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s/grau/Gras/gi

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Untersuchungen ueber die Eignung von Wildrasenmischungen zur Begruenung extremer Standorte

Zweck und Ziel: Extreme Standorte, die haeufig in Zusammenhang mit der Lagerung von Baggergut, dem Anschuetten von Daemmen usw entstehen, koennen oft nur durch eine Rasenansaat rasch wieder in die umgebende Landschaft eingegliedert und gleichzeitig vor Erosion geschuetzt werden. Ziel dieser Untersuchungen ist die Ermittlung geeigneter, vor allem trockenheitsvertragender Wildrasenmischungen zur pflegeextensiven Begruenung und dauerhaften Festlegung unterschiedlicher Bodensubstrate. Ausfuehrung: Durchfuehrung von Gelaendeversuchen mit langfristiger Beobachtung, Untersuchung und nachfolgender Auswertung. Ergebnisse: Der im Rahmen dieses Forschungsvorhabens 1983 durchgefuehrte Versuch auf einer Materialdeponie (Buntsandstein, Muschelkalk) am Neckar laesst aus Entwicklungszeitgruenden noch keine endgueltige Beurteilung zu. Es konnte bisher festgestellt werden, dass der hohe Kleeanteil im Saatgut fuer den Buntsandsteinbereich zunaechst eine Verdraengung anderer Arten bewirkte und das Ziel, einen Trockenrasen anzusiedeln, nicht erreicht wurde. In der Zwischenzeit verzeichnen jedoch auch andere Gras- und Kraeuterarten wieder hoehere Anteile im Bestand. Das hat insgesamt zu einer vollstaendigen Begruenung dieser Flaechen gefuehrt. Im Muschelkalk breitet sich der Trockenrasen weiterhin nur langsam aus, was aber vor allem auf den hohen Anteil an grobkoernigen Substrat zurueckzufuehren ist. Wo sich feinteiliges Material hinter groberem Substrat ansiedeln kann, setzt unmittelbar auch eine Vegetationsentwicklung ein. Hier sind es vor allem die Graeser und einige wenige Kraeuter, die unter den exponierten Bedingungen hoehere Anteile am Bestand einnehmen.Die Untersuch

Erosionsverhalten in Abhängigkeit von der Applikationsmethode

In einer Reihe von Versuchen mit Erosionsanlagen wurde die Beziehung zwischen Begrünungstechnik und Erosionsverhalten beobachtet. Es konnte deutlich beobachtet werden, dass nur bei Verwendung von Mulchdecken sowohl erhöhte Oberflächenabflüsse als auch nennenswerte Bodenabträge vermieden werden. Der deutlich bessere Erosionsschutz bei Abdeckung des Oberbodens durch so unterschiedliche Materialien wie Heu, Stroh, Netze oder Matten kann durch die schützende Wirkung des organischen Materiales erklärt werden. Dabei wird die (kinetische) Energie der Regentropfen abgebaut und das Wasser sickert langsam in den Boden. Dadurch werden die Bodenaggregate vor Zerstörung bewahrt. Die Kapillaröffnungen des Bodens verschlämmen nicht und deutlich höhere Wassermengen können in den Boden einsickern. Ohne Abdeckung des Oberbodens mit Mulchmaterial haben standortgerechte und schnellwüchsige Saatgutmischungen in den ersten 4 bis 8 Wochen nach der Ansaat ein vergleichbar schlechtes Erosionsverhalten. Wie schon erwähnt kann das Erosionsverhalten durch die Verwendung von Deckfrüchten anstatt Mulchdecken in Hochlagen nicht nennenswert verbessert werden.

Thermodynamische Kreisprozeßoptimierung

In den vergangenen Jahren wurde am Institut ein neuer Hochtemperaturkreisprozeß für Kraftwerksanlagen konzipiert, bei denen eine CO2-Rückhaltung auf einfache Art realisierbar ist (Graz Cycle). Derzeit wird an Kreisprozessen mit innerer Verbrennung im Sinne der Gasturbinenprozesse gearbeitet, wobei jedoch zur Verbrennung nicht Luft, sondern Sauerstoff benützt wird. Durch die Proßzessfürhung und die Verbrennung mit reinem Sauerstoff kann ein thermisches Kraftwerk geschaffen werden kann, das keinerlei Abgase in die Umgebung emittiert. Der vorgeschlagene Kreisprozeß läßt sich mit geringen Änderungen durch Feuerung von Methan bei Oxidation durch Sauerstoff und Kühlung mittels Wasserdampf in Brennkammer und Gasturbinenschaufeln durchführen. Es ergeben sich dabei durchaus günstige Verhältnisse für die Gestaltung dieser beiden Komponenten und es wird möglich, am Ende der Expansion nach dem Kondensator das nichtkondensierbare CO2 durch Rekompression aus der Anlage auszuscheiden und zur Speicherung bzw. Wiederverwendung darzubieten. Die Anlagenkonzeption hat den Vorteil, dass größtenteils auf existierende Komponenten zurückgegriffen werden kann und keine Sonderentwicklungen z.B.: für die CO2 Abweichung notwendig werden.

