<p>Die wichtigsten Fakten</p><p><ul><li>Die durch Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) erzeugte Strommenge ist bis 2017 fast kontinuierlich gestiegen.</li><li>Der Rückgang der KWK-Stromerzeugung zwischen 2017 und 2018 liegt an der Änderung der Energiestatistik: Seit 2018 werden KWK-Anlagen genauer erfasst.</li><li>Im KWK-Gesetz ist festgeschrieben, dass im Jahr 2025 durch KWK 120 Terawattstunden (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/t?tag=TWh#alphabar">TWh</a>) Strom erzeugt werden sollten.</li><li>Das Ziel von 110 TWh für das Jahr 2020 wurde mit 113 TWh erreicht.</li></ul></p><p>Welche Bedeutung hat der Indikator?</p><p>Bei der Stromerzeugung entsteht üblicherweise auch Wärme, die in konventionellen Kraftwerken in der Regel ungenutzt bleibt. Bei der Kraft-Wärme-Kopplung wird diese verwendet. KWK-Systeme haben somit einen deutlich höheren Brennstoffausnutzungsgrad im gekoppelten Betrieb. Sie nutzen einen deutlich größeren Teil der in den Brennstoffen enthaltenen Energie als herkömmliche Systeme. Im Vergleich zu einer Anlage auf dem neuesten Stand der Technik, die Strom und Wärme separat erzeugt, sind bis zu 20 % Einsparungen an <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/p?tag=Primrenergie#alphabar">Primärenergie</a> möglich.</p><p>Verringert sich der Energiebedarf, sinken auch die mit der Energiebereitstellung und -wandlung verbundenen Umweltbelastungen. Beispielsweise lässt sich der Ausstoß von Treibhausgasen verringern, wenn verstärkt auf KWK gesetzt wird. Auch der Bedarf an Energieträgern nimmt ab. Der Einsatz von KWK kann so zu einer ressourcensparenden Wirtschaftsweise beitragen.</p><p>Wie ist die Entwicklung zu bewerten?</p><p>Die Stromerzeugung aus Anlagen der Kraft-Wärme-Kopplung hat sich positiv entwickelt: Die erzeugte Elektrizität stieg von 78 <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/t?tag=TWh#alphabar">TWh</a> im Jahr 2003 auf 103 TWh im Jahr 2024. Dieser Zuwachs wurde vor allem durch den Ausbau der Nutzung von <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/b?tag=Biomasse#alphabar">Biomasse</a> zur Energieerzeugung sowie durch den Zubau der Erdgas-KWK getragen. Der Rückgang von 2017 auf 2018 ist im Wesentlichen auf eine verbesserte energiestatistische Erfassung der KWK-Anlagen ab 2018 zurückzuführen (für weitere Informationen siehe <a href="https://www.oeko.de/publikationen/p-details/korrektur-der-kwk-stromerzeugung-in-der-amtlichen-statistik/">Gores, Klumpp 2018</a>).</p><p>Mit der Novellierung des <a href="http://www.kwkg2016.de/">Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes</a> KWKG) zum 01.01.2016 wurde als Ziel festgeschrieben, dass im Jahr 2020 Strom im Umfang von 110 TWh und im Jahr 2025 120 TWh aus KWK-Anlagen erzeugt werden soll. Mit den Regelungen des neuen Gesetzes sollen die Rahmenbedingungen für KWK verbessert werden. Insgesamt zeigt das Gesetz positive Wirkungen. Die KWK-Stromerzeugung im Jahr 2020 lag 3 TWh über dem Zielwert für dieses Jahr. Um das Ausbauziel auf 2025 zu erreichen, muss die KWK-Nettostromerzeugung um rund 16 % gesteigert werden.</p><p>Wie wird der Indikator berechnet?