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Transportstudie Konrad

Digital optimierte Verpackungsplanung von aktivierten Betonstrukturen in Konrad-Container beim Rückbau kerntechnischer Anlagen, Teilprojekt: BIM, Game-Engine, optimierte Verpackungsplanung und FLUKA Simulation

BASE-Präsident Christian Kühn und Bundesumweltminister Carsten Schneider zum Start des 4. Forum Endlagersuche

BASE-Präsident Christian Kühn und Bundesumweltminister Carsten Schneider zum Start des 4. Forum Endlagersuche „Lernfähigkeit ist der Schlüssel für Vertrauen in die Endlagersuche” Anfang 21.11.2025 Redner Christian Kühn, Präsident des BASE & Carsten Schneider, Bundesumweltminister Christian Kühn , Präsident des BASE , begrüßte am 21. November 2025 die Teilnehmenden des 4. Forum Endlagersuche in Hannover. Im Fokus standen die jeweiligen Arbeitsstände der Bundesgesellschaft für Endlagerung ( BGE ) und weitere relevante Fragen des Standortauswahlverfahrens bei der Suche nach einem Standort für ein Endlager für hochradioaktive Abfälle . Kühns Überzeugung: „Hier wollen wir zeigen, dass die Endlagersuche kein technokratischer Verwaltungsakt ist, sondern ein gesellschaftlicher Prozess, getragen von Dialog und Diskussion, von Transparenz, Wissenschaft und Bürgerbeteiligung.” – Es gilt das gesprochene Wort – Liebe Kolleginnen und Kollegen © BASE/bundesfoto/Kurc aus dem NBG , der BGE , der BGZ , aus den Ländern und den Kommunen, aus der Wissenschaft, aus Politik und Zivilgesellschaft, liebe Kolleginnen und Kollegen aus dem BASE , liebe Mitglieder des PFE , nach einer erneut intensiven Zeit der Planung und Vorbereitung, nach vielen Diskussionen oder zahllosen Videokonferenzen geht es heute endlich los, mit dem 4. Forum Endlagersuche – an einem für die Endlagersuche besonderen Ort, hier in Hannover, mitten in Niedersachsen. Als Präsident des Bundesamts für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung, freue ich mich sehr, Sie heute alle hier begrüßen zu können! Dass wir uns heute hier versammeln, ist weit mehr als eine praktische organisatorische Entscheidung gewesen – es ist ein symbolisches Zeichen . Niedersachsen ist wie kein anderes Bundesland mit der Geschichte der Endlagerung radioaktiver Abfälle verbunden. Hier, in diesem Land, wurde über Jahrzehnte gestritten, demonstriert, geforscht und gerungen – um Sicherheit, um Verantwortung und um Vertrauen . Orte wie Gorleben, die Schachtanlage Asse oder der Schacht Konrad sind tief eingebrannt in das kollektive Gedächtnis Niedersachsens – der ganzen Republik. Gerade deshalb ist Hannover für das 4. Forum ein symbolischer Ort. Hier treffen sich heute jene, die aus der Geschichte der nuklearen Entsorgung lernen wollen , um Zukunft zu gestalten . Hier wollen wir zeigen, dass die Endlagersuche kein technokratischer Verwaltungsakt ist, sondern ein gesellschaftlicher Prozess, getragen von Dialog und Diskussion, von Transparenz, Wissenschaft und Bürgerbeteiligung. Videogrußbotschaft von Bundesumweltminister Carsten Schneider an die Teilnehmenden des 4. Forum Endlagersuche © BMUKN Dass wir hier in Hannover das 4. Forum durchführen, steht symbolisch auch für einen politisch-kulturellen Wandel: vom Konflikt zum Gespräch, von der Konfrontation zur Kooperation, vom Verschweigen zur Transparenz, zur offenen Auseinandersetzung mit Verantwortung, die über Generationen reicht. Hannover ist aber nicht nur ein symbolischer Ort, sondern auch der Geburtsort einer der größten deutschen politischen Philosophinnen und bedeutendsten politiktheoretischen Denkerinnen des 20. Jahrhunderts – Hanna Ahrendt – hier in Hannover in der Stadtbibliothek gibt es einen ihr gewidmeten Gedenkraum, den es sich lohnt zu besuchen – vielleicht finden Sie ja am Rande des Forums noch Zeit. Ahrendts Theorie ist nicht nur brandaktuell, sondern auch für unser Verfahren von großem Nutzen. Hanna Ahrendt wurde 1906 hier in Hannover-Linden geboren. Sie versteht Politik – allen voran – als gemeinsames Handeln. Von Ihr stammt das Zitat: „Wenn Menschen sich um eine Idee versammeln und gemeinsam handeln, dann dürfen wir Wunder erwarten.