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Dieses Vorhaben wird im Rahmen des Programms 'Nachhaltig im Beruf' gefördert

UBA-CO₂-Rechner: Jetzt auch für Haushalte einfach nutzbar

<p> <p>Der UBA-CO₂-Rechner hilft, einfach, aber wissenschaftlich fundiert die eigene CO₂-Bilanz zu ermitteln. Bei der jährlichen Datenaktualisierung wurden weitere Verbesserungen umgesetzt, etwa bei der Erfassung von Strombezügen und der Berücksichtigung von Nicht-CO₂-Effekten des Luftverkehrs. Zudem wurde ein CO₂-Haushaltsrechner eingeführt und der Veranstaltungsrechner mit Speicherfunktion versehen.</p> </p><p>Der UBA-CO₂-Rechner hilft, einfach, aber wissenschaftlich fundiert die eigene CO₂-Bilanz zu ermitteln. Bei der jährlichen Datenaktualisierung wurden weitere Verbesserungen umgesetzt, etwa bei der Erfassung von Strombezügen und der Berücksichtigung von Nicht-CO₂-Effekten des Luftverkehrs. Zudem wurde ein CO₂-Haushaltsrechner eingeführt und der Veranstaltungsrechner mit Speicherfunktion versehen.</p><p> Jahresupdate des UBA-CO2-Rechners <p>Ob beim Heizen oder beim Autofahren: Auf Basis von erneuerbaren Energien kommt Energie immer mehr elektrisch „ins Haus“. Das stellt auch die Ermittlung des persönlichen CO2-Fußabdrucks vor neue Herausforderungen. Neue Großverbraucher wie Wärmepumpe und E-Auto mit eigenen Stromverträgen einerseits, Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher andererseits müssen detaillierter erfasst und auseinandergehalten werden. Neben dem jährlichen Datenupdate wurde im UBA-CO2-Rechner deshalb die Erfassung von Strombezug und Stromerzeugung überarbeitet und an die erste Stelle der Erfassung gesetzt.&nbsp;</p> <p>Eine weitere Neuerung fällt weniger auf. Bei der Berechnung der Klimawirkung von Flugreisen werden die sogenannten Nicht-CO2-Effekte, die zum Beispiel aus Kondensstreifen und Stickoxidemissionen entstehen, nicht mehr pauschal, sondern in Abhängigkeit von Flugrouten ermittelt. Jede Flugroute wird individuell berechnet. So verursachen zum&nbsp;Beispiel Flüge in polaren Regionen höhere Nicht-CO2 Effekte durch Stickstoffoxide (NOx) und Wasserdampf. Diese genauere Berechnung wurde durch Forschungsarbeiten des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) im Auftrag des Umweltbundesamts möglich. Mehr Informationen zur Klimawirkung des Flugverkehrs finden sich in der UBA-Broschüre „<a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/klimawirkung-des-luftverkehrs">Klimawirkung des Luftverkehrs</a>“.</p> <p>Fortschritte in der Klimapolitik machen sich auch in der persönlichen CO2-Bilanz bemerkbar. So sind die durchschnittlichen Treibhausgasemissionen erstmalig unter 10 Tonnen CO2-Äquivalente pro Person und Jahr gesunken. Dabei werden im UBA-CO2-Rechner nicht nur die in Deutschland entstehenden Treibhausgasemissionen, sondern auch die Emissionen von importierten Gütern berücksichtigt. Auf persönlicher Ebene kann dieser Wert mit wenigen sogenannten Big Points wie Wohnraumdämmung, Sparduschkopf, pflanzenbetonter Ernährung oder E-Auto weiter halbiert werden (siehe Abbildung). Dies lässt sich auch einfach mit dem UBA-CO2-Rechner mit eigenen Werten nachrechnen.</p> CO2-Haushaltsrechner und Veranstaltungsrechner als erweitertes Angebot <p>Vielfach wurde ein „CO2-Haushaltsrechner“ von Nutzer*innen gewünscht, jetzt ist er da. Mit diesem neuen Angebot können auch Paare, Familien oder Wohngemeinschaften einfach eine gemeinsame CO2-Bilanz für alle Bewohner*innen erstellen. Verbräuche, die wie beim Strom oder beim Heizen von allen verursacht werden, müssen nur noch einmal eingegeben werden. Gleichzeitig sind aber weiterhin personenscharfe Angaben für den Konsum z.B. bei Flugreisen oder der Autonutzung möglich.&nbsp;</p> <p>Grundlegend überarbeitet wurde der CO2-Rechner für Veranstaltungen. Die neue Speicherfunktion ist vor allem hilfreich für die Bilanzierung von Veranstaltungen, die mit dem Blauen Engel ausgezeichnet werden sollen. Die Bearbeitungstiefe lässt sich jetzt besser steuern. So kann der Energieverbrauch des genutzten Gebäudes entweder über eine einfache Verbrauchsschätzung über die Veranstaltungsfläche oder über die genaue Eingabe einzelner Verbrauchswerte erfasst werden. Auch bei der Besuchermobilität gibt es verschieden umfangreiche Erfassungsmöglichkeiten von „ganz einfach“ bis „ganz genau“. Auch digitale Veranstaltungen können mit dem Rechner bilanziert werden.</p> Über den UBA-CO2-Rechner <p>Mit dem UBA-CO2-Rechner kann jede und jeder den persönlichen CO2-Fußabdruck mit unterschiedlicher Detailtiefe und transparenten Ergebnisdarstellungen bestimmen. Das Onlinetool wird von Bürgerinnen*Bürgern, von Medien, im Rahmen von wissenschaftlichen Studien und Bildungsveranstaltungen, aber auch zur Bestimmung von Zahlungen zur freiwilligen Kompensation intensiv genutzt. Im Factsheet „<a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/einsatzmoeglichkeiten-des-uba-co2-rechners-in">Einsatzmöglichkeiten des UBA-CO2-Rechners in Kommunen</a>“ finden sich hierzu nützliche Hinweise und Praxisbeispiele. Den Rechner gibt es seit 2008. Das gesteigerte öffentliche Interesse am <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> hat die Zugriffszahlen seit 2018 vervielfacht.</p> <p>Datengrundlage für den UBA-CO2-Rechner sind unter anderem die jeweils aktuellen Daten der <a href="https://ag-energiebilanzen.de/">AG Energiebilanzen</a> zum Energieverbrauch in Deutschland, Daten aus dem <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/verkehr/emissionsdaten#tremod">Emissionsberechnungsmodell TREMOD</a> für Verkehrsemissionen sowie Daten der umweltökonomischen und volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung. Ein direkter Vergleich mit den Werten aus der nationalen Treibhausgasberichterstattung ist nicht möglich, da der UBA-CO2-Rechner auch den Import von Waren sowie den internationalen Flugverkehr berücksichtigt. Eine Ausführliche Darstellung der Berechnungs- und Datengrundlagen findet sich in den „<a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/der-uba-co2-rechner-fuer-privatpersonen-0">Hintergrundinformationen zur Version 5.0</a>“.</p> </p><p>Informationen für...</p>