</p><p>Der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/i?tag=Indikator#alphabar">Indikator</a> basiert auf Daten des Statistischen Bundesamtes für öffentliche und industrielle Kraftwerke (<a href="https://www.destatis.de/DE/Themen/Branchen-Unternehmen/Energie/Erzeugung/Tabellen/bilanz-elektrizitaetsversorgung.html">Monatsbericht über die Elektrizitätsversorgung</a> sowie <a href="https://www.destatis.de/DE/Themen/Branchen-Unternehmen/Energie/Erzeugung/Publikationen/Downloads-Erzeugung/stromerzeugungsanlagen-2040640197004.pdf">Fachserie 4, Reihe 6.4</a>). Durch diese Erhebungen werden jedoch nicht alle Anlagen erfasst. Deshalb wurden Modelle entwickelt, um auch die Stromerzeugung durch weitere Anlagen einbeziehen zu können: In <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/kwk-ausbau-entwicklung-prognose-wirksamkeit-im-kwk">Gores et al. 2014</a> sowie <a href="http://eefa.de/Baten_et_al_ET_5_2014.pdf">Baten et al. 2014</a> werden die Modelle und Berechnungsverfahren näher beschrieben.</p><p><strong>Ausführliche Informationen zum Thema finden Sie im Daten-Artikel <a href="https://www.umweltbundesamt.de/daten/energie/kraft-waerme-kopplung-kwk">"Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)"</a> </strong>sowie im Themen-Artikel<strong> „<strong><a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/energieversorgung/kraft-waerme-kopplung-kwk-im-energiesystem">Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) im Energiesystem</a></strong>“<strong>.</strong><br></strong></p>
Die vorliegende Studie verfolgt das Ziel, den Verbrauch von Palmöl und Palmkernöl in Österreich durch die direkten und indirekten Importe und Exporte für 2015 zu erheben. Konkret werden einerseits die direkten Import- bzw. Exportmengen von Palmöl und Palmkernöl mittels Außenhandelsdaten ermittelt und dadurch der direkte Verbrauch der Produkte Palmöl und Palmkernöl errechnet. Um den Gesamtverbrauch errechnen zu können, wird auch der indirekte Import/Export von Produkten, die Palmöl beinhalten, zum direkten Verbrauch hinzugerechnet. Konkret werden Produkte aus den Sektoren 'Lebensmittel' 'Futtermittel' und 'Energie' und eventuell darüber hinaus mit Unterstützung der Statistik Austria Produkte in den Sektoren 'Wasch-Pflege und Reinigungsmittel' und 'Pharmazie und Chemie' in die Berechnung hineingenommen. Für die Errechnung des Verbrauches werden Koeffizienten für den durchschnittlichen Anteil von Palmöl in den einzelnen Produktgruppen benutzt, die in der Studie von Meo Carbon Solutions (2016) für Deutschland erstellt wurden.
<p>Zeitnahe Informationen zur Entwicklung der erneuerbaren Energien im Jahresverlauf sind ein wichtiger Indikator für den Fortschritt der Energiewende. Ergänzend zu den Zeitreihen auf Jahresbasis veröffentlicht die Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat) deshalb an dieser Stelle Monats- und Quartalsdaten für das laufende Jahr.</p><p>Monatsdaten der AGEE-Stat </p><p>Mit dem <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/erneuerbare-energien/erneuerbare-energien-in-zahlen/monats-quartalsdaten-der-agee-stat#Downloads">Monatsbericht</a> informiert die AGEE-Stat kontinuierlich und zeitnah über die aktuelle Entwicklung der Erneuerbaren Energien im Stromsektor. Durch die hohe Aktualität der Daten sind die Angaben als vorläufig zu betrachten – alle monatlichen Daten werden kontinuierlich geprüft und bei neuen Erkenntnissen auch rückwirkend korrigiert. Gesicherte Jahresdaten sind in den <a href="https://www.umweltbundesamt.de/dokument/zeitreihen-zur-entwicklung-der-erneuerbaren">AGEE-Stat-Zeitreihen</a> zu finden.</p><p>Der Monatsbericht besteht aus drei Teilen:</p><p>Quartalsdaten der AGEE-Stat </p><p>Im neuen Format des <em>Monatsberichts-PLUS </em>informiert die AGEE-Stat zusätzlich vierteljährlich über die aktuellen Entwicklungen der erneuerbaren Energien in allen Sektoren. Neben den Informationen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen werden hier auch die quartalsweisen Entwicklungen in den Bereichen Wärme und Verkehr in den Fokus genommen. Der <em>Monatsbericht-PLUS</em> erscheint in der Regel einen Monat nach Ablauf des Quartals (eine Ausnahme bildet der erste Quartalsbericht, der auf Grund der schwierigen Datenlage am Jahresanfang erst etwa zwei Monate nach Quartalsende erscheinen kann).