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Eutrigla gurnardus (Linnaeus, 1758) Grauer Knurrhahn Meeresfische und -neunaugen Ungefährdet

NORDSEE: Nach Einschätzung des Internationalen Rates für Meeresforschung (ICES Advice 2022) liegt der Biomasse-Index des Grauen Knurrhahns (Abb.: siehe Publikation für Abbildungsnummer) über dem Referenzwert (Itrigger; zur Erläuterung siehe Glossar in Barz & Zimmermann 2024) in der Nordsee, dem östlichen Ärmelkanal sowie in Skagerrak und Kattegat. Die fischereiliche Sterblichkeit wurde dabei nicht bewertet. OSTSEE: In der deutschen Ostsee tritt die Art nur als Beifang auf und ist hier nicht gefährdet.

Trisopterus esmarkii (Nilsson, 1855) Stintdorsch Meeresfische und -neunaugen Ungefährdet

NORDSEE: In den deutschen Meeresgebieten der Nordsee hat der Stintdorsch nur eine Randverbreitung. Die Art kommt gewöhnlicherweise in deutlich tieferen Bereichen der Nordsee vor. Nach Einschätzung des ICES (ICES Advice 2022) liegt die Laicherbestandsbiomasse des Stintdorsches im Bestandsgebiet über dem Referenzwert (Bpa; zur Erläuterung siehe Glossar in Barz & Zimmermann 2024). Die fischereiliche Sterblichkeit wurde nicht bewertet. OSTSEE: Es existieren Nachweise des Stintdorsches aus der westlichen Ostsee bis östlich von Bornholm (Heessen et al. 2015). Wegen der Seltenheit von Nachweisen aus deutschem Gebiet wird die Art als unbeständig geführt.

Merlangius merlangus (Linnaeus, 1758) Wittling Meeresfische und -neunaugen Ungefährdet

OSTSEE: Durch die HELCOM (2013) wird der Wittling für die gesamte Ostsee als gefährdet (Vulnerable) eingestuft. Nach der Gesamtdatenlage sind die Bestände im Bereich der deutschen Ostsee nicht gefährdet. NORDSEE: Nach Einschätzung des ICES (ICES Advice 2022) liegt die Laicherbestandsbiomasse des Wittlings in der Nordsee und im östlichen Ärmelkanal über dem Referenzwert (MSY Btrigger; zur Erläuterung siehe Glossar in Barz & Zimmermann 2024). Die fischereiliche Sterblichkeit befindet sich unterhalb des Referenzwertes (FMSY; zur Erläuterung siehe Glossar in Barz & Zimmermann 2024).

Dipturus batis (Linnaeus, 1758) Gewöhnlicher Glattrochen Meeresfische und -neunaugen Daten unzureichend

Die vorherige Rote Liste (Thiel et al. 2013) schloss die inzwischen als Dipturus intermedius bezeichneten Bestände bei Dipturus batis mit ein. Für die Verantwortlichkeitsanalyse in Bezug auf den Gewöhnlichen Glattrochen wurde berücksichtigt, dass die Art durch die IUCN derzeit weltweit als vom Aussterben bedroht (Critically Endangered) eingestuft wird (IUCN 2023). Historisch umfasste die Verbreitung der Art den gesamten Nordostatlantik und das Mittelmeer (Zidowitz et al. 2017), so dass die deutschen Meeresgebiete im Hauptareal der Art liegen. Der Bestandsanteil der Art beträgt hier weniger als 10% ihres Weltbestandes. Insgesamt ist Deutschland in besonders hohem Maße für die weltweite Erhaltung der Art verantwortlich. Die aktuelle Bestandssituation der Art in den deutschen Meeresgebieten ist generell unklar. Möglicherweise ist der Gewöhnliche Glattrochen in Deutschland ausgestorben oder verschollen. D. intermedius wurde historisch allerdings nicht von D. batis getrennt; im Nachhinein sind die Informationen artbezogen kaum auflösbar. NORDSEE: Nach Einschätzung der OSPAR-Kommission (Status Assessment 2021) für die Region II (Greater North Sea) ist der Zustand des Gewöhnlichen Glattrochens schlecht (Poor). Der Fischereidruck wird als größte Gefährdungsursache der Nordsee-Population dieser Art bewertet. Seit 2009 ist es verboten, die Art in EU-Gewässern zu fischen und anzulanden, was die fischereiliche Sterblichkeit verringern dürfte. Der Gewöhnliche Glattrochen wird jedoch nach wie vor wegen seiner Größe in der Grundschleppnetz- und Stellnetzfischerei ungewollt mitgefangen (Zidowitz et al. 2017). Eine Beeinträchtigung der Population ist zu erwarten, wenn insbesondere juvenile Glattrochen in stark befischten Gebieten mehrfach gefangen werden und sie aufgrund ihrer späten Geschlechtsreife keine Möglichkeit zur Fortpflanzung haben. OSTSEE: Durch die HELCOM (2013) wird die Art für die gesamte Ostsee als regional ausgestorben (Regionally Extinct) eingestuft.