Indikator: Nachhaltiger Konsum

<p> Die wichtigsten Fakten <ul> <li>2024 wurden in den Produktbereichen mit staatlichen Nachhaltigkeitssiegeln 8,9 % des Umsatzes mit besonders umweltfreundlichen und sozialverträglichen Produkten gemacht.</li> <li>Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, dass umweltfreundliche und sozialverträgliche Produkte bis 2030 einen Marktanteil von 34 % haben sollen.</li> <li>Insbesondere bei Lebensmitteln, Bekleidung und Pkw sind größere Anstrengungen nötig, um dieses Ziel zu erreichen.</li> </ul> </p><p> Welche Bedeutung hat der Indikator? <p>Haushalte können nachhaltigen Konsum direkt und indirekt fördern. Zum einen benötigen energieeffiziente Fahrzeuge oder gedämmte Häuser bei der Nutzung weniger Energie und verursachen einen geringeren Ausstoß von Treibhausgasen. Zum anderen nehmen Verbraucher*innen durch die Bevorzugung entsprechender Produkte indirekt Einfluss auf die Emissionen und die Sozialverträglichkeit der Herstellung.</p> <p>Der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/indikator">Indikator</a> erfasst die Marktanteile von Produkten mit anspruchsvollen Umweltzeichen. Dabei werden bisher ausschließlich staatlich regulierte Nachhaltigkeitssiegel betrachtet: Energieverbrauchskennzeichnung (Pkw, Haushaltsgroßgeräte, Leuchtmittel und Fernseher), Bio-Siegel (Lebensmittel), Grüner Knopf (Bekleidung) sowie Blauer Engel (Hygienepapiere, Wasch- und Reinigungsmittel). Mit Hilfe des Indikators kann festgestellt werden, ob umweltfreundliche und sozialverträgliche Produktvarianten konventionelle Produktvarianten im Markt ersetzen. Denn nachhaltiger Konsum erfordert, nicht-nachhaltige Konsumweisen durch nachhaltige zu ersetzen.</p> </p><p> Wie ist die Entwicklung zu bewerten? <p>2024 hatten umweltfreundliche und sozialverträgliche Produkte einen Marktanteil von 8,9 % in den erfassten Produktgruppen. Damit entwickelt sich der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/indikator">Indikator</a> entgegen der Zielrichtung. Dies hat im Wesentlichen mit dem Marktanteil von energieeffizienten Pkw zu tun. Nach dem Höchststand im Jahr 2021 sank der Marktanteil von A+-Pkw in den Folgejahren. 2024 wurde das neue Pkw-CO2-Label mit neuen Anforderungen eingeführt, das eine direkte Vergleichbarkeit mit den Jahren davor verhindert. Pkw mit dem besten Label (A) hatten 2024 einen Marktanteil von 15,7 %. Bei Biolebensmitteln hat sich in den letzten 5 Jahren wenig getan (6 bis 7 % Marktanteil). Bei den Haushaltsgroßgeräten sind seit der Einführung der neuen Effizienzkategorien wieder teilweise deutliche Verschiebungen hin zu effizienteren Kategorien zu erkennen. Bei den Hygienepapieren sind die Marktanteile bei Privathaushalten in den letzten 10 Jahren um über 10 Prozentpunkte auf nur noch 6,7&nbsp;% gesunken.&nbsp;</p> <p>Innerhalb der verschiedenen Produktgruppen unterscheiden sich die Marktanteile teilweise deutlich: 79,5 % der verkauften Waschmaschinen waren 2024 bereits mit der höchsten Effizienzkategorie A ausgezeichnet. Kühlschränke, Gefriergeräte und Geschirrspüler kommen an diese Größenordnung nur heran, wenn man die Kategorien A-D zusammenrechnet. Bei Elektroherden und Backöfen oder bei Klimageräten ist hohe Energieeffizienz hingegen weiterhin ein Nischenthema.</p> <p>Um das Ziel der <a href="https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/nachhaltigkeitspolitik/die-deutsche-nachhaltigkeitsstrategie-318846">Nachhaltigkeitstrategie</a> von 34 % Marktanteil bis 2030 erreichen zu können, sollte die sehr geringe Nachfrage nach umweltfreundlichen und sozialverträglichen Produkten neu belebt werden.</p> </p><p> Wie wird der Indikator berechnet? <p>Für die Berechnung des Indikators wurden für jeden Konsumbereich besonders umwelt- und sozialrelevante Produktgruppen identifiziert, für die Marktdaten verfügbar sind. Da die Märkte der einzelnen Produktgruppen unterschiedlich groß sind, werden die Marktanteile mit dem Umsatzvolumen des jeweiligen Gesamtmarktes gewichtet. Dies garantiert, dass hohe Marktanteile in kleinen Nischenmärkten den <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/indikator">Indikator</a> nicht verzerren.</p> <p><strong>Ausführliche Informationen zum Thema finden Sie im Daten-Artikel </strong><a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/11321"><strong>"Grüne" Produkte: Marktzahlen.</strong></a></p> </p><p> </p><p>Informationen für...</p>

