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Energie- und Kohlenstoff-Roadmap für die europäische Chemieindustrie

Ecofys unterstützte den CEFI, bei der Entwicklung und Ausarbeitung der Energie- und Kohlenstoff-Roadmap 2050 . Die Roadmap untersucht, welche Rolle die Chemieindustrie langfristig betrachtet in einem energieeffizienten und emissionsarmen Europa der Zukunft spielen kann. In vier versch. Szenarien werden die zukünftige Nachfrage nach und damit die Produktion von Produkten der chemischen Industrie bis 2050 sowie die Entwicklung und der Einsatz von Energieeffizienz- und kohlenstoffarmen Technologien bewertet. Die Szenarien unterscheiden sich dabei hinsichtlich ihrer Annahmen zum energie- und klimapol. Umfeld in Europa und dem Rest der Welt, zur Entwicklung von Energie- und Rohstoffpreisen sowie der Geschwindigkeit, mit welcher relevante Innovationen voranschreiten. Die Studie untersucht ebenfalls, welche Rolle der europäischen Chemieindustrie in der Bereitstellung von Energieeffizienz- und kohlenstoffarmen Lösungen für andere Wirtschaftsbranchen zukommen kann. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass Produkte der chemischen Industrie in allen Wirtschaftsbereichen Verbesserungen in der Energieeffizienz und der Minderung von Treibhausgasemissionen ermöglichen, wobei sich diese Rolle der Chemieindustrie künftig noch verstärken dürfte. Weiterhin wird in der Studie deutlich, dass die Preisdifferenzen, welche für Energie und Rohstoffe im Vergleich zu den wichtigsten Wettbewerbsregionen bestehen, die globale Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Chemieindustrie gefährden. Eine auf Europa beschränkte und nicht global abgestimmte Energie- und Klimapolitik, welche zu höheren Kosten der europäischen Produktion führt, würde die Wettbewerbsfähigkeit weiter schwächen und zu einer geringeren Produktion in Europa und damit zu vermehrten Importen von chemischen Produkten nach Europa führen. Die Verbesserung der Energieeffizienz wird den größten Beitrag leisten, die zukünftigen Treibhausgasemissionen der europäischen Chemieindustrie zu reduzieren. Des Weiteren können alternative Brennstoffe zur Erzeugung von Prozesswärme sowie die Vermeidung von Lachgasemissionen sich positiv auf die Emissionsminderung auswirken. Darüber hinaus bergen die Dekarbonisierung des Stromsektors und nach 2030 auch die CCS-Technologie zusätzliche Emissionsminderungspotentiale. Wachstum und Innovation wird dabei in den kommenden Jahren bei der Erzielung realer Emissionsminderungen eine entscheidende Rolle zukommen. Angesichts dieser Ergebnisse appelliert die Studie an die politischen Entscheidungsträger, die energie- und klimapolitische Rahmenbedingungen derart zu gestalten, dass Anreize für ein nachhaltiges und effizientes Wachstum der chemischen Industrie geschaffen werden, um die Attraktivität für Investitionen zu steigern und weitere Innovationen zu fördern. Die Studie liefert wertvollen Input für die Diskussion zur europäischen Energieversorgung sowie der post 2020 Klima und Industriepolitik. Ecofys kam die Rolle der Projektkoordination zu und lieferte zudem unabhängige analyt. Beiträge.

Geologische und verfahrenstechnische Möglichkeiten der Erdwärmenutzung am Standort der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH)

Für die Medizinische Hochschule Hannover hat das GeothermieZentrum Bochum gemeinsam mit der GeoDienste GmbH (Garbsen) im Zeitraum von August 2007 bis März 2008 eine Vorstudie zur Einbindung der Geothermie in das Energiekonzept des Klinikums erstellt. Im Anschluss an diese Vorstudie wurde eine Wirtschaftlichkeitsanalyse erstellt, welche die petrothermale und hydrothermale Versorgung betrachtete. Vorstudie: Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) wird derzeit von den Stadtwerken Hannover mit den Medien Gas, Strom und Fernwärme zur Erzeugung ihrer dreigliedrigen Energieversorgung, bestehend aus Dampf, Raumwärme und Klimakälte, versorgt. Aufgrund der hydrogeologischen Situation am Standort der MHH in Hannover wird eine Einbindung der Geothermie sowohl in den Heizkreislauf (direkte Integration über Wärmetauscher) als auch in den Kälteklimakreislauf (modular betriebene Absorptionskältemaschinen) vorgeschlagen. Ziel der Einbindung ist es konventionelle, preislich fluktuierende und primärenergetisch nachteilige Energieträger, wie in erster Linie elektrischen Strom und nachrangig Fernwärme oder Gas, durch den Einsatz der Geothermie vollständig, oder im Rahmen der Leistungsfähigkeit des geothermischen Reservoirs teilweise, zu ersetzen. Wirtschaftlichkeit, CO2-Bilanz und Versorgungssicherheit stehend dabei im Vordergrund. Die Grundlastfähigkeit der Geothermie wird in der vorgeschlagenen Anlagenkonfiguration vollständig ausgenutzt. Im Bereich der Spitzenlastdeckung spielt die Geothermie daher keine Rolle. Die geothermisch unterstützte Dampferzeugung findet im betrachteten Szenario keinen Eingang. Dies liegt in der internen Wärmerückgewinnung im Dampferzeuger durch den Economizer zur Vorwärmung des Speise- und Verbrauchswassers begründet. Da die Geothermie bei der Dampfherstellung nur einen geringen energetischen Beitrag leisten kann und Investitionen für ihre Anbindung an das Dampferzeugersystem entstehen, wird von der Betrachtung dieser Systeme abgesehen. Übersteigt die Bereitstellung von geothermischer Energie im Heiz- oder Kühlfall die Energienachfrage, lassen sich Pufferspeicher integrieren um diese überschüssig Energie effizient zu speichern. Bei Lastspitzen kann die Energie zurückgewonnen werden. Somit erhöht sich der geothermische Anteil an der Gesamtenergiebereitstellung. Wirtschaftlichkeitsanalyse: Hier wurden 9 verschiedene Szenarien untersucht, welche sich aufgrund ihrer Art (petrothermal / hydrothermal), der Bohrtiefe (4500 / 3000 m), ihrer Schüttung (15-50 l/s), Temperatur (115 / 160 Grad C) oder Bereitstellung (Wärme / Strom+Wärme) unterscheiden. Die höheren Investitionskosten für die petrothermalen Systeme werden durch die höhere Energieausbeute (Schüttung und Temperatur) abgefangen und diese somit wirtschaftlicher als die hydrothermalen Systeme, welche sich in der Amortisationsrechnung nur aufgrund der steigenden Energiepreise nach einigen Jahren rechnen.

