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Bewertung der Klimaauswirkungen auf die Wasserressourcen in Usbekistan: Auswirkungen auf die Landwirtschaft und den Wassersektor

Bewertung der Klimaauswirkungen auf die Wasserressourcen in Usbekistan: Auswirkungen auf die Landwirtschaft und den Wassersektor, Teilvorhaben: Hydrologische Auswertung der Klimaszenarien auf die langjährige Wasserverfügbarkeit in Usbekistan

GLACINDIA - Water related effects of changes in glacier mass balance and river runoff in India, Auswirkungen von vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Änderungen der Gletschermassenbilanz und Abflüsse auf den Wasserhaushalt im westlichen Himalaja, Indien

Das vorrangige Ziel von GLACINDIA besteht darin, aktualisierte und wissenschaftlich fundierte Daten und Informationen zu den potentiellen Folgen von Änderungen in der Massenbilanz von Gletschern im westlichen Himalaja sowie damit einhergehend potentielle Änderungen in den Abflussmengen der durch Gletscherschmelze gespeisten Flüsse in der Region zu erfassen, zu analysieren und schlussendlich diese Informationen der Gesellschaft bereitzustellen. Dieses Ziel wird durch eine Kombination von kontinuierlicher Datenerfassung und Datenanalyse sowie durch die Anwendung von Modellen im Bereich der regionalen Klima- und Gleschermassenbilanzmodellierung erreicht werden. Der regionale Fokus der Feldstudien zur Datenerfassung liegt auf zwei Gletschern (Chhota Shigri und Patsio) im nordwestlichen, politisch zu Indien gehörenden Teil des Himalajas. Neben der eigentlichen Forschungsarbeit liegt ein weiterer Schwerpunkt im GLACINDIA-Projekt im Bereich des wissenschaftlichen Capacity Buildings. GLACINDIA wird bereits bestehende wissenschaftliche Netzwerke und Aktivitäten in das Projekt einbeziehen und somit einen signifikanten Beitrag zu bereits aktuell in der Region laufenden wissenschaftlichen Aktivitäten in diesem Forschungsbereich leisten. Teil des Capacity Builing Konzepts von GLACINDIA ist die Etablierung eines Austauschs- und Trainingsprogramm für junge Wissenschaftler. Um zu gewährleisten, dass die Ergebnisse aber auch in regionale Entscheidungsprozesse einfließen können, werden diese nutzerorientiert aufbereitet und weitergegeben werden. In diesem Zusammenhang sind auch mehrere Workshops mit Entscheidungsträgern in der Projektregion vorgesehenen.

Forschergruppe (FOR) 816: Biodiversity and Sustainable Management of a Megadiverse Mountain Ecosystem in South Ecuador, C2: Arbuscular mycorrhizal communities in different stages of succession after loss of pristine forest

Association of arbuscular mycorrhizal fungi (AMF) with roots is a pre-requisite for growth and survival of tropical trees. Previous investigations of the applicant revealed that native tropical trees in the Ecuadorian mountain rain forest as well as planted seedlings in reforestation plots on the opposite river side were associated with large numbers of arbuscular mycorrhizal fungi. Diversity and richness of AMF was found similarly high, but Glomus Group A sequence type composition appeared as distinctly different. The lack of most of pristine forest AMF on seedlings may indicate definite loss after clearing of the primary forest trees, but may also be just a sampling artefact. AMF communities of remnant tropical forest trees and regenerating woody plants in the degraded pastures of different succession stages shall therefore be investigated. Results shall show if and how long remnant forest trees can preserve the original AMF potential and to which extent and how fast the original AMF community may regenerate with woody plant successions. Definite change or rehabilitation of the AMF community may determine the final type, secondary or primary, of naturally regenerating forest on degraded tropical sites.

