Die wissenschaftliche Begleitung des Regionalen Dialogforums zum Flughafen Frankfurt/Main umfasst die inhaltliche Unterstützung und Zuarbeit des laufenden Dialogprozesses, der parallel zum formellen Genehmigungsverfahren von der Hessischen Landesregierung initiiert wurde. Durch die Präsenz in den Sitzungen kann bei Bedarf auf das vorhandene fachliche Know-how zurückgegriffen werden. Ein weiterer wichtiger Arbeitskomplex besteht in der Vorbereitung, Koordination und Nachbereitung von Gutachten, die vom RDF an Dritte vergeben werden. Weiterhin gehört u. a. die Vor- und Nachbereitung von Hearings oder Workshops zum Arbeitsprogramm. Außerdem werden z. B. Vorschläge für inhaltlich sinnvolle Vorgehensweisen der zu bearbeitenden Themen erstellt. Des Weiteren werden auch schriftliche Zusammenfassungen erstellt, die ein abgeschlossenes Themenfeld übersichtlich und transparent darstellen.
Rheinland-Pfalz ist ein an kulturlandschaftlichen Zeugnissen reiches Bundesland. Von der Römerzeit über das Mittelalter bis in die heutigen Tage weisen Bauwerke auf historisch bedeutsame Räume hin. Auch die durch Weinbau, Wälder und Vulkane geprägten Landschaften in Rheinland-Pfalz sind vielerorts einzigartig. Dialekte, Bräuche, Feste, Geschichten und Personen machen aus Denkmälern und Landschaften ein komplettes Bild, mit dem einzelne Regionen unverkennbar werden. Mit dem Landesentwicklungsprogramm (LEP IV) hat sich die Landesregierung die Aufgabe gestellt, diese Kulturlandschaften langfristig zu sichern und zu entwickeln. Diese Zielsetzung soll über die Erarbeitung eines Kulturlandschaftskatasters realisiert werden. Der Aufbau des Katasters führt über die Entwicklung eines Prozesses für die spätere Sicherung und Entwicklung von Kulturlandschaften sowie die technische und inhaltliche Entwicklung einer webbasierten Informationsplattform. Den Kommunen und der interessierten Öffentlichkeit fällt beim Aufbau des Katasters eine besondere Rolle zu, indem sie aktiv in den Prozessablauf eingebunden werden. Daten und Informationen sollen über diese Stellen im KULIS (KULturlandschafts-Informations-System) erhoben und gepflegt werden. Die technische Realisierung des 'KULIS' wird durch das Institut für Raumbezogene Informations- und Messtechnik der Fachhochschule Mainz (i3mainz) auf Basis von offenen Standards und OpenSource-Technologien umgesetzt. Die Erfahrungen zur Datengewinnung wurden dafür genutzt um Verbesserungen am Qualitätsmanagement vorzunehmen und den Nutzern die Arbeit mit KULIS zu erleichtern. Dabei wurden Anpassungen innerhalb des Systems vorgenommen, um den Status eines KULIS-Artikel über Ampelsymbolik (rot, gelb, grün) darzustellen. Zudem wurden Diskussionsebenen, eine Versionierung, eine Rechteverwaltung mit Redaktionssystem, sowie weitere neue Funktionen integriert. Zudem wurden Anpassungen in der Menüstruktur des Wiki vorgenommen, um die Kartennavigation sowie die Informationsabfrage intuitiver zu gestalten und die Version des Artikels zu dokumentieren (Abbildung: Kulis03). Da sich das KULIS mit den Komponenten des Semantic MediaWiki in das Zeitalter des Semantic Webs einfügt, sind Datenabfragen wie zum Beispiel die Auflistung aller Elemente nach Bedeutung in Rheinland-Pfalz möglich. Dieser Aspekt der semantischen Daten und die Integration des Portals zur Dokumentation weiterer Kulturlandschaftsräume bieten Potential für weitere Arbeiten und Entwicklungen in der Zukunft.
Wird die Braunkohle im Land Brandenburg für eine sichere Energieversorgung im Jahr 2030 noch benötigt? Mit dieser zentralen Fragestellung fertigte das RLI gemeinsam mit der HTW Berlin eine Untersuchung über die Energiestrategie des Bundeslandes im Auftrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Brandenburger Landtag an. Die Studie soll die Debatte um die anstehende Evaluation der Energiestrategie 2030 der Brandenburger Landesregierung inhaltlich unterstützen. Um die Auswirkungen der Strategie sowie Veränderungen der politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen in Bezug auf die Braunkohlenutzung konkret bewerten zu können, wurde daher mit einem umfassenden Energiesystemmodell die mögliche Energieversorgung Brandenburgs 2030 berechnet. Das verwendete Modell berücksichtigt neben Wärmebedarf und -erzeugung alle Arten der Stromerzeugung und den prognostizierten Stromverbrauch. Diese Randbedingungen stellen sicher, dass in allen Szenarien der Strom- und Wärmebedarf zu jeder Zeit gedeckt werden kann. Darüber hinaus wurden die Lastflüsse für den notwendigen Stromtransport zwischen den Regionen in Brandenburg sowie den Nachbarregionen stundengenau analysiert, um einen möglichen, systemrelevanten Bedarf an Leitungsausbau auf der Übertragungsebene und Speicherung erkennbar zu machen. Dieser floss in die Beurteilung der Wirtschaftlichkeit der Szenarien mit ein. Das RLI unterstützt Transparenz und Nachvollziehbarkeit von wissenschaftlichen Ergebnissen. Die Simulationen dieser Studie basieren auf dem Open-Source Framework oemof zur Energiesystemmodellierung. Dieses ermöglicht es, verschiedenste Energiesysteme mit den gleichen Bausteinen abzubilden. Die Links zum Code und den Eingangsdaten der vorliegenden Studie finden Sie unter dem Reiter 'Open Source'.
