</p><p>Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen in der zweiten Säule</p><p>Mit der Teilnahme an Agrarumwelt- und Klimaprogrammen in der zweiten Säule verpflichten sich Landwirte und Landwirtinnen für einen Zeitraum von in der Regel fünf Jahren freiwillig, umweltgerechte und den natürlichen Lebensraum schützende Produktionsverfahren einzuhalten. Sie erhalten dafür zum Ausgleich der damit verbundenen Mehrkosten und Einkommensminderungen eine Förderung (vgl. <a href="https://www.bmel.de/DE/themen/landwirtschaft/eu-agrarpolitik-und-foerderung/agrarumwelt-und-klimamassnahmen-aukm/agrarumwelt-und-klimamassnahmen-aukm_node.html">BMEL 2019</a>). Die Finanzierung hierfür erfolgt durch Gelder der EU, des Bundes und der Bundesländer.</p><p>Die verschiedenen Bundesländer entscheiden über die Maßnahmen, die angeboten werden und konkretisieren, wie diese umgesetzt werden. Damit setzen sie die <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:32021R2115&amp;from=EN">ELER-Verordnung</a> der EU um. Der nationale Rahmen für diese Umsetzung ist durch die Bund-Länder-<a href="http://www.bmel.de/DE/Landwirtschaft/Foerderung-Agrarsozialpolitik/GAK/gak_node.html">„Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“</a> (GAK) festgelegt.</p><p>Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen im GAK-Rahmenplan</p><p>Der Förderbereich 4 (Markt- und standortangepasste sowie umweltgerechte Landbewirtschaftung einschließlich ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/v?tag=Vertragsnaturschutz#alphabar">Vertragsnaturschutz</a>⁠ und Landschaftspflege) des <a href="https://www.bmel-statistik.de/fileadmin/daten/0002000-2024.pdf">GAK-Rahmenplans 2024 bis 2027</a> gliedert sich in folgende Maßnahmengruppen:</p><p>Finanzmittel für die zweite Säule der GAP</p><p>Für den Zeitraum 2023 bis 2027 stehen in der zweiten Säule der GAP für Deutschland etwa 5,5 Mrd. Euro für die ländliche Entwicklung zur Verfügung. Ein Teil davon fließt in den Umweltschutz und die Förderung des ökologischen Landbaus. Zusammen mit den Mitteln aus der Umschichtung von der ersten in die zweite Säule sind 8,2 Mrd. Euro EU-Mittel für diesen Zeitraum vorgesehen. Hinzu kommen noch nationale Mittel für die Kofinanzierung (3,7 Mrd. Euro) und freiwillige, zusätzliche Gelder der Bundesländer (Top-ups, 2,4 Mrd. Euro). So stehen für die zweite Säule insgesamt 14,3 Mrd. Euro bereit. Im Vergleich dazu sind für die Direktzahlungen der ersten Säule 21,5 Mrd. Euro eingeplant (siehe Abb. „GAP-Mittel für Deutschland 2023 bis 2027“).</p><p>Informationen zu der Aufteilung auf die einzelnen Jahre finden Sie im <a href="https://www.bmel.de/DE/themen/landwirtschaft/eu-agrarpolitik-und-foerderung/gap/gap-strategieplan.html">GAP-Strategieplan</a> (Zusammenfassung). Weitere Informationen zur GAP allgemein finden Sie auf unserer <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/landwirtschaft/landwirtschaft-umweltfreundlich-gestalten/gemeinsame-agrarpolitik-der-europaeischen-union">Themenseite</a> oder den <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/landwirtschaft/landwirtschaft-umweltfreundlich-gestalten/fragen-antworten-zur-europaeischen-agrarfoerderung">Fragen und Antworten zur europäischen Agrarförderung</a>.</p><p>___<br> * GAP: Gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union (EU)</p><p>https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/DE/_Landwirtschaft/EU-Agrarpolitik-Foerderung/gap-strategieplan-kurzueberblick.pdf</p><p>Weiterführende Informationen</p><p><a href="http://www.bmelv.de/DE/Landwirtschaft/Foerderung-Agrarsozialpolitik/AgrarUmweltmassnahmen/agrar-umweltmassnahmen_node.html">BMEL: Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen (AUKM)</a></p><p><a href="https://www.bmel.de/DE/themen/landwirtschaft/eu-agrarpolitik-und-foerderung/gap/gap_node.html">BMEL: Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union</a></p><p><a href="https://www.bmel-statistik.de/laendlicher-raum-foerderungen/gemeinschaftsaufgabe-zur-verbesserung-der-agrarstruktur-und-des-kuestenschutzes/uebersicht-ueber-die-gak-rahmenplaene/">GAK Rahmenpläne</a></p><p><a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/landwirtschaft/landwirtschaft-umweltfreundlich-gestalten/gemeinsame-agrarpolitik-der-europaeischen-union">Thema: Gemeinsame Agrarpolitik der EU</a></p><p><a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/landwirtschaft/landwirtschaft-umweltfreundlich-gestalten/fragen-antworten-zur-europaeischen-agrarfoerderung">Thema: FAQ zur EU-Agrarförderung</a></p><p><a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/eco-schemes-sinnvoll-in-die-gruene-architektur">Eco-Schemes sinnvoll in die Grüne Architektur integrieren</a></p><p><a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/verbesserung-der-wirksamkeit-praktikabilitaet-der">Verbesserung der Wirksamkeit und Praktikabilität der GAP aus Umweltsicht</a></p><p><a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/evaluierung-der-gap-reform-von-2013-aus-sicht-des">Evaluierung der GAP-Reform von 2013 aus Sicht des Umweltschutzes anhand einer Datenbankanalyse von InVeKoS-Daten der Bundesländer</a></p><p><a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/klimaschutz-in-der-gap-2023-2027">Klimaschutz in der GAP 2023 - 2027</a></p>