</p><p>Datenaktualisierung und -konsistenz</p><p>Zur Wahrung der Datenkonsistenz zwischen den verschiedenen Produkten der AGEE-Stat mit Monats-, Quartals- und Jahresbezug gibt es eine koordinierte Aktualisierung. Mit der Aktualisierung von Jahresdaten in anderen AGEE-Stat-Veröffentlichungen wird auch der Datenstand im Quartalsbericht für die Vergleichsdaten der Vorjahre aktualisiert.</p><p>Downloads</p><p>Bericht zur monatlichen und quartalsweisen Entwicklung der erneuerbaren Energien in den Sektoren Strom, Wärme und Verkehr</p><p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/372/dokumente/agee-stat_monatsbericht_plus_2025-q4_final.pdf">Monatsbericht PLUS Dezember 2025 (Stand: 05.12.2025)</a> </p>
Presse KORREKTUR: 1,32 Millionen Tonnen Klärschlamm im Jahr 2023 thermisch verwertet KORREKTUR: Die am 12.12.2024 verbreitete Meldung muss aufgrund einer fehlerhaften Datenlieferung aus einem Bundesland korrigiert werden. Die Korrekturen sind fett hervorgehoben. Seite teilen Pressemitteilung Nr. 472 vom 12. Dezember 2024 Insgesamt 1,63 Millionen Tonnen Klärschlamm entsorgt – davon wurden 81 % verbrannt und 14 % als Düngemittel verwendet Klärschlamm dient auch zur Strom- und Wärmeerzeugung, die Verbrennungsrückstände zum Teil als Füllstoff in Zementwerken WIESBADEN – Die kommunalen Kläranlagen in Deutschland haben im Jahr 2023 rund 1,32 Millionen Tonnen Klärschlamm in die thermische Verwertung gegeben, das waren 1,2 % weniger als im Vorjahr. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, wurden damit rund 81 % der im Jahr 2023 insgesamt entsorgten Klärschlammmenge (1,63 Millionen Tonnen; -2,2 % zum Vorjahr) verbrannt. Rund 226 000 Tonnen fanden in der Landwirtschaft als Düngemittel oder im Landschaftsbau Verwendung (14 %), weitere 85 000 Tonnen entfielen auf andere Entsorgungswege ( 6 %). Verbrennung von Klärschlamm dient auch der Erzeugung von Strom und Wärme Nach Angaben der Energiestatistik erzeugten industrielle Unternehmen und kommunale Anlagen 2023 durch die Verbrennung von Klärschlamm 473,8 Millionen Kilowattstunden Strom und 852,4 Millionen Kilowattstunden Wärme. Bei den thermischen Entsorgungsverfahren spielten Klärschlammverbrennungsanlagen mit 49 % der thermisch verwerteten Klärschlammmenge (648 000 Tonnen) die wichtigste Rolle. Weitere 44 % gingen in die sogenannte thermische Mitbehandlung, also die Verbrennung von Klärschlamm zusammen mit anderen Materialien – und zwar 20 % in Kohlekraftwerke oder Kohleveredlungsanlagen (264 000 Tonnen), 13 % in Zementwerke (170 000 Tonnen) und 12 % in Abfallverbrennungsanlagen (152 000 Tonnen). Andere thermische Verfahren verwerteten die verbleibenden 6 % (78 000 Tonnen) Klärschlamm. Durch den geplanten Kohleausstieg bis 2038 ist zu erwarten, dass in den kommenden Jahren eine Umorientierung weg von der Entsorgung von Klärschlamm in Kohlekraftwerken stattfinden wird. Zementwerke verwerten die Aschen unter anderem in Füllstoffen, während die Aschen aus Abfallverbrennungsanlagen für den Ressourcenkreislauf verloren sind, da ihre Entsorgung hauptsächlich auf Deponien erfolgt. Verfahren der Monoverbrennung ermöglicht Phosphorrückgewinnung In der Klärschlammverordnung von 2017 wurden die Vorgaben zur Ausbringung von Klärschlamm in der Landwirtschaft verschärft, um den Eintrag von Schadstoffen wie zum Beispiel Arzneimittelrückstände oder Mikroplastik in die Böden zu verringern. Für eine bessere Ressourcennutzung ist ab 2029 zusätzlich die Phosphorrückgewinnung aus dem Klärschlamm verpflichtend. Im Jahr 2023 sind 656 000 Tonnen Klärschlamm in Verfahren verbrannt worden, bei denen nach dem derzeitigen technischen Stand zukünftig die Rückgewinnung von Phosphor aus den Rückständen am effizientesten ist. Das entspricht rund 40 % der insgesamt entsorgten Menge an Klärschlamm. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Anteil dieser Verfahren um 12 %. Weitere Informationen: Die Daten zur Erhebung über die öffentliche, biologische Klärschlammentsorgung in Deutschland und den Bundesländern insgesamt sind in den Tabellen " Abwasserentsorgung – Klärschlamm " auf der Themenseite " Wasserwirtschaft " im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes sowie in der Datenbank GENESIS- Online ( Tabelle 32214-0001 ) abrufbar. Wichtiger Hinweis zur Datenbank GENESIS- Online : Seit dem 5. November 2024 ist die neue Nutzeroberfläche unserer Datenbank als Hauptversion verfügbar und hat damit das Beta-Stadium verlassen. Die neue Oberfläche bietet schnellere Datenabrufe sowie intuitive Recherche- und Anpassungsmöglichkeiten von Tabellen. Zudem haben sich die Struktur des maschinenlesbaren Flatfile -CSV-Formats und das Datenausgabeformat bei Tabellen- Downloads geändert. Detaillierte Informationen dazu sowie weitere wichtige Hinweise zum Release bietet die Infoseite zum neuen GENESIS- Online . Kontakt für weitere Auskünfte Statistiken der Wasserwirtschaft und der klimawirksamen Stoffe Telefon: +49 611 75 8950 Zum Kontaktformular Zum Thema Wasserwirtschaft
a) Zielstellung, fachliche Begründung Qualitätsgesicherte Energiedaten sind unabdingbare Voraussetzung für eine faktenbasierte Umsetzung der Energiewende auf nationaler und europäischer Ebene. Die derzeit genutzten energiestatistischen Modelle und Verfahren zu verbessern und neue Antworten auf die durch neue Techniken, zunehmende Dezentralität sowie veränderte Akteursrollen bedingten statistischen Herausforderungen zu finden, ist eine der Aufgaben der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat). Wenngleich mit der Novellierung des Energiestatistikgesetzes und der Einführung des Marktstammdatenregisters eine wesentliche Verbesserung der amtlichen Datengrundlagen im Stromsektor erreicht wurde, besteht weiterhin erheblicher Forschungsbedarf hinsichtlich der Erfassung dezentral genutzter erneuerbarer Energieträger zur Strom- und Wärmeerzeugung. Das Vorhaben dient daher insbesondere der Validierung und Weiterentwicklung vorhandener Zeitreihen und Verfahren zu dezentral genutzten erneuerbaren Energieträgern insbesondere in den nicht durch die amtliche Energiestatistik erfassten Sektoren private Haushalte, Landwirtschaft und Gewerbe, Handel und Dienstleistungen. b) Output Durch wissenschaftliche Analysen und regelmäßig aktualisierte Fachberichte zu ausgewählten energiestatistischen Aspekten der Nutzung erneuerbarer Energieträger im Strom- (Windkraft, Photovoltaik, Biomasse, Wasserkraft, Geothermie) sowie im Wärmesektor (Biomasse, Solarthermie und Wärmepumpen sowie Tiefengeothermie) wird das Forschungsvorhaben die Geschäftsstelle der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik bei der Erfüllung ihrer Aufgaben im Bereich nationaler und internationaler Berichtspflichten zu erneuerbaren Energien und bei der Erstellung von Produkten für die Informations- und Öffentlichkeitsarbeit unterstützen.