Immissions- und Emissionsmessungen von Bioaerosolen im Bereich von Geflügel- und Schweinestallungen (Luquasta) - Teilbereich HBLFA Raumberg-Gumpenstein

Bedeutung des Projekts für die Praxis: Die Daten sollen einen Hinweis darauf geben, ob die Maßnahmen in der Landwirtschaft im Luftreinhalteprogramm 2014 des Landes Steiermark eine Minimierung der Bioaerosol Konzentration in der Luft bewirken können. In einem Merkblatt werden Faktoren, die zur Minimierung der Konzentration luftgetragener Keime und Partikel führen, aufgeführt. Wenn zwischen Kontaminationsquellen und Anrainern eine Übertragung von Staub und seinen biologischen Bestandteilen bzw. Keim- und Staubemission weitgehend ausgeschlossen werden kann, sind normalerweise aus umweltmedizinischer Sicht Emissions-minderungsmaßnahmen nicht erforderlich. Mit den vorliegenden Ergebnissen besteht die Möglichkeit ein für die Steiermark und anderen Ländern gültiges Konzept mit regionalspezifischer Vorgehensweise zu erarbeiten. Zielsetzung: Die HBLFA Raumberg-Gumpenstein, Abt. Tierhaltungssysteme, Technik & Emissionen, Institut für Tier, Technik und Umwelt ist im gegenständlichen Projekt (genehmigter Antrag wurde durch die Medizinische Universität Graz gestellt, Nr. 101263/3) entscheidend an der Auswahl der Versuchsbetriebe beteiligt, sie stellt zum Teil die Kontakte zu den Betriebsleitern her, übernimmt in den einzelnen Messkampagnen die Emissionsmessungen an den Kaminöffnungen der Projektbetriebe und ist den gesamten Projektablauf (Planung der Messungen, regelmäßige Besprechungen, Diskussion der Auswertungsergebnisse, Erstellung des Abschlussberichtes) involviert. Des Weiteren werden an den jeweiligen Messtagen auf den Projektbetrieben der Status der Lüftungstechnik (Ansteuerungsleistung der Ventilatoren, Messung der Abluftgeschwindigkeit ...) sowie die Bedingungen im Stall und Tierbereich (Temperatur, Feuchte, Tiergewichte, Futtermittel, Einstreu ...) dokumentiert Das Ziel dieses Projekts besteht darin, den Istzustand der Emissionen und Immissionen von Bioaerosolen und Feinstaubpartikeln im Bereich von Tierhaltungsanlagen mit verschiedenen Messstrategien zu erheben. Für die Beurteilung der anlagenbezogenen Emissionen und Immissionen wird vergleichend die natürliche Hintergrundkonzentration der Bioaerosole und Feinstaubpartikel in der Umgebungsluft bestimmt. Es gilt festzustellen, ob die Keimkonzentrationen der Umgebungsluft aus der Stallluft resultieren. Die Leitparameter (Keime bzw. biogene Substanzen), welche in VDI 4250 Blatt 3 (2016) Richtlinie zur Emissions- und Immissionsbeurteilung herangezogen werden, werden auf ihre Adaptierbarkeit überprüft. Für die zukünftigen Bewertungen der Immissionen werden Ausbreitungsrechnungen durchgeführt, um die Fläche des Areals zu definieren, in dem ein neu zu errichtendes Stallgebäude für die Haltung von Nutztieren stehen soll. Die Daten aus der vorliegenden Studie werden mit den Ergebnissen und Bewertungen anderer EU Länder verglichen, um ein Konzept für eine Bewertungsgrundlage zu erstellen. (Text gekürzt)

Lautstarke Hüpfer

Zum Gebärdenvideo Die meisten Heuschrecken und Grillen Mitteleuropas besiedeln vor allem offene, weitgehend gehölzfreie Lebensräume. Viele Arten unterscheiden sich nicht nur in ihrer Gestalt, sondern auch in ihren Lautäußerungen. Im Natur-Park Südgelände wurden bisher 16 verschiedene Heuschrecken- und Grillenarten nachgewiesen. Bemerkenswert ist das Vorkommen typischer Arten der Sandtrockenrasen, wie zum Beispiel des Heidegrashüpfers . Das Grüne Heupferd (siehe oben) und die Punktierte Zartschrecke (siehe rechts) sind auch im Stadtgebiet weit verbreitete Arten. Sie leben als erwachsene Tiere in Gehölzbeständen. Bemerkenswert ist das Vorkommen der Gottesanbeterin, einer unter anderem aus dem Mittelmeerraum und in Süddeutschland bekannten Fangschreckenart. Sie hat sich inzwischen hier sowie auf dem angrenzenden Bahngelände im Berliner Stadtgebiet etabliert. Die Weibchen können bis zu 75 Millimeter lang werden, die Männchen sind deutlich kleiner. Keine andere Insektengruppe lässt so viele verschiedene Gesänge erklingen. Daran lassen sie sich wie Vögel erkennen. Die Lauterzeugung geschieht auf unterschiedliche Weise. Die Männchen markieren so ihr Revier und locken Weibchen an. Heuschrecken gibt es in verschiedenen Lebensräumen. Für die Arten sind weniger bestimmte Pflanzen, sondern mehr Eigenschaften der Umgebung wichtig. Sie können fliegen, ihre bevorzugte Fortbewegungsart ist das Klettern und Springen. Sie sind grün und braun gefärbt und an den auffälligen hellen Rändern am Halsschild erkennbar. Sie ernähren sich von verschiedenen Gräsern und Kräuterarten. Ihre Eier legen sie in die unteren Blattscheiden von Gräsern. Je nach Geschlecht werden sie 15-25 Millimeter groß. Heuschrecken besitzen zwei Flügelpaare, die beim Flug unabhängig voneinander bewegt werden. Die Vorderflügel sind als Deckflügel meist schmal ausgebildet. Die Hinterflügel sind wesentlich größer und in Ruhestellung darunter wie ein Fächer gefaltet.

