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Internationaler Tag für die Verhütung der Ausbeutung der Umwelt in Kriegen und bewaffneten Konflikten

Am 5. November 2001 erklärte die Generalversammlung der Vereinten Nationen den 6. November eines jeden Jahres zum Internationalen Tag für die Verhütung der Ausbeutung der Umwelt in Kriegen und bewaffneten Konflikten (RES 56/4). Dieser Tag soll der Weltöffentlichkeit immer wieder die ökologischen Begleiterscheinungen von Krieg und bewaffnetem Konflikte bewusst machen. Beide beeinträchtigten Ökosysteme und Naturressourcen weit über den Waffenkonflikt hinaus, ihre Schäden treten oft grenzüberschreitend auf und sie können nachfolgende Generationen schädigen.

(OLG NMB) "Globaler Waffenhandel - eine Bedrohung für die Menschenrechte" - Mittwochsgespräch

MittwochsgesprächMittwoch, den 27. September 2017, 18:00 Uhr, OLG Naumburg, Saal 525 Referent: Dr. Mathias John, Berlin   Zahlreiche Konflikte bestimmen seit geraumer Zeit das Weltgeschehen. Diese Konflikte könnten ohne Waffen nicht gewaltsam ausgetragen werden. Deswegen lohnt es sich, einen Blick auf die Mechanismen zu werfen, die den Konfliktparteien ermöglichen, ihre Auseinandersetzungen bewaffnet und oft unter Verletzung der Menschenrechte zu führen. Internationaler Waffenhandel ist geeignet, solche Konflikte anzuheizen und die nachhaltige Entwicklung in manchen Gebieten der Welt zu gefährden.   Der Referent, Dr. Mathias John, Jahrgang 1957, arbeitet seit 1980 ehrenamtlich bei Amnesty International unter anderem zu den Themengebieten Rüstungstransfers und Menschenrechte. Er wird die menschenrechtliche Sichtweise auf den internationalen Waffenhandel und die Praxis der oft aus außen- oder sicherheitspolitischem Interesse erteilten staatlichen Genehmigung von Waffenexporten beleuchten. Auch wird er über die Verantwortung der Bundesrepublik Deutschland und der internationalen Gemeinschaft für die Eindämmung von Rüstungstransfers, insbesondere durch konsequente Umsetzung des von den Vereinten Nationen verabschiedeten Waffenhandelsvertrages (Arms Trade Treaty), sprechen.   Seien Sie zu diesem weiteren ?Mittwochsgespräch? am Oberlandesgericht Naumburg herzlich eingeladen!  Rückfragen richten Sie bitte an den Pressesprecher des Oberlandesgerichts Naumburg, Henning Haberland, der Ihnen unter der Telefonnummer 03445 /28 22 29 oder per E-Mail: presse.olg@justiz.sachsen-anhalt.de gern zur Verfügung steht. Impressum:Oberlandesgericht Naumburg PressestelleDomplatz 10 06618 Naumburg (Saale)Tel: 03445 28-2229 Fax: 03445 28-2000Mail: presse.olg@justiz.sachsen-anhalt.deWeb: www.olg.sachsen-anhalt.de

Beteiligung, ja bitte!

