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Energetische Sanierung der Tankstellen-Außenbeleuchtung

Mit dem Vorhaben sollen LED-Lampen mit Dimmtechnik zur Außenbeleuchtung bei bundesweit 50 Bestandstankstellen unterschiedlichen Typs eingesetzt werden. Im Vergleich zu den bisher eingesetzten Quecksilberhochdruck- und Halogenmetalldampflampen, ermöglicht die LED-Technik die Drosselung des Lichtstromes in weiteren Bereichen sowie ein schnelles Einschalten ohne merkliche Hochlaufzeit. Wesentlicher Bestandteil des Vorhabens ist die Kombination der LED-Lampen mit einer an der Kundenfrequenz orientierten Steuerung der Außenbeleuchtung. Dies wird durch ein Infrarotmeldesystem ermöglicht, indem das System bei Registrierung einer Bewegung von der gedimmten zur maximalen Beleuchtung wechselt. Damit kann die Beleuchtungsstärke optimal eingestellt und Überbeleuchtung vermieden werden. In der Regel werden die Lampen über Ihrem eigentlichen Wert bemessen, um am Ende Ihrer Lebensdauer noch die volle Leistung erreichen zu können. Ziel des Vorhabens ist es, den Lichtstrom der Lampen so zu drosseln, dass er bereits am Anfang der Lampenlebensdauer nur den geforderten Mindestwert leistet. Diese Betriebsweise führt zu einer deutlichen Minderung der Elektroleistung, die erst allmählich steigt und zum Ende der Lampenlebensdauer ihren vollen Wert erreicht. Im Vergleich zu einer ständig gleichmäßigen Beleuchtung können rund 13.000 kWh/a des Stromverbrauchs für die Außenbeleuchtung bzw. 8 Prozent des gesamten Stromverbrauchs einer Tankstelle eingespart werden. Für die insgesamt 50 Tankstellen wird eine jährliche Minderung des Stromverbrauchs von rund 640 MWh und der CO2-Emissionen von rund 370 t erwartet. Das Unternehmen wird die tatsächlichen Einsparungen im Rahmen des ebenfalls geförderten Messprogramms ermitteln.

openSenseMap: Sensor Box S02-SDS011-10313983 (DG)

Konfiguration: NodeMCU (V3; 01.04.2019) + SDS011 (PM10, PM2.5 | 01.04.2019) + DHT22 (T, RH | 01.-19.04.2019) + BME280 (T, RH, P | 04.04.2019) + SSD1306 (OLED | 19.04.2019) Bedingungen: 5 min Takt, 10 m von Straße, 2 m Höhe (= 278 m NHN), Büro SW, Tallage, Waldgebiet

Schwerpunktprogramm (SPP) 2451: Lebende Materialien mit adaptiven Funktionen, Teilprojekt: Konstruktion adaptiver Vibrio natriegens-Stämme für hybride Leuchtdioden

Heutige biologische und einstellbare Leuchtmittel, die lebende Bausteine integrieren, sind im Wesentlichen auf Zellen beschränkt, die Biochemilumineszenz mit begrenzter Stabilität und Lichtausbeute nutzen (d. h. einige Tage bei Lichtausbeuten <5 lm/W). Tatsächlich gibt es keine Beispiele für lebende Leuchtmittel, die Photonenumwandlungssysteme zur Manipulation von Licht nutzen. Wir haben kürzlich eine neue Methode zur Herstellung lebender Farbfiltern mit Vibrio natriegens entwickelt. Dieses Bakterium weist (I) ein vielversprechendes Potenzial für die Biotechnologie mit einer außerordentlich hohen Wachstums- und Substratverbrauchsrate, (II) einen bereits sehr guten Ertrag bei der Expression hochwertiger fluoreszierender Proteine (FP) und (III) eine vielversprechende Kompatibilität mit Matrizen, die für Leuchtmittel von großem Interesse sind, auf. Tatsächlich haben vorläufige Experimente Leuchtmittel erzeugt die eine bessere Leistung aufweisen als diejenigen die mit denselben FP in Referenzmatrizen hergestellt wurden. Die aktuellen Hindernisse hängen mit dem Mangel an grundlegendem Wissen zusammen, um (I) die Expression beliebiger FP erfolgreich zu optimieren, (II) die Widerstandsfähigkeit und Kompatibilität in den Matrizen zu verbessern, (III) eine Anpassungsfähigkeit an externe Reize einzuführen und (IV) die besten Leuchtmittelarchitekturen und Betriebsarten zur Maximierung der Leuchtmittelleistung zu erstellen. Das ENABLED-Projekt wird all diese offenen Fragen bearbeiten und dabei die Disziplinen Metabolic Engineering, Synthetische Biologie, Materialwissenschaft und Biooptoelektronik miteinander verbinden. ENABLED wird insbesondere grundlegende Konstruktionsregeln für die Entwicklung von V. natriegens-Stämmen mit (I) optimierter flexibler Einzel- und Doppelemission, (II) verbesserter Widerstandsfähigkeit in Farbfiltern, um ihre Wiederverwertbarkeit nach der Verwendung in Leuchtmitteln zu ermöglichen, und (III) einer Anpassungsfähigkeit an die Temperatur in Farbfiltern, um die Zellregeneration nach der Verwendung in den Leuchtmitteln zu ermöglichen. Dies wird es uns ermöglichen, eine neue Familie von Regenbogen- und weißen Bakterien-Hybrid-Leuchtdioden einzuführen, die bislang nicht zur Verfügung stehen.

Chemie Interaktiv

Im Rahmen des Projekts Chemie Interaktiv wurden bisher mehr als 100 verschieden umfangreiche Flash-Animationen zu etablierten (galvanische Zellen, NaCl-Synthese) und innovativen Fachinhalten (z.B. photogalvanischen Zellen, organischen Leuchtdioden, Photostationarität) konzipiert, programmiert, getestet und optimiert. Die Animationen erstrecken sich über kurze Flash-Folien, größere lineare und verzweigte Lernnetze bis hin zu sehr umfangreichen Hypermedia-Bausteinen mit integrierten Videos und interaktiven Aufgabenstellungen. Sie sind überwiegend auf Deutsch, zum Teil aber auch deutsch und englisch formuliert und so international einsetzbar. Die Flash-Animationen werden über den Server der Wuppertaler Chemiedidaktik und das dafür eingerichtete Internet Portal www.chemie-interaktiv.net veröffentlicht. Allein auf letzterem wurden pro Monat Daten von durchschnittlich 21 GB Transfervolumen aufgerufen, was einer Zahl von durchschnittlich 500 Dateien pro Tag entspricht (Erhebungszeitraum: Januar - Juni 2009) wobei es sich zu 80% um deutsche, zu 15% um österreichische und schweizerische Nutzer und zu 5% um Nutzer aus dem englischsprachigen Ausland handelt. Bildungsportale wie 'Lehrer-Online', der 'Hamburger Bildungsserver', der 'Landesbildungsserver Baden-Württemberg', der 'Hessische Bildungsserver', der 'deutsche Bildungsserver' u.a. haben inzwischen dazu Kurzkommentare, Beschreibungen und z.T. auch didaktische Erläuterungen auf ihren Internetseiten verfasst und die Elemente von Chemie Interaktiv durch entsprechende Hyperlinks mit ihren Homepages verknüpft. Ferner wurde im Rahmen des BMBF geförderten Projekts 'Naturwissenschaften entdecken' anlässlich des Wissenschaftsjahres 2009 - Expedition Deutschland ein Materialordner mit Handreichungen für Lehrkräfte zu Themen des Wissenschaftsjahres erstellt, in dem Medien aus dem Projekt Chemie Interaktiv veröffentlicht sind.

Untersuchung ökotoxischer Effekte von faser- und plättchenförmigen neuartigen Materialien für die Ableitung angepasster Prüfstrategien

Faser- und plättchenförmige neuartige Materialien wie beispielswiese Kohlenstoffnanoröhrchen, Graphene oder MXene weisen außergewöhnliche mechanische, elektronische, optische und chemische Eigenschaften auf. Sie werden daher für eine Vielzahl von Anwendungen untersucht. Diese umfassen beispielsweise optoelektronische Anwendungen (z.B. Solarzellen, Leuchtdioden), Sensortechnik, Verbundmaterialien (z.B. für elektrische Leitfähigkeit, EMV-Abschirmung), Energiespeicherung, Katalysatoren oder Textilien (z.B. für elektrische Leitfähigkeit, Flammschutz). Faser- und plättchenförmige neuartige Materialien können aufgrund ihrer Eigenschaften methodische Herausforderungen für die regulative Risikobewertung gemäß EU-Chemikalienrecht mit sich bringen. Welche Mechanismen zur ökotoxischen Wirkung dieser Materialien beitragen, ist wenig untersucht. Zudem besteht die Besorgnis, dass mögliche ökotoxische Wirkungen der Materialien über die klassischen Methoden nicht ausreichend aufgeklärt werden können. Somit besteht der Bedarf geeignete Prüfstrategien zu entwickeln, die es ermöglichen relevante Mechanismen und (sub)letale Effekte zu identifizieren, die eine spezifische Einschätzung des ökotoxischen Potentials faser- und plättchenförmiger neuartiger Materialien erlauben. In dem Vorhaben sollen daher besondere Wirkmechanismen und relevante (sub)letale Effekte dieser Materialien recherchiert werden. Davon ausgehend soll abgeleitet werden, welche Prüfsysteme zum Einsatz kommen müssen, um spezifische Aussagen zur Ökotoxikologie dieser Materialien vornehmen zu können. Ausgewählte Prüfsysteme sollen exemplarisch anhand von ausgewählten faser- und plättchenförmigen Materialien erprobt und adaptiert werden. Auf diese Weise sollen Empfehlungen abgeleitet werden, wie nicht-klassische Effekte im Rahmen der Umweltrisikobewertung solcher Materialien berücksichtigt werden könnten und welche weiteren Schritte vorgenommen werden müssten.