Wassernutzung privater Haushalte

<p> <p>Im Schnitt nutzt jede Person in Deutschland täglich 126 Liter Trinkwasser im Haushalt. Für die Herstellung von Lebensmitteln, Bekleidung und anderen Bedarfsgütern wird dagegen so viel Wasser verwendet, dass es 7.200 Litern pro Person und Tag entspricht. Ein Großteil dieses indirekt genutzten Wassers wird für die Bewässerung von Obst, Gemüse, Nüssen, Getreide und Baumwolle benötigt.</p> </p><p>Im Schnitt nutzt jede Person in Deutschland täglich 126 Liter Trinkwasser im Haushalt. Für die Herstellung von Lebensmitteln, Bekleidung und anderen Bedarfsgütern wird dagegen so viel Wasser verwendet, dass es 7.200 Litern pro Person und Tag entspricht. Ein Großteil dieses indirekt genutzten Wassers wird für die Bewässerung von Obst, Gemüse, Nüssen, Getreide und Baumwolle benötigt.</p><p> Direkte und indirekte Wassernutzung <p>Jede Person in Deutschland verwendete im Jahr 2022 im Schnitt täglich 126 Liter <a href="http://www.umweltbundesamt.de/daten/wasserwirtschaft/oeffentliche-wasserversorgung">Trinkwasser</a>, etwa für Körperpflege, Kochen, Trinken, Wäschewaschen oder auch das Putzen (siehe Abb. „Trinkwasserverwendung im Haushalt 2023“). Darin ist auch die Verwendung von Trinkwasser im Kleingewerbe zum Beispiel in Metzgereien, Bäckereien und Arztpraxen enthalten. Der überwiegende Anteil des im Haushalt genutzten Trinkwassers wird für Reinigung, Körperpflege und Toilettenspülung verwendet. Nur geringe Anteile nutzen wir tatsächlich zum Trinken und für die Zubereitung von Lebensmitteln.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/2_abb_trinkwasserverwendung-hh_2024-09-10.png"> </a> <strong> Trinkwasserverwendung im Haushalt 2023 </strong> Quelle: Umweltbundesamt und Statistisches Bundesamt Downloads: <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/2_abb_trinkwasserverwendung-hh_2024-09-10.pdf">Diagramm als PDF (53,22 kB)</a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/2_abb_trinkwasserverwendung-hh_2024-09-10.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten (44,41 kB)</a></li> </ul> </p><p> <p>Die tägliche Trinkwassernutzung im Haushalt und Kleingewerbe ging von 144 Liter pro Kopf und Tag im Jahr 1991 lange Jahre zurück bis auf täglich 123 Liter pro Kopf im Jahr 2016. 2019 wurden von im Schnitt täglich 128 Liter pro Person verbraucht, 2022 waren es 126 Liter. Der Anstieg im Vergleich zu 2016 begründet sich durch den höheren Wasserbedarf in den jeweils heißen und trockenen Sommermonaten (siehe Abb. „Tägliche Wasserverwendung pro Kopf“).</p> <p>Doch wir nutzen Wasser nicht nur direkt als Trinkwasser. In Lebensmitteln, Kleidungstücken und anderen Produkten ist indirekt Wasser enthalten, das für ihre industrielle Herstellung eingesetzt wurde oder für die Bewässerung während der landwirtschaftlichen Erzeugung. Dieses Wasser wird als virtuelles Wasser bezeichnet. Virtuelles Wasser zeigt an, wie viel Wasser für die Herstellung von Produkten benötigt wurde.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/3_abb_wasserverwendung-pro-kopf_2024-09-10.png"> </a> <strong> Tägliche Wasserverwendung pro Kopf </strong> Quelle: Statistisches Bundesamt Downloads: <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/3_abb_wasserverwendung-pro-kopf_2024-09-10.pdf">Diagramm als PDF (44,46 kB)</a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/3_abb_wasserverwendung-pro-kopf_2024-09-10.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten (26,41 kB)</a></li> </ul> </p><p> Deutschlands Wasserfußabdruck <p>Das virtuelle Wasser ist Teil des <a href="http://www.umweltbundesamt.de/themen/wasser/wasser-bewirtschaften/wasserfussabdruck">„Wasserfußabdrucks“</a>, der die direkt und indirekt verbrauchte Wassermenge einer Person, eines Unternehmens oder Landes angibt. Das Besondere des Konzepts ist, dass die Wassermenge, die in den Herstellungsregionen für die Produktion eingesetzt, verdunstet oder verschmutzt wird, mit dem Konsum dieser Waren im In- und Ausland in Verbindung gebracht wird. Der Wasserfußabdruck macht deutlich, dass sich unser Konsum auf die Wasserressourcen weltweit auswirkt. Der durch Konsum verursachte, kurz konsuminduzierte Wasserfußabdruck eines Landes, wird auf folgende Weise berechnet; in den Klammern werden die Werte des Jahres 2021 für Deutschland in Milliarden Kubikmetern (Mrd. m³) ausgewiesen:</p> <p><strong>Nutzung heimischer Wasservorkommen – Export virtuellen Wassers (= 30,66 Mrd. m³)&nbsp;+ Import virtuellen Wassers (188,34 Mrd. m³) = konsuminduzierter Wasserfußabdruck (219 Mrd. m³)</strong></p> <p>Bei einem Wasserfußabdruck von 219 Milliarden Kubikmetern hinterlässt jede Person in Deutschland durch ihren Konsum einen Wasserfußabdruck von rund 2.628 Kubikmetern jährlich – das sind 7,2 Kubikmeter oder 7.200 Liter täglich. 86 % des Wassers, das man für die Herstellung der in Deutschland konsumierten Waren benötigt, wird im Ausland verbraucht. Für Kleidung sind es sogar nahezu 100 %.</p> </p><p> Grünes, blaues und graues Wasser <p>Beim Wasserfußabdruck wird zwischen „grünem“, „blauem“ und „grauem“ Wasser unterschieden. Als „grün“ gilt natürlich vorkommendes Boden- und Regenwasser, welches Pflanzen aufnehmen und verdunsten. Als „blau“ wird Wasser bezeichnet, das aus Grund- und Oberflächengewässern entnommen wird, um Produkte wie Textilien herzustellen oder Felder und Plantagen zu bewässern. Vor allem Agrarprodukte haben einen großen Anteil am blauen Wasserfußabdruck von Deutschland (siehe Abb. „Sektoren mit den höchsten Beiträgen blauen Wassers zum Wasserfußabdruck von Deutschland“). Der graue Wasserfußabdruck veranschaulicht die Verunreinigung von Süßwasser durch die Herstellung eines Produkts. Er ist definiert als die Menge an Süßwasser, die erforderlich ist, um Gewässerverunreinigungen so weit zu verdünnen, dass die Wasserqualität die gesetzlichen oder vereinbarten Anforderungen einhält.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/4_abb_sektoren-hoechste-beitraege-blaues-wasser_2022-10-14.png"> </a> <strong> Sektoren mit den höchsten Beiträgen blauen Wassers zum Wasserfußabdruck Deutschland </strong> Quelle: Umweltbundesamt und Statistisches Bundesamt Downloads: <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/4_abb_sektoren-hoechste-beitraege-blaues-wasser_2022-10-14.pdf">Diagramm als PDF (34,56 kB)</a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/4_abb_sektoren-hoechste-beitraege-blaues-wasser_2022-10-14.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten (25,94 kB)</a></li> </ul> </p><p> <p>Bei den nach Deutschland eingeführten Agrarrohstoffen und Baumwollerzeugnissen sind die Anteile an grünem, blauem und grauem Wasser auch bei gleichen Produkten je nach Herkunft unterschiedlich hoch:</p> <ul> <li>Für ein Kilogramm Kartoffeln aus Deutschland werden 119 Liter Wasser benötigt. Davon ist mit 84 Litern der größte Teil grünes Wasser. Für die gleiche Menge an Kartoffeln aus Israel werden 203 Liter eingesetzt. Davon sind 103 Liter blaues und 56 Liter graues Wasser. Für Kartoffeln aus Ägypten werden 418 Liter benötigt. Mit 278 Litern blauem und 118 Litern grauem Wasser steckt damit im Vergleich zu israelischen Kartoffeln sogar noch das Zweieinhalbfache blauen und grauen Wassers in ihnen. Daher ist der Kauf dieser Kartoffeln am problematischsten.</li> <li>Obwohl in Usbekistan für den Anbau der Baumwolle mit 13.160 Litern pro Kilogramm weniger Wasser benötigt wird als in Afrika, wo man für dieselbe Menge Baumwolle 22.583 Liter pro Kilogramm einsetzt, ist der Anbau in einem regenreichen afrikanischen Land wie Mosambik weniger problematisch: Mit 22.411 Litern an grünem Wasser und 172 Litern an grauem Wasser sind die Auswirkungen für den Anbau von einem Kilogramm Baumwolle weniger gravierend als in Usbekistan mit nur 203 Litern grünem Wasser. Dort werden 12.943 Liter des verwendeten Wassers als problematisch eingeschätzt, weil mit 11.126 Litern der Großteil des Bewässerungswassers dazu beiträgt, dass die geringen Wasserressourcen des Landes durch den Baumwollanbau bedroht sind. Außerdem verursacht ein Anteil von 1.817 Litern grauem Wasser am Wasserfußabdruck von einem Kilogramm Baumwolle aus Usbekistan eine beträchtliche Verschmutzung.</li> </ul> <p>Bei der Entnahme von blauem Wasser zur Bewässerung von Plantagen kann es zu ökologischen Schäden und lokalen Nutzungskonflikten kommen. Ein bekanntes Beispiel ist der Aralsee: Der einst viertgrößte Binnensee der Erde war im Jahr 1960 mit einer Fläche von 67.500 Quadratkilometern nur etwas kleiner als Bayern. Heute bedeckt er aufgrund gigantischer Wasserentnahmen für den Anbau von Baumwolle und Weizen nur noch etwa 10 % seiner ehemaligen Fläche. Bis 2014 verlor er 95 % seines Wasservolumens bei einem gleichzeitigen Anstieg des Salzgehalts um das Tausendfache. Auch in weiteren Gebieten auf der ganzen Welt trägt der Konsum in Deutschland dazu bei, dass deren Belastbarkeit überschritten wird (siehe Karte „Hotspots des Blauwasserverbrauchs mit Überschreitung der Belastbarkeitsgrenzen durch Konsum in Deutschland“).</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/3630/bilder/5_karte_hotspots-blauwasserverbr_2022-10-14.jpg"> </a> <strong> Karte: Hotspots des Blauwasserverbrauchs mit Überschreitung der Belastbarkeitsgrenzen durch Konsum </strong> Quelle: Umweltbundesamt und Statistisches Bundesamt </p><p> </p><p>Informationen für...</p>

