In verschiedenen Versuchseinrichtungen wurde die Abwasserbehandlung in Pflanzenklaeranlagen erprobt und hinsichtlich der Klaerschlammvererdung optimiert. Pflanzenklaeranlagen dieses Typs produzieren lediglich 25-30 Prozent der Klaerschlammenge technischer Systeme, wie z.B. der Belebtschlammanlagen. Darueber hinaus wurde die Behandlung von Ueberschussschlamm (aerob, anaerob stabilisiert) in bepflanzten Beeten erprobt. Einhergehend mit einer Volumenreduktion ueber 90 Prozent wurde eine Entwaesserungsleistung von bis zu 50 Prozent Trockensubstanzgehalt erreicht. Fuer alle Verfahrenstechniken ist keine fossile Energie notwendig.
In mit Sumpfpflanzen (Schilf) bepflanzten Becken wird Klaerschlamm aus kommunalen Klaeranlagen entwaessert und vererdet. Die Becken sind mit einer Drainage ausgestattet. Das Sickerwasser wird in die Klaeranlage zurueckgeleitet. Der Versuch wird in einer kommunalen Klaeranlage mit einem Anschlusswert von 4000 EGW und in einer Anlage mit einem Anschlusswert von 800 EGW durchgefuehrt. Untersucht werden die Betriebsfuehrung der Vererdungsbecken in Abhaengigkeit der Witterung, die Pflanzenentwicklung mit biometrischen Analysen, die Sickerwasserqualitaet, die Wasserbilanz und die Entwicklung des Klaerschlammes zum Klaerschlammerdsubstrat mit Hilfe biologischer, mikrobiologischer und chemischer Kennwerte.
Untersuchung der Moeglichkeiten zur Entwaesserung und Stabilisierung kommunaler Klaerschlaemme mittels bepflanzter Vererdungsbecken unter besonderer Beruecksichtigung hygienischer Aspekte und der Erstellung von Sickerwasserbilanzen. Erarbeitung von Leitlinien fuer den Praxisbetrieb.