Fuer zukuenftige Druckwasserreaktoren werden derzeit Kernfaengerkonzepte als Massnahme zur Beherrschung auslegungsueberschreitender Stoerfaelle mit Niederschmelzen des Kerns entwickelt. Zu ihrer Ueberpruefung wird der Prozess der Schmelzeausbreitung in einer Vielzahl von Experimenten untersucht. Fuer eine Uebertragung dieser Experimente auf Anlagenbedingungen ist die Entwicklung von Computerprogrammen sinnvoll und notwendig. Der Code MECO beschreibt das Ausbreitungs- und Abkuehlverhalten heisser Schmelzen ueber horizontal, geneigt und vertikal orientierte Ausbreitungszonen. Basierend auf den Navier-Stokes'schen Bewegungsgleichungen sowie der Energiegleichung fuer ein zZt 2-dimensionales Berechnungsgebiet erfolgt die numerische Simulation durch Kopplung des SOLA-Algorithmus (Finite-Differenzen-Verfahren) mit der 'Marker-And-Cell'-Methode. Waehrend der Ausbreitung der Schmelze werden Erstarrungsprozesse infolge verschiedener Waermeabfuhrmechanismen beruecksichtigt. Eine erste Validierung des Codes erfolgte anhand der Nachrechnung von Experimenten der KATS-Versuchsreihe des Forschungszentrums Karlsruhe sowie der COMAS-Versuche der Giesserei Siempelkamp, Krefeld.
Ziel: Realisierung einer katastrophenfreien Kerntechnik. Fragestellungen: Lassen sich selbsttaetig wirkende stabilisierende Eigenschaften entdecken, entwickeln und anwenden, die bei Abweichungen von Normalbetriebsbedingungen eine Verminderung der Gefaehrdung bewirken ? Lassen sich selbsttaetig-wirkende, stabilisierende Eigenschaften identifizieren, ausschliessen bzw verbieten. Lassen sich um Zusammenwirken mehrerer solcher Eigenschaften Stabilitaetsgebiete etablieren. Haben solche stabilisierenden Eigenschaften eine abmildernde Wirkung fuer Einfluesse von aussen. Zwischenergebnisse wurden bisher mit dem Nachweis-Experiment SANA (SANA= Selbsttaetige Abfuhr der Nachwaerme) erbracht: Die Bedingungen fuer die selbsttaetige Abfuhr der Nachwaerme aus einem Kernreaktor wurden experimentell erarbeitet und zugehoerige Computer-Codes damit validiert.
wann wird das Umweltministerium den fehleranfälligen Reaktor abschalten, um die Bevölkerung vor gesundheitlichen Risiken zu schützen? Viruserkrankungen sind für manche ein alljährliches meist harmloses Ereignis. Ein GAU in einem AKW vernichtet die Gesundheit aller Bürger*innen in einer ganzen Region. Die Fakten sind bekannt. Wann reagiert der grüne Umweltminister Franz Untersteller darauf? Anhang: RISSE im AKW ! Wir fordern den Umweltminister von Baden-Württemberg - Franz Untersteller - auf, die am 22.9.2019 erteilte Genehmigung zum Weiterbetrieb von Block 2 des Atomkraftwerkes Neckarwestheim unverzüglich aufzuheben! Das AKW weist schwerwiegende Mängel auf; der Weiterbetrieb ist nicht mehr zu verantworten! Siehe Fußnoten 1 +2) KONKRET: Im AKW Neckarwestheim Block II von EnBW sind hunderte Risse in Dampferzeugerrohren aufgetreten. Dieses AKW zwischen Stuttgart und Heilbronn ging 1989 an’s Netz und soll – nach dann 34 Betriebsjahren - als letztes deutsches AKW erst am 31.12.2022 abgeschaltet werden. Als Folge einer jahrelangen fehlerhaften Betriebsweise sind die Heizrohre der Dampferzeuger, die das hochradioaktive Primärkreiswasser des Reaktorkreises führen, von Spannungsriss- und Lochfraß-Korrosion betroffen. Auch bei der letzten Jahresrevision im August 2019 wurden 209 Risse und 87 weitere Korrosionsschäden an den Dampferzeuger-Heizrohren festgestellt – im dritten Jahr in Folge, und es werden jedesmal mehr. Insgesamt sind bis jetzt rd. 400 Rohre betroffen. Hinzu kommen weitere Schäden an 1.100 Kondensator-Rohren, Undichtigkeiten an Vorwärmern, fehlerhafte Stellungsanzeigen an Sicherheitsventilen, Mängel an den Notstromdieseln u.a.m. Der Betreiber EnBW gibt an, der „sichere Weiterbetrieb" sei "garantiert“. Aber selbst der