Platanus Schule Berlin

Die Schulgemeinschaft der Platanus Schule widmet sich mit viel Leidenschaft dem Umwelt- und Klimaschutz. Durch den Schwerpunkt erhalten die Schülerinnen und Schüler die entsprechende Bildung für diese wichtigen zukunftsweisenden Themen und werden in ihrem Schulalltag zu einer nachhaltigen Lebensweise und eigenem Engagement motiviert. Bei der Umsetzung geht es durchaus praktisch zu. Hier setzt die Gemeinschaftsschule auf grüne Projekte, strategische Kooperationen und klimaschutzfördernde Maßnahmen an der Schule selbst. Auf dem Weg zur klimafreundlichen Schule Umwelt- und Klimaschutz werden in der Platanus-Schule schon im Gebäude, auf dem Schulgelände und in der Administration mitgedacht. Die Schule bezieht Ökostrom und die denkmalgeschützten Fenster wurden saniert. Weitere Maßnahmen, die sich jeden Tag positiv auf die Umweltbilanz auswirken, sind die Nutzung von Stoffhandtüchern, Recycling-Toilettenpapier und Schaumseife. Kopierer und Drucker sind auf Recyclingpapier umgestellt. Wenn möglich nutzen Schule und Schüler digitale Kommunikationsformen und Lernangebote, außerdem wurde die ökologische Suchmaschine Ecosia standardmäßig auf allen Schulrechnern voreingestellt. Sekretariat und Administration sollen in Zukunft fast gänzlich papierlos organisiert werden. Umwelt- und Klimathemen halten auch Einzug in die Klassenräume. Die Platanus Schule setzt nicht nur aktiv auf Mülltrennung. Die Schülerinnen und Schüler sind auch selbst dafür verantwortlich, den Plastikmüll aus ihrem Klassenzimmer zu entsorgen. So bekommen sie einen Überblick über die eigene Müllproduktion und können gemeinsam überlegen, wie und wo sie die Müllmenge reduzieren können. In allen Klassen werden außerdem Klimabäumchen gebastelt, auf denen festgehalten wird, was jeder Einzelne konkret für den Klimaschutz tun kann. Es finden mehrmals jährlich in allen Klassenstufen und klassenübergreifend Projekttage zum Thema Nachhaltigkeit sowie Umwelt- und Naturschutz statt und die Schule nimmt an bildungspolitischen Veranstaltungen zum Thema Klimawandel teil. Auch beim Schulessen hat die Platanus-Schule einen Blick auf die Umweltbilanz. Der Anteil an saisonalen Bioprodukten aus der Region ist hoch. Gegessen wird überwiegend vegetarisch: Fisch und Fleisch gibt es jeweils nur einmal in der Woche. In der AG Schulgarten sind Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Schulklassen am Nachmittag aktiv und in der Werkstatt-AG zimmern geschickte Hände Insektenhotels und Brutkästen für Vögel. Projekte und Reisen im Rahmen des Work & Travel-Programms sensibilisieren die Schülerinnen und Schüler der Platanus Schule für den Schutz von Klima und Umwelt. Es gibt Angebote mit den Schwerpunkten ökologische Landwirtschaft, nachhaltiges Reisen und Naturschutz. Klassenreisen auf den Bio-Bauernhof oder Kanufahrten in Brandenburg sorgen ebenso für eindringliche Erlebnisse wie jährlich stattfindende Exkursionen in den Botanischen Garten, ins Energiemuseum oder zur Grünen Woche. Die Platanus Schule arbeitet außerdem mit dem IPGarten-Projekt zusammen, bei dem die Schülerinnen und Schüler online Gemüse auf einem Beet bei Berlin anpflanzen, düngen, wässern und gärtnerische Dienstleistungen bestellen, um nach der Ernte ihr Gemüse analog in die Schule geliefert zu bekommen. Als eine von nur 14 Schulen in ganz Deutschland ist die Platanus Schule eine Greenpeace-Pilotschule. Ziel des Projekts “Schools for Earth” ist es, klimaneutral zu werden und einen nachhaltigen Lern- und Lebensort zu schaffen. Die Umweltorganisation hilft den teilnehmenden Schulen dabei, ihre CO 2 -Bilanz zu erstellen und zu überlegen, an welcher Stelle die Produktion des Treibhausgases im Schulalltag verringert werden kann. Ideen gibt es viele: Eine Solaranlage auf dem Dach, die weitere Reduzierung des Strom- oder Wasserverbrauchs, Ausgleichsmaßnahmen wie Baumpflanzprojekte und weitere Ideen werden diskutiert, um das große Ziel Klimaneutralität zu erreichen. Ökologisches Schulessen | Schulgarten | Schulprogramm | Projekte | Abfallvermeidung | Abfalltrennung An der Gemeinschaftsschule in freier Trägerschaft lernen Schülerinnen und Schüler aus 35 Nationen in den Klassen 1 bis 10. Die rund 370 Schüler werden von 39 Lehrerinnen, 14 Erziehern und 2 FSJlerinnen betreut. Die Platanus Schule Berlin ist eine Privatschule. Eine Ganztagsbetreuung wird angeboten. Unterrichtet wird mit naturwissenschaftlich-mathematischem Schwerpunkt. Unterrichtssprachen sind Deutsch und Englisch, wobei beide Sprachen als gleichwertig angesehen werden. Das Prinzip Gemeinschaftsschule – die Kinder lernen von der Einschulung bis zu ihrem jeweiligen Abschluss gemeinsam – soll den Schülern der Platanus Schule ermöglichen, sich frei zu entfalten und Chancengleichheit schaffen. Umweltschule in Europa Bild: Stiftung Naturschutz Berlin Weitere engagierte Schulen in Pankow Übersicht: Diese Pankower Schulen engagieren sich besonders im Klima- und Umweltschutz. Weitere Informationen Bild: halfpoint/Depositphotos.com Handlungsfelder Ressourcenschutz, Nachhaltigkeit, Klimabildung: In diesen Bereichen engagieren sich Schülerinnen und Schüler aller Altersgruppen für nachhaltige Verbesserungen im Klimaschutz. Weitere Informationen

