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Das Ziel der Arbeiten von KIT-INE innerhalb des Verbundprojekts VESPA II liegt in der Erforschung des Verhaltens langlebiger Spalt- und Aktivierungsprodukte im Nahfeld von Endlagern und Möglichkeiten ihrer Rückhaltung. Es wird angestrebt, das Verständnis ihrer Lösungseigenschaften und Rückhaltung besonders unter reduzierenden Bedingungen entscheidend zu verbessern. Dabei sollen insbesondere zuverlässigere chemische Eingangsdaten für langzeitanalytische Modellrechnungen für generische Endlagerbedingungen unterschiedlicher Wirtsgesteinsformationen generiert werden. Dies umfasst das Stoffinventar und den Quellterm für Iod-129 sowie Löslichkeitsgrenzen und Sorptionskoeffizienten für Selen-, Iod- und Technetiumspezies. Die Arbeiten sind so ausgelegt, dass die Ergebnisse wirtsgesteinsübergreifend anwendbar sind. Die ermittelten Daten stellen eine wesentliche Eingangsgröße für Modellrechnungen dar und sind direkt mit der Qualität und Belastbarkeit verschiedener Modellierungsansätze geochemischer Prozesse im Endlager korreliert.
Im Rahmen des 2011 bis2013 durchgeführten Vorhabens Messtechnische und theoretische Abschätzung des Eintrags von I-131 in die OSPAR-Regionen auf Grund der nuklearmedizinischen Anwendung von Radioiod in Deutschland' wurde ein Modellansatz entwickelt, der eine Ermittlung der I-131-Frachten aus deutschen Oberflächengewässern in die OSPAR-Regionen ermöglicht. Dabei wurde festgestellt, dass eine Diskrepanz zwischen der theoretischen I-131-Einleitung und den tatsächlich festgestellten I-131-Frachten in Flüssen besteht. Ziel des hier berichteten Vorhabens ist es, weitere messtechnische Untersuchungen durchzuführen, um den Prozess und die möglichen Ursachen für die Rückhaltung und den Zerfall von I-131 zu prüfen und weitere Erkenntnisse zur Verbesserung des Modells zu gewinnen.
Durch oberirdische Kernwaffenexplosionen, kerntechnische Unfälle und Emissionen aus Wiederaufarbeitungsanlagen wurden die natürlichen Vorkommen des langlebigen Radionuklids 129I (T1/2 = 15.7 Ma) nachhaltig verändert. Insbesondere die Anlagen in Sellafield in Großbritannien nahe der Irischen See und La Hague in Frankreich am Englischen Kanal beeinflussen die Umwelt in Westeuropa maßgeblich. Im Rahmen eines vom BMBF geförderten Projektes werden Depositionsraten, Depositionsdichten und der Transport von anthropogenem 129I in der Umwelt untersucht. Ziel des Vorhabens ist eine bundesweite Bilanzierung der vorhandenen Iod-Inventare in der Pedosphäre (Bodenproben), die Erfassung der trockenen und feuchten Depositionen (Luftfilter, Niederschlagsproben), sowie die Beprobung von Oberflächengewässern (ausgewählte Fließgewässer) zur Bestimmung des Abtransportes von Iod ins Meer.
In den letzten Jahren ist in verschiedenen Gebieten Weissrusslands,der Ukraine sowie Russlands, die vom Reaktorunfall in Tschernobyl besonders betroffen waren, ein deutlicher Anstieg der Faelle von Schilddruesentumoren bei Kindern zu erkennen. Die Annahme eines ursaechlichen Zusammenhanges zwischen der Strahlenexposition und dem gehaeuften Auftreten dieser Faelle ist naheliegend, er liesse sich aber umso leichter nachweisen, je detaillierter die Strahlendosen fuer die Schilddruesen bestimmt werden koennen. Im Rahmen des hier beschriebenen Forschungsvorhabens wurde die durch das kurzlebige I-131 verursachte Schilddruesendosis der Bevoelkerung in den hochkontaminierten Gebieten Russlands ueber das im Boden noch vorhandene langlebige I-129 rekonstruiert. Beide Nuklide wurden als Spaltprodukte in einem festen Mengenverhaeltnis freigesetzt bzw. haben zur Bodenkontamination beigetragen. Das hierbei zugrunde gelegte Modell beruecksichtigt den Weide-Kuh-Milch-Pfad. Die so berechneten Werte lagen fuer einige ausgewaehlte Ortschaften in der Groessenordnung von 1 Sv. Das entspricht in etwa auch Werten, die aufgrund von I-131-Messungen aus dem Jahr 1986 gefunden wurden. Derartig hohe Dosen koennen die starke Zunahme der Schilddruesentumoren durchaus erklaeren.