SEDRIVER-RM: Massnahmekonzepte im Umgang mit Hochwassergefahhren

Entwicklung von Massnahmenkonzepten und Strategien im Umgang mit Hochwassergefahren unter Berücksichtigung des Klimawandels im Rahmen des NFP 61-Projekts SEDRIVER Das NFP 61-Projekt 'SEDRIVER: Effects of sediment transporting flows on fish habitat in mountain rivers - expected development until 2050 taking into account climate change' untersucht die Auswirkungen der sich verändernden klimatischen Randbedingungen auf die Hochwasserabflüsse und den Geschiebetransport in Gebirgsflüssen sowie die damit verbundenen Auswirkungen auf die Habitatsbedingungen für Fische (betrachtet am Beispiel der Bachforelle). Im Rahmen dieses Projekts soll in einem zusätzlichen Modul auch untersucht werden, welche Auswirkungen die klimabedingten Veränderungen bezüglich Hochwasser und Geschiebetransport auf die Massnahmen zum Schutz vor Hochwasser und zur Bewirtschaftung von Geschiebe bzw. Feststoffen in alpinen Gewässern haben. Ziel dieser zusätzlichen Untersuchung ist die Entwicklung von Massnahmen und Strategien zum Schutz des Menschen, von hohen Sachwerten und der natürlichen Lebensgrundlagen vor Hochwassergefahren unter Berücksichtigung des Klimawandels.

Auswirkungen von Extremereignissen auf die Funktion von Sedimentspeichern und -quellen, auf die Materialmobilität und den fluvialen Sedimenttransfer in einem alpinen Fließgewässersystem

Wildbäche als fluviale Transportbänder in Hochgebirgen werden von Sohl- und Ufer-material, von lateraler Materialzufuhr durch Hangrinnen und durch Massenbewegungen gespeist. Besonders intensiv ist der Materialumsatz bei extremen Hochwasserereignissen, die sich allerdings der direkten Messung in der Regel entziehen. Während des Ereignisses aktivierte Sedimentquellen sind nach Verstreichen längerer Zeiträume häufig nicht mehr detektierbar. Nachfolgende Bearbeitungsprozesse der durch das Ereignis geschaffenen Erosions- und Akkumulationsformen sind meist nicht durch einen Vergleich mit dem Vorzustand quantifizierbar, weil für Bilanzierungen zu nutzende detaillierte Informationen und Voruntersuchungen über den Systemzustand vor dem Ereignis fehlen. Bei früheren Arbeiten im Untersuchungsgebiet (Reintal, Wettersteingebirge) deutete sich an, dass Profilknicke, Bergsturz-seen und große Akkumulationskörper rezent stabile Einheiten darstellen und bei der funktionalen Kopplung des Materialtransfers austauschhindernd wirken. Bei den Großereignissen des lJahres 2005 zeigte sich allerdings, dass die Persistenz von Quellen und Senken von der Größenordnung und Frequenz der wirkenden Prozesse abhängig ist. Sie können ihre scheinbar längerfristig fixierte Funktion innerhalb kurzer Zeiträume wandeln und zu Einheiten transienten Gleichgewichts werden. Es ist von erheblicher wissenschaftlicher Bedeutung, diese im alpinen Raum bisher nicht beachteten Übergangsphasen detailliert zu dokumentieren, um das Verständnis der Reaktion von Systemen auf extreme Prozesse zu verbessern. Der Einfluss der Ereignisse auf den Zustand, die Prozesse und die Organisation des Systems ist Gegenstand der laufenden Arbeiten. Die exakte Erfassung von geomorphologischen und geomorphometrischen Veränderungen soll mit Hilfe des terrestrischen Laserscanning geschehen. Die in der Vorlaufzeit im Reintal gewonnenen; vielfach durch multitemporale Aufnahmen gestützten Erfahrungen zur Quantifizierung und Bilanzierung des fluvialen Materialtransfers und zu den beteiligten Kopplungen werden für das geplante Vorhaben von unschätzbarem Wert sein.