Mehr als Gemüse: Nachhaltigkeitsbildung für Lehrkräfte von morgen

<p> <p>Wie lässt sich Nachhaltigkeitsbildung dauerhaft im Bildungssystem verankern? Das vom Umweltbundesamt geförderte Projekt „CampusAckerdemie – Nachhaltigkeitsbildung für die Lehrkräfte von morgen“ zeigt dies am Beispiel Schulgarten auf: Durch Qualifizierung angehender Lehrkräfte und Unterstützungsangebote für Hochschulen wurde die Grundlage für eine bundesweite Skalierung des Programms geschaffen.</p> </p><p>Wie lässt sich Nachhaltigkeitsbildung dauerhaft im Bildungssystem verankern? Das vom Umweltbundesamt geförderte Projekt „CampusAckerdemie – Nachhaltigkeitsbildung für die Lehrkräfte von morgen“ zeigt dies am Beispiel Schulgarten auf: Durch Qualifizierung angehender Lehrkräfte und Unterstützungsangebote für Hochschulen wurde die Grundlage für eine bundesweite Skalierung des Programms geschaffen.</p><p> <p>In unserer modernen Gesellschaft fehlt es oftmals an Orten und Möglichkeiten, Natur unmittelbar zu erleben und zu erfahren. So verbringen bereits Kinder und Jugendliche immer weniger Zeit draußen und haben oft wenig Kontakt zur Natur. Dieser mangelnde Naturkontakt führt unter anderem zu einem Wissens-, Kompetenz- und Bezugsverlust und fehlendem Bewusstsein für die Bedeutung natürlicher Ressourcen, der Artenvielfalt und eines intakten Klimas.&nbsp;</p> <p>Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass Schulgartenprogramme den Wissenszuwachs im Bereich der Naturwissenschaften und der Landwirtschaft, sowie teilweise positive Einstellungsveränderungen in den Bereichen Umwelt, Selbstwertgefühl und Lebensmittelproduktion von Schüler*innen fördern können. An diesem Punkt setzt Acker e. V. mit der GemüseAckerdemie an, ein Bildungsprogramm für Schulen, bei dem der GemüseAcker als grüner Lernort einen festen Platz im Schulleben und im Unterricht findet. Die teilnehmenden Schüler*innen gewinnen so ein grundlegendes Verständnis für die Lebensmittelproduktion sowie für natürliche Zusammenhänge und entwickeln ein bewusstes und nachhaltiges Konsumverhalten. Für die Umsetzung der GemüseAckerdemie ist es von Bedeutung, dass die geschaffenen Naturerfahrungsräume als innovative Bildungsorte durch kompetente Lehrkräfte geschaffen werden, welche ihr Wissen mit Expertise und Leidenschaft weitergeben. Die Qualifikation von Lehrkräften zur Durchführung eines wirksamen Schulgartenunterrichts ist somit ein signifikanter Hebel, um Nachhaltigkeitsbildung im Schulalltag zu verankern.</p> <p>Die CampusAckerdemie, ein praxisorientiertes Bildungsprogramm von Acker e. V., knüpft an diese Ausgangssituation an, indem sie den Gemüseanbau und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in die Ausbildung zukünftiger Lehrkräfte bringt und den Schulgartenunterricht in Form eines neuen, ganzheitlichen Seminarangebots strukturell und nachhaltig in der Ausbildung angehender Lehrkräfte verankert. Beim Anbau, der Pflege und Verarbeitung von bis zu 30 Gemüsearten erwerben die Studierenden alle wichtigen landwirtschaftlichen Fähigkeiten, um einen eigenen Schulgarten an Schulen zu betreuen. Ergänzende Workshops vermitteln geeignete pädagogische Methoden einer BNE, um den Acker wirkungsvoll und langfristig als grünen Lernort zu etablieren. Durch die Ausbildung der Lehrkräfte als Multiplikator*innen können mehr Kinder erreicht werden, als es über die Skalierung der Acker-Bildungsprogramme an Schulen und Kitas möglich wäre. Dieser innovative Ansatz hat das Potenzial, eine nachhaltige Transformation des Bildungssystems anzustoßen, mit dem Ziel, dass jedes Kind in seiner Bildungslaufbahn die Möglichkeit bekommt, auf dem eigenen Kita- oder Schulacker erlebnisorientiert Wissen über Naturzusammenhänge, nachhaltiges Handeln und Lebensmittelproduktion zu erlangen und sich für Gemüseanbau zu begeistern.&nbsp;</p> <p>Die CampusAckerdemie wurde bereits mehrfach als innovatives Bildungsprogramm ausgezeichnet, unter anderem im Jahr 2022 mit der „Nationalen Auszeichnung – Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Die Auszeichnung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und der Deutschen <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/unesco">UNESCO</a>-Kommission würdigt innovative Lehr- und Lernangebote, die zeigen, wie <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/nachhaltigkeit">Nachhaltigkeit</a> in der deutschen Bildungslandschaft verankert werden kann.&nbsp;</p> <p>Ziel des Verbändeförderung-Projektes des Umweltbundesamtes war es, das Programm der CampusAckerdemie inhaltlich weiterzuentwickeln. Universitäten erhalten damit die Möglichkeit, das Programm selbstständig und qualitätsgesichert durchzuführen. Zugleich wurden wichtige Voraussetzungen für eine bundesweite Skalierung geschaffen. Im Projektzeitraum wurden verschiedene Angebote entwickelt, die die Dozierenden bei den Seminarstunden mit den Studierenden auf dem Acker unterstützen und im Sinne des Train-the-Trainer-Prinzips ihre eigenen Kompetenzen fördern. Dazu zählen zum Beispiel Fortbildungsangebote und Begleitmaterialien für Dozierende oder ein Materialportfolio für Dozierende und Studierende mit Schwerpunkt BNE.&nbsp;</p> <p>Im Rahmen des Projektes konnte die Umsetzung der CampusAckerdemie an fünf Hochschulen realisiert werden: der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, der Technischen Universität Berlin, der Technischen Universität Chemnitz, der Universität Vechta und der Technischen Universität München. Die Evaluation der entwickelten Fortbildungsangebote zeigt, dass diese den Teilnehmenden wertvolle fachliche und didaktische Impulse vermittelt haben. Auch die Ergebnisse der Wirkungsbefragung belegen den Erfolg der CampusAckerdemie: Die Studierenden erwerben praxisnahe Kenntnisse im Gartenbau und fühlen sich in der Lage, einen Schulacker einzurichten und zu begleiten. Gleichzeitig gewinnen sie didaktische Kompetenzen, um Themen der BNE kindgerecht auf dem Acker zu vermitteln und Unterrichtsinhalte mit praktischen Naturerfahrungen zu verknüpfen. Besonders positiv hervorzuheben ist die hohe Begeisterung der Teilnehmenden für die „AckerStunden“ auf dem GemüseAcker. Die große Mehrheit ist überzeugt, dass Kinder durch die Arbeit auf dem Acker mehr Wertschätzung für Natur und Lebensmittel entwickeln. Viele Studierende können sich vorstellen, später selbst einen Schulacker zu betreuen und würden die CampusAckerdemie weiterempfehlen.&nbsp;</p> <p>Auch zukünftig wird die CampusAckerdemie an 17 Universtäten in Deutschland umgesetzt. Die im Projekt entstandenen Materialien und Fortbildungsformate schaffen die Grundlage dafür, dass künftig weitere Hochschulen das Programm eigenständig und qualitätsgesichert durchführen können.</p> </p><p>Informationen für...</p>