Das Langzeitrisiko radioaktiver Abfaelle wird massgeblich durch die wenigen extrem langlebigen Spaltprodukte wie Technetium-99, Jod-129, Caesium-135 und die Aktiniden bestimmt. Eine Strategie zur Reduzierung des Risikos ist die Abtrennung und Umwandlung ('Transmutation') der langlebigen Isotope in kurzlebige oder stabile Isotope. Typischerweise enthaelt der hochradioaktive Abfall neben den Aktiniden eine groessere Menge an Lanthaniden,die sich chemisch sehr aehnlich verhalten und die Transmutation stoeren wuerden. Deshalb ist eine effiziente Abtrennung der Lanthaniden von den Aktiniden unbedingt erforderlich. Das Multi-Partner-Forschungsvorhaben beschaeftigt sich mit der Entwicklung verschiedener Trennmethoden. Aufgabe der KFA-Juelich ist dabei die Untersuchung des Extraktionsverhaltens von Neptunium, Americium und Curium.
Aktuelle Arbeiten - Schachtanlage Asse II Übersicht über die wesentlichen Arbeiten im September 2023 Für den Bau einer Strömungsbarriere erweitern Bergleute auf der 700-Meter-Ebene eine Strecke. Sie stellen darin das erste von zwei Widerlagern, das sind die Endstücke einer Strömungsbarriere, fertig. Da sich der geplante Bauplatz des zweiten Widerlagers in unmittelbarer Nähe zur Hauptverbindungsstrecke (Wendelstrecke) befindet, schneiden Bergleute im September Teile der Hauptverbindungsstrecke nach und versetzen darin verlaufende Rohr- und Versorgungsleitungen. Im Anschluss beginnen sie mit Fräsarbeiten in der sogenannten Kernbarriere, dem Bereich zwischen den Widerlagern. Das Foto zeigt eine Firstenfräse, die bereits erste Profile in die Decke (Firste) geschnitten hat. Die Fräsarbeiten werden fortgesetzt, bis der geplante Querschnitt erreicht ist. Im Anschluss wird das zweite Widerlager errichtet und der im Bereich der Kernbarriere entstandene Hohlraum vollständig mit Sorelbeton verfüllt. Insgesamt sollen im Bergwerk über 80 dieser hochdichten Bauwerke entstehen. Strömungsbarrieren sind ein Bestandteil der Notfallplanung und übernehmen eine wichtige Aufgabe: Für den Fall, dass so viel Wasser in die Asse läuft, dass der Zutritt technisch nicht mehr zu beherrschen ist, verzögern sie die Ausbreitung radioaktiver Stoffe im Bergwerk. Fräsarbeiten unter Tage in der Schachtanlage Asse II. Stabilisierung und Notfallplanung Die Rückholung kann nur in einem langfristig stabilen Bergwerk erfolgen. Zudem müssen Vorbereitungen für einen möglichen Notfall getroffen werden. Im September errichten Bergleute ein Widerlager, also das Endstück einer Strömungsbarriere, in einer zuvor erweiterten Strecke auf der 700-Meter-Ebene. Für den Bau eines zweiten Widerlagers schneiden sie Teile der Hauptverbindungsstrecke (Wendelstrecke) nach und schaffen so den notwendigen Raum. Im Bereich zwischen den Widerlagern (Kernbarriere) beginnen Bergleute mit Fräsarbeiten zur Erweiterung der Strecke bis auf den geplanten Querschnitt. Auf der 750-Meter-Ebene setzen Bergleute die Stabilisierungsarbeiten am Pfeiler im Umfeld des Arbeitsbereichs zur Erkundung der Einlagerungskammer 12 fort. Um die Gesteinsschichten in diesem Bereich zu stabilisieren, setzen sie sogenannte Gebirgsanker. Diese bis zu fünf Meter langen Stangen verbinden die Schichten miteinander. Anschließend verfüllen Bergleute verbleibende Hohl- und Zwischenräume mit Sorelbeton. Um den abschüssigen Arbeits- und Zufahrtsbereich zusätzlich zu sichern, setzen Bergleute im Boden geankerte Stahlträger. In 800 Metern Tiefe führen Bergleute Tests zum Fließverhalten eines neuen Spezialbetons durch. Dieser unterscheidet sich in der Zusammensetzung zum üblichen Sorelbeton aus Steinsalz, Magnesiumoxid und Magnesiumchloridlösung. Im neuen Baustoff wird das Magnesiumoxid durch Brucit (Magnesiumhydroxid) ersetzt. Der neue Spezialbeton zeigt eine verbesserte