TÜV schließt in seinem Prüfbericht v. 12.9.19 einen „wanddurchdringenden Riss“ nicht aus. Dennoch hat das Umweltministerium von Baden-Württemberg den Weiterbetrieb dieser abgenutzten und überalterten Reaktor-Anlage Neckarwestheim genehmigt, s. Fußnote 3) Sicherheit ist kein Lotteriespiel! Reißt auch nur ein einziges Dampferzeuger-Heizrohr auf oder gar ab, ist ein schwerer Kühlmittel-Verlust-Störfall im Reaktor mit Freisetzung erheblicher Mengen Radioaktivität in die Umwelt nicht mehr aufzuhalten. Dieser kann bis zur Kernschmelze führen, wie sie sich u.a. bei den Atomkatastrophen 2011 in Fukushima sowie 1986 in Tschernobyl wie auch 1979 im TMI-Reaktor bei Harrisburg/USA ereignet hatte. Die Folgen für die Bevölkerung im dichtbesiedelten Mittleren Neckarraum mit den Großstädten Stuttgart und Heilbronn sind unabsehbar – hier leben im Umkreis von 40 km um das AKW Neckarwestheim 2,5 Mio. Menschen. Vielen Dank für Ihre/Eure Unterstützung! Quellen: 1) Rede von Dipl.-Ing. Hans Heydemann auf der Demonstration vor dem AKW Neckarwestheim anlässlich des 9. Jahrestages (11. März) des dreifachen Super-GAUs in Fukushima/Japan am 8.3. 2020 2) ’Reaktor Rostiges Rohr’, KONTEXT, 16.10.2019 3) Pressemitteilung Nr.208/2019 des Umweltministeriums Ba-Wü v. 2.9.2019.
Welche Szenarien gibt es für radiologische Notfälle? Textfassung des Videos " Welche Szenarien gibt es für radiologische Notfälle " In unserem letzten Video haben wir euch erklärt, wie wichtig die Vorbereitung im radiologischen Notfallschutz ist. Um die Planungen für den radiologischen Notfall zu erleichtern, hat die EU festgelegt, dass man sich bei der Vorbereitung auf einen Notfall an sogenannten Referenzszenarien orientieren muss. Denn radiologische Notfälle können ganz unterschiedlich aussehen und dementsprechend auch ganz unterschiedliche Schutzmaßnahmen erfordern. In Deutschland gibt es im Allgemeinen Notfallplan des Bundes 16 solcher Szenarien. Vier davon beziehen sich auf Unfälle in Kernkraftwerken: in Deutschland, im grenznahen Ausland, im übrigen Europa und außerhalb Europas. Ein weiteres Szenario bezieht sich auf einen Unfall in einer kerntechnischen Anlage, die kein Kernkraftwerk ist. Zum Beispiel in einem Forschungsreaktor. Außerdem gibt es ein Szenario für einen Anschlag auf so eine Anlage oder auf ein Kernkraftwerk. Die weiteren Szenarien haben nichts mit Kernkraft zu tun. Hier gibt es zum Beispiel Szenarios für Transportunfälle oder den Absturz eines Satelliten mit radioaktivem Material. Aber auch Unfälle von Menschen, die beruflich mit Strahlenquellen zu tun haben, Notfälle auf dem Wasser und Szenarien, die etwas unspezifisch sind. Dazu zählen Notfälle mit herrenlosen Quellen oder illegal entsorgten radioaktiven Stoffen. Brände oder Explosionen in kontaminierten Gebieten und Notfälle mit ungeklärtem Ursprung. Letztere können zum Beispiel bei Messungen der Fall sein, wo erhöhte Werte gemessen werden, für die es keine bekannte Ursache gibt. Ein Beispiel dafür sind die erhöhten Ruthenium-106-Werte in Europa 2017. Oder auch unbestätigte Meldungen und Gerüchte über einen Austritt von Radioaktivität. Die letzten beiden Szenarien sind zum einen die Explosion einer Nuklearwaffe, also einer Atombombe, und ein sonstiger Unfall mit einer Nuklearwaffe. Für jedes Szenario gibt es verschiedene Schutzstrategien, die wir regelmäßig üben. Für eine optimale Planung gibt es nicht nur Szenarien, sondern auch eine zeitliche Einteilung eines Notfalls in Phasen, wobei nicht alle Phasen in allen Szenarien gleichermaßen vorkommen. Es gibt fünf Phasen, die in zwei Hauptphasen zusammengefasst werden. Die erste Phase ist die Dringlichkeitsphase, die alle Phasen umfasst, die während eines Notfalls stattfinden. Phase eins Die unsichere Situation. Hier ist noch keine Radioaktivität n