In mehreren kleinen Einzugsgebieten der noerdlichen Flyschvoralpen mit unterschiedlichen Wald- und Gruenlandanteil wird sowohl Menge wie Guete (chem. Zusammensetzung) des Eintrages (Niederschlag) und des Austrages (Abfluss) langfristig und kontinuierlich erhoben. Es ist das Ziel die Wirkung des Waldes, aber auch anderer Bodennutzungsarten im Wasser- und Stoffhaushalt dieser Einzugsgebiete zu erkennen. Aus dem Vergleich unterschiedlicher Gebiete sollen auch Folgerungen fuer aehnliche Regionen gezogen werden. Insbesondere interessiert auch die hydrologische Reaktion auf die sich stets aendernde Stoffdeposition.
Das Projekt bezweckt die Untersuchung der oekologischen Bedingungen in Fliessgewaessern im Mittelmeergebiet unter den besonderen Bedingungen des Mediterranklimas, d.h. der langen sommerlichen Trockenperiode und damit in Zusammenhang der Anpassungsmechanismen der in solchen Baechen lebenden Tiere, vor allem der Insekten. Gleichzeitig erfolgt eine faunistisch-zoogeographische Auswertung der Ergebnisse. Die Arbeit erfolgt mit expeditionsmaessiger Untersuchungsmethodik. Einzelergebnisse werden laufend publiziert, Endziel ist eine monographische Darstellung in Buchform.
Fernziel des Programmes ist das Oekosystem eines Gebirgsbaches soweit kennenzulernen, dass dessen Reaktionen wissenschaftlich fundiert vorhersagbar sind. In der jetzt laufenden ersten Phase des Programmes (5-10 Jahre) werden Mess- und Sammelmethoden geprueft und entwickelt.
Eine morphologisch variable Art, die in der Vergangenheit in mehrere Arten (z.B. V. bilateralis, A. polysperma) aufgegliedert war. Da eine klare Grenzziehung nicht möglich ist, wird hier nur V. fontinalis angegeben, wie es auch Rieth (1980) getan hat. Der Komplex um V. fontinalis bedarf weiterer Untersuchungen, zumal auch im Untersuchungsgebiet Populationen deutlich unterschiedlicher Morphologie vorkommen. Die Art war in den alten Roten Listen von 1996 uneinheitlich bewertet worden: Mollenhauer (1996) hatte die Binnenlandvorkommen als „gefährdet“ eingestuft, Schories et al. (1996) die marinen Vorkommen als „ungefährdet“. Nahezu ausschließlich in Gewässern vorkommend, vor allem in Bergbächen, und vorwiegend im frühen Frühjahr auftretend, im Sommer und Herbst hingegen verschwindend. In ihrer Häufigkeit möglicherweise aus diesem Grunde in der Vergangenheit unterschätzt.
Lebensraum: Gebirgsbäche; außerhalb der Alpen sehr selten.
Lebensraum: Gebirgsbäche; außerhalb der Alpen sehr selten.
Ein aktueller Beitrag der ARD-Sendung Klimazeit thematisiert die Folgen des Klimawandels auf Bergbäche und ihre Lebensgemeinschaften. Dafür begleitete das ARD-Team die Kollegen Herrn Dr. Fischer und Herrn Schäffer bei ihrer Arbeit am Schwarzbach im Pfälzerwald. Klicken Sie auf den folgenden Link, um den ARD-Beitrag abzuspielen: Projekt in Süddeutschland zu Folgen des Klimawandels auf deutsche Bäche
Welchen Effekt hat der Klimawandel auf die Fließgewässer Baden-Württembergs und wie beeinflusst er die Artenzusammensetzung? Um das herauszufinden wurden 2022 im ganzen Land verteilt an Bächen und Flüssen Temperaturlogger installiert. Auch an der Alb bei Bad Herrenalb erfassen nun zwei Logger kontinuierlich die Wassertemperatur. Die Artenzusammensetzung der Fließgewässer ist sehr vielseitig. Neben vielen unterschiedlichen Kleinlebewesen bewohnen auch verschiedene Insektenlarven das Wasser. So verstecken sich Eintagsfliegenlarven beispielsweise unter größeren Steinen im Gewässer. Köcherfliegenlarven hingegen bauen sich mittels eines Klebesekrets kleine