Dieses Vorhaben ist vom Bedarf eines Simulationswerkzeugs für die Optimierung von Maßnahmen zum Schutz von Sedimentböden vor Winderosion motiviert. Zur Kontrolle äolischer Bodenerosion werden verschiedene Reihen von Windschutzzäunen, häufig in Kombination mit Vegetation, aufgestellt, um die Windgeschwindigkeit zu verringern bzw. Sedimentabscheidung herbeizuführen. Die Wirksamkeit einer Windschutzzäunenreihe zum Schutz großskaliger Sedimentlandschaften lässt sich angesichts der Zeitskalen von Erosionsprozessen sowie deren starker Abhängigkeit von lokaler Topographie und Windverhalten jedoch nur schwer durch Feldmessungen alleine vorhersagen bzw. untersuchen. Deshalb soll in diesem Projekt ein numerisches Werkzeug für die Simulation des Sandtransports in Gegenwart von Windschutzzäunen entwickelt werden, mit dessen Unterstützung Optimierungsstrategien für den Schutz von Sedimentböden vor Winderosion konzipiert werden können. Dieses Werkzeug koppelt numerische Strömungsmechanik (CFD) für die Berechnung des turbulenten Windfeldes über der Topographie mit morphodynamischer Modellierung der damit verbundenen äolischen Landschaft. Um die Simulationen zu validieren, werden Feldmessungen äolischer Scherspannung am Boden sowie des Sandflusses und der Entwicklung der Bodentopographie im Dünenfeld von Jericoacoara, Nordosten Brasiliens, durchgeführt, und deren Ergebnisse mit Vorhersagen der Simulationen abgeglichen. Darauffolgend wird das numerische Werkzeug verwendet, um Strategien für die Entwicklung optimierter Reihen von Windschutzzäunen bezüglich Porosität, Abstand und Höhe unter verschiedenen Bedingungen von Wind und Sedimentverfügbarkeit abzuleiten. Um den Effekt der Windschutzzäune auf die Entwicklung einer Vegetationsdecke zu untersuchen, werden die Simulationen anschließend um ein Modell für die Wechselwirkung zwischen Wind, Teilchen in Saltation und Vegetation erweitert. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sollen später in den Aufbau verbesserter Maßnahmen zur Dünenimmobilisierung sowie zur Bekämpfung äolischer Desertifikation einfließen.
Elektrische Weidezäune könnten die Durchlässigkeit der Landschaft für Wildtiere beeinträchtigen und die Raumnutzung der Wildtiere beeinflussen. Außerdem besteht, insbesondere bei Flexinetzen, auch eine Verletzungs- oder Lebensgefahr für Wildtiere. Die Bedeutung dieser Problematik ist wenig bekannt. Deshalb möchte die Sektion Jagd, Wildtiere und Waldbiodiversität vom Bundesamt für Umwelt von uns eine Bestandesaufnahme über die technischen Eigenschaften der Elektrozäune, ihren Einsatz und die rechtlichen Rahmenbedingungen. Daraus und aus den Erkenntnissen über die Wirkung der Zäune auf Wildtiere werden wir Schlussfolgerungen zur Problematik ableiten und begründen. Im Zentrum des Interesses stehen die neuen leistungsstarken Systeme vom Typ Gallagher.
Die Auswirkungen von globalem Wandel auf Biodiversität, insbesondere aufgrund von Landnutzungsintensivierung, sind vergleichsweise gut dokumentiert. Damit verbundene Veränderungen trophischer Interaktionen und der Struktur von Nahrungsnetzen und Lebensgemeinschaften sind wenig bekannte, aber essentielle Aspekte für das Funktionieren von Ökosystemen. In drei Biodiversitätsexploratorien werden standardisierte und gut replizierte Experimente entlang eines Landnutzungsgradienten in Grünland- und Waldhabitaten (insgesamt 300 Flächen) durchgeführt. Die Landschaftsstruktur wird in einem Radius von 2 km um die Untersuchungsflächen quantifiziert, so dass kombinierte Effekte der lokalen Nutzungsintensität und des regionalen Landschaftskontext auf biotische Interaktionen analysiert werden können. Mit einem Nisthilfenexperiment werden die Artenvielfalt, Artenzusammensetzung, Populationsdynamik und biotischen Interaktionen von Bienen, Wespen und ihren Gegenspielern untersucht. Weiterhin ermöglicht dieses Experiment die Konstruktion von quantitativen Nahrungsnetzen über vier trophische Ebenen. Wirt-Gegenspieler-Interaktionen werden zusätzlich an Hummeln und ihren Kolonien erfasst. Bestäuberlimitierung, Samenprädation, Herbivorie und Parasitierung werden an natürlicherweise vorkommenden und experimentell ausgebrachten Phytometerpflanzen untersucht. In einem gepaarten Design werden gezäunte und ungezäunte Waldflächen sowie gemähte und ungemähte Grünlandflächen verglichen. Zusammenfassend werden aus den geplanten Experimenten komplementäre Daten mit synergistischem Wert für das Gesamtprojekt resultieren, die Aussagen zu dem Zusammenhang zwischen nicht-zufälligem Artenverlust und zentralen Ökosystemfunktionen ermöglichen.
