Bild: Ralf Rühmeier Fußverkehr Berlin unterstreicht die Bedeutung des Fußverkehrs mit einem eigenen Abschnitt im Mobilitätsgesetz und schafft mit einer Vielzahl von Maßnahmen attraktivere Bedingungen für Fußgängerinnen und Fußgänger. Weitere Informationen Bild: Ralf Rühmeier Radverkehr Mehr Radverkehr in der Stadt bedeutet mehr Lebensqualität für Berlin: Daher fördert der Senat die Entwicklung des klimafreundlichen und stadtverträglichen Radverkehrs mit zahlreichen Maßnahmen. Weitere Informationen Bild: BVG, Lang Öffentlicher Personennahverkehr Täglich nutzen Millionen Menschen die Verkehrsmittel des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). Er ist die zentrale Säule der städtischen Mobilität. Weitere Informationen Bild: Genow Straßen- und Kfz-Verkehr In Berlin sind rund 1,4 Millionen Fahrzeuge angemeldet. Viele davon sind Tag für Tag in der Hauptstadt unterwegs. Wir schaffen die Rahmenbedingungen dafür, dass der Berliner Autoverkehr möglichst flüssig und sicher läuft. Weitere Informationen Bild: SenUMVK Elektromobilität Elektromobilität wird in den nächsten Jahren an Bedeutung gewinnen. Bereits heute werden hierfür wichtige Weichen gestellt. Dazu gehört die Schaffung infrastruktureller Voraussetzungen mit einem leistungsfähigen Ladeinfrastrukturnetz. Weitere Informationen Bild: BVG / Andreas Süß Geteilte Mobilität Ob Lastenräder, Mopeds, E-Autos oder Roller: In Berlin gibt es inzwischen ein riesiges Angebot an Mietfahrzeugen, die sich bequem per App orten, buchen, entsperren und bezahlen lassen. Eine optimale Ausgestaltung von Sharing-Angeboten in Vernetzung mit dem ÖPNV macht es noch einfacher, flexibel ohne eigenen Pkw in Berlin unterwegs zu sein. Weitere Informationen Bild: SenUMVK Wirtschaftsverkehr In Berlin und allen deutschen Städten leistet der Wirtschaftsverkehr als Summe von Güterverkehr und Personenwirtschaftsverkehr einen maßgeblichen und unverzichtbaren Beitrag zum Funktionieren der Stadt und der Region. Weitere Informationen Bild: Deutsche Bahn AG / Max Lautenschläger Eisenbahnverkehr Berlin hat eine lange Tradition als Eisenbahnknotenpunkt. Es ist das verkehrspolitische Ziel der Senatsverwaltung, den umweltfreundlichen Verkehrsträger Schiene weiter auszubauen. Weitere Informationen Bild: Thomas Trutschel/Photothek /Flughafen Berlin Brandenburg GmbH Luftfahrt Die Luftfahrt bildet ein breites Themenfeld ab. Die nachfolgenden Seiten geben einen Überblick rund um die Luftfahrtverwaltung in Berlin mit Informationen u.a. zu Flugplätzen, unbemannter Luftfahrt, Luftfahrthindernissen, Luftraumnutzung, Fluglärm und Nachhaltigkeit. Weitere Informationen Bild: djama / fotolia.com Planfeststellungen Das Planfeststellungsverfahren umfasst das Anhörungsverfahren, das von der Anhörungsbehörde durchgeführt wird, sowie die Erarbeitung des Planfeststellungsbeschlusses, der von der Planfeststellungsbehörde verfasst wird. Weitere Informationen Vorgaben zur Planung Die zuständigen Stellen der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt stellen hier Rundschreiben, Regelpläne, Einführungserlasse u.a. in aktueller Version als Dokument oder Link zur Verfügung. Weitere Informationen
LANDESENERGIEAGENTUR
SACHSEN-ANHALT
Klimaschutz
mit System
Häufig
gestellte
Fragen
Der European Energy Award (eea) ist eine Auszeich-
nung und ein internationales Qualitätsmanagement-
und Zertifizierungssystem für kommunalen Klima-
schutz. Seit mehr als 10 Jahren werden zahlreiche
Kommunen in Deutschland und Europa auf dem Weg
zu mehr Energieeffizienz systematisch, partnerschaft-
lich und nachhaltig unterstützt. Der eea steht für
mess- und sichtbaren Erfolg.Erfahrung hervorragend zur Etablierung eines systema-
tischen Ansatzes zur Umsetzung der Klimaschutzan-
forderungen sowie zur Ausschöpfung von langfristigen
Energie-, CO2- und damit auch Kostenpotenzialen.“
Mareen Jockusch, eea-Beraterin bei der Kommunal-
entwicklung Mitteldeutschland GmbH
Netzwerk: Unterstützung durch ExpertenErreicht eine Kommune im Bewertungssystem 50
Prozent der möglichen Punktzahl, wird sie mit dem
Titel „Europäische Energie- und Klimaschutzkom-
mune“ ausgezeichnet. Die feierliche Übergabe der
Zertifizierungsurkunde, des eea-Ortsschildes und der
eea-Trophäe sind ein Highlight, das nach den Wün-
schen der Kommunen gestaltet werden kann. Durch
die kontinuierliche Verbesserung und Umsetzung von
Maßnahmen kann sogar der eea-Gold Status (ab 75
Prozent) erreicht werden, der nach aktuellem Stand in
Sachsen-Anhalt noch unerreicht ist.