Mit richtiger Mülltrennung Ressourcen schonen und Umwelt schützen

<p> Mülltrennung ist ein einfacher und wirksamer Beitrag für den Umweltschutz – so geht’s: <p>Trennen und entsorgen Sie mit einem <strong>„5-Kammer-System“</strong> die alltäglich in Ihrem Haushalt anfallenden Abfälle:</p> <ul> <li>Glasverpackungen im Glascontainer,</li> <li>Papier und Pappe in der Papiertonne,</li> <li>Alle anderen Verpackungen (z.B. aus Kunststoff, Metall oder Verbundmaterial) im gelben Sack oder in der gelben Tonne/Wertstofftonne,</li> <li>Biomüll in der Biotonne oder im eigenen Kompost,</li> <li>Restmüll in der Restmülltonne.</li> </ul> <p>Beachten Sie <strong>fünf wichtige „Stoppschilder“</strong> für typische Haushaltsabfälle vor der Restmülltonne und dem <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/abfluss">Abfluss</a>:</p> <ul> <li>Batterien &amp; Akkus geben Sie an vorgesehenen Sammelstellen ab.</li> <li>Elektrogeräte müssen Sie gesondert entsorgen.</li> <li>Problemstoffe bringen Sie zum Wertstoffhof oder zum Schadstoffmobil.</li> <li>Toilette &amp; Spüle sind für Abfälle und Medikamente tabu.</li> <li>Noch tragbare Textilien gehören in den Altkleidercontainer.</li> </ul> <p><strong>Grundsätzlich gilt:</strong></p> <ul> <li>Erkundigen Sie sich bei der kommunalen Abfallentsorgung oder bei ihrem Wertstoffhof: Dort finden Sie von A-Z alle Antworten auf noch offene Fragen für Ihre Abfälle.</li> <li>Prüfen Sie vor der Entsorgung, ob Produkte noch zur Nutzung weitergegeben und/oder repariert werden können.</li> </ul> Das „5-Kammer-System“ der alltäglichen Mülltrennung <p>Wer seine Abfälle richtig trennt, leistet aktiv einen wirksamen Beitrag zum Umwelt- und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a>. Denn Recycling funktioniert nur, wenn die Abfallarten möglichst sortenrein getrennt werden. Diese fünf verschiedenen Abfälle begegnen uns im Alltag ständig und sollten deshalb auch jeweils einen eigenen Sammelbehälter in der Wohnung haben. Man kann sie leicht an einer Hand abzählen:</p> <ol> <li><strong>Altglas (Glasverpackungen) farblich getrennt in den Altglascontainer: </strong>Die Herstellung von Glas ist sehr energieintensiv. Entsorgen Sie deshalb Einweg-Glasflaschen und -behälter farblich getrennt in Weiß, Braun und Grün in den öffentlichen Altglascontainern. Wenn Sie sich bei der Farbe nicht sicher oder es andere Farben sind, etwa bei blauen Flaschen, gehört das Altglas ins Grünglas. Die farblich getrennt gesammelten Glasverpackungen bleiben im gesamten Recyclingprozess farblich getrennt.&nbsp;Nur sogenanntes Behälterglas (Verpackungsglas) darf in den Altglascontainer. Glasgeschirr, Fensterscheiben, Glühbirnen oder Porzellan stören hingegen das Glasrecycling und dürfen deshalb nicht in den Altglascontainer.&nbsp;Im <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/haushalt-wohnen/altglas">UBA-Umwelttipp zu Altglas</a> erfahren Sie weitere Informationen zur richtigen Glasentsorgung.<br>&nbsp;</li> <li><strong>Papier und Pappe in die Blaue Tonne oder den Altpapiercontainer:</strong> Zeitungen und Zeitschriften, Kartons, Briefe, Schulhefte oder Bücher bestehen aus Papierfasern und gehören deshalb in die Blaue Tonne oder den Altpapiercontainer. Damit möglichst viel Platz bleibt, sollten große Kartons zerkleinert oder gefaltet werden. Verschmutztes Papier (z.&nbsp;B. Taschentücher oder Küchenrollenpapiere) sowie spezielle Papiere (z.&nbsp;B. Kassenzettel und Bustickets auf Thermopapier sowie Fotos) gehören dagegen in den Restmüll. Weitere Hinweise zur umweltfreundlichen Nutzung und Entsorgung von Papier finden Sie in unserem <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/haushalt-wohnen/papier-recyclingpapier">Umwelttipp „Papier, Recyclingpapier“</a>.<br>&nbsp;</li> <li><strong>Andere Verpackungen in den Gelben Sack oder die Gelbe Tonne/Wertstofftonne: </strong>Ob aus Kunststoff, Metall oder Verbundmaterialien – Verpackungen wie zum Beispiel Joghurtbecher, Konservendosen oder Getränkekartons gehören in den Gelben Sack oder die Gelbe Tonne. Wichtig ist, dass die Verpackungen normal geleert sind und – soweit möglich – in ihre Einzelbestandteile getrennt werden. Trennen Sie z.&nbsp;B. den Aludeckel vom Kunststoffbehälter, bevor Sie beides im Gelben Sack bzw. der Gelben Tonne entsorgen. Verpackungen sollten zudem nicht ineinander gestapelt, sondern einzeln eingeworfen werden. Das Ausspülen von Verpackungen ist hingegen nicht nötig. Wo eine Wertstofftonne zur Verfügung steht, dürfen dort auch andere Kunststoff- und Metallgegenstände entsorgt werden, etwa kaputte Bratpfannen und Kunststoffeimer.<br>&nbsp;</li> <li><strong>Bioabfälle in die Biotonne oder auf den Kompost: </strong>Obstreste, Kaffeesatz, Eierschalen oder welkes Gemüse werden über die Biotonne oder einen eigenen Kompost entsorgt. Beachten Sie dabei: Kunststoffprodukte haben in der Biotonne nichts verloren. Dies gilt auch für Kompostbeutel aus Kunststoff, selbst wenn sie als „biologisch abbaubar“ oder „kompostierbar“ gekennzeichnet sind. Die Sortiertechnik in den Kompostierungsanlagen kann nicht zwischen <a href="https://www.umweltbundesamt.de/biobasierte-biologisch-abbaubare-kunststoffe">abbaubaren und konventionellen Kunststofftüten</a> unterscheiden. Entsorgen Sie deshalb entleerte Kompostbeutel auch über den Gelben Sack oder die Gelbe Tonne/Wertstofftonne. In den UBA-Umwelttipps finden Sie weitere Informationen zum Thema <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/garten-freizeit/bioabfaelle">Bioabfälle</a>, <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/garten-freizeit/gartenabfaelle">Gartenabfälle</a> und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/garten-freizeit/kompost-eigenkompostierung">Eigenkompostierung</a>.<br>&nbsp;</li> <li><strong>In den Restmüll nur den nicht verwertbaren Rest: </strong>Der Restmüll wird meist energetisch verwertet (Strom- und Wärmeerzeugung) und steht damit für ein Recycling nicht mehr zur Verfügung. In den Restmüll gehören dementsprechend nur die Abfälle, für die es keine gesonderten Entsorgungswege gibt. Dazu zählen etwa kalte Asche und Zigarettenkippen, Windeln, Kehricht, Tapetenreste, Thermopapier oder kaputte Keramik. Wer seinen Abfall gut trennt und korrekt entsorgt, wird nur noch wenig Abfall in die Restmülltonne werfen.&nbsp;</li> </ol> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/ibat_wbm_r231_g50_b48_quer.png"> </a> <strong> Einheitliches Sammelstellenlogo für Batterie-Rücknahmestellen </strong> Quelle: Batterie Zurück 5 Stoppschilder für typische Haushaltsabfälle vor der Restmülltonne und dem Abflussrohr: <p>Mit dem 5-Kammer-System können bereits die meisten Abfälle im Haushalt korrekt getrennt und entsorgt werden. Darüber hinaus kann es im Haushalt weitere Abfälle geben, welche wertvolle Rohstoffe oder gefährliche Materialien enthalten können. Entsorgen Sie diese besonderen Haushaltsabfälle ebenfalls getrennt. Kleben Sie – gedanklich oder in echt – die folgenden fünf „Stoppschilder“ an Restmülltonne und Abflussrohr:</p> <ol> <li><strong>Batterien und Akkus in die Batteriesammlung geben: </strong>Batterien und Akkus können bei falscher Entsorgung Brände mit Millionenschäden verursachen oder Umwelt und Gesundheit gefährden. Sie enthalten zudem wertvolle Rohstoffe. Sie müssen deshalb in die dafür vorgesehenen Rückgabeboxen im Einzelhandel oder auf dem Wertstoffhof eingeworfen werden. Nähere Details erfahren Sie in unserem <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/elektrogeraete/batterien-akkus">UBA-Umwelttipp zu Batterien und Akkus</a> sowie bei <a href="https://www.batterie-zurueck.de/">www.batterie-zurueck.de</a>.</li> <li><strong>Elektroaltgeräte gesondert entsorgen: </strong>Elektrogeräte enthalten wertvolle Rohstoffe und teilweise Schadstoffe. Sie müssen getrennt gesammelt werden. Ob kaputter Toaster, alte LED-Lampe oder blinkender Kinderschuh: Diese Geräte dürfen nicht in den Restmüll, sondern müssen im Handel, bei Sammelstellen oder dem kommunalen Wertstoffhof abgegeben werden. Akkus oder Batterien sollten, wenn möglich, vorher entfernt werden. Ausführliche Informationen finden Sie in unserem <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/elektrogeraete/alte-elektrogeraete-richtig-entsorgen">UBA-Umwelttipp „Wohin mit dem Elektroschrott?“</a> sowie bei <a href="https://www.e-schrott-entsorgen.org/">www.e-schrott-entsorgen.org</a>.</li> <li><strong>Schadstoffhaltige Produkte zur Problemstoffsammlung:</strong> Lackreste, <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/pflanzenschutzmittel">Pflanzenschutzmittel</a>, Lösemittel oder Energiesparlampen enthalten umwelt- und gesundheitsgefährdende Chemikalien und gehören deshalb zur Problemstoffsammlung. Diese erfolgt in der Regel über Schadstoffmobile oder direkt über den Wertstoffhof. &nbsp;Mehr Informationen dazu finden Sie im <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/ratgeber-abfaelle-im-haushalt">UBA-Ratgeber „Abfälle im Haushalt“</a>. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Entsorgungsträger oder auf der Website Ihrer Stadt über Rückgabemöglichkeiten für diese Abfälle.</li> <li><strong>Toilette und Spüle für Abfälle tabu:</strong> Tampons, Wattestäbchen, Altmedikamente, Speiseöl oder Chemikalien gehören nicht ins Abwasser. Diese Stoffe können Abwasserrohre verstopfen sowie Kläranlagen und Gewässer belasten und gefährden. Toilette und Spüle sollten deshalb nur für ihre eigentliche Bestimmung genutzt werden und für Abfälle tabu sein. Tampons und Wattestäbchen gehören in den Restmüll. Altmedikamente können in der Regel ebenfalls über den Restmüll, mancherorts auch über Apotheken oder kommunale Sammelstellen sicher entsorgt werden. Unter&nbsp;<a href="https://arzneimittelentsorgung.de/home/">www.arzneimittelentsorgung.de</a>&nbsp;können Sie über Ihre Postleitzahl abfragen, welche Entsorgungswege lokal empfohlen werden. Kleinere Mengen Speiseöle können in die Biomülltonne, größere Mengen müssen gesondert entsorgt werden. Für Chemikalien ist die Sondermüllsammlung der richtige Entsorgungsweg.</li> <li><strong>Noch tragbare Alttextilien in den Altkleidercontainer: </strong>Seit 2025 dürfen Alttextilien wie Kleidung oder Bettwäsche nicht mehr im Restmüll entsorgt werden. Vielerorts gibt es allerdings noch keine ergänzenden Entsorgungswege zu den etablierten Altkleidercontainern für noch tragbare Bekleidung. Geben Sie diese noch tragbaren Stücke deshalb wie gewohnt in den Altkleidercontainer. Für Textilien, die nicht mehr getragen oder genutzt werden können, informieren Sie sich bei Ihrer kommunalen Abfallentsorgungsstelle über den richtigen Entsorgungsweg. Im <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/haushalt-wohnen/bekleidung">UBA-Umwelttipp zu Bekleidung</a> finden Sie Anregungen, wie Sie mehr <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/nachhaltigkeit">Nachhaltigkeit</a> in Ihren Kleiderschrank bringen.&nbsp;</li> </ol> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/durchgestrichene_tonne_0.png"> </a> <strong> Das Symbol der durchgestrichenen Mülltonne </strong> <br> <p>Findet sich die durchgestrichene Abfalltonne auf dem alten Gerät, gehört es auf keinen Fall in die Hausmülltonne, sondern auf den Wertstoffhof oder zurück in den Handel.</p> Quelle: Plan E Die kommunale Abfallentsorgung: Von A-Z die richtige Antwort auf alle Besonderheiten <p>Die Produktvielfalt ist riesig – das spiegelt sich notgedrungen auch im Abfall wider. Aber nur wenn Stoffe getrennt gesammelt werden, können deren wertvollen Rohstoffe zurückgewonnen und im Kreislauf geführt werden. Für seltene, große oder auf andere Weise besondere Abfälle ist deshalb der kommunale Wertstoffhof bzw. die kommunale Abfallverwaltung immer die erste und beste Adresse. In der Regel finden sich alphabetisch sortierte Listen und Entsorgungswege auf den entsprechenden Webseiten Ihrer Kommune oder Ihres Landkreises.</p> <p>Für <strong>Sperrmüll </strong>wie Matratzen, Teppiche oder <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/umweltfreundliche-moebel-ressourcenschonung-einem">defekte Möbel</a> gibt es meist Abholsysteme mit spezieller Anmeldung. Für <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/haushalt-wohnen/weihnachtsbaum"><strong>Weihnachtsbäume</strong></a><strong>, Bauschutt, Altholz, </strong><a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/mobilitaet/autoreifen"><strong>Autoreifen</strong></a><strong>, Altöl</strong> und ähnliche Abfälle gibt es je nach Kommune spezielle Sammelstellen. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Entsorgungsträger oder auf der Website Ihrer Stadt.</p> <p><strong>Was Sie sonst noch tun können:&nbsp;</strong></p> <ul> <li>Achten Sie schon beim Einkauf darauf, (zukünftigen) Abfall zu vermeiden, in dem Sie sich fragen: Benötige ich das Produkt wirklich? Hat es eine gute, haltbare Qualität? Ist es reparierbar? Denn der beste Abfall ist der, der gar nicht erst entsteht.</li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/uebergreifende-tipps/reparieren"><strong>Reparieren</strong></a><strong> </strong>Sie möglichst defekte Geräte, Möbel oder Kleidung, bevor Sie diese durch neue ersetzen. Wie Sie Produkte so lange wie möglich nutzen, erfahren Sie in unserem <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/uebergreifende-tipps/produkte-laenger-nutzen">UBA-Umwelttipp „Produkte länger nutzen“</a>.</li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/uebergreifende-tipps/secondhand-teilen-tauschen-leihen"><strong>Geben Sie brauchbare Dinge weiter</strong></a> – über Secondhand-Shops, Tauschbörsen oder digitale Plattformen.</li> <li><strong>Vermeiden Sie unnötige Verpackungen</strong>, nutzen Sie Einkaufstaschen oder greifen Sie zu <strong>Mehrwegalternativen </strong>für Getränke und Essen. Weitere Hinweise finden Sie dazu bei den UBA-Umwelttipps zu <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/essen-trinken/mehrwegflaschen">Mehrwegflaschen</a> und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/haushalt-wohnen/plastiktueten">Plastiktüten</a>.</li> </ul> Hintergrund <p><strong>Umweltsituation – Mülltrennung schützt Ressourcen und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klima">Klima</a>:</strong> Die getrennte Sammlung und Entsorgung von Abfällen ist die Grundlage für Recycling und für eine funktionierende <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/kreislaufwirtschaft">Kreislaufwirtschaft</a>. Abfälle, wie Verpackungen aus Kunststoff, Metall, Verbundmaterial, Glas oder Papier sowie Bioabfälle enthalten wertvolle Rohstoffe, die durch Recycling oftmals zurückgewonnen werden können. Das spart Energie, schont Ressourcen und vermeidet CO₂-Emissionen.</p> <p>Wenn Wertstoffe im Restmüll landen, gehen sie unwiederbringlich verloren, denn dort werden sie meist energetisch verwertet. Auch Fehlwürfe – also falsch sortierte Abfälle – erschweren die Aufbereitung und das Recycling.</p> <p>Mülltrennung hilft dem Klima: Schon heute spart das Verpackungsrecycling in Deutschland rund <strong>2 Millionen Tonnen CO₂</strong> jährlich ein. Bis 2030 könnten es laut einer Studie des Öko-Instituts 2,55 Millionen Tonnen sein – allein durch bessere Trennung im Haushalt.</p> <p><strong>Gesetzeslage – Mülltrennung ist gesetzlich vorgeschrieben:</strong> In Deutschland sind Verbraucher*innen laut <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/verpackdg/__38.html">Verpackungsrecht-Durchführungsgesetz (VerpackDG)</a> (§ 38)&nbsp;verpflichtet, Verpackungen getrennt zu entsorgen – nicht im Restmüll. Das gilt auch für Papier, Pappe und Altglas. Auch andere Abfallarten wie Elektrogeräte oder Batterien unterliegen laut <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/elektrog_2015/BJNR173910015.html">Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG)</a> sowie <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/battdg/BJNR0E90B0025.html">Batterierecht-Durchführungsgesetz (BattDG)</a> der Pflicht zur getrennten Sammlung und Rücknahmepflichten. Ziel der Regelungen ist es, Recycling zu fördern, Umweltbelastungen zu vermeiden und Fehlwürfe zu reduzieren.</p> </p><p> Mülltrennung ist ein einfacher und wirksamer Beitrag für den Umweltschutz – so geht’s: <p>Trennen und entsorgen Sie mit einem <strong>„5-Kammer-System“</strong> die alltäglich in Ihrem Haushalt anfallenden Abfälle:</p> <ul> <li>Glasverpackungen im Glascontainer,</li> <li>Papier und Pappe in der Papiertonne,</li> <li>Alle anderen Verpackungen (z.B. aus Kunststoff, Metall oder Verbundmaterial) im gelben Sack oder in der gelben Tonne/Wertstofftonne,</li> <li>Biomüll in der Biotonne oder im eigenen Kompost,</li> <li>Restmüll in der Restmülltonne.</li> </ul> <p>Beachten Sie <strong>fünf wichtige „Stoppschilder“</strong> für typische Haushaltsabfälle vor der Restmülltonne und dem <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/abfluss">Abfluss</a>:</p> <ul> <li>Batterien &amp; Akkus geben Sie an vorgesehenen Sammelstellen ab.</li> <li>Elektrogeräte müssen Sie gesondert entsorgen.</li> <li>Problemstoffe bringen Sie zum Wertstoffhof oder zum Schadstoffmobil.</li> <li>Toilette &amp; Spüle sind für Abfälle und Medikamente tabu.</li> <li>Noch tragbare Textilien gehören in den Altkleidercontainer.</li> </ul> <p><strong>Grundsätzlich gilt:</strong></p> <ul> <li>Erkundigen Sie sich bei der kommunalen Abfallentsorgung oder bei ihrem Wertstoffhof: Dort finden Sie von A-Z alle Antworten auf noch offene Fragen für Ihre Abfälle.</li> <li>Prüfen Sie vor der Entsorgung, ob Produkte noch zur Nutzung weitergegeben und/oder repariert werden können.</li> </ul> </p><p> Das „5-Kammer-System“ der alltäglichen Mülltrennung <p>Wer seine Abfälle richtig trennt, leistet aktiv einen wirksamen Beitrag zum Umwelt- und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a>. Denn Recycling funktioniert nur, wenn die Abfallarten möglichst sortenrein getrennt werden. Diese fünf verschiedenen Abfälle begegnen uns im Alltag ständig und sollten deshalb auch jeweils einen eigenen Sammelbehälter in der Wohnung haben. Man kann sie leicht an einer Hand abzählen:</p> <ol> <li><strong>Altglas (Glasverpackungen) farblich getrennt in den Altglascontainer: </strong>Die Herstellung von Glas ist sehr energieintensiv. Entsorgen Sie deshalb Einweg-Glasflaschen und -behälter farblich getrennt in Weiß, Braun und Grün in den öffentlichen Altglascontainern. Wenn Sie sich bei der Farbe nicht sicher oder es andere Farben sind, etwa bei blauen Flaschen, gehört das Altglas ins Grünglas. Die farblich getrennt gesammelten Glasverpackungen bleiben im gesamten Recyclingprozess farblich getrennt.&nbsp;Nur sogenanntes Behälterglas (Verpackungsglas) darf in den Altglascontainer. Glasgeschirr, Fensterscheiben, Glühbirnen oder Porzellan stören hingegen das Glasrecycling und dürfen deshalb nicht in den Altglascontainer.&nbsp;Im <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/haushalt-wohnen/altglas">UBA-Umwelttipp zu Altglas</a> erfahren Sie weitere Informationen zur richtigen Glasentsorgung.<br>&nbsp;</li> <li><strong>Papier und Pappe in die Blaue Tonne oder den Altpapiercontainer:</strong> Zeitungen und Zeitschriften, Kartons, Briefe, Schulhefte oder Bücher bestehen aus Papierfasern und gehören deshalb in die Blaue Tonne oder den Altpapiercontainer. Damit möglichst viel Platz bleibt, sollten große Kartons zerkleinert oder gefaltet werden. Verschmutztes Papier (z.&nbsp;B. Taschentücher oder Küchenrollenpapiere) sowie spezielle Papiere (z.&nbsp;B. Kassenzettel und Bustickets auf Thermopapier sowie Fotos) gehören dagegen in den Restmüll. Weitere Hinweise zur umweltfreundlichen Nutzung und Entsorgung von Papier finden Sie in unserem <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/haushalt-wohnen/papier-recyclingpapier">Umwelttipp „Papier, Recyclingpapier“</a>.<br>&nbsp;</li> <li><strong>Andere Verpackungen in den Gelben Sack oder die Gelbe Tonne/Wertstofftonne: </strong>Ob aus Kunststoff, Metall oder Verbundmaterialien – Verpackungen wie zum Beispiel Joghurtbecher, Konservendosen oder Getränkekartons gehören in den Gelben Sack oder die Gelbe Tonne. Wichtig ist, dass die Verpackungen normal geleert sind und – soweit möglich – in ihre Einzelbestandteile getrennt werden. Trennen Sie z.&nbsp;B. den Aludeckel vom Kunststoffbehälter, bevor Sie beides im Gelben Sack bzw. der Gelben Tonne entsorgen. Verpackungen sollten zudem nicht ineinander gestapelt, sondern einzeln eingeworfen werden. Das Ausspülen von Verpackungen ist hingegen nicht nötig. Wo eine Wertstofftonne zur Verfügung steht, dürfen dort auch andere Kunststoff- und Metallgegenstände entsorgt werden, etwa kaputte Bratpfannen und Kunststoffeimer.<br>&nbsp;</li> <li><strong>Bioabfälle in die Biotonne oder auf den Kompost: </strong>Obstreste, Kaffeesatz, Eierschalen oder welkes Gemüse werden über die Biotonne oder einen eigenen Kompost entsorgt. Beachten Sie dabei: Kunststoffprodukte haben in der Biotonne nichts verloren. Dies gilt auch für Kompostbeutel aus Kunststoff, selbst wenn sie als „biologisch abbaubar“ oder „kompostierbar“ gekennzeichnet sind. Die Sortiertechnik in den Kompostierungsanlagen kann nicht zwischen <a href="https://www.umweltbundesamt.de/biobasierte-biologisch-abbaubare-kunststoffe">abbaubaren und konventionellen Kunststofftüten</a> unterscheiden. Entsorgen Sie deshalb entleerte Kompostbeutel auch über den Gelben Sack oder die Gelbe Tonne/Wertstofftonne. In den UBA-Umwelttipps finden Sie weitere Informationen zum Thema <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/garten-freizeit/bioabfaelle">Bioabfälle</a>, <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/garten-freizeit/gartenabfaelle">Gartenabfälle</a> und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/garten-freizeit/kompost-eigenkompostierung">Eigenkompostierung</a>.<br>&nbsp;</li> <li><strong>In den Restmüll nur den nicht verwertbaren Rest: </strong>Der Restmüll wird meist energetisch verwertet (Strom- und Wärmeerzeugung) und steht damit für ein Recycling nicht mehr zur Verfügung. In den Restmüll gehören dementsprechend nur die Abfälle, für die es keine gesonderten Entsorgungswege gibt. Dazu zählen etwa kalte Asche und Zigarettenkippen, Windeln, Kehricht, Tapetenreste, Thermopapier oder kaputte Keramik. Wer seinen Abfall gut trennt und korrekt entsorgt, wird nur noch wenig Abfall in die Restmülltonne werfen.&nbsp;</li> </ol> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/ibat_wbm_r231_g50_b48_quer.png"> </a> <strong> Einheitliches Sammelstellenlogo für Batterie-Rücknahmestellen </strong> Quelle: Batterie Zurück </p><p> 5 Stoppschilder für typische Haushaltsabfälle vor der Restmülltonne und dem Abflussrohr: <p>Mit dem 5-Kammer-System können bereits die meisten Abfälle im Haushalt korrekt getrennt und entsorgt werden. Darüber hinaus kann es im Haushalt weitere Abfälle geben, welche wertvolle Rohstoffe oder gefährliche Materialien enthalten können. Entsorgen Sie diese besonderen Haushaltsabfälle ebenfalls getrennt. Kleben Sie – gedanklich oder in echt – die folgenden fünf „Stoppschilder“ an Restmülltonne und Abflussrohr:</p> <ol> <li><strong>Batterien und Akkus in die Batteriesammlung geben: </strong>Batterien und Akkus können bei falscher Entsorgung Brände mit Millionenschäden verursachen oder Umwelt und Gesundheit gefährden. Sie enthalten zudem wertvolle Rohstoffe. Sie müssen deshalb in die dafür vorgesehenen Rückgabeboxen im Einzelhandel oder auf dem Wertstoffhof eingeworfen werden. Nähere Details erfahren Sie in unserem <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/elektrogeraete/batterien-akkus">UBA-Umwelttipp zu Batterien und Akkus</a> sowie bei <a href="https://www.batterie-zurueck.de/">www.batterie-zurueck.de</a>.</li> <li><strong>Elektroaltgeräte gesondert entsorgen: </strong>Elektrogeräte enthalten wertvolle Rohstoffe und teilweise Schadstoffe. Sie müssen getrennt gesammelt werden. Ob kaputter Toaster, alte LED-Lampe oder blinkender Kinderschuh: Diese Geräte dürfen nicht in den Restmüll, sondern müssen im Handel, bei Sammelstellen oder dem kommunalen Wertstoffhof abgegeben werden. Akkus oder Batterien sollten, wenn möglich, vorher entfernt werden. Ausführliche Informationen finden Sie in unserem <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/elektrogeraete/alte-elektrogeraete-richtig-entsorgen">UBA-Umwelttipp „Wohin mit dem Elektroschrott?“</a> sowie bei <a href="https://www.e-schrott-entsorgen.org/">www.e-schrott-entsorgen.org</a>.</li> <li><strong>Schadstoffhaltige Produkte zur Problemstoffsammlung:</strong> Lackreste, <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/pflanzenschutzmittel">Pflanzenschutzmittel</a>, Lösemittel oder Energiesparlampen enthalten umwelt- und gesundheitsgefährdende Chemikalien und gehören deshalb zur Problemstoffsammlung. Diese erfolgt in der Regel über Schadstoffmobile oder direkt über den Wertstoffhof. &nbsp;Mehr Informationen dazu finden Sie im <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/ratgeber-abfaelle-im-haushalt">UBA-Ratgeber „Abfälle im Haushalt“</a>. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Entsorgungsträger oder auf der Website Ihrer Stadt über Rückgabemöglichkeiten für diese Abfälle.</li> <li><strong>Toilette und Spüle für Abfälle tabu:</strong> Tampons, Wattestäbchen, Altmedikamente, Speiseöl oder Chemikalien gehören nicht ins Abwasser. Diese Stoffe können Abwasserrohre verstopfen sowie Kläranlagen und Gewässer belasten und gefährden. Toilette und Spüle sollten deshalb nur für ihre eigentliche Bestimmung genutzt werden und für Abfälle tabu sein. Tampons und Wattestäbchen gehören in den Restmüll. Altmedikamente können in der Regel ebenfalls über den Restmüll, mancherorts auch über Apotheken oder kommunale Sammelstellen sicher entsorgt werden. Unter&nbsp;<a href="https://arzneimittelentsorgung.de/home/">www.arzneimittelentsorgung.de</a>&nbsp;können Sie über Ihre Postleitzahl abfragen, welche Entsorgungswege lokal empfohlen werden. Kleinere Mengen Speiseöle können in die Biomülltonne, größere Mengen müssen gesondert entsorgt werden. Für Chemikalien ist die Sondermüllsammlung der richtige Entsorgungsweg.</li> <li><strong>Noch tragbare Alttextilien in den Altkleidercontainer: </strong>Seit 2025 dürfen Alttextilien wie Kleidung oder Bettwäsche nicht mehr im Restmüll entsorgt werden. Vielerorts gibt es allerdings noch keine ergänzenden Entsorgungswege zu den etablierten Altkleidercontainern für noch tragbare Bekleidung. Geben Sie diese noch tragbaren Stücke deshalb wie gewohnt in den Altkleidercontainer. Für Textilien, die nicht mehr getragen oder genutzt werden können, informieren Sie sich bei Ihrer kommunalen Abfallentsorgungsstelle über den richtigen Entsorgungsweg. Im <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/haushalt-wohnen/bekleidung">UBA-Umwelttipp zu Bekleidung</a> finden Sie Anregungen, wie Sie mehr <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/nachhaltigkeit">Nachhaltigkeit</a> in Ihren Kleiderschrank bringen.&nbsp;</li> </ol> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/durchgestrichene_tonne_0.png"> </a> <strong> Das Symbol der durchgestrichenen Mülltonne </strong> <br> <p>Findet sich die durchgestrichene Abfalltonne auf dem alten Gerät, gehört es auf keinen Fall in die Hausmülltonne, sondern auf den Wertstoffhof oder zurück in den Handel.</p> Quelle: Plan E </p><p> Die kommunale Abfallentsorgung: Von A-Z die richtige Antwort auf alle Besonderheiten <p>Die Produktvielfalt ist riesig – das spiegelt sich notgedrungen auch im Abfall wider. Aber nur wenn Stoffe getrennt gesammelt werden, können deren wertvollen Rohstoffe zurückgewonnen und im Kreislauf geführt werden. Für seltene, große oder auf andere Weise besondere Abfälle ist deshalb der kommunale Wertstoffhof bzw. die kommunale Abfallverwaltung immer die erste und beste Adresse. In der Regel finden sich alphabetisch sortierte Listen und Entsorgungswege auf den entsprechenden Webseiten Ihrer Kommune oder Ihres Landkreises.</p> <p>Für <strong>Sperrmüll </strong>wie Matratzen, Teppiche oder <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/umweltfreundliche-moebel-ressourcenschonung-einem">defekte Möbel</a> gibt es meist Abholsysteme mit spezieller Anmeldung. Für <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/haushalt-wohnen/weihnachtsbaum"><strong>Weihnachtsbäume</strong></a><strong>, Bauschutt, Altholz, </strong><a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/mobilitaet/autoreifen"><strong>Autoreifen</strong></a><strong>, Altöl</strong> und ähnliche Abfälle gibt es je nach Kommune spezielle Sammelstellen. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Entsorgungsträger oder auf der Website Ihrer Stadt.</p> <p><strong>Was Sie sonst noch tun können:&nbsp;</strong></p> <ul> <li>Achten Sie schon beim Einkauf darauf, (zukünftigen) Abfall zu vermeiden, in dem Sie sich fragen: Benötige ich das Produkt wirklich? Hat es eine gute, haltbare Qualität? Ist es reparierbar? Denn der beste Abfall ist der, der gar nicht erst entsteht.</li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/uebergreifende-tipps/reparieren"><strong>Reparieren</strong></a><strong> </strong>Sie möglichst defekte Geräte, Möbel oder Kleidung, bevor Sie diese durch neue ersetzen. Wie Sie Produkte so lange wie möglich nutzen, erfahren Sie in unserem <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/uebergreifende-tipps/produkte-laenger-nutzen">UBA-Umwelttipp „Produkte länger nutzen“</a>.</li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/uebergreifende-tipps/secondhand-teilen-tauschen-leihen"><strong>Geben Sie brauchbare Dinge weiter</strong></a> – über Secondhand-Shops, Tauschbörsen oder digitale Plattformen.</li> <li><strong>Vermeiden Sie unnötige Verpackungen</strong>, nutzen Sie Einkaufstaschen oder greifen Sie zu <strong>Mehrwegalternativen </strong>für Getränke und Essen. Weitere Hinweise finden Sie dazu bei den UBA-Umwelttipps zu <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/essen-trinken/mehrwegflaschen">Mehrwegflaschen</a> und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/haushalt-wohnen/plastiktueten">Plastiktüten</a>.</li> </ul> </p><p> Hintergrund <p><strong>Umweltsituation – Mülltrennung schützt Ressourcen und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klima">Klima</a>:</strong> Die getrennte Sammlung und Entsorgung von Abfällen ist die Grundlage für Recycling und für eine funktionierende <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/kreislaufwirtschaft">Kreislaufwirtschaft</a>. Abfälle, wie Verpackungen aus Kunststoff, Metall, Verbundmaterial, Glas oder Papier sowie Bioabfälle enthalten wertvolle Rohstoffe, die durch Recycling oftmals zurückgewonnen werden können. Das spart Energie, schont Ressourcen und vermeidet CO₂-Emissionen.</p> <p>Wenn Wertstoffe im Restmüll landen, gehen sie unwiederbringlich verloren, denn dort werden sie meist energetisch verwertet. Auch Fehlwürfe – also falsch sortierte Abfälle – erschweren die Aufbereitung und das Recycling.</p> <p>Mülltrennung hilft dem Klima: Schon heute spart das Verpackungsrecycling in Deutschland rund <strong>2 Millionen Tonnen CO₂</strong> jährlich ein. Bis 2030 könnten es laut einer Studie des Öko-Instituts 2,55 Millionen Tonnen sein – allein durch bessere Trennung im Haushalt.</p> <p><strong>Gesetzeslage – Mülltrennung ist gesetzlich vorgeschrieben:</strong> In Deutschland sind Verbraucher*innen laut <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/verpackdg/__38.html">Verpackungsrecht-Durchführungsgesetz (VerpackDG)</a> (§ 38)&nbsp;verpflichtet, Verpackungen getrennt zu entsorgen – nicht im Restmüll. Das gilt auch für Papier, Pappe und Altglas. Auch andere Abfallarten wie Elektrogeräte oder Batterien unterliegen laut <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/elektrog_2015/BJNR173910015.html">Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG)</a> sowie <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/battdg/BJNR0E90B0025.html">Batterierecht-Durchführungsgesetz (BattDG)</a> der Pflicht zur getrennten Sammlung und Rücknahmepflichten. Ziel der Regelungen ist es, Recycling zu fördern, Umweltbelastungen zu vermeiden und Fehlwürfe zu reduzieren.</p> </p><p>Informationen für...</p>