“ Ob wir an diesem Wochenende Wunder erwarten dürfen, vermag ich nicht zu sagen. Ich empfinde es aber als Wunder, dass wir hier in Niedersachsen, in dieser schönen Halle, heute über die Suche nach einem Endlager auf Augenhöhe sprechen können – zwischen Zivilgesellschaft, Behörden, Bürgerinitiativen, Wissenschaft, Politik, Umweltverbänden, zwischen BGE , BASE , NBG . Dies wäre vor wenigen Jahren, vor wenigen Jahrzehnten undenkbar gewesen. Es ist viel erreicht worden – im gemeinsamen Handeln – in den letzten nicht mal 10 Jahren. Die Idee, die uns hier eint, ist die Suche nach einem tiefen geologischen Endlager für Deutschland. Die Idee in einem wissenschaftsbasierten und transparenten Verfahren die Generationenaufgabe der Entsorgung der radioaktiven Abfälle aus dem Betrieb der Kernreaktoren zu lösen und das in einem wissenschaftsbasierten, partizipativen, transparenten, selbsthinterfragenden und lernenden Verfahren. Dafür braucht es sicher kein Wunder – aber gemeinsames Handeln im Sinne Arendts – als einen gemeinsamen politischen – gesellschaftlichen Kraftakt – einen Konsens des gemeinsamen Handelns. Lernendes und selbsthinterfragendes Verfahren im Gesetz – Warum dieser Anspruch – Vertrauen : Wenn ich in das StandAG blicke, ist es der Ausdruck dieses politischen gesellschaftlichen Konsenses. Und manchmal denke ich, was für eine Mammutaufgabe und was für ein großer Anspruch – nicht nur ein wissenschaftsbasierter, partizipativer, transparenter, sondern auch noch lernend und selbsthinterfragend! Es gibt kein Infrastrukturprojekt in Deutschland, an das je ein ähnlich hoher Anspruch formuliert worden wäre! Dass uns dieses Lernende Verfahren so explizit in den gesetzlichen Auftrag hineingeschrieben wurde, liegt daran, dass die deutsche Entsorgungspolitik diese Selbstverständlichkeit in den Augen der Öffentlichkeit – insbesondere hier in Niedersachsen – in der Vergangenheit zu oft missachtet hat . Das hat zweifellos Vertrauen zerstört – das wir uns heute erst wieder mühsam zurück erarbeiten müssen. Den Standort mit der bestmöglichen Sicherheit für ein Endlager für die hochradioaktiven Abfälle zu finden – wird nur durch gemeinsames Lernen – Handeln – möglich sein. Nun welche Anforderungen stellt das lernende Verfahren an das BASE als Behörde – mit der Zuständigkeit für Aufsicht und Beteiligung im Standortauswahlverfahren? Dazu habe ich zwei kurze Punkte heute mitgebracht – die mir für das Forum Endlagersuche von Interesse scheinen: 1.) Lernfähigkeit zu zeigen, ist der Schlüssel für Vertrauen in die Endlagersuche Wie ich schon angesprochen habe: Mit der Vorgeschichte der nuklearen Entsorgung in Deutschland sind die Menschen nicht automatisch davon überzeugt, dass es diesmal anders laufen wird . Diesen Nachweis , dass man dem Standortauswahlverfahren Vertrauen entgegenbringen kann, werden wir aktiv führen müssen . Dieser Vertrauensnachweis ist eine Bringschuld der verantwortlichen Akteure. Die gesellschaftliche Akzeptanz der Endlagerentscheidung und des langen Wegs dorthin, der noch vor uns liegt, hängt wesentlich davon ab, ob das Verfahren lernfähig, offen und anpassungsfähig ist. Berechtigte Einwände, neue Erkenntnisse müssen sich im Verfahren wiederfinden. Konkretes Beispiel: Die aktuelle Debatte zur Beschleunigung der