Während des gesamten Managementprozesses wird
die Kommune durch einen fachkundigen eea-Berater
begleitet. Dieser ist durch eine spezielle Fortbildung in
der Durchführung des Verfahrens und der Verwendung
der Tools geschult. Aus dem Pool der zertifizierten
Berater können Sie sich einen Ihres Vertrauens aus-
wählen.
„Es ist genau die Langfristigkeit, die kontinuierliche
Beschäftigung mit dem Thema, die zum Handeln und
zur Umsetzung von Maßnahmen führt. Klimaschutz wird
als dauerhafte Querschnittsaufgabe in der kommunalen
Verwaltung verstanden bzw. verinnerlicht. Aus meiner
Erfahrung heraus, wirkt er auch häufig als Teambil-
dungsprozess von Klimaschutzwilligen.“
Udo Schmermer, KlimaKommunal
„Im kommunalen Klimaschutz kommen große Aufgaben
in den nächsten Jahren auf Kommunen und beteiligte
Akteure zu. Aufgaben in unterschiedlichen Bereichen,
von der Steigerung der Energieeffizienz über den Aus-
bau der erneuerbaren Energien bis hin zur Zielstellung
der Klimaneutralität. Der eea ist ein Instrument zur
fortlaufenden Umsetzung, Steuerung und Kontrolle der
klimarelevanten Aufgaben auf kommunaler Ebene. Im
Rahmen des eea-Prozesses werden die lokalen Stärken
und Schwächen ermittelt und effektive und effiziente
Projekte im Bereich Klimaschutz vorangetrieben. Der
eea-Prozess eignet sich nach unserer langjährigen
Zertifizierung und Auszeichnung:
Erfolg wird belohnt
„Mit der erneuten Auszeichnung des European Energy
Awards bestätigen wir einmal mehr, dass die Stadt Wer-
nigerode die Bestrebungen zu mehr Klimaschutz immer
weiter vorantreibt. Dank der Arbeit unseres Teams und
dem Rückhalt im Stadtrat konnten wir viele Projekte
weiterführen und neue anstoßen. So fördern wir über
den Klimaschutzfonds die private Anschaffung von
Lastenfahrrädern, setzen die Vorgaben aus der Initiative
„Stadtgrün“ um und setzen uns weiter für klimafreund-
lichen und guten öffentlichen Nahverkehr ein. Um den
Waldwandel zu unterstützen, haben wir mit privaten
und öffentlichen Aktionen viele Baumpflanzungen
durchgeführt, die die grüne Infrastruktur der Stadt und
der Region stärken werden. In unserem Hochwasser-
schutzkonzept und auch in der laufenden Aktualisierung
des Stadtentwicklungskonzeptes hat der Klimaschutz
oberste Priorität.“
Oberbürgermeister Tobias Kascha am Rande der
eea-Verleihung an die Stadt Wernigerode
Was bringt der eea für meine Kommune/
meinen Landkreis?
Der eea-Managementprozess strukturiert interne Pro-
zesse auf Basis eines erprobten Konzepts. In Zusam-
menarbeit mit einem qualifizierten Experten lernen die
Verantwortlichen in der Kommune, wie Maßnahmen
in den Bereichen Mobilität, Energie, Kooperation und
Entwicklung, Hand in Hand umgesetzt werden und zu
einer kontinuierlichen Steigerung der Lebensqualität
in der Kommune beitragen.
Kommt meine Kommune für den eea
in Frage?
Jede Kommune kommt für den eea in Frage. Das Ins-
trument wird entsprechend der Größe und der Hand-
lungsspielräume angepasst. Somit ist der Prozess von
der kleinen Gemeinde mit wenigen tausend Einwoh-
nern bis zur Millionenmetropole anwendbar. Die Lan-
desenergieagentur Sachsen-Anhalt (LENA) hat bisher
drei Kommunen in Sachsen-Anhalt erfolgreich bis zur
Zertifizierung begleitet und teilt die Erfahrungen gern
im persönlichen Gespräch.
Wer unterstützt mich?
Der eea wird seit 2014 von der Landesenergieagentur
Sachsen-Anhalt begleitet, die seit 2017 auch Landes-
geschäftsstelle des eea ist. Die Unterstützung durch
die LENA fußt auf zwei Säulen:
1. Organisatorische Unterstützung
- bei der Suche nach einem eea-Berater
- bei der Klärung aller offenen Fragen zum eea
- bei der Award-Verleihung und der medialen Begleitung
EUROPEAN ENERGY AWARD
IN SACHSEN-ANHALT
KOMMUNALER
KLIMASCHUTZ MIT SYSTEM
www.lena.sachsen-anhalt.de
2. Finanzielle Unterstützung:
In Kooperation mit dem Ministerium für Wissenschaft,
Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes
Sachsen-Anhalt (MWU) werden aktuell 80 Prozent der
Kosten, die durch den eea-Managementprozess ent-
stehen, übernommen.
Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt GmbH
Interesse an der Teilnahme oder weitere Fragen?
Schreiben Sie dem Ansprechpartner für den eea:
rapp@lena-lsa.de
Neuigkeiten und weitere Projekte der LENA finden Sie auf
unserer Homepage www.lena.sachsen-anhalt.de
Wir machen Energiegewinner.
Zertifizierung und Auszeichnung:
Erfolg wird belohnt
Ist die Entscheidung zur Einführung des eea-Prozesses getrof-
fen, widmet sich die erste Phase der Erstellung eines starken
interdisziplinären Teams. Dieses bündelt die Kompetenz
des eea-Beraters mit den Erfahrungen und Fähigkeiten der
internen Akteure, unter Verwendung der erprobten eea-Tools.
Mit diesem Team wird zunächst die Situation in der Kommune
anhand des eea-Maßnahmenkatalogs analysiert, anschließend
werden Maßnahmen zur Verbesserung getroffen. Erreicht die
Kommune 50 Prozent der möglichen Punkte, erfolgt die Zerti-
fizierung durch einen externen Auditor.
BEITRITT
Programmbeitritt und
Beauftragung eines Beraters.
Tatkräftige Unterstützung
durch die LENA.
IST-ANALYSE
Zusammenführung,
Erfassung und Aufstellung
der IST-Daten der Kommune.
BEWERTUNG
UMSETZUNG /
ZERTIFIZIERUNG
Identifizierung von Potenzialen
und Formulierung
sinnvoller Maßnahmen.Umsetzung der Maßnahmen
und Prüfung des Fortschritts.
Verleihung des eea.
Bewertung des IST-Zustands
mittels eea-Tool und
eea-Maßnahmenkatalog.
ENERGIETEAM
Bildung des Energieteams
aus Berater, Entscheidungs-
trägern, Mitarbeitern
und weiteren Interessierten.
ENTSCHEIDUNG
PLANUNG
Entschluss für mehr Klima-
schutz und Nachhaltigkeit mit
Hilfe des eea-Prozesses.
Dessau-RoßlauWernigerodeBenndorf
Die Stadt Dessau-Roßlau wurde 2016 als erste Stadt Sach-
sen-Anhalts mit dem eea ausgezeichnet. Seit der Auszeich-
nung hat der eea-Prozess sich in der Verwaltung der Stadt
etabliert und weitere Maßnahmen angeschoben. Besonders
im Bereich Mobilität schneidet Dessau-Roßlau sehr gut ab,
zum Beispiel dank Aktionen zur verstärkten Nutzung von
Fahrrädern sowie dem Ausbau von Straßen und Radwegen
zur Verkehrsentlastung. Mit der zweiten Rezertifizierung
2023 konnte Dessau-Roßlau seine Leistungen verbessern
und führt den eea-Prozess kontinuierlich weiter.Wernigerode wurde 2018 als dritte Kommune in Sachsen-An-
halt ausgezeichnet und erreichte bei der Erstzertifizierung auf
Anhieb den höchsten Wert im Land. Die touristisch attrakti-
ve Stadt im Harz zeichnet sich besonders durch die interne
Organisation und Außenkommunikation ihrer Klimaschutz-
aktivitäten aus. Die Einbindung aller Akteure ist hier das klare
Ziel, zum Beispiel durch Schulungsaktivitäten des öffentlichen
Personals und ein Budget für die energiepolitische Stadt- und
Gemeindearbeit. Auch Wernigerode erreichte 2022 die Rezer-
tifizierung mit gesteigertem eea Benchmarkwert und ist damit
auch Spitzenreiter in Sachsen-Anhalt.Die Gemeinde Benndorf (Verbandsgemeinde Mansfelder
Grund-Helbra) wurde 2017 zertifiziert. Benndof zeichnet sich
vor allem im Bereich lokale Energieproduktion durch die
Nutzung erneuerbarer Energie aus (hier kann die Gemeinde
100 Prozent Erfüllungsgrad in der eea-Bewertung vorweisen).
Mit den daraus resultierenden CO2-Einsparungen leistet die
Gemeinde ihren Beitrag zum Klimaschutz. Die Gemeinde be-
trachtete die Zertifizierung als Abschluss des Prozesses und
führt seitdem ihre Klimaschutzaktivitäten in Eigenregie fort.
