API src

Found 52 results.

Related terms

Untersuchungen zu den Abbau-Mechanismen der Sprengstoffe RDX und TNT durch bodenbewohnende Pilze

Sprengstoffe, v.a. TNT und Hexogen (RDX), sind als Kontaminationen in den Boden eingetragen worden und gelangen aufgrund ihrer geringen Wasserlöslichkeit langsam in das Grundwasser. Aufgrund ihrer Umwetlttoxizität ist eine Sanierung kontaminierter Standorte nötig. Bisherige Untersuchungen zum Abbau dieser Xenobiotika haben sich auf die oxidativen Enzyme von Pilzen aus fremden Habitaten (v.a. Weißfäule-Pilzen) konzentriert. Unter Ansatz basiert hingegen auf der Charakterisierung des Abbau-Potentials der nativen Bodenmycota. TNT wird durch Nitratreduktase-Aktivität reduziert und in die Humus-Schicht eingebunden, während das instabile heterozyklische RDX-Moleküle durch Reduktion gespalten und somit mineralisiert wird. TNT-Reduktion und RDX-Abbau werden durch eine große Diversität an bodenbewohnenden Pilzen durchgeführt, v.a. Zygomyceten (Cuninghamella, Absidia) und imperfekte Stadien von Ascomyceten (Penicillium, Trichoderma). Unsere derzeitigen Studien befassen sich mit der Einbringung der RDX-Fragmente in den pilzlichen Sekundärmetabolismus.

Krankheiten und Schädlinge

Bäumen im innerstädtischen Bereich, insbeondere Straßenbäumen, steht in der Regel nur ein eingeschränkter Lebensraum zur Verfügung. Vor allem der verdichtete und versiegelte Wurzelbereich wirkt sich nachhaltig auf die Vitalität der Bäume aus. Oft kommen mechanische Verletzungen hinzu, die den Eintritt für holzzerstörende Pilze begünstigen. Schäden an Bäumen werden auch durch Streusalz, Erdgas und Hundeurin verursacht. Geschwächte und bereits geschädigte Bäume sind besonders anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Aus der Vielzahl der Schaderreger an Berliner Bäumen einige Beispiele: Fast alljährlich werden vor allem Sommer-Linden von Spinnmilben befallen. Heiße und trockene Jahre begünstigen ihre Vermehrung. Befallene Bäume zeigen bereits im Juni ein Vergilben der Blätter im unteren Kronenbereich. Bei starkem Befall kann sich das bis in die Krone hinauf fortsetzen. Es kommt dabei zum fortschreitenden Verbräunen und Vertrocknen der Blätter, was zu frühem Laubfall führt. Blattläuse sind besonders an jungen Blättern und Trieben zu finden. In trockenen und heißen Jahren werden verstärkt Linden von Blattläusen befallen. Die klebrigen Ausscheidungen der Blattläuse, der sog. Honigtau, sind wiederum Nahrungsgrundlage für Rußtaupilze, erkennbar an den geschwärzten Blättern. Verklebte und verschmutzte Flächen unter den Linden, oft auch auf Autos, sind eine weniger beliebte Folgeerscheinung. Die Blattbräune oder Blattnervenkrankheit bei Platanen ist auf einen Pilz ( Apiognomonia veneta ) zurückzuführen, der braune Blattflecken entlang der Blattadern verursacht. Bei Befall kommt es bereits im Frühjahr zum Welken und Vertrocknen der jungen Austriebe, Starkäste werden nicht befallen. Die Kastanien-Miniermotte ( Cameraria ohridella ), ein Insekt, das erst 1985 in Mazedonien entdeckt wurde, ist in Berlin erstmalig 1998 festgestellt worden. Befallen werden vorwiegend weißblühende Rosskastanien. Die Larven der Kastanien-Miniermotte zerstören durch ihre Fraßtätigkeit das Innere der Blätter, was äußerlich an einer hellbraunen Fleckung erkennbar ist. Bei starkem Befall kommt es zum vorzeitigen Blattfall. Jahrelanger Befall führt zur Schwächung des Baumes. Die Wollige Napfschildlaus ( Pulvinaria regalis ), gehört zu den saugenden Schadorganismen, in Berlin wurde sie erstmals im Jahr 2000 festgestellt. Die Larven des Schädlings setzen sich auf Blättern und Zweigen fest und saugen hier den Pflanzensaft. Die Wollige Napfschildlaus bevorzugt insbesondere Linden und Rosskastanien und ist hier durch watteartige, weiße Gebilde am Stamm, die sich bei starkem Befall auch an den Ästen bilden, zu erkennen. Der zu den Schlauchpilzen zählende Schwächeparasit an Platane ( Splanchnonema platani ) verursacht ein rasches Absterben von Ästen. Diese als Massaria bezeichnete Krankheit wurde in Deutschland erstmals 2003 nach einem heißen und besonders trockenen Sommer nachgewiesen. Auch größere Äste mit geringer Vitalität können befallen werden und rasch ganz oder teilweise abgetötet werden. Breite, leicht violett bis hellrötlich verfärbte Rindenbereiche der Astoberseite sind ein Zeichen des Befalls. Später färben dunkle Pilzsporen diese Partien fleckig-schwarz. Es folgt eine rasch voranschreitende Holzfäule im Gewebe der Astoberseite. Da die Astunterseite noch nicht befallen ist, bleibt der Ast weiterhin belaubt. Voll belaubte und dis dahin unauffällige, stärkere Äste können innerhalb einiger Wochen absterben und zu einer Gefahr werden. Die Weiße Mistel (Weißbeerige Mistel, Viscum album ) wächst als immergrüner Halbschmarotzer auf den Ästen bestimmter Wirtsbäume und kann im Laufe der Jahre Büsche von bis zu einem Meter Durchmesser bilden. Die Samen der Mistel werden durch Vögel verbreitet, für die sie einen wichtigen Teil der Winternahrung darstellen. Das Berliner Pflanzenschutzamt hat bei Untersuchungen im Raum Steglitz-Zehlendorf seit 1987 eine Zunahme des Auftretens der Laubholz-Mistel verzeichnet. Die vielfältigen Beeinträchtigungen am Straßenstandort schwächen die Bäume und machen sie anfällig für die Besiedlung mit Misteln. Misteln – Möglichkeiten zur Vitalisierung von Wirtsbäumen Weitere Informationen Pflanzenschutzamt Berlin: Überwachung von Schadorganismen im Berliner Stadtgebiet