Endlagersuche. Das BASE hat seine Vorschläge zur Optimierung Anfang dieses Jahres gemacht. Aus meiner Sicht ein notwendiges Lernen, um Akzeptanz dauerhaft zu erhalten und Generationengerechtigkeit sicher zu stellen. Die Debatte um Beschleunigung bzw. Optimierung ist Ausdruck eines lernenden Verfahrens. Es ist kein Defizit, sondern lernendes Verfahren. Das bringt mich zu meinem zweiten Punkt: 2.) Wirksame Beteiligung ist eine elementare Voraussetzung für ein lernendes Verfahren Ein wirklich lernendes Verfahren muss am Ende auch Mitwirkung ermöglichen – Resonanz würde der Soziologe Hartmut Rosa sagen. Erst Beteiligung schafft eine kollektive Verantwortung für das Thema über Jahrzehnte und sorgt für den Erhalt des gesellschaftlichen Konsenses und Akzeptanz für die Betroffenen. Die Perspektiven und das Wissen aus Öffentlichkeit, Zivilgesellschaft und betroffenen Regionen müssen frühzeitig und wirksam eingebunden werden. Je weiter das Verfahren zu einer konkreten Betroffenheit einzelner Regionen fortschreitet, desto stärker wird der Erfolg davon abhängen, dass wir es auch gemeinsam mit den Betroffenen gestalten. Das zentrale Format dafür werden in den kommenden Jahren die Regionalkonferenzen sein: Die BGE wird 2027 einen Vorschlag für übertägig zu erkundende Standortregionen an das BASE übermitteln. Das BASE wird diesen Vorschlag prüfen und in jeder der vorgeschlagenen Regionen eine Regionalkonferenz einrichten, die dann in Eigenverantwortung ihre Arbeit gestaltet und die weitere Erkundung der möglichen Standorte begleitet. Hanna Ahrendt betont in Ihren Schriften die Bedeutung von lokalen Räumen für gemeinsames Handeln . Der öffentliche Raum des Stadtstaates – der Polis – ist für Arendt der ideale Ort für politisches Handeln, wo Bürgerinnen und Bürger zusammenkommen, um ihre Angelegenheiten zu diskutieren und zu regeln. Das werden in unserem Verfahren die Regionalkonferenzen sein – unsere Polis. Hier – im Lokalen – wird es sich entscheiden, ob wir erfolgreich sind. Das gesetzliche Mandat der Regionalkonferenzen ist hier bewusst offen und breit formuliert worden. Wir gehen hier hinein mit der Haltung: Beteiligung in der Selbstorganisation von Regionen zu ermöglichen. Wir werden die Regionalkonferenzen nicht erfolgreich durchführen können, wenn wir die lokalen Verantwortungsträger:innen, die lokale Zivilgesellschaft und engagierte Bürger:innen nur beteiligen . Wir werden die Regionalkonferenzen mit diesen gemeinsam aufbauen und gestalten . Nur die Akteure vor Ort haben das lokale Wissen und das Können – z. B. die Netzwerke, das Ansehen, das Vertrauen der Menschen – um die Regionalkonferenzen zu etwas zu machen, das für die Menschen vor Ort nicht einfach nur ein „UFO aus Berlin“ sein wird, sondern die Polis, von der Ahrendt spricht. Zum Schluss: Lernen benötigt Debatte – und diese Debatte führen wir hier auf dem Forum an diesem Wochenende. Ohne die vielen Helfer wäre dieses Forum nicht möglich gewesen. Danke an die Teams des Orgabüros, der Abteilung B und Z im BASE , an alle Kolleginnen und Kollegen des BASE , die dies alles ermöglicht haben. Ich möchte mich besonders herzlich bei allen Mitgliedern des PFE für ihr Engagement und für ihre intensive Arbeit für die Vorbereitung dieses Forums bedanken. Ich kann nur erahnen, wie viel Kraft, Schweiß und Energie es kostet, dieses Forum auf die Beine zu stellen. Man bekommt in der Öffentlichkeit nicht immer nur Applaus für sein Engagement. Ich denke, Sie vom PFE haben sich an dieser Stelle einen großen Applaus verdient! Und nun wünsche ich uns allen ein lehr- und erkenntnisreiches Forum voller ergiebiger Gespräche und persönlicher Begegnungen hier in Hannover. Zum Thema Forum Endlagersuche

