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Marine Art des Monats September 2010

Die Marine Art des Monats im September 2010 zum Internationalen Jahr der biologischen Vielfalt ist der Fingertang (Laminaria digitata), eine nordatlantische Braunalge. Laminarien sind mehrere Meter lange Braunalgen, die aufgrund ihrer Wuchsform und ledrigen Beschaffenheit als Seetange bezeichnet werden. Sie bilden große waldartige Unterwasserbestände an lichtdurchfluteten Felsküsten (Kelpwälder). Da sie vielen anderen Meeresorganismen Schutz, Nahrung und Habitat bieten, sind sie für Küstenökosysteme besonders wichtig.

Potential of Blue Carbon for global climate change mitigation

This publication explores the scientific dimensions of blue carbon (BC) for global climate mitigation. BC is defined and criteria for identifying BC measures are outlined based on a comprehensive analysis of current scientific literature. The potential of coastal ecosystems in mitigating climate change and their significance in shaping international climate policy are assessed, while evaluating the possibility of incorporating BC emissions and removals in national greenhouse gas (GHG) inventories. Evidence-based recommendations for integrating BC into robust climate strategies are presented, offering valuable insights for interested policy makers, researchers and climate advocates alike. Veröffentlicht in Climate Change | 24/2024.

Biodiversität: Aufbau eines Nationalparkprogramms in Turkmenistan

Beratungshilfeprojekt unterstützt den Schutz der Biologischen Vielfalt Im Vorlauf zur 9. Vertragsstaatenkonferenz zum „Übereinkommen über die Biologische Vielfalt” vom 19. bis 30. Mai 2008 in Bonn trägt das Umweltbundesamt (UBA) mit einem Projekt im zentralasiatischen Turkmenistan zum Erhalt der Biodiversität bei. Gemeinsam mit dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) betreut das UBA den Aufbau eines Nationalparksystems. In Zusammenarbeit mit dem turkmenischen Umweltministerium baut die Michael Succow Stiftung aus den zwei Naturschutzgebieten „Sünt-Chasardag” und „Kopetdag” modellhaft Nationalparke auf. Das Projekt wird aus dem Beratungshilfeprogramm für den Umweltschutz in den Staaten Mittel- und Osteuropas, des Kaukasus und Zentralasiens finanziert, mit dem das Bundesumweltministerium (BMU) die Verankerung höherer Umweltstandards fördert. Während der 9. Vertragsstaaten-Konferenz in Bonn bilden die Verhandlungen über ein weltweites Schutzgebietsnetz einen Schwerpunkt. Turkmenistan hat sich zum Ziel gesetzt, sein Schutzgebietssystem bis 2009 von vier auf sechs Prozent der Landesfläche auszudehnen. Das dünn besiedelte Land ist mit einer unvergleichlich vielfältigen Natur und biologischen Vielfalt mit über 20.000 Arten der ⁠ Flora ⁠ und ⁠ Fauna ⁠ ausgestattet. Eine besondere Bedrohung der biologischen Vielfalt Turkmenistans geht von der Übernutzung durch Jagd und Wilderei und dem Rückgang von Lebensräumen für viele Arten aus. Deshalb ist der Nationalpark-Ansatz von großer Bedeutung. Einerseits können so Zonen zum Schutz von Ökosystemen eingerichtet werden, die von Wirtschaft, Besiedlung und Erschließung vollkommen unberührt bleiben und nur von den indigenen Völkern vor Ort genutzt werden dürften. Andererseits können Gebiete für den Tourismus erschlossen werden, die von überzogener wirtschaftlicher Nutzung verschont blieben. Turkmenistan hat eine kontrastreiche Geographie: Mit dem Kopetdag-Gebirge an der iranischen Grenze gibt es noch Reste von Lichtwäldern, am Fluss Amudarja Reste von Wüstenauenwäldern, an der iranisch-afghanischen Grenze Vorgebirgssavannen und an der Südwestküste des Kaspischen Meers einsame vielgestaltige Küstenökosysteme. Mehrere Gebirgszüge erheben sich auf bis zu 3000 Meter Höhe, und die turkmenische Küste erstreckt sich auf 1800 Kilometern entlang des Kaspischen Meeres. Das Beratungshilfeprojekt unterstützt auch Öffentlichkeitsarbeit vor Ort, um die Bevölkerung für die schützenswerte Vielfalt der turkmenischen Naturlandschaft zu sensibilisieren. Aufgrund der klimatischen Besonderheiten der Region erwachsen Probleme wie die Desertifikation (Wüstenbildung) infolge landwirtschaftlicher Übernutzung der Steppen und des Klimawandels. In den Bergregionen verstärkt die Rodung der offenen Waldlandschaften für Feuerholz und Weideflächen die ⁠ Erosion ⁠. Der Ökosystemschutz in staatlichen Schutzgebieten kann einen Beitrag zur Minderung der Folgen und zur ⁠ Anpassung an den Klimawandel ⁠ leisten.