Forschergruppe (FOR) 5064: Die Rolle der Natur für das menschliche Wohlergehen im sozial-ökologischen System des Kilimandscharo, Teilprojekt: Sozial-ökologische Transformationsprozesses verstehen: die Rolle von Werten, Regeln und Wissen von Initiativen

Das Kili-SES1 gewonnene Wissen über „Natures Contributions to People“ (NCP) und die Werte der Natur berücksichtigend erweitert SP3 in Kili-SES2 seinen Fokus, um fundiertes Wissen über das nachhaltige transformative Potenzial des sozial-ökologischen Systems (SES) am Kilimandscharo zu gewinnen. Auf Basis eines gemischten Methoden-Ansatzes haben wir in Kili-SES1 (1) Zusammenhänge zwischen der Nachfrage nach NCP und den Werten der Natur gemäß den Profilen von Interessengruppen identifiziert, (2) die sozialen, kulturellen und geografischen Faktoren ermittelt, die die Nachfrage nach NCP und die Werten innerhalb der Interessengruppen beeinflussen, und (3) festgestellt, dass die Dorfbewohnerenden eher eine dystopische Sichtweise bezüglich des Zustands der Natur haben. Um diesen entgegenzuwirken und stattdessen eine nachhaltigere und gerechtere Welt zu fördern, zielt Kili-SES-2 darauf ab, das transformative Potenzial des Kilimandscharo SES umfassender zu verstehen. Dazu greifen wir auf unsere Forschung in Kili-SES-1 und drei bestehende Rahmenwerke zur Nachhaltigkeitstransformation zurück: (1) Nachhaltigkeitsinitiativen, die wir als „Seeds of Good Anthropocenes“ verstehen, (2) Werte-Regeln-Wissen und (3) „Leverage Points“. Spezifischer zielt SP3 darauf ab (1) Cluster sozial-ökologischer Transformationen basierend auf den Entscheidungsprozessen der „Seeds“ zu identifizieren, basierend auf Werten, Regeln und Wissen (WP1), (2) diese Cluster basierend auf ihren Transformationsresultaten zu charakterisieren (WP2) und (3) das Förderungspotenzial von Transformationen innerhalb und außerhalb des Kilimandscharo SES mittels sozialer Netzwerke zu erforschen (WP3). In WP1 identifizieren wir „Seeds of Good Anthropocenes“ im Kilimandscharo SES und clustern sie basierend auf ihren Werten, Regeln und ihrem Wissen. In WP2 bewerten wir das Transformationspotenzial der „Seeds“, d.h., ihre Fähigkeit, problematische sozial-ökologische Dynamiken radikal zu verändern und positive Auswirkungen auf die soziale und ökologische Integrität und Gerechtigkeit zu erwirken. Für WP1 und WP2 führen wir semi-strukturierte Interviews mit den wichtigsten Informant*innen der „Seeds“ durch und analysieren diese mittels Inhaltsanalyse und multivariater Statistik. In WP3 führen wir eine soziale Netzwerkanalyse durch, um zu bewerten, ob sich die Position eines „Seeds“ in verschiedenen Netzwerken basierend auf unterschiedlichen Beziehungen, die Transformationen fördern, unterscheidet. SP3’ Forschung entwickelt das in Kili-SES gewonnene Wissen weiter, indem es das auf Kili-SES1 basierende und in Kili-SES2 erweiterte Rahmenwerk in die Praxis umsetzt und uns mit System- und Transformationswissen auseinandersetzt. SP3 wird das Research Unit bereichern, indem es das Wissen über die Konzeptualisierungen nachhaltiger Transformationen und transformativen Potenzials vorantreibt und methodische Werkzeuge bereitstellt, um Transformationen umfassend und systematisch zu identifizieren und zu charakterisieren.