Mit fünf einfachen Schritten Energie und Geld sparen

Die steigenden Energiepreise infolge des Irankrieges belasten Wirtschaft und Verbraucher*innen. Nicht nur die Politik ist gefragt, Verbraucher*innen können ebenfalls handeln. Wer Energie spart, spart sofort Geld, macht sich unabhängiger von fossilen Energien und hilft, Klima und Umwelt zu schützen. Das Umweltbundesamt wertet fünf Sofort-Tipps für Verbraucher*innen aus und schätzt deren Einsparwirkung ein.

Ministerpräsident Sven Schulze bringt Anliegen Sachsen-Anhalts bei EU-Spitzengesprächen in Brüssel voran – Zusammenarbeit wird 2027 durch Besuche der beiden Präsidentinnen und des Kommissars in Sachsen-Anhalt fortgesetzt

Welche Auswirkungen haben europäische Entscheidungen auf Arbeitsplätze, Unternehmen und den ländlichen Raum in Sachsen-Anhalt? Darüber hat Ministerpräsident Sven Schulze bei Gesprächen mit führenden Vertreterinnen und Vertretern der Europäischen Union in Brüssel gesprochen. Im Mittelpunkt standen die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft, die Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik, die europäischen Fördermittel sowie Fragen der Migration und Fachkräftesicherung. Ministerpräsident Sven Schulze hat bei seinem Besuch in Brüssel die Interessen Sachsen-Anhalts gegenüber europäischen Spitzenpolitikern vertreten. In Gesprächen mit der Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, der Präsidentin des Europäischen Parlaments, Roberta Metsola, sowie dem EU-Kommissar für Inneres und Migration, Magnus Brunner, warb er für wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen für Unternehmen, Planungssicherheit für die Landwirtschaft und eine stärkere Berücksichtigung der Interessen der Regionen bei europäischen Entscheidungen. Ministerpräsident Sven Schulze sagt: „Ich habe in Brüssel deutlich gemacht, was Sachsen-Anhalt braucht: weniger Bürokratie, wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen und verlässliche Perspektiven für unsere Unternehmen, unsere Landwirtschaft und unsere Regionen. Viele Entscheidungen der Europäischen Union haben direkte Auswirkungen auf die Menschen in unserem Land. Deshalb ist es mir wichtig, die Interessen Sachsen-Anhalts frühzeitig einzubringen und für sie zu werben.“ Bereits zu Beginn seines Brüssel-Besuchs tauschte sich Ministerpräsident Sven Schulze mit den deutschen Mitgliedern der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament aus. Im Mittelpunkt standen die Vorstellungen der Europäischen Kommission zum Mehrjährigen Finanzrahmen ab 2028 sowie die Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik. Schulze warb für eine starke Rolle der Regionen bei der Ausgestaltung künftiger EU-Förderprogramme und thematisierte die Herausforderungen der Landwirtschaft durch den Wegfall wichtiger Pflanzenschutzwirkstoffe sowie die Ausbreitung der Schilf-Glasflügelzikade. Gespräch mit Roberta Metsola: Wettbewerbsfähigkeit stärken, Bürokratie abbauen Im Gespräch mit der Präsidentin des Europäischen Parlaments, Roberta Metsola, standen die Wettbewerbsfähigkeit Europas, der weitere Bürokratieabbau sowie aktuelle Gesetzgebungsvorhaben des Europäischen Parlaments im Mittelpunkt. Ministerpräsident Sven Schulze warb für eine konsequente Entlastung von Unternehmen, Landwirtschaft und Verwaltung von übermäßigen Berichtspflichten und Dokumentationsanforderungen. Europa müsse dort vereinfachen, wo Vorschriften Innovationen, Investitionen und Wachstum erschweren. Zudem sprach er sich für eine zügige Umsetzung angekündigter Vereinfachungen im Agrar- und Umweltbereich aus. Gespräch mit Ursula von der Leyen: Zukunft von Landwirtschaft, Industrie und EU-Fördermitteln Mit der Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, sprach Ministerpräsident Sven Schulze über die künftige Ausrichtung der Europäischen Union, den Mehrjährigen Finanzrahmen ab 2028, die Energiepolitik sowie die Zukunft der industriellen Wertschöpfung in Europa. Besonderes Augenmerk lag auf der Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2027, den Auswirkungen möglicher Änderungen bei Agrarbeihilfen sowie auf den Interessen der für Sachsen-Anhalt wichtigen Chemie- und Grundstoffindustrie. Schulze äußerte erhebliche Bedenken gegenüber Überlegungen, europäische Fördermittel künftig in einem einheitlichen Fonds zu bündeln. Landwirtschaft und Kohäsionspolitik dürften nicht in einem zentralisierten Ansatz aufgehen. Ziel müsse es sein, die Wettbewerbsfähigkeit Europas zu stärken, ohne die Regionen aus dem Blick zu verlieren. Auch die Diskussionen über Kappung und Degression von Direktzahlungen wurden angesprochen. Schulze machte deutlich, dass diese Ansätze den unterschiedlichen Betriebsstrukturen in Europa nicht gerecht würden. „Ein Hektar ist ein Hektar – unabhängig davon, ob er in Sachsen-Anhalt, Bayern oder einem anderen Mitgliedstaat bewirtschaftet wird. Die Größe eines Betriebes darf kein Nachteil sein“, betonte der Ministerpräsident. Ein weiterer Schwerpunkt war die Zukunft der energieintensiven Industrie. Schulze sprach sich für wettbewerbsfähige Energiepreise, Planungssicherheit im Emissionshandel und den Erhalt industrieller Wertschöpfung in Europa aus. Zudem betonte er die Bedeutung des CO₂-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM) zum Schutz der heimischen Produktion von z.B. Düngemitteln. Darüber hinaus wurde über die strategische Souveränität Europas gesprochen. Schulze begrüßte Überlegungen für einen europäischen „Chips Act 2.0“, um Schlüsseltechnologien, Innovationen und Start-ups gezielt zu stärken. Außerdem vereinbarten Ministerpräsident Sven Schulze und Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen einen engen Austausch zwischen Brüssel und Sachsen-Anhalt zum Ausbau der europäischen Pharma- und Wirkstoffproduktion. Ziel ist es, die strategische Unabhängigkeit Europas bei Arzneimitteln zu stärken und bestehende Industriestandorte weiterzuentwickeln. Ministerpräsident Sven Schulze sagte: „Sachsen-Anhalt verfügt über starke Standorte in der Pharma- und Chemieindustrie. Gemeinsam mit der Europäischen Kommission wollen wir daran arbeiten, Produktion, Forschung und Innovation in Europa zu stärken und strategische Abhängigkeiten abzubauen. Magdeburg und Brüssel werden dabei künftig noch enger zusammenarbeiten.“ Gespräch mit Magnus Brunner: Migration ordnen und Fachkräfte sichern Im Gespräch mit EU-Kommissar Magnus Brunner standen die europäische Migrationspolitik, der Schutz der EU-Außengrenzen sowie die Umsetzung des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems im Mittelpunkt. Ministerpräsident Sven Schulze begrüßte die europäische Rückführungsverordnung als wichtigen Baustein für eine geordnete und konsequente Migrationspolitik. Darüber hinaus wurde über die Gewinnung qualifizierter Fachkräfte gesprochen. Schulze betonte: „Unsere Unternehmen brauchen qualifizierte Fachkräfte. Deshalb müssen wir irreguläre Migration wirksam begrenzen und zugleich legale Arbeitsmigration praxisnah und unbürokratisch gestalten.“ Zum Abschluss seines Besuchs lud Ministerpräsident Sven Schulze die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, die Präsidentin des Europäischen Parlaments, Roberta Metsola, sowie EU-Kommissar Magnus Brunner ein, den begonnenen Austausch im Jahr 2027 in Sachsen-Anhalt fortzusetzen. Alle drei Gesprächspartner zeigten starkes Interesse, Sachsen-Anhalt im kommenden Jahr zu besuchen. „Europa wird nicht nur in Brüssel gestaltet, sondern auch in seinen Regionen. Deshalb freue ich mich, dass wir die Gespräche in Sachsen-Anhalt fortsetzen werden.“ Sommerfest Den Abschluss des Tages bildete das Sommerfest der Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt bei der Europäischen Union. Unter dem Motto „Halle (Saale) trifft Europa – an der Schnittstelle der digitalen Transformation von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft“ präsentierte sich die Stadt Halle (Saale) als diesjähriger Veranstaltungspartner.400 Gäste aus europäischen Institutionen, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft folgten der Einladung des Gastgebers Ministerpräsident Sven Schulze. Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, begrüßte die Gäste mit einem Grußwort. Mit dem diesjährigen Partner Halle (Saale) rückt Sachsen-Anhalt insbesondere seine Stärken als Wissenschafts-, Innovations- und Wirtschaftsstandort in den Mittelpunkt. Hintergrund Ministerpräsident Sven Schulze war von 2014 bis 2021 Mitglied des Europäischen Parlaments und kennt die europäischen Entscheidungsprozesse aus eigener Erfahrung. Die Europäische Union ist für Sachsen-Anhalt ein wichtiger Partner bei Wirtschaftsförderung, Strukturwandel, Landwirtschaft, Forschung und Innovation. Impressum: Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt Pressestelle Hegelstraße 42 39104 Magdeburg Tel: (0391) 567-6666 Fax: (0391) 567-6667 Mail: staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de