Fließfähigkeit, höhere Abbindezeiten und ein geringeres Entmischungsverhalten. Dieser Spezialbeton könnte so im Notfall ohne Verstopfen der Leitung von über Tage in das Bergwerk eingebracht werden. Rückholungsplanung Die BGE hat den gesetzlichen Auftrag die Schachtanlage Asse II unverzüglich stillzulegen. Zuvor sollen die radioaktiven Abfälle zurückgeholt werden. Am Bohrplatz für die Erkundungsbohrung Remlingen 18 (R 18) werden im September die Arbeiten zur Einrichtung des Bohrplatzes fortgesetzt. Um das Gelände für den Bau des Fundaments in Böschungslage zu stabilisieren, bringen Mitarbeiter*innen Unterboden und Hartsteinmaterial hinter zuvor gesetzte Winkelstützen ein. Zusätzlich werden Anlagen zur Entwässerung installiert und der Einbau einer Abscheideranlage zum Trennen von Feststoffen aus Flüssigkeiten abgeschlossen. In der zweiten Monatshälfte bauen Mitarbeiter*innen eine stabilisierende Binderschicht ein und gießen die tragende Asphalt-Deckschicht. Damit ist die Einrichtung des Bohrplatzes bis auf wenige Restarbeiten abgeschlossen und der Bereich für den Aufbau und Betrieb der Bohranlage vorbereitet. Die Erkundungsbohrung soll östlich der Schachtanlage Asse II erstellt werden und Erkenntnisse zum Aufbau des Gebirges liefern. Auf Basis dieser Erkenntnisse soll der Ansatzpunkt für den Schacht Asse 5 abschließend festgelegt werden. Für die ausgeschriebenen Planungsarbeiten zur Förderanlage Schacht Asse 5 sind die Teilnahmeanträge eingegangen und ausgewertet. Geeignete Bieter wurden aufgefordert, Angebote für die vorgesehenen Bietergespräche abzugeben. Auf der 750-Meter-Ebene gehen die Bohrarbeiten zur Erkundung der Einlagerungskammer 12 weiter. Das Erkundungsprogramm soll der BGE Erkenntnisse für die weitere Planung der Rückholung liefern. Dazu gehören unter anderem der Zustand des umliegenden Gebirges, die Zusammensetzung der Kammeratmosphäre und der Zustand der Abfallgebinde. Die Bohrung ist im September rund 100 Meter lang. Der geplante Endpunkt dieser ersten Bohrung liegt bei rund 135 Metern. Die Bohrung wird zuerst über die Einlagerungskammer führen. Anschließend wird der Verlauf der Kammerdecke ermittelt. Erst danach wird eine abgelenkte Bohrung in die Kammer ausgeführt. Lösungsmanagement In die Schachtanlage Asse II dringen salzhaltige Lösungen aus dem Deckgebirge ein. Das Lösungsmanagement regelt den Umgang mit diesen Lösungen. Vom 18. bis 20. September 2023 werden rund 253 Kubikmeter Salzlösung in der Charge mit der Bezeichnung 2023/14 nach erfolgter Freigabe gemäß Paragraph 31 bis 42 der Strahlenschutzverordnung nach über Tage gebracht. Tritium und Cäsium-137 werden nicht nachgewiesen. Die Nachweisgrenze für Tritium liegt bei 7,5 Becquerel pro Liter, die für Cäsium bei 0,30 Becquerel pro Liter. Weitere Informationen finden Sie in unserem Beitrag zu den Messwerten im Themenschwerpunkt "Das Wasser in der Asse" . Bergbauliche Arbeiten Die Bergleute müssen den sicheren Betrieb der Schachtanlage Asse II gewährleisten. Auf der 490-Meter-Ebene beginnen Bergleute mit der Produktion von Blocksteinen aus Spezialbeton an einer speziell dafür erstellten Produktionsstätte. Hier können zeitgleich mehr als ein halbes Dutzend Blocksteine hergestellt werden. Diese ähneln riesigen Klemmbausteinen und werden zum Bau von Stütz- und Barrierebauwerken genutzt. In einer Anschlussstrecke zum Schacht Asse 2 auf der 700-Meter-Ebene bearbeiten Bergleute den Boden (Sohle). In diesem Bereich, nahe der größten Baustoffanlage in der Asse, hebt sich der Boden durch den Gebirgsdruck. Dadurch werden in der Strecke übereinanderliegend installierte Kompressoren gegeneinandergedrückt. Die Bergleute vertiefen den Bereich und verlängern Metallbögen (Gleitbogenprofile), die in der Strecke die Decke (Firste) und