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Meeresschutz auf hoher See - Identifying important marine areas beyond national Jurisdiktion

Das laufende Vorhaben dient dem Aufbau eines repräsentativen Netzwerks von Meeresschutzgebieten unter Einbeziehung der Hohen See im OSPAR Konventionsgebiet bis zum Jahr 2010. Die Beantragung der Aufstockung zur Einbindung eines 2. Teilprojekts findet ihre Begründung in der durch die VSK 9 Ergebnisse seit Mai 2008 erheblich erweiterte Aufgabenstellung mit einem nunmehr globalen Ansatz. Während der 9. VSK der CBD in Bonn (Mai 2008) wurden im Themenfeld 'Meeresbiodiversitätsschutz' erhebliche Fortschritte erzielt und erfolgreich die Weichen für den Aufbau eines weltweiten Netzwerkes von Meeresschutzgebieten bis 2012 gestellt. Zur Umsetzung der entsprechenden Beschlüsse und zur Vorbereitung eines für Ende 2009 in Kanada geplanten CBD-Experten-Workshops sollen in einer globalen Initiative möglichst viele Forscher (Einzelpersonen und Gruppen), Organisationen und Institutionen, welche Kenntnisse und Daten insbesondere über die Weltmeeresgebiete jenseits nationaler Zuständigkeiten vorhalten oder relevante Aktivitäten aufweisen, eingebunden werden. In diesem Follow-Up-Prozess zur VSK 9 sollen in der Zeit der dt. CBD-Präsidentschaft daher primär vorhandenes Datenmaterial mit dem Ziel zusammengetragen und ausgewertet werden, zur VSK 10 (2010) einen Entwurf für ein globales Netzwerk von MPAs vorzulegen. Hierfür muss auch der Entwurf für ein Biogeografisches Klassifizierungssystem der Weltmeere ('GOODS') als Endversion (Buch) erstellt werden. Diese Prozesse werden so eng wie möglich mit den entsprechenden Entwicklungen bei der Weiterentwicklung des UN-Seerechtsübereinkommens (UNCLOS) im Rahmen der UNGA in Einklang gebracht. Weiterhin sollen erste Konzepte für ein internationales Management für MPAs jenseits nationaler Zuständigkeiten entwickelt werden. Dieses Vorhaben kann somit ein Follow-Up der VSK 9 Beschlüsse während der dt. Präsidentschaft gewährleisten und dazu beitragen, dass sich die relevanten Forschungsinstitutionen und -netzwerke an den Prozessen beteiligen.

TEEB Norwegen - The Economics of Ecosystems and Biodiversity TEEB mit Norwegen, Die Ökonomie von Ökosystemen und der Biodiversität (TEEB)

Die TEEB-Studie wurde von Deutschland und der Europäischen Kommission ausgehend von einem Vorschlag der G8+5-Umweltminister (Potsdam, Deutschland, 2007) initiiert, in dem zur Erstellung einer globalen Studie über den ökonomischen Wert des Verlusts biologischer Vielfalt angeregt wurde. Die Natur stellt der menschlichen Gesellschaft eine Vielzahl von Leistungen wie z. B. Nahrungsmittel, Fasern, Brennstoffe, sauberes Wasser, gesunde Böden, Schutz vor Überschwemmungen, Schutz gegen Bodenerosion, Arzneimittel, Kohlenstoffspeicherung (wichtig im Kampf gegen den Klimawandel) und noch viele andere mehr zur Verfügung. Obwohl unser Wohlergehen vollkommen von diesen ökosystemaren Dienstleistungen abhängig ist, sind sie öffentliche Güter ohne Märkte und ohne Preise; deshalb werden sie von unserem aktuellen Wirtschaftskompass oft nicht wahrgenommen. Das führt dazu, dass die durch das Bevölkerungswachstum, die veränderten Ernährungsgewohnheiten, die Urbanisierung sowie auch den Klimawandel verursachten Belastungen die biologische Vielfalt zum Rückzug zwingen und unsere Ökosysteme fortlaufend schädigen und dass wir unsererseits unter den Folgen zu leiden haben. Der im Mai 2008 vorgestellte Zwischenbericht zeigt, dass der derzeitige Rückgang der biologischen Vielfalt im Verbund mit dem Verlust von Ökosystemdienstleistungen weitergehen wird und sich in manchen Fällen sogar beschleunigen dürfte, wenn wir nicht die richtigen politischen Schritte einleiten. Manche Ökosysteme sind wahrscheinlich irreparabel geschädigt. Im Fall eines Weiter-So-Szenario ( business as usual ) werden wir bis 2050 mit schwerwiegenden Folgen zu rechnen haben. Armut und der Verlust biologischer Vielfalt sind untrennbar verbunden: Die wahren Nutznießer eines Großteils der Dienstleistungen von Ökosystemen und der biologischen Vielfalt sind in erster Linie die Armen. Zu den am stärksten betroffenen Erwerbsbereichen gehören die Subsistenzlandwirtschaft, die Viehzucht, die Fischerei und die informelle Waldwirtschaft - ein Großteil der Armen der Welt sind auf sie angewiesen. In Phase II des Vorhabens wird genauer untersucht, wie wir unsere ökonomischen Modelle und unsere Politik optimieren können, um den Zustrom von ökosystemaren Dienstleistungen (der Wertleistungen der Natur), insbesondere Nahrung und Wasser, in transparenter und ausgewogener Form sicherzustellen. Dies fördert nicht nur den Schutz der biologischen Vielfalt, sondern es verbessert auch das Wohlergehen unserer heutigen Generation und künftiger Generationen. Minister Gabriel, Kommissar Dimas und Pavan Sukhdev forderten die Vertragsparteien des Übereinkommens auf, sich an dem offenen Prozess zu beteiligen, dessen Ziel die Schaffung eines zuverlässigen Instrumentariums für die ökonomische Bewertung unserer Handlungen ist, die Auswirkungen auf die Biodiversität haben.

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