Goethe-Gymnasium Lichterfelde

Das Goethe-Gymnasium in Lichterfelde engagiert sich seit Jahren mit steigender Intensität im Bereich der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Die erfolgreiche Teilnahme an Projekten und Wettbewerben bezeugt das Engagement der Jugendlichen. Klimakonferenz Bisheriger Höhepunkt der Klimaschutzmaßnahmen am Goethe-Gymnasium ist die 2020 veranstaltete Klimakonferenz, an der Schülerinnen, Lehrer und Eltern teilnahmen. Zeitgleich stellt die Klimakonferenz des Goethe-Gymnasiums einen Neuanfang dar. Haben sich die Jugendlichen am Gymnasium bereits seit über zehn Jahren im Umwelt- und Klimaschutz engagiert, soll die Klimakonferenz als Anstoß dienen, einen verbindlichen Klimaschutzplan für die gesamte Schule zu etablieren und die verschiedenen Projekte zur nachhaltigen Entwicklung an der Schule zu koordinieren und weiterzuentwickeln. Weiterhin wurden konkrete Maßnahmen zum Klimaschutz an der Schule vorgeschlagen. Die Konferenz wurde weitestgehend selbstständig von den Teilnehmenden in der klassenübergreifenden Klima AG organisiert. Das Goethe-Gymnasium Lichterfelde ist die erste Schule Berlins, die eine profilierte BNE-Klasse eingerichtet hat. Das Profil der Futur3-Klasse sieht fächerverbindenden Unterricht, die Kooperation mit außerschulischen Lernorten sowie Stadt-, Kiez- und Schulprojekte – wie etwa die Organisation einer Kleidertauschbörse oder die Kartografie nachhaltiger Kleidungsläden im Kiez – vor. Die Entscheidung, die BNE-Bemühungen der Schule in einer Profilklasse zu institutionalisieren, ist nur konsequent. Sie ist der nächste große Schritt, um Klimabildung fest im Schulprogramm zu verankern und die seit Jahren vorbildliche Nachhaltigkeitsschule weiterzuentwickeln. Vier Bienenvölker bewohnen das Nachbargrundstück der Schule seit 2015. Zwei weitere Stöcke sollen bald hinzukommen. Unter Anleitung betreut die Bienen-AG des Gymnasiums die fleißigen Insekten, erntet den Honig und sorgt für eine bienenfreundliche Umgebung. Dazu gehört auch die Pflanzung einer Blumenwiese. Auch im Schulgarten, dem Reich der Garten AG „Goethe-Aktiv“ können sich die Bienen wohlfühlen. Für die ehemals trostlose Asphaltlandschaft begann 1999 die Umwandlung zur grünen Naturoase. Heute beherbergt der Garten Blumen, die das ganze Jahr über blühen, einen Obst- und Gemüsegarten, ein Feuchtbiotop mit Teich, ein Insektenhotel, einen Urwaldgarten, eine Streuobstwiese, Kompostierungsanlagen, Nistkästen, Kräuterspiralen und mehr. Die Ernte wird teilweise von der Schulcafeteria verarbeitet. Zudem stellen die Schülerinnen und Schüler selbst Marmeladen und Kräutersalben her. Der Schulgarten leistet einen wertvollen Beitrag zur Artenvielfalt in der Stadt und wurde bereits mehrfach ausgezeichnet. Das Goethe-Gymnasium Lichterfelde nimmt am elan-Klimaschutzprojekt des Bezirks Steglitz-Zehlendorf teil. Zentrales Ziel ist es, das Thema „Klimawandel, Klimaschutz und Anpassung an die Folgen des Klimawandels“ fest in die schulische Bildung zu integrieren. Das Projekt unterstützt Schulen dabei, einen ortsspezifischen Klimaschutzplan zu entwerfen. Das Goethe-Gymnasium befindet sich hier aktuell in der Planungs- und Entwurfsphase. Zudem werden Schülerinnen und Schüler dabei ermutigt, mit niedrigschwelligen Maßnahmen zu beginnen und die Herausforderungen nach und nach zu steigern. An dem Steglitzer Gymnasium sorgen seit 2015 etwa Klima-Lotsen für die Einhaltung grundlegender Regeln – etwa ökologisch sinnvoller Heiz- und Lüftungsmanagements. Das Engagement des Goethe-Gymnasiums erstreckt sich bereits auf über ein Jahrzehnt. Regelmäßige Projekttage und -wochen animieren die Schülerinnen und Schüler dazu, sich unter Anleitung durch die Klima AG mit der Thematik des Umweltschutzes auseinanderzusetzen und Lösungen für spezifische Bereiche zu entwickeln. In den vergangenen Jahren entwarfen die Jugendlichen zum Beispiel Goethe-Trinkflaschen als Alternative für Coffee-to-Go-Becher in der Schulcafeteria. 2015 ermittelte ein Energierundgang mit Thermografiemessungen die Energielecks der Schule. Weiteres Highlight ist der seit 2018 jährlich stattfinden CO 2 -Sparwettkampf zwischen den 10. Klassen. Darüber hinaus wurden bereits erste Räumlichkeiten mit stromsparenden LED-Leuchtmitteln ausgestattet. Ein schulweites Mülltrennungskonzept besteht seit 2019. Im selben Jahr beschlossen die Schülerinnen und Schüler bei einer Konferenz, bei Schul- und Klassenfahrten auf Flugreisen, wenn möglich, zu verzichten. Heiz-Management | Energierundgang | Stromsparendes Beleuchtungssystem | Ökologisches Schulessen | Abfallvermeidung | Abfalltrennung | Schulgarten | Biodiversität | Umweltfreundliche Klassenfahrten | Schulprogramm | Projekte An dem Goethe-Gymnasium in Lichterfelde unterrichten 76 Lehrkräfte rund 750 Schülerinnen und Schüler. Neben ihrem Engagement im Umweltbereich legt die Schule weitere Schwerpunkte auf MINT-Fächer, die musikalische Bildung und Medienkompetenz. Als „Schule mit Courage“ tritt das Gymnasium für Toleranz, Zusammenhalt, Offenheit und gegen Rassismus ein. Dem Namensgeber entsprechend gehen Gemeinschaft, Orientierung, Erziehung, Toleranz, Hilfsbereitschaft und Engagement an der Schule Hand in Hand. Umweltschule in Europa seit 2005 Bild: perfectlab/stock.adobe.com Weitere engagierte Schulen in Steglitz-Zehlendorf Übersicht: Diese Schulen in Steglitz-Zehlendorf engagieren sich besonders im Klima- und Umweltschutz. Weitere Informationen Bild: halfpoint/Depositphotos.com Handlungsfelder Ressourcenschutz, Nachhaltigkeit, Klimabildung: In diesen Bereichen engagieren sich Schülerinnen und Schüler aller Altersgruppen um nachhaltige Verbesserungen im Klimaschutz. Weitere Informationen