Wände (Stöße) stützen. Mit Abschluss der Stabilisierungsarbeiten haben die Kompressoren wieder genug Platz. In 700 Metern Tiefe stellen Bergleute Stabilisierungs- und Verfüllarbeiten an einer aufgefahrenen Bestandsstrecke in Richtung Schacht Asse 2 fertig. Im September stabilisieren sie den Übergangsbereich zum Schacht, errichten Abdichtbauwerke und verfüllen den gesamten Bereich abschnittsweise mit Sorelbeton. Auf der 775-Meter-Ebene berauben Bergleute eine Strecke in einem ehemaligen Versuchsfeld für Abdichtungs-/Injektionsmaßnahmen. Sie verfüllen Bohrlöcher und errichten am Übergang zur Hauptverbindungsstrecke (Wendelstrecke) eine Abdichtmauer. Dieser Bereich soll mit Sorelbeton verfüllt und abgestoßen werden. Im Grubentiefsten in 825 Metern Tiefe erweitern Bergleute eine Strecke mit einer Teilschnittmaschine. Dieser Bereich soll für die Verfüllung von Spezialbeton mit kontaminiertem und unkontaminiertem Wasser (Lösung) zur Verfügung stehen. Strahlenschutz Die Einhaltung und Überwachung des Strahlenschutzes gewährleistet die Sicherheit des Personals, der Besucherinnen und Besucher, der Bevölkerung sowie der Umwelt. Zur Messung einer potenziellen Kontamination durch Jod-129 in der Fort-/Abluft, installieren Mitarbeiter*innen des Strahlenschutzes im September mit Aktivkohle bestückte Filtersysteme an neuralgischen Punkten im Bergwerk. Die Filtersysteme werden nach dem Sammelzeitraum von rund 6 Wochen gammaspektrometrisch ausgewertet. Mit den Messergebnissen soll der Nachweis erbracht werden, dass eine relevante Jod-129 Kontamination in der Fort-/Abluft ausgeschlossen werden kann. Diese Messungen sind turnusmäßig alle vier Jahre als beweissichernde Maßnahme vorgeschrieben. Im Gespräch Im Rahmen unserer Öffentlichkeitsarbeit können sich alle interessierten Bürgerinnen und Bürger über die Schachtanlage Asse II informieren und mit uns ins Gespräch kommen. Die Infostelle Asse hat mittwochs und donnerstags von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. An den weiteren Wochentagen öffnen die Mitarbeiter*innen die Infostelle nach Vereinbarung. Weitere Informationen zu den Angeboten finden sie auf der Website der Infostelle Asse . Links zum Thema Aktuelle Arbeiten - Schachtanlage Asse II Themenschwerpunkt: Das Wasser in der Asse -Messwerte Asse - Fassungsrate Lösungszutritt Asse – die Entwicklung Asse: Infostelle und Befahrungen BGE startet Erkundungsbohrung Richtung Einlagerungskammer 12 Übersicht über die wesentlichen Arbeiten im August 2022
Die Freisetzung von Radionukliden aus kerntechnischen Anlagen im Rahmen zulässiger Emissionen führt zu einer diffusen Belastung von großräumigen Reservoiren wie der Atmosphäre, den Ozeanen und Binnengewässern und der Böden. Die Hauptquelle für anthropogene Radionuklide in Westeuropa sind die Wiederaufarbeitungsanlagen. Im Rahmen der Nachhaltigkeitsdiskussion stellt sich die Frage nach den langfristigen lokalen Auswirkungen für die Umwelt vor dem Hintergrund, dass der generelle Schutz der Umwelt im Strahlenschutz an Bedeutung zunimmt. Auf der Grundlage von experimentellen Ergebnissen sollen Modelle von Trinkwassergewinnungsgebieten (Beispiele: Fuhrberger Feld, Westharztalperren) erstellt und eine Langzeitsicherheitsanalyse der Entwicklung durchgeführt werden. Daraus ergeben sich folgende Aufgaben: Zusammenstellung von Kenntnissen über Stoffkreisläufe (Stoffflüsse, Inventare, Austauschzeiten, ggf. Reaktionen) der chemischen Elemente H, C, Cl, Sr, I, Pu, Einordnung der Radionuklide H-3, C -14, Cl-36, Sr-90, I-129, Pu-239/Pu-240 in diese Kreisläufe, Prüfung der Sensitivität von Reservoiren in Hinblick auf Radionuklideinträge und -akkumulationen, dabei auch Prüfung von Strahlenschutzaspekten und Wirkungsketten, Aufzeigen von Kenntnisdefizite.