Wühlmäuse können in landwirtschaftlichen Kulturen, so zum Beispiel im Futterbau, im Obstbau, im Weinbau, in Gemüsekulturen und auch in der Forstwirtschaft große Schäden anrichten. Schon seit einiger Zeit wird im Obstbau versucht durch spezielle Zäune die Anlagen vor einwandernden Wühlmäusen zu schützen. Die Sperrwirkung der Zäune ist jedoch begrenzt, da Wühlmäuse von außen ständig an den Zaun drängen und - früher oder später - Lücken finden, den Zaun überklettern oder untergraben. Im Futterbau ist bisher nur wenig mit Wühlmauszäunen experimentiert worden. Doch gibt es Untersuchungen die zeigen, dass Massenvermehrungen von Wühlmäusen abgeschwächt sind oder sogar ausbleiben, wenn die Landschaft reich strukturiert ist und viele verschiedene natürliche Wühlmausräuber vorhanden sind. Zäune könnten in einer ausgeräumten Wiesenlandschaft vielleicht als ein künstliches Strukturelement eingesetzt werden. Ziel des hier vorgestellten Versuchsvorhabens ist es, ein neues ökologisches Konzept zu testen, mit dem die Wirkung von Wühlmauszäunen erweitert werden soll. Das Konzept vereint die Sperrwirkung von Zäunen mit der Aktivität von natürlichen Räubern. Wesentlicher Bestandteil ist eine neuartige Lebendfalle für Wühlmäuse. Diese Fallen sind so konstruiert, dass sie Mäuse fangen und festhalten, gleichzeitig können sie von Räubern wie Füchsen, Hauskatzen, Iltis und Hermelin geöffnet werden. Die leichte Jagdbeute soll vermehrt Räuber anlocken, bzw. die Aktivität der vorhandenen Räuber am Zaun erhöhen. Aufgrund natürlicher Verhaltensmuster zur Vermeidung von Raubfeinden ist anzunehmen, dass Wühlmäuse die erhöhte Präsenz von Räubern entlang des Zaunes als größeres Risiko wahrnehmen und den Zaun meiden. Es ist sogar möglich, dass das Reproduktionsverhalten der Wühlmäuse beeinflusst wird. Das Neuartige an dem hier vorgestellten Konzeptes sind also nicht nur die Zäune, sondern die Fallen und das Verhalten, das sie bei Räubern und Beutetieren auslösen. Ziel dieses Projektes ist es, die Wechselwirkungen von Zäunen, Wühlmäusen und deren Raubfeinden zu untersuchen, um Wühlmauspopulationen zu regulieren. Mit Hilfe der Zäune soll diese Regulation ohne den Einsatz von Giften (Rodentiziden) geschehen. In der landwirtschaftlichen Praxis können Zäune eingesetzt werden um kleine, hochwertige Kulturen (z.B. Obstbäume) vollständig zu umzäunen und die Anlage so vor Wühlmäusen zu schützen. In großflächigen Kulturen (z.B. Futterbau und Weiden) können Zäune die Landschaft strukturieren und so die Ausbreitung von Wühlmäusen erheblich erschweren. Natürlichen Wühlmausprädatoren soll entlang der Zäune die Jagd erleichtert werden. Durch die Kombination von Zäunen, den neuen Fallen und natürlichen Wühlmausprädatoren sollen Wühlmäuse nicht bekämpft, sondern auf naturnahe Weise reguliert werden.