Basisstrategien für einen nachhaltigen Konsum und ein klimaneutrales Leben

<p> So behalten Sie den Überblick beim nachhaltigen Konsum und vergrößern dauerhaft Ihre persönliche Wirkung beim Klimaschutz: <ul> <li>Senken Sie Ihren persönlichen CO2-Fußabdruck geldsparend mit Effizienzmaßnahmen, wirksam mit Blick auf die Big Points und dauerhaft durch die Gestaltung Ihrer Alltagsstrukturen.</li> <li>Lassen Sie Ihr Geld für den <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> arbeiten durch klimafreundliche Geldanlagen und Spenden für den <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klima">Klima</a>- und Umweltschutz.</li> <li>Seien Sie Vorbild für andere und engagieren Sie sich nach Ihren Möglichkeiten im privaten und öffentlichen Umfeld.</li> <li>Ermitteln Sie Ihren Status Quo in Form einer persönlichen CO2-Bilanz mit dem <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a>-CO2-Rechner und leisten Sie verantwortungsbewusst einen Klimabeitrag für in der Vergangenheit verursachte Treibhausgasemissionen.&nbsp;</li> </ul> Gewusst wie <p>Es gibt unzählige Tipps und Ideen, wie wir einen persönlichen Beitrag zum <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> leisten können. Das macht es ganz schön schwierig, den Überblick zu behalten und sich nicht im Klein-Klein zu verzetteln. Welches sollte der nächste Schritt sein? Wie kann ich meine Wirksamkeit vergrößern? Und wie erreichen wir das anspruchsvolle Ziel eines klimaneutralen Lebens? Mit den folgenden Basisstrategien für einen nachhaltigen Konsum und ein klimaneutrales Leben behalten Sie den nötigen Überblick und steigern Ihren Impact. Sie erleben höhere Selbstwirksamkeit und schaffen die Voraussetzung für mehr Gelassenheit im klimafreundlichen Alltag.</p> Mit Energieeffizienz viel Geld sparen <p>Das Gleiche tun wie zuvor, nur mit weniger Aufwand – das ist die Grundidee der Effizienz. Und damit können Sie vor allem dort, wo Energie verbraucht wird, sehr viel Geld sparen. Zusätzlich zum Kaufpreis eines energiebetriebenen Produkts oder einer Investition ins Haus summieren sich im Laufe der Jahre Energiekosten, die den Kaufpreis um ein Vielfaches übersteigen können. Das Einsparpotenzial liegt in einem Haushalt bei mehreren hundert Euro und mehr pro Jahr. Es lohnt sich deshalb, die durch den Kauf beeinflussten zukünftigen Energiekosten genau zu prüfen („Lebenszykluskosten“): Ob beim Duschkopf oder bei der Haussanierung, bei Haushaltsgroßgeräten oder beim Autokauf. Bedenken Sie dabei, dass heutige Investitionen in höhere Energieeffizienz immer auch eine Versicherung gegenüber steigenden Energiepreisen in der Zukunft sind. Die Energieverbrauchskennzeichnung macht es bei vielen Produkten sehr leicht, die energieeffizienteste Variante zu finden. Eine erste Ideenliste für lohnende Energieeffizienzmaßnahmen finden Sie <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/deutschland-krisenfester-nachhaltiger-machen">hier</a>.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2294/bilder/eu-label_nicoelnino_fotolia_95320048_m.jpg"> </a> <strong> Durchblick beim Energieverbrauch mit der EU-Energieverbrauchskennzeichnung </strong> Quelle: NicoElNino / Fotolia Mit Big Points tonnenweise CO₂ vermeiden <p>Worum würden Sie sich eher bemühen: um 1 Euro oder 1 Million Euro zu bekommen? Unsere Alltagserfahrungen machen uns die Antwort leicht und lassen uns sofort die Größe des Unterschieds spüren. Bei der Umweltrelevanz fällt uns diese Bewertung hingegen schwer. Dabei bewegt sich die Wirksamkeit von allgemein vorgeschlagenen Umwelttipps (z.&nbsp;B. im Hinblick auf das CO2-Einsparpotenzial) in dieser Spannbreite von 1 zu 1 Million. Während eine Salatgurke ohne Plastikfolie oder ein eingesparter Coffee-to-go-Becher wenige Gramm CO2 einsparen, können die energetische Sanierung eines Wohngebäudes, eine Investition in erneuerbare Energien oder eine Spende für Klimaschutzprojekte schnell eine Tonne (d.&nbsp;h. 1 Million Gramm) und mehr CO2 pro Jahr einsparen.&nbsp;</p> <p>Der Blick auf die Big Points, die zentralen Stellschrauben eines nachhaltigen Konsums, ist deshalb für effektives Handeln zwingend: Energieerzeugung, Heizung und Warmwasser, Auto und Flugreisen sowie der Konsum tierischer Produkte. Dazu gehören auch Themen des sogenannten Handabdrucks wie Geldanlagen, Spenden oder persönliches Engagement (siehe unten). Mit wenigen solcher Big Points können wir im Durchschnitt unseren CO2-Fußabdruck sogar dauerhaft halbieren (siehe Abbildung). Nehmen Sie deshalb bei Ihrem Engagement für Umwelt und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klima">Klima</a> die Big Points in den Blick und vermeiden Sie so tonnenweise CO2 und andere Umweltwirkungen. Weitere Materialien hierzu finden Sie in der&nbsp;<a href="https://denkwerkstatt-konsum.umweltbundesamt.de/wirkung">Denkwerkstatt Konsum</a> oder beim&nbsp;<a href="https://nachhaltigerkonsum.info/aktionsmaterialien/fussabdruck">Kompetenzzentrum nachhaltiger Konsum</a>.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/knk_bigpoints_fussabdruck_2026.png"> </a> <strong> Mit Big Points den Fußabdruck halbieren </strong> <br> <p><strong>Große Wirkung, kleiner Fußabdruck:</strong> Schon gewusst? Mit gezielten Veränderungen wie dem Umstieg auf Ökostrom, E-Auto oder Carsharing lässt sich die persönliche Klimabilanz massiv entlasten.</p> Quelle: Kompetenzzentrum Nachhaltiger Konsum Mit cleveren Alltagsstrukturen Klimaschutz leicht machen <p>Wir müssen „einfach nur daran denken“ und können „ohne viel Aufwand“ oder „in nur wenigen Minuten“ viel Gutes für die Umwelt tun – so der Grundtenor vieler Umweltratgeber. Die Alltagserfahrung lehrt uns hingegen, dass jahrzehntelang eingefahrene Routinen, Alltagshektik und vielfältige, oft konkurrierende Zielsetzungen unsere guten Vorsätze immer wieder zunichtemachen können. Die Strategie aus diesem Dilemma lautet: Weniger sich selbst, denn die Alltags- und Entscheidungsstrukturen so ändern, dass <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> zum Normalfall wird. Klimaschutz passiert dann quasi automatisch, ohne dass wir ständig explizit daran denken müssen. Das funktioniert beim energieeffizienten Kühlschrank oder dem gedämmten Haus, bei der Monatskarte für den ÖPNV oder der LED-Leuchte, bei der Carsharing-Mitgliedschaft oder dem E-Auto, beim Ökostrom-Bezug, dem Balkonkraftwerk oder dem grünen Girokonto: Einmal umgesetzt, dauerhafte Klimaschutzwirkung.&nbsp;</p> <p>Diese Strategie erfordert zwar anfangs durchaus einen mehr oder weniger großen Aufwand. Dieser ist aber klar zeitlich begrenzt und Sie können danach einen großen Haken setzen. Im Ergebnis entlasten Sie damit Ihren Kopf und Ihren Alltag und gleichzeitig verstetigen und vergrößern Sie Ihren Klimaschutz-Impact. Auch Grundsatzentscheidungen wie z.&nbsp;B. für einen vegetarischen oder veganen Ernährungsstil oder für den Bioladen als zentrale Einkaufsstätte können in diesem Sinne entlastend gegenüber täglichen Einzelentscheidungen wirken. Weitere Infos finden Sie in unserer <a href="https://denkwerkstatt-konsum.umweltbundesamt.de/alltagsstrukturen-gestalten">Denkwerkstatt Konsum</a>.</p> Quelle: Umweltbundesamt/ Kompetenzzentrum Nachhaltiger Konsum 24.02.2026 Clever entscheiden, wirksam handeln: Mit wenig Aufwand viel fürs Klima tun <p><a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> muss nicht kompliziert sein. Viele Entscheidungen treffen wir nur einmal – und sparen damit im Alltag langfristig CO₂. Dieser Erklärfilm zeigt, wie wirkungsvoll einfache Maßnahmen sein können: etwa ein Sparduschkopf, effiziente Elektrogeräte, ein Konto bei einer nachhaltigen Bank oder ein eigenes Balkonkraftwerk.</p> <p>Weitere Informationen liefert das <a href="https://nachhaltigerkonsum.info/aktionsmaterialien/fussabdruck">Kompetenzzentrum Nachhaltiger Konsum</a>.</p> Mit klimafreundlicher Geldanlage in die Zukunft investieren <p>Eine nachhaltige, klimafreundliche Geldanlage gibt es in allen Risikokategorien: Vom einfachen Girokonto, über den abgesicherten Sparbrief bis hin zu risikobehafteteren Aktienfonds oder Direktbeteiligungen. Legen Sie deshalb Ihr Geld gemäß Ihres persönlichen Anlage- und Risikoprofils nachhaltig und klimafreundlich an. Das ist in doppelter Hinsicht besonders wirksam für den Umwelt- und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a>:</p> <ul> <li>Ob energetische Haussanierungen, der Bau von Windrädern oder die Finanzierung ökologischer Geschäftsideen: Der Umbau hin zu einer klimaneutralen und zukunftsfähigen Gesellschaft benötigt Geld. Mit Ihrer nachhaltigen Geldanlage unterstützen und ermöglichen Sie diesen Umbau direkt und profitieren gleichzeitig vom Zinsertrag.</li> <li>Investitionen in Projekte und Unternehmen binden häufig sehr langfristig Kapital und verfestigen damit hieraus resultierende Umweltschäden und Emissionen für die nächsten Jahre oder gar Jahrzehnte. Dies gilt insbesondere für Kohlekraftwerke, aber auch für Gebäude oder Maschinen. Umso wichtiger ist es für den Klimaschutz, dass heute kein Geld mehr in umwelt- und klimaschädliche Investitionen fließt.</li> </ul> <p>Sie entscheiden, welcher Bank Sie Ihr Geld für welche Investitionen anvertrauen. Legen Sie für diese Entscheidungen Ihre persönlichen Werte zugrunde, die ihnen auch gesellschaftlich und politisch wichtig sind. Weitere Informationen finden Sie in unserem Umwelttipp „<a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/haushalt-wohnen/nachhaltige-geldanlage">Nachhaltige Geldanlage</a>“.&nbsp;</p> Spenden für den Klimaschutz <p>Nachhaltiger Konsum und klimaneutrales Leben benötigen geeignete gesellschaftliche und politische Rahmenbedingungen. Starke Umwelt- und Klimaschutzorganisationen sind hierfür eine wichtige Voraussetzung. Sie begleiten Gesetzgebungsprozesse für Umwelt- und ⁠Klimaschutz, informieren die Öffentlichkeit, leisten wichtige Bildungsarbeit, aktivieren Menschen, decken Missstände auf⁠ und realisieren Natur- und Umweltschutzprojekte vor Ort. Für diese Arbeit benötigen sie nicht nur das Engagement ihrer Mitglieder, sondern auch in hohem Maße Spenden zur Finanzierung dieser Arbeiten. Dies gilt für große wie für kleine Organisationen.</p> <p>Mit Ihrer Spende für Umwelt- und Klimaschutzorganisationen vergrößern Sie somit die Reichweite und die Wirksamkeit Ihres Handelns. Mit regelmäßigen Beiträgen in Form z.&nbsp;B. einer Mitgliedschaft verringern Sie für sich selbst den Entscheidungsaufwand (siehe oben: „Alltagsstrukturen klimafreundlich gestalten“) und ermöglichen gleichzeitig den Organisationen eine höhere Planungssicherheit. Eine weitere Vereinfachung erzielen Sie, wenn Sie ein festes Jahresbudget für Ihre Spenden festlegen. Der Umweltethiker Prof. Bernward Gesang empfiehlt z.&nbsp;B. 4&nbsp;% des Jahreseinkommens und 1&nbsp;% der persönlichen Zeit zu spenden. Weitere Hinweise finden Sie in unserem Umwelttipp „<a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/uebergreifende-tipps/spenden-fuer-den-umwelt-klimaschutz">Spenden für den Umwelt- und Klimaschutz</a>“.&nbsp;</p> Mit persönlichem Engagement Steine ins Rollen bringen <p>Nachhaltiger Konsum und klimaneutrales Leben sind keine Privatangelegenheit, sondern eine Gemeinschaftsaufgabe. Sie benötigen deshalb nicht nur das Mitmachen, sondern auch das Vormachen und Weitersagen. Ob Fahrradtasche, Carsharing-Auto oder Solaranlage: Das vorgelebte und sichtbare Beispiel motiviert zum Nachmachen. Gute Ideen und Anregungen lassen sich im Familien- und Freundeskreis austauschen oder im Verein, am Arbeitsplatz oder in der Wohneigentümergemeinschaft einbringen. Durch zivilgesellschaftliches und politisches Engagement kann Umwelt- und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> in der Breite der Bevölkerung verankert werden. Auf diese Weise können Sie oft viel größere Umweltentlastungen als nur bei sich selbst erreichen.&nbsp;</p> <p>Seien Sie deshalb Vorbild für andere und engagieren Sie sich nach Ihren Möglichkeiten im privaten und öffentlichen Umfeld. Dabei gilt auch bei dieser Strategie: Jeder und jede hat unterschiedliche Möglichkeiten, Kompetenzen und Zeitressourcen beim persönlichen Engagement. Bleiben Sie realistisch bei der Einschätzung Ihrer Möglichkeiten und achten Sie auf ausreichend Selbstfürsorge und Regeneration bei Ihrem Engagement.&nbsp;</p> Mit der persönlichen CO₂-Bilanz Prioritäten setzen <p>Wo stehen wir mit unseren Anstrengungen beim nachhaltigen Konsum und beim Versuch klimaneutral zu leben? Bei der Vielzahl an Konsumentscheidungen, die wir ständig treffen, ist diese Frage gar nicht so einfach zu beantworten. Mit dem <a href="https://uba.co2-rechner.de/de_DE/">UBA-CO2-Rechner</a> gibt es ein einfaches Tool, mit dem Sie Ihre persönliche CO2-Bilanz erstellen und so eine erste Antwort auf diese Frage erhalten können. Der Rechner fokussiert methodisch bedingt v.&nbsp;a. auf den persönlichen Fußabdruck („CO2-Einsparung bei mir“) und berücksichtigt nur wenige Handlungsmöglichkeiten im Sinne des Handabdrucks („CO2-Einsparung mit und bei anderen“). Trotzdem ist er ein wichtiges strategisches Werkzeug: Was sind meine persönlichen Big Points? Wo liegen meine zentralen Handlungspotenziale? Wie stehe ich mit meinen Klimaschutzbemühungen im Vergleich zum deutschen Durchschnitt? Testen Sie es aus, geben Sie Ihrem Klimaengagement eine ehrliche Grundlage und finden Sie Ihren nächsten persönlichen Big Point auf dem Weg zu einem klimaneutralen Leben.&nbsp;</p> Mit Klimabeiträgen Verantwortung übernehmen <p>Mit einem durchschnittlichen CO2-Fußabdruck von rund 9,8 t CO2e in Deutschland sind wir noch weit vom Ziel eines klimaneutralen Lebens, d.&nbsp;h. von netto-null Treibhausgasemissionen entfernt. Wir müssen deshalb auch beim nachhaltigen Konsum verstärkt über „Tonnen“ und nicht über „Gramm“ oder „Kilogramm“ an CO2-Vermeidung sprechen. Mit dem Konzept des Klimabeitrags (ehemals „freiwillige CO2-Kompensation“) gibt es die Möglichkeit, durch Spenden für spezifische Klimaschutzprojekte tonnenweise CO2-Vermeidung anzustoßen. Wenn Sie dabei auf die Qualität der Klimaschutzprojekte und auf vertrauensvolle Anbieter achten, ist dies eine sehr gute Möglichkeit, <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> weltweit solidarisch und effektiv voranzubringen und gleichzeitig Verantwortung für die mit dem eigenen Konsum verbundenen Treibhausgasemissionen zu übernehmen. Als Orientierung für die Höhe des Klimabeitrags bietet sich der persönliche Fußabdruck an. Dieser misst die mit unserem Konsum verbundenen Treibhausgasemissionen i.d.R. des vergangenen Jahres, die wir aus individuellen, sozialen, gesellschaftlichen oder anderen Gründen letztlich nicht vermeiden konnten. Weitere Hinweise finden Sie in unserem Umwelttipp&nbsp;<a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/uebergreifende-tipps/kompensation-von-treibhausgasemissionen">Kompensation von Treibhausgasemissionen</a>.</p> Was Sie sonst noch tun können: <ul> <li><strong>Bleiben Sie mit unseren sechs Daumenregeln entscheidungsfähig.</strong> „Weniger Konsum ist mehr Umweltschutz“, „Produkte möglichst lange nutzen“, „Reparieren statt neu kaufen“, „Nutzen statt besitzen“, „Wärme effizient nutzen“ und „Mehr pflanzenbasiert, mehr Bio“. Diese Daumenregeln ermöglichen eine erste grobe Umwelteinschätzung und helfen vor allem bei kleineren Entscheidungen, ohne großen Zeitaufwand eine gute Wahl für den Umwelt- und Klimaschutz zu treffen. Mehr Infos zu den Daumenregeln finden Sie in unserer <a href="https://denkwerkstatt-konsum.umweltbundesamt.de/daumenregeln">Denkwerkstatt Konsum</a>.</li> <li><strong>Achten Sie auf Umweltsiegel.