Energiesparen für die Zukunft: Deutschland krisenfest machen

<p> <p>Energiesparen ist eine Versicherung für die Zukunft. Damit schützen wir nicht nur das Klima, sondern werden auch unabhängiger von fossilen Energieträgern und damit krisenfester. Und schließlich ist Energiesparen kurzfristig die wirkungsvollste Maßnahme gegen steigende Preise. Unsere Tipps für Verbraucher*innen.</p> </p><p>Energiesparen ist eine Versicherung für die Zukunft. Damit schützen wir nicht nur das Klima, sondern werden auch unabhängiger von fossilen Energieträgern und damit krisenfester. Und schließlich ist Energiesparen kurzfristig die wirkungsvollste Maßnahme gegen steigende Preise. Unsere Tipps für Verbraucher*innen.</p><p> <p>Wenn Energiepreise durch globale Krisen in die Höhe schießen, wird es uns wieder schmerzlich bewusst: Unser Verbrauch an fossilen Energieträgern ist nicht nur ein großes Problem, weil die verursachten Treibhausgasemissionen das <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klima">Klima</a> erhitzen. Auch die Abhängigkeit gegenüber autoritären Regimen und durch globale Krisen ausgelöste Preisschocks bringen uns in Schwierigkeiten. Energiesparen ist deshalb eine Versicherung für die Zukunft und macht uns unabhängiger von fossilen Energieträgern und damit krisenfester. Und schließlich ist Energiesparen kurzfristig die wirkungsvollste Maßnahme gegen steigende Preise.</p> <p>Bei Kraftstoff, Heizenergie, Warmwasser und Strom können wir den Verbrauch und damit auch den Erfolg von eigenen Maßnahmen selbst sehen und überprüfen. Aber auch bei der Ernährung oder dem (Nicht-)Kauf von Produkten können wir indirekt Energie und CO2&nbsp;einsparen. Denn die Herstellung der Produkte benötigt ebenfalls Energie und andere Ressourcen wie Metalle oder Kunststoffe.</p> <p>Wir haben für Sie fünf Sofort-Tipps zusammengestellt, mit denen Sie nicht nur Energie und Rohstoffe, sondern im Schnitt durchaus 500 Euro und mehr pro Person und Jahr einsparen können. Machen Sie auch Ihre persönlichen Alltagsstrukturen krisenfester. Mit unseren zehn „Big Points“ werden Sie dauerhaft zum Energiesparer und zur Ressourcensparerin.&nbsp;<br>Sie wollen noch mehr tun? In unseren&nbsp;<a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag"><strong>UBA-Umwelttipps</strong></a>&nbsp;finden Sie viele weitere Ideen und Hinweise.</p> <strong>Mit fünf Sofort-Tipps Geld, Energie und Rohstoffe sparen</strong> <strong>Vorausschauend fahren</strong> <p>Durch eine vorausschauende und defensive Fahrweise können Sie den <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/mobilitaet/sprit-sparen">Sprit- oder Stromverbrauch senken</a> und mehrere hundert Euro an Tankkosten im Jahr sparen. Fahren Sie niedertourig, vorausschauend und halten Sie sich an ein „freiwilliges Tempolimit“. Vermeiden Sie die Mitnahme unnötiger Lasten und stellen Sie einen ausreichend hohen Reifendruck sicher. Sprit oder Strom sparen Sie auch, wenn Sie Nebenaggregate wie Klimaanlagen nur anschalten, wenn Sie diese wirklich brauchen.</p> <p>&nbsp;</p> <strong>Einkaufen mit dem Rad</strong> <p>Zu Fuß gehen und&nbsp;<a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/mobilitaet/fahrrad-radeln"><strong>Fahrrad fahren</strong></a>&nbsp;ist nicht nur gesund und auf Kurzstrecken häufig schneller als das Auto. Es spart auch Kosten. Allein wenn Sie ihren Einkauf zukünftig mit dem Rad statt mit dem Auto erledigen, können Sie bereits etwa 100 Euro pro Jahr einsparen. Satteltaschen oder ein kleiner Fahrradanhänger machen auch größere Einkäufe ohne Auto möglich.</p> <p>&nbsp;</p> <strong>Den eigenen Energieverbrauch prüfen</strong> <p>Nur wer den eigenen Energieverbrauch kennt, kann an der richtigen Stelle ansetzen. Machen Sie den <a href="https://www.co2online.de/service/energiesparchecks/heizcheck/">HeizCheck</a>, um den Heizenergieverbrauch Ihres Gebäudes einzuschätzen. Der <a href="https://www.co2online.de/service/energiesparchecks/stromcheck/">StromCheck</a> sagt Ihnen, wie hoch Ihr Stromverbrauch ist. Und mit dem kostenlosen <a href="https://www.energiesparkonto.de/">Energiesparkonto</a> können Sie regelmäßig prüfen, ob Sie auch so viel Energie sparen wie geplant.</p> <p>&nbsp;</p> <strong>Sparduschkopf einschrauben</strong> <p>Sparduschköpfe sparen rund 100 bis 200 Euro&nbsp;<a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/haushalt-wohnen/warmwasser"><strong>Warmwasserkosten</strong></a>&nbsp;pro Person und Jahr. Sie verbrauchen nur 6 bis 9 Liter pro Minute (gegenüber 12 bis 15 Liter bei normalen Duschköpfen). Der Austausch geht mit wenigen Handgriffen und kann auch von Mieter*innen selbst problemlos durchgeführt werden. Beim Kauf auf gute Qualität und den&nbsp;<a href="https://www.blauer-engel.de/de/produktwelt/hand-und-kopfbrausen"><strong>Blauen Engel</strong></a>&nbsp;achten!</p> <p>&nbsp;</p> <strong>Heiztemperatur optimieren</strong> <p>Sorgen Sie jetzt schon dafür, dass Sie an kommenden Heiztagen und dann im nächsten Winter&nbsp;<a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/heizen-bauen/heizen-raumtemperatur"><strong>Heizenergie einsparen</strong></a>. Senken Sie die Solltemperatur Ihrer Heizungsanlage z.B. um 1 Grad. Das kann rund 6 % der Heizkosten sparen. Zeitgesteuerte Thermostatventile können zudem vor allem in schlecht gedämmten Häusern z.