Lepidorhombus whiffiagonis (Walbaum, 1792) Flügelbutt Meeresfische und -neunaugen Extrem selten

Der Flügelbutt, der in der vorherigen Roten Liste noch als ungefährdet galt, ist nun in die RL-Kategorie „Extrem selten“ eingestuft worden, was auf die Änderung der aktuellen Bestandssituation von der Kriterienklasse „sehr selten“ auf „extrem selten“ zurückzuführen ist. Diese Änderung stellt eine reale Veränderung dar, da aus dem Zeitraum von 2012 bis 2021, der die Grundlage für die Einschätzung der aktuellen Bestandssituation darstellt, keine Präsenznachweise der Art vorliegen. NORDSEE: Die Art kommt hauptsächlich in den tieferen Bereichen der Nordsee vor, in der deutschen AWZ hat sie nur eine Randverbreitung. Nach Einschätzung des ICES (ICES Advice 2022) liegt der Biomasse-Index des Flügelbutts im Bestandsgebiet über dem Referenzwert (MSY Btrigger; zur Erläuterung siehe Glossar in Barz & Zimmermann 2024). Die fischereiliche Sterblichkeit liegt unter dem Referenzwert (FMSY; zur Erläuterung siehe Glossar in Barz & Zimmermann 2024).

Clupea harengus Linnaeus, 1758 Atlantischer Hering Meeresfische und -neunaugen Ungefährdet

OSTSEE: Im Unterschied zu vorherigen Roten Listen werden in der westlichen Ostsee Clupea harengus harengus und Clupea harengus membras nicht unterschieden. OSTSEE: Die langfristige Fangstatistik für den Atlantischen Hering (Abb.: siehe Publikation für Abbildungsnummer) aus der deutschen Ostsee (1919–2021) ergibt einen klaren Anstieg der Fänge, auch wenn diese ab 2018 auf einem deutlich niedrigeren Niveau verharren. Auch aus den BITS-Daten (1991–2021) ist eine Zunahme der Präsenzen in der westlichen Ostsee zu beobachten. Eine Abnahme der für die Fischerei relevanten Bestandsbiomasse entspricht nicht zwangsweise einem Rückzug der Art aus der Fläche. Noch gibt es keine Anzeichen dafür, dass traditionelle Laich- und Aufwuchsgebiete an der deutschen Küste ausgefallen wären. Durch die HELCOM 2013 wird die Art für die gesamte Ostsee als ungefährdet (Least Concern) eingestuft. In den deutschen Meeresgebieten der Ostsee zeigt der kurzfristige Bestandstrend der Art jedoch eine sehr starke Abnahme. In Deutschland erfolgt seit 2018 jährlich eine zeitweise Einstellung der Heringsfischerei als Sofortmaßnahme zum Schutz des Heringsbestandes in der westlichen Ostsee (ICES-Gebiet 22–24). Die Entnahme durch die kommerzielle Fischerei hat aufgrund massiver Quotenkürzungen extrem abgenommen. Aktuell liegt nach Einschätzung des ICES (ICES Advice 2023) die Laicherbestandsbiomasse der Art in den Gebieten westliche Ostsee, Skagerrak und Kattegat unterhalb des Referenzwertes (MSY Btrigger; zur Erläuterung siehe Glossar in Barz & Zimmermann 2024). Die fischereiliche Sterblichkeit liegt unterhalb des Referenzwertes (FMSY; zur Erläuterung siehe Glossar in Barz & Zimmermann 2024). Aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen weisen auf eine Beeinträchtigung der Reproduktion infolge des Klimawandels hin (Polte et al. 2021). Ungeachtet der drastischen Bestandsabnahme (Biomasse) ist die Art in der deutschen Ostsee überall präsent und pflanzt sich regelmäßig fort, so dass im Vergleich zu anderen Arten mit deutlich geringeren Bestandsgrößen von einem Erlöschen des Heringsbestandes aktuell nicht auszugehen ist.