"Grüne" Produkte: Marktzahlen

<p> <p>Die Nachfrage nach Produkten mit Umwelt- und Sozialsiegeln („Grüne Produkte“) entwickelt sich sehr unterschiedlich. Während sich insbesondere bei energie- und kosteneffizienten Produkten in der Vergangenheit teilweise sehr dynamische Entwicklungen mit hohen Marktdurchdringungen zeigten, finden die Marktentwicklungen bei anderen „grünen“ Produkten häufig noch in Marktnischen statt.</p> </p><p>Die Nachfrage nach Produkten mit Umwelt- und Sozialsiegeln („Grüne Produkte“) entwickelt sich sehr unterschiedlich. Während sich insbesondere bei energie- und kosteneffizienten Produkten in der Vergangenheit teilweise sehr dynamische Entwicklungen mit hohen Marktdurchdringungen zeigten, finden die Marktentwicklungen bei anderen „grünen“ Produkten häufig noch in Marktnischen statt.</p><p> Marktanteile „grüner“ Produkte: noch ein weiter Weg zum Ziel <p>Der Marktanteil von Produkten mit staatlichen Nachhaltigkeitssiegeln lag 2024 bei 8,9 % (siehe Abb. „Marktanteil von Produkten mit staatlichen Nachhaltigkeitssiegeln, nach Umsätzen gewichtet“). Die Marktanteile der einzelnen Produktkategorien werden jeweils nach Umsätzen gewichtet. Ziel der Bundesregierung ist es, den Marktanteil bis 2030 auf 34 % zu erhöhen (<a href="https://dns-indikatoren.de/12-1-a/">Indikator 12.1.a der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie</a>).</p> <p>Ein Diagramm zeigt die Marktanteile von Produkten mit staatlichen Nachhaltigkeitssiegeln. Der Anteil stieg von 2012 bis 2021 von 3,6 % auf 13,1 %, fiel danach aber auf 8,9 % im Jahr 2024. Ziel 2030 sind 34 % Marktanteil.</p> <strong> Marktanteil von Produkten mit staatlichen Nachhaltigkeitssiegeln, nach Umsätzen gewichtet </strong> <p>* Pkw, Haushaltsgroßgeräte, Leuchtmittel und Fernseher (Gute Kategorien der Energieverbrauchskennzeichnung); Lebensmittel (Bio-Siegel); Bekleidung (Grüner Knopf); Hygienepapiere, Wasch- und Reinigungsmittel (Blauer Engel)<br>** Ab 2020 zusätzlich mit der Kategorie Bekleidung&nbsp;<br>*** Überarbeitetes Pkw-CO2-Label<br>**** Ziel der Nachhaltigkeitsstrategie 2016 der Bundesregierung</p> Quelle: <p>Umweltbundesamtes 2026</p> Downloads: <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/DE_Indikator_KONS-03_Nachhaltiger-Konsum_2026-05-05.pdf">Diagramm als PDF (285,07 kB)</a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/DE-EN_Indikator_KONS-03_Nachhaltiger-Konsum_2026-05-05_1.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten (38,37 kB)</a></li> </ul> </p><p> Nachfrage nach gelabelten Produkten in Milliardenhöhe <p>Die Umsätze von Produkten mit staatlichen Nachhaltigkeitssiegeln, die im <a href="https://dns-indikatoren.de/12-1-a/">Indikator 12.1.a der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie</a> enthalten sind, lagen 2024 bei rund 41,0 Mrd. Euro (siehe Abb. „Umsätze von Produkten mit staatlichen Nachhaltigkeitssiegeln“). Veränderungen in einzelnen Vergabegrundlagen der Energieverbrauchskennzeichnung sowie die Neukonzeption des Pkw-Label schränken die Vergleichbarkeit mit früheren Werten ab 2021 (bei Kühl-/Gefriergeräten, Waschmaschinen, Geschirrspülern, Fernsehgeräten, Leuchtmitteln) bzw. ab 2024 (bei Pkw) ein.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/3_Abb_Ums%C3%A4tze-Produkte-NH-Siegel_2026-05-15.png"> </a> <strong> Umsätze von Produkten mit staatlichen Nachhaltigkeitssiegeln </strong> Quelle: Berechnungen des Umweltbundesamtes 2024 Downloads: <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/3_Abb_Ums%C3%A4tze-Produkte-NH-Siegel_2026-05-15.pdf">Diagramm als PDF (143,46 kB)</a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/3_Abb_Ums%C3%A4tze-Produkte-NH-Siegel_2026-05-06.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten (86,23 kB)</a></li> </ul> </p><p> Marktdaten nach Konsumfeldern: Von der Nische bis zum Massenmarkt <p>Neben staatlichen Nachhaltigkeitssiegeln gibt es viele weitere Produkte oder Indikatoren eines nachhaltigen Konsums in den unterschiedlichen Konsumfeldern.</p> <ul> <li><strong>Marktdaten Wohnen</strong>. Klimaneutrales und ressourcenschonendes Wohnen ist ein Big Point beim nachhaltigen Konsum. Hierzu müssen – neben der Senkung des Wärmebedarfs von Gebäuden – vor allem der stetige Anstieg der Pro-Kopf-Wohnfläche gestoppt, die Wärmegewinnung von Verbrennungssystemen auf Wärmepumpe und solare Wärme sowie die Stromerzeugung auf erneuerbare Energien umgestellt werden. <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/31906"><em>Mehr zu Marktdaten Wohnen...</em></a></li> <li><strong>Marktdaten: Haushaltsgeräte und Beleuchtung.</strong> Mit energieeffizienten Haushaltsgeräten und Leuchtmitteln können Haushalte ihren Strombedarf in großem Maße senken. Dank der europäischen Ökodesign-Richtlinie und der EU-Energieverbrauchskennzeichnung erzielten die besonders energieeffizienten Geräte in den letzten 15 Jahren große Markterfolge. <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/31908"><em>Mehr zu Marktdaten Haushaltsgeräte und Beleuchtung...</em></a></li> <li><strong>Marktdaten: Mobilität.</strong> Die Ausgaben privater Haushalte für Verkehr fließen vor allem ins eigene Auto. Nur etwa jedes fünfte neue Auto ist ein Elektroauto. Der globale Autobestand stieg um weitere rund 30 Millionen Pkw an. <a href="https://www.umweltbundesamt.de/daten/umweltzustand-trends/private-haushalte-konsum/mobilitaet"><em>Mehr zur Mobilität...</em></a></li> <li><strong>Marktdaten: Ernährung.</strong> Die Höhe des Fleischkonsums und der Marktanteil von Biolebensmitteln sind zentrale Kennzahlen für eine umweltgerechte und nachhaltige Ernährung. Auch die Marktzahlen für <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/msc">MSC</a>-gelabelten Fisch und für Fairtrade-Siegel geben Auskunft darüber, wie wichtig uns ökologische und soziale Kriterien bei der Ernährung sind. Die Senkung von Lebensmittelabfällen ist ein wichtiges umweltpolitisches Ziel. <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/31916"><em>Mehr zu Marktdaten Ernährung...</em></a></li> <li><strong>Marktdaten: Sonstige Konsumgüter.</strong> Textilien, Papiere oder Reinigungsmittel belasten in der Herstellung und Nutzung in vielfältiger Weise die Umwelt – nicht zuletzt durch Einträge gefährlicher Stoffe in die Umwelt. Neben einem sparsamen Verbrauch tragen auch Umweltlabel wie der Blaue Engel als Wegweiser zu umweltfreundlicheren Produktalternativen zur Senkung der Umweltbelastung bei. <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/31917"><em>Mehr zu Marktdaten Sonstige Konsumgüter...</em></a></li> <li><strong>Marktdaten: Finanzen.</strong> Nachhaltige Geldanlagen, freiwillige Kompensationszahlungen und Spenden erleichtern und ermöglichen die Finanzierung von Projekten zum Umwelt-, Natur- und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a>. Sie sind deshalb ein wichtiger zusätzlicher Beitrag der privaten Haushalte für einen Wandel hin zu klimaneutralen und umweltgerechten Lebens- und Wirtschaftsweisen. <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/31918"><em>Mehr zu Marktdaten Finanzen...</em></a></li> </ul> </p><p> </p><p>Informationen für...</p>

REFOPLAN 2025 - Ressortforschungsplan 2025, Repräsentativumfrage zum Umweltbewusstsein und Umweltverhalten im Jahr 2026 einschließlich sozialwissenschaftlicher Analysen

Das Vorhaben verfolgt das Ziel der zuverlässigen und validen Erhebung von umweltbezogenen Einstellungs- und Verhaltensmustern in der Bevölkerung. Die Studie soll den aktuellen Stand des Umweltbewusstseins ermitteln und auf bedeutsame Entwicklungen hinweisen. Zudem sollen Verhaltens- und Engagementbereitschaften in verschiedenen Bedürfnisfeldern und gesellschaftlichen Bereichen aufgezeigt und die Akzeptanz von Umweltpolitik untersucht werden. Die Umweltbewusstseinsstudie (UBS) 2026 soll systematisch auf den vorherigen Studien aufbauen und bestehende Zeitreihen fortführen. Neben einer Basiserhebung für zentrale Zeitreihen- und Standardthemen sowie der Erfassung soziodemografischer und soziokultureller Merkmale sollen optionale Kapazitäten vorgehalten werden für ein Vertiefungsthema sowie ggf. für eine qualitative oder quantitative Zusatzerhebung zu aktuellen Fragestellungen und Entwicklungen. Mit der UBS 2026 wird mit Blick auf die methodischen Grundlagen angestrebt, ein Verfahren zur Stichprobenrekrutierung zu realisieren, das möglichen Verzerrungen optimal entgegengewirkt und zugleich forschungsökonomisch vorteilhaft ist. Ein weiterer Fokus liegt auf der kommunikativen und wissenschaftlichen Anschlussfähigkeit der Ergebnisse. Das in der laufenden UBS 2024 in Entwicklung befindliche Konzept für ein web-basiertes Datenportal zur Umweltbewusstseinsstudie soll weiterverfolgt und in die Umsetzung gebracht werden. Dieses zielt darauf ab, die Befragungsdaten leicht zugänglich zu machen und interaktive Ansichts- und Auswertungsmöglichkeiten zu bieten. In dem Zuge gilt es auch zu prüfen, ob es weiterhin einer 'klassischen' Basisdatenbroschüre bedarf oder inwiefern auch ein 'schlankeres' Veröffentlichungsformat in Frage käme. Ergänzend dazu soll auch eine öffentlichkeitswirksame Fachveranstaltung zur Diskussion und Verbreitung der Ergebnisse durchgeführt werden.