Beteiligung, ja bitte! Von Ina Stelljes, BASE © BASE „Bitte schauen Sie nur mich an, auch wenn Sie Ihren Sitznachbarn kritisieren!“ Zur Verdeutlichung richtet der Moderator mit aufmunterndem Lächeln Zeige- und Mittelfinger abwechselnd auf die eigenen Augen und die des Angesprochenen. Irritiertes Lachen durchzieht den Stuhlhalbkreis mit rund 20 Teilnehmer:innen aus gesellschaftlichen und staatlichen Organisationen, Kommunen und Wissenschaft. Es ist ungewohnt aber gewollt, so Kritik zu äußern, vor allem dann, wenn sie als pointierte Antwort auf das zuvor Gesagte gedacht ist. Der Blick zum Moderator hilft, sachlich zu bleiben. Und alle in der Runde sind gezwungen, einfach zuzuhören. Es ist der Versuch, mit Unterstützung spezieller Methoden und professioneller Moderation verschiedene Menschen mit unterschiedlichsten Hintergründen und Erfahrungen zusammenzubringen. Ziel ist es, zusammen ein Beteiligungskonzept zu erarbeiten. Ein zweitägiger Workshop im Oktober 2021 im niedersächsischen Northeim, abgeschieden am Waldrand, bildete den Auftakt zu Gesprächen, die schließlich im November in eine gemeinsam getragene Idee mündete. Dass dies gelang, war der Bereitschaft zu verdanken, sich gegenseitig zuzuhören: zu verstehen, welche Lösungen vorgeschlagen werden, zu verstehen, wo möglicherweise Haken und Hindernisse liegen. © BASE Rücksprung, Hannover Frühjahr 1979: Auf dem Höhepunkt der Auseinandersetzungen um die Pläne für ein nukleares Entsorgungszentrum in Gorleben lädt Niedersachsens Ministerpräsident Albrecht zum öffentlichen „Gorleben-Hearing“ ein. Teilnehmer:innen kommen aus Wissenschaft, Politik, Verwaltung und Wirtschaft. Auch Bürger:innen sind anwesend. Ministerpräsident Albrecht will durch die Diskussion internationaler Expert:innen die Wogen des Konflikts um das geplante Projekt glätten. 62 Wissenschaftler:innen aus beinahe aller Welt sind sechs Tage lang und täglich sechs Stunden damit beschäftigt, durch „Rede-Gegenrede“, wie die Veranstaltung offiziell genannt wird, „herauszufinden, wo die Wahrheit liegt“ (Spiegel, 1979). Den grundlegenden gesellschaftlichen Konflikt kann dieses Hearing nicht befrieden: Der wenig später von der Politik beschlossene Kompromiss sieht vor, in Gorleben zwar keine Wiederaufarbeitungsanlage mehr zu planen, jedoch weiterhin Pläne für ein Endlager für hochradioaktive Abfälle zu verfolgen. Die folgenden Auseinandersetzungen werden zu einem der Symbole für den gesellschaftlichen Großkonflikt um die Atomkraft in Deutschland. Northeim 2021, Hannover 1979 – zwischen beiden Szenen liegen gut 40 Jahre. Die Ansätze einer Verständigung könnten nicht unterschiedlicher sein. Und natürlich liegt eine lange Wegstrecke von verschiedenen Ereignissen dazwischen, die heute ganz andere Grundvoraussetzungen für Verständigung bieten. Unter anderem der im Jahr 2011 beschlossene Ausstieg aus der Atomenergie. Der Beschluss schuf eine neue Grundlage für die Endlagersuche und ein Ende des gesellschaftlichen Konflikts um die Nutzung der Atomenergie. Zwischen 2014 und 2016 feilten Politik, Wissenschaft, Gewerkschaften, Umweltverbände, Vertreter:innen von Kirchen und Wirtschaft in der Endlagerkommission gemeinsam an einer Idee für eine neue Suche nach einem Endlager in Deutschland. Die Vorschläge der Endlagerkommission waren 2017 Grundlage für das von Bundestag und Bundesrat beschlossene Standortauswahlgesetz . Das Standortauswahlgesetz: Weiterentwicklung der repräsentativen Demokratie Das Standortauswahlgesetz ( StandAG ) sieht vor, mit dem Mittel einer umfassenden Öffentlichkeitsbeteiligung eine von der Gesamtgesellschaft getragene und von den letztlich Betroffenen tolerierbare Lösung für die Endlagerung der hochradioaktiven Abfälle in Deutschland zu finden. Dabei „... sind Bürgerinnen und Bürger als Mitgestalter des Verfahrens“ mit einzubeziehen, schreibt der Gesetzgeber im StandAG . Die hochkomplexe Aufgabe der Endlagersuche durch mehr Partizipation lösen zu wollen, ist einerseits neu, andererseits eine Voraussetzung. Die Erfahrungen von Gorleben und vergleichbarer Konflikte in Deutschland – wie etwa die Auseinandersetzungen um das Bahnhofsprojekt „Stuttgart 21“ vor über zehn Jahren – verlangen von der Politik genau das: eine partizipative Erneuerung der Demokratie und Mitgestaltung der Bürger:innen an langfristigen und zukunftsrelevanten Entscheidungen. Der Journalist Heribert Prantl schreibt dazu 2010 angesichts der Konflikte um das Bahnhofsprojekt „Stuttgart 21“ in der Süddeutschen Zeitung: „Man kann sich die repräsentative Demokratie in Deutschland als einen Apfelbaum vorstellen: Jahrzehnte alt, eigentlich ganz gut gewachsen, knorrig, aber da und dort verdorrt – und krankheitsanfällig; (...) Beim Apfelbaum überlegt der Obstgärtner dann, ob und wie er ihn verbessern kann: Er pfropft dem alten Baum neue Zweige ein (…). Wenn er das ordentlich macht, trägt der Baum ein paar Jahre später ganz neue Früchte (…)“ (Prantl, 2010). Diesen Artikel finden Sie in der Broschüre zur Geschichte der Endlagerung Atomausstieg in Deutschland: Viele Aufgaben in der nuklearen Sicherheit bleiben Label: Broschüre Atomausstieg in Deutschland: Viele Aufgaben in der nuklearen Sicherheit bleiben Informationen zu der Autorin Ina Stelljes