die Umwelt gelangt, aber die Kontrolle von radioaktivem Material oder der sichere Umgang damit kann nicht gewährleistet werden. Entwickeln sich die Ereignisse jetzt ungünstig, kann es zu einer Freisetzung kommen. Ein Beispiel wäre ein Ausfall von Sicherheitssystemen n einem Kernkraftwerk. Phase zwei: Vor-Freisetzungsphase: Auch jetzt ist noch nichts ausgetreten. Aber nun ist sicher, dass es zu einer Freisetzung kommen wird, wenn die eingeleiteten Maßnahmen nicht helfen. Ein Beispiel wäre, dass die Kühlung eines Reaktorkerns n einem Kernkraftwerk nicht gewährleistet ist. Phase drei Freisetzungsphase. Nun tritt Radioaktivität in die Umwelt aus. Zum Beispiel nach einer Kernschmelze in einem Kernkraftwerk. Die Menschen werden durch verschiedene Schutzmaßnahmen geschützt. Wie Verbleib im Haus, Jodtabletten oder schlimmstenfalls Evakuierung. Nach dem Unfall geht der Notfall noch weiter. Mit der zweiten Phase der Nachunfallphase. Phase vier ist die Übergangsphase. Der Worst Case ist eingetreten und Menschen wurden erhöhter Strahlung ausgesetzt. Jetzt greifen Schutzmaßnahmen, die dieses Ausgesetztsein, die Strahlenexposition, beendenoder zumindest reduzieren und den betroffenen Personenkreis reduzieren. Phase fünf ist die langfristige Nach-Unfallphase. Nun liegen alle Informationen vor, wo und welche Stoffe n welchem Maße ausgetreten sind und wohin sie sich verbreitet haben. Diese Phase kann Jahrzehnte andauern, wie zum Beispiel in der näheren Umgebung des Kernkraftwerks in Tschornobyl. Ähnlich wie die Richterskala bei einem Erdbeben gibt es auch im radiologischen Notfall eine Skala, auf der die Schwere eines Vorfalls eingeordnet werden kann. Das ist die internationale INES-Skala Die Skala reicht von 0 bis 7. Null ist ein Ereignis ohne oder mit geringer sicherheitstechnischer Bedeutung. Das sind zum Beispiel kleine Pannen in einem Kernkraftwerk, die keine schlimmen Folgen haben. INES 1 bis 3 sind Störungen und Störfälle ohne Freisetzung in die Umwelt. Dies können Störfälle sein, wo zwar Radioaktivität innerhalb eines Kernkraftwerks freigesetzt wird, aber nicht in die Umwelt gelangt. Oder auch der Verlust von Strahlenquellen, die aber gut abgeschirmt bleiben. Die INES-Stufen 4 bis 7 beschreiben unterschiedlich schwere Unfälle. Bei Stufe 5 beginnen die bekannteren Unfälle wie der Reaktorunfall von Three Mile Island. Eine offizielle Einstufung eines Unglücks als katastrophaler Unfall hat es bisher nur zweimal gegeben: Tschornobyl und Fukushima. Im nächsten Video zeigen wir euch, wer eigentlich im Notfall was macht, um euch zu schützen. Wenn ihr das nicht verpassen wollt, bleibt also dran und abonniert den Kanal. Und bis dahin bleibt gut geschützt. Stand: 02.02.2026
scienceBASEd: Accident Tolerant Fuels (ATF) Welche Auswirkungen hätten Accident Tolerant Fuels auf die Sicherheit von Kernkraftwerken? Anfang 06.11.2025 13:00 Uhr Ende 06.11.2025 14:30 Uhr Veranstaltungsort Onlineveranstaltung scienceBASEd – Forschung zur Sicherheit der nuklearen Entsorgung Herzlich willkommen zur digitalen Vortragsreihe des BASE . Forschungsergebnisse erklären, Standpunkte austauschen, neue Forschungsfragen entwickeln – das sind zentrale Aspekte der Wissenschaft. So entstehen neue Perspektiven, Ideen und Ergebnisse. ScienceBASEd bietet eine Plattform für wissenschaftlichen Diskurs . Welche Auswirkungen hätten Accident-Tolerant Fuels auf die Sicherheit von Kernkraftwerken? Am 11. März 2011 traf ein Tsunami die Ostküste Japans. Diese Naturkatastrophe löste im Atomkraftwerk Fukushima eine Unfallserie aus, bei der es zu Kernschmelzen in drei Reaktorblöcken kam. Erhebliche Mengen von Radionukliden gelangten in die Umwelt. Nach diesem Unfall wurden international Entwicklungsprogramme zu unfalltoleranten Brennstoff- und Hüllrohrkonzepten aufgelegt. Als