Albrecht-Haushofer-Schule

Energiesparprojekte, Klassengärten, Erasmus+: die Abrecht-Haushofer-Schule engagiert sich in vielen Bereichen für den Klimaschutz und setzt dabei sowohl auf Initiativen als auch Eigeninitiative. Energiesparprojekt Fifty/Fifty Die Albrecht-Haushofer-Schule beteiligt sich am Energiesparprojekt Fifty/Fifty des Unabhängigen Instituts für Umweltfragen e.V. (UfU). Die Teilnahme lohnt sich aus pädagogischer Sicht und finanziell. Durch eine Änderung ihres Nutzerverhaltens lernen die Schülerinnen und Schüler, den Energieverbrauch der Schule zu reduzieren. So leisten sie nicht nur einen Beitrag zur Energiewende, sondern stärken auch ihr Bewusstsein für die Umwelt. Die Hälfte der eingesparten Energiekosten wird an die teilnehmenden Schulen ausgezahlt. Damit auch die Albrecht-Haushofer-Schule ein Plus auf ihrem Konto verbuchen kann, werden zunächst die bisherigen Verbräuche von Energie und Wasser sowie anfallende Abfallmengen an das UfU übermittelt. Im Anschluss wird an der Schule ein Energieteam gebildet, das Energierundgänge absolviert, Messungen durchführt und die Schulöffentlichkeit auf die Energiesparmaßnahmen aufmerksam macht. Nach der Umsetzung des vom Energieteam ausgearbeiteten Sparplans wird schließlich die Differenz bei den Verbräuchen ermittelt und das Geld ausgezahlt, das wiederum für Nachhaltigkeitsprojekte verwendet werden kann. Einmal im Jahr veranstaltet die Albrecht-Haushofer-Schule einen Tag der Nachhaltigkeit. An dem Aktionstag lernen die Schülerinnen und Schüler die Zusammenhänge zwischen nachhaltigem Konsum und Klimaschutz kennen und erfahren, was sie selbst für das Klima tun können. Welches Wissen wie vermittelt wird, hängt auch von der Jahrgangsstufe ab. Die siebten Klassen beschäftigen sich beispielsweise bei einem geführten Spaziergang mit dem hochkomplexen Ökosystem Wald mit seiner wichtigen Bedeutung für Klima, Wirtschaft, Tier- und Pflanzenwelt. Recycling und Müllvermeidung sind in den achten Klassen Thema. Bei einer Clean-up-Aktion werden die Jugendlichen für Ressourcenschutz und die Vermeidung von Umweltverschmutzung sensibilisiert. In den neunten und zehnten Klassen beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit ökologischer Energiegewinnung bzw. nachhaltiger Landwirtschaft und nehmen an thematisch passenden Exkursionen teil. Der Schulgarten der Albrecht-Haushofer-Schule bietet Platz für saisonales Gemüse und Kräuter für die schuleigene Küche, aber auch für Klassengärten. Jede Klasse hat nämlich die Gelegenheit, ihren eigenen kleinen Garten als Gemeinschaft eigenständig oder mit Hilfe engagierter Eltern zu bepflanzen und zu pflegen. Durch die Arbeit im Garten entwickeln die Schülerinnen und Schüler nicht nur ein Bewusstsein für gesunde und saisonale, nachhaltig und lokal produzierte Lebensmittel. Sie lernen auch, wie diese am besten verarbeitet und gelagert werden um Lebensmittelverschwendung zu vermeiden. Das Gartenhaus wird oft als Grünes Klassenzimmer genutzt. Manchmal wird der Unterricht noch weiter nach draußen verlagert. Der Biologieunterricht profitiert von der Lage der Schule im grünen Norden Reinickendorfs. In der näheren Umgebung befinden sich kleine Fließe, Teiche, Wasserbecken und der Tegeler Forst, deren Flora und Fauna erkundet und erforscht werden können. Wasseruntersuchungen, Pflanzenbestimmungen und Studien zur Diversität der Arten innerhalb eines Biotops vermitteln neben dem Fachwissen auch ein tieferes Verständnis für die Zusammenhänge in der Natur. Erasmus+ ist ein Programm der Europäischen Kommission für Bildung, Jugend und Sport. Einer der inhaltlichen Schwerpunkte ist die Bekämpfung des Klimawandels. Auch die Albrecht-Haushofer-Schule macht mit. Im Rahmen des Projekts “Helfen Sie der Erde” lernen die Schülerinnen und Schüler die Prinzipien des Recyclings, Upcyclings, Downcyclings, der Wiederverwendung und Reduzierung kennen und wenden sie an. Die globale Erwärmung und Umweltverschmutzung sind ebenso Thema wie das Ideal einer sozial, wirtschaftlich und ökologisch nachhaltigen Welt. Durch die Implementierung des Umweltbewusstseins in die Erziehung erlangen die Jugendlichen die Fähigkeit, sich aktiv für die Eindämmung des Klimawandels einzusetzen. Für das Projekt hat die Albrecht-Haushofer-Schule beispielsweise den Schulgarten erweitert. Für jedes Partnerland wurden repräsentative Kräuter und andere Pflanzen ausgesucht und in recycelten Altreifen eingepflanzt. Die Schülerinnen und Schüler nehmen an Klimakonferenzen teil und führen Workshops durch. Sie wissen jetzt zum Beispiel, wie man mit der natürlichen Ressource Ringelblumenblüten eine ökologische Tagescreme ohne Konservierungsstoffe herstellt. Schulgarten | Grünes Klassenzimmer | Schulprogramm | Projekte | Abfallvermeidung | Abfalltrennung | Recycling | Upcycling Die Albrecht-Haushofer-Schule ist eine Integrierte Sekundarschule im teilgebundenen Ganztagsbetrieb im Reinickendorfer Ortsteil Heiligensee. Unterrichtet werden die rund 480 Schülerinnen und Schüler in den Klassen 7 bis 10 von 55 Lehrerinnen, Lehramtsanwärtern und pädagogischen Unterrichtshilfen. Als Integrierte Sekundarschule bietet die Albrecht-Haushofer-Schule alle Schulabschlüsse von der Berufsbildungsreife und den mittleren Schulabschluss bis hin zum Abitur in Kooperation mit anderen Schulen an. Im Mittelpunkt steht das gemeinschaftliche Lernen in Gruppen mit unterschiedlichem Lernniveau mit dem Ziel der individuellen Förderung der Schülerinnen und Schüler. Wie im Leitbild beschrieben, legt die Albrecht-Haushofer-Schule großen Wert auf eine positive Einstellung zum Lernen und selbstständiges Lernen für die ein freundlicher und respektvoller Umgang miteinander Voraussetzung ist. Umweltschule in Europa / Internationale Nachhaltigkeitsschule Bild: DeepGreen/Depositphotos.com Weitere engagierte Schulen in Reinickendorf Übersicht: Diese Reinickendorfer Schulen engagieren sich besonders im Klima- und Umweltschutz. Weitere Informationen Bild: halfpoint/Depositphotos.com Handlungsfelder Ressourcenschutz, Nachhaltigkeit, Klimabildung: In diesen Bereichen engagieren sich Schülerinnen und Schüler aller Altersgruppen für nachhaltige Verbesserungen im Klimaschutz. Weitere Informationen

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