Security of Energy Supply - The Potentials and Reserves of Various Energy Sources; Technologies Furthering Self Reliance and the Impact of Policy Decisions

Das Projekt "Security of Energy Supply - The Potentials and Reserves of Various Energy Sources; Technologies Furthering Self Reliance and the Impact of Policy Decisions" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH durchgeführt. Zwei Herausforderungen müssen derzeit in Bezug auf die zukünftige Entwicklung des europäischen Energiesystems und der Sicherheit der Energiezufuhr in Angriff genommen werden: Erstens - wie in der Übersicht zum Thema zukünftige Energiereserven aufgezeigt wird - neigt sich das Zeitalter der preiswerten und reichlich vorhandenen konventionellen Energiereserven seinem Ende zu. Das bedeutet, dass, um eine verlässliche Energieversorgung aufrecht zu erhalten, deutliche Investitionen in neue und teurere Öl- und Gasförderung nötig sind. Dies erhöht den Druck auf die Weltmarktpreise für Öl und Gas und, in geringerem Ausmaß, für Kohle, mit möglichen Folgen für Wirtschaft, Entwicklung und Wachstum. Der Wettbewerb um den Zugang zum internationalen Markt mit den abnehmenden Ressourcen wird durch eine regionale Konzentration der verbleibenden Rohstoffe und neu auf den Markt drängende, große Energiemengen importierende Länder (z. B. China, Indien) in Zukunft verschärft und kann evtl. sogar zu internationalen Konflikten führen. Als weitere Herausforderung kommt der Klimawandel hinzu, der eine deutliche Reduktion der globalen Treibhausgasemissionen fordert. Dies bedeutet in erster Linie, weniger Energie zu verbrauchen und auf kohlenstoffarme Energien umzusteigen. Beide Herausforderungen erfordern ein schnelles und entschiedenes Vorgehen der EU und ihrer Mitgliedsstaaten, sowie der internationalen Gemeinschaft. Ein herkömmliches, wenn auch etwas fortschrittlicheres, Vorgehen 'business as usual (BAU) wird wahrscheinlich auf immer größere Probleme treffen wenn es darum geht, mit diesen gleichzeitig auftretenden Herausforderungen umzugehen. Um wichtige Strategien und/oder technologischen Entscheidungen (mehr/weniger Kernkraft, höhere Energieeffizienz und KWK, mehr erneuerbare Energien) zu analysieren und unterschiedliche energetische Lösungsansätze für die EU 25 zu untersuchen, wurden fünf verschiedene Szenarien (in Übereinstimmung mit den Strategien und Zielen, die von der ITRE Comission vorgegeben wurden) entwickelt. Am Anfang des Berichts steht eine kurze technische Beschreibung der Szenarien, gefolgt von einer detaillierten Diskussion der durch die Szenarien entstehenden politischen Möglichkeiten und Herausforderungen.