ENDLAGER KONRAD Grundlagen zur Sicherheit im Betrieb Sicherheit vor Störfällen Als Störfälle im Endlager Konrad sind z. B. betrachtet worden: • Absturz eines Abfallbehälters • Brand eines Transportfahrzeugs unter Tage ■ Vermeidung von Störfällen durch technische Auslegung des Endlagers ■ Abfallbehälter begrenzen Austreten radioaktiver Stoffe im Störfall Technische Auslegung gegen Einwirkungen von außen Brandschutzmaßnahmen über und unter Tage Technische Auslegung des Einlagerungssystems Abfallprodukt Bestimmungsgemäßer Betrieb ■ Einhaltung der gesetzlichen Grenzwerte ■ Minimierung der Strahlenexposition z. B. Begrenzung einzelner Nuklide im Abfallprodukt Abfallbehälter z. B. Bauartprüfung eines Behälters Kritikalitätssicherheit ■ Sicherer Zustand von Spaltstoffen während des Einlagerungsvorgangs z. B. Begrenzung von Fahrgeschwindigkeit und Hubhöhe z. B. ausreichende Personenstärke der Grubenwehr z. B. Einwirkungen auf Gebäude durch Erdbeben Abb. 1: Sicherheitssystem Endlager Konrad Diffusor Störfall- planungswerte ∆ 34 – 35 Förderturm Umladehalle Tor Betriebs- gelände Anlieferung mit Bahn oder LKW Transportweg der Gebinde, Mensch-Technik-Organisation (MTO) ∆ 8 – 21 Batterieelektrischer Transportwagen Δ 22 Sicherstellung der Unterkritikalität ∆5–7 Schacht Konrad 2 Einlagerungs- kammern Maßnahmen zur Verhinderung von Kollisionen Δ 36 Auswirkungen eines Brandes auf den Ausbau Δ 23 Abb. 2: Einlagerungssystem Endlager Konrad Sicherheitsarchitektur Konrad und Ergebnisse ÜsiKo, Phase 2 | Stand: April 2025 ENDLAGER KONRAD Ergebnisse zur Sicherheit im Betrieb Sicherstellung der Unterkritikalität: Δ 5 – Δ 7 ■ Untersuchung der Auswirkungen neuer Normen zu Spaltstoffen ■ Ergebnis: Sicherheit gewährleistet Mensch Mensch-Technik-Organisation (MTO): Δ 8 – Δ 21 ■ Analyse der Betriebsabläufe nach etablierter Methodik (Abb. 1) ■ Ergebnis: sehr hohes Sicherheitsniveau. Für einige Handhabungen Vorschläge zur weiteren Betrachtung durch die BGE Technik Batterieelektrischer Transportwagen: Δ 22 ■ Brandschutztechnische Untersuchung elektrisch angetriebener Fahrzeuge (Abb. 2) ■ Nachweisführung im Rahmen eines atomrechtlichen Änderungsverfahrens ■ Ergebnis: Sicherheit gewährleistet Organi- sation Abb. 1: Mensch-Technik-Organisation Auswirkungen eines Brandes auf den Ausbau: Δ 23 ■ Umfangreiche Modellierungen ■ Ergebnis: Sicherheit ist gewährleistet Störfallplanungswerte: Δ 34 – Δ 35 ■ Neuberechnung der maximalen Auswirkungen eines Störfalls auf die Bevölkerung (Abb. 3) ■ Ergebnis: Einhaltung der zulässigen Störfall- planungswerte ist gewährleistet. Für ein seltenes Nuklid findet noch eine Nachbetrachtung statt Abb. 2: Transportwagen für die Einlagerung Maßnahmen zur Verhinderung von Kollisionen: Δ 36 ■ Bewertung von Einsatzmöglichkeiten zusätzlicher Fahrassistenzsysteme bei den Einlagerungsfahrzeugen unter Tage ■ Ergebnis: sehr hohes Sicherheitsniveau, keine Änderungen erforderlich Abb. 3: Darstellung der Oberfläche und Betriebsanlagen Konrad 2 für die Berechnung der Störfallplanungswerte Sicherheitsarchitektur Konrad und Ergebnisse ÜsiKo, Phase 2 | Stand: April 2025 ENDLAGER KONRAD Grundlagen der Langzeitsicherheit Süßwassermodell SW Konrad NE 2.000 0 10 20 30 40 Länge in km Salzwassermodell Konrad SW NE Geschwindigkeit pro Jahr 1.000 7 Größenordnungen Tiefe in Meter 30 cm Tiefe in Meter 0 1.0000,03 μm 2.000300.000 Jahre 1.000.000 