</strong> Bei einer Vielzahl von Einkaufsentscheidungen genügt die Kenntnis von fünf Umweltsiegeln, um die umweltfreundlicheren Produkte zu erkennen: EU-Energielabel (Auto, Elektrogeräte u.&nbsp;ä.&nbsp;m.), Bio-Siegel (Lebensmittel), Blauer Engel und EU Ecolabel (verschiedene Alltagsprodukte) sowie Grüner Knopf (Bekleidung). Lesen Sie unseren Umwelttipp <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/uebergreifende-tipps/siegel-label">Siegel und Label</a>.</li> <li><strong>Nutzen Sie unsere&nbsp;</strong><a href="https://www.umweltbundesamt.de/uba-umwelttipps"><strong>UBA-Umwelttipps</strong></a> für konkrete Entscheidungen. Auf rund 100 Themenseiten finden Sie praktische Tipps für nachhaltiges Handeln – einfach, verständlich und aktuell.</li> </ul> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/uba_infografiken_1545x775.jpg"> </a> <strong> Nachhaltiger einkaufen: Die 5 wichtigsten Umweltsiegel im Überblick </strong> <br><p>Orientierung im Siegel-Dschungel: Die Infografik zeigt, welche fünf etablierten Umweltsiegel beim Kauf von Lebensmitteln, Elektronik oder Kleidung die beste Orientierung für eine umweltfreundliche Wahl bieten.</p> Quelle: Umweltbundesamt (2025) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/uba_infografiken_1545x775.jpg">Bild herunterladen</a> (459,62 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/knk_daumenregel_960x1045.png"> </a> <strong> 6 Daumenregeln für mehr Nachhaltigkeit im Alltag </strong> <br><p><strong>Fahrplan für den Alltag: </strong>Mit diesen 6 Daumenregeln wird Nachhaltigkeit zur Routine.</p> Quelle: Kompetenzzentrum Nachhaltiger Konsum <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/knk_daumenregel_960x1045.png">Bild herunterladen</a> (278,42 kB) Weiter <i> </i> Vorherige <i> </i> Hintergrund Nachhaltiger Konsum <p><strong>Nachhaltiger Konsum</strong> steht für „dauerhaft global verallgemeinerbare Konsummuster“. Dabei beinhaltet Konsum die Bedürfnisbefriedigung mit Hilfe von Produkten und Dienstleistungen in den Phasen von Aneignung, Nutzung und Entsorgung. Hinter dieser abstrakten Definition versteckt sich eine sehr große Vielfalt:&nbsp;</p> <ul> <li>Tausende von Einzelentscheidungen in unterschiedlichsten Konsumfeldern (Wohnen, Mobilität, Ernährung, Bekleidung, …)</li> <li>Große Unterschiede bezüglich der zeitlichen und finanziellen Relevanz der Konsumentscheidungen (Güter des täglichen Bedarfs versus langlebige Gebrauchsgüter, einstellige versus vier- und mehrstellige Eurobeträge)</li> <li>Große Unterschiede bezüglich der sozialen und ökologischen Wirksamkeit („Peanuts versus Big Points“).</li> </ul> <p>Bereits zur Bewertung der ökologischen Relevanz müssen unterschiedliche Umweltwirkungskategorien miteinander verglichen werden: Treibhausgasemissionen, Flächenverbrauch, Bodenversauerung, Biodiversitätsverlust, Toxizität u.a.m. Eine Priorisierung von Maßnahmen sowie eine Formulierung von messbaren Zielen für nachhaltigen Konsum sind demnach besonders herausfordernd.&nbsp;Es überrascht deshalb nicht, dass in der Vergangenheit Debatten über und Priorisierungen von nachhaltigen Konsumentscheidungen vielfach dem Prinzip Zufall folgten. Mit der in den letzten Jahrzehnten zunehmend auf allen politischen Ebenen verankerten Zielstellung einer klimaneutralen Gesellschaft bekommt nachhaltiger Konsum jedoch&nbsp;erstmalig ein umfassendes, richtungssicheres und gut quantifizierbares Ziel an die Hand (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/zusammendenken-was-zusammengehoert-kommunaler">Umweltbundesamt 2020</a>).</p> <p><strong>Klimaneutralität</strong> ist nach dem völkerrechtlich verbindlichen Übereinkommen von Paris (2015) ein weltweit angestrebtes Ziel. Im Sinne der sogenannten „Netto-Null“ sollen positive und negative Effekte menschlichen Handelns in Summe keinen Einfluss auf das <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klima">Klima</a> haben. Im Bundes-Klimaschutzgesetz (KSG) ist verankert, dass in ganz Deutschland bis 2045 Netto-Treibhausgasneutralität und bis 2050 negative Treibhausgasemissionen erreicht werden müssen. Es ist deshalb klar, dass ein nachhaltiger Konsum auch ein klimaneutraler Konsum sein muss. Klimaneutralität ist aber nicht nur eine Mindestbedingung, sondern auch ein guter Wegweiser für nachhaltigen Konsum.&nbsp;</p> <p>In der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a>-Studie&nbsp;<a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/big-points-des-ressourcenschonenden-konsums-als">Big Points des ressourcenschonenden Konsums</a> konnte gezeigt werden, dass die „Big Points“ eines klimaneutralen Konsums auch in wesentlichen Bereichen die „Big Points“ eines nachhaltigen Konsums sind: Art der Energieerzeugung, Automobilität und Flugreisen, Wohnfläche und Dämmstandard, Konsum tierischer Produkte und das Konsumniveau insgesamt sind hier zu nennen. Obwohl demnach nachhaltiger Konsum viel mehr Umweltaspekte als nur <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> beinhaltet, führt der Fokus auf das „smarte“ Ziel der Klimaneutralität dazu, dass nachhaltiger Konsum umfassender und anspruchsvoller strategisch angegangen werden kann. Klimaneutral leben ist demnach aktuell das zentrale „Schlüsselziel“ für die Förderung nachhaltiger Konsummuster. Diese Aussage gilt auch, wenn man umfassendere Konzepte wie das Konzept der Planetaren Grenzen zugrunde legt.</p> <p><strong>Die UBA-Studie&nbsp;</strong><a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/die-grenzen-des-konsums"><strong>Grenzen des Konsums</strong></a> untersucht, wie Lebensstile im Jahr 2050 aussehen könnten, die innerhalb planetarer Grenzen bleiben und gleichzeitig anschlussfähig an heutige Konsummuster in Deutschland sind. Im Ergebnis zeigt sich, dass sich nötige Anpassungen bei individuellen Konsumgewohnheiten dann in Grenzen halten würden, wenn v.&nbsp;a. die Umstellung der Energieerzeugung auf erneuerbare Energien zügig und vollständig erreicht wird. Aber auch in einer klimaneutralen, postfossilen Welt werden dann&nbsp;Ernährung, Mobilität und Wohnen die aus Umweltperspektive prioritären Bedarfsfelder eines nachhaltigen Konsums bleiben.</p> CO₂-Fußabdruck <p><strong>Der CO2-Fußabdruck</strong> ist ein etabliertes Konzept der Umweltforschung, das die <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimawirkung">Klimawirkung</a> einer Handlung, eines Produktes, einer Organisation (z.&nbsp;B. Unternehmen oder Verwaltung), einer Region (z.B. Staat oder Kommune) oder auch einer Person erfasst und in der Einheit CO2-Äquivalente (CO2e) beziffert. Dies ermöglicht die Analyse des Status Quo, die Identifikation von Hotspots, den Vergleich mit anderen, das <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/monitoring">Monitoring</a> über die Zeit, die Bezifferung von Minderungszielen oder die strategische Ausrichtung auf das Ziel der Klimaneutralität.&nbsp;</p> <p><strong>Beim persönlichen CO2-Fußabdruck</strong> werden dabei alle Treibhausgasemissionen auf die einzelnen Konsumfelder wie Wohnen, Mobilität und Ernährung aufgeteilt. Dabei wird der ganze Lebensweg von Gütern und Dienstleistungen von der Herstellung über den Transport, den Ge- und Verbrauch bis hin zur Entsorgung berücksichtigt. Diese methodisch motivierte Zuteilung aller Emissionen auf die Endverbraucher*innen darf nicht als Verantwortungszuschreibung missverstanden werden. Der CO2-Fußabdruck zeigt auf, wo bzw. wofür die Treibhausgasemissionen entstehen. Er trifft aber keine normative Aussage darüber, wer dafür in welcher Höhe verantwortlich ist. So ist z.&nbsp;B. die Höhe der Heizemissionen von Gebäuden nicht nur abhängig vom Lüftungs- und Heizverhalten der Bewohner*innen, sondern in hohem Maße vom Dämmstandard und der Heiztechnik des Gebäudes. Diese wiederum sind Resultat von staatlichen Anreizstrukturen, von Ge- und Verboten, der Stadtplanung, von Markt- und Informationsangeboten u.v.a.m. Darüber hinaus gilt: Wohneigentümer*innen haben andere Handlungsmöglichkeiten als Mieter*innen, Familien andere als Singles, Menschen mit höherem Einkommen andere als Menschen mit niedrigerem Einkommen. Um den Wirkraum von Individuen beim <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> umfassend betrachten und bewerten zu können, muss deshalb zum einen der persönliche CO2-Fußabdruck vor dem Hintergrund des jeweiligen Lebenskontextes interpretiert werden. Zum anderen ist es notwendig, nicht nur den persönlichen CO2-Fußabdruck mit seinen methodischen Grenzen, sondern auch den CO2-Handabdruck, d.&nbsp;h. das Wirken von Einzelnen auf die Gesellschaft, in den Blick zu nehmen. Nur so werden&nbsp;alle relevanten individuellen Handlungshebel für mehr Klimaschutz sichtbar.</p> CO₂-Handabdruck <p><strong>Der persönliche CO2-Handabdruck</strong> umfasst alle „CO2-Einsparungen mit und bei anderen“, die ich durch mein Tun anstoße. Hierdurch reduziere ich demnach nicht meinen, wohl aber den CO2-Fußabdruck anderer Menschen. Damit ist er eine wichtige konzeptionelle Ergänzung zum persönlichen CO2-Fußabdruck, der nur die „CO2-Einsparungen bei sich selbst“ im Blick hat.&nbsp;</p> <p>Das beginnt bei Maßnahmen, die automatisch die Emissionen mehrerer Menschen verkleinern. Sparduschkopf und Balkonkraftwerk sparen Energie und CO2 für alle Haushaltsmitbewohner*innen. Mein persönlicher CO2-Fußabdruck mindert sich aber nur entsprechend meines Wohnanteils, selbst wenn ich der Hauptinitiator der Maßnahme war. Der CO2-Fußabdruck unterschätzt damit meinen Beitrag zum <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> und lässt die Maßnahme kleiner erscheinen, als sie ist. Andere individuelle Handlungshebel wie klimafreundliche Geldanlage oder Spenden haben gar keinen Einfluss auf meine persönlichen Emissionen und können trotzdem eine hohe <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimawirkung">Klimawirkung</a> haben. Klimaschutzengagement wie das Gespräch im Freundeskreis, Initiativen am Arbeitsplatz (z.&nbsp;B. für betriebliches Carsharing oder für ein Energiemanagementsystem) können methodisch im CO2-Fußabdruck ebenfalls nicht abgebildet werden, obwohl ihr Einsparpotenzial schnell über die Höhe des eigenen Fußabdrucks hinausgehen kann. Das gilt schließlich auch für zivilgesellschaftliches Engagement. Die Klimawirkung lässt sich i.d.R. weder beziffern noch auf die vielen beteiligten Menschen „aufteilen“.&nbsp;</p> <p>Während die Vermeidungsleistung beim CO2-Fußabdruck durch dessen Höhe beschränkt ist, ist die potenzielle Klimawirkung beim Handabdruck zwar auch u.&nbsp;a. abhängig von Entscheidungsmacht, Handlungskompetenz, Zeit- und Geldrestriktionen, aber vom Grundsatz her „nach oben offen“. Im Konzept des Handabdrucks spiegeln sich die unterschiedlichen Rollen, die wir innehaben. Wir sind nicht nur Verbraucher*innen, sondern immer auch Bürger*innen und Mitarbeiter*innen in Organisationen.&nbsp;</p> Quelle: Umweltbundesamt/ Kompetenzzentrum Nachhaltiger Konsum 24.02.2026 Der ökologische Handabdruck <p>Den CO2-Fußabdruck kennt jede*r. Aber wie sieht es mit dem Handabdruck aus? Der ökologische Handabdruck bildet das Gegenstück zum Fußabdruck. Er steht für die Handlungen, mit denen CO2-Einsparungen bei anderen Personen unterstützt werden können, also das Mitwirken an gesellschaftlichen Veränderungen. Die Idee lautet: Fußabdruck verkleinern, Handabdruck vergrößern. Wie unterschiedlich der Handabdruck aussehen kann, sehen Sie im Erklärvideo. Weitere Informationen liefert das <a href="https://nachhaltigerkonsum.info/aktionsmaterialien/handabdruck">Kompetenzzentrum Nachhaltiger Konsum</a>.</p> UBA-CO₂-Rechner <p><strong>Der UBA-CO2-Rechner</strong> ermöglicht die einfache und schnelle Bestimmung einer persönlichen CO2-Bilanz. Er berücksichtigt neben CO2 auch weitere klimawirksame Gase wie Lachgas (N2O) und Methan (CH4), wenn hierfür Daten vorliegen.&nbsp;Beim Flugverkehr werden zudem weitere klimawirksame Nicht-CO2-Effekte wie Zirruswolken berücksichtigt. Die Bilanzierung erfolgt verbrauchsbezogen. Im Gegensatz zur territorialen Bilanzierung z.&nbsp;B. der nationalen Treibhausgasbilanzierung, die alle Treibhausgasemissionen innerhalb von Deutschland berücksichtigt, werden bei der verbrauchsbezogenen Bilanzierung auch die Emissionen aus Exporten und Importen berücksichtigt. Produkte, die im Ausland hergestellt wurden, werden demnach im UBA-CO2-Rechner berücksichtigt. Dies ergibt ein realistischeres Bild über die mit unserem Konsum verbundenen Treibhausgasemissionen. Die unterschiedlichen Bilanzierungsansätze erklären auch, weshalb sich die Werte im UBA-CO2-Rechner für die durchschnittlichen Pro-Kopf-Treibhausgasemissionen in Deutschland von den Werten in der nationalen Treibhausgasbilanz unterscheiden können.&nbsp;</p> <p>Der UBA-CO2-Rechner fokussiert v.&nbsp;a. auf Verhaltensweisen bzw. Konsumentscheidungen, die für die Höhe der persönlichen Treibhausgasbilanz besonders relevant und gut erfassbar sind, um den Aufwand für Nutzer*innen möglichst gering zu halten. Mit dieser Vorgehensweise können trotzdem die Werte für Heizen, Strom und Mobilität sehr gut bestimmt werden. Im Bereich sonstiger Konsum führen hingegen die Vielzahl und Heterogenität der Konsumentscheidungen sowie Datenlücken zu höheren Unsicherheiten in der Berechnung.&nbsp;</p> <p>Die Fragen und damit auch die CO2-Bilanz beziehen sich auf ein Jahr. Aufgrund der sehr hohen Relevanz von saisonalen Konsumentscheidungen (insbesondere Heizen im Winter und Urlaubsreisen) sind kürzere Bezugszeiträume für eine CO2-Bilanz nicht aussagekräftig. Neben dem CO2-Fußabdruck, d.&nbsp;h. den auf den individuellen Konsum zurechenbaren Treibhausgasemissionen, berücksichtigt der UBA-CO2-Rechner auch in Ansätzen den persönlichen CO2-Handabdruck (z.B. Einspeisung von Solarstrom oder Klimabeiträge). Eine detaillierte Erläuterung über das Konzept des UBA-CO2-Rechners sowie seiner Berechnungs- und Datengrundlagen finden Sie in Studie <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/der-uba-co2-rechner-fuer-privatpersonen-0">Der UBA-CO2-Rechner für Privatpersonen: Hintergrundinformationen zur Version 5.0</a>.</p> Quellen <ul> <li>Umweltbundesamt (2020):&nbsp;<a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/big-points-des-ressourcenschonenden-konsums-als">Big Points des ressourcenschonenden Konsums</a>&nbsp;als Thema für die Verbraucherberatung – mehr als Energieeffizienz und Klimaschutz. Studie im Rahmen des Projekts „Verbraucherberatung als Baustein einer erfolgreichen Ressourcenpolitik“.</li> <li>Umweltbundesamt (2020): Zusammendenken, was zusammengehört:&nbsp;<a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/zusammendenken-was-zusammengehoert-kommunaler">Kommunaler Klimaschutz und nachhaltiger Konsum</a>.</li> <li>Umweltbundesamt (2020):&nbsp;<a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/klimaneutrale-regionen-kommunen-als-metastrategie">Klimaneutrale Regionen und Kommunen als Metastrategie zur Förderung nachhaltiger Lebensstile</a>: Empirische Analyse und Entwicklung von politischen Handlungsempfehlungen.</li> <li>Umweltbundesamt (2024):&nbsp;<a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/die-grenzen-des-konsums">Die Grenzen des Konsums</a>. Nachhaltiger Konsum unter der Berücksichtigung von planetaren Grenzen und globalen Wachstumsdynamiken</li> <li>Umweltbundesamt (2025): <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/der-uba-co2-rechner-fuer-privatpersonen-0">Der UBA-CO2-Rechner für Privatpersonen</a>: Hintergrundinformationen zur Version 5.0</li> </ul> </p><p> So behalten Sie den Überblick beim nachhaltigen Konsum und vergrößern dauerhaft Ihre persönliche Wirkung beim Klimaschutz: <ul> <li>Senken Sie Ihren persönlichen CO2-Fußabdruck geldsparend mit Effizienzmaßnahmen, wirksam mit Blick auf die Big Points und dauerhaft durch die Gestaltung Ihrer Alltagsstrukturen.