Managementmaßnahmen in Küstenlebensräumen und Ästuarien der Nord- und Ostsee

Terrestrische und semi-terrestrische Lebensräume an den Küsten von Nord- und Ostsee stehen im besonderen Maße im Spannungsfeld verschiedenster Nutzungsansprüche. Bemühungen zum Erhalt naturnaher Biotope konkurrieren in diesem Bereich u.a. mit Anforderungen des Hochwasserschutzes, des Tourismus und der Landwirtschaft. Betroffen ist auch eine ganze Reihe von Lebensraumtypen von europäischer Bedeutung. Im Rahmen einer im Mai 2009 veranstalteten Experten-Tagung des Bundesamtes für Naturschutz an der Internationalen Naturschutzakademie auf der Insel Vilm wurden verschiedene etablierte, aber auch neuartige Managementverfahren zum Erhalt dieser Lebensräume vorgestellt und hinsichtlich ihrer mittel- bis langfristigen Wirksamkeit diskutiert. In diesem Tagungsband werden die Beiträge zu geeigneten Managementmaßnahmen in Dünenkomplexen, Salzwiesen, Poldern und Kögen sowie in Ästuarien dokumentiert. Weiterhin wird auf die Auswirkungen des Klimawandels eingegangen, die im besonderen Maße die Lebensräume an der Küste beeinflussen werden. Schließlich werden die wichtigsten Handlungserfordernisse aufgezeigt, um den Rückgang der biologischen Vielfalt auch im Bereich der Küsten und Ästuarien zu stoppen.

Potential of Blue Carbon for global climate change mitigation

This publication explores the scientific dimensions of blue carbon (BC) for global climate mitigation. BC is defined and criteria for identifying BC measures are outlined based on a comprehensive analysis of current scientific literature. The potential of coastal ecosystems in mitigating climate change and their significance in shaping international climate policy are assessed, while evaluating the possibility of incorporating BC emissions and removals in national greenhouse gas (GHG) inventories. Evidence-based recommendations for integrating BC into robust climate strategies are presented, offering valuable insights for interested policy makers, researchers and climate advocates alike.

Spiel mal Meer!

Kurzbeschreibung Ziel von „Spiel mal Meer!“ ist es, in Schleswig-Holstein spielerisch ein ausgeprägtes Bewusstsein für die Probleme der heimischen Meere zu fördern und weiterhin zu vermitteln, dass die Verantwortung für den Erhalt und die Sicherung der Meeres- und Küstenökosysteme nicht allein bei Politik und Wirtschaft liegen, sondern ebenso Aufgabe der Gesellschaft darstellen. Das Projekt manifestiert sich in einem gleichnamigen Schleswig-Holstein-weiten Medienwettbewerb, in dem SchülerInnen der 5.-13. Klasse meereswissenschaftliche Forschungsfragen medial beantworten. Die Forschungsfragen wurden in Abstimmung mit dem MELUR-SH unter Berücksichtigung der Maßnahmenkennblätter des MSRL-Maßnahmenprogramms entwickelt und berücksichtigen u.a. die Umweltziele 4 und 5. Die Forschungsfragen und mediale Antworten zusammen ergeben Online-Spiele, die nach Abschluss des Wettbewerbes Schulen sowie weiteren Bildungseinrichtungen zu Bildungszwecken zur Verfügung gestellt und an die breite Öffentlichkeit kommuniziert werden. Über Fortbildungen für Lehrkräfte und MultiplikatorInnen trägt das Projekt weiterhin zur Verankerung des Themas in Lehrzielen und -material bei. Das Projekt wird u.a. vom Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Schleswig-Holstein (MELUR-SH) gefördert und ist ein Beitrag zur Umsetzung des Maßnahmenprogramms zur Umsetzung der MSRL in Schleswig-Holstein. „Spiel mal Meer!“ steht unter der Schirmherrschaft von Dr. Robert Habeck, Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Schleswig-Holstein und ist Partner im Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane. Ergebnisse Siehe Website