LSG Lindhorst - Ramstedter Forst Gebietsbeschreibung Landschafts- und Nutzungsgeschichte Geologische Entstehung, Boden, Hydrographie, Klima Pflanzen- und Tierwelt Entwicklungsziele Exkursionsziele

Das LSG liegt am Südrand der Colbitzer Heide zwischen den Orten Colbitz im Norden und Wolmirstedt im Süden. Es erstreckt sich etwa 7 km in Ost-West-Richtung und 2 km in Nord-Süd-Richtung. Das Schutzgebiet gehört überwiegend zur Landschaftseinheit Altmarkheiden. Der östlichste Teil nördlich von Rogätz reicht bereits bis in das Tangergebiet. Die Landschaft ist flachwellig reliefiert und steigt von Süd nach Nord von etwa 50 m auf zirka 80 m über NN an. Der Dornberg im Osten ist mit 105 m über NN die höchste Erhebung, er markiert das östlichste Ende einer Endmoräne. Das Gebiet wird vor allem durch großflächige Forste geprägt. Wie in der gesamten Colbitz-Letzlinger Heide dominieren Kiefern, nur im östlichen Teil bei Ramstedt und Heinrichshorst sind auch großflächige Laubmischwälder vorhanden. Sie enthalten vor allem Eichen und Hainbuchen sowie bei Heinrichshorst Rot-Buchen. Im Quellgebiet einiger Fließgewässer, des Mühlengrabens bei Ramstedt und des Grenzgrabens östlich Heinrichshorst, stocken Feuchtwälder mit Eschen und Schwarz-Erlen. Die Landschaft um Colbitz wird von einer weiten, flachen Senke geprägt. Hier wie auch bei Mose und Samswegen dominieren weiträumige, relativ strukturarme Ackerflächen. Einen besonderen Blickfang für den auf der Bundesstraße vorbeifahrenden Betrachter bietet die bei Colbitz stehende Windmühle. Die Feldfluren des Tangergebietes bei Angern sind durch Feldgehölze und Baumreihen stärker gegliedert. Die sich aus dem Waldgebiet um Heinrichshorst nach Osten durch die Feldflur ziehenden Gräben werden durch Gehölzreihen in der Landschaft optisch betont. Grünlandnutzung prägt die Niederung des Hägebachtales zwischen Colbitz und Samswegen. Kleinere Grünlandflächen gibt es auch bei Angern. Das einzige größere Fließgewässer, der Hägebach, ist überwiegend naturfern ausgebaut. In seinem Oberlauf wurde er durch Einleitungen aus Colbitz sehr stark verschmutzt. Bei Samswegen ist die Bachaue durch Erlengehölze und Feuchtwiesen landschaftlich attraktiv gegliedert. Stillgewässer sind in Form kleinerer Abgrabungen vorhanden. Bei Ramstedt wird der Mühlgraben zu einem Teich gestaut. Innerhalb der Grenzen des Landschaftsschutzgebietes liegen nur die Orte und Weiler Lindhorst, Schricke, Ramstedt und Friedrichshöhe. Im Gebiet von Lindhorst befinden sich Bungalowsiedlungen innerhalb von Waldflächen. Ein optischer Störfaktor ist die an der Bundesstraße B 189 gelegene große Sandgrube. Genauso optisch störend wie auch ökologisch bedenklich ist die einen Quadratkilometer große und Dutzende von Metern hohe Kalihalde („Kalimandscharo“) des Kalisalzbergbaues Zielitz. Die Halde liegt nördlich Loitsche innerhalb der Grenzen des LSG. Vor allem von Süden, aber auch von Westen ist die Halde schon aus vielen Kilometern Entfernung sichtbar und hat mit zum Namen ”Zielitzer Schweiz” für diese Gegend beigetragen. Die salzhaltigen Emissionen haben zu einer starken Schädigung der umliegenden Wälder geführt. Die ältesten Spuren des Menschen im LSG stellen in Rogätz und Loitsche gefundene Werkzeuge dar; sie sind 200 000 Jahre alt. Nachweise mittelsteinzeitlicher Fischer- und Sammler-Populationen fanden sich auf den Dünen bei Lindhorst und am Ufer des verlandeten Sees bei Mose. Die jungsteinzeitlichen Fundstellen verteilen sich um Colbitz und sind auch bei Lindhorst und nordöstlich von Samswegen dicht belegt. Andere Zentren befanden sich um Rogätz, Loitsche und Farsleben am Rande des LSG. Als älteste Ackerbauernkultur ist im LSG die Stichbandkeramik durch Funde bei Lindhorst nachgewiesen. Fundstellen bei Mose und Rogätz erbrachten Nachweise der Rössener Kultur. Die Mehrzahl der Fundstellen jedoch ist jünger und gehört der Schönfelderkultur an, die den späten Abschnitt der Jungsteinzeit repräsentiert. Eine beinahe lückenlose Abfolge der jungsteinzeitlichen Kulturen ist nur bei Samswegen belegt, wo beispielsweise für die Alttiefstichkeramikkultur eine ausgedehnte Siedlung mit einer Fläche von 400x500 m auf dem Haidberg nachgewiesen ist. Die heute von Wald bedeckten Gebiete zwischen Colbitz und Rogätz sowie zwischen Colbitz und Samswegen haben bislang fast keine Funde erbracht, doch dürfte dies primär darauf zurückzuführen sein, daß in Waldgebieten eine Landesaufnahme erschwert wird und sich im wesentlichen auf oberirdisch sichtbare Denkmale beschränkt.Während die Gegend um Samswegen bis in die Eisenzeit hinein dicht besiedelt blieb, ist für die Gegend um Colbitz erst jetzt eine Zunahme der Siedlungen erkennbar. Dies änderte sich in der römischen Kaiserzeit, für die die Fundstellen allgemein ausdünnen. Im 