Ueberall in Europa sind die historischen Doerfer und laendlichen Siedlungen, die - eingebunden in ihre Umgebung - seit Jahrhunderten die Landschaften gepraegt und unverwechselbar gemacht haben, in ihrer Urspruenglichkeit von vielfaeltigen Einfluessen bedroht. Es sind dies im wesentlichen folgende: 1. Fortschreitende Rationalisierungsmassnahmen der Landwirtschaft, 2. Schaffung neuer Arbeitsplaetze im laendlichen Raum durch Ansiedlung von Gewerbe und Industrie, 3. Erschliessung des laendlichen Raumes fuer den Tourismus, 4. anhaltende Landflucht in abgelegenen Gebieten wegen mangelnder Arbeitsmoeglichkeiten und unvollstaendiger Infrastruktur, 5. Verstaedterung des laendlichen Raumes in Gebieten, die in der Naehe von Ballungsraeumen liegen. Die Arbeit versucht, die typischen Merkmale, die die Qualitaet des Lebens und Bauens auf dem Lande gepraegt haben, zu analysieren und in einpraegsamer Form darzustellen. Aufgrund dieser Analysen sollen praktische Vorschlaege erarbeitet werden, in welcher Form laendliche Bausubstanz erhalten, wiederhergestellt, revitalisiert und sinnvoll ergaenzt werden kann.
In juengster Zeit ueberzieht eine Fusionswelle zwischen Unternehmen in unterschiedlichen Laendern die Welt. Es entstehen immer groesser werdende multinationale Unternehmen, deren Investitionsvolumina nie gekannte Groessen erreichen. Fallende Grenzen und internationale Abkommen z.B. im Rahmen des GATT bzw der WTO ermoeglichen es den Unternehmen, bei der Standortwahl fast vollkommen flexibel zu sein. Da jedoch jedwede Investition mit sehr hohen Fixkosten zum Kapazitaetsaufbau verbunden ist, kann eine einmalig getaetigte Investition nur unter sehr hohem finanziellen Aufwand verlagert werden. Die Errichtung von Ueberschusskapazitaeten in unterschiedlichen Laendern macht die Drohung der Standortverlagerung glaubhaft. Das Drohpotential der Unternehmen gibt den Staaten nur noch begrenzte Handlungsspielraeume in ihrer nationalen Wirtschaftspolitik, falls eine Ansiedlung gewuenscht ist. Gerade bei sehr grossen Industrieansiedlungen darf hier jedoch nicht nur der fiskalische Aspekt in die Zielfunktion des Landes eingehen, sondern es sollten auch die oekologischen Auswirkungen einer Industrieansiedlung beruecksichtigt werden. Das Projekt analysiert anhand eines spieltheoretischen Ansatzes den Wettbewerb verschiedener Laender und die Verhaltensweisen multinationaler Unternehmen unter fiskalischen und umweltpolitischen Gesichtspunkten. Ferner wird die Frage untersucht, inwieweit die Beruecksichtigung von umweltpolitischen Aspekten die Effizienz der Entscheidungen beruehrt.
Mittels passivem und aktivem Monitoring-Erhebungen ueber die Wirkung vorhandener Immissionskomplexe sowie einzelner Immissionstypen, z.B. SO2, H2S, F, Oxidantien, Pb, Cd, Ni auf verschiedener Bioindikationsebene: Zelle, Pflanzenindividuum, Population, Assoziation. Methoden: Bewertung mikroskopischer und makroskopischer Schaedigung, chemische Analytik, oekophysiologische Nachweise. Erfassung der Ist-Belastung einer Region in Verbindung mit Industrieansiedlung und Raumplanung; Beweissicherungsverfahren.
Ziel: Erarbeitung wissenschaftlicher Grundlagen fuer ein ueberregionales Konzept einer integrierten Landschaftsplanung; Verhinderung unkoordinierter und oekologisch nicht vertretbarer Landschaftsveraenderung vor allem durch Industrieansiedlung. Erhaltung der Elbe als Lebensraum; Verhinderung ihrer Umwandlung in einen Abwasserkanal.