Scomber scombrus Linnaeus, 1758 Atlantische Makrele Meeresfische und -neunaugen Ungefährdet

Die Atlantische Makrele, die in der vorherigen Roten Liste auf der Vorwarnliste stand, wird in der vorliegenden Roten Liste in die RL-Kategorie „Ungefährdet“ eingestuft. Im Ergebnis der Auswertung einer größeren Datenbasis als in der vorherigen Roten Liste und unter Berücksichtigung der Analysen von Heessen et al. (2015) wurde der langfristige Bestandstrend aufgrund von Kenntniszuwachs von der Kriterienklasse „starker Rückgang“ in der vorherigen Roten Liste auf „stabil“ in der vorliegenden Roten Liste revidiert. Ebenfalls durch einen Kenntniszuwachs änderte sich bei dieser Art auch die aktuelle Bestandssituation von der Kriterienklasse „mäßig häufig“ zu „häufig“. NORDSEE: Insbesondere in den Sommermonaten ist die Atlantische Makrele in der deutschen AWZ der Nordsee anzutreffen. Nach Einschätzung des ICES (ICES Advice 2022) liegen Laicherbestandsbiomasse und fischereiliche Sterblichkeit der Art im Nordostatlantik einschließlich der angrenzenden Gewässer über den Referenzwerten (MSY Btrigger bzw. FMSY; zur Erläuterung siehe Glossar in Barz & Zimmermann 2024). OSTSEE: Die Art ist auch in der westlichen Ostsee Beifang bzw. stellenweise Objekt gezielter Fischerei, sie ist hier nicht gefährdet.

Micromesistius poutassou (Risso, 1827) Blauer Wittling Meeresfische und -neunaugen Nicht etabliert (keine Rote-Liste-Kategorie)

NORDSEE: Nach Einschätzung des ICES (ICES Advice 2022) liegen Laicherbestandsbiomasse und fischereiliche Sterblichkeit des Blauen Wittlings im Nordostatlantik und angrenzenden Gewässern über den Referenzwerten MSY Btrigger bzw. FMSY (zur Erläuterung der Begriffe siehe Glossar in Barz & Zimmermann 2024).

Ammodytes marinus Raitt, 1934 Sandaal Meeresfische und -neunaugen Vorwarnliste

NORDSEE: Habitatveränderung und direkte Auswirkungen der Fischerei werden als wichtige Gefährdungsursachen der Art betrachtet. OSTSEE: Durch die HELCOM (2013) wird die Art für die gesamte Ostsee als ungefährdet (Least Concern) eingestuft. NORDSEE: Nach Einschätzung des Internationalen Rates für Meeresforschung (ICES Advice 2022), die jedoch nicht auf Artebene, sondern für die beiden im Gebiet vorkommenden Arten der Gattung Ammodytes zusammen vorgenommen wurde, liegt deren Laicherbestandsbiomasse in der südlichen und zentralen Nordsee einschließlich der Doggerbank unterhalb des Referenzwertes (MSYBesc; zur Erläuterung siehe Glossar in Barz & Zimmermann 2024). Die fischereiliche Sterblichkeit wurde dabei nicht bewertet. OSTSEE: Die Datenlage in der Ostsee ist dürftig, zumal für die älteren Nachweise Unsicherheiten hinsichtlich der Artbestimmung bestehen.

[Nat] Ostsee Fischereiliche Sterblichkeit

Download-Dienst für nationale Daten für die Meeresstrategie Rahmenrichtlinie Berichtspflicht 2018. Thema: Fischereiliche Sterblichkeit (Ostsee)

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