7. Jahrhundert griffen slawische Stämme auf das Gebiet westlich der Elbe über und nahmen auch die Gegend um Colbitz in Besitz. Ihr Gebiet wurde bereits am Ende des 8. Jahrhundert dem Frankenreich einverleibt, als die Elbe-Saale-Grenze restauriert und das Grenzland durch Burgbezirke gefestigt wurde. Mehrere wüste Siedlungen sind für das Mittelalter belegt, darunter auch eine Burganlage, Odenburg genannt. Im Bereich der Altmarkheiden kam es im Zuge der deutschen Ostkolonisation im Mittelalter zu einer intensiven Rodungsphase. Innerhalb der großflächigen Wälder entstanden Dörfer und Ackerflächen wachsender Ausdehnung. Im 14. Jahrhundert und später während des Dreißigjährigen Krieges wurden viele Ansiedlungen wieder wüst und ehemals ackerbaulich genutzte Flächen wurden aufgegeben. Die Wälder um Colbitz waren bis in das 19. Jahrhundert mit den Hütungsvorrechten der umliegenden Gemeinden belastet. Die Flächen wurden zur Waldweide genutzt, wie zahlreiche Hude-Eichen im Bereich des Dornberges bezeugen. Nach Ablösung dieser Vorrechte (Gerechtsame) im Laufe des vorigen Jahrhunderts erfolgte die Aufforstung fast ausschließlich mit Kiefer. Im westlichen Teil des LSG ist das Vorkommen der Linde seit dem Mittelalter bekannt und hat sicher auch zur Namensgebung des Ortes Lindhorst beigetragen. Der Schwerpunkt des Vorkommens der Linde liegt heute westlich des LSG im bekannten Naturschutzgebiet „Colbitzer Lindenwald“. Jedoch auch innerhalb der Grenzen des LSG existiert noch ein lindenreicher Mischwald, der heute als „Flächenhaftes Naturdenkmal“ geschützt ist. Von der Aufforstung mit Kiefer blieb der Colbitzer Lindenwald verschont. Er gehörte zum sogenannten perpetuellen Gehege, das sich die Erzbischöfe vom nahegelegen Magdeburg als Jagdgehege reserviert hatten. Hier war es für die Bevölkerung streng verboten, Vieh zu hüten, Gras zu schneiden und Laub als Einstreu für die Haustiere in den Stallungen zu rechen. Aus den Abschätzungswerken der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts geht hervor, daß die Böttcher in den umliegenden Dörfern sowie die Schiffswerften in Tangermünde das Eichenholz aus der Colbitzer Gegend außerordentlich schätzten. Im Gegensatz zu den normalerweise auf feuchtem Untergrund gewachsenen Stiel-Eichen mit breiten Jahresringen und daher mit einem großen Anteil an hartem Spätholz, besitzt die Stiel-Eiche von den grundwasserfernen Standorten um Colbitz einen engen Jahresringaufbau mit gleichem Anteil an Früh- und Spätholz. Außer zur Gewinnung von Bauholz konnten die Eichen ebenso für Furnierholz verwendet werden. Von der Qualität her wurde die Colbitzer Eiche oft mit der gelobten Spessarteiche verglichen. Die dominierende Flächennutzung im LSG ist noch heute die Forstwirtschaft. Vor allem um Colbitz und Samswegen wird auf reicheren Böden intensiver Ackerbau betrieben. Bereits im 19. Jahrhundert wurde in Colbitz die Heidebrauerei gegründet, die das in der Region beliebte Heide-Pils und Heide-Bockbier produziert. Seit 1973 wird in Zielitz, unmittelbar an der Grenze des LSG, ein großes Kalisalzbergwerk betrieben. Die Abraumhalden wurden auch innerhalb der Grenzen des LSG angelegt und führten zu einer ökologischen Beeinträchtigung der Wälder. Die Halden, Fördertürme und -bänder sowie Gleisanlagen unmittelbar an der Grenze und auch innerhalb des LSG stören das Landschaftsbild erheblich. Das LSG befindet sich am Südost-Rand der pleistozänen Hochfläche der Colbitz-Letzlinger Heide. Im Norden und Osten des LSG stehen überwiegend sandige Ablagerungen der Saale-Vereisung an der Oberfläche an, die zum Teil nur gering mächtig sind. Geschiebemergel der Saale-Vereisung ist nördlich Samswegen oberflächennah verbreitet. Eisrandlagen mit zugehörigen Endmoränenzügen queren das Gebiet von Nordwesten nach Südosten nördlich Wolmirstedt und nordwestlich Rogätz (Letzlinger, Paxförder und Schermen-Buckauer Randlage). Das Grundwasser aus dem Bereich der Colbitz-Letzlinger Heide fließt aufgrund veränderter hydrogeologischer Verhältnisse (geringe Mächtigkeit, verringerte Wasserwegsamkeit) am Rand der Hochfläche den Vorflutern zu (Quellgebiet der Bäche). In den Bachniederung sind humose Sedimente des Holozän, teilweise Niedermoor, abgelagert. Das LSG umfaßt zwei Bodenlandschaften: die Samswegener Platte und die Colbitz-Letzlinger Heide. Die Saalekaltzeit hat in diesem Gebiet sehr unterschiedliche Ablagerungen hinterlassen, zum Beispiel Geschiebemergel, Schmelzwassersande und -kiese und so weiter. In der darauffolgenden Eemwarmzeit fand eine tiefgreifende Verwitterung, Abtragung, Wiederablagerung und auch Talbildung statt, so daß ein Mosaik unterschiedlicher Substrate entstand. Während der nächsten Kaltzeit - der Weichselkaltzeit - lagerten sich in diesem Gebiet äolische Sedimente