Abschaffung umweltschädigender Subventionen (EHS)

Trotz internationaler und europäischer Bemühungen und Forderungen nach Abschaffung von EHS bis 2020 (so z.B. in der Europa 2020 Wachstumsstrategie und im Fahrplan für ein ressourcenschonendes Europa), wurden bis dato wenig Fortschritte auf diesem Gebiet erzielt. So ist der finanzielle Umfang bestehender Subventionen global gesehen nachwievor signifikant. Beispielsweise betrugen die landwirtschaftlichen Subventionen in den OECD-Ländern USDollar261 Milliarden/Jahr für den Zeitraum 2006 bis 2008 und die weltweiten energiebezogenen Subventionen beliefen sich in 2008 auf USDollar557 Milliarden (siehe Lehmann M., P. ten Brink, S. Bassi, D. Cooper, A. Kenny, S. Kuppler, A von Moltke, and S. Withana (2011). Reforming Subsidies. In The Economics of Ecosystems and Biodiversity (TEEB) in National and International Policy Making An output of TEEB, edited by Patrick ten Brink, IEEP. Earthscan, London). Die gegenwärtig laufende Studie zur Unterstützung der Abschaffung umweltschädigender Subventionen zielt darauf ab, die Europäische Kommission bei der Umsetzung der Forderung nach Abschaffung von EHS bis 2020 zu unterstützen. Das Ecologic Institut wird zu den folgenden Zielen im Rahmen dieser Studie beitragen: Paragraph Identifikation und Definition der wesentlichen ökonomischen EHS-Typen, die einer Reform bedürfen sowie Bereitstellung konkreter Beispiele von EHS auf Ebene der EU Mitgliedstaaten (MS); Paragraph Präsentation und Analyse von Best-Practice-Beispielen für Reformprozesse von EHS und lessons learnt; Paragraph Formulierung praktischer Empfehlungen für EU MS im Hinblick auf Abschaffung und Reform von EHS im Lichte der Ziele der Europa 2020 Wachstumsstrategie und der Ressourceneffizienzagenda; Paragraph Ausführung von Beratungstätigkeiten zu technischen Aspekten der EHS-Reform und Abschaffung im Kontext des Monitorings und der Berichterstattung für die Europa 2020 Wachstumsstrategie.

