Das Forschungsvorhaben beinhaltet zwei aufeinander abgestimmte Einzelaufgaben zur Minderung des Rotorlaerms sowie des vom Rotor induzierten Innenlaerms. Hubschrauberrotorlaerm: Es soll ein realistisches Vorhersageverfahren fuer den Hubschrauberrotorlaerm entwickelt werden mit dem Ziel, schon im Entwurfstadium des Rotorsystems dessen Laermemission einer objektiven und subjektiven Beurteilung zugaenglich zu machen, um auf diese Weise laermarme Konfigurationen zu entwickeln. Zur Erreichung dieses Ziels ist der Einfluss einer Reihe noch unbekannter aeroakustischer Quellmechanismen zu klaeren, wozu eine genauere Kenntnis der instationaeren, fluktuierenden Druckverteilung auf den Rotorblaettern notwendig ist. Hubschrauberkabineninnenlaerm: Zur Laermminderung in der Kabine wird eine Reduzierung des vom Rotor induzierten Laerms bereits an der Quelle und an den Uebertragungswegen angestrebt, wozu ein analytisches Modell zur Bestimmung der Uebertragungsfunktion ins Kabineninnere bei Erregung durch Rotornahfeld- und -abstrom entwickelt werden soll. Die einzelnen Entwicklungsschritte der Laermvorhersageverfahren werden an geeigneten Versuchstraegern experimentell ueberprueft.
Aus bekannten Messungen des energieaequivalenten Dauerschallpegels von Gueterbahnhofslaerm ergeben sich grosse Pegelschwankungen, die eine verlaessliche Schallpegelprognose bei Vorsorgeplanungen nicht erlauben. Ebenso verhaelt es sich bei Gueterzugbildungsgruppen beim Verteilen der Wagen, wo impulshaltige Schallpegel hoher Intensitaet auftreten. Hierzu kommen akustische Betriebssignale, Lautsprecherdurchsagen etc sowie Geraeuschbelastungen durch Staplerfahrzeuge, Kraene, durch an- und abfahrende Strassenfahrzeuge (Schwerfahrzeuge). Unter Zugrundelegung entsprechender Verkehrsbewegungen auf Strasse und Schiene wird ein Schallpegelprognosemodell erstellt.
Umgebungslärm in Schleswig-Holstein: Zur Umsetzung der Umgebungslärmrichtlinie 2002/49/EG wurden entsprechend der Anforderung von § 47c Bundes-Immissionsschutzgesetz in Verbindung mit der Verordnung über die Lärmkartierung (34. BImSchV) Lärmkarten ausgearbeitet. Die Lärmkarten stellen auf Grundlage von Berechnungen die Lärmbelastungen anhand von Bereichen gleicher Laustärke in 5 dB(A) Abstufungen für das Bezugsjahr 2011 dar. Sie umfassen - Hauptverkehrsstraßen (Bundes- und Landesstraßen mit einer Verkehrsstärke über 3 Mio. Fahrzeugen pro Jahr - Nicht-bundeseigene Haupteisenbahnstrecken mit einer Verkehrsstärke über 30.000 Züge pro Jahr - Großflughäfen mit über 50.000 Bewegungen pro Jahr (nur Hamburg Fuhlsbüttel) - Ballungsräume mit mehr als 100.000 Einwohnern (Kiel, Hamburg, Lübeck). Zur Umsetzung der Umgebungslärm-Richtlinie für den Zeitraum 2016-2018 wurde ein neues Projekt gestartet.
Zielsetzung: In der fleischverarbeitenden Industrie ergeben sich für die Beschäftigten an vielen Arbeitsplätzen hohe Lärmbelastungen, z. B. im Schlachtbetrieb, an Kuttern, Clippern und Peelern. Selbst in Betrieben mit modernsten Maschinen nach dem Stand der Technik entstehen gehörgefährdende Lärmbelastungen. Da die Arbeitsräume in der Regel allseitig stark reflektierende Raumbegrenzungsflächen aufweisen, sollten sich hier durch raumakustisch wirksame Maßnahmen deutliche Pegelminderungen erreichen lassen, z. B. durch eine schallabsorbierende Belegung der Deckenfläche und ggf. von Wandflächen. Aus hygienischen Gründen kommen allerdings keine offenporigen Schallabsorber aus künstlichen Mineralfasern oder Schaumstoff in Betracht. Alle Materialien müssen sich mit Laugen schäumend reinigen und mit dem Hochdruckreiniger abspritzen lassen. Seit wenigen Jahren gibt es sogenannte mikroperforierte Schallabsorber, die sich z. B. aus Edelstahl, Acrylglas oder PVC herstellen lassen und eine entsprechende Reinigung erlauben. Die akustische Wirksamkeit dieser Materialien beruht darauf, dass der Luftschall bei Durchgang durch das perforierte Material mit vielen winzig kleinen Löchern von z. B. 0,1 bis 1 mm Durchmesser eine Dämpfung erfährt (viskose Reibung in den Löchern) und die Schallenergie in Wärme umgewandelt wird. Die mit diesem Material erreichbaren Lärmminderungserfolge sollen für den Bereich der Fleischwirtschaft untersucht werden. Neben den hier zunächst zu betrachtenden akustischen Aspekten sind dabei auch Fragen der Hygiene aufzugreifen, was in einem separaten Projekt des BGIA - Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung durchgeführt wird. Aktivitäten/Methoden: Da die Wirksamkeit von mikroperforierten Schallabsorbern von den geometrischen Parametern, wie Durchmesser und Anzahl der Bohrungen und dem Abstand zur Decke bzw. Wand abhängt, sollten sie gezielt für den Anwendungsfall ausgewählt werden. Deshalb ist im ersten Schritt der Untersuchung die akustische Situation in den betrachteten fleischverarbeitenden Betrieben zu analysieren. Dabei können größtenteils vorhandene Messdaten der Fleischerei-Berufsgenossenschaft verwendet werden. Die Materialhersteller sollten über die entsprechenden akustischen Eigenschaften der Materialien verfügen, um eine gezielte Auswahl zu ermöglichen. Damit lassen sich dann die erreichbaren Lärmminderungserfolge für einzelne Fleischereibetriebe berechnen. Sollten sich nach diesen Prognoserechnungen ausreichende Lärmminderungserfolge von mindestens 2 dB(A) ergeben, soll die Eignung der mikroperforierten Schallabsorber in einem Folgeprojekt in der betrieblichen Praxis untersucht werden. Dabei sind dann neben der akustischen Wirksamkeit auch Fragen der Hygiene zu untersuchen.