Ressortforschungsplan 2023, Vorbereitung technischer Fragen in Zusammenhang mit der Beförderung radioaktiver Stoffe

Automatisierte, rechnergestützte Verpackungsplanung zur Reduzierung der Massen und Volumina der Abfallgebinde für das Endlager Konrad

Bei der Verpackung der beim anstehenden Rückbau der deutschen Kernkraftwerke anfallenden Abfallmassen müssen diese allen Transport-, Handhabungs- und End-/Zwischenlageranforderungen genügen. Die Verpackungsplanung hat dabei die Einhaltung der Grenzwerte sowie auch die optimierte Behälterauslastung zu berücksichtigen. Die mit diesem Vorhaben zu entwickelnde automatisierte und rechnergestützte Planung identifiziert über eine mehrdimensionale Zuordnungs- und Optimierungsproblematik Algorithmen zur Kosten- und Volumensenkung.

Bereitstellung von Verfahren zur Berechnung von Freistellungsgrenzwerten entsprechend den neuesten Transportvorschriften sowie von Daten zum Transportaufkommen in Deutschland, AP 2: Weiterverfolgung des Transportaufkommens zum Endlager Konrad für Expositionsanalysen, AP 3: Fachliche Stellungnahmen und Zuarbeiten - Vorhaben: 4714R03371

Das Vorhaben 3614R03371 „Bereitstellung von Verfahren zur Berechnung von Freistellungsgrenzwerten entsprechend den neuesten Transportvorschriften sowie von Da- ten zum Transportaufkommen in Deutschland“ ist in drei Arbeitspakete (AP) gegliedert. Der vorliegende Bericht enthält die Ergebnisse zum AP 2 „Weiterverfolgung des Transportaufkommens zum Endlager Konrad für Expositionsanalysen„ und zum AP 3 „Fachliche Stellungnahmen und Zuarbeiten“. Im Rahmen des AP 2 dieses Vorhabens sollte auf Basis der beim BfS verfügbaren Informationen das Transportaufkommen radioaktiver Abfälle mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung, die zur Einlagerung in das Endlager Konrad vorgesehen sind, weiterverfolgt und präzisiert werden. Diese Daten werden als Basis für Expositionsanalysen benötigt, um Aussagen zur Strahlenex- position von Transportpersonal und Bevölkerung treffen zu können. Im AP 3 erfolgten zumeist technisch-wissenschaftliche Fachbeiträge und Ausarbeitungen zu aktuellen Frage- und Problemstellungen kurzfristig und zeitnah entsprechend der Anfragen von BMUB und BfS bzw. BfE. Ergänzend zu einem früheren Vorhaben 3609R03320 hat die GRS vereinfachte Sensitivitätsstudien durchgeführt, die auf empirisch bestimmten Gleichungen aufgrund von durchgeführten Experimenten basieren. Weitere Arbeiten erfolgten im Rahmen eines Unterauftrags zum Einfluss von oberflächenkontaminierten Stoffen.

