Aphelinus abdominalis, ein Parasitoid der Familie Aphelinidae, wird seit mehreren Jahren als Nützling zur Blattlausbekämpfung in Unterglaskulturen angeboten. Das Potential seiner Effizienz wird aber im Vergleich zu den Blattlausparasitoiden der Aphidiinae häufig unterschätzt. Das Verhalten der Aphelinidae im Wirtshabitat ist in der Literatur gut dokumentiert, doch der Kenntnisstand über ihre Fernorientierung bei der Wirtssuche ist noch lückenhaft. In dem hier beantragten Forschungsvorhaben sollen in einer Verbindung von Laborexperimenten und anwendungsorientierten Gewächshausversuchen die Möglichkeiten für eine Effizienzsteigerung von A. abdominalis ausgelotet werden. Ein Schwerpunkt der geplanten Verhaltensstudien liegt dabei auf einer Aufklärung der Mechanismen des Lernvermögens. In zahlreichen Arbeiten wurde in den vergangenen Jahren gezeigt, daß sich die meisten Parasitoiden flexibel den wechselnden Umweltbedingungen anzupassen vermögen, indem sie bestimmte Duftstoffe ihrer Wirtspflanzen erlernen und für die Wirtssuche nutzen. Da Schlupfwespen mit einem breiten Wirtsspektrum auch im Gewächshaus mit einer Vielzahl unterschiedlicher Pflanze-Wirt-Systeme konfrontiert werden, ist es das Ziel dieses Projekts, anhand den Modellsystems A. abdominalis - Macrosiphum euphorbiae - Paprika/Aubergine sinnvolle Strategien für eine praktische Nutzbarmachung dieser Lernfähigkeit zu erarbeiten.
Bestandserfassung und Untersuchung bestandsveraendernder Faktoren, sowie etho-oekologische Forschungen.
Im Projekt A02 sollen die Auswirkungen der Ingestion von Mikroplastik (MP) -Partikeln an zwei terrestrischen Modellorganismen, dem im Boden lebenden und Substrat-fressenden Kompostwurm Eisenia fetida sowie der Boden-nistenden omnivoren Ameisenart Camponotus floridanus, untersucht werden. Ziel ist es eine systematische Untersuchung der Effekte von MP der am weitesten verbreiteten und damit umweltrelevanten Kunststoffsorten mit unterschiedlichen Morphologien, Größe und Konzentration der Partikel mit zwei terrestrischen Modellorganismen durchzuführen, um die Wirkmechanismen besser verstehen zu können. Sowohl für E. fetida als auch C. floridanus soll untersucht werden, inwieweit sich diese Modell-MP-Partikel mit ihren unterschiedlichen physikalisch-chemischen Eigenschaften auf die Fitness der Modellorganismen auswirken, und zwar sowohl auf phänotypischer Ebene (Mortalitätsrate, Anzahl Nachkommen) als auch auf Transkriptom-, und Proteomebene untersucht werden, um sublethale Stress- oder Immunreaktionen charakterisieren zu können. Zudem sollen mögliche Effekte von MP auf die Aktivität und Diversität des Darmmikrobioms und der Bereitstellung mikrobiell produzierter Gärungsprodukte und anderer Metabolite für den Wirt untersucht werden, denn solche Veränderungen könnten den Wirt indirekt beeinflussen. Wir erwarten, dass die Wirkmechanismen und biologischen Effekte von den chemisch-physikalischen Eigenschaften sowie der Morphologie der MP-Partikel abhängen.
Erforschung der Hemmung der tierischen Leistung durch die angegebenen Stoffe.
Teilprojekt C05 hat zum Ziel, den wichtigen Eintragsweg für Kunststoffe, in Form von Mikroplastik, in die Umwelt aus technischen Anlagen (MP) mechanistisch aufzuklären. Gleichzeitig sollen neue Ansätze verfolgt werden, die zur Vermeidung bzw. Reduktion von MP aus Standardkunststoffen maßgeblich beitragen sollen. Zu diesem Zweck sollen Polyethylen, Polypropylen, Polystyrol, Nylon, Polyethylenterephthalat, Polyisopren und Polyvinylchlorid durch Beschleuniger (in situ) in ihren Oberflächeneigenschaften für die Biofilmbildung modifiziert und dadurch unter Prozessbedingungen biologisch angreifbar und abbaubar gemacht werden. So können auch Standardkunststoffe umweltverträglicher bezüglich der MP-Partikel Bildung werden. Damit geht TP C05 weit über die bislang üblichen eher deskriptiven Studien zu MP in technischen Anlagen und der Umwelt hinaus. Folgende zentrale Fragen sollen in TP C05 in Hinblick MP-Partikel in technischen Anlagen der Abfall- und Abwasserwirtschaft beantwortet werden: 1. Kommt es in den Anlagen zu spezifischen (biologischen) Abbau- und Degradationsvorgängen? 2. Wie hängen die zu beobachtenden Prozesse von MP-Charakteristika (Materialsorte, Zusammensetzung, Größe, Morphologie, Beschichtung) ab, ? 3. Lassen sich die Vorgänge ('Bioabbaubarkeit') durch gezielte Modifikation der Partikeloberfläche vor oder in den Anlagen beschleunigen? 4. Welche ökologischen Konsequenzen einer Ausbringung der (modifizierten) Partikel in die Umwelt und hier vor allem in den Boden lassen sich postulieren?