Ziel der technischen Zusammenarbeit in Bangladesh ist die Stärkung des GSBs in der Nutzung geowissenschaftlicher Daten und Informationen für die Integration geologischer Kenntnisse und Prozesse in Stadtplanungsmaßnahmen. Aufgrund seiner Topographie, der geographischen Lage, der Bevölkerungsdichte und von menschlichen Eingriffen ist Bangladesch geologischen und klimabedingten Risiken in besonderem Maße ausgesetzt. Infolge einer massiven Binnenmigration in die Städte sowie hohen Geburtenraten schreitet die Urbanisierung in Bangladesch rapide voran. Dort führt der hohe Bevölkerungsdruck zu einer ungeordneten und vielfach auch ungeplanten Stadtentwicklung. Die Untergrundverhältnisse (Geologische Informationen) finden bei der Planung und Entwicklung urbaner Gebiete in Bangladesch nur in sehr geringem Maß Berücksichtigung. So werden Industrieansiedlungen und Bauland mangels Informationen auch in solchen Gebieten ausgewiesen, die aufgrund ungünstiger Eigenschaften des Untergrundes für eine solche Landnutzung ungeeignet sind. Gebäudeabsenkungen bis hin zu Einstürzen und Schäden an öffentlicher Infrastruktur sind die Folgen. Die Stärkung urbaner Gebiete im Hinblick auf Auswirkungen des Klimawandels ist ein zentrales Anliegen des Projektes. Neben der Gewinnung von geomorphologischen und seismologischen Information sollen im Rahmen dieses Projektes RADAR Fernerkundungsdaten eingesetzt werden, um durch Ermittlung von Bodenbewegungen Informationen über den Untergrund zu gewinnen und Stadtplanungsmaßnahmen zu unterstützen. Hierfür werden Methoden der RADAR Interferometrie basierend auf langzeitstabilen Punktstreuern, Persistent Scatterer Interferometrie (PSI) und Small-Baseline Subset (SBAS), verwendet (Ferretti et al., 2000; Bernardino et al., 2002). Mit solchen Methoden werden sowohl großräumige Langzeittrends, wie Landabsenkung aufgrund der Gebäudelast auf sandigen Geländeauffüllungen, als auch kurzzeitige Trends, wie z.B. jahreszeitliche Erhebung von quellfähigen tonhaltigen Böden während der Regenzeit, geschätzt. Zudem können lokale Bewegungen detektiert werden, die als Indikator für Gebäudemonitoring genutzt werden können. Die ermittelten Bodenbewegungen werden auch in Kombination mit Klimadaten und Meeresspiegelanstiegsraten genutzt, um Szenarien für eine angepasste Stadtplanung zu entwickeln. Für die Ermittlung der Bodenbewegungen werden Daten der Satellitenmissionen TerraSAR-X (SM) und Sentinel 1 (IW) genutzt. Anwendungspotenzial: - Synergetische Nutzung von RADAR Fernerkundungsdaten, seismologischen Daten, geomorphologischen und klimatologischen Daten, um geeigneter Baugrund zu bestimmen (angepasste Stadtplanung). - Nutzung von RADAR Fernerkundungsdaten um bestehende Bauwerke zu überwachen (Stadtmonitoring). Weitere Ergebnisse: Einen weiteren wichtigen Aspekt stellt die Schulung der Partnerinstitutionen und Stadtplanungsbehörden in diesen Methoden und Anwendungen dar, um so ihre nachhaltige Nutzung für die Stadtplanung zu gewährleisten.