ab, im Gebiet der Colbitz-Letzlinger-Heide der Geschiebedecksand, Decklehm über Geschiebemergel auf der Samswegener Platte. Diese äolische Schicht ist zirka 50 cm mächtig. An ihrer Unterkante befindet sich eine sehr markante Steinsohle, in der auch die bekannten Windkanter zu finden sind. Es entstanden Mehrschichtböden wie Sand über Lehm, Decklehm über Lehm, Sand über Sand, Sand über Bändersand, Sand über Schluff, und je nach den Eigenschaften der Substrate Böden, die zur Staunässe neigen und in der Regel als Acker genutzt werden, sowie Böden, in deren Profil Sand über unterschiedlichen Sanden zu finden ist, die teilweise als Acker, meist aber als Waldstandorte genutzt werden. In den Senken gibt es Sand-Humusgleye bis Sand-Anmoorgleye - sandige, grundwasserbeherrschte, stark humose anmoorige Sandböden. Diese Böden werden in der Regel als Grünland genutzt, zum Teil durch Entwässerungsmaßnahmen verändert. Auf der Samswegener Platte findet sich statt des Geschiebedecksandes Sandlöß als oberste Schicht, so daß in diesem Gebiet Pseudogley-Tschernoseme entstanden sind. Die grobkörnigen Substrate der Heidehochflächen sind arm an Fließ- und Standgewässern. Das Niederschlagswasser versickert und tritt in den quelligen Randgebieten der Heide zutage. Im LSG entspringen der Hägebach bei Colbitz, der Wiepgraben bei Mose, der Wehrgraben bei Schricke und der Mühlengraben bei Ramstedt. Diese Bäche entwässern nach Süden zur Ohre. Im Osten des Gebietes entspringt der Grenzgraben, der zum Mahlwinkeler Tanger abfließt. Der Grundwasserspiegel liegt im LSG überwiegend in über 40 m Tiefe. Nur in den Niederungen liegt er in 2 bis 5 m und in Abschnitten der Hägebachniederung in weniger als 2 m Tiefe. Das Grundwasser der Colbitz-Letzlinger Heide stellt ein bedeutendes Trinkwasserreservoir dar. Westlich Colbitz wird das Wasser für die Trinkwasserversorgung Magdeburgs aus Tiefbrunnen entnommen. Das Wasserschutzgebiet dieser Brunnen erstreckt sich bis in den westlichen Teil des LSG. Das Landschaftsschutzgebiet befindet sich im Übergangsbereich vom subatlantisch getönten Klima der Altmarkheiden zum subkontinental geprägten Klima des mitteldeutschen Trockengebietes und des Elbetales. Während die Niederschläge im langjährigen Mittel in den Heiden etwa 560 mm betragen, sinken sie am Südrand auf etwa 500 mm ab (Wolmirstedt 501 mm). Die Jahresmitteltemperatur beträgt 8,5°C, die mittlere Julitemperatur 17,5°C. Die potentiell natürliche Vegetation des Gebietes würde in dem Übergangsgebiet von den subatlantisch getönten Altmarkheiden zu den klimatisch subkontinental beeinflußten Bereichen des Tangergebietes durch einen Übergang von reinen Rotbuchenwäldern zu den Traubeneichen-Hainbuchenwäldern des mitteldeutschen Trockengebietes geprägt. Der Flattergras-Buchenwald, dessen Krautschicht von mäßig anspruchsvollen Arten beherrscht wird, ist bei Heinrichshorst noch vorhanden. Binnendünenfelder bei Mose würden einen bodensauren Drahtschmielen-Buchenwald tragen. Auf den durch hoch anstehendes Grundwasser beeinflußten Gleyen und stauwasserbeeinflußten Staugleyen wäre ein Sternmieren-Eichen-Hainbuchenwald ausgebildet. Gleye aus sandigem Substrat würden einen Pfeifengras-Eichenwald tragen. Auf Niedermoorböden der Hägebachaue und im Quellgebiet des Mühlgrabens wären Erlenbruchwälder entwickelt. Die heutige Vegetation wird dagegen von relativ artenarmen Kiefernforsten und Äckern dominiert. Am Westrand bei Lindhorst befinden sich, ähnlich wie im angrenzenden Naturschutzgebiet „Colbitzer Lindenwald“, lindenreiche Eichen-Hainbuchenwälder. Auch bei Ramstedt und um Heinrichshorst erstrecken sich größere Eichen-Hainbuchenwälder, deren Ausdehnung sicher nutzungsbedingt sind. Auf dem Dornberg ist ein hudewaldartiger, lichter Eichenwald entwickelt. Die alten Eichen stehen im lockeren Bestand, eine Strauchschicht ist nicht vorhanden. Die Krautschicht wird nicht von waldtypischen, sondern eher von Arten trocken-magerer Rasengesellschaften dominiert. Vorherrschend sind Rotes Straußgras, Ruchgras, Weiches Honiggras und Geschlängelte Schmiele. Daneben treten Kleines Habichtskraut, Zypressen-Wolfsmilch, Kleiner Sauerampfer, Tüpfel-Hartheu, Dreizahn und Pillen-Segge auf. Die für die Colbitzer Heide typischen Hude-Eichenwälder entstanden durch die bis in das vorige Jahrhundert praktizierte Waldweide. Das weidende Vieh zerstörte die waldtypische Kraut- und Strauchschicht und ließ auch keine Jungbäume aufkommen. Nur Eichen wurden aufgrund ihrer Bedeutung für die Schweinemast gefördert. In diesem Jahrhundert konnten sich halboffene Hudewälder vor allem in militärischen Übungsgebieten durch den Aufenthalt von Truppen und Fahrzeugen erhalten. Im Gebiet des Dornberges befand sich eine Raketenstellung der sowjetischen Truppen, die zwar für das