Entwicklung einer Europäischen Ecodesign-Initiative zur Förderung ökologischer Produktgestaltung

Ausgangslage/Zielstellung/Methodik des Vorhabens: Der Bundespreis Ecodesign und das Forschungsvorhaben Lehrmodule für Ecodesign (FKZ: 3710 93 306, 3711 93 322, 3712 95 303) sind bei verschiedenen europäischen Institutionen auf Interesse gestoßen, mit dem Wunsch wissenschaftliche Erkenntnisse und Formate im Themenfeld Ecodesign gemeinsam weiter zu ent-wickeln. Um die Förderung ökologischer Produktgestaltung im europäischen Kontext zu stärken, soll ein Vor-haben durchgeführt werden, welches die Ecodesign Aktivitäten bei unterschiedlichen Einrichtungen (Wirtschaft, Wissenschaft, Politik) in Europa systematisch erfasst und eine Grundlage für Wissenstransfer und Vernetzung erarbeitet. Dabei sollen relevante EU-Aktivitäten (EU Strategie 2020, transnationale Zusammenarbeit) und der 'Action Plan for Design-driven Innovation' der EU-COM ausgewertet und in die Projektentwicklung integriert werden. Design soll dabei als Schlüsselfaktor für Non-Technological Innovation herausgearbeitet werden. Ziel des Vorhabens ist die Erhebung einer Übersicht von Institutionen im europäischen Raum, welche für einen wissenschaftlichen Austausch von Projekten zur Förderung ökologischer Produktgestaltung geeignet sind. Daraus soll ein Konsortium zusammengestellt werden, aus der eine Europäische Ecodesign-Initiative zur Förderung umweltfreundlicher Produktgestaltung aufgebaut werden kann. Diese Initiative soll eine inhaltliche und räumliche Vernetzung der ecodesignrelevanten Aktivitäten in Europa ermöglichen. AP 1: Recherche von Ländern, Partnern und Vor-Ort-Multiplikatoren, die einen aktiven Beitrag zur Förderung von Ecodesign im Projekt leisten können - AP 2: Aufbau eines Konsortiums und gemeinsame Entwicklung einer Projektstrategie im Themenfeld 'Disign-driven-Innovation' als Grundlage für die Einwerbung europäischer Fördermittel zur Realisierung und langfristigen Aufbaus einer solchen Vernetzungs, und Entwicklungsinitiative.

Biomasselogistik Interregional II

Von allen erneuerbaren Energiequellen nimmt Biomasse eine herausragende Stellung ein. Biomassen sind weithin verfügbar und lagerfähig. Der nachwachsende Rohstoff kann zudem mit einer Vielzahl verschiedener Verfahren nicht nur energetisch, sondern auch stofflich genutzt werden. Die nachhaltige, qualitätsgesicherte und kontinuierliche Versorgung mit Biomasse wird künftig ein entscheidender Aspekt für die Nutzung dieses Rohstoffs, sowohl auf regionaler als auch auf europäischer Ebene sein. Ökonomische und ökologische Gesichtspunkte zwingen heute zur verstärkten Suche nach Strategien und ganzheitlichen Konzepte für die Biomasselogistik, d.h. zur ressourcen- und energieeffizienten Biomassebereitstellung. Interregionale Kooperationen gewinnen zunehmend an Bedeutung. Grund sind zum einen knapper werdende Mittel zur Förderung von Forschung und Entwicklung auf regionaler und nationaler Ebene. Zum anderen wächst der regionale Innovationsbedarf, um die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und Einrichtungen im europäischen Maßstab zu erhalten. Diese Umstände verschärfen den Wettbewerb um europäische Fördermittel. Unabdingbare Voraussetzung für eine erfolgreiche Teilnahme an diesem internationalen Wettbewerb sind neben fachlicher Kompetenz stabile Partnerschaften und Netzwerke, sowohl auf fachlicher als auch auf administrativer Ebene. Die initiierten Partnerschaften sollen perspektivisch die Erfolgschancen der beteiligten Regionen und gemeinsam forcierter Projekte im Wettbewerb um Europäische Förderung von Forschung, Entwicklung und Transfer erhöhen und so die Innovationskraft der Regionen im europäischen Maßstab langfristig stärken. Der Auf- und Ausbau von Kooperationsbeziehungen zwischen Partnern aus Sachsen-Anhalt und spezifischen Regionen war die Zielstellung des Projektes. Um relevante und interessierte Fachpartner aus den verschiedenen Partner-Regionen zu vernetzen, wurde im Projekt eine LinkedIn-Gruppe initiiert. Angestrebt wird mittel- und langfristig gemeinsame Aktivitäten im Bereich erneuerbarer Energien, speziell der Biomasselogistik, anzustoßen und zu fördern. Das Kennenlernen der Regionen im Rahmen von Studienreisen sowie der Erfahrungsaustausch auf fachlicher und administrativer Ebene trugen dazu bei, regionale Gegebenheiten transparent darzustellen, interregionalen Partnern den Zugang zu den Regionen zu erleichtern und gemeinsame Handlungsfelder zu definieren. Hierzu wurde eine Wissens-und Kooperationsplattform implementiert, um Wissen und Erfahrungen der regionalen und interregionalen Partner zu bündeln. Die Plattform wurde als strukturiertes Wiki 'BIO:logic' (http://s.fhg.de/biologic) aufgebaut, welche für jedermann einfach zu bearbeiten und zugänglich ist. Alle beteiligten regionalen Partner können auf das Wiki zugreifen und ihre Erfahrungen aus verschiedenen Projekten dokumentieren, interessante Informationsquellen verknüpfen, relevante Themen diskutieren und neue Ideen gemeinsam entwickeln. Das Wiki ist mehrsprachig nutzbar.