Schadorganismen in Berlin

Großstadtpflanzen sind vielen unterschiedlichen Schadeinflüssen ausgesetzt. Durch klimatisch bedingte Veränderungen – es wird wärmer, die Jahresdurchschnittstemperatur ist höher – können somit hier auch Organismen aus deutlich wärmeren Gegenden überleben. Zusätzlich werden durch Pflanzenimporte neue Schadorganismen in unsere Region verbracht. Ein unkontrolliertes Auftreten von Schadorganismen führt in der Praxis oft zu nicht mehr ersetzbaren Pflanzenausfällen, aufwändigen Gegenmaßnahmen und finanziellen Verlusten. Nur durch die Überwachung von Schaderregern kann dem entgegen gesteuert werden. Im Bereich der tierischen Schaderreger sind im Stadtgebiet besonders Schmetterlings- und Borkenkäferarten auffällig geworden, zunehmend auch Zikaden- und Wanzenarten. Auch andere saugende Insekten zeigen deutliche Abweichungen ihrer bisherigen Dynamik. Je nach Witterungsverlauf in den Jahren treten pilzlicher Schaderreger in unterschiedlicher Intensität auf, die entsprechend dokumentiert werden. Besonderen Überwachungsmaßnahmen unterliegen Quarantänekrankheiten. Bäume und Gehölze werden häufig von Pilzfruchtkörpern besiedelt, die wichtigsten holzzerstörende Pilze werden in Steckbriefen vorgestellt. Die Schaderregersituation innerhalb der einzelnen Bezirke wird in der Problemanalyse zu den Berliner Stadtbäumen im Jahr 2020 deutlich. Auswertungen von 2010 und 2015 sind im Pflanzenschutzamt Berlin verfügbar. Neben den tierischen, pilzlichen und bakteriellen Schadorganismen werden auch pflanzliche Konkurrenten wie die Mistel erfasst. Ebenso wird die Beifußblättrige Ambrosia erfasst. Ebenso wird die

Entwicklung von biobasierten recycelbaren Schichtverbundwerkstoffen

Vakuum-Isolationspaneele auf Holzfaserbasis

EXIST-Forschungstransfer: RWInnoTEC

Bioeconomy in the North 2018: TreeGeneClimate - Nachhaltige Holz- und Biomasseerzeugung: Neuartige Eigenschaftsmerkmale, Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Klimawandel, Schädlingen und Krankheiten