Accident Tolerant Fuels (ATFs) werden alternative Brennstoff- und Hüllrohrkonzepte bezeichnet. Sie sollen unter Störfallbedingungen besser funktionieren und schützen als die aktuell im Einsatz befindlichen Brennelemente . Die Entwicklung solcher ATFs sind für verschiedene Brennstoff- und Hüllrohrkonzepte unterschiedlich weit fortgeschritten. Welche Auswirkungen ATFs auf die Sicherheit von Kernkraftwerken haben könnten, hat das BASE in einem Forschungsvorhaben untersuchen lassen. Im Rahmen der neuen digitalen BASE-Vortragsreihe zur Forschung – scienceBASEd – möchten wir die Ergebnisse mit Interessierten und Expert:innen diskutieren. Gegenstand, Methodik und Ergebnisse des Forschungsvorhabens ATF Im Forschungsvorhaben „Erfassung und Sicherheitsanalyse der Entwicklung von Accident Tolerant Fuels (ATF)“ wurde der aktuelle Entwicklungsstand von ATFs für Leichtwasserreaktoren (LWR) erhoben und aufbereitet. Sicherheitstechnisch relevante Eigenschaften für den Normalbetrieb, bei Transienten (bestimmte vorübergehende Abweichungen) und in Unfallszenarien unterschiedlicher ATF-Konzepte sind systematisch aufgearbeitet, zusammengefasst und eingeordnet worden. Außerdem wurden zwei vergangene reale Unfallabläufe (TMI-2 und Fukushima-Daiichi) so betrachtet, als seien ATF-Konzepte im Einsatz gewesen. Zu diesen Szenarien wurden Simulationsrechnungen vorgenommen. Dabei wurde untersucht, wie sich die jeweiligen Unfallabläufe mit dem Einsatz von ATF verändert hätten. Das Forschungsvorhaben diskutiert die Ergebnisse dieser Szenarien. Auch die Grenzen der Betrachtungen werden aufgezeigt. Als Ergebnis wird festgestellt, dass noch keines der betrachteten ATF-Konzepte als vollständig ausgereift betrachtet werden kann. Die Bestimmung eines „Besten“-Konzepts ist noch nicht möglich. Es konnte aber gezeigt werden, dass durch die Verwendung von ATF unter bestimmten Voraussetzungen Vorteile erzielt werden könnten, die z. B. in einer erhöhten Zeitreserve zur Beherrschung von Stör- und Unfällen liegen. Im Termin stellen wir Ihnen unsere Ergebnisse vor, diskutieren Sie mit! Agenda 13:00 Begrüßung | Esther Kähler ( BASE ) 13:10 Vorstellung des ATF-Projekts durch die Projektleiterin Isabel Steudel ( GRS ) 13:20 Vortragsteil durch Timo Löher (GRS) 13:45 Rückfragen und Diskussion | Anna Sachse (BASE) 13:55 Vortragsteil durch Livius Lovász (GRS) 14:20 Rückfragen und Diskussion | Anna Sachse (BASE) 14:30 Abschluss | Esther Kähler (BASE) So können Sie teilnehmen Die Teilnahme an der Online-Veranstaltung via Zoom ist kostenlos. Sobald Sie sich zur Veranstaltung angemeldet haben, erhalten Sie den Zugangslink per Mail. Adresse Online Weiterführende Information zum Forschungsprojekt Erfassung und Sicherheitsanalyse der Entwicklung von accident tolerant fuels (ATF)
Kann ein Unfall wie in Tschornobyl auch in deutschen Kernkraftwerken passieren? Die Reaktor-Sicherheitskommission ( RSK ) stellte im November 1986 zur Übertragbarkeit des Unfalls von Tschornobyl (russ.: Tschernobyl) auf deutsche Anlagen fest, " dass eine prompt kritische Leistungsexkursion, wie sie sich in Tschernobyl ereignet hatte, aufgrund der inhärenten physikalischen Eigenschaften und der technischen Ausrüstung in einem Leichtwasserreaktor deutscher Bauart ausgeschlossen sei und dass das Sicherheitskonzept von Kernkraftwerken in der Bundesrepublik Deutschland durch den Unfall in Tschernobyl nicht in Frage gestellt sei. " Der Unfall in Tschornobyl beruht auf den reaktorphysikalischen Eigenschaften eines wassergekühlten und mit Graphit moderierten Reaktors. Für die in Deutschland verwendeten Leichtwasserreaktoren ist ein solcher Ablauf nicht möglich. Allerdings sind bei unterstelltem Ausfall aller Sicherheitseinrichtungen andere Unfallabläufe denkbar, die zu einer Kernschmelze führen könnten.