Plant Made Pharmaceuticals - Expression rekombinanter Proteine in Tabak

Aufgrund des Abbaus von EU-Subventionen für die Tabakproduktion benötigen die Erzeuger Alternativen, um das Einkommen für die Zukunft zu sichern. Unser Ziel ist es einen innovativen Ansatz zu entwickeln, der eine sehr hohe rekombinante Produktion von wirtschaftlich interessanten Proteinen in Tabak ('Bioreaktor') ermöglicht. Es sollen therapeutische Antikörperfragmente in Tabak produziert werden. Um die Überexpression der entsprechenden Gene zu gewährleisten, soll das RNAi (RNA interference) System in der betreffenden Tabaksorte deaktiviert werden. Zur weiteren Stabilisierung der Expression sollen die interessierenden Gene mit MAR (Matrix Associated Regions) Elementen versehen werden. Wir erwarten, dass wir mit diesen Maßnahmen eine etwa 30-fache Produktionssteigerung erreichen können. Damit wird die Produktaufreinigung rentabel Der Bundesverband Deutscher Tabakpflanzer unterstützt das Projekt und ist an einer Kommerzialisierung des Projektergebnisses interessiert. PBL Technologies besitzt Patente, die für die Realisierung des Projekts genutzt werden. Für den Fall der Kommerzialisierung besteht eine Verwertungsvereinbarung

Abgaben- und Subventionssysteme und ihre Wirkung auf das Wachstumspotential der EU

Die ambitionierten Ziele der Europäischen Union bezüglich ihrer wirtschaftlichen Entwicklung sollen ohne Vernachlässigung der sozialen Dimension und auf der Basis einer nachhaltigen Entwicklung umgesetzt werden. Dabei setzen sich die wichtigsten ökonomischen Instrumente der Mitgliedsstaaten aus Abgaben- und Subventionssystemen zusammen. Der politische und wirtschaftliche Rahmen befindet sich derzeit im Spannungsfeld verschiedener Herausforderungen wie Umweltprobleme, Alterung, Globalisierung und internationaler Wettbewerb. Es war Ziel des Projektes, in fünf breitem Themenbereichen das Abgaben- und Subventionssystem zu untersuchen: Beschäftigung, Unternehmenssteuern und Steuerwettbewerb, Produktivitätswachstum und Konvergenz, Makroökonomische Politik unter der Währungsunion und schließlich Umweltpolitik und Klimawandel. Unter Mitarbeit von 7 europäischen Wirtschaftsforschungsinstituten erbrachte das Projekt eine große Anzahl wissenschaftlich origineller Erkenntnisse über das Zusammenspiel der Abgaben- und Subventionssysteme. Darüber hinaus kamen die Arbeiten zu Ergebnissen, die in den politischen Prozess der Gestaltung - insbesondere die Reformierung - der Abgaben- und Subventionssysteme Eingang fanden.