&nbsp;B. in Wohn- und Badezimmern Heizkosten sparen. Auch Mieter*innen können sie einfach einbauen.</p> <p>&nbsp;</p> <strong>Mit zehn „Big Points“ dauerhaft krisenfester werden</strong> <strong>Energielabel auf Dunkelgrün stellen</strong> <p>Ob Kühlschrank, Spülmaschine oder Auto: Achten Sie beim Kauf auf das&nbsp;<a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/energiesparen/energieverbrauchskennzeichnung"><strong>Energielabel</strong></a>&nbsp;und den dort angegebenen Energieverbrauch. Wählen Sie möglichst die höchste verfügbare Effizienzkategorie. Damit können Sie über die Lebensdauer der Geräte viel Strom- bzw. Energiekosten einsparen. Die effizientesten Modelle können Sie in der europäischen <a href="https://eprel.ec.europa.eu/screen/home"><strong>Produktdatenbank EPREL</strong></a> recherchieren. Falls Sie noch eine ältere&nbsp;<a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/heizen-bauen/heizungsumwaelzpumpe"><strong>Heizungsumwälzpumpe</strong></a>&nbsp;haben, lohnt sich oft ein vorzeitiger Austausch mit einer Hocheffizienzumwälzpumpe.</p> <p>&nbsp;</p> <strong>Ökostrom beziehen</strong> <p>Immer mehr Bürger*innen entscheiden sich für einen&nbsp;<a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/elektrogeraete/oekostrom"><strong>Wechsel zu einem Ökostromanbieter</strong></a>. Dieser dauert weniger als 30 Minuten und ist ein wichtiges Signal für den schnelleren Ausbau erneuerbarer Energien. Achten Sie auf Label wie „Grüner Strom Label“ oder „Ok-Power“.</p> <p>&nbsp;</p> <strong>In Solarenergie investieren</strong> <p>Nutzen Sie als Hausbesitzer*in Ihre Dachfläche nach Möglichkeit für&nbsp;<a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/erneuerbare-energien/photovoltaik/photovoltaik-dachanlagen"><strong>Photovoltaik</strong></a>&nbsp;oder&nbsp;<a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/heizen-bauen/sonnenkollektoren-solarthermie"><strong>Sonnenkollektoren</strong></a>. Je nach örtlichen Gegebenheiten können Sie auch als Mieter*in ein eigenes kleines&nbsp;<a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/steckersolargeraete-reduzieren-eigene-stromkosten"><strong>Balkon-Solarkraftwerk</strong></a>&nbsp;installieren. Unabhängig von eigenen Flächen gibt es zahlreiche&nbsp;<a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/gruene-geldanlagen-dienen-dem-umwelt-klimaschutz"><strong>finanzielle Beteiligungsangebote</strong></a>&nbsp;von z.B. (grünen) Banken und Energiegenossenschaften, wo Sie in den Ausbau von Solar- oder Windkraft investieren können.</p> <p>&nbsp;</p> <strong>Mit Dämmung den Heizbedarf verringern</strong> <p>Verringern Sie den Heizbedarf Ihres Hauses dauerhaft durch eine möglichst gute&nbsp;<a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/heizen-bauen/waermedaemmung-fenster"><strong>Wärmedämmung</strong></a>. Mittels eines staatlich geförderten&nbsp;<a href="https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/energie/energetische-sanierung/individueller-sanierungsfahrplan-modernisieren-mit-koepfchen-59828"><strong>individuellen Sanierungsfahrplanes</strong></a>&nbsp;schaffen Sie die Grundlage für eine langfristig kosteneffiziente Sanierungsstrategie. Die Umweltzeichen <a href="https://www.blauer-engel.de/de/zertifizierung/vergabekriterien#UZ132-2020"><strong>Blauer Engel für Dämmstoffe für den Innenraum</strong></a> sowie <a href="https://www.blauer-engel.de/de/zertifizierung/vergabekriterien#UZ140-2019"><strong>Blauer Engel für Wärmedämmverbundsysteme</strong></a><strong>&nbsp;</strong>zeichnen umwelt- und gesundheitsschonende Materialien mit guten Gebrauchseigenschaften aus.</p> <p>&nbsp;</p> <strong>Mit Wärmepumpe heizen</strong> <p><a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/heizen-bauen/waermepumpe"><strong>Wärmepumpen</strong></a>, im Idealfall mit Ökostrom betrieben, sind die Heiztechnik für ein klimaneutrales Deutschland. Einen Umstieg von Gas- oder Ölheizungen auf Holzfeuerung kann das Umweltbundesamt aus Gründen von Wald-, Klima- und Gesundheitsschutz dagegen nicht empfehlen. Das UBA-Portal&nbsp;<a href="https://www.umweltbundesamt.de/waermepumpendatenbank"><strong>So geht’s mit Wärmepumpen!</strong></a>&nbsp;zeigt Dutzende erfolgreich umgesetzte Praxis-Beispiele von Wärmepumpen in Bestandsgebäuden. Mit dem&nbsp;<a href="https://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/gebaeudecheck-ist-mein-haus-bereit-fuer-die"><strong>Gebäudecheck Wärmepumpe</strong></a>&nbsp;können Hausbesitzende einfach prüfen, ob ihr Gebäude bereits „wärmepumpenfähig“ ist.