Offenhalten der Bestände, aber auch für zahlreiche Verletzungen an den Eichen sorgte. Die Hudewälder der Colbitz-Letzlinger Heide sind wertvolle Zeugen alter Nutzungsgeschichte und bieten gefährdeten, höhlenbrütenden Vogelarten wie Wiedehopf, Mauersegler und Mittelspecht Brutplätze. Ebenfalls nahe des Dornberges befindet sich ein Bestand des Flattergras-Buchenwaldes, der vermutlich unter natürlichen Bedingungen in den Altmarkheiden eine weitaus größere Verbreitung hätte. Es handelt sich um einen hallenartigen Buchenwald mit gering entwickelter Strauchschicht. In der Baumschicht ist fast ausschließlich die Rot-Buche vorhanden. Gelegentlich trifft man einzelne Trauben-Eichen oder Hainbuchen an. Unter anderem befinden sich in der Krautschicht Vielblütige Weißwurz, Einblütiges Perlgras, Busch-Windröschen, Echte Sternmiere, Maiglöckchen, Wald-Flattergras und Knaulgras. Typische Vogelarten sind Waldlaubsänger, Buchfink und Schwarzspecht. Die frischen bis feuchten Erlen-Eschenwälder der Quellbereiche weisen eine im Frühjahr blütenreiche Krautschicht mit Maiglöckchen, Wald-Veilchen, Busch-Windröschen, Lerchensporn und Hoher Schlüsselblume auf. Die Kiefernforste sind relativ arm an Tier- und Pflanzenarten. Im Unterstand dehnen sich oft dichte Bestände der aus Nordamerika stammenden Späten Traubenkirsche aus, die heute als forstliche Problempflanze angesehen wird. In der Krautschicht dominieren Geschlängelte Schmiele, Heidelbeere und andere Säurezeiger. Lichte Kiefernbestände der Colbitzer Heide sind Brutplätze von Baumfalke und Ziegenmelker. Breitere Wegraine, Waldränder und Brachflächen im Randbereich von Sandgruben tragen kleinflächige Sandmagerrasen. Sie werden von Heide-Nelke, Berg-Jasione, Silbergras, Gras-Nelke, Frühlings-Spark und Sand-Strohblume gebildet. Vereinzelt tritt noch die Gemeine Küchenschelle auf. Die im Frühsommer farbenprächtigen Bestände sind wertvolle Insektenlebensräume. Auf den landwirtschaftlichen Flächen sind die Wildkrautgesellschaften aufgrund der intensiven Bewirtschaftungsweise auf wenige herbizidresistente Arten zusammengeschrumpft. Grünland ist im wesentlichen in der Bachniederung des Hägebaches vorhanden. Auf grundwassernahen Niedermoorstandorten sind hier Engelwurz-Kohldistel-Wiesen ausgebildet. Es kommen Breitblättriges Knabenkraut, Bach-Nelkenwurz, Sumpf-Sternmiere und Sumpf-Dreizack vor. Im LSG tritt eine artenreiche Tierwelt auf. An Vogelarten brüten neben den bereits genannten unter anderem Wespenbussard, Rotmilan, Waldkauz, Waldohreule, Bunt-, Klein- und Grünspecht, Rebhuhn, Waldschnepfe, Hohl-, Turtel- und Ringeltaube, Pirol, Kernbeißer, Wendehals, Wintergoldhähnchen, Mönchs-, Garten-, Dorn- und Sperbergrasmücke, Goldammer, Ortolan, Nachtigall, Rauch- und Mehlschwalbe sowie Kolkrabe. Lurche und Kriechtiere sind im Hägebachtal unter anderm mit Erdkröte, Rotbauchunke, Teich- und Kammolch vertreten. Weiterhin wurden Wechselkröte, Blindschleiche, Zaun- und Waldeidechse nachgewiesen. Von der Säugerfauna sind Rothirsch, Reh, Wildschwein, Feldhase, Kaninchen, Dachs, Fuchs, Baum- und Steinmarder, Wiesel und Eichhörnchen anzutreffen. Das LSG soll in erster Linie der Erhaltung der großflächigen Wälder im Bereich der landschaftlich reizvollen südlichen Colbitzer Heide dienen. Mit den Wäldern ist ein beliebtes Naherholungsgebiet und ein charakteristischer Ausschnitt am Übergang der Altmarkheiden zum Tangergebiet und zur Ohreniederung sowie ein wertvoller Lebensraum wildlebender Pflanzen- und Tierarten gesichert. Die Weiterentwicklung von naturverträglichem Tourismus sollte unter Schonung ökologisch sensibler Bereiche wie der Laubwälder um Heinrichshorst oder der Hägebachniederung erfolgen. Die Forste sind langfristig in naturnähere Wälder umzubauen. Die Nutzung sollte stellenweise durch Einzelstammentnahme erfolgen. Auf größere Kahlschläge ist zu verzichten. Waldmäntel aus standortgerechten Straucharten sind in den Bereichen der Waldränder zu fördern. Lichtungen innerhalb der Wälder, die als Grünland oder kleinflächige Äcker genutzt werden, sollten erhalten werden. Alte Hudeeichen sind als wertvolle Lebensräume einer artenreichen Insektenfauna sowie gefährdeter Vogelarten zu schützen und nicht zu nutzen. Die landwirtschaftlichen Flächen könnten durch die Anlage von Hecken, Baumreihen und Flurgehölzen gegliedert und damit landschaftsästhetisch und ökologisch aufgewertet werden. Die noch naturnah erhaltenen Abschnitte der kleinen Fließgewässer sind zu erhalten. An den ausgebauten Abschnitten des Hägebaches sollte die Nutzung im Schonstreifen extensiviert werden. Zumindest einseitige Gehölzstreifen aus Schwarz-Erle sind im Randstreifen anzulegen. Langfristig könnten die ausgebauten Fließgewässer unter Entwicklung eines geschwungenen Verlaufs und natürlichen