<p> <p>Unternehmen und andere Organisationen leisten mit dem Betrieb von Umwelt- und Energiemanagementsystemen einen Beitrag zum nachhaltigen Wirtschaften. EMAS hat sich als wirksamstes Instrument des Umweltmanagements bewährt. Es ergänzt die Umweltmanagementnorm ISO 14001 um mehr Transparenz und Rechtssicherheit und hat Schnittstellen zum Energiemanagement sowie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung.</p> </p><p>Unternehmen und andere Organisationen leisten mit dem Betrieb von Umwelt- und Energiemanagementsystemen einen Beitrag zum nachhaltigen Wirtschaften. EMAS hat sich als wirksamstes Instrument des Umweltmanagements bewährt. Es ergänzt die Umweltmanagementnorm ISO 14001 um mehr Transparenz und Rechtssicherheit und hat Schnittstellen zum Energiemanagement sowie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung.</p><p> Umwelt- und Energiemanagement in Deutschland – eine positive Bilanz <p>Organisationen in Deutschland stehen Umwelt- und Energiemanagementsystemen aufgeschlossen gegenüber. Die Zahl der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/emas">EMAS</a>-registrierten Standorte sowie der nach ISO 14001 und ISO 50001 zertifizierten Organisationen ist in den letzten Jahren gestiegen. Ende April 2026 waren in Deutschland rund 1,4 Millionen Personen in EMAS-registrierten Organisationen beschäftigt.</p> </p><p> EMAS - „Eco-Management and Audit Scheme“– Entwicklungen seit 2005 <p>Nach einer wechselhaften Entwicklung zwischen 2005 und 2020 stieg die Zahl der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/emas">EMAS</a>-Registrierungen im Trend an, im Jahr 2025 sogar deutlich. Ende 2025 waren 1.228 Organisationen und 5.510 Standorte in Deutschland EMAS registriert. (siehe Abb. „Anzahl EMAS-registrierter Organisationen, Standorte und Beschäftigte“). Darunter befinden sich 15 deutsche Standorte von EMAS-Organisationen, die im europäischen Ausland registriert sind. Das deutsche EMAS-Register führt zusätzlich 66 Standorte deutscher Organisationen im Ausland, die in der Abbildung nicht berücksichtigt sind. </p> <p>Der Sprung von 2023 auf 2024 ist durch die Registrierung von rund 2.000 Standorten eines großen deutschen Lebensmitteleinzelhändlers zu erklären. Bis 2030 sollen 5.000 Standorte nach EMAS validiert sein. Dies ist das Ziel der Bundesregierung in der <a href="https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/nachhaltigkeitspolitik/die-deutsche-nachhaltigkeitsstrategie-318846">Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie</a>. Im Mai 2026 wurde ein neuer Höchststand von 7.686 Standorten erreicht. Der Sprung im Jahr 2026 geht vornehmlich auf