</p> <p>&nbsp;</p> <strong>Auf Elektromobilität umsteigen</strong> <p>Ob <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/beim-autokauf-elektroautos-bevorzugen-auf-geringen#worauf-sie-beim-umweltbewussten-autokauf-achten-sollten"><strong>Elektroauto</strong></a>, Stadtbus oder <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/pedelec-e-bike-fahren-haelt-fit-schont-die-umwelt"><strong>Elektrofahrrad</strong></a>: Die Zukunft der Mobilität ist elektrisch. Wenn Sie ein neues Auto benötigen, sind Sie mit einem elektrischen Antrieb auf der sicheren Seite. Durch das sozial gestaffelte&nbsp;<a href="https://www.bundesumweltministerium.de/foerderung/fragen-und-antworten-zur-e-auto-foerderung"><strong>Förderprogramm zum Kauf neuer Elektro-Pkw</strong></a>, die verlängerte Kfz-Steuerbefreiung oder die Förderung über die Treibhausgasminderungsquote kann der Wechsel auf elektrische Antriebe leichter möglich werden. Inzwischen werden auch immer mehr gebrauchte Elektroautos angeboten. Das <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/pedelec-e-bike-fahren-haelt-fit-schont-die-umwelt"><strong>Pedelec (E-Bike)</strong></a> ist zudem für viele Wege eine kostengünstige Alternative zum Auto.</p> <p>&nbsp;</p> <strong>Carsharing nutzen</strong> <p>Beim <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/mobilitaet/carsharing-nutzen"><strong>Carsharing</strong></a> fallen die teuren Anschaffungskosten und die laufenden Bereitstellungskosten wie Versicherung oder Stellplatzgebühr für das eigene Auto weg. Einsparungen von mehreren hundert bis über 1.000 Euro pro Jahr sind mit Carsharing – abhängig von der Art der Autonutzung – möglich. Nach Berechnungen des Bundesverband Carsharing fahren Sie mit Carsharing in der Regel dann günstiger als mit einem eigenen Fahrzeug, wenn Sie weniger als etwa 12.500 km pro Jahr mit ihrem Auto unterwegs sind. Auch in immer mehr kleineren Städten gibt es inzwischen entsprechende Angebote.&nbsp;</p> <p>&nbsp;</p> <strong>Beim Reisen am Boden bleiben</strong> <p><a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/mobilitaet/flugreisen"><strong>Flugreisen</strong></a>&nbsp;benötigen viel Energie und verursachen hohe Treibhausgasemissionen. Wählen Sie nach Möglichkeit&nbsp;<a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/garten-freizeit/urlaubsreisen"><strong>nähere Reiseziele</strong></a>, die auch ohne Flugzeug zu erreichen sind. Bevorzugen Sie allgemein&nbsp;<a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/mobilitaet/bus-bahn-fahren"><strong>umweltfreundlichere Verkehrsmittel</strong></a>&nbsp;oder Alternativen zu Präsenzveranstaltungen, wie Videokonferenzen. Bei Flugreisen mit innerdeutschem Umstieg können Sie den Zubringerflug mittels spezieller Bahnpauschalangeboten wie Rail&amp;Fly oder anderen Intermodaltickets umgehen. Das ist nicht nur umweltfreundlicher, sondern in der Regel auch kostengünstiger.&nbsp;</p> <p>&nbsp;</p> <strong>Weniger Fleisch macht mehr Menschen satt</strong> <p>Weltweit wird weit mehr als die Hälfte der Getreide- und Ölsaatenernte an Tiere verfüttert. Der größte Teil der Ernte landet somit buchstäblich auf dem Misthaufen. Eine stärker <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/essen-trinken/klima-umweltfreundliche-ernaehrung"><strong>pflanzenbasierte Ernährung</strong></a> mit u.a. deutlich weniger Fleischkonsum und mehr <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/biolebensmittel-tragen-umwelt-tierschutz-bei"><strong>Bio-Lebensmitteln</strong></a> ist gesünder, klima- und umweltfreundlicher und ein wichtiger Beitrag zur globalen Ernährungssicherheit. Probieren Sie die klassische und neue Vielfalt an vegetarischen und veganen Produkten aus: Von Hülsenfrüchten über Veggie-Hack, Haferdrinks und Margarine bis hin zu Sojageschnetzeltem u.v.a.m.</p> <p>&nbsp;</p> <strong>Bewusster Konsum: Lange nutzen, reparieren und korrekt entsorgen</strong> <p>Die Herstellung von Produkten benötigt Energie und Rohstoffe. Daher sollten insbesondere langlebige Textilien, Möbel, IT- und Haushaltsgeräte gekauft und diese auch möglichst lange genutzt werden (z.&nbsp;B. auch durch&nbsp;<a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/elektrogeraete/produkte-laenger-nutzen-gewaehrleistung-reparatur"><strong>Reparaturen</strong></a>). Mehrwegverpackungen wie Flaschen, Gläser, Boxen und Becher für Getränke und Lebensmittel im Supermarkt und für Unterwegs sparen Energie und Rohstoffe. Die korrekte Entsorgung hilft darüber hinaus, Energie einzusparen und wertvolle Rohstoffe zurückzugewinnen.</p> <p>&nbsp;</p> <strong>Bescheidenheit spart Geld und Ressourcen</strong> <p>Und ist eine gute Krisenvorsorge. Überlegen Sie, welche Produkte und Dienstleistungen Sie wirklich für ein gutes und zufriedenes Leben benötigen. Probieren Sie Mittel und Wege aus, wie Sie auch mit weniger materiellem Konsum glücklich sein können. Das betrifft z.&nbsp;B. die Anzahl, aber auch die Größe von Geräten, des Autos oder der Wohnung. Vielleicht haben Sie auch ein freies Zimmer, das Sie untervermieten können.</p> <strong>Noch mehr tun</strong> <p>In unserem Verbraucherportal finden Sie viele weitere Ideen und Hinweise, wie Sie Ihren Alltag umweltfreundlicher und nachhaltiger gestalten können:&nbsp;<a href="http://www.uba.de/umwelttipps"><strong>www.uba.de/umwelttipps</strong></a>.</p> <p>&nbsp;</p> </p><p>Informationen für...</p>