Die Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat) bilanziert im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) regelmäßig die Nutzung der erneuerbaren Energien in Deutschland. Jährlich erstellt die AGEE-Stat in diesem Rahmen eine erste amtliche Abschätzung zur Entwicklung der erneuerbaren Energien im jeweiligen Vorjahr und veröffentlicht die Erkenntnisse im Hintergrundpapier „Erneuerbare Energien in Deutschland“.Die nun vorliegende Publikation beschreibt die aktuellen Entwicklungen in den Bereichen Strom, Wärme und Verkehr, ergänzt um Zahlen zu den wirtschaftlichen Effekten und der Emissionsvermeidung durch erneuerbare Energien. Die Ergebnisse sind graphisch aufbereitet und stehen im Anhang als Datentabellen zur Verfügung.
Die Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat) bilanziert im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) regelmäßig die Nutzung der erneuerbaren Energien in Deutschland. Jährlich erstellt die AGEE-Stat in diesem Rahmen eine erste amtliche Abschätzung zur Entwicklung der erneuerbaren Energien im jeweiligen Vorjahr und veröffentlicht die Erkenntnisse im Hintergrundpapier „Erneuerbare Energien in Deutschland“. Die nun vorliegende Publikation beschreibt die aktuellen Entwicklungen in den Bereichen Strom, Wärme und Verkehr, ergänzt um Zahlen zu den wirtschaftlichen Effekten und der Emissionsvermeidung durch erneuerbare Energien. Die Ergebnisse sind graphisch aufbereitet und stehen im Anhang als Datentabellen zur Verfügung. Veröffentlicht in Hintergrundpapier.
Presse KORREKTUR: 80 % des Klärschlamms aus kommunalen Kläranlagen im Jahr 2022 thermisch verwertet Thermische Verwertung von Klärschlamm nimmt stetig zu // Die am 18.12.2023 verbreitete Meldung muss aufgrund von Fehlern im ersten Absatz korrigiert werden. Die Korrekturen sind fett hervorgehoben. Seite teilen Pressemitteilung Nr. 485 vom 18. Dezember 2023 WIESBADEN – Der Klärschlamm aus kommunalen Kläranlagen in Deutschland wurde im Jahr 2022 zu gut 80 % (1,34 Millionen Tonnen) thermisch verwertet. Seit Beginn der Erhebung wurde damit erstmals die 80 %-Marke bei der thermischen Verwertung von Klärschlamm überschritten. Nach Angaben der Energiestatistik wurden im Jahr 2022 durch die Verbrennung von Klärschlamm 471,8 Millionen kWh Strom und 860,4 Millionen kWh Wärme erzeugt. Insgesamt wurden im Jahr 2022 deutschlandweit 1,67 Millionen Tonnen Klärschlamm entsorgt, das waren 3 % weniger als im Vorjahr. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stieg der Anteil des thermisch verwerteten Klärschlamms in den vergangenen Jahren stetig. 2012 lag er noch bei 55 % und zu Beginn der Zeitreihe im Jahr 2006 bei 47 %. Demgegenüber sank der Anteil des in der Landwirtschaft, im Landschaftsbau und anderer stofflicher Verwertung eingesetzten Klärschlamms im Jahr 2022 mit 0,32 Millionen Tonnen auf gut 19 % (2012: 45 %; 2006: 53 %). Lediglich 0,5 % des Klärschlamms wurden 2022 auf anderen Wegen entsorgt. Verschärfte Regeln zum Einsatz von Klärschlamm in der Landwirtschaft seit 2017 In der Klärschlammverordnung von 2017 wurden die Vorgaben zur Ausbringung von Klärschlamm in der Landwirtschaft verschärft, um den Eintrag