<p> So macht klimafreundliches Radfahren noch mehr Spaß <ul> <li>Nutzen Sie das Fahrrad so oft wie möglich: Dies schont Ihren Geldbeutel, hält Sie gesund und hilft der Umwelt.</li> <li>Halten Sie Ihr Fahrrad in Schuss: Nur so bereitet es auch Fahrfreude und ist verkehrssicher.</li> <li>Achten Sie beim Kauf auf Markenqualität. Dies sichert die Langlebigkeit des Rades und seiner Komponenten und dient Ihrer Sicherheit.</li> </ul> Gewusst wie <p>Das Fahrrad ist das umweltfreundlichste Verkehrsmittel: emissionsfrei, leise, effizient, klimaschonend – darüber hinaus vielseitig, schnell, kostengünstig und gesundheitsfördernd.</p> <strong>Galerie: Radfahren - Ein #BigPoint in Sachen Klimaschutz</strong> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/sharepic_bigpoint_auto_blau_karussel1.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/sharepic_bigpoint_auto_blau_karussel2.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/sharepic_bigpoint_auto_blau_karussel3.jpg"> </a> Weiter <i> </i> Vorherige <i> </i> caption <p><strong>Das richtige Rad: </strong>Für jeden Einsatzbereich gibt es spezielle Räder. Vom City-Rad über Tourenrad, Rennrad, Gravelbike, Mountainbike, Liegerad bis hin zum Lastenrad. Auch gibt es Pedelecs und E-Bikes, also Räder mit elektrischem Motor im Angebot. Welches Rad zu wem passt, kann man pauschal nicht sagen. Für alle Alltagsradler*innen können aber folgende Hinweise Orientierung bieten:</p> <ul> <li>Bequem und alltagstauglich: Das Gesamtgewicht sollte 18 Kilogramm nicht überschreiten, die Reifenbreite mindestens 37 Millimeter betragen. Das Rad sollte über Schutzbleche sowie einen Gepäckträger mit einer Traglast von mindestens 25 Kilogramm verfügen.</li> <li>Wartungsarm: Nabenschaltungen sind wartungsärmer als Kettenschaltungen und haben inzwischen auch große Übersetzungsvarianzen. Die Kette kann in einem geschlossenen Kettenschutz liegen. Federgabeln und Scheibenbremsen sind wartungsintensiver.</li> <li>Verkehrssicher: Das Rad sollte mit einem Nabendynamo ausgerüstet sein, der auch bei Regen verlässlich und ausreichend Licht gibt; Vorder- und Rücklicht mit Standlichtfunktion. Achten Sie auf ein hochwertiges Bremssystem. Sofern das Fahrrad mit Felgenbremsen ausgerüstet ist, achten Sie auf Felgen mit Verschleißindikator und tauschen Sie die Felge bei angezeigtem Verschleiß aus. Unabhängig vom Bremsentyp ist die regelmäßige Kontrolle und der rechtzeitige Austausch der Bremsbeläge zu empfehlen.</li> <li>Gesichert: Sichern Sie Ihr Rad möglichst immer über den Rahmen an einem festen Gegenstand. Massive Bügelschlösser sind besonders schwer zu knacken. Flexiblere Schlösser wie Panzerkabel und Kettenschlösser eignen sich hingegen besser, um Räder festzuketten oder zusammenzuschließen. Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, kombiniert verschiedene Schlösser miteinander. Für wertvolle Räder lohnt sich eine Fahrradversicherung, die oft günstig über die Hausratversicherung abgeschlossen werden kann.</li> </ul> <p><strong>Gesundheit:</strong> Es gibt kaum einen gesünderen Ausdauersport als Fahrrad fahren. Mit regelmäßigem Radtraining nimmt das Herzvolumen zu, die Blutgefäße werden elastischer, und das Gehirn wird besser durchblutet – ideal, um Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen. Darüber hinaus sinkt der Ruhepuls, und die Atmung wird effektiver. Auch als Fettkiller ist Radfahren optimal, Übergewichtige trainieren auf dem Rad, ohne die Gelenke zu belasten: Wer zügig fährt (20 km/h), verbrennt circa 500 Kalorien in der Stunde. Laut <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/who">WHO</a> reichen bereits 30 Minuten tägliche Bewegung, um Gesundheit und Wohlbefinden erheblich zu steigern. Radfahren ist ideal dafür geeignet. Auch zeigen viele Beispiele aus Großunternehmen mit innerbetrieblichem Mobilitätsmanagement, dass mit steigender Anzahl Rad fahrender Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die krankheitsbedingten Fehlzeiten abnehmen.</p> <p><strong>Was Sie noch tun können:</strong></p> <ul> <li>Warten Sie Ihr Fahrrad regelmäßig oder schließen Sie mit einem Fahrradhändler einen Wartungsvertrag ab.</li> <li>Kaufen Sie mit dem Fahrrad ein: Fahrradtaschen oder Lenkradkorb ermöglichen die sichere Beförderung kleinerer und mittlerer Lasten.</li> <li>Mit einem Fahrradanhänger oder einem Lastenrad (mit oder ohne elektrischer Motorunterstützung) können Sie auch schwerere Lasten (z.B. Getränkekisten) oder Kinder einfach transportieren.</li> <li>Beachten Sie die Hinweise zum Radfahren in der Schwangerschaft und mit Kindern von <a href="https://www.radfahren-mit-baby.de/"><strong>Fahrrad und Familie e.V.