WWF-Alpenflussstudie 2011 - Freiheit für das Wilde Wasser

Anlass: Die Alpen zählen zu den wertvollsten Ökoregionen Europas. Ihre naturnahen Wildflüsse bilden Korridore und strukturieren die Vielfalt von Arten und Lebensräumen. Viel Wasser ist noch nicht talwärts geflossen, seit sie aufgestaut, verbaut, eingedämmt oder begradigt, ihrer natürlichen Dynamik beraubt wurden und große Teile ihrer Auen eingebüßt haben. Angesichts dieser Schäden lässt sich der Verlust, aber auch die Wertigkeit des erhalten Gebliebenen ermessen. Der WWF Deutschland hat im Jahr 2010 an der Ammer, einem der letzten noch weitgehend intakten nordalpinen Fließgewässer, ein Projekt zum Schutz und zur Förderung der Arten- und Lebensraumvielfalt gestartet. Als Teil dieses Projekts möchte der WWF Deutschland auch einen Überblick über die Naturnähe anderer nordalpiner Gewässer gewinnen. Methodisch schauen wir über den Flusslauf der Ammer hinweg und richten den Blick hin zu anderen nordalpinen Wildflüssen. Denn deren Zustand hilft uns umgekehrt, auch die Probleme der Ammer besser zu verstehen. Zuletzt gibt uns diese Arbeit einen Kompass an die Hand, der uns den Weg weist, wo und wie der WWF auch zukünftig zum Schutz alpiner Flüsse beitragen muss. Die Fachbehörden können mit dieser Arbeit ihre Prioritäten überdenken und da, wo notwendig, neu setzen. Ziele der Studie sind: - die vergleichende Bewertung nordalpiner Wildflusslandschaften (insbesondere unter naturschutzfachlichen Aspekten und mit innovativen Ansätzen); - die Unterstützung bei der Auswahl von naturschutzfachlich sehr guten bzw. entwicklungsfähigen Wildflüssen für evtl. weitere Renaturierungsprojekte; -die Nutzung der Ergebnisse für Öffentlichkeitsarbeit oder Stellungnahmen zu geplanten Projekten (z. B. bei der Diskussion zur Entwicklung der Wasserkraftnutzung und - im WWF-Netzwerk - gemeinsamer Standards zur Qualifizierung von Wasserkraftanlagen). Für die Studie wurden Flüsse in der Schweiz, Österreich und Deutschland gesucht, die prinzipiell mit der Ammer verglichen werden können. Die Flüsse, die es zu finden galt, mussten folgende Kriterien erfüllen: - nordalpine Wildflüsse; Mündung in Rhein oder Donau, nicht ins Mittelmeer - Abfluss und Geschiebeführung (natürlicherweise) vom Gebirge geprägt -Ursprung im Hochgebirge und Verlauf im Alpenvorland - kein oder nur geringer Gletschereinfluss auf die Gewässer - mittlere bis große Gewässer, aber keine Ströme wie Rhein oder Inn. Folgende 15 Flüsse entsprachen den genannten Kriterien und wurden zur Untersuchung herangezogen: - Sense (Schweiz), - Reuss (Schweiz,) - Thur (Schweiz), - Bregenzer Ach (Österreich), Iller (Deutschland) Lech bis Augsburg (Österreich/Deutschland) Ammer/Linder (Deutschland) bis zum - Ammersee Loisach (Österreich/Deutschland), - Isar bis München (Österreich/Deutschland), - Mangfall (Deutschland), - Großache/Tiroler Achen (Österreich/Deutschland), - Traun (Deutschland), - Traun (Österreich), - Ybbs (Österreich), - Traisen (Österreich).