BfN Schriften 481 - Bewertungsschemata für die Bewertung des Erhaltungsgrades von Arten und Lebensraumtypen als Grundlage für ein bundesweites FFH-Monitoring Teil II: Lebensraumtypen nach Anhang I der FFH-Richtlinie

Der BfN-Schriftenband 481 enthält die zweite Überarbeitung (Stand 2017) der Bewertungsschemata für die Bewertung des Erhaltungsgrades von Lebensraumtypen nach Anhang I der FFH-Richtlinie (mit Ausnahme der marinen und Küstenlebensräume).

Deutschland im Klimawandel – Risiken und Handlungserfordernisse

Deutschland im Klimawandel – Risiken und Handlungserfordernisse Konsequenter Klimaschutz ist wichtig, um die Erderwärmung zu begrenzen und damit die Anpassung an den Klimawandel zu ermöglichen. Der IPCC beschreibt in seinem aktuellen Bericht die globalen Risiken und die Möglichkeiten zur Anpassung. Die Klimawirkungs- und Risikoanalyse des Bundes benennt für Deutschland die größten Klimarisiken, wie und wo wir uns dem Wandel am drängendsten anpassen müssen. Fragen, die uns in Deutschland und der Welt bewegen: Wie wirkt sich der ⁠ Klimawandel ⁠ auf die Natur, unseren Alltag, unsere Lebensgrundlagen, Gesundheit und Wirtschaft aus? Wo können wir durch Anpassung die Klimarisiken verringern? Und wo müssen wir dringend etwas tun? Der ⁠ IPCC ⁠ antwortet: In allen Regionen der Welt hat der vom Menschen beeinflusste Klimawandel schon heute erhebliche negative Folgen für Ökosysteme und Gesellschaften. Extremereignisse wie Hitzewellen oder ⁠ Starkregen ⁠ und vielfach gleichzeitig auftretende ⁠ Klimafolgen ⁠ führen zu schwerwiegenden, teilweise irreversiblen oder kaskadenartigen Folgen. Ein weiter fortschreitender Klimawandel kann zu Folgen führen, die deutlich schwerwiegender wären, als die bisher beobachteten. Die Betroffenheit von Ökosystemen und Gesellschaften hängt vom Ausmaß des Klimawandels und von gesellschaftlichen Entwicklungen wie der ⁠ Landnutzung ⁠ ab. Aktivitäten zur Anpassung haben in den letzten Jahren weltweit zugenommen und einige negative Folgen des Klimawandels verringert. Dennoch gilt: Insgesamt müssen die Anpassungsaktivitäten gesteigert werden, um Klimarisiken wirksam und dauerhaft zu verringern. Sehr wichtig sind der Schutz und das Management von Ökosystemen: Verbunden mit Anpassungsmaßnahmen können hierdurch die Risiken für die biologische Vielfalt und damit auch für den Menschen verringert werden. Klimarisikoanalyse für Deutschland untersucht über 100 Klimawirkungen und regionale Betroffenheiten Für Deutschland liefert die Klimawirkungs- und Risikoanalyse (KWRA) Antworten. Sie erscheint alle sechs Jahre. Die Ergebnisse der jüngsten Analyse wurden Mitte 2021 veröffentlicht und nun in einer Broschüre zusammengefasst, ergänzt mit den Schlussfolgerungen der Interministeriellen Arbeitsgruppe ⁠ Anpassung an den Klimawandel ⁠ der Bundesregierung. Bei der KWRA haben unter Federführung des Umweltbundesamt im Behördennetzwerk "Klimawandel und Anpassung" 25 Bundesbehörden aus neun Ministerien und ein wissenschaftliches Konsortium mitgewirkt. Insgesamt waren über 180 Personen daran beteiligt. Die Ergebnisse der Analyse gelten als wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung der deutschen Strategie zur Anpassung an den Klimawandel. Die KWRA entwirft zwei Szenarien bis zum Jahr 2100. Ein pessimistischer Fall geht von einem starken weltweiten