Energieverbrauch und Energieeffizienz in Deutschland in Zahlen

<p> <p>Den Energieverbrauch zu reduzieren, ist zentrale Säule der Energiewende und entscheidend für den Klimaschutz. Denn jede Kilowattstunde, die nicht verbraucht wird, verringert den Bedarf bei der Energiebereitstellung, sei es fossil oder erneuerbar. Das Umweltbundesamt zeigt die Entwicklung des Endenergieverbrauchs und der Energieeffizienz in Deutschland absolut und nach Sektoren seit 1990.</p> </p><p>Den Energieverbrauch zu reduzieren, ist zentrale Säule der Energiewende und entscheidend für den Klimaschutz. Denn jede Kilowattstunde, die nicht verbraucht wird, verringert den Bedarf bei der Energiebereitstellung, sei es fossil oder erneuerbar. Das Umweltbundesamt zeigt die Entwicklung des Endenergieverbrauchs und der Energieeffizienz in Deutschland absolut und nach Sektoren seit 1990.</p><p> Einsparung beim Energieverbrauch wesentlich für den Klimaschutz <p>Den Energieverbrauch, also den Verbrauch von Kraftstoffen, Wärme, Strom zu reduzieren, ist zentrale Säule der Energiewende und wesentliche Voraussetzung für einen effektiven ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a>. Dies belegen zahlreiche <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/9006">Klimaschutzszenarien</a>. Zum Energiesparen trägt einerseits bei, die gewünschte „Leistung“ mit weniger ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/endenergie">Endenergie</a>⁠ zu erreichen („Effizienz“-Strategie). Andererseits gilt es auch zu hinterfragen, welcher scheinbare „Bedarf“ wirklich benötigt wird („<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/suffizienz">Suffizienz</a>“-Strategie). Das 2023 verabschiedete Energieeffizienzgesetz (EnEfG) verbessert den Rahmen für Effizienzsteigerungen und Energiesparen in Deutschland und legt erstmals verbindliche Energieeinsparziele gesetzlich fest. Der Handlungsbedarf zur Energieeinsparung ist groß: Der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/endenergieverbrauch">Endenergieverbrauch</a> (EEV) in Deutschland sank zwar von 2021 bis 2024, doch im letzten Jahr wuchs die Lücke des EEV zu den gesetzlichen Zielen wieder. Die ausführlichen Diagramme „<a href="https://www.umweltbundesamt.de/media/112895">Energieverbrauch und Energieeffizienz in Deutschland</a>“ und die nachfolgende Zusammenfassung stellen dar, wie sich Endenergieverbrauch, Endenergiemix und die Endenergieeffizienz für Deutschland sowohl insgesamt als auch differenziert nach einzelnen Sektoren oder Anwendungen bisher entwickelt haben.</p> </p><p> Entwicklung von Endenergieverbrauch und Energieeffizienz bis 2024 <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/endenergieverbrauch">Endenergieverbrauch</a> sinkt 2024 minimal <p>Der Endenergieverbrauch in Deutschland sank von 1990 bis 2018 nur leicht, beziehungsweise stagnierte weitgehend. Erst 2019 ging der gesamte Endenergieverbrauch zurück, unter anderem in Folge der Corona-Pandemie sowie des Kriegs gegen die Ukraine („Energiekrise“) und der jeweils entsprechenden Maßnahmen. Die gesunkene Bruttowertschöpfung in der Industrie verstärkt diesen Rückgang spürbar. Dadurch liegt der Endenergieverbrauch im Jahr 2024 12,6 Prozent unter dem Niveau von 2008, befindet sich damit aber nicht auf Zielpfad gemäß EnEfG: § 4 Abs. 1 Nr. 1 EnEfG sieht bis 2030 eine Minderung auf 1.867 Terawattstunden vor. Nachdem der Endenergieverbrauch zwei Jahre in Folge deutlich zurückgegangen war, reduzierte er sich 2024 nur leicht um 0,3 Prozent. Der Verbrauch liegt damit 2024 gut neun Prozent über dem Zielpfad und damit höher als 2023 (7 Prozent).&nbsp;</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/DTL%20EEV%20EnEfG%20Ziel%20TWh.jpg"> </a> <strong> Der Endenergieverbrauch ist 2021 bis 2024 gesunken. </strong> Quelle: Umweltbundesamt </p><p> Energieeffizienz droht nach Steigerung zu stagnieren <p>Der im Vergleich zu 2019 deutlich gesunkene <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/endenergieverbrauch">Endenergieverbrauch</a> und das steigende Bruttoinlandsprodukt (BIP) führten dazu, dass die Energieproduktivität als ökonomisches Maß für die Energieeffizienz seit 2008 deutlich anstieg und zwar um 31,3 Prozent bis zum Jahr 2024. Jedoch führte der Rückgang des BIP innerhalb eines Jahres um 0,5 Prozent bei leicht sinkendem Energieverbrauch dazu, dass die Endenergieproduktivität 2024 um 0,2 Prozent zurückging. Dem bisherigen Energieeffizienz-Fortschritt droht damit die Stagnation..</p> Industrieverbrauch steigt 2024, Energieproduktivität sinkt <p>Der Endenergieverbrauch (EEV) der Industrie stagnierte nach der Finanzkrise 2009 bis 2018 auf relativ konstantem Niveau. Im Jahr 2024 reduzierte sich der EEV um rund 15,0 Prozent im Vergleich zu 2008. Gegenüber dem Vorjahr stieg der EEV um 0,3 Prozent. Den EEV der Industrie beeinflussen insbesondere strukturelle Effekte wie Produktion oder Konsum, Energieeffizienzmaßnahmen und Elektrifizierung von fossilen Prozessen, oder die Energiepreise. Die Bruttowertschöpfung des Industrie-Sektors stieg, abgesehen von Effekten der Wiedervereinigung nach 1990 und der „Finanzkrise“ 2009, kontinuierlich bis 2018 an. Seitdem verzeichnet die Industrie eine sinkende Bruttowertschöpfung. Der Verlust an Wertschöpfung war 2024 mit 4,0 Prozent besonders stark. Die Endenergieproduktivität wurde im Trend bis 2019 kontinuierlich gesteigert. Während der „Energiekrise“ wurden auch in den Jahren 2022 und 2023 deutliche Steigerungen der Energieproduktivität erzielt. 2024 reduzierte sich dagegen die Endenergieproduktivität des Sektors vor allem durch niedrigere Konjunkturdaten um 4,3 Prozent.