Machbarkeitsstudie für ein Umweltinformations- und Besucherzentrum auf der Kurischen Nehrung, Litauen

Zielsetzung und Anlass des Vorhabens: Die Verwaltung des Nationalparks Kurische Nehrung in Litauen beabsichtigt die Einrichtung eines Umweltinformations- und Besucherzentrums für die Kurische Nehrung. Das Zentrum soll über die Funktion eines Besucherzentrums hinaus Impulse für die Regionalentwicklung setzen und sich in das Netzwerk der Ökotourismuseinrichtungen rund um die Kurische und Frische Nehrung und ihre Haffe integrieren. Bisher fehlt ein schlüssiges Konzept und ein Nachweis unter welchen Bedingungen ein Umweltinformations- und Besucherzentrum realisiert werden kann. Eine Machbarkeitsstudie soll diese Lücke schließen und als Grundlage für die Beantragung europäischer Fördermittel für die Realisierung dienen. Die Zielvorstellungen für das Umweltinformations- und Besucherzentrum Kurische Nehrung sind: - Hochwertige, erlebnisorientierte Umwelt- und Naturinformationsangebote sollen eine große Zahl von Menschen - Einheimische und Touristen - ansprechen. - Den Besuchern sollen Naturerlebnis- und -informationsmöglichkeiten in einer neuen Dimension geboten werden, als Besuchermagnet und als Einstieg in die vertiefende Vermittlung von Umweltschutz-Themen. - Neue Medien sollen dabei als Hilfsmittel und Brücke zu Naturerlebnissen eingesetzt werden. - Das Gesamtkonzept aus Ausstellungen, Bildungsangeboten, Rundwegen, Führungen, Medien etc. soll neue innovative Maßstäbe bei der Vermittlung des Natur- und Umweltschutz-Gedankens in den Baltischen Staaten und der Kaliningrad Region setzen. Angestrebt wird eine enge Zusammenarbeit mit dem Nationalpark Kurische Nehrung auf der russischen Seite/Kaliningrad Region sowie den örtlichen, regionalen und nationalen Institutionen. Fazit: Die Machbarkeitsstudie zeigt, dass mit einer zeitgemäßen Ausstellung und einem modernen Besucherinformationskonzept am geeigneten Standort nicht nur hohe Besucherzahlen erreichbar sind, sondern auch Kostendeckung im laufenden Betrieb möglich ist. Umweltbildung wird dadurch zu einem bezahlbaren, attraktiven Angebot für alle Besucher des Nationalparks Kurische Nehrung, Litauen.

Digitale Feldkarte für Thüringen

1. Programmatik: - Agrarmanagement mittels hochaufgelöster Satellitendaten (panchromatisch, multispektral) Erarbeitung einer leistungsfähigen Managementkarte für die Verwaltung und Praxis der Landwirtschaft in Thüringen - Erstellung von GIS Programmen für operationelle thematische Nutzung in Landesämtern und Agrarbetrieben - Kontrolle von flächenbezogenen Subventionen der EU für landwirtschaftlich genutzte Gebiete- 2. Technologie: Nutzung von Landsat TM, ERS-SAR, SPOT, IRS-1C, KFA, KVR (panchrom. 2-5 m, multispektral 23 m) und Luftbildern - multispektral/multitemporal Bildauswertung - GPS - gestützte Ground-Truth - Entwicklung von GIS Subroutinen - Einsatz ALK, ATKIS - Georeferenzierung der Eingangsdaten und Digitalisierung/Vektorisierung der Karten - Integration der fachspezifischen Datenbanken. 3. Ergebnisse, Produkte, Nutzung: - Einsatz für Landesplanung, Landwirtschaft, Bodenbesteuerung, Infrastruktur, Energieversorgung etc. - GIS Programme und Daten für die digitale Feldkarte, die Landschaftselementekartierung, die Grünlandkartierung, die Bodenerosion und die Kartierung von Feldheterogenitäten.