Klimawandel aus: plus 3 Grad Celsius zur Mitte des Jahrhunderts als Jahresmittelwert und gegenüber der frühindustriellen Zeit. Ein optimistischerer Fall beschreibt einen schwächeren Klimawandel mit einem Anstieg der Temperatur um 2 Grad Celsius weltweit. Beide Szenarien hätten gravierende Auswirkungen für Deutschland. In der KWRA wurden mehr als 100 Wirkungen des Klimawandels in Deutschland und deren Wechselwirkungen untersucht. Unterteilt sind sie nach den Auswirkungen heute, zur Mitte und zum Ende des Jahrhunderts. Die leitenden Fragen waren: Welche Regionen und welche Lebensbereiche sind vom Klimawandel besonders betroffen? Wie können wir die Klimarisiken durch Anpassung reduzieren? Und wie lange haben wir noch Zeit um zu handeln? Die Studie zeigt: Alle Lebewesen und Systeme in Deutschland sind vom Klimawandel betroffen, aber räumlich und zeitlich unterschiedlich. Bisher zeigt sich eine intensive Betroffenheit von Hitze, Trockenheit oder ⁠ Starkregen ⁠ in nur wenigen Regionen in Deutschland. Bei einem starken Klimawandel würden bis Mitte des Jahrhunderts sehr viel mehr Regionen damit konfrontiert sein. Die Leidtragenden sind zukünftige Generationen. Eine Hotspotanalyse hat gezeigt, dass sich bei einem weiter fortschreitenden Klimawandel im Westen und Süden Deutschlands das ⁠ Klima ⁠ relativ zu heute am stärksten verändern wird. Im Südwesten und Osten werden klimatische Extreme am häufigsten vorkommen. Die Flüsse und Flusstäler werden durch Folgen von wasserspezifischen Risiken, wie Niedrig- und Hochwasser, betroffen sein. In der zweiten Jahrhunderthälfte werden an der Küste die Gefahren aufgrund des Anstiegs des Meeresspiegels deutlich steigen. Keine guten Aussichten: Ende des Jahrhunderts kann ganz Deutschland ein Hotspot sein Die natürlichen Systeme und Ressourcen, wie Wasser, Boden, Arten, Ökosysteme, sind vom ⁠ Klimawandel ⁠ besonders bedroht. Das hat Dominoeffekte etwa auf die Fischerei, die Land- und Forstwirtschaft sowie auf die menschliche Gesundheit. Die Studie sagt klar: Konsequenter ⁠ Klimaschutz ⁠ ist besonders wichtig. Zudem müssen die natürlichen Systeme von der von Menschen verursachten Verschmutzung und Übernutzung entlastet werden. Denn nur so können sie sich anpassen und Dominoeffekte verhindert werden. Das ist besonders herausfordernd, weil relativ wenige Anpassungspotenziale vorhanden sind und Grenzen der Anpassung schnell erreicht werden. Beispielsweise sind Ökosysteme wie in den Gebirgen und einzelne Arten an ein bestimmtes ⁠ Klima ⁠ und Umfeld angepasst und können nur langsam reagieren, teils zu langsam. Bereits zur Mitte des Jahrhunderts können die Klimarisiken erheblich sein, besonders wenn ein starker Klimawandel eintritt und keine Anpassungsmaßnahmen getroffen werden. Die gute Nachricht: Es gibt in Deutschland (noch!) viele Anpassungsmöglichkeiten. Die Studie zeigt aber auch: Bei einem starken Klimawandel benötigen wir weitere, teils tiefgreifende Anpassungsmaßnahmen. Risiken durch den Klimawandel werden in Zukunft immer mehr Lebens- und Wirtschaftsbereiche erfassen. Bei einem starken Klimawandel werden sehr viele Lebensbereiche in Deutschland von hohen Klimarisiken bedroht sein. Dann könnten die in Deutschland bereits eingeleiteten Maßnahmen oft nicht ausreichen. Die Studie benennt 31 Wirkungen des Klimawandels mit sehr dringendem