</strong></a> und vom <a href="https://www.adfc.de/dossier/familienlogistik-kindertransport-per-rad"><strong>ADFC</strong></a>.</li> <li>Nutzen Sie das Fahrrad in Kombination mit öffentlichen Verkehrsmitteln (z.B. Arbeits- oder Schulweg) – so können Sie auch längere Strecken umwelt- und klimaschonender zurücklegen.</li> <li>Damit Ihre Kinder lernen, selbstständig, aktiv und sicher per Fahrrad zur Schule zu gelangen, können Sie einen <a href="https://kinderaufsrad.org/aktiv-werden/fahrradbus-bicibus-bike-bus/"><strong>Fahrradbus</strong></a> ins Leben rufen. Unterstützen Sie Ihr Kind auch dabei, sicher <a href="https://www.udv.de/resource/blob/79932/35e260dd7b4d23d47d29d6c36758c3a6/broschuere-kinder-lernen-radfahren-uebungsheft-data.pdf">Fahrrad fahren zu lernen</a>.</li> <li>Machen Sie Urlaub mit dem Fahrrad.</li> <li>Beachten Sie unsere Tipps zu <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/30412"><strong>E-Bike und Pedelecs</strong></a>.</li> </ul> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/366/bilder/wegevergleich_uba.png"> </a> <strong> Wegevergleich: von Tür zu Tür im Stadtverkehr </strong> Quelle: Umweltbundesamt <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/366/bilder/wegevergleich_uba.png">Bild herunterladen</a> (161,45 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/366/bilder/dateien/wegevergleich_uba.pdf">Diagramm als PDF</a> (187,86 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/366/bilder/dateien/wegevergleich_uba_excel.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten</a> (27,29 kB) Weiter <i> </i> Vorherige <i> </i> Hintergrund <p><strong>Fahrradnutzung:</strong> Viele Menschen fahren mit dem Fahrrad. Das belegen bundesweite Mobilitätsuntersuchungen wie <a href="https://www.mobilitaet-in-deutschland.de/index.html"><strong>Mobilität in Deutschland (MID)</strong></a>. Insgesamt werden in Deutschland jedoch noch immer "nur" elf Prozent aller Wege mit dem Rad zurückgelegt. Dabei boomt in einigen Städten der Radverkehr während er in anderen Städten und Gemeinden stagniert oder sogar abnimmt. Vor allem im ländlichen Raum ist der Radfahrtrend häufig noch nicht angekommen. Andere Länder sind Deutschland weit voraus: die Niederlande erreichen einen Radverkehrsanteil von <a href="https://www.government.nl/themes/transport/bicycles/bicycle-policy-in-the-netherlands"><strong>27 Prozent</strong></a> und Dänemark <a href="https://www.man.dtu.dk/english/-/media/institutter/management/scientific-advice/transportvaneundersoegelsen/t-u/tu-udgivelser/tu_denmark_2025.pdf">knapp 15 Prozent</a>. Insgesamt verliert die Autonutzung in den europäischen Großstädten wie Kopenhagen, Paris, Brüssel oder Berlin an Bedeutung. Die Menschen setzen zunehmend auf eine umweltfreundliche, sportliche, gesunde und unabhängige Fortbewegung.</p> <p>Knapp 80 Prozent der Haushalte in Deutschland besitzen mindestens ein Fahrrad (<a href="https://www.mobilitaet-in-deutschland.de/publikationen2023.html"><strong>MID 2023</strong></a>). Nach Untersuchungen in deutschen Großstädten sind 40 bis 50 Prozent der Autofahrten kürzer als fünf Kilometer. Sie liegen damit in einem Entfernungsbereich, in dem das Fahrrad sogar das schnellste Verkehrsmittel ist (siehe Grafik). Und: Radfahren macht keinen Lärm, erzeugt keine schädlichen Abgase oder Feinstaub und vermindert die Unfallgefahr für andere.</p> <p><strong>Verkehrspolitik:</strong> Das Fahrrad wird vor allem in der Freizeit und im Urlaub genutzt, der Radtourismus stellt inzwischen einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor dar (z.B. Radnetz Deutschland). Auch die Bundesregierung fördert den Radverkehr im Sinne einer nachhaltigen, integrierten Verkehrsplanung. Ein wesentliches Instrument dieser Förderung ist der Nationale Radverkehrsplan. Der aktuelle <a href="https://www.bmv.de/SharedDocs/DE/Artikel/StV/Radverkehr/nationaler-radverkehrsplan-3-0.html"><strong>Nationale Radverkehrsplan 3.0 – Fahrradland Deutschland 2030</strong></a> folgt 11 Leitzielen und strebt unter anderem eine Verdopplung der gefahrenen Kilometer per Rad bis 2030 (Vgl. 2017) an. Das BMV unterstützt den Radverkehr zudem mit einer Reihe von <a href="https://www.bmv.de/SharedDocs/DE/Artikel/StV/Radverkehr/finanzielle-foerderung-des-radverkehrs.html">Förderprogrammen</a>. Auch im Rahmen der <a href="https://www.klimaschutz.de/de/foerderung-der-nki/foerderkompass/logistik-mobilitaet">Nationalen Klimaschutzinitiative</a> des <a href="https://www.klimaschutz.de/de">BMUKN</a> wird Radverkehr auf Bundesebene gefördert.