Untersuchung und Entwickung von sicherheitstechnischen Bewertungen für Endlager für Abfälle mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung und Bereitstellung des notwendigen Instrumentariums am Beispiel des Endlagers Konrad - Weiterentwicklung der Methodik für die Durchführung von Sicherheitsanalysen zur Beherrschung von Betriebsstörungen und Störfällen

Im Forschungsvorhaben 3612R03410 'Untersuchung und Entwicklung von sicherheits-technischen Bewertungen für Endlager für Abfälle mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung; Entwicklung und Bereitstellung des notwendigen Instrumentariums am Bei-spiel des Endlagers Konrad' wurde der Stand von Wissenschaft und Technik der sicherheitstechnischen Bewertungen und Instrumentarien zur Durchführung von Sicherheitsnachweisen untersucht. In den Berichten zu den beiden Arbeitspaketen wurden die Weiterentwicklungen der Methodik für Störfallanalysen (AP 1) und jene zur Führung von Langzeitsicherheitsnachweisen (AP 2) dargestellt und im internationalen wie nationalen Kontext mit den Methoden im Planfeststellungsverfahren des Endlagers Konrad verglichen. Teil des Vorhabens ist der Bericht zum Arbeitspaket 1, der sich mit der Methodik zur Durchführung von Sicherheitsanalysen zur Beherrschung von Betriebsstörungen und Störfällen (Störfallanalyse) anhand des Beispiels der Störfallanalyse für das Endlager Konrad befasst. Als Bewertungsmaßstab werden die Anforderungen an Störfallanalysen aus internationalen und nationalen Regelwerken herangezogen. Auszugsweise werden, soweit Informationen verfügbar waren, Vorgehensweisen bei Sicherheitsana-lysen anderer Länder ergänzend vorgestellt. Es zeigt sich, dass in den meisten betrachteten Ländern Störfälle durch deterministische Störfallanalysen bestimmt werden. International ist es die übliche Methode, die deterministische Störfallanalyse mit einer probabilistischen Analyse zu ergänzen. Dieses Vorgehen folgt den IAEO (Internationale Atomenergie-Organisation) Empfehlungen, deterministische und probabilistische Methoden bei Berücksichtigung des Gefährdungspotenzials einer Anlage zu verwenden. Für die Aspekte Störfallbestimmung, Quelltermbestimmung, radiologische Konsequenzenanalyse, Probabilistik und Dokumentationsverfahren werden aktuelle Entwicklungen in Wissenschaft und Technik basierend auf der für das Endlager Konrad entwickelten Methodik gezeigt. Das IAEO Grundkonzept wurde auch bei der Störfallanalyse für das Endlager Konrad, die stellvertretend für die Vorgehensweise bei der Durchführung von Störfallanalysen in Deutschland steht, verwendet. Damit entspricht das bisherige deutsche Konzept der Störfallanalyse für Endlager radioaktiver Abfälle mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung in seinem grundsätzlichen Vorgehen dem methodischen Stand von Wissenschaft und Technik. International gibt es Bestrebungen, deterministische und probabilistische Methoden bei der Ermittlung der Störfälle stärker miteinander zu verknüpfen. Dieser methodische weiterzuentwickelnde Ansatz der deterministischen Störfallanalyse zielt darauf ab, konservative Randbedingungen einer Störfallanalyse abzubauen und eine objektivere Störfallauswahl zu ermöglichen.