Grüne Schatzkammer Sachsen-Anhalt

Nr.: 11/2012 Halle (Saale), 07.12.2012 Grüne Schatzkammer Sachsen-Anhalt Wanderausstellung zum Europäischen Naturschutz in Sachsen-Anhalt eröffnet Mit einer aufwändig gestalteten Wanderausstellung soll für das europäische Schutzgebietssystem Natura 2000 in Sachsen-Anhalt geworben werden. Die- ses Netz nimmt allein in Sachsen-Anhalt ca. 11,3 % der Landesfläche ein und ist zugleich Grundlage für die Wahrung der biologischen Vielfalt. Natura 2000 – das ist der Oberbegriff für Gebiete, die nach der EU- Vogelschutzrichtlinie (Vogelschutzgebiete) und nach der FFH-Richtlinie (FFH- Gebiete) ausgewiesen sind. In ihnen hat der Schutz der Natur Vorrang vor anderen Interessen. Mit der Ausstellung soll die Öffentlichkeit sensibilisiert werden, die naturschutzfachlichen Zielsetzungen zu unterstützen. Es wird vermittelt, dass Naturschutz nicht nur in fern gelegenen natürlichen Regen- wäldern stattfindet, sondern bereits vor der eigenen Haustür greifbar ist. Das wird in Filmbeiträgen, die die Naturausstattung Sachsen-Anhalts dokumentie- ren und Bestandteil der Ausstellung sind, eindrucksvoll belegt. Somit gibt es in der Ausstellung etwas zu sehen, zu hören, zu bestaunen, zu lesen und für Kinder auch zum Mitmachen. Gerade die heranwachsende Ge- neration soll mit den Ideen des Naturschutzes vertraut gemacht werden, um auch in diesen Reihen Mitstreiter zu finden, die den Schutz der Natur zu ihrem persönlichen Anliegen machen. Aus diesem Grund werden auch einige einfa- chere Versionen dieser Ausstellung auf Wanderschaft durch die Schulen Sachsen-Anhalts geschickt. Viele engagierte Pädagogen haben bereits ihr Interesse bekundet, diese Informationen in ihre Bildungseinrichtungen zu ho- len. Die Eröffnung der Wanderausstellung fand am 07. Dezember im Institutsbe- reich Zoologie der Martin-Luther Universität in Halle am Domplatz 4 statt. Der Präsident des Landesamtes für Umweltschutz Sachsen-Anhalt, Herr Rehda, gab im Beisein eingeladener Gäste den Startschuss. Highlight der Veranstal- tung war die Uraufführung eines etwa einstündigen Filmes, der in beeindru- ckender Weise die „grünen Schätze“ Sachsen-Anhalts ans Tageslicht bringt. Die Realisierung der Ausstellung, an der viele engagierte Mitstreiter unter- schiedlichster Gewerke und Fachdisziplinen mitwirkten, erfolgte unter Leitung und im Auftrag des Landesamtes für Umweltschutz. Die Finanzierung erfolgte durch europäische Fördermittel und Kofinanzierungsmittel des Landes Sach- sen-Anhalt. PRESSEMITTEILUNG Der Präsident E-Mail: Praesident@ lau.mlu.sachsen-anhalt.de Landesamt für Umweltschutz Reideburger Straße 47 06116 Halle(Saale) Tel.: 0345 5704-101 Fax: 0345 5704-190 Internet: www.lau.sachsen-anhalt.de 1/1