Die waldökologische Analyse stellt fest, dass der Isarauwald durch die Eingriffe in das Wasserregime seit über 100 Jahren viel von seiner ursprünglichen Dynamik eingebüßt hat. Größere Flächen werden von mittelalten, fremden Reinbeständen aus Fichte, Kiefer oder Hybridpappel eingenommen. Die Standortverhältnisse sind für die Forstwirtschaft auf dem größten Teil der Isarau gut. Die Forstverwaltung hat sich dennoch von den weniger produktiven Standorten zurückgezogen. Sie richtet sich heute nach den Grundsätzen der naturgemäßen Waldwirtschaft und überlässt größere Flächen einer freien, natürlichen Entwicklung. Bei der Beurteilung der Wald-Wild-Verhältnisse stützt sich die Analyse hauptsächlich auf die Forstinventur (ca. 1.200 Aufnahmepunkte im Staatswald), ferner auf das Vegetationsgutachten und auf eigene Erhebungen in gezäunten bzw. nicht gezäunten Flächen. Die Forstinventur stellt hohe Verjüngungsvorräte (größer 8.000 unverbissene Pflanzen pro ha) in den vier südlichen Distrikten fest (Teil Süd, Teile von Teil Nord), geringe (kleiner 5.000 unverbissene Pflanzen) in den vier östlichen Distrikten (Teile von Teil Nord, Teil Ost). Das heißt: Im aktuell von Rotwild besiedelten Teil ist der Zustand der Verjüngung deutlich besser als im aktuell rotwildfreien Teil. Die Zeitreihe des Vegetationsgutachtens von 1986 bis 2000 stützt diese Befunde. Das mittlere Verbissprozent ist in der Hegegemeinschaft Freising (Teile Süd und Nord) von ca. 58 auf 22 (Laubholz) bzw. von 22 auf 2 (Nadelholz) zurückgegangen; in der HG Moosburg (Teil Ost) von 50 auf 20 (Laubholz) und bei Nadelholz tendenziell gleich geblieben. Der Verbiss ist im Teil Süd mit einer natürlichen Walderneuerung vereinbar. Im Teil Nord ist er an der Obergrenze für eine ausreichende Bestandserneuerung ohne Zaun. Im Teil Ost ist er zu hoch. Massive Schälschäden im Teil Süd haben stellenweise eine Auflichtung des Waldes zur Folge. Bei gleich bleibender Schälbelastung wird sich der Waldbestand an diesen Stellen punktuell bis kleinflächig auflösen. Dies ist aus ökosystemarer Sicht so lange nicht schädlich, als es sich auf kleinere Flächen beschränkt. Waldauflösung ist jedoch grundsätzlich nicht mit den gesetzlichen Vorgaben vereinbar. Die jagdlichen und waldbaulichen Maßnahmen des Forstamtes haben in den letzten Jahren entscheidend zu einer aus waldökologischer Sicht positiven Entwicklung der Verjüngung beigetragen. Auf Verbissschutzzäune kann fast durchweg verzichtet werden. Im Vergleich zu den frühen 1980er Jahren hat der Isarauwald an Naturnähe deutlich gewonnen. Er erfüllt zunehmend die gesellschaftlichen Anforderungen, die bei einer Leitbilddiskussion mit anderen Interessengruppen definiert worden waren. Aus Sicht der waldökologischen Analyse ist in den Teilen Süd und Nord keine weitere Reduktion des Rehbestandes erforderlich, wohl aber im Teil Ost. Ferner ist eine Auflösung der Rotwildkonzentration im Teil Süd erforderlich.