</li> <li>Lassen Sie Ihr Geld für den <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> arbeiten durch klimafreundliche Geldanlagen und Spenden für den <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klima">Klima</a>- und Umweltschutz.</li> <li>Seien Sie Vorbild für andere und engagieren Sie sich nach Ihren Möglichkeiten im privaten und öffentlichen Umfeld.</li> <li>Ermitteln Sie Ihren Status Quo in Form einer persönlichen CO2-Bilanz mit dem <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a>-CO2-Rechner und leisten Sie verantwortungsbewusst einen Klimabeitrag für in der Vergangenheit verursachte Treibhausgasemissionen.&nbsp;</li> </ul> </p><p> Gewusst wie <p>Es gibt unzählige Tipps und Ideen, wie wir einen persönlichen Beitrag zum <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> leisten können. Das macht es ganz schön schwierig, den Überblick zu behalten und sich nicht im Klein-Klein zu verzetteln. Welches sollte der nächste Schritt sein? Wie kann ich meine Wirksamkeit vergrößern? Und wie erreichen wir das anspruchsvolle Ziel eines klimaneutralen Lebens? Mit den folgenden Basisstrategien für einen nachhaltigen Konsum und ein klimaneutrales Leben behalten Sie den nötigen Überblick und steigern Ihren Impact. Sie erleben höhere Selbstwirksamkeit und schaffen die Voraussetzung für mehr Gelassenheit im klimafreundlichen Alltag.</p> </p><p> Mit Energieeffizienz viel Geld sparen <p>Das Gleiche tun wie zuvor, nur mit weniger Aufwand – das ist die Grundidee der Effizienz. Und damit können Sie vor allem dort, wo Energie verbraucht wird, sehr viel Geld sparen. Zusätzlich zum Kaufpreis eines energiebetriebenen Produkts oder einer Investition ins Haus summieren sich im Laufe der Jahre Energiekosten, die den Kaufpreis um ein Vielfaches übersteigen können. Das Einsparpotenzial liegt in einem Haushalt bei mehreren hundert Euro und mehr pro Jahr. Es lohnt sich deshalb, die durch den Kauf beeinflussten zukünftigen Energiekosten genau zu prüfen („Lebenszykluskosten“): Ob beim Duschkopf oder bei der Haussanierung, bei Haushaltsgroßgeräten oder beim Autokauf. Bedenken Sie dabei, dass heutige Investitionen in höhere Energieeffizienz immer auch eine Versicherung gegenüber steigenden Energiepreisen in der Zukunft sind. Die Energieverbrauchskennzeichnung macht es bei vielen Produkten sehr leicht, die energieeffizienteste Variante zu finden. Eine erste Ideenliste für lohnende Energieeffizienzmaßnahmen finden Sie <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/deutschland-krisenfester-nachhaltiger-machen">hier</a>.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2294/bilder/eu-label_nicoelnino_fotolia_95320048_m.jpg"> </a> <strong> Durchblick beim Energieverbrauch mit der EU-Energieverbrauchskennzeichnung </strong> Quelle: NicoElNino / Fotolia </p><p> Mit Big Points tonnenweise CO₂ vermeiden <p>Worum würden Sie sich eher bemühen: um 1 Euro oder 1 Million Euro zu bekommen? Unsere Alltagserfahrungen machen uns die Antwort leicht und lassen uns sofort die Größe des Unterschieds spüren. Bei der Umweltrelevanz fällt uns diese Bewertung hingegen schwer. Dabei bewegt sich die Wirksamkeit von allgemein vorgeschlagenen Umwelttipps (z.&nbsp;B. im Hinblick auf das CO2-Einsparpotenzial) in dieser Spannbreite von 1 zu 1 Million. Während eine Salatgurke ohne Plastikfolie oder ein eingesparter Coffee-to-go-Becher wenige Gramm CO2 einsparen, können die energetische Sanierung eines Wohngebäudes, eine Investition in erneuerbare Energien oder eine Spende für Klimaschutzprojekte schnell eine Tonne (d.&nbsp;h. 1 Million Gramm) und mehr CO2 pro Jahr einsparen.&nbsp;</p> <p>Der Blick auf die Big Points, die zentralen Stellschrauben eines nachhaltigen Konsums, ist deshalb für effektives Handeln zwingend: Energieerzeugung, Heizung und Warmwasser, Auto und Flugreisen sowie der Konsum tierischer Produkte. Dazu gehören auch Themen des sogenannten Handabdrucks wie Geldanlagen, Spenden oder persönliches Engagement (siehe unten). Mit wenigen solcher Big Points können wir im Durchschnitt unseren CO2-Fußabdruck sogar dauerhaft halbieren (siehe Abbildung). Nehmen Sie deshalb bei Ihrem Engagement für Umwelt und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klima">Klima</a> die Big Points in den Blick und vermeiden Sie so tonnenweise CO2 und andere Umweltwirkungen. Weitere Materialien hierzu finden Sie in der&nbsp;<a href="https://denkwerkstatt-konsum.umweltbundesamt.de/wirkung">Denkwerkstatt Konsum</a> oder beim&nbsp;<a href="https://nachhaltigerkonsum.info/aktionsmaterialien/fussabdruck">Kompetenzzentrum nachhaltiger Konsum</a>.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/knk_bigpoints_fussabdruck_2026.png"> </a> <strong> Mit Big Points den Fußabdruck halbieren </strong> <br> <p><strong>Große Wirkung, kleiner Fußabdruck:</strong> Schon gewusst? Mit gezielten Veränderungen wie dem Umstieg auf Ökostrom, E-Auto oder Carsharing lässt sich die persönliche Klimabilanz massiv entlasten.</p> Quelle: Kompetenzzentrum Nachhaltiger Konsum </p><p> Mit cleveren Alltagsstrukturen Klimaschutz leicht machen <p>Wir müssen „einfach nur daran denken“ und können „ohne viel Aufwand“ oder „in nur wenigen Minuten“ viel Gutes für die Umwelt tun – so der Grundtenor vieler Umweltratgeber. Die Alltagserfahrung lehrt uns hingegen, dass jahrzehntelang eingefahrene Routinen, Alltagshektik und vielfältige, oft konkurrierende Zielsetzungen unsere guten Vorsätze immer wieder zunichtemachen können. Die Strategie aus diesem Dilemma lautet: Weniger sich selbst, denn die Alltags- und Entscheidungsstrukturen so ändern, dass <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> zum Normalfall wird. Klimaschutz passiert dann quasi automatisch, ohne dass wir ständig explizit daran denken müssen. Das funktioniert beim energieeffizienten Kühlschrank oder dem gedämmten Haus, bei der Monatskarte für den ÖPNV oder der LED-Leuchte, bei der Carsharing-Mitgliedschaft oder dem E-Auto, beim Ökostrom-Bezug, dem Balkonkraftwerk oder dem grünen Girokonto: Einmal umgesetzt, dauerhafte Klimaschutzwirkung.&nbsp;</p> <p>Diese Strategie erfordert zwar anfangs durchaus einen mehr oder weniger großen Aufwand. Dieser ist aber klar zeitlich begrenzt und Sie können danach einen großen Haken setzen. Im Ergebnis entlasten Sie damit Ihren Kopf und Ihren Alltag und gleichzeitig verstetigen und vergrößern Sie Ihren Klimaschutz-Impact. Auch Grundsatzentscheidungen wie z.&nbsp;B. für einen vegetarischen oder veganen Ernährungsstil oder für den Bioladen als zentrale Einkaufsstätte können in diesem Sinne entlastend gegenüber täglichen Einzelentscheidungen wirken. Weitere Infos finden Sie in unserer <a href="https://denkwerkstatt-konsum.umweltbundesamt.de/alltagsstrukturen-gestalten">Denkwerkstatt Konsum</a>.</p> Quelle: Umweltbundesamt/ Kompetenzzentrum Nachhaltiger Konsum 24.02.2026 Clever entscheiden, wirksam handeln: Mit wenig Aufwand viel fürs Klima tun <p><a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> muss nicht kompliziert sein. Viele Entscheidungen treffen wir nur einmal – und sparen damit im Alltag langfristig CO₂. Dieser Erklärfilm zeigt, wie wirkungsvoll einfache Maßnahmen sein können: etwa ein Sparduschkopf, effiziente Elektrogeräte, ein Konto bei einer nachhaltigen Bank oder ein eigenes Balkonkraftwerk.</p> <p>Weitere Informationen liefert das <a href="https://nachhaltigerkonsum.info/aktionsmaterialien/fussabdruck">Kompetenzzentrum Nachhaltiger Konsum</a>.</p> </p><p> Mit klimafreundlicher Geldanlage in die Zukunft investieren <p>Eine nachhaltige, klimafreundliche Geldanlage gibt es in allen Risikokategorien: Vom einfachen Girokonto, über den abgesicherten Sparbrief bis hin zu risikobehafteteren Aktienfonds oder Direktbeteiligungen. Legen Sie deshalb Ihr Geld gemäß Ihres persönlichen Anlage- und Risikoprofils nachhaltig und klimafreundlich an. Das ist in doppelter Hinsicht besonders wirksam für den Umwelt- und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a>:</p> <ul> <li>Ob energetische Haussanierungen, der Bau von Windrädern oder die Finanzierung ökologischer Geschäftsideen: Der Umbau hin zu einer klimaneutralen und zukunftsfähigen Gesellschaft benötigt Geld. Mit Ihrer nachhaltigen Geldanlage unterstützen und ermöglichen Sie diesen Umbau direkt und profitieren gleichzeitig vom Zinsertrag.</li> <li>Investitionen in Projekte und Unternehmen binden häufig sehr langfristig Kapital und verfestigen damit hieraus resultierende Umweltschäden und Emissionen für die nächsten Jahre oder gar Jahrzehnte. Dies gilt insbesondere für Kohlekraftwerke, aber auch für Gebäude oder Maschinen. Umso wichtiger ist es für den Klimaschutz, dass heute kein Geld mehr in umwelt- und klimaschädliche Investitionen fließt.</li> </ul> <p>Sie entscheiden, welcher Bank Sie Ihr Geld für welche Investitionen anvertrauen. Legen Sie für diese Entscheidungen Ihre persönlichen Werte zugrunde, die ihnen auch gesellschaftlich und politisch wichtig sind. Weitere Informationen finden Sie in unserem Umwelttipp „<a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/haushalt-wohnen/nachhaltige-geldanlage">Nachhaltige Geldanlage</a>“.&nbsp;</p> </p><p> Spenden für den Klimaschutz <p>Nachhaltiger Konsum und klimaneutrales Leben benötigen geeignete gesellschaftliche und politische Rahmenbedingungen. Starke Umwelt- und Klimaschutzorganisationen sind hierfür eine wichtige Voraussetzung. Sie begleiten Gesetzgebungsprozesse für Umwelt- und ⁠Klimaschutz, informieren die Öffentlichkeit, leisten wichtige Bildungsarbeit, aktivieren Menschen, decken Missstände auf⁠ und realisieren Natur- und Umweltschutzprojekte vor Ort. Für diese Arbeit benötigen sie nicht nur das Engagement ihrer Mitglieder, sondern auch in hohem Maße Spenden zur Finanzierung dieser Arbeiten. Dies gilt für große wie für kleine Organisationen.</p> <p>Mit Ihrer Spende für Umwelt- und Klimaschutzorganisationen vergrößern Sie somit die Reichweite und die Wirksamkeit Ihres Handelns. Mit regelmäßigen Beiträgen in Form z.&nbsp;B. einer Mitgliedschaft verringern Sie für sich selbst den Entscheidungsaufwand (siehe oben: „Alltagsstrukturen klimafreundlich gestalten“) und ermöglichen gleichzeitig den Organisationen eine höhere Planungssicherheit. Eine weitere Vereinfachung erzielen Sie, wenn Sie ein festes Jahresbudget für Ihre Spenden festlegen. Der Umweltethiker Prof. Bernward Gesang empfiehlt z.&nbsp;B. 4&nbsp;% des Jahreseinkommens und 1&nbsp;% der persönlichen Zeit zu spenden. Weitere Hinweise finden Sie in unserem Umwelttipp „<a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/uebergreifende-tipps/spenden-fuer-den-umwelt-klimaschutz">Spenden für den Umwelt- und Klimaschutz</a>“.&nbsp;</p> </p><p> Mit persönlichem Engagement Steine ins Rollen bringen <p>Nachhaltiger Konsum und klimaneutrales Leben sind keine Privatangelegenheit, sondern eine Gemeinschaftsaufgabe. Sie benötigen deshalb nicht nur das Mitmachen, sondern auch das Vormachen und Weitersagen. Ob Fahrradtasche, Carsharing-Auto oder Solaranlage: Das vorgelebte und sichtbare Beispiel motiviert zum Nachmachen. Gute Ideen und Anregungen lassen sich im Familien- und Freundeskreis austauschen oder im Verein, am Arbeitsplatz oder in der Wohneigentümergemeinschaft einbringen. Durch zivilgesellschaftliches und politisches Engagement kann Umwelt- und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> in der Breite der Bevölkerung verankert werden. Auf diese Weise können Sie oft viel größere Umweltentlastungen als nur bei sich selbst erreichen.&nbsp;</p> <p>Seien Sie deshalb Vorbild für andere und engagieren Sie sich nach Ihren Möglichkeiten im privaten und öffentlichen Umfeld. Dabei gilt auch bei dieser Strategie: Jeder und jede hat unterschiedliche Möglichkeiten, Kompetenzen und Zeitressourcen beim persönlichen Engagement. Bleiben Sie realistisch bei der Einschätzung Ihrer Möglichkeiten und achten Sie auf ausreichend Selbstfürsorge und Regeneration bei Ihrem Engagement.&nbsp;</p> </p><p> Mit der persönlichen CO₂-Bilanz Prioritäten setzen <p>Wo stehen wir mit unseren Anstrengungen beim nachhaltigen Konsum und beim Versuch klimaneutral zu leben? Bei der Vielzahl an Konsumentscheidungen, die wir ständig treffen, ist diese Frage gar nicht so einfach zu beantworten. Mit dem <a href="https://uba.co2-rechner.de/de_DE/">UBA-CO2-Rechner</a> gibt es ein einfaches Tool, mit dem Sie Ihre persönliche CO2-Bilanz erstellen und so eine erste Antwort auf diese Frage erhalten können. Der Rechner fokussiert methodisch bedingt v.&nbsp;a. auf den persönlichen Fußabdruck („CO2-Einsparung bei mir“) und berücksichtigt nur wenige Handlungsmöglichkeiten im Sinne des Handabdrucks („CO2-Einsparung mit und bei anderen“). Trotzdem ist er ein wichtiges strategisches Werkzeug: Was sind meine persönlichen Big Points? Wo liegen meine zentralen Handlungspotenziale? Wie stehe ich mit meinen Klimaschutzbemühungen im Vergleich zum deutschen Durchschnitt? Testen Sie es aus, geben Sie Ihrem Klimaengagement eine ehrliche Grundlage und finden Sie Ihren nächsten persönlichen Big Point auf dem Weg zu einem klimaneutralen Leben.&nbsp;</p> </p><p> Mit Klimabeiträgen Verantwortung übernehmen <p>Mit einem durchschnittlichen CO2-Fußabdruck von rund 9,8 t CO2e in Deutschland sind wir noch weit vom Ziel eines klimaneutralen Lebens, d.&nbsp;h. von netto-null Treibhausgasemissionen entfernt. Wir müssen deshalb auch beim nachhaltigen Konsum verstärkt über „Tonnen“ und nicht über „Gramm“ oder „Kilogramm“ an CO2-Vermeidung sprechen. Mit dem Konzept des Klimabeitrags (ehemals „freiwillige CO2-Kompensation“) gibt es die Möglichkeit, durch Spenden für spezifische Klimaschutzprojekte tonnenweise CO2-Vermeidung anzustoßen. Wenn Sie dabei auf die Qualität der Klimaschutzprojekte und auf vertrauensvolle Anbieter achten, ist dies eine sehr gute Möglichkeit, <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> weltweit solidarisch und effektiv voranzubringen und gleichzeitig Verantwortung für die mit dem eigenen Konsum verbundenen Treibhausgasemissionen zu übernehmen. Als Orientierung für die Höhe des Klimabeitrags bietet sich der persönliche Fußabdruck an. Dieser misst die mit unserem Konsum verbundenen Treibhausgasemissionen i.d.R. des vergangenen Jahres, die wir aus individuellen, sozialen, gesellschaftlichen oder anderen Gründen letztlich nicht vermeiden konnten. Weitere Hinweise finden Sie in unserem Umwelttipp&nbsp;<a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/uebergreifende-tipps/kompensation-von-treibhausgasemissionen">Kompensation von Treibhausgasemissionen</a>.</p> Was Sie sonst noch tun können: <ul> <li><strong>Bleiben Sie mit unseren sechs Daumenregeln entscheidungsfähig.</strong> „Weniger Konsum ist mehr Umweltschutz“, „Produkte möglichst lange nutzen“, „Reparieren statt neu kaufen“, „Nutzen statt besitzen“, „Wärme effizient nutzen“ und „Mehr pflanzenbasiert, mehr Bio“. Diese Daumenregeln ermöglichen eine erste grobe Umwelteinschätzung und helfen vor allem bei kleineren Entscheidungen, ohne großen Zeitaufwand eine gute Wahl für den Umwelt- und Klimaschutz zu treffen. Mehr Infos zu den Daumenregeln finden Sie in unserer <a href="https://denkwerkstatt-konsum.umweltbundesamt.de/daumenregeln">Denkwerkstatt Konsum</a>.</li> <li><strong>Achten Sie auf Umweltsiegel.