Europäische Förderung für Niedersachsens Seen

Norden – Mit der „Richtlinie SEE“ fördert die Europäische Union seit 2016 die ökologische Verbesserung von Seen im ländlichen Raum, die mindestens 50 Hektar groß oder für die Wasserwirtschaft und den Naturschutz von erheblicher Bedeutung sind. „Wir freuen uns, dass Niedersachsen bis 2020 aus diesem Programm zehn Millionen Euro erhält, die wir nicht nur in die eigentlichen Seen, sondern auch in ihr Einzugsgebiet investieren“, erklärte Olaf Lies, Niedersächsischer Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz am Freitag im ostfriesischen Norden. Im Rahmen der Vorstellung des Jahresberichtes des NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) ergänzte NLWKN-Direktorin Anne Rickmeyer, dass mittlerweile elf Projekte an neun Seen angelaufen sind: „Allen Seen gemeinsam ist, dass sie in landwirtschaftlich genutzten Regionen liegen und hohen Nährstoffeinträgen ausgesetzt sind“. Trotz dieser Gemeinsamkeiten wird versucht, für die jeweiligen Seen eine den örtlichen Gegebenheiten und Nutzungsansprüchen entsprechende, maßgeschneiderte Lösung zu entwickeln. Als Bewilligungsbehörde für die europäischen Fördermittel ist das Seenkompetenzzentrum des NLWKN in der Betriebsstelle Sulingen eine Schnittstelle, deren Leiter Hans-Heinrich Schuster während der Veranstaltung einen Überblick über die wichtigsten Projekte gab. Das Beispiel des Bederkesaer Sees verdeutlicht den Aufwand, aber auch die Chancen einer Seensanierung. Seit 2011 trifft sich zweimal im Jahr ein Arbeitskreis aller Beteiligten um über die im Seenentwicklungsplan des NLWKN benannten Maßnahmen zur Verbesserung der ökologischen Situation zu diskutieren. Bederkesaer Sees Für die Beurteilung der im Arbeitskreis erörterten Vorschläge ist die Zusammenarbeit zwischen dem NLWKN und der Hochschule Magdeburg-Stendal hilfreich: Studenten profitieren von praxisnahen Aufgaben, der Arbeitskreis von den mit Enthusiasmus erarbeiteten ingenieurökologischen Ansätzen zur Planung grüner Infrastruktur und der NLWKN erhält Machbarkeitsstudien und Vorplanungen. Neben einer gewässerschonenden Landbewirtschaftung und einer optimierten Gewässerunterhaltung ist die geplante Umlegung eines nährstoffreichen Zulaufs in den See eine konkrete Maßnahme aus diesem Abstimmungsprozess. Einem ähnlichen Ansatz folgte die Umleitung des Bornbachs am Dümmer , dessen Sanierung mit der Errichtung eines Schilfpolders fortgesetzt wird. Weitere unverzichtbare Maßnahmen an Niedersachsens zweitgrößtem Binnensee sind unter anderem die Reduzierung der Nährstoffeinträge aus der Landwirtschaft, die Umsetzung von Gewässerentwicklungsplänen an der Oberen Hunte, Begleitet werden die Vorhaben von einem umfangreichen Monitoring im Dümmer und seinem Einzugsgebiet. Dümmer „Es werden noch einige Jahre vergehen, bis diese Maßnahmen Wirkung zeigen und der See positiv reagiert. Bis dahin sollen Sofortmaßnahmen wie weitere Entschlammungen die touristische Nutzung sicherstellen und cyanobakteriellen Massenentwicklungen entgegenwirken“, betonte Schuster. Cyanobakterien in Folge einer Nährstoffüberversorgung sorgten auch am Zwischenahner Meer häufiger für Badeverbote. Eine genaue Analyse der Belastungsquellen und Eintragspfade dient nunmehr als Grundlage für mögliche Gegenmaßnahmen, die in der „Machbarkeitsstudie Sanierung des Zwischenahner Meeres“ der Ammerländer Wasseracht aufgelistet sind und deren Umsetzung zu einer stetigen Verringerung der Nährstofffracht in den See führen wird. Zwischenahner Meer Am Steinhuder Meer stammt rund ein Drittel der Phosphoreinträge aus Regenwassereinleitungen aus Steinhude und Großenheidorn. Um diese Einträge zu reduzieren, wird derzeit eine Machbarkeitsstudie zur Regenwasserbehandlung über die Richtlinie SEE gefördert. Steinhuder Meer Ähnliche Herausforderungen wie im Flachland zeigen sich laut Schuster auch im Mittelgebirge: „Das Einzugsgebiet des Seeburger Sees ist landwirtschaftlich geprägt, was vor allem über Erosionsprozesse zu hohen Einträgen von Sand und Nährstoffen in den See führt. In seinem Zufluss entsteht aktuell ein Sedimentrückhalt, der die Einträge künftig reduzieren wird“. Der Abschluss der Maßnahme ist für Ende 2019 vorgesehen. Seeburger Sees

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