In dem Projekt wurde exemplarisch eine integrierte Schutzstrategie entwickelt. Diese verbindet auf der Basis von Erhebungen und Bewertungen des Bestandes der Soelle und ihrer faunistischen und floristischen Ausstattung sowie der EDV-gestuetzten Aufbereitung, Auswertung und Dokumentation dieser Daten ein naturschutzfachlich kohaerentes Ziel- und Massnahmenkonzept mit oekonomischen Analysen. Bei den zoologischen Erfassungen wurden insgesamt 118 Soelle untersucht, verteilt auf die drei Untersuchungsgebiete Hohenzieritz (74 Soelle), Holldorf/Burg Stargard (25) und Zachow (19). Dabei wurden insgesamt 10 Amphibienarten (alles Arten der Roten Liste gefaehrdeter Amphibien Mecklenburg-Vorpommerns) festgestellt, eine Art der Kiemenfusskrebse (Rote-Liste-Art), 11 limnische Weichtierarten (3 Rote-Liste-Arten) und 21 Libellenarten (8 Rote-Liste-Arten). Damit kann differenziert der naturschutzfachliche Wert der Soelle belegt werden. Es treten Differenzen auf zwischen den in den Untersuchungsgebieten erfassten Soellen und den in den topographischen Karten eingetragenen Soellen; die Zahl der tatsaechlich vorhandenen Soelle ist hoeher als in den Karten verzeichnet. Dies betritt insbesondere die Temporaergewaesser. Als Massnahmen werden v.a. Umzaeunung der Gruenlandsoelle und bei Ackersoellen Gruenstreifen variabler, der Gelaendemorphologie angepasster Breite zum Schutz vor Stoffeintraegen empfohlen. Die betriebswirtschaftlichen Untersuchungen und Auswertungen ergaben, dass teilweise erhebliche Kosten auf die Betriebe zukommen, wenn die vorgeschlagenen Massnahmen umgesetzt werden.
Die Blumberger Mühle (BBM) ist das größte Informationszentrum des NABU-Bundesverbandes und Hauptinformationszentrum des Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin. Es wurde 1997 eröffnet und liegt ca. 80 Kilometer nördlich von Berlin bei Angermünde (Landkreis Uckermark). Der Aufbau wurde maßgeblich mit Mitteln der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert. Jährlich kommen knapp 30.000 Besucher. Das Gelände umfasst ca. 12 Hektar gestaltete Naturerlebnislandschaft direkt am Zentrum und das angrenzende Naturschutzgebiet 'NSG Blumenberger Teiche' mit einer verpachteten Teichwirtschaft. Zu dieser gehören mehrere Gebäude, darunter ein denkmalgeschütztes Bruthaus und künstliche Hälterteiche. In bis zu drei Teichen der Teichwirtschaft Blumberger Mühle (BBM) sollen über das Projekt zukünftige Elterntiere des Baltischen Störs bis zur Geschlechtsreife gehältert und Jungfische im Bruthaus des Betriebes aufgezogen werden. Das Bruthaus der BBM wurde entsprechend baulich saniert und eine Aufzuchtanlage in Form von sieben Langstrombecken installiert werden. Die Becken erhalten eine unabhängige Wasserzufuhr und Belüftung. Die Sicherung der Zukunftslaicher bedingte einen effektiven Schutz gegen möglichen Fischotterfraß. Ein integrierter Projektansatz verbindet regionale wirtschaftliche Strukturen mit Instrumenten des Naturschutzes. Das Projekt wird intensiv durch Informations- und Bildungsmaßnahmen begleitet. Fazit Die im Projekt vorgesehenen Aktivitäten und Maßnahmen konnten vollständig umgesetzt werden. In der Anfangsphase des Projektes musste der Finanzplan kostenneutral angepasst werden, da die baulichen Maßnahmen am Bruthaus BBM kostenintensiver waren als geplant. Dieses konnte durch eine Umwidmung innerhalb des Projektes aufgefangen werden. So wurde mit dem Elektrozaun als mobilen Fischotterschutz eine günstigere Lösung gefunden als die ursprünglich geplante feste Zauninstallation. Die Aufzucht der Jungstöre war fachlich anspruchsvoll und arbeitsintensiv. Hier war die enge wissenschaftliche Anbindung an das IGB Berlin hilfreich und unverzichtbar. Es konnte eine steile Lernkurve bei der Aufzucht der Jungstöre beobachtet und die Mortalitätsrate kontinuierlich verringert werden. Das Projekt stößt auf eine große Resonanz und Akzeptanz in der Region, das mediale Interesse ist groß und die Zusammenarbeit der Projektpartner lief sehr gut. Der Projektverlauf erfüllte die entsprechende Zielstellung des Biosphärenreservats, eine nachhaltige Nutzung und eine naturschutzfachliche Weiterentwicklung der Teichwirtschaft gemeinsam voranzubringen. Um das Störprojekt Blumberger Mühle dauerhaft zu etablieren, möchte sich der NABU im Jahr 2016 an einem gemeinsamen EU-Life-Antrag mit der GRS, der Landesforschungsanstalt Mecklenburg-Vorpommern sowie Partnern aus Dänemark, Polen und dem Baltikum beteiligen. Eine Entscheidung dazu steht im Sommer 2016 an. Insbesondere die grenzübergreifende Naturschutzarbeit zwischen Polen und Deutschland soll kontinuierlich ausgebaut werde