Modell zur Hydrologie des Endlagers

Das Bergwerk Konrad befindet sich auf dem Gebiet der Stadt Salzgitter in Niedersachsen und wird aktuell zu einem Endlager für nicht wärmeentwickelnde radioaktive Abfälle umgerüstet. Die Einlagerungszone liegt in einer Tiefe von 850 m in einer sedimentären Eisenerzformation. Diese Gesteinsformation weist eine sehr geringe, aber vorhandenen hydraulische Durchlässigkeit auf. Zur Geländeoberfläche wirkt eine 400 m mächtige Formation aus tonigen Gesteinen als wasserundurchlässige Trennschicht. Das Grundwasser kann im zu betrachtenden Bereich in eine oberflächennahe Grundwasserzone mit geringem Salzgehalt und ab einer Tiefe von etwa 150 m in eine Zone mit Tiefengrundwasser, welche aufgrund des hohen Salzgehaltes so gut wie keiner Bewegung unterliegt, unterschieden werden. Mit dem Planfeststellungsbeschluss wurde die grundsätzliche Eignung von Konrad als Endlager festgestellt. Gleichwohl handelt es sich insofern um ein offenes System, als dass Konrad keinen vollständigen belastbaren Schutz gegen den Austritt von radioaktiven und toxischen Stoffen aus dem Endlager aufweist, wenn diese durch zugetretenes Grundwasser aus den eingelagerten Abfällen mobilisiert werden. Deshalb war im Rahmen der Langzeitsicherheit der potenzielle Schadstoffaustrag in das Grundwasser zu betrachten und bei Erfordernis durch geeignete Maßnahmen zu begrenzen. Neben dem möglichen Austrag von radioaktiven Stoffen ist der Ausbreitung von nichtradioaktiven schädlichen Stoffen zu berücksichtigen, da diesen Stoffen im Gegensatz zu den Radionukliden keine „Halbwertzeit“ zugesprochen werden kann. Mögliche Wechselwirkungen mit dem Untergrund oder Abbauprozesse, die mindestens zu einer Verzögerung des Transportes von Radionukliden und schädlichen Stoffen mit dem Grundwasser führen, werden im Modell nicht berücksichtigt, um konservativ eine möglichst hohe Transportgeschwindigkeit zu betrachten. Ebenso wird rechnerisch unterstellt, der Transport von Schadstoffen aus dem Endlager fände konservativ unter Süßwasserbedingungen statt, obwohl im Untergrund Salzwasserbedingungen herrschen, die zu einer weiteren Verzögerung der Ausbreitung führen. Folglich sind die sich aus der Position des Endlagers im Untergrund ergebenden Bedingungen für die wasserrechtliche Erlaubnis in einer Modellannahme zusammengefasst worden, die den Austrag von Stoffen aus dem eingelagerten Abfall über den Grundwasserpfad und letztendlich ihre Verfügbarkeit in der Biosphäre unter sehr konservativen Annahmen beschreibt. Nach diesem Modell werden Inhaltsstoffe aus den Abfallgebinden in einer Millionen Kubikmeter Tiefengrundwasser gelöst, weil das Grundwasser nach Abschluss der Betriebes wieder ansteigen und das ursprünglich trockenen Endlager sättigt. Das Modellvolumen von einer Millionen Kubikmeter Tiefengrundwasser ist aus dem Hohlraumvolumen des Endlagers Konrad abgeleitet. Mit dem Übertritt vom (kontaminierten) Tiefengrundwasser in das oberflächennahe Grundwasser kommt es zu einer Verdünnung mit dem Faktor 1:10.000. Davon ausgehend, dass das Tiefengrundwasser keiner Nutzung unterliegt, beschränkt sich der Besorgnisgrundsatz auf den Schutz des oberflächennahen Grundwassers.

UVP-VP Änderungen an der Heizzentrale 02ZTG / Bundesgesellschaft für Endlagerung

Die Bundesgesellschaft für Endlagerung plant Änderungen an der „Heizzentrale mit Schaltstation und Kamin 02ZTG“ auf der Schachtanlage Konrad 2. Abweichend von der genehmigten Planung der Verbrennungsanlagen auf den Tagesanlagen Schacht Konrad 2 (Planfeststellungsbeschluss vom 02.05.2002) soll die Verbrennungsanlage für den Einsatz von Kohle durch zwei Verbrennungsanlagen für den Einsatz von Holzpellets einschließlich einer angepassten Staubabscheidung sowie einem angepassten Brennstofflager ersetzt werden und zur Abdeckung der Sommerlast eine Verbrennungsanlage für den Einsatz von Heizöl EL errichtet werden. Die geplanten Maßnahmen werden auf dem bestehenden Betriebsgelände der Tagesanlagen Schachtanlage Konrad 2 durchgeführt. Für die Änderung ist gemäß § 9 Abs. 1 des UVPG eine allgemeine Umweltverträglichkeitsvorprüfung durchzuführen. Dazu hat die Vorhabenträgerin Unterlagen für die Durchführung einer allgemeinen Vorprüfung gemäß Anlage 2 UVPG vorgelegt. Diese nach den Vorgaben der Anlage 3 UVPG vorgenommene Vorprüfung hat ergeben, dass eine Umweltverträglichkeitsprüfung für das o. g. Vorhaben nicht erforderlich ist. Die einzelnen Gründe für die Entscheidung können im anliegenden Prüfvermerk eingesehen werden. Diese Feststellung wird hiermit öffentlich bekannt gegeben. Sie ist nach § 5 Abs. 3 UVPG nicht selbständig anfechtbar.