Zielsetzung - Ausarbeitung eines EU-rechtskonformen Bewirtschaftungskonzeptes im Natura 2000- Gebiet 'Wiesengebiet im Mühlviertel' mit einer 'dynamischen' Bewirtschaftung der FFH Lebensraumtypen Bergmähwiesen (6520), Glatthaferwiesen (6510) und Borstgrasrasen (6230). - Beantwortung folgender Fragestellungen: 1. Wie wirken sich Umbruch, Kalkung, Vorverlegung des Schnittzeitpunktes und/oder Erhöhung der jährlichen Schnittzahl auf die Pflanzenartenvielfalt, Pflanzenartenzusammensetzung, Ertrag und Futterqualität in FFH-Wiesenlebensraumtypen aus? 2. Wie können durch traditionelle und moderne Bewirtschaftungsmethoden FFH-Wiesenlebensraumtypen erhalten werden? 3. Ist aus naturschutzfachlicher Sicht eine Verbesserung hinsichtlich Pflanzenartenvielfalt möglich und welche Zeiträume sind hierfür notwendig? - Das für das Natura 2000-Gebiet 'Wiesengebiete im Mühlviertel' ausgearbeitete Bewirtschaftungskonzept soll als Modell für andere Natura 2000-Gebiete dienen. - Information der entsprechenden Gremien der EU Kommission über die Forschungsergebnisse. Bedeutung des Projekts für die Praxis: Mit diesem Projekt soll die Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Naturschutz in Natura 2000-Gebieten verbessert werden. Das beantragte Forschungsprojekt wird daher vom Amt der Oberösterreichischen Landesregierung, von der Landwirtschaftskammer Österreich und Oberösterreich sowie von der Bezirksbauernkammer Freistadt unterstützt.
Im Rahmen der Schwerpunktaufgaben des Internationalen Hydrologischen Programms (IHP) wurde im Jahr 1978 mit der Errichtung eines hydrologischen Versuchsgebietes in der Pöllauer Bucht bei Hartberg (Stmk.) begonnen. Dieses speziell für Forschungszwecke ausgestattete verdichtete Sondermessnetz wird seither gemeinsam von der TU Graz und dem Hydrographischen Dienst beim Amt der Steiermärkischen Landesregierung betreut. Die instrumentelle Ausstattung des hydrologischen Versuchsgebietes (58,3 km2) basiert auf selbstregistrierenden Messgeräten mit zeitvariabler Niederschlagsaufzeichnung (Niederschlagswippen und Niederschlagswaage). Für die Wasserstandsaufzeichnung werden Pneumatikpegel mit Schreibstreifen sowie Drucksonden mit digitalen Registriersystemen eingesetzt, wobei der Wasserstand digital aufgezeichnet wird. Zurzeit stehen 7 Niederschlagsmessstationen, 5 Abflussmessstationen und eine meteorologische Station zur Verfügung. An der meteorologischen Station werden neben dem Niederschlag Lufttemperatur, Luftdruck, rel. Luftfeuchte, Bodentemperaturen in unterschiedlichen Tiefen, Albedo, Verdunstung, Windrichtung und -geschwindigkeit kontinuierlich gemessen und registriert. Die Niederschlagshöhe wird mit unterschiedlichen Messprinzipien (Niederschlagswippe und Waage) sowie in unterschiedlichen Höhen (Standardhöhe, Bodenebene) gemessen. In regelmäßigen Zeitabständen werden an den Wasserstandsmessstellen Abflussmessungen durchgeführt, um aktuelle Pegelschlüssel erstellen zu können.
Die Gesprächspartner bei internationalen Verhandlungen über Umweltabkommen sind Delegierte ihrer Regierungen, die sich wiederum in demokratischen Systemen in Wahlen behaupten müssen, also vom Volk delegiert werden. Die Übertragung von Entscheidungsbefugnissen eröffnet Spielraum für strategisches Verhalten der Wähler bei der Stimmabgabe beziehungsweise der Regierung bei der Wahl der Verhandlungsführer. Das Projekt untersucht, welche Anreize für die einzelnen Akteure bestehen, strategisch zu delegieren (d.h. Agenten zu unterstützen, deren politische Präferenzen von den eigenen Ansichten abweichen) und welche Effekte sich daraus für die Effizienz internationaler Umweltabkommen ergeben.