Wohnröhren aus Steinen oder organischem Material. Die Larven ernähren sich von Aufwuchs und vorbeischwimmenden Algen. Die Röhren, auch Köcher genannt, werden dabei immer wieder ausgebaut und an das eigene Wachstum angepasst. Nach der Verpuppung schlüpft die Fliege, pflanzt sich an Land fort und kehrt zur Eiablage ans Gewässer zurück. Die Kleinlebewesen, die in den Bächen und Flüssen leben, sind dabei oft auf bestimmte Temperaturen angewiesen. Manche Arten benötigen kühle Gewässer, andere sind anspruchsloser. Wird das Klima wärmer und die Temperaturen im Fluss steigen dauerhaft an, gehen die Lebensräume vieler Tiere verloren. Weniger anspruchsvolle, tolerantere Arten können aus den größeren Flüssen in die kleineren, kühlen Bäche einwandern und die empfindlichen Arten verdrängen. Dabei können zum Beispiel die kälteliebenden Arten der Bergbäche nur in begrenztem Maße flussaufwärts in die kühleren Quellgebiete ausweichen („Gipfelfalle“). Bilder zeigen: Frau Semmler-Elpers zeigt die Artenvielfalt in der Alb. Unter einem Stein duckt sich eine Eintagsfliegenlarve (links am Stein). Die Köcher der Köcherfliegenlarven findet man in vielen Flüssen Baden-Württembergs. Bildnachweis: Simone Zehnder/LUBW Um die Temperaturentwicklung der Bäche und Flüsse Baden-Württembergs langfristig im Blick zu behalten, wurden 2022 an 16 Stellen im Land Temperaturlogger installiert. Diese erfassen kontinuierlich die Temperatur des Gewässers. Auch an der Alb bei Bad Herrenalb wurden zwei Logger installiert. Die Logger befinden sich in Stahlröhren, die mittels eines Karabiners und einer Kette im Fluss befestigt werden. Einmal im Jahr sollen die gespeicherten Daten künftig ausgelesen werden. Um langfristige Trends zu erkennen, sollen die Wassertemperaturen über mehrere Jahrzehnte an den gleichen Stellen gemessen werden. Zudem findet an den 16 Stellen ein chemisches und biologisches Monitoring statt. Das heißt, dass neben den chemischen Parametern (wie beispielsweise Nährstoffe, pH-Wert und Sauerstoff) auch die dort lebenden Arten erfasst werden. Bilder zeigen: Frau Dr. Brettschneider befestigt einen Karabiner im Fluss. Daran wird der Temperaturlogger an einer Kette befestigt. Die Stahlröhre und die Kette werden im Anschluss mit Steinen beschwert. Damit sind sie weniger sichtbar und können nicht weggeschwemmt werden. Bildnachweis: Simone Zehnder/LUBW Die Standorte der Logger wurden anhand verschiedener Kriterien im Vorfeld ausgesucht. So sollten zum einen unterschiedliche Fließgewässertypen vertreten und die Flüsse noch weitestgehend unbeeinflusst sein. Begradigte Flussabschnitte und Flüsse mit umgebender intensiver Landbewirtschaftung wurden daher ausgeschlossen. Die Stellen sollten zudem dauerhaft beschattet sein und im Sommer nicht trockenfallen. Bilder zeigen: Der Temperaturlogger treibt im Fluss. Die Kette wurde danach noch mit Steinen beschwert. Rechts ist der Flussabschnitt der Alb zu sehen. Bildnachweis: Simone Zehnder/LUBW Die LUBW erhebt in ganz Baden-Württemberg Daten und wertet diese aus. Hierfür sind die Mitarbeitenden viel unterwegs, um die Daten zu generieren, Messsysteme zu installieren und zu warten oder um regelmäßige Proben zu entnehmen. Eine weitere Aufgabe der LUBW ist die Beratung von Bürgerinnen und Bürgern, der öffentlichen Verwaltung oder der Politik. In der neuen Rubrik „Unterwegs mit der LUBW“ nehmen wir die Lesenden mit zu den unterschiedlichsten Orten im Land und zeigen die vielfältigen Themen der LUBW – von der Radonberatungsstelle zur Probenentnahme im Gewässer.