Bisher wurde in der Schweiz zur Dimensionierung von Lärmschirmen auf eine Formel des EMPA - Straßenlärmmodells StL-86 abgestützt. Die Verwendung der Formel setzt eigentlich voraus, dass die Höhe der Schallquelle von Straßenlärm 0.80 m beträgt. Die Höhe ist in der Eidenössichen. Lärmschutzverordnung LSV vorgeschrieben. In der Zwischenzeit ist mit der Einführung der entsprechenden internationalen Norm ISO 9613-2 ein modifizierter Ansatz für die Berechnung der akustischen Wirksamkeit von Lärmschirmen verfügbar geworden. Mit diesem Ansatz sind im Prinzip genauere Prognosen möglich. Der Vergleich mit der bisherigen StL-86 Formel ergibt deutliche Abweichungen von bis zu 2dB(A). Da die repräsentative Höhe der Schallquelle eine wichtige Eingabegröße in der Berechnung ist, stellt sich die Frage, ob die 0.80 m heute noch richtig sind. Neue EMPA Messungen an Straßenverkehrslärm bestärken die Vermutung, dass die bisher in StL-86 verwendete Quellenhöhe zu hoch angesetzt ist. Dementsprechend ist Vorsicht geboten, wenn in Zukunft die Hinderniswirkung nach der neuen ISO-Formel bestimmt wird, gleichzeitig aber die vermutlich zu große Quellenhöhe aus dem StL - 86 eingesetzt wird. Die Folgen wären eine deutliche Überdimensionierung der Wandhöhen. Die oben beschriebenen Vermutungen sollen quantifiziert werden, und die akustisch repräsentativen Quellenhöhe, getrennt für Personen- und Lastwagen messtechnisch ermittelt werden. Die Ergebnisse finden Eingang in Berechnungsverfahren für Straßenverkehrslärm.
Die allgemeinen Vorschriften des BImSchG geben in der Zweckbestimmung (Paragraph 1 BImSchG) auch vor, dass Tiere, Pflanzen und andere Sachen vor schaedlichen Umwelteinwirkungen und auch vor Gefahren, erheblichen Nachteilen und erheblichen Beeintraechtigungen zu schuetzen sind. Nach Paragraph 50 BImSchG sind bei raumbedeutsamen Planungen und Massnahmen schaedliche Umwelteinwirkungen im Sinne von Paragraph 3 Abs. 2 BImSchG nicht nur auf Wohngebiete, sondern auch auf sonstige schutzbeduerftige Gebiete soweit wie moeglich zu vermeiden. Bei der Analyse von Umweltvertraeglichkeitsuntersuchungen z.B. der Verkehrsprojekte Deutsche Einheit (VDE) hat sich gezeigt, dass bei der Erfassung des Ist-Zustandes und bei der Wirkungsprognose sowie bei der Bemessung von Ausgleichs- und Ersatzmassnahmen gemaess Paragraph 8 BNatSchG insbesondere Geraeuschemissionen in der freien Landschaft, die bei Bau und Betrieb einer Massnahme entstehen, wenig oder keine Beruecksichtigung finden. Mit einem vorbereitenden Gutachten und einer Fachveranstaltung im IV. Quartal 1999 soll der gesamte Planungsablauf dahingehend analysiert werden, welche rechtliche, verfahrenstechnische, fachliche und konzeptionelle Erfahrungen und Moeglichkeiten bestehen, um im Rahmen der Abarbeitung der Anforderungen der Eingriffsregelung erhebliche und nachhaltige Beeintraechtigungen durch Laerm und Beunruhigungen im Bereich der freien Landschaft kuenftig besser prognostiziert und bewaeltigen zu koennen. Insbesondere ist herauszuarbeiten, wie das Problem in vorlaufenden Planungsstufen (Raumordnung, Linienbestimmung) fuer die Verkehrstraeger Strasse und Schiene anzugehen ist. Davon sind Laermauswirkungen, die von Wasserstrassen ausgehen koennen, abzugrenzen. Der Katalog schutzbeduerftiger Gebiete ist auch um europarechtlich geschuetzte Gebiete (z.B. FFH) zu erweitern. Es sind die Schnittstellen zwischen Paragraph 50 BImSchG und naturschutzbezogenen Vorranggebieten zu bestimmen.