</p> <p><strong>Öffentliche Fahrradverleihsysteme:</strong> Werden die Stärken der öffentlichen Verkehrsmittel mit den Vorteilen des Fahrrades verbunden, steigert das die individuelle Mobilität und nachhaltige Verkehrsmittelwahl (Nutzung im Verbund). Fahrradverleihsysteme haben meist mehrere Radverleihstationen, die häufig in der Nähe von Bahn- und Bushaltestellen verteilt sind. Damit können Einwohnerinnen und Einwohner sowie Besucherinnen und Besucher Fahrradfahrten auch spontan unternehmen. So lassen sich Angebotslücken des Öffentlichen Nahverkehrs umgehen. Für den Weg von der Bahnstation zum Büro oder von der Kneipe nach Hause stehen den Nutzerinnen und Nutzern nach einmaliger Anmeldung rund um die Uhr hunderte Fahrräder zum flexiblen Einsatz zu Verfügung. Zudem gibt es stationslose Radverleihe, bei denen man das Leihrad mittels GPS-App und Smartphone lokalisiert. In vielen Kommunen gibt es <a href="https://www.bmv.de/SharedDocs/DE/Artikel/StV/Radverkehr/lastenradverkehr.html"><strong>erfolgreiche Projekte</strong></a>, bei denen Lastenräder zum Verleih zur Verfügung gestellt werden. So können Bürgerinnen und Bürger den Transport von größeren oder schwereren Gegenständen auf kürzeren Strecken auch ohne Pkw bewältigen.</p> <p><strong>Gesetzeslage:</strong> Das Radfahren tangiert viele rechtliche Aspekte: Welche Lichtanlagen sind am Fahrrad vorgeschrieben? Welche Wege muss und welche darf man als Radfahrender benutzen? Was muss man bei der Leitung von Radelgruppen beachten? Die rechtlichen Grundlagen finden sich unter anderem in der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO), der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO), dem Personenbeförderungsgesetz (PBefG) und der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV). Das Internetangebot vom ADFC <a href="https://www.adfc.de/artikel/verkehrsregeln-fuer-radfahrende"><strong>Verkehrsrecht für Radfahrende</strong></a> bietet hierzu eine Übersicht von Paragraphen, die das Radfahren betreffen.</p> <p>Weitere Informationen finden Sie auf unserer Themenseite <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/3321"><strong>Radverkehr</strong></a> (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a>-Themenseite).</p> 28.04.2017 Erklärfilm: Verkehr in der Stadt </p><p> So macht klimafreundliches Radfahren noch mehr Spaß <ul> <li>Nutzen Sie das Fahrrad so oft wie möglich: Dies schont Ihren Geldbeutel, hält Sie gesund und hilft der Umwelt.</li> <li>Halten Sie Ihr Fahrrad in Schuss: Nur so bereitet es auch Fahrfreude und ist verkehrssicher.</li> <li>Achten Sie beim Kauf auf Markenqualität. Dies sichert die Langlebigkeit des Rades und seiner Komponenten und dient Ihrer Sicherheit.</li> </ul> </p><p> Gewusst wie <p>Das Fahrrad ist das umweltfreundlichste Verkehrsmittel: emissionsfrei, leise, effizient, klimaschonend – darüber hinaus vielseitig, schnell, kostengünstig und gesundheitsfördernd.</p> <strong>Galerie: Radfahren - Ein #BigPoint in Sachen Klimaschutz</strong> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/sharepic_bigpoint_auto_blau_karussel1.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/sharepic_bigpoint_auto_blau_karussel2.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/sharepic_bigpoint_auto_blau_karussel3.jpg"> </a> Weiter <i> </i> Vorherige <i> </i> caption </p><p> <p><strong>Das richtige Rad: </strong>Für jeden Einsatzbereich gibt es spezielle Räder. Vom City-Rad über Tourenrad, Rennrad, Gravelbike, Mountainbike, Liegerad bis hin zum Lastenrad. Auch gibt es Pedelecs und E-Bikes, also Räder mit elektrischem Motor im Angebot. Welches Rad zu wem passt, kann man pauschal nicht sagen. Für alle Alltagsradler*innen können aber folgende Hinweise Orientierung bieten:</p> <ul> <li>Bequem und alltagstauglich: Das Gesamtgewicht sollte 18 Kilogramm nicht überschreiten, die Reifenbreite mindestens 37 Millimeter betragen. Das Rad sollte über Schutzbleche sowie einen Gepäckträger mit einer Traglast von mindestens 25 Kilogramm verfügen.</li> <li>Wartungsarm: Nabenschaltungen sind wartungsärmer als Kettenschaltungen und haben inzwischen auch große Übersetzungsvarianzen. Die Kette kann in einem geschlossenen Kettenschutz liegen. Federgabeln und Scheibenbremsen sind wartungsintensiver.</li> <li>Verkehrssicher: Das Rad sollte mit einem Nabendynamo ausgerüstet sein, der auch bei Regen verlässlich und ausreichend Licht gibt; Vorder- und Rücklicht mit Standlichtfunktion. Achten Sie auf ein hochwertiges Bremssystem. Sofern das Fahrrad mit Felgenbremsen ausgerüstet ist, achten Sie auf Felgen mit Verschleißindikator und tauschen Sie die Felge bei angezeigtem Verschleiß aus. Unabhängig vom Bremsentyp ist die regelmäßige Kontrolle und der rechtzeitige Austausch der Bremsbeläge zu empfehlen.