Mit welchen Gesundheitsschäden ist zu rechnen, wenn es zu einer erheblichen Freisetzung kommt, zum Beispiel bei einer Kernschmelze? Ionisierende, also sehr energiereiche Strahlung erhöht das Krebsrisiko und das Risiko für weitere chronische Erkrankungen z.B. des Herz-Kreislaufsystems. Von Strahlung ausgelöster Krebs tritt nicht sofort, sondern erst nach Jahren oder Jahrzehnten auf. Ab einer Strahlendosis von 100 Millisievert ist eine Erhöhung des Krebsrisikos in der Bevölkerung nachgewiesen. Nach derzeitigem Kenntnisstand kann man aber nicht ausschließen, dass auch schon geringere Strahlendosen ein Risiko darstellen. Eine Dosis von 100 Millisievert erhöht das lebenslange Krebsrisiko um etwa 1 Prozent, also im Vergleich zum spontanen lebenslangen Krebsrisiko von etwa 47 Prozent auf 48 Prozent. Für Frauen ist das Risiko dabei etwas höher als für Männer, für Kinder nochmals deutlich höher. Akute Strahlenschäden treten erst bei Strahlendosen über 500 Millisievert auf. Für die Bevölkerung ist das unwahrscheinlich. Innerhalb von Stunden können Hautrötungen, Erbrechen, Haarausfall und Kopfschmerzen auftreten. Bei Strahlendosen ab 1.000 bis 2.000 Millisievert treten so schwerwiegende Schäden auf, dass eine schnelle medizinische, ggf. intensivmedizinische Versorgung notwendig ist. Ab einer Strahlendosis von etwa 5.000 Millisievert stirbt trotz Einsatzes medizinischer Maßnahmen die Hälfte der Betroffenen. So hohen Strahlendosen, dass überhaupt akute Strahlenschäden auftreten, könnten vor allem Beschäftige des betroffenen Kernkraftwerkes ausgesetzt sein. Für die Bevölkerung ist das sehr unwahrscheinlich. Alle Schutzmaßnahmen der Behörden dienen dazu, gravierende Gesundheitsschäden zu verhindern und das Krebsrisiko für die Bevölkerung möglichst gering zu halten. Zu diesen Schutzmaßnahmen gehören Evakuierungen , der Aufenthalt in Gebäuden , die Einnahme von Jodtabletten , Verzehrverbote oder Grenzwerte für Lebensmittel.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 141 |
| Europa | 9 |
| Land | 2 |
| Weitere | 3 |
| Wirtschaft | 11 |
| Wissenschaft | 61 |
| Type | Count |
|---|---|
| Ereignis | 5 |
| Förderprogramm | 122 |
| Text | 6 |
| unbekannt | 12 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 14 |
| Offen | 131 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 140 |
| Englisch | 16 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Datei | 5 |
| Dokument | 7 |
| Keine | 105 |
| Multimedia | 1 |
| Webseite | 32 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 51 |
| Lebewesen und Lebensräume | 93 |
| Luft | 62 |
| Mensch und Umwelt | 144 |
| Wasser | 53 |
| Weitere | 145 |