Profils wieder renaturiert werden. Eine weitere Genehmigung von Bodenabbau innerhalb des LSG ist abzulehnen. Vorhandene Abbauflächen sind zu rekultivieren. Ehemals militärisch genutzte Flächen am Dornberg sind unter Schonung der Eichenbestände zu sanieren. Zur Weiterentwicklung der Erholungsnutzung kann das Radwegenetz vervollständigt werden. Ein Wanderwegenetz innerhalb der Wälder ist heute bereits in ausreichender Dichte vorhanden. Wälder im Randbereich des Lindenwaldes bei Colbitz Von Colbitz aus fährt man mit dem Fahrrad nach Westen in Richtung Jägerstieg. Etwa 500 m westlich des Colbitzer Ortsrandes biegt man nach Südwesten in die Kiefern- und Laubmischwälder ein. Nach etwa 1,5 km führt ein Querweg nach Süden. Nach weiteren 2 km ist der Ort Samswegen erreicht. In Samswegen überquert man den Hägebach und verläßt den Ort wieder in nördliche Richtung, um am östlichen Rand der Hägebachniederung nach Lindhorst zu fahren. Linkerhand erstrecken sich von Grünland und Erlenreihen geprägte Niederungswiesen. Nach 2,5 km ist der Ort Lindhorst erreicht. Zwischen Lindhorst und dem unweit gelegenen Colbitz bildet eine Windmühle einen Blickfang. Laubmischwälder bei Heinrichshorst Mit dem Kraftfahrzeug fährt man auf der Straße von Colbitz nach Angern etwa 3,5 km in östliche Richtung, bis am rechten Straßenrand ein Schild auf die Siedlung ”Heinrichshorst” hinweist. Hier biegt man nach rechts auf einer befahrbaren Forststraße in den Wald ein und erreicht nach wenigen hundert Metern das Jagdhaus Heinrichshorst. Der repräsentative Bau, ein ehemaliges Jagdschloß, wurde um die Jahrhundertwende von einem Fabrikanten errichtet. Das Eingangstor wird von zwei lebensgroßen Bronzehirschen gesäumt. Von hier aus kann man die Laubwälder im Bereich des Dornberges auf verschiedenen Wegen zu Fuß erkunden. Direkt südlich des Jagdhauses stellt ein Rotbuchenwald eine Besonderheit innerhalb der sonst von Kiefern und Eichen geprägten Colbitzer Heide dar. Die angrenzenden Wälder sind teils reich strukturierte Eichen-Hainbuchenwälder. Auf der Anhöhe des Dornberges, die noch vor wenigen Jahren als Raketenstellung gesperrt war, ist ein lichter Wald mit alten Eichen vorhanden. Wolmirstedt Am Südrand des LSG liegt an dem Flüßchen Ohre die Stadt Wolmirstedt. Bis zum 13. Jahrhundert mündete hier die Ohre in die Elbe, so daß die Stadt eine Bedeutung als wichtiger Übergang über beide Flüsse hatte. Gleichzeitig war Wolmirstedt das Tor zur Altmark. Im Jahre 730 n.Chr. traf Karl der Große hier zu Verhandlungen auf die Ostsachsen und Slawen des ostelbischen Raumes. Der strategisch wichtige Ort wurde durch eine Burg geschützt, die für das Jahr 1009 erstmalig erwähnt wird. Um Wolmirstedt konkurrierten jahrhundertelang die Grafen der Nordmark und die Erzbischöfe von Magdeburg. Letztere ließen die Burg im 15. und 16. Jahrhundert großzügig ausbauen. Ein Blickfang im Innenhof der heute noch erhaltenen Anlagen ist die im Jahr 1480 aus Backstein erbaute Kapelle. Die filigrane Gliederung der Strebepfeiler und des Portals verweist auf die klassischen Vorbilder in Tangermünde und Werben. Das frühere Gutshaus der Stiftsdomäne ist ein beeindruckender Barockbau aus dem Jahre 1732. Später wurde es mehrfach umgebaut. Ansonsten hat die als Wohnstadt für die Bergarbeiter des 1973 in Betrieb genommenen Kaliwerkes Zielitz umgestaltete Stadt nur wenig historische Bausubstanz. Es dominieren großflächige Neubausiedlungen in Plattenbauweise. Eine Ausnahme im Stadtbild ist der ehemalige Gasthof ”Zum Schwarzen Adler”, ein sehenswerter zweigeschossiger Fachwerkbau. In der Glindenberger Straße zeigt das Kreisheimatmuseum zahlreiche Exponate zur Historie der Stadt und ihrer Umgebung. Von Bedeutung sind insbesondere die Funde aus der Ausgrabung der Hildagsburg, eines großen slawischen Burgwalles am Rande des Elbetales. Auf den „Kalimandscharo“ Seit Mai 1999 lockt die größere der beiden Abraumhalden des Kalibergbaubetriebes Zielitz zum 90 m hohen Gipfel. Über die Wälder des LSG reicht der Blick von oben oder zum Schiefen Turm der Bundesgartenschau in Magdeburg. Bis zum Ausblick sind mindestens 2 Kilometer Fußtour und Steigungen bis 16 Prozent zu bewältigen. Da die Begehung bei laufendem Betrieb erfolgt, sind nur angemeldete Führungen möglich. Etwa zwei bis drei Stunden sind für die Tour einzuplanen, bei der es nicht nur vieles zu sehen, sondern von den Bergführern auch Interessantes über den Kalibergbau zu hören gibt. veröffentlicht in: Die Landschaftsschutzgebiete Sachsen-Anhalts © 2000, Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt, ISSN 3-00-006057-X Die Natur- und Landschaftsschutzgebiete Sachsen-Anhalts - Ergänzungsband © 2003, Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt, ISBN 3-00-012241-9 Letzte Aktualisierung: 18.11.2025