Types of waste

Radioactive materials are distinguished between low-, intermediate-, and high-level radioactivity. Other factors such as the half-life for decay or the radiotoxicity (adverse health effects of radioactive substances) play a role in classifying  radioactive waste. In addition to radiological considerations (i.e. which radiation exposure the radioactive waste represents), heat generation in particular is a decisive feature. In the search for a repository, the exposure of the host rock to high heat emission must be considered. Germany has therefore decided to distinguish between two categories of radioactive waste: Heat-generating radioactive waste These high-level radioactive materials from spent nuclear fuels and reprocessing emit heat because of their radioactive decay. Some intermediate-level radioactive waste is also included because of heat emission. Radioactive waste with negligible heat generation This includes low-level radioactive waste and most intermediate-level radioactive waste. Rocks can dissipate heat to different degrees and have different thermal capacities. This means that their positive properties for disposal could be partially lost if the heat load is too high. A temperature increase of the rocks of less than 3°C can be neglected. This value corresponds to the natural increase in temperature at a depth difference of 100m in mines. For the Konrad repository, this condition was stipulated in the licensing procedure. Generated through the decommissioning of nuclear power plants Approximately 95% of radioactive waste originates from research as well as the operation and decommissioning of nuclear power plants. In Germany, roughly one third of nuclear waste originates from research institutions and the decommissioning of nuclear power plants from the GDR (German Democratic Republic). Two thirds of the waste come from the plants of energy suppliers. They have a much smaller share because they do not have to decommission large power plants. The Federal States are responsible for radioactive materials from industrial companies, university research, and medicine and collect them at regional collection points. In relation to the quantity or volume of waste after its proper packing (conditioning), the following picture emerges: Approximately 27,000 m3 of the radioactive waste generate considerable amounts of heat. Up to 620,000 m3 of the radioactive waste generate lower amounts of heat. The total volume still largely depends on the volume of waste from the Asse II mine after recovery and conditioning. Furthermore, the amount of residues from uranium enrichment cannot yet be precisely quantified. Radioactive waste refers to radioactive materials that are no longer needed after use and which cannot be used for other purposes. This applies, for example, to spent fuel elements from nuclear power plants. It also includes standard radioactive sources from industrial measuring equipment for recording fill levels as well as numerous radioactive materials from laboratories, companies, and hospitals. Handling radioactive materials also contaminates tools, protective clothing, filters, cleaning agents, laboratory waste, disused plant components, and components such as pumps, pipelines, structural parts or other items. If the contamination can be removed, only the radioactive material accumulates as waste. Otherwise, the contaminated parts are also considered radioactive waste. These materials are classified as of low- and intermediate-level radioactive waste and have a negligible heat generation. Because these are often larger plant components with low radioactive components, their quantity is much greater than that of high-level radioactive materials. The road to disposal is long For around half (303,000 m3) of the low- and intermediate-level radioactive waste, Germany has found a disposal option in the form of the licensed Konrad repository. In the site selection process, the BGE has been commissioned to search for a suitable site for a repository for high-level radioactive waste in particular. The way to achieve this is legally defined in the Repository Site Selection Act. This is carried out in several steps. In order to be able to progressively plan repository requirements, forecasts on the amount of radioactive waste are necessary. The forecast data are transmitted to the BGE by the waste producers. From the data, a comparison and assessment is made for the expected quantity and the repository volume required. Radioactive waste originates mainly from research and the operation and decommissioning of nuclear power plants. It is distinguished between different types of waste. The decisive factors are: how much heat it emits, and how high the radioactivity is. Germany has found a way to dispose of some of the waste (i.e. the low- and intermediate-level radioactive waste) with the Konrad repository. For the remaining waste, another repository site must be sought and licensed.

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