&nbsp;</p> Gewerbe, Handel, Dienstleistungen mindern Energieverbrauch stetig <p>Der Endenergieverbrauch des Sektors Gewerbe, Handel, Dienstleistungen (GHD) geht seit 1990 kontinuierlich zurück. Gegenüber 2008 sank der Energieverbrauch im Jahr 2024 um 22,1 Prozent, gegenüber dem Vorjahr stieg er um 1,7 Prozent. Die Bruttowertschöpfung des GHD-Sektors nimmt seit 1991 kontinuierlich zu. Im Vergleich zum Industriesektor werden EEV und Bruttowertschöpfung des Sektors weniger stark von Kriseneffekten beeinträchtigt. Der konstant sinkende Endenergieverbrauch sowie die steigende Bruttowertschöpfung in den letzten Jahrzehnten führen zu einer langfristig zunehmenden Endenergieproduktivität. Dieser Trend wurde 2024 mit einem Rückgang der Energieproduktivität von 1,2 Prozent unterbrochen.</p> Verbrauch der Haushalte bis 2021 auf hohem Niveau <p>Der Endenergieverbrauch der Privathaushalte in Deutschland verharrte seit 1990 auf relativ konstantem Niveau. Erst seit 2022 sinkt der Endenergieverbrauch. Die Minderung im Jahr 2024 betrug 14,2 Prozent gegenüber 2008 und 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Während der Corona-Pandemie ab 2020 stieg der EEV des Sektors leicht an (u.a. mehr Zeit im Haushalt sowie Homeoffice). Stärker wirkten sich allerdings Witterungseffekte und kalte <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/witterung">Witterung</a> aus, wie der Anstieg 2021 verdeutlicht. Im Jahr 2022 machten sich unter anderem die Bemühungen zum Energiesparen der privaten Haushalte als Reaktion auf den Krieg gegen die Ukraine und die drohende Gasmangellage, sowie hohe Energiepreise bemerkbar.</p> Energieverbrauch im Verkehr sinkt leicht <p>Der Endenergieverbrauch (EEV) im gesamten Verkehrssektor stieg zwischen 2000 und 2018 stetig an. Erst mit der Corona-Pandemie sank der EEV des Sektors im Jahr 2020 erstmals deutlich, unter anderem aufgrund der Maßnahmen zur Einschränkung der Mobilität sowie dem Aufkommen von Home-Office. Mittlerweile macht sich aber auch der Rückgang der industriellen Produktion und der dadurch zurückgegangene Güterverkehr beim EEV bemerkbar. Die Minderung betrug 2,8 Prozent im Vergleich zu 2008. Gegenüber dem Vorjahr reduzierte sich der EEV um 1,8 Prozent.</p> </p><p> Stromverbrauch steigt 2024 wieder <p>Der absolute Stromverbrauch hat sich im Vergleich zu 1990 kaum verändert. Jedoch hat sich das BIP in dieser Zeit um über 50 Prozent erhöht. Dadurch stieg die Stromproduktivität der Gesamtwirtschaft um 53,1 Prozent. Im Zeitraum von 2020 bis 2023 erhöhte sich die Stromproduktivität besonders deutlich, da die Nachfrage nach Elektrizität in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld mit hohen Energiepreisen zurückging und das BIP moderat anstieg. 2024 stieg der Stromverbrauch erstmals wieder um 1,8 Prozent an – trotz einer reduzierten wirtschaftlichen Entwicklung. Dadurch fiel die Stromproduktivität um 2,3 Prozent gegenüber 2023.</p> Verbrauch wäre ohne gesteigerte Stromproduktivität ein Drittel höher, Erneuerbaren-Anteil deutlich niedriger <p>Die Vorteile der Energieeffizienz werden oft unterschätzt. Ohne Stromproduktivitäts-Steigerungen wäre der Stromverbrauch im Jahr 2024 gegenüber 2008 um ein Drittel höher, und der Erneuerbaren-Anteil am Stromverbrauch läge bei nur 41,2 Prozent anstatt bei real 54,1 Prozent (vgl. Abbildung). Energieeffizienz ist eine tragende Säule der Energiewende, die den Verbrauch reduziert und damit den Weg für erneuerbare Energien ebnet. Dies sollte auf allen Ebenen und bei allen Akteuren Priorität haben.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/DTL%20STROM%20KF%20MT%20TWh.jpg"> </a> <strong> Der Stromverbrauch ist seit 2008 gesunken und der Anteil an erneuerbarem Strom gestiegen. </strong> Quelle: Umweltbundesamt </p><p> Energieverbrauch macht nur noch in der Langfristperspektive Fortschritte. Deutliche Anstrengungen und Maßnahmen für Zielerreichung notwendig <p>Nachdem der Energieverbrauch in den beiden vorangegangen Jahren deutlich zurückgegangen war, sank er 2024 nur minimal. &nbsp;Mittlerweile sind die „Sondereffekte“ durch die Corona-Pandemie immer weniger bemerkbar. Auch die Lieferketten von fossilen Primärenergieträgern funktionieren wieder und führen zu Mehrverbräuchen, nachdem diese im Zuge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine teilweise unterbrochen wurden und hohe Energiepreise zur Folge hatten. Die Politik hatte in beiden Krisen (Corona-Pandemie, „Energiekrise“) mit neuen Politikinstrumenten und Maßnahmen reagiert. Diese haben einerseits zu verhaltensbedingten Energieeinsparungen in allen Sektoren geführt, und andererseits die Steigerung der Energieeffizienz und die zukunftsfähige Transformation von Haushalten, öffentlicher Hand und Unternehmen vorangetrieben. Ohne die Energiespar- und Energieeffizienz-Maßnahmen der Bevölkerung und Unternehmen wären die „Energiekrisen“-Winter nicht so glimpflich verlaufen, hätten deutlich mehr klimaschädliche Energieträger wie Öl oder Kohle verbrannt werden müssen, und wäre die Abhängigkeit von Energieimporten stärker. Allerdings scheinen die Maßnahmen und Instrumente ähnlich wie die „Sondereffekte“ an Wirkung zu verlieren und müssten entgegen der aktuellen Diskussion, auch im Sinne von Planungssicherheit, gestärkt werden.</p> <p>2024 haben sich die Energiepreise für Industrie weiter „normalisiert“ d.h. an Lenkungswirkung verloren. Dadurch stieg der Verbrauch in diesem Sektor leicht an. Der fossile <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/endenergieverbrauch">Endenergieverbrauch</a> und der Gesamtverbrauch der privaten Haushalte sinken dagegen weiter: Energieeffizienz und Energiesparen entfalten weiterhin eine Wirkung.</p> </p><p> </p><p>Informationen für...</p>