Handlungsbedarf. Zentral sind die Klimarisiken infolge von Hitze auf die Gesundheit, von Trockenheit und Niedrigwasser auf wasserabhängige Systeme wie Ökosysteme, von ⁠ Starkregen ⁠ und Sturzfluten besonders für Infrastrukturen und Gebäude sowie die Auswirkungen der graduellen Erderwärmung etwa auf den Meeresspiegel an den Küsten oder in den Gebirgen. Die Botschaft ist klar: Nur wenn wir unverzüglich handeln können viele Maßnahmen rechtzeitig wirksam werden In vielen Bereichen greifen bereits Anpassungsmaßnahmen oder sind geplant, beispielsweise Dachbegrünungen oder das Pflanzen von Stadtbäumen zur Kühlung der Städte. Es gibt eine gute Basis durch vorhandenes Wissen, aktive Netzwerke und gute Vorbilder. Eine Vielzahl von weiteren Maßnahmen sind schon heute umsetzbar und können die Klimarisiken bis Mitte des Jahrhunderts für Deutschland wirksam mindern, wie die Humuswirtschaft und andere bodenschonende Landwirtschaftsformen. Doch bei einigen Klimawirkungen benötigen wir innovative, tiefgreifende Maßnahmen und verstärkte Forschung, wie wir beispielsweise unsere Städte zu Schwammstädten umbauen können. Besonders schnell sollte dort gehandelt werden, wo viele Kaskadeneffekte ausgelöst werden können, bereits heute hohe Klimarisiken bestehen oder wo hohe Klimarisiken erwartet werden, aber die Anpassung sehr viel Zeit benötigt, um wirksam zu werden. Allerdings besteht an vielen Stellen ein Umsetzungsdefizit und es muss mehr getan werden. Vor allem auf kommunaler Ebene fehlen finanzielle Mitteln, rechtliche Rahmenbedingungen und Akzeptanz, Klimaanpassungen voranzutreiben. Die KWRA ist für viele Akteure, insbesondere für Entscheidungsträger im Bund, den Ländern und Kommunen, von Interesse. Die Interministerielle Arbeitsgruppe ⁠ Anpassung an den Klimawandel ⁠ (IMA-A) weist daher alle Akteure auf die Grundsätze für zukünftiges Anpassungshandeln hin: Ambitionierten ⁠ Klimaschutz ⁠ als die zentrale Voraussetzung für eine erfolgreiche Anpassung an den Klimawandel vorantreiben. Natürliche Systeme und Ressourcen von anthropogener Verschmutzung und Übernutzung entlasten, um deren Anpassungsfähigkeiten zu stärken. Risiken durch den Klimawandel bei zukunftsweisenden Entscheidungen berücksichtigen. Die Anpassung an den Klimawandel als Chance für ⁠ Nachhaltigkeit ⁠ und Krisenfestigkeit (⁠ Resilienz ⁠) nutzen. Anpassungsmaßnahmen angesichts des gestiegenen und weiterhin steigenden Handlungsdrucks verstärkt und zügig umsetzen. Die Anpassung an den Klimawandel entsprechend der Dringlichkeit der Handlungserfordernisse laut KWRA 2021 vorantreiben. Es wird anerkannt, dass für eine verstärkte Umsetzung auf allen Ebenen ein verlässlicher finanzieller und gesetzlicher Rahmen geschaffen und entsprechende Kapazitäten bereitgestellt werden sollen. Im Angesicht der aufgezeigten Risiken beschloss die IMA-A auch zukünftig die Anpassung an den Klimawandel in Deutschland gemeinsam weiterzuentwickeln, bekannte Anpassungsmaßnahmen umzusetzen und die Forschung zu weiteren, auch tiefgreifenden Maßnahmen zu verstärken. Autorin und Autor: Dr. Inke Schauser, Dr. Achim Daschkeit (Umweltbundesamt) Dieser Artikel wurde als Schwerpunktartikel im Newsletter Klimafolgen und Anpassung Nr. 77 veröffentlicht. Hier können Sie den Newsletter abonnieren. Hier finden Sie ein Text-Transkript des Videos im Sinne der Barrierefreiheit.