Temporary streams are very common, also in humid climates, and often represent a substantial portion of total stream length. However, temporary streams are generally not included in stream monitoring networks and hydrologists have, so far, largely ignored them. As a result, little is known about the hydrological responses of temporary streams and the factors that control the occurrence of flow in temporary streams. Connectivity of previously disconnected stream segments can result in sudden increases in streamflow and significantly alter stream water quality in downstream perennial streams. For the latter, it is especially important to note that organic material and other substances that might have accumulated in the channel during periods of no flow, might be flushed out at the onset of flow in temporary streams, causing a water chemistry dynamic that is different from that of constantly flowing streams. It is thus important to study how and when connectivity between flowing sections of the temporary stream network is established and what controls the occurrence of flow in temporary streams. The overall aim of the proposed research is to explore these aqua temporaria incognita. This will provide a better understanding of temporary streams and their importance for spatial and temporal variations in runoff and stream water quality in headwater catchments. This will be done by detailed field experiments in two pre-Alpine headwater catchments. We will map the presence of flowing water in temporary streams using an array of low costs sensors, time-lapse cameras and traditional mapping techniques to study how connectivity of flowing stream reaches is established and what topographic and landscape factors control the occurrence of flow seasonally and during different events. We will use the occurrence of flow in the stream network as an indicator of subsurface flow and hillslope-stream connectivity in order to better understand the precipitation and groundwater level thresholds that control runoff generation. This is a novel way to obtain information on the spatial variability of the temporal controls on subsurface flow generation. Finally, by monitoring the onset of flow and connectivity of stream reaches and simultaneous sampling of water chemistry in temporary streams during events, we will determine how connectivity of the temporary stream network affects downstream water quality.
Das Vorhaben beinhaltet die Erneuerung der Bücke der Kreisstraße OA 5 über den Lußbach und den Leithenbach am östlichen Ortsrand von Ofterschwang. Die Brücke ist baufällig und muss erneuert werden Die bestehende, baufällige Brücke der Kreisstraße OA 5 über die beiden Bäche (Lußbach und Leit-henbach) am Ortsrand von Ofterschwang soll durch zwei separate Durchlassbauwerke ersetzt werden. Beide geplanten Durchlässe sollen als Rechteckprofile mit einem Querschnitt von jeweils 2,20 m lichter Weite und 1,70 m lichter Höhe ausgeführt werden. Der Lußbach-Durchlass enthält zwei Abwinkelungen zur Umlenkung des Bachlaufes vom bestehenden Luß- und Riedbachkanal längs unter der Kreisstraße bis zum offenen Bachbett hin. Die Länge des geplanten Durchlasses beträgt 15 m, das Längsgefälle beträgt 4,26%. Der Leithenbach-Durchlass quert die Kreisstraße OA 5 und enthält eine Abwinkelung zur Umlenkung des Bachlaufes. Die Länge des geplanten Durchlasses beträgt 18 m, das Längsgefälle beträgt im Bereich der Fahrbahnquerung 6,44%. Am Einlaufbereich zum Durchlass beträgt das Sohlgefälle des Bachbettes ca. 28% und besteht aus Felsplatten. Da sich in dem Gebirgsbach keine Fische aufhalten und sich keine anderen Lebewesen auf den steilen Felsplatten halten können, ist keine Kies- bzw. Substratsohle im geplanten Durchlass erforderlich. Am Auslauf ist ein Sohlriegel als Kolkschutz und am angeströmten Uferbereich ein Verbau aus Wasserbausteinen zur weiteren Sohl- und Böschungssicherung vorgesehen. Dadurch soll die Böschung zur nebenliegenden Grundstückszufahrt geschützt werden. Beide Durchlässe münden nebeneinander südöstlich der Kreisstraße in das bestehende Bachbett des Leithenbaches. Durch die Trennung der Durchlässe sollen Verwirbelungen der beiden Gewässer vermieden werden.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 82 |
| Europa | 4 |
| Land | 9 |
| Weitere | 2 |
| Wissenschaft | 18 |
| Zivilgesellschaft | 1 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 49 |
| Taxon | 3 |
| Text | 13 |
| Umweltprüfung | 1 |
| WRRL-Maßnahme | 22 |
| unbekannt | 3 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 20 |
| Offen | 71 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 86 |
| Englisch | 39 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Archiv | 1 |
| Dokument | 10 |
| Keine | 64 |
| Multimedia | 1 |
| Webseite | 22 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 67 |
| Lebewesen und Lebensräume | 75 |
| Luft | 40 |
| Mensch und Umwelt | 75 |
| Wasser | 91 |
| Weitere | 82 |