Weiterentwicklung des Computermodells WAPA der EMPA zur Berechnung der Laermbelas- tung von Schiessplaetzen. Validierung anhand von vorhandenen Daten und anhand von neuen Schiesslaermmessungen.
Das Ziel des Forschungsprogrammes DEUFRAKO Anhang K war die Bewertung der verschiedenen Schallquellen der Hochgeschwindigkeitszuege sowie die messtechnische Ermittlung von Eingangsdaten fuer die Erstellung von Schallprognosemodellen. Diese Untersuchungen werden im Rahmen dieses Forschungsprojektes vertieft mit dem Ziel, die Schallquellen besser zu verstehen, die Methoden der Messung und Auswertung zu verbessern, die Schallprognosemodelle zu verfeinern und schliesslich die Einfluesse von bestimmten Parametern auf die Schallerzeugung an Bahnfahrzeugen exakt zu ermitteln. Im weiteren soll dieses Forschungsprojekt die Voraussetzungen fuer den Vorschlag von Loesungen zur Schallreduzierung liefern. Diese Loesungen sollen die Form von allgemeinen Konzepten haben, die fuer alle Zuege des TGV, ICE und TRANSRAPID anwendbar sind. Das Arbeitsprogramm gliedert sich somit in die folgenden vier Hauptpunkte: - Untersuchung des aerodynamischen Schalls - Untersuchung einzelner Komponenten des mechanisch erzeugten Schalls - Erstellung eines Prognosemodells fuer den Schall von Hochgeschwindigkeitszuegen - allgemeine Untersuchung der fuer den Schall von Hochgeschwindigkeitszuegen relevanten Parameter.
Ziel des Projektes war die Entwicklung von Vorhersageverfahren fuer die Berechnung des aerodynamischen Laerms von Windkraftanlagen.
In der metallverarbeitenden Industrie gehoeren Presswerke zu den herausragenden Laermbereichen. Dabei sind die unmittelbaren Pressenarbeitsplaetze besonders laermgefaehrdet. Vor allem in den Pressereien kleiner und mittelstaendischer Unternehmen (KMU) ist die Laermsituation besonders prekaer, da diesen Betrieben meist die Mittel und die fachlich-personellen Voraussetzungen fuer eine selbstaendige Loesung der Laermschutzprobleme fehlen. Fuer diesen Anwenderkreis wurde mit dem Ergebnis des Forschungsvorhabens AiF 10875B ein Beratungssystem zum Laerm- und Schwingungsschutz in Form einer einfach handhabbaren PC-Software entwickelt. Grosser Wert wurde dabei auf eine ganzheitliche Betrachtungsweise der Problematik gelegt. Der Kern des Beratungssystems besteht in einem neuen Verfahren zur Prognose der Laermimmission an Pressenarbeitsplaetzen, dessen Grundlagen im Vorlaeuferthema AiF 9484B entwickelt wurden. Ausgehend von fertigungstechnischen Daten, dem organisatorischen Betriebsablauf sowie den baulichen und lokalen Bedingungen erhaelt man Orientierungswerte fuer die Beurteilungsgroessen des Laerms im Presswerk. Damit lassen sich Gefaehrdungen durch Laerm erkennen, Hauptverursacher ermitteln und die Wirkungen von Laermminderungsmassnahmen oder laermrelevanten Veraenderungen im Betrieb prognostizieren. Mit den quantitativen Aussagen werden Entscheidungen im Laermschutz begruendbar und sicherer. Mit dem Beratungssystem werden kleine und mittelstaendische Unternehmen befaehigt, Fragen des Laerm- und Schwingungsschutzes in ihren Pressereien sicherer zu entscheiden. Neben der Bereitstellung von Basiswissen bietet vor allem der Berechnungsteil die Moeglichkeit; Entscheidungen mit quantitativen Werten zu untersetzen. Das Beratungssystem wird als PC-Programm zur Verfuegung gestellt, das eine nutzerfreundliche Handhabung bei einer einfachen Datenerhebung ermoeglicht.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 84 |
| Europa | 1 |
| Kommune | 1 |
| Land | 4 |
| Wissenschaft | 24 |
| Zivilgesellschaft | 1 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 84 |
| unbekannt | 1 |
| License | Count |
|---|---|
| Offen | 85 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 78 |
| Englisch | 11 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Keine | 77 |
| Webseite | 8 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 47 |
| Lebewesen und Lebensräume | 65 |
| Luft | 81 |
| Mensch und Umwelt | 85 |
| Wasser | 43 |
| Weitere | 85 |