GrassLands - Mowing Frequency - Yearly, 10m

Grassland mowing dynamics (i.e. the timing and frequency of mowing events) have a strong impact on grassland functions and yields. As grasslands in Germany are managed on small-scale units and grass grows back quickly, satellite information with high spatial and temporal resolution is necessary to capture grassland mowing dynamics. Based on Sentinel-2 data time series, mowing events are detected throughout Germany and annual maps of the grassland mowing frequency generated. The grassland mowing detection approach operates per pixel, including preprocessing of the Enhanced Vegetation Index (EVI) time series and a calibrated rule-based grassland mowing detection which is specified in more detail in Reinermann et al. 2022, 2023.

Begruenung von Rueckstandshalden der Kaliindustrie in Niedersachsen und Hessen, ab 1994 in Thueringen, Entwicklung von Begruenungskonzepten fuer eine Rueckstandshalde der Kaliindustrie bei Heringen/Werra

Es handelt sich um eine Mischhalde aus Steinsalz, Gips (und Anhydrit) und Kieserit. Da die Chloride bis zu 2 m Tiefe fast vollstaendig ausgewaschen sind, besteht die Haldenoberflaeche zum ueberwiegenden Teil aus Gips (Anhydrit). Nur vereinzelt steht Bittersalz an der Oberflaeche an. Die Sukzession im Einflussbereich der Halde wird untersucht. Bei Versuchsansaaten, Pflanzungen, u.a. von Landreitgras und Duenenpflanzen, konnten erste Begruenungserfolge verzeichnet werden. Forschungsschwerpunkt ist die Foerderung der natuerlichen Besiedlung der Rueckstandshalde durch krautige Pflanzen, Graeser und Gehoelze auf grosser Flaeche.

Molecular, genetic and phenotypic analysis of an early-heading mutant in diploid einkorn wheat

In cereal breeding, optimal adaptation to a given environment and subsequently high yield potential is mainly determined by the time of flowering. Time to flowering, however, is commonly affected by a complex interplay between three determinants: photoperiodic and vernalization requirements as well as the intrinsic capability of a cultivar/genotype to flower. The intrinsic capability to flower early is also called 'earliness per se'. Here we would like to investigate an earlyheading mutant from diploid einkorn wheat (T. monococcum L.), line KT3-5, which possesses a single major recessive earliness per se (eps) locus on the very distal end of the long arm of chromosome 3A. During the proposed project we will (i) perform detailed phenotypic analyses and high-resolution genetic mapping of the early-heading mutant KT3-5 in diploid einkorn wheat, (ii) identify and isolate novel grass-specific genes/proteins which affect early spike development, controlling flowering time and spikelet number, and (iii) study the expression pattern, tissue-specificity and function of candidate gene(s) during early spike development. The molecular isolation of genes involved in early spike development will make an important contribution to future fine-tuning of flowering time in small grain cereal crops by providing a better understanding of the developmental genetic processes underlying heading time and spikelet number in wheat and related grasses.

Berücksichtigung der Wurzeln im Nachweis der lokalen Standsicherheit für Uferböschungen an Binnenwasserstraßen

Wurzeln zur Ufersicherung an Binnenwasserstraßen Berücksichtigung im Nachweis der lokalen Standsicherheit Pflanzen können mit ihren Wurzeln Uferböschungen befestigen. Diese stabilisierende Wirkung wird quantitativ untersucht, sodass sie beim lokalen Standsicherheitsnachweis berücksichtigt werden kann. Hierdurch soll der Anwendungsbereich technisch-biologischer Ufersicherungen an Binnenwassertraßen erweitert werden. Aufgabenstellung und Ziel Bei technisch-biologischen Ufersicherungen übernehmen Pflanzen bzw. eine Kombination aus Pflanzen und technischen Maßnahmen den Uferschutz. Dabei stabilisieren die Wurzeln der Pflanzen den Boden. Sie erhöhen die Scherfestigkeit und übernehmen Filterfunktionen. Diese positiven Effekte wurden bisher nicht soweit quantifiziert, dass sie in Bemessungsverfahren berücksichtigt werden konnten. Stattdessen wird aufgrund der bisherigen Erkenntnisse, u. a. aus dem BAW-Forschungsprojekt B3952.04.04.10151, ein Bemessungsverfahren empfohlen, das auf der sicheren Seite liegt. Bei diesem werden Wurzeln nicht zum Ansatz gebracht (Fleischer et al. 2021). Die stabilisierende Wirkung der Wurzeln auf Böschungen an Wasserstraßen soll quantitativ untersucht und anschließend in geeignete Berechnungsmodelle integriert werden. Ziel ist es, die Wirkung der Wurzeln bei der Bemessung technisch-biologischer Ufersicherungen zu berücksichtigen. Dadurch sollen deren Anwendungsbereiche erweitert werden. Bedeutung für die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) Bei all ihren Tätigkeiten muss die WSV die Bedürfnisse der Wasserwirtschaft wahren. Hierzu zählt seit Einführung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie im Jahr 2000, dass bei Ausbau und Unterhaltung der Wasserstraßen deren ökologischer Zustand verbessert werden soll, um das ökologische Potenzial der Binnenwasserstraßen auszuschöpfen. Der Ersatz eines herkömmlichen Uferdeckwerks durch eine technisch-biologische Ufersicherung bietet die Möglichkeit, die ökologischen Verhältnisse auch dort zu verbessern, wo auf einen Uferschutz nicht verzichtet werden kann. Aus diesem Grund sollen zukünftig vermehrt Pflanzen in Ufersicherungen eingesetzt werden, wenn dies die hydraulischen Belastungen erlauben. Kann die stabilisierende Wirkung der Wurzeln bei der Bemessung berücksichtigt werden, erweitert sich die Einsetzbarkeit technisch-biologischer Ufersicherungen, die kein signifikantes Flächengewicht aufweisen, wie z. B. Weidenspreitlagen oder Pflanzmatten. Hierdurch lässt sich das ökologische Potenzial an den Binnenwasserstraßen erhöhen. Untersuchungsmethoden Um Wurzeln in den Standsicherheitsnachweisen zu berücksichtigen, müssen deren Einflüsse quantifiziert werden. Hierfür sind verschiedene Labor-, Modell- und Naturversuche vorgesehen: - Aufzucht typischer, für technisch-biologische Ufersicherungen geeigneter Pflanzen, wie z. B. Weiden, Gräser oder Stauden unter definierten Bedingungen - Ermittlung der Wurzelparameter durch Wurzelaufgrabungen, Zug- und Scherfestigkeitsversuche - Ermittlung von Wurzelparametern in-situ in Uferböschungen für einen Vergleich mit den im Labor ermittelten Werten aus Pflanzversuchen, Modellergebnissen und Literaturangaben - Zusammenstellung der relevanten Wurzelparameter typischer Uferpflanzenarten für deren Integrierung in geeignete Berechnungsmodelle

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