von Schadstoffen wie zum Beispiel Arzneimittelrückstände oder Mikroplastik in die Böden zu verringern. Für eine bessere Ressourcennutzung wird ab 2029 zusätzlich die Phosphorrückgewinnung aus dem Klärschlamm verpflichtend. Diese Rückgewinnung ist nach derzeitigem technischem Stand hauptsächlich aus den Rückständen thermischer Verfahren möglich. Die höchsten Anteile an thermischer Verwertung in den Flächenländern hatten im Jahr 2022 Baden-Württemberg (99 %), Nordrein-Westfalen (93 %) und Bayern (89 %). Demgegenüber verzeichneten Thüringen (58 %), Niedersachsen (45 %) und Mecklenburg-Vorpommern (44 %) die niedrigsten Anteile unter den Flächenländern. Entsorgungswege des Klärschlamms aus der biologischen Abwasserbehandlung 2022 Land Klärschlamm- entsorgung insgesamt 1 Davon thermische Entsorgung 2 bodenbezogene (stoffliche) Verwertung 3 andere Entsorgung 4 1000 Tonnen Trockenmasse 1000 Tonnen Trockenmasse Anteil in % 1000 Tonnen Trockenmasse Anteil in % 1000 Tonnen Trockenmasse Anteil in % Die regionale Zuordnung erfolgt jeweils nach dem Standort der Abwasserbehandlungsanlage. 1: Ohne Abgabe an andere Abwasserbehandlungsanlagen. 2: Durch thermische Behandlung (Monoverbrennung), thermische Mitbehandlung (zum Beispiel in Kraftwerken und in anderen industriellen Feuerungsanlagen) oder wenn das thermische Verfahren unbekannt ist. 3: In Landwirtschaft, bei landschaftsbaulichen Maßnahmen sowie in Vererdung und Kompostierung. 4: Hierzu zählen Mengen, bei denen die weitere Entsorgung nicht bekannt ist. Deutschland 1 667,1 1 336,6 80,2 322,9 19,4 7,6 0,5 Baden-Württemberg 212,0 210,7 99,4 0,3 0,2 1,0 0,5 Bayern 279,0 248,2 88,9 29,8 10,7 1,1 0,4 Berlin 50,2 50,2 100,0 0,0 0,0 - - Brandenburg 61,3 47,1 76,7 14,1 23,1 0,1 0,2 Bremen 17,9 15,2 85,0 2,7 15,0 - - Hamburg 45,1 45,1 100,0 0,0 0,0 - - Hessen 142,2 108,2 76,0 34,1 24,0 - - Mecklenburg-Vorpommern 32,0 14,2 44,3 17,8 55,7 - - Niedersachsen 164,8 74,3 45,1 85,3 51,7 5,3 3,2 Nordrhein-Westfalen 351,4 327,1 93,1 24,3 6,9 - - Rheinland-Pfalz 79,4 39,6 49,9 39,8 50,1 0,0 0,0 Saarland 17,8 14,3 80,3 3,5 19,7 - - Sachsen 64,8 52,0 80,3 12,8 19,7 - - Sachsen-Anhalt 48,8 30,0 61,5 18,8 38,5 - - Schleswig-Holstein 67,4 41,5 61,6 25,8 38,3 0,1 0,1 Thüringen 32,9 19,1 58,0 13,8 42,0 - - Weitere Informationen: Die Daten zur Erhebung über die öffentliche, biologische Klärschlammentsorgung sind in den Tabellen „ Abwasserentsorgung – Klärschlamm “ auf der Themenseite „ Wasserwirtschaft “ im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes sowie in der Datenbank GENESIS- Online ( Tabelle 32214-0001 ) abrufbar. Kontakt für weitere Auskünfte Statistiken der Wasserwirtschaft und der klimawirksamen Stoffe Telefon: +49 611 75 8950 Zum Kontaktformular Zum Thema Wasserwirtschaft
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| Bund | 65 |
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| Type | Count |
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| Förderprogramm | 33 |
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| License | Count |
|---|---|
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| Boden | 32 |
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