Comparative studies of urbanization phenomena in tropical and temperate zone birds. Cinematography, photography, statistics.
Studie an ausgewaehlten Genera der Chiroptera zur Taxonomie unter Beruecksichtigung ihrer Orientierungslaute und Karyologie; Vergleiche und Beziehungen zu den relevanten Artenkomplexen in Suedost-Asien. Die Diversitaet der Fledermausfauna ist hoeher als bekannt; bestimmte Gebirge erweisen sich auch hier als Endemie-Zentrum.
Obwohl die meisten Kunststoffe sehr biostabil sind, gibt es klare Belege dafür, dass Mikroben diese Materialien enzymatisch abbauen können. Durch die Kombination verschiedener biochemischer und experimenteller Techniken mit Computersimulationen wollen wir verstehen, welche Eigenschaften ein Enzym haben muss, um Kunststoffe effizient angreifen und abbauen zu können. In dieser Hinsicht wird das kürzlich entdeckte Enzym PETase, das PET abbauen kann, als Modellsystem dienen. Dieses Enzym ist besonders interessant, da es strukturell und funktionell eng mit der Enzymegruppe der Cutinasen verwandt ist, von denen einige Vertreter auch PET angreifen können, wenn auch weniger effizient. Andere Cutinasen sind dazu jedoch nicht in der Lage. Darüber hinaus wollen wir nach neuen Enzymen suchen, die Kunststoffe wie zum Beispiel Polystyrol abbauen.
In diesem Vorhaben soll der Frage nachgegangen werden, wie eine erfolgreiche zielgerichtete Ernährungskommunikattion aussehen kann, um die notwendige Umstellung des Ernährungsverhaltens auf pflanzenbasierte Ernährung voranzutreiben. Denn, die Kommunikation über eine ummweltverträgliche Ernährungsweise scheint auch deshalb so schwierig zu sein, weil uns die richtigen Worte fehlen. Welche Begriffe können bzw. sollten wir beispielsweise für 'pflanzenbasiert' oder 'Planetary Health Diet', 'Dietary Shift' verwenden? Bei welchen Bevölkerungsgruppen sind die Bezeichnungen wie 'vegan' oder 'vegetarisch' erwünscht bei welchen nicht, welche Bezeichnung eignen sich in dem letzten Falll besser? Auch stellt sich die Frage, wie damit umgegangen werden soll, dass gerade im Bereich Ernährung bestimmte Narrative aufgegriffen und reproduziert werden, um gegen notwendige Veränderungen Stimmung zu machen. Vor diesem Hintergrund soll in dem Vorhaben ein Kommunikationstoolset für alle, die sich für pfalnzenbasierte Ernährung einsetzen, insbesondere Multiplikator*innen und pollitische Akteur*innen entwickelt werden, um eine positiv konnotierte Kommunikation über pflanzenbasierte Ernährung sachlich bewerkstelligen zu können. Die zentralen Forschungsfragen in dem Vorhaben sind: Mit welchen Einstellungen, Verhaltensmustern und Narrativen sind die aktuell mancherorts zu beobachtenden Transformationsverdrängungstaktiken verknüpft? Können diese bestimmten Bevölkerungsgruppen zugeordnet werden? Wie können diese Transformationsverdrängungstaktiken entlarvt, neutralisiert oder gar in aktive Unterstützung der Transformation überführt werden? Welche neuen Erkenntnisse aus der Verhaltensforschung, Psychologie, den Neurowissenschaften etc. können eine zielgerichtete Kommunikation über Umstellung auf pflanzenbasierte Ernährung unterstützen?
| Origin | Count |
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