</strong> Bei einer Vielzahl von Einkaufsentscheidungen genügt die Kenntnis von fünf Umweltsiegeln, um die umweltfreundlicheren Produkte zu erkennen: EU-Energielabel (Auto, Elektrogeräte u.&nbsp;ä.&nbsp;m.), Bio-Siegel (Lebensmittel), Blauer Engel und EU Ecolabel (verschiedene Alltagsprodukte) sowie Grüner Knopf (Bekleidung). Lesen Sie unseren Umwelttipp <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/uebergreifende-tipps/siegel-label">Siegel und Label</a>.</li> <li><strong>Nutzen Sie unsere&nbsp;</strong><a href="https://www.umweltbundesamt.de/uba-umwelttipps"><strong>UBA-Umwelttipps</strong></a> für konkrete Entscheidungen. Auf rund 100 Themenseiten finden Sie praktische Tipps für nachhaltiges Handeln – einfach, verständlich und aktuell.</li> </ul> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/uba_infografiken_1545x775.jpg"> </a> <strong> Nachhaltiger einkaufen: Die 5 wichtigsten Umweltsiegel im Überblick </strong> <br><p>Orientierung im Siegel-Dschungel: Die Infografik zeigt, welche fünf etablierten Umweltsiegel beim Kauf von Lebensmitteln, Elektronik oder Kleidung die beste Orientierung für eine umweltfreundliche Wahl bieten.</p> Quelle: Umweltbundesamt (2025) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/uba_infografiken_1545x775.jpg">Bild herunterladen</a> (459,62 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/knk_daumenregel_960x1045.png"> </a> <strong> 6 Daumenregeln für mehr Nachhaltigkeit im Alltag </strong> <br><p><strong>Fahrplan für den Alltag: </strong>Mit diesen 6 Daumenregeln wird Nachhaltigkeit zur Routine.</p> Quelle: Kompetenzzentrum Nachhaltiger Konsum <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/knk_daumenregel_960x1045.png">Bild herunterladen</a> (278,42 kB) Weiter <i> </i> Vorherige <i> </i> </p><p> Hintergrund Nachhaltiger Konsum <p><strong>Nachhaltiger Konsum</strong> steht für „dauerhaft global verallgemeinerbare Konsummuster“. Dabei beinhaltet Konsum die Bedürfnisbefriedigung mit Hilfe von Produkten und Dienstleistungen in den Phasen von Aneignung, Nutzung und Entsorgung. Hinter dieser abstrakten Definition versteckt sich eine sehr große Vielfalt:&nbsp;</p> <ul> <li>Tausende von Einzelentscheidungen in unterschiedlichsten Konsumfeldern (Wohnen, Mobilität, Ernährung, Bekleidung, …)</li> <li>Große Unterschiede bezüglich der zeitlichen und finanziellen Relevanz der Konsumentscheidungen (Güter des täglichen Bedarfs versus langlebige Gebrauchsgüter, einstellige versus vier- und mehrstellige Eurobeträge)</li> <li>Große Unterschiede bezüglich der sozialen und ökologischen Wirksamkeit („Peanuts versus Big Points“).</li> </ul> <p>Bereits zur Bewertung der ökologischen Relevanz müssen unterschiedliche Umweltwirkungskategorien miteinander verglichen werden: Treibhausgasemissionen, Flächenverbrauch, Bodenversauerung, Biodiversitätsverlust, Toxizität u.a.m. Eine Priorisierung von Maßnahmen sowie eine Formulierung von messbaren Zielen für nachhaltigen Konsum sind demnach besonders herausfordernd.&nbsp;Es überrascht deshalb nicht, dass in der Vergangenheit Debatten über und Priorisierungen von nachhaltigen Konsumentscheidungen vielfach dem Prinzip Zufall folgten. Mit der in den letzten Jahrzehnten zunehmend auf allen politischen Ebenen verankerten Zielstellung einer klimaneutralen Gesellschaft bekommt nachhaltiger Konsum jedoch&nbsp;erstmalig ein umfassendes, richtungssicheres und gut quantifizierbares Ziel an die Hand (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/zusammendenken-was-zusammengehoert-kommunaler">Umweltbundesamt 2020</a>).</p> <p><strong>Klimaneutralität</strong> ist nach dem völkerrechtlich verbindlichen Übereinkommen von Paris (2015) ein weltweit angestrebtes Ziel. Im Sinne der sogenannten „Netto-Null“ sollen positive und negative Effekte menschlichen Handelns in Summe keinen Einfluss auf das <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klima">Klima</a> haben. Im Bundes-Klimaschutzgesetz (KSG) ist verankert, dass in ganz Deutschland bis 2045 Netto-Treibhausgasneutralität und bis 2050 negative Treibhausgasemissionen erreicht werden müssen. Es ist deshalb klar, dass ein nachhaltiger Konsum auch ein klimaneutraler Konsum sein muss. Klimaneutralität ist aber nicht nur eine Mindestbedingung, sondern auch ein guter Wegweiser für nachhaltigen Konsum.&nbsp;</p> <p>In der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a>-Studie&nbsp;<a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/big-points-des-ressourcenschonenden-konsums-als">Big Points des ressourcenschonenden Konsums</a> konnte gezeigt werden, dass die „Big Points“ eines klimaneutralen Konsums auch in wesentlichen Bereichen die „Big Points“ eines nachhaltigen Konsums sind: Art der Energieerzeugung, Automobilität und Flugreisen, Wohnfläche und Dämmstandard, Konsum tierischer Produkte und das Konsumniveau insgesamt sind hier zu nennen. Obwohl demnach nachhaltiger Konsum viel mehr Umweltaspekte als nur <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> beinhaltet, führt der Fokus auf das „smarte“ Ziel der Klimaneutralität dazu, dass nachhaltiger Konsum umfassender und anspruchsvoller strategisch angegangen werden kann. Klimaneutral leben ist demnach aktuell das zentrale „Schlüsselziel“ für die Förderung nachhaltiger Konsummuster. Diese Aussage gilt auch, wenn man umfassendere Konzepte wie das Konzept der Planetaren Grenzen zugrunde legt.</p> <p><strong>Die UBA-Studie&nbsp;</strong><a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/die-grenzen-des-konsums"><strong>Grenzen des Konsums</strong></a> untersucht, wie Lebensstile im Jahr 2050 aussehen könnten, die innerhalb planetarer Grenzen bleiben und gleichzeitig anschlussfähig an heutige Konsummuster in Deutschland sind. Im Ergebnis zeigt sich, dass sich nötige Anpassungen bei individuellen Konsumgewohnheiten dann in Grenzen halten würden, wenn v.&nbsp;a. die Umstellung der Energieerzeugung auf erneuerbare Energien zügig und vollständig erreicht wird. Aber auch in einer klimaneutralen, postfossilen Welt werden dann&nbsp;Ernährung, Mobilität und Wohnen die aus Umweltperspektive prioritären Bedarfsfelder eines nachhaltigen Konsums bleiben.</p> </p><p> CO₂-Fußabdruck <p><strong>Der CO2-Fußabdruck</strong> ist ein etabliertes Konzept der Umweltforschung, das die <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimawirkung">Klimawirkung</a> einer Handlung, eines Produktes, einer Organisation (z.&nbsp;B. Unternehmen oder Verwaltung), einer Region (z.B. Staat oder Kommune) oder auch einer Person erfasst und in der Einheit CO2-Äquivalente (CO2e) beziffert. Dies ermöglicht die Analyse des Status Quo, die Identifikation von Hotspots, den Vergleich mit anderen, das <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/monitoring">Monitoring</a> über die Zeit, die Bezifferung von Minderungszielen oder die strategische Ausrichtung auf das Ziel der Klimaneutralität.&nbsp;</p> <p><strong>Beim persönlichen CO2-Fußabdruck</strong> werden dabei alle Treibhausgasemissionen auf die einzelnen Konsumfelder wie Wohnen, Mobilität und Ernährung aufgeteilt. Dabei wird der ganze Lebensweg von Gütern und Dienstleistungen von der Herstellung über den Transport, den Ge- und Verbrauch bis hin zur Entsorgung berücksichtigt. Diese methodisch motivierte Zuteilung aller Emissionen auf die Endverbraucher*innen darf nicht als Verantwortungszuschreibung missverstanden werden. Der CO2-Fußabdruck zeigt auf, wo bzw. wofür die Treibhausgasemissionen entstehen. Er trifft aber keine normative Aussage darüber, wer dafür in welcher Höhe verantwortlich ist. So ist z.&nbsp;B. die Höhe der Heizemissionen von Gebäuden nicht nur abhängig vom Lüftungs- und Heizverhalten der Bewohner*innen, sondern in hohem Maße vom Dämmstandard und der Heiztechnik des Gebäudes. Diese wiederum sind Resultat von staatlichen Anreizstrukturen, von Ge- und Verboten, der Stadtplanung, von Markt- und Informationsangeboten u.v.a.m. Darüber hinaus gilt: Wohneigentümer*innen haben andere Handlungsmöglichkeiten als Mieter*innen, Familien andere als Singles, Menschen mit höherem Einkommen andere als Menschen mit niedrigerem Einkommen. Um den Wirkraum von Individuen beim <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> umfassend betrachten und bewerten zu können, muss deshalb zum einen der persönliche CO2-Fußabdruck vor dem Hintergrund des jeweiligen Lebenskontextes interpretiert werden. Zum anderen ist es notwendig, nicht nur den persönlichen CO2-Fußabdruck mit seinen methodischen Grenzen, sondern auch den CO2-Handabdruck, d.&nbsp;h. das Wirken von Einzelnen auf die Gesellschaft, in den Blick zu nehmen. Nur so werden&nbsp;alle relevanten individuellen Handlungshebel für mehr Klimaschutz sichtbar.</p> </p><p> CO₂-Handabdruck <p><strong>Der persönliche CO2-Handabdruck</strong> umfasst alle „CO2-Einsparungen mit und bei anderen“, die ich durch mein Tun anstoße. Hierdurch reduziere ich demnach nicht meinen, wohl aber den CO2-Fußabdruck anderer Menschen. Damit ist er eine wichtige konzeptionelle Ergänzung zum persönlichen CO2-Fußabdruck, der nur die „CO2-Einsparungen bei sich selbst“ im Blick hat.&nbsp;</p> <p>Das beginnt bei Maßnahmen, die automatisch die Emissionen mehrerer Menschen verkleinern. Sparduschkopf und Balkonkraftwerk sparen Energie und CO2 für alle Haushaltsmitbewohner*innen. Mein persönlicher CO2-Fußabdruck mindert sich aber nur entsprechend meines Wohnanteils, selbst wenn ich der Hauptinitiator der Maßnahme war. Der CO2-Fußabdruck unterschätzt damit meinen Beitrag zum <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> und lässt die Maßnahme kleiner erscheinen, als sie ist. Andere individuelle Handlungshebel wie klimafreundliche Geldanlage oder Spenden haben gar keinen Einfluss auf meine persönlichen Emissionen und können trotzdem eine hohe <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimawirkung">Klimawirkung</a> haben. Klimaschutzengagement wie das Gespräch im Freundeskreis, Initiativen am Arbeitsplatz (z.&nbsp;B. für betriebliches Carsharing oder für ein Energiemanagementsystem) können methodisch im CO2-Fußabdruck ebenfalls nicht abgebildet werden, obwohl ihr Einsparpotenzial schnell über die Höhe des eigenen Fußabdrucks hinausgehen kann. Das gilt schließlich auch für zivilgesellschaftliches Engagement. Die Klimawirkung lässt sich i.d.R. weder beziffern noch auf die vielen beteiligten Menschen „aufteilen“.&nbsp;</p> <p>Während die Vermeidungsleistung beim CO2-Fußabdruck durch dessen Höhe beschränkt ist, ist die potenzielle Klimawirkung beim Handabdruck zwar auch u.&nbsp;a. abhängig von Entscheidungsmacht, Handlungskompetenz, Zeit- und Geldrestriktionen, aber vom Grundsatz her „nach oben offen“. Im Konzept des Handabdrucks spiegeln sich die unterschiedlichen Rollen, die wir innehaben. Wir sind nicht nur Verbraucher*innen, sondern immer auch Bürger*innen und Mitarbeiter*innen in Organisationen.&nbsp;</p> Quelle: Umweltbundesamt/ Kompetenzzentrum Nachhaltiger Konsum 24.02.2026 Der ökologische Handabdruck <p>Den CO2-Fußabdruck kennt jede*r. Aber wie sieht es mit dem Handabdruck aus? Der ökologische Handabdruck bildet das Gegenstück zum Fußabdruck. Er steht für die Handlungen, mit denen CO2-Einsparungen bei anderen Personen unterstützt werden können, also das Mitwirken an gesellschaftlichen Veränderungen. Die Idee lautet: Fußabdruck verkleinern, Handabdruck vergrößern. Wie unterschiedlich der Handabdruck aussehen kann, sehen Sie im Erklärvideo. Weitere Informationen liefert das <a href="https://nachhaltigerkonsum.info/aktionsmaterialien/handabdruck">Kompetenzzentrum Nachhaltiger Konsum</a>.</p> </p><p> UBA-CO₂-Rechner <p><strong>Der UBA-CO2-Rechner</strong> ermöglicht die einfache und schnelle Bestimmung einer persönlichen CO2-Bilanz. Er berücksichtigt neben CO2 auch weitere klimawirksame Gase wie Lachgas (N2O) und Methan (CH4), wenn hierfür Daten vorliegen.&nbsp;Beim Flugverkehr werden zudem weitere klimawirksame Nicht-CO2-Effekte wie Zirruswolken berücksichtigt. Die Bilanzierung erfolgt verbrauchsbezogen. Im Gegensatz zur territorialen Bilanzierung z.&nbsp;B. der nationalen Treibhausgasbilanzierung, die alle Treibhausgasemissionen innerhalb von Deutschland berücksichtigt, werden bei der verbrauchsbezogenen Bilanzierung auch die Emissionen aus Exporten und Importen berücksichtigt. Produkte, die im Ausland hergestellt wurden, werden demnach im UBA-CO2-Rechner berücksichtigt. Dies ergibt ein realistischeres Bild über die mit unserem Konsum verbundenen Treibhausgasemissionen. Die unterschiedlichen Bilanzierungsansätze erklären auch, weshalb sich die Werte im UBA-CO2-Rechner für die durchschnittlichen Pro-Kopf-Treibhausgasemissionen in Deutschland von den Werten in der nationalen Treibhausgasbilanz unterscheiden können.&nbsp;</p> <p>Der UBA-CO2-Rechner fokussiert v.&nbsp;a. auf Verhaltensweisen bzw. Konsumentscheidungen, die für die Höhe der persönlichen Treibhausgasbilanz besonders relevant und gut erfassbar sind, um den Aufwand für Nutzer*innen möglichst gering zu halten. Mit dieser Vorgehensweise können trotzdem die Werte für Heizen, Strom und Mobilität sehr gut bestimmt werden. Im Bereich sonstiger Konsum führen hingegen die Vielzahl und Heterogenität der Konsumentscheidungen sowie Datenlücken zu höheren Unsicherheiten in der Berechnung.&nbsp;</p> <p>Die Fragen und damit auch die CO2-Bilanz beziehen sich auf ein Jahr. Aufgrund der sehr hohen Relevanz von saisonalen Konsumentscheidungen (insbesondere Heizen im Winter und Urlaubsreisen) sind kürzere Bezugszeiträume für eine CO2-Bilanz nicht aussagekräftig. Neben dem CO2-Fußabdruck, d.&nbsp;h. den auf den individuellen Konsum zurechenbaren Treibhausgasemissionen, berücksichtigt der UBA-CO2-Rechner auch in Ansätzen den persönlichen CO2-Handabdruck (z.B. Einspeisung von Solarstrom oder Klimabeiträge). Eine detaillierte Erläuterung über das Konzept des UBA-CO2-Rechners sowie seiner Berechnungs- und Datengrundlagen finden Sie in Studie <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/der-uba-co2-rechner-fuer-privatpersonen-0">Der UBA-CO2-Rechner für Privatpersonen: Hintergrundinformationen zur Version 5.0</a>.</p> </p><p> Quellen <ul> <li>Umweltbundesamt (2020):&nbsp;<a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/big-points-des-ressourcenschonenden-konsums-als">Big Points des ressourcenschonenden Konsums</a>&nbsp;als Thema für die Verbraucherberatung – mehr als Energieeffizienz und Klimaschutz. Studie im Rahmen des Projekts „Verbraucherberatung als Baustein einer erfolgreichen Ressourcenpolitik“.</li> <li>Umweltbundesamt (2020): Zusammendenken, was zusammengehört:&nbsp;<a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/zusammendenken-was-zusammengehoert-kommunaler">Kommunaler Klimaschutz und nachhaltiger Konsum</a>.</li> <li>Umweltbundesamt (2020):&nbsp;<a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/klimaneutrale-regionen-kommunen-als-metastrategie">Klimaneutrale Regionen und Kommunen als Metastrategie zur Förderung nachhaltiger Lebensstile</a>: Empirische Analyse und Entwicklung von politischen Handlungsempfehlungen.</li> <li>Umweltbundesamt (2024):&nbsp;<a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/die-grenzen-des-konsums">Die Grenzen des Konsums</a>. Nachhaltiger Konsum unter der Berücksichtigung von planetaren Grenzen und globalen Wachstumsdynamiken</li> <li>Umweltbundesamt (2025): <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/der-uba-co2-rechner-fuer-privatpersonen-0">Der UBA-CO2-Rechner für Privatpersonen</a>: Hintergrundinformationen zur Version 5.0</li> </ul> </p><p>Informationen für...</p>