</li> <li>Gesichert: Sichern Sie Ihr Rad möglichst immer über den Rahmen an einem festen Gegenstand. Massive Bügelschlösser sind besonders schwer zu knacken. Flexiblere Schlösser wie Panzerkabel und Kettenschlösser eignen sich hingegen besser, um Räder festzuketten oder zusammenzuschließen. Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, kombiniert verschiedene Schlösser miteinander. Für wertvolle Räder lohnt sich eine Fahrradversicherung, die oft günstig über die Hausratversicherung abgeschlossen werden kann.</li> </ul> <p><strong>Gesundheit:</strong> Es gibt kaum einen gesünderen Ausdauersport als Fahrrad fahren. Mit regelmäßigem Radtraining nimmt das Herzvolumen zu, die Blutgefäße werden elastischer, und das Gehirn wird besser durchblutet – ideal, um Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen. Darüber hinaus sinkt der Ruhepuls, und die Atmung wird effektiver. Auch als Fettkiller ist Radfahren optimal, Übergewichtige trainieren auf dem Rad, ohne die Gelenke zu belasten: Wer zügig fährt (20 km/h), verbrennt circa 500 Kalorien in der Stunde. Laut <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/who">WHO</a> reichen bereits 30 Minuten tägliche Bewegung, um Gesundheit und Wohlbefinden erheblich zu steigern. Radfahren ist ideal dafür geeignet. Auch zeigen viele Beispiele aus Großunternehmen mit innerbetrieblichem Mobilitätsmanagement, dass mit steigender Anzahl Rad fahrender Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die krankheitsbedingten Fehlzeiten abnehmen.</p> <p><strong>Was Sie noch tun können:</strong></p> <ul> <li>Warten Sie Ihr Fahrrad regelmäßig oder schließen Sie mit einem Fahrradhändler einen Wartungsvertrag ab.</li> <li>Kaufen Sie mit dem Fahrrad ein: Fahrradtaschen oder Lenkradkorb ermöglichen die sichere Beförderung kleinerer und mittlerer Lasten.</li> <li>Mit einem Fahrradanhänger oder einem Lastenrad (mit oder ohne elektrischer Motorunterstützung) können Sie auch schwerere Lasten (z.B. Getränkekisten) oder Kinder einfach transportieren.</li> <li>Beachten Sie die Hinweise zum Radfahren in der Schwangerschaft und mit Kindern von <a href="https://www.radfahren-mit-baby.de/"><strong>Fahrrad und Familie e.V.</strong></a> und vom <a href="https://www.adfc.de/dossier/familienlogistik-kindertransport-per-rad"><strong>ADFC</strong></a>.</li> <li>Nutzen Sie das Fahrrad in Kombination mit öffentlichen Verkehrsmitteln (z.B. Arbeits- oder Schulweg) – so können Sie auch längere Strecken umwelt- und klimaschonender zurücklegen.</li> <li>Damit Ihre Kinder lernen, selbstständig, aktiv und sicher per Fahrrad zur Schule zu gelangen, können Sie einen <a href="https://kinderaufsrad.org/aktiv-werden/fahrradbus-bicibus-bike-bus/"><strong>Fahrradbus</strong></a> ins Leben rufen. Unterstützen Sie Ihr Kind auch dabei, sicher <a href="https://www.udv.de/resource/blob/79932/35e260dd7b4d23d47d29d6c36758c3a6/broschuere-kinder-lernen-radfahren-uebungsheft-data.pdf">Fahrrad fahren zu lernen</a>.</li> <li>Machen Sie Urlaub mit dem Fahrrad.</li> <li>Beachten Sie unsere Tipps zu <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/30412"><strong>E-Bike und Pedelecs</strong></a>.</li> </ul> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/366/bilder/wegevergleich_uba.png"> </a> <strong> Wegevergleich: von Tür zu Tür im Stadtverkehr </strong> Quelle: Umweltbundesamt <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/366/bilder/wegevergleich_uba.png">Bild herunterladen</a> (161,45 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/366/bilder/dateien/wegevergleich_uba.pdf">Diagramm als PDF</a> (187,86 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/366/bilder/dateien/wegevergleich_uba_excel.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten</a> (27,29 kB) Weiter <i> </i> Vorherige <i> </i> </p><p> Hintergrund <p><strong>Fahrradnutzung:</strong> Viele Menschen fahren mit dem Fahrrad. Das belegen bundesweite Mobilitätsuntersuchungen wie <a href="https://www.mobilitaet-in-deutschland.de/index.html"><strong>Mobilität in Deutschland (MID)</strong></a>. Insgesamt werden in Deutschland jedoch noch immer "nur" elf Prozent aller Wege mit dem Rad zurückgelegt. Dabei boomt in einigen Städten der Radverkehr während er in anderen Städten und Gemeinden stagniert oder sogar abnimmt. Vor allem im ländlichen Raum ist der Radfahrtrend häufig noch nicht angekommen. Andere Länder sind Deutschland weit voraus: die Niederlande erreichen einen Radverkehrsanteil von <a href="https://www.government.nl/themes/transport/bicycles/bicycle-policy-in-the-netherlands"><strong>27 Prozent</strong></a> und Dänemark <a href="https://www.man.dtu.dk/english/-/media/institutter/management/scientific-advice/transportvaneundersoegelsen/t-u/tu-udgivelser/tu_denmark_2025.pdf">knapp 15 Prozent</a>. Insgesamt verliert die Autonutzung in den europäischen Großstädten wie Kopenhagen, Paris, Brüssel oder Berlin an Bedeutung. Die Menschen setzen zunehmend auf eine umweltfreundliche, sportliche, gesunde und unabhängige Fortbewegung.