Fuer insulare Kleinstaaten stellt der Tourismus oftmals die einzige Moeglichkeit dar, wirtschaftlichen Wohlstand fuer die Bevoelkerung zu erreichen. Verfolgt werden beispielsweise Ziele wie die Schaffung von Arbeitsplaetzen, die Erhoehung von Deviseneinnahmen und die Verbesserung der Infrastruktur. Haeufig fehlen Alternativen zum Ausbau des Fremdenverkehrs. Fuer die Mehrzahl der Mikrostaaten ist die Ansiedlung einer Industrie aufgrund fehlender Ressourcen und wegen des kleinen Binnenmarktes wirtschaftlich nicht lohnend. Nutzbares Agrarpotential ist aufgrund der kleinen Landflaeche und der zumeist schlechten Bodenqualitaet (Sandboeden) oft nur in geringem Umfang vorhanden. Hinzu kommt in vielen Faellen die Zersplitterung des Staatsgebietes in kleine Inseln oder Inselgruppen, die untereinander eine unzureichende Verkehrsanbindung aufweisen. Fuer jeden im Indischen Ozean gelegenen Inselstaat sind eine Reihe der aufgefuehrten Eigenschaften charakteristisch. Insbesondere die Seychellen, die Malediven und Mauritius haben sich vor annaehernd drei Jahrzehnten dazu entschlossen, an der weltweiten touristischen Entwicklung zu partizipieren. Zentrale Ziele waren dabei: den Wohlstand der Bewohner zu mehren, der zahlenmaessig ansteigenden Bevoelkerung Arbeitsplaetze zu bieten und die raeumlichen Disparitaeten zu mildern. Alle Destinationen verfuegen ueber von vielen Touristen geschaetzte Attraktionen wie 'Sonne, Sand und See', die heutzutage beinahe unverzichtbar sind, um Besucher anzuziehen. Darueber hinaus besitzt jeder Inselstaat ein charakteristisches Naturraumpotential, mit welchem er sich von den anderen Staaten differenzieren kann. So sind die Malediven durch korallinen Ursprung gepraegt, die Inseln sind klein und erheben sich nur wenige Meter aus dem Meer. Mauritius hingegen ist eine Vulkaninsel. Basaltfelsen, Krater, Gebirgsketten und Hochebenen praegen das Landschaftsbild. Eine Besonderheit verleiht den Seychellen Attraktivitaet, denn hier sind die einzigen Granitinseln inmitten eines Ozeans zu finden. Immergruene, tropische Vegetation und ein stark zerklueftetes Relief sind charakteristisch. Darueber hinaus existieren eine Vielzahl Koralleninseln. Die Inseln des Indik konkurrieren zum einen untereinander: Jeder Staat versucht, sich von den Mitbewerbern abzusetzen, indem eine eigenstaendige Strategie zur Positionierung im internationalen Tourismusmarkt entwickelt wird, mit der die zukuenftige Entwicklung positiv beeinflusst werden soll. Die drei genannten Mikrostaaten konkurrieren jedoch zum anderen auch weltweit mit immer mehr tropischen Destinationen, die ueber ein aehnlich attraktives fremdenverkehrswirtschaftliches Potenzial verfuegen. Besonders in der Karibik, aber auch im Pazifik bemuehen sich Inselstaaten intensiv, die touristische Entwicklung einzuleiten oder zu beschleunigen, den Standard der Unterkuenfte zu heben und neue Attraktionen zu entwickeln.
Im Rahmen der Konzeptstudie soll eine Methode zur holistischen Entwicklung von Unternehmensstandorten bzw. Industrieansiedelungen entwickelt und konzeptioniert werden. Dabei soll unter Einsatz von Wechselwirkungsmodellen eine optimale Zusammensetzung von Symbiose-Partnern geschaffen werden. Dazu sollen durch definierte Daten- und Informationserhebungen eine Übersicht an verfügbaren und benötigten Ressourcen als potenzieller Kollaborationspartner ermöglicht werden. Diese ganzheitliche Betrachtung soll bei der Schaffung und Etablierung von symbiotischen Wechselwirkungen die Basis darstellen und so eine optimierte Ressourcennutzung unterstützen. In der Konzeptstudie soll dazu eine Klassifizierung von Unternehmensansiedlungen erfolgen. Diese Klassifizierung ist die Basis für die Definition und Beschreibung möglicher, relevanter Wechselwirkungen. Auf Basis möglicher Wechselwirkungen müssen die benötigten Daten und Informationen ableitbar sein, um die Modellierung sowie Modelladaption einfach und effizient zur erlauben. Abschließend ist die Konzeption einer Bewertung von Auswirkungen der Symbiose erforderlich, um geeignete Maßnahmen und Anforderungen für die Entwicklung abzuleiten.
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