Der Downloaddienst (WFS) Invasive Arten Brandenburg stellt Daten zu gebietsfremden Arten in der Tier- und Pflanzenwelt Brandenburgs bereit. Durch die Globalisierung verbreiten sich zunehmend invasive Arten, die negative Auswirkungen auf Biodiversität, Ökosysteme sowie Wirtschaft und Gesundheit haben können. Um dem entgegenzuwirken, trat 2015 die EU-Verordnung 1143/2014 in Kraft. Im Mittelpunkt dieser Verordnung steht die sogenannte Unionsliste, welche invasive Arten von unionsweiter Bedeutung enthält. Dabei wird zwischen Arten, die sich in einer „frühen Phase der Invasion“ befinden (Artikel 16 der EU-Verordnung) und „weit verbreiteten“ Arten (Artikel 19 der EU-Verordnung) unterschieden. Für diese Arten sind genaue Regeln zum Umgang festgelegt, welche Handels- und Transportverbote, ein Überwachungssystem und Maßnahmen zur Bekämpfung und Kontrolle umfassen. Zuständig für die Durchführung der Verordnung ist das Landesamt für Umwelt. Der hier vorliegende Geodatensatz zeigt das Vorkommen Invasiver Arten im Land Brandenburg.
Der Darstellungsdienst (WMS) Invasive Arten Brandenburg stellt Daten zu gebietsfremden Arten in der Tier- und Pflanzenwelt Brandenburgs bereit. Durch die Globalisierung verbreiten sich zunehmend invasive Arten, die negative Auswirkungen auf Biodiversität, Ökosysteme sowie Wirtschaft und Gesundheit haben können. Um dem entgegenzuwirken, trat 2015 die EU-Verordnung 1143/2014 in Kraft. Im Mittelpunkt dieser Verordnung steht die sogenannte Unionsliste, welche invasive Arten von unionsweiter Bedeutung enthält. Dabei wird zwischen Arten, die sich in einer „frühen Phase der Invasion“ befinden (Artikel 16 der EU-Verordnung) und „weit verbreiteten“ Arten (Artikel 19 der EU-Verordnung) unterschieden. Für diese Arten sind genaue Regeln zum Umgang festgelegt, welche Handels- und Transportverbote, ein Überwachungssystem und Maßnahmen zur Bekämpfung und Kontrolle umfassen. Zuständig für die Durchführung der Verordnung ist das Landesamt für Umwelt. Der hier vorliegende Geodatensatz zeigt das Vorkommen Invasiver Arten im Land Brandenburg.
Zielsetzung:
Flusskrebse sind Ökosystemingenieure und haben als solche einen großen Einfluss auf die biologische Vielfalt von Süßgewässern und das Funktionieren von Ökosystemen. Leider sind die Populationen der einheimischen Flusskrebse in ganz Europa stark rückläufig. Die größte Bedrohung für die Krebse sind die zunehmenden Populationen invasiver nordamerikanischer Krebse, die Überträger des Erregers der Krebspest, Aphanomyces astaci, sind. Dieser Oomycet gehört zu den 100 schlimmsten invasiven Arten weltweit und hat zur Ausrottung ganzer Flusskrebspopulationen in Europa geführt, was massive Auswirkungen auf das Funktionieren von Ökosystemen hat. Daher ist die Untersuchung der Frage, wie europäische Flusskrebse der Krebspest widerstehen können, von großer ökologischer Bedeutung für Deutschland und Europa.
Lange Zeit wurde allgemein angenommen, dass wirbellosen Tieren ein Immungedächtnis fehlt. Bei Krebstieren wurden jedoch erste Beweise für ein Immungedächtnis durch Immune-Priming-Experimente erbracht. Der übergreifende Mechanismus hinter diesem Phänomen des Immungedächtnisses ist höchstwahrscheinlich mit epigenetischen Prozessen verbunden, d. h. mit Veränderungen, die auf der Ebene der Genexpression wirken. Das maternale transgenerationale Immunpriming (mTGIP) ist ein solcher epigenetischer Mechanismus, bei dem die Weibchen ihre Nachkommen auf die Abwehr von Krankheitserregern vorbereiten, mit denen sie selbst bereits in Berührung gekommen sind. Dieses mTGIP löst bei den Nachkommen die Expression bestimmter Abwehrgene aus, was zu einer ähnlichen Immunabwehr führt wie bei der Mutter.
Unser Forschungsziel ist daher die Entwicklung und Anwendung eines Impfstoffs für weibliche Edelkrebse (Astacus astacus), der ihre Nachkommen durch mTGIP gegen die Krebspest schützt.
Obwohl die Krebspest seit Jahrzehnten große ökologische Schäden in Deutschland und Europa anrichtet, wurde eine Behandlung zur Erzeugung einheimischer Krebse mit gestärktem Immunsystem bisher noch nicht erprobt. Die Verfügbarkeit von krebspestresistenten Besatzkrebsen würde den langfristigen Erfolg der Bewirtschaftungsmaßnahmen deutlich verbessern. Daher kann die vorgeschlagene Impfmethode als hoch innovativ und ökologisch relevant eingestuft werden. Ein positives Ergebnis dieses Impfansatzes wäre ein Meilenstein für die Bewirtschaftung von Süßwasserkrebsen, da es den Erfolg von Besatzmaßnahmen massiv steigern würde.