</p> <p>Knapp 80 Prozent der Haushalte in Deutschland besitzen mindestens ein Fahrrad (<a href="https://www.mobilitaet-in-deutschland.de/publikationen2023.html"><strong>MID 2023</strong></a>). Nach Untersuchungen in deutschen Großstädten sind 40 bis 50 Prozent der Autofahrten kürzer als fünf Kilometer. Sie liegen damit in einem Entfernungsbereich, in dem das Fahrrad sogar das schnellste Verkehrsmittel ist (siehe Grafik). Und: Radfahren macht keinen Lärm, erzeugt keine schädlichen Abgase oder Feinstaub und vermindert die Unfallgefahr für andere.</p> <p><strong>Verkehrspolitik:</strong> Das Fahrrad wird vor allem in der Freizeit und im Urlaub genutzt, der Radtourismus stellt inzwischen einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor dar (z.B. Radnetz Deutschland). Auch die Bundesregierung fördert den Radverkehr im Sinne einer nachhaltigen, integrierten Verkehrsplanung. Ein wesentliches Instrument dieser Förderung ist der Nationale Radverkehrsplan. Der aktuelle <a href="https://www.bmv.de/SharedDocs/DE/Artikel/StV/Radverkehr/nationaler-radverkehrsplan-3-0.html"><strong>Nationale Radverkehrsplan 3.0 – Fahrradland Deutschland 2030</strong></a> folgt 11 Leitzielen und strebt unter anderem eine Verdopplung der gefahrenen Kilometer per Rad bis 2030 (Vgl. 2017) an. Das BMV unterstützt den Radverkehr zudem mit einer Reihe von <a href="https://www.bmv.de/SharedDocs/DE/Artikel/StV/Radverkehr/finanzielle-foerderung-des-radverkehrs.html">Förderprogrammen</a>. Auch im Rahmen der <a href="https://www.klimaschutz.de/de/foerderung-der-nki/foerderkompass/logistik-mobilitaet">Nationalen Klimaschutzinitiative</a> des <a href="https://www.klimaschutz.de/de">BMUKN</a> wird Radverkehr auf Bundesebene gefördert.</p> <p><strong>Öffentliche Fahrradverleihsysteme:</strong> Werden die Stärken der öffentlichen Verkehrsmittel mit den Vorteilen des Fahrrades verbunden, steigert das die individuelle Mobilität und nachhaltige Verkehrsmittelwahl (Nutzung im Verbund). Fahrradverleihsysteme haben meist mehrere Radverleihstationen, die häufig in der Nähe von Bahn- und Bushaltestellen verteilt sind. Damit können Einwohnerinnen und Einwohner sowie Besucherinnen und Besucher Fahrradfahrten auch spontan unternehmen. So lassen sich Angebotslücken des Öffentlichen Nahverkehrs umgehen. Für den Weg von der Bahnstation zum Büro oder von der Kneipe nach Hause stehen den Nutzerinnen und Nutzern nach einmaliger Anmeldung rund um die Uhr hunderte Fahrräder zum flexiblen Einsatz zu Verfügung. Zudem gibt es stationslose Radverleihe, bei denen man das Leihrad mittels GPS-App und Smartphone lokalisiert. In vielen Kommunen gibt es <a href="https://www.bmv.de/SharedDocs/DE/Artikel/StV/Radverkehr/lastenradverkehr.html"><strong>erfolgreiche Projekte</strong></a>, bei denen Lastenräder zum Verleih zur Verfügung gestellt werden. So können Bürgerinnen und Bürger den Transport von größeren oder schwereren Gegenständen auf kürzeren Strecken auch ohne Pkw bewältigen.</p> <p><strong>Gesetzeslage:</strong> Das Radfahren tangiert viele rechtliche Aspekte: Welche Lichtanlagen sind am Fahrrad vorgeschrieben? Welche Wege muss und welche darf man als Radfahrender benutzen? Was muss man bei der Leitung von Radelgruppen beachten? Die rechtlichen Grundlagen finden sich unter anderem in der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO), der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO), dem Personenbeförderungsgesetz (PBefG) und der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV). Das Internetangebot vom ADFC <a href="https://www.adfc.de/artikel/verkehrsregeln-fuer-radfahrende"><strong>Verkehrsrecht für Radfahrende</strong></a> bietet hierzu eine Übersicht von Paragraphen, die das Radfahren betreffen.</p> <p>Weitere Informationen finden Sie auf unserer Themenseite <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/3321"><strong>Radverkehr</strong></a> (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a>-Themenseite).</p> 28.04.2017 Erklärfilm: Verkehr in der Stadt </p><p>Informationen für...</p>