Materialeffiziente Massenfertigung von LED-Leuchtmitteln am Standort Deutschland - LED-Business

Ziel des Vorhabens ist die Einführung einer materialeffizienten Massenfertigung von LED-Leuchtmitteln am Standort Deutschland. Dazu plant das Technologieunternehmen die Errichtung zweier vollautomatischer Fertigungslinien. Auf der ersten Linie sollen LED-Lampen in der klassischen Glühlampenform mit maximalen Stückzahlen hergestellt werden, während auf der zweiten Linie unterschiedliche Lampentypen in variablen Stückzahlen produziert werden sollen. Die Lampen werden bis zu 60 Prozent leichter sein als vergleichbare Produkte. Damit können jährliche Einsparungen von 260 Tonnen Aluminium, 20 Tonnen Zinn, 40 Tonnen Kupfer und 10 Tonnen Kunst- und Klebstoffen erreicht werden. Zudem sollen sich die Produkte durch die geringe Anzahl verwendeter Materialien besser recyceln lassen. Die lokale Produktion von LED-Lampen könnte hunderte Containerlieferungen aus Fernost einsparen und die damit verbundenen CO 2 -Emissionen ver- meiden. Darüber hinaus könnten durch eine schnelle Verbreitung der sparsamen Produkte jährlich 550.000 Tonnen CO 2 -Emissionen bei den Endkonsumenten vermieden werden. Das Projekt wurde im Förderschwerpunkt „Materialeffizienz in der Produktion“ des Umweltinnovationsprogramms gefördert. Ziel des Förderschwerpunkts ist es, Produktionsabläufe zu optimieren, um natürliche Ressourcen zu schonen. Branche: Chemische und pharmazeutische Erzeugnisse, Gummi- und Kunststoffwaren Umweltbereich: Ressourcen Fördernehmer: Seidel GmbH & Co. KG Bundesland: Hessen Laufzeit: 2014 - 2016 Status: Abgeschlossen Förderschwerpunkt: Materialeffizienz in der Produktion

Nachhaltigkeitsoptimiertes Life Cycle Assessment technologisch hochkomplexer Produkte am Beispiel Automobilbeleuchtung, Teilprojekt: Simulationsbasierte Entwicklung von Self-Healing-Maßnahmen unter Einhaltung gesetzlicher Vorgaben und von Akzeptanzschwellen aus Kundensicht

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