15. Energiebericht Rheinland-Pfalz

Auf der Grundlage des Beschlusses des rheinland-pfälzischen Landtags (Drucksache 12/1154 vom 18. März 1992) ist in einem zweijährigen Turnus der Energiebericht des Landes Rheinland-Pfalz zu erstellen. Der nunmehr 15. Energiebericht basiert auf den Beiträgen des MKUEM, des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau (MWVLW), des Ministeriums für Bildung (BM), des Ministeriums für Wissenschaft und Gesundheit (MWG), des Ministeriums der Finanzen (FM) sowie des Ministeriums des Innern und für Sport (MdI) sowie des Statistischen Landesamts Rheinland-Pfalz. Die Schwerpunkte des Berichts umfassen die Ziele und die Darstellung der wichtigsten Handlungsfelder der rheinland-pfälzischen Energiepolitik, landesspezifische energiestatistische Daten zur Entwicklung der Energieerzeugung, des Energieverbrauchs und der Energiepreise, die Kurzberichterstattung gemäß § 7 Abs. 2 Nr. 1 Landesklimaschutzgesetz zur Entwicklung der Treibhausgasemissionen im Zeitraum 1990 bis 2021 sowie die Darstellung und Bewertung der Entwicklung energiebedingter Emissionen von SO2 und NOx. Die im 15. Energiebericht Rheinland-Pfalz enthaltenen amtlichen Statistiken und die damit verbundenen statistischen Auswertungen beziehen sich insbesondere auf die Bilanzjahre 2020 und 2021. Der 15. Energiebericht zeigt sehr anschaulich, dass im Berichtszeitraum durch zahlreiche Maßnahmen der Landesregierung die Umsetzung der Energiewende im Land gemeinsam erfolgreich weiter vorangebracht werden konnte. So konnte in den zurückliegenden 10 Jahren der Anteil der erneuerbaren Energien an der Bruttostromerzeugung von circa 30 Prozent in 2011 auf circa 51 Prozent sowie an der Deckung des Bruttostrombedarfs von circa 17 Prozent in 2011 auf über 37 Prozent deutlich gesteigert werden. Gleichzeitig ist der Anteil der Stromimporte zur Deckung des rheinland-pfälzischen Strombedarfs von über 43 Prozent in 2011 auf unter 27 Prozent gesunken.

Steigende Belastungen für Krankenhäuser durch Inflation und gestiegene Energiepreise in Rheinland-Pfalz

Wirtschaftliche Situation der Krankenhäuser vor dem Hintergrund der aktuellen Inflation und gestiegenen Energiepreise, Maßnahmen auf Bundes- bzw. Landesebene; Berichterstattung der Landesregierung im Ausschuss für Gesundheit

Steigende Energiekosten zeigen hohen Bedarf an Energieeffizienzmaßnahmen

Steigende Energiepreise aufgrund des Kriegs in der Ukraine, Hilfestellungen und Maßnahmen für Energieeffizienz und Energieeinsparung; Berichterstattung der Landesregierung im Ausschuss für Klima, Energie und Mobilität

Energiepreise und Energieversorgungssicherheit - Härtefallhilfen KMU

Regelungen und Abwicklungsmechanismus in Rheinland-Pfalz, Fördersumme, Abschlagszahlungen des Bundes an das Land, Antragsvoraussetzungen, zuständige Behörde; Berichterstattung der Landesregierung im Ausschuss für Wirtschaft und Verkehr

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