Wasserrahmenrichtlinie: Meinung der Bürger ist gefragt!

"Ihre Meinung zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie ist uns sehr wichtig", schreibt der NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) und bittet jetzt die Bürgerinnen und Bürger um Stellungnahmen zum weiteren Umsetzungsprozess. Unter www.nlwkn.de hat der NLWKN jetzt das Arbeitsprogramm und den Zeitplan für die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie für Ems, Elbe, Weser und Rhein veröffentlicht. Die Dokumente liegen auch in den Betriebsstellen des NLWKN aus. Im Vorwort heißt es: "Verbringen Sie Ihre Zeit gerne am oder im Wasser? Dann sind Sie sicherlich auch daran interessiert, dass die Gewässer sauber sind und dass dort die Tiere und Pflanzen einen gesunden Lebensraum haben! Außerdem wollen Sie sicherlich auch unbelastetes Wasser trinken, sich damit waschen und sicher sein, dass Ihr Abwasser gereinigt wird, damit es die Gewässer nicht verschmutzt? Die Europäische Wasserrahmenrichtlinie, die im Jahr 2000 in Kraft getreten ist, will das alles auch. Sie betrachtet die Flüsse Ems, Elbe, Weser und Rhein und deren Nebenflüsse zusammen mit dem dazugehörigen Grundwasser und den Gewässern an der Küste als ein großes Ökosystem, das man schützen muss. Daher will die Richtlinie, dass möglichst bald, am besten schon 2015, alle Gewässer in Europa in einem guten Zustand sind. Das ist eine echte Herausforderung. Sie sind zur Mithilfe aufgerufen! Die Wasserrahmenrichtlinie sieht vor, dass Sie sich an ihrer Umsetzung direkt beteiligen können und den zuständigen Behörden Ihre Meinung mitteilen. Das können Sie bei drei verschiedenen Anhörungsstufen. Tragen Sie mit Ihrem Beitrag dazu bei, unser Wasser als Lebensgrundlage für die nachfolgenden Generationen in ausreichender Menge und Qualität zu sichern! Ihre Meinung ist uns sehr wichtig!" Melden Sie sich einfach per E-Mail! Weitere Infos zur Wasserrahmenrichtlinie gibt es hier!

Tracking climate-change-induced biological invasions by metabarcoding archived natural eDNA samplers

Junk, Isabelle; Schmitt, Nina; Krehenwinkel, Henrik Current Biology 33 (2023), 943-944; online: 25. September 2023 In a time of unprecedented environmental change, understanding the response of organisms and ecosystems to change is paramount. However, our knowledge of anthropogenic impacts on ecosystems is limited by a lack of standardized retrospective biomonitoring data. Here, we use a four-decade time series of archived blue mussels to trace spatiotemporal biodiversity change in coastal ecosystems. The filter-feeding mussels, which were initially collected for pollution monitoring, can serve as natural eDNA samplers, carrying an imprint of the surrounding aquatic community at the time of sampling. By sequencing the preserved DNA, we characterize highly diverse mussel-associated communities and reconstruct the invasion trajectory of an invasive species, the barnacle Austrominius modestus. We quantitatively trace population growth of the invader to the detriment of native taxa and uncover repeated population collapses and reinvasions after cold winters. By providing highly resolved temporal data on community assembly and global warming-driven invasion processes, natural eDNA sampler time series overcome a critical shortfall in our understanding of biodiversity change in the Anthropocene. doi: 10.1016/j.cub.2023.07.035

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