Objective: INNOBITE project will transform urban and agricultural residues into high performing resource efficient products for the construction sector. The project finds support in two innovative ideas: (1) adding value to the inorganic fraction of wheat straw and (2) obtaining cellulose nanofibres out of highly recycled paper. Once isolated via environmentally friendly processes, these two renewable compounds will be used as high-performance additives for the development of a new series of bio-composites The incorporation of those natural components will improve current solutions in two construction applications: panels for indoor structures (interior walls, ceiling, flooring) and profiles (decking, fencing) by, respectively, increasing the resistance-to-weight ratio and improving the surface hardness and water absorbency. Other commercial bio-plastics as well as the two major fractions of what straw, cellulose and lignin, will be also incorporated into such materials (cellulose after chemical modification and lignin after being polymerised into both thermosetting and thermoplastic resins), and the resulting products will be finally tested for biodegradability. In the same way as wood, which is at the same time biodegradable and exceptional building material, the use of plant-derived products will increase the biodegradability of the biomaterials without compromising their structural quality. The project will destine more than 10Prozent of the total budget to maximize the effectiveness of the exploitation activities, which will include thorough analysis of the cost effectiveness and environmental credentials of the products/processes developed and of new possible business lines and new business models. Also, the validation of developed technologies under the Environmental Technology Verification programme is expected to have a big impact on the exploitation.
Ehemalige landesherrliche Tiergärten und Jagdparks sind mit ihren Jagdschlössern auch heute noch als historische Landschaftselemente anzutreffen. Die heutige Wegführung in diesen Wäldern wird durch alte Jagdwege, Alleen, Pirschanlagen und teilweise durch Jagdsternanlagen beeinflusst und geprägt. Jagdhäuser, Jagdgebäude und eine Umfriedung der Tiergärten sind bauliche Überbleibsel und eine der Wildhege unterworfene Baumartenzusammensetzung mit Eichen, Buchen und wilden Obstbäumen bestimmt die Vegetation dieser ehemaligen Jagdparks. Bei dem Schutz und der Pflege historischer Landschaftselemente wie den Tiergärten und Jagdparks ist entscheidend, dass Wissen um ihre kulturlandschaftliche Bedeutung erlangt und aufbereitet wird. Notwendig dabei ist, den Pflanzenbestand als mögliche Träger geschichtlicher Aussage zu dokumentieren und analysieren. Ziel des Forschungsvorhabens ist es, Möglichkeiten eines künftigen, verantwortungsvollen Umgangs mit den Kulturgütern 'Tiergarten oder Jagdpark auf der Basis einer nachhaltigen Waldwirtschaft zu finden. Dies beinhaltet folgende Aspekte: Wie grenzen sich die Begriffe 'Jagdpark und 'Tiergarten voneinander ab? Wie ist die historische Entwicklung und die heutige Form und Ausprägung der ehemaligen Tiergärten und Jagdparks? Welchen Einfluss hatte die Bewirtschaftung unter jagdlichen Gesichtspunkten auf die damalige und heutige Baumvegetation? Welchen naturschützerischen Wert haben die Wälder? Welche Möglichkeiten - Waldpflegekonzepte, Konservierungs- und Entwicklungsmöglichkeiten - für den künftigen Umgang mit Tiergärten und Jagdparks aus kulturhistorischer, denkmalpflegerischer, forstlicher und naturschützerischer Sicht gibt es? Vorgehensweise: Bei dem Forschungsvorhaben kommen eine Auswertung historischer Primär- und Sekundärquellen, eine historische Landschaftsanalyse, eine vegetationsökologische Analyse und die Aufnahme von Totholz im Gelände sowie eine naturschutzfachliche Bewertung der Wälder und die Zusammenführung der Ergebnisse in Waldpflegekonzepten zum tragen. Die zu untersuchenden Parks liegen in Hohenlohe/BadenWürttemberg.
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