Jahre 0 10 20 30 Kenntnisstand im Planfeststel- lungsverfahren: Grundwasser im Süßwassermodell schneller als im Salzwassermodell ■ Süßwassermodell: erste radioaktive Stoffe in der Umwelt nach 300.000 Jahren (Abb. 1) ■ Salzwassermodell: keine radioaktiven Stoffe in der Umwelt nach 1 Million Jahren (Abb. 1) ■ Wasserbewegung durch die Barriere der Unterkreidetone unwahrscheinlich 40 Länge in km Abb. 1: Gegenüberstellung der modellierten Grundwassergeschwindigkeiten im Süß-und Salzwassermodell. RN RN I U RN RN Iod-129 I Iod-129 I Uran-238 U Iod-129 H2O Uran-238 RN I Iod-129 RN RN RN RN U Uran-238 U U Uran-238 Uran-235 RN RN RN RN RN RN RN RN RN RN RN RN RN RN RN RN RN RN RN Abb. 2: Ausfällung und SorptionAbb. 3: Sorption im geologischen UntergrundAbb. 4: Lebensgewohnheiten im Modell Die Langzeitsicherheit beginnt bereits im Endlagerbereich ■ Modellannahme: Radioaktive Stoffe werden aus Abfällen gelöst ■ Chemische Prozesse: Verzögerung des Weitertransportes durch Ausfällung und Sorption (Abb. 2)Eine zentrale Rolle für die Langzeit- sicherheit spielt der geologische Untergrund ■ Radionuklidtransport als Gas oder in Lösung mit dem Grundwasser ■ Verzögerung für die meisten Radio- nuklide durch Sorption (Abb. 3) → lange LaufzeitenMensch und Umwelt werden geschützt ■ Modellrechnungen: Berücksichtigung der Lebensgewohnheiten (Abb. 4) ■ Trotz ungünstiger Modellannahmen: Konrad ist langfristig sicher Sicherheitsarchitektur Konrad und Ergebnisse ÜsiKo, Phase 2 | Stand: April 2025
Bestandsaufnahme von Jod-129 in der norddeutschen Tiefebene und in ausgewaehlten Gebieten der europaeischen Gemeinschaft durch aktivierungsanalytische Bestimmung des Jod in der Schilddruese von Weidetieren und Menschen. Untersuchungen ueber die Jodverteilung in den Schilddruesen.
In einer Wiederaufbereitungsanlage wird beim Aufloesen des verbrauchten Brennstoffs in Salpetersaeure das Spaltiod durch Zusatz inaktiven Iods aus der salpetersauren Loesung entfernt. Geringe Teile des radioaktiven Iod-129 liegen jedoch als organische Verbindungen vor und gelangen so in die anschliessenden Prozessschritte. Hier koennte Iod-129 in unzulaessig hoher Aktivitaet mit dem Abgasstrom freigesetzt werden, was nur durch aufwendige Massnahmen voellig auszuschliessen waere. Ziel des Vorhabens ist daher die Ermittlung des Isotopenaustausches unter Aufloeserbedingungen zwischen organisch gebundenem Iod-129 und dem inaktiven Iod, das in groesserem Ueberschuss in Form anorganischer Verbindungen zugesetzt wird. Die Geschwindigkeit des Isotopenaustausches soll unter praxisnahen Bedingungen fuer verschiedene relevante organische Spezies bestimmt werden. Anschliessend sind die Bedingungen fuer eine moeglichst vollstaendige und schnelle Entfernung der Iod-129-Spuren aus der Feedloesung zu erarbeiten.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 18 |
| Wissenschaft | 8 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 12 |
| Text | 4 |
| unbekannt | 2 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 6 |
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| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 15 |
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| Dokument | 2 |
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|---|---|
| Boden | 13 |
| Lebewesen und Lebensräume | 15 |
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| Weitere | 18 |