FFH-Lebensraumtyp 3260 – Fließgewässer mit flutender Wasservegetation

Unter diesem Lebensraumtyp sind natürliche und naturnahe Fließgewässer von der Ebene bis ins Bergland mit flutender Wasserpflanzenvegetation zusammengefasst. Mit der jeweiligen Fließgewässerregion wechseln sich die jeweiligen Standortbedingungen ab. Biotoptypen Baden-Württembergs Folgende Biotoptypen für die freie Landschaft, den besiedelten Bereich oder die Wälder, mit ihren Schlüsselnummern sind dem FFH-Lebensraumtyp 3260 zugeordnet: Eine ausführliche Beschreibung aller Biotoptypen ist enthalten in der LUBW-Publikation Datenschlüssel Baden-Württemberg: „Arten, Biotope, Landschaft – Schlüssel zum Erfassen, Beschreiben, Bewerten" . Kennzeichnende Pflanzengesellschaften Kennzeichnende Pflanzenarten Naturnahe Wasserpflanzengesellschaften fließender Gewässer sind als Lebensraum für Wasserorganismen und für die Selbstreinigungskraft der Gewässer von hoher Bedeutung. Die hohe naturschutzfachliche Bedeutung zeigt sich darin, dass dieser Gewässertyp Lebensraum für gefährdete Fisch- und Libellenarten darstellt, die im Anhang der FFH-Richtlinie als besonders schützenswert aufgeführt sind. Für die Oberläufe der Fließgewässer sind z. B. Fischarten wie Groppe ( Cottus gobio ) und Bachneunauge ( Lampetra planeri ) typisch. Charakteristische Fließgewässer-Libellen sind beispielsweise die Helm-Azurjungfer ( Coenagrion mercuriale ) und die Grüne Keiljungfer ( Ophiogomphus cecilia ). Fließgewässer mit flutender Wasservegetation sind nach Landesnaturschutzgesetz (NatSchG) bzw. Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) geschützt. Gesamtverbreitung Fließgewässer mit flutender Wasservegetation sind in allen biogeographischen Regionen der EU außer der alpinen Region Spaniens und Polens verbreitet. Fließgewässer mit flutender Wasservegetation sind in Deutschland vom Flachland bis in die Gebirgsausläufer zu finden. Die Hauptverbreitung der Bestände befindet sich im Unterlauf der Gebirgsflüsse. Verbreitung in Baden-Württemberg Dieser Lebensraumtyp (vor allem Fließgewässer mit Gesellschaften der Wasserhahnenfußarten) tritt in vielen naturnahen Gewässern des Landes auf. Verbreitungsschwerpunkte sind in den Naturräumen Schwarzwald, Schwäbisch Fränkischer Wald, Alpenvorland, Albvorland, Schönbuch und Glemswald, Stromberg und Odenwald sowie in Teilbereichen an Donau, Argen, Wutach, Murg, Neckar, Rems, Enz, Nagold, Kocher, Jagst und Tauber vorhanden. 2025 beträgt die gemeldete LRT-Gesamtfläche 2.400 ha. Ein Großteil der Bestände des LRT liegt in FFH-Gebieten Bestandsentwicklung in Baden-Württemberg Der LRT 3260 kommt landesweit vor. In seiner Fläche und Verbreitung ist der LRT stabil. Die Qualität seiner Ausprägung ist auf Grund von Verbauung, Eutrophierung und Vorkommen von Neophyten jedoch beeinträchtigt. Die Wasserrahmenrichtlinie, Renaturierungsmaßnahmen von Gewässern und der Rückbau von Verbauungen, sind hingegen positive Treiber für bessere Zukunftsaussichten. Stand 2020 Gefährdungsursachen Schutzmaßnahmen Schutzprojekte FFH-Erhaltungszustand Die FFH-Richtlinie ist eine Naturschutz-Richtlinie der EU, deren Name sich von Fauna (= Tiere), Flora (= Pflanzen) und Habitat (= Lebensraum) ableitet. Wesentliches Ziel ist die Erhaltung der biologischen Vielfalt durch den Aufbau eines Schutzgebietssystems für die Lebensraumtypen des Anhangs I und Arten des Anhangs II der Richtlinie. Außerdem werden die Erhaltungszustände der Lebensraumtypen und Arten (Anhang II, IV, V) überwacht. FFH-Gebiete Eine Karte der FFH-Gebiete (mit Angabe der Flächengröße, den vorkommenden LRT und Arten etc.) erhalten Sie im Daten- und Kartendienst der LUBW . Erhaltungszustand des Lebensraumtyps in Baden-Württemberg Stand 2025 Weitere Informationen zu den Erhaltungszuständen der FFH-Lebensraumtypen erhalten Sie auf den Natura 2000-Internetseiten der LUBW. Erhaltungszustand aller FFH-Lebensraumtypen in Baden-Württemberg (pdf; 782 KB)

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