Zielsetzung und Anlass: Der Schutz von Fließgewässern und ihren Auen mit den Gewässerrandstreifen sind ein Thema von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung. Denn sauberes Wasser und intakte Wasserlebensräume sind Voraussetzung für eine nachhaltige und qualitativ hochwertige Wasserversorgung der Bevölkerung. Intakte Gewässer sind resilienter gegenüber den Folgen des Klimawandels und bieten den Menschen Leistungen wie Nährstoffrückhalt, Hochwasserschutz und Raum zur Erholung. Den Gewässerrändern kommt vor diesem Hintergrund und in Anbetracht des aktuellen Artensterbens eine enorme Bedeutung für den Gewässerschutz zu: sie stellen nicht nur eine Fläche für eine naturnähere Entwicklung des Uferbereiches sowie des Gewässers dar, sie sorgen insbesondere für eine Verringerung des Eintrages von Pestiziden, Nährstoffen und erodiertem Ackerboden in die Gewässer. Der Bewuchs mit Bäumen und Sträuchern bringt Rückzugsorte und sorgt für Beschattung, was Eutrophierungserscheinungen im Gewässer positiv beeinflusst. Gewässerränder bieten Wanderungslinien und vernetzen Biotope in der Kulturlandschaft. Auch Funktionen der Wasserspeicherung können sie wahrnehmen. Aktuell befinden sich immer noch 97 Prozent aller niedersächsischen Gewässer in keinem 'guten Zustand' gemäß EU-Wasserrahmenrichtlinie. Aufgrund dieses großen Defizite bedarf es noch großer Anstrengungen für die Zielerreichung und der Schaffung von Akzeptanz für die Umsetzung von Maßnahmen. Auf der Suche nach Lösungen für die anstehenden Herausforderungen soll mit dem Projekt 'Kurs auf Blau-Grün – Gewässerränder gemeinsam gestalten' eine neue Art der Kommunikation und Kooperation von Landwirtschaft und Naturschutz entwickelt und etabliert werden. Ziel des Projektes ist modellhaft aufzuzeigen, dass in der Förderung der Kooperation eine Chance liegt, Ziele des Gewässerschutzes zu erreichen. Im Projekt sollen Naturschutz und Landnutzung zusammen gedacht und zusammen gebracht werden. Dabei gilt es, die Zielkonflikte zwischen Schutz und Nutzung auszutarieren. Um den Rückgang der Biodiversität in Deutschland zu stoppen, trägt auch die Landwirtschaft eine Verantwortung für die auf den heutigen Produktionsflächen entlang von Gewässern befindlichen Flächen lebenden Tier- und Pflanzenarten. Im Ergebnis soll durch das Projekt eine zusätzliche, über die gesetzlichen Vorgaben und auch über die Vereinbarungen des 'Niedersächsischen Weges' hinausgehende freiwillige ökologische Aufwertung der Gewässer inkl. ihrer Randstreifen erzielt werden. Landnutzer sollen ermuntert und ertüchtigt werden, auf den Gewässerrändern ihrer Nutzflächen auf freiwilliger Basis Naturschutzaufgaben wahrzunehmen. Mit der im Mai 2020 unterzeichneten Vereinbarung 'Der Niedersächsische Weg' hat der BUND als Naturschutz- und Umweltverband gemeinsam mit Landvolk, Landwirtschaftskammer und der Landesregierung Niedersachsen bereits neue Wege der Zusammenarbeit eingeschlagen. Die vorhandenen Partnerschaften mit den Landnutzern möchte der BUND weiter ausbauen, um im Sinne einer sozialen Innovation, gemeinsame Lösungen zu finden und diese in die Fläche zu tragen. In drei Projekt-Modellregionen soll sowohl die Zusammenarbeit zwischen Naturschutz und Landwirtschaft im Rahmen eines Kommunikationsprozesses angeschoben als auch die beispielhafte Entwicklung naturnaher Gewässerrandstreifen umgesetzt werden. Damit bildet das Projekt ein innovatives Beispiel für den Aufbau regionaler Zusammenarbeit aus Naturschutz, Landwirtschaftsverbänden und anderen Akteursgruppen (z.B. Wasserversorgern). Es dient der Netzwerkbildung zur Stärkung des Biotopsschutzes an Gewässern. Der Schwerpunkt der konkreten Maßnahmenumsetzung liegt in der Schaffung von best practice Beispielen durch die Entwicklung naturnaher Gewässerrändern zur Stärkung des Biotopverbundsystems
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 104 |
| Kommune | 1 |
| Land | 30 |
| Wissenschaft | 11 |
| Zivilgesellschaft | 12 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 104 |
| License | Count |
|---|---|
| Offen | 104 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 99 |
| Englisch | 21 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Dokument | 7 |
| Keine | 75 |
| Webseite | 23 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 74 |
| Lebewesen und Lebensräume | 96 |
| Luft | 48 |
| Mensch und Umwelt | 103 |
| Wasser | 45 |
| Weitere | 104 |