InsectDetect - Detektion aktiver Schadinsekten im Holzhandel

Klimabedingte Schadereignisse entstehen u.a. durch das Auftreten von Pilzen und Insekten, die in Mitteleuropa bis jetzt keine natürlichen Feinde haben und sich daher schnell ausbreiten können. Holzzerstörende Insekten, wie beispielsweise der Asiatische Laubholzbockkäfer (Anoplophora glabripennis, ALB), können durch den internationalen Handel über befallenes Schnitt- oder Verpackungsholz ungewollt importiert werden, und ihre Ausbreitung im Wald hat bereits zu wirtschaftlichen Schäden geführt. Bisherige Kontrollverfahren sind nicht ausreichend, so dass der Holzhandel und die Forstwirtschaft durch verbesserte präventive Maßnahmen unterstützt werden sollen. Ziel des Vorhabens ist es daher, ein Kontrollverfahren zu entwickeln und zu erproben, mit dem Lieferungen von Importware bzw. holzbasierten Verpackungen auf Befall von Schadinsekten überprüft werden können, bevor sie den weiteren Transport antreten. Das Kontrollverfahren soll zwei Stufen umfassen: 1. Begutachtung einer Lieferung, ggf. Auswahl von Proben mit Verdacht auf Befall 2. Akustisches Verfahren zur Erkennung aktiven Befalls anhand der Schallemissionen von Insektenlarven bei der Nahrungsaufnahme. Für die erste Stufe sind eine Strategie und eine Handlungsanweisung zur Probenauswahl anhand einfach feststellbarer visueller Befallsmerkmale (sichtbare Imagines, Larven, Bohrlöcher, Fraßgänge, Bohrmehl etc.) zu entwickeln. Hier kann man sich auf das übliche gutachterliche Fachwissen stützen, das bei der Schadensanalyse in Holzbauten angewandt wird. Es ist bekannt, dass fressende Larven in Massivholz von außen messbare Körperschallemissionen verursachen und durch Analyse der Emissionsmuster über einen gewissen Zeitraum die Vitalität der Larven festgestellt werden kann. Dieses Verfahren soll adaptiert und weiterentwickelt werden: In der zweiten Stufe des Kontrollverfahrens könnten Verdachtsproben in einer temperierten und schallisolierten Prüfkammer für einen bestimmten Zeitraum (maximal einige Tage, möglichst kürzer) gelagert, mit Körperschallsensoren bestückt und auf Schallemissionen überwacht werden. Angestrebtes Projektergebnis ist eine vor allem praxistaugliche und wirtschaftliche Erkennungsmethode, die aus einer visuellen Begutachtung von Lieferungen und einer zusätzlichen akustischen Prüfung von Verdachtsproben besteht und z.B. bei Holzhändlern oder Überwachungsbehörden eingesetzt werden kann.

Holzzerstörende Pilze

Bei der Begutachtung von Bäumen können häufig eine Vielzahl diverser Pilzfruchtkörper festgestellt werden. Die genaue Kenntnis um welchen Pilz mit welchen Eigenschaften es sich handelt, ist für die langfristige Erhaltung des Baumes im öffentlichen Grün von herausragender Bedeutung. Nachfolgend werden die relevantesten Vertreter holzzersetzender Pilze in Form von kurzen Steckbriefen vorgestellt.

Vorstudie zur Nutzbarkeit von unbemannten Flugsystemen und Satelliten-Fernerkundungsdaten zur schnellen Detektion von Sturmschäden und deren Folgeschäden (FIRST)

Projektbeschreibung: Bereits seit den 90er-Jahren verzeichnet die Forstwirtschaft zunehmende wirtschaftliche Schäden durch häufigere Stürme mit hohen Windgeschwindigkeiten. Da ähnliche extreme Wetterlagen vor dem Hintergrund des Klimawandels zunehmend zu erwarten sind, benötigt die Forstverwaltung eine schnelle und effiziente Methodik um diese zusätzlich erforderlichen Monitoring- und Management-Aufgaben bewältigen zu können. Diese umfassen neben der unmittelbaren Gefahren- und Störungsbeseitigung auch strategische Planungen zur Vorbeugung gegenüber einem weiteren Wertverfall des Holzes und Folgeschäden durch Schädlinge Ergebnisse und Wirkung: Die Verwendung von Vorher-Nachher-Oberflächen-Modellen zur Erstellung von Windwurf-Referenzflächen für eine großflächige satellitenbild-basierte Veränderungsanalyse hat sich mit einer Erkennungsquote von 90 % als geeigneter erwiesen, als Luftbildinterpretationen oder zeitaufwändige und riskante terrestrische Kartierungen - selbst bei Verwendung unterschiedlicher Kamerasysteme. Aufgrund der sehr kleinflächigen Windwürfe des untersuchten Herbststurms hatten alle getesteten Satellitendaten (PlanetScope- sowie Sentinel-1 und -2-Daten) in der großflächigeren Veränderungsanalyse nur mittelmäßige Erkennungsraten. Durch eine sehr rechenintensive radiometrische Normalisierung der PlanetScope-Daten konnte eine Verbesserung von ca. 10 % gegenüber den nicht normalisierten PlanetScope-Daten erzielt werden. Die Implementierung einer Prozesskette in den Verwaltungsablauf mittels CODE-DE birgt ein großes Potential zur automatisierten und vereinfachten Analyse des Schadens in Folge eines Sturms, was zudem zu einer Minimierung von Bearbeitungsfehlern sowie einer erhöhten Vergleichbarkeit zwischen verschiedenen Sturmereignissen führen würde. In einem beantragten Folgeprojekt soll auf den gewonnenen Erkenntnissen sowie den angewandten Methoden aufgebaut und das Anwendungsfeld erweitert werden.

1 2 3 4 5 6