Kooperation und Konflikt im östlichen Europa - Die Folgen der Neukonfiguration politischer, ökonomischer und sozialer Räume seit dem Ende des Kalten Krieges

Das Projekt "Kooperation und Konflikt im östlichen Europa - Die Folgen der Neukonfiguration politischer, ökonomischer und sozialer Räume seit dem Ende des Kalten Krieges" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS) gGmbH durchgeführt. Das Kompetenznetz KonKoop zielt auf die Vernetzung und Weiterentwicklung der in Deutschland zerstreuten Forschung zu Kooperation und Konflikten im östlichen Europa (hier Osteuropa, Südosteuropa, Kaukasus und Zentralasien). Diese Region ist für die Friedens- und Konfliktforschung von großer Bedeutung: Nirgendwo sonst gab es seit dem Ende des Kalten Krieges so viele, teils bis heute ungelöste Sezessionskonflikte und neue Staatsgründungen. Das östliche Europa zeichnet sich durch eine hohe ethnische und religiöse Diversität aus. Gleichzeitig birgt es durch extensive Nutzung natürlicher Ressourcen und Auswirkungen des Klimawandels, der zur Verknappung von Ressourcen wie Wasser und nutzbarem Land führt, Konfliktpotenzial. Im Mittelpunkt des Kompetenznetzes stehen die Dynamiken von Konflikt und Kooperation. Wir fragen nach ihrer räumlichen und zeitlichen Varianz und untersuchen, wie es gelingen kann, konflikthafte hin zu kooperativen Interaktionen zu verschieben. Eine multilokale und interdisziplinäre Forschungsgruppe realisiert Detailanalysen, untersucht übergreifende Fragen und dient der Nachwuchsförderung. Die erhobenen Daten fließen in ein multimethodisches Datenlabor ein und werden in einem multiperspektivischen Labor für Friedens- und Konfliktkartographie für unterschiedliche Anwenderkreise visualisiert. KonKoop führt (inter-)nationale wissenschaftliche und anwendungsorientierte Einrichtungen, die sich mit Konflikt und Kooperation im östlichen Europa beschäftigen, zusammen und stellt damit eine Sichtbarkeit regionalwissenschaftlicher Expertise im Bereich der Friedens- und Konfliktforschung her.

Anwendung der solaren Wasserdestillation als integrierte Technik bei der Trinkwassergewinnung in ariden Gebieten (SOLADES)

Das Projekt "Anwendung der solaren Wasserdestillation als integrierte Technik bei der Trinkwassergewinnung in ariden Gebieten (SOLADES)" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Fachhochschule Münster, Labor für Wasser-, Abwasser- und Umwelttechnik durchgeführt. Wassermangel in ariden Zonen der Erde wird der Konfliktauslöser der Zukunft sein. Der Mangel an sauberem, hygienisch einwandfreiem Trinkwasser führt dazu, dass heute weltweit täglich Tausende Menschen aufgrund von verunreinigtem Wasser und Wassermangel erkranken oder sterben. Betroffen hiervon sind vor allem die wenig entwickelten Länder der Dritten Welt. Häufig steht nur salzhaltiges oder verschmutztes Wasser zur Verfügung. Die hochtechnisierte Wasseraufbereitungstechnik der Industrieländer ist zur Lösung dieser Aufbereitungsprobleme nicht direkt zu übertragen, da diese zu kostenintensiv ist und einen hohen Energiebedarf hat. Aus diesem Grunde muss nach Alternativen gesucht werden, mit denen eine einfache und effiziente Aufbereitung des Wassers möglich wird. Ziel dieses Projektes ist es, eine modular aufgebaute Aufbereitungseinheit für die Gewinnung von Trinkwasser durch solare Wasserdestillation mit Voraufbereitung durch angepasste Filtrationsverfahren zu erstellen und unter Praxisbedingungen den Nachweis der Funktionsfähigkeit zu erbringen. Die Aufbereitungsanlage soll für die dezentrale Trinkwassergewinnung aus salzhaltigem Wasser, aus Abwasser oder allgemein verunreinigtem Oberflächenwasser eingesetzt werden. Für den Betrieb der Anlage reicht in allen Ausbaustufen Sonnenenergie (thermisch und photovoltaisch) aus. Es soll ein neuer Kollektortyp entwickelt werden, der direkt vom Wasser durchflossen wird und ein neuartiges, korrosionsbeständiges Absorbermaterial enthält. Besonderer Wert wird auch auf die Entwicklung und Integration angepasster Voraufbereitungsverfahren in Form von Schnellfiltern mit Schwerkraftspülung oder biologisch arbeitenden Bodenfiltern gelegt. Aufgrund der besonderen Anforderungen in Entwicklungsländern sind unterschiedliche Ausbaustufen geplant. Der Betrieb der Anlage in der Grund-Ausbaustufe kann allein von Hand erfolgen, es ist keine Energie notwendig. Hier wird der notwendigen Einfachheit einer solchen Anlage und dem Beschäftigungsaspekt in den Einsatzländern Rechnung getragen. Bei weiteren möglichen Ausbaustufen nimmt die Automatisierung zu, wobei Photovoltaikstrom zum Betrieb der Pumpen und der Anlagensteuerung ausreicht.

Wasser als Problem der internationalen Politik

Das Projekt "Wasser als Problem der internationalen Politik" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Berlin, Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften, Institut für Internationale Politik und Regionalstudien, Arbeitsstelle Transatlantische Aussen- und Sicherheitspolitik durchgeführt. Das Projekt befasst sich mit zwei Problemkomplexen. Zum einen beschaeftigt er sich mit der Frage, aus welchen Gruenden und unter welchen Bedingungen es zu internationalen Konflikten ueber die Nutzung von Suesswasserressourcen kommt, seien es Fluesse, Seen oder Grundwasserspeicher. Dabei erscheint es sinnvoll, zwischen verschiedenen Konflikttypen zu unterscheiden und eine Konflikttypologie zu entwickeln. In einem zweiten Schritt soll dann nach den politischen, insbesondere den internationalen Rahmenbedingungen gefragt werden, unter denen ein Konflikt sich entwickelt. Dabei ist vor allem die Feststellung wichtig, ob und in welchem Verhaeltnis er zu anderen Konflikten steht. Dem liegt die These zugrunde, dass Konfliktverlauf und Loesungsmoeglichkeiten zum einen von den Konfliktursachen und zum anderen davon beeinflusst werden, ob es sich um einen isolierten Konflikt oder um einen in einen anderen politischen Konfliktzusammenhang eingebetteten Konflikt handelt. Der zweite Komplex von Fragen bezieht sich auf die Loesungsmoeglichkeiten von Wasserkonflikten. Welche Konflikttypen sind eher einer Loesung zugaenglich als andere und warum? Dabei soll auch der Frage nachgegangen werden, ob Institutionen im weitesten Sinne - Konventionen, Regime, Organisationen - einen Beitrag zur Problemloesung leisten koennen und, wenn ja, welchen? Neben der Analyse exemplarischer Wasserkonflikte geht es in dem Beitrag darum, eine Methodologie zu entwickeln, mit deren Hilfe Aussagen ueber die Regelungsfaehigkeit von Wasserkonflikten formuliert werden sollen. Dies geschieht dadurch, dass nicht nur zwischen Nutzungs- und Verschmutzungskonflikten einerseits sowie Verteilungskonflikten andererseits unterschieden sondern vor allem nach der Struktur des Konfliktes und seiner Einbettung in groessere Problemzusammenhaenge gefragt wird. Alle Fliesswasserkonflikte sind asymmetrische Konflikte, bei denen ein Oberlaufstaat aufgrund der hydrologischen Situation Quantitaet und Qualitaet des Wasserdurchflusses kontrollieren kann. Er wird nur dann zu einer Vereinbarung mit dem Unterlaufstaat ueber die Reinhaltung des Wassers oder ueber eine veraenderte Verteilung bereit sein, wenn er dafuer materielle - finanzielle - oder politische Gegenleistungen erhaelt. Die je spezifischen internationalen Rahmenbedingungen koennen dabei konfliktrelativierend oder aber konfliktverschaerfend wirken. Auf diese Weise wird gezeigt, dass fuer die Regelungsfaehigkeit eines Konfliktes nicht in erster Linie der Konflikttyp, sondern vor allem die Konfliktstruktur und seine Einbettung in andere Problemzusammenhaenge entscheidend sind. Fuer Konflikte unter den Bedingungen einer Rambo-Situation gibt es in der Regel keine Loesungen, vor allem dann nicht, wenn eine Einbettung zusaetzlich konfliktverschaerfend wirkt.

Auswertung der Ergebnisse der NATO CCMS Pilotstudie 'Umwelt und Sicherheit im internationalen Kontext' und Aufbereitung des Themas fuer die Behandlung im globalen Rahmen

Das Projekt "Auswertung der Ergebnisse der NATO CCMS Pilotstudie 'Umwelt und Sicherheit im internationalen Kontext' und Aufbereitung des Themas fuer die Behandlung im globalen Rahmen" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Ecologic, Institut für Internationale und Europäische Umweltpolitik durchgeführt. Nach Fertigstellung der Pilotstudie 'Umwelt und Sicherheit im internationalen Kontext' im Rahmen von NATO CCMS ist beabsichtigt, das Thema im globalen Rahmen, insbesondere in UNEP aufzugreifen. Zwar kann von der Unterstuetzung durch den UNEP Exekutivdirektor ausgegangen werden, der sich bereits mehrfach oeffentlich prononciert zum Thema geaeussert hat. Gleichwohl ist eine abwehrende Haltung von Entwicklungslaendern nicht auszuschliessen, teils weil sie durch die Thematisierung von Sicherheitsrisiken eine Einmischung in innere Angelegenheiten befuerchten, teils weil sie aus dieser Betrachtung sich moeglicherweise ergebenden Handlungserfordernissen mit Skepsis begegnen. Zur Ueberwindung moeglicher Widerstaende soll im Rahmen des Vorhabens eine Strategie entwickelt werden, die durch eine sorgfaeltige Dokumentation und Quantifizierung der bisherigen Arbeiten den Einstieg in die Thematik durch UNEP vorbereitet. In diesem Zusammenhang soll ein Workshop hochrangiger Experten ausgewaelter Entwicklungslaender mit Vertretern der NATO CCMS Pilot Studie durchgefuehrt werden. Zur Vorbereitung des Workshops soll auf der Grundlage insbesondere der empirischen Untersuchungen der NATO Studie das Konfliktpotential von Umweltstoerungen (z.B. Verknappung der Wasserrsourcen, grenzueberschreitende Luftverschmutzung, Klimawandel und seine Folgen) unter besonderer Beruecksichtigung ihrer regionalen Auspraegung dargestellt und der Zusammenhang verdeutlicht werden, wie sich diese Umweltstoerungen auf die jeweilige regionale und die globale Sicherheit auswirken koennen. Als Ergebnis wird eine bewertende Uebersicht internationaler Umweltprobleme erwartet, die ein signifikantes Potential fuer das Entstehen innerstaatlicher oder zwischenstaatlicher Konflikte besitzen, und die geeignet ist, bei Vertretern der betreffenden Regionen Sensibilisierung fuer das Thema zu bewirken und sie fuer Unterstuetzung des Themas in UNEP zu gewinnen. Die Handlungsempfehlungen der NATO Studie sollen aufgegriffen und fuer die besonderen Zwecke der Eroerterung im Vorfeld eine Befassung von UNEP aufbereitet werden. Nach Eroerterung in dem hochrangigen Workshop soll auf dieser Basis ein Papier fuer UNEP erarbeitet werden. Zugleich geht es um die Begleitung der Thematik in anderen Foren, insbesondere der OSZE, wo sie bereits in mehreren regionalen Fachgespraechen im Jahre 1998 (Kaspisches Meer/Taschkent, Schwarzes Meer/Istanbul) aufgegriffen worden ist und im Jahr 1999 eine schwerpunktmaessige Behandlung erfahren soll.

Identifizierung und Verminderung von internationalen Konflikt-Risiken bei Zugang und Nutzung von Ressourcen - RohKon

Das Projekt "Identifizierung und Verminderung von internationalen Konflikt-Risiken bei Zugang und Nutzung von Ressourcen - RohKon" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Adelphi Research gemeinnützige GmbH durchgeführt. A) Problemstellung: Die Nachfrage nach natürlichen Ressourcen und ihre Preise haben sich in den letzten Jahren zum Teil drastisch erhöht. Mit China und Indien sind neue Nachfrager auf dem Weltmarkt aufgetreten. Die zunehmende Nachfrage wird als eine potentielle Ursache für zukünftige internationale Krisen, Konflikte oder gar Ressourcenkriege angesehen. Es wird befürchtet, dass Rohstoffe wie Kupfer knapp werden, die Förderung nicht mehr ausreicht, um die steigende Nachfrage zu befriedigen, die Verfügbarkeit durch Preisanstiege eingeschränkt wird oder der Zugang zu Rohstoffen durch nationale Sicherungsmaßnahmen oder gewaltsame Aktionen im Kontext der sog. 'Konfliktressourcen' erschwert wird. B) Handlungsbedarf (BMU; ggf. auch BfS, BfN oder UBA): BMU ist Mitglied des Ressortkreises Zivile Krisenprävention, Konfliktlösung und Friedenskonsolidierung. Umwelt- und Ressourcenschutz sind wichtige Bestandteile des Aktionsplans Zivile Krisenprävention, Konfliktlösung und Friedenskonsolidierung. Das Vorhaben soll dazu dienen, die potentiellen Konfliktrisiken einer steigenden Nachfrage nach Rohstoffen zu minimieren. Dabei kommen Maßnahmen der Bundesregierung und der deutschen Wirtschaft - wie in der Rohstoffstrategie der Bundesregierung bereits avisiert - und privater Unternehmen in den Herkunftsländern eine besondere Bedeutung zu. Das Vorhaben ermöglicht eine Verzahnung des umweltpolitischen Schwerpunkts Ressourceneffizienz des BMU mit der Außen-, Entwicklungs- und Sicherheitspolitik der Bundesregierung. C) Ziele des Vorhabens sind die Identifizierung von ressourcenbezogenen Konfliktrisiken und die Entwicklung von Empfehlungen zur Verminderung von ressourcenbezogenen Konfliktrisiken.

Teilvorhaben: Räumliche und zeitliche Varianz von Kooperation und Konflikt

Das Projekt "Teilvorhaben: Räumliche und zeitliche Varianz von Kooperation und Konflikt" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS) gGmbH durchgeführt. Das Kompetenznetz KonKoop zielt auf die Vernetzung und Weiterentwicklung der in Deutschland zerstreuten Forschung zu Kooperation und Konflikten im östlichen Europa (hier Osteuropa, Südosteuropa, Kaukasus und Zentralasien). Diese Region ist für die Friedens- und Konfliktforschung von großer Bedeutung: Nirgendwo sonst gab es seit dem Ende des Kalten Krieges so viele, teils bis heute ungelöste Sezessionskonflikte und neue Staatsgründungen. Das östliche Europa zeichnet sich durch eine hohe ethnische und religiöse Diversität aus. Gleichzeitig birgt es durch extensive Nutzung natürlicher Ressourcen und Auswirkungen des Klimawandels, der zur Verknappung von Ressourcen wie Wasser und nutzbarem Land führt, Konfliktpotenzial. Im Mittelpunkt des Kompetenznetzes stehen die Dynamiken von Konflikt und Kooperation. Wir fragen nach ihrer räumlichen und zeitlichen Varianz und untersuchen, wie es gelingen kann, konflikthafte hin zu kooperativen Interaktionen zu verschieben. Eine multilokale und interdisziplinäre Forschungsgruppe realisiert Detailanalysen, untersucht übergreifende Fragen und dient der Nachwuchsförderung. Die erhobenen Daten fließen in ein multimethodisches Datenlabor ein und werden in einem multiperspektivischen Labor für Friedens- und Konfliktkartographie für unterschiedliche Anwenderkreise visualisiert. KonKoop führt (inter-)nationale wissenschaftliche und anwendungsorientierte Einrichtungen, die sich mit Konflikt und Kooperation im östlichen Europa beschäftigen, zusammen und stellt damit eine Sichtbarkeit regionalwissenschaftlicher Expertise im Bereich der Friedens- und Konfliktforschung her. Das ZOiS ist für die Gesamtkoordination des Netzwerks und der Aktivitäten im Bereich Wissenschaftskommunikation verantwortlich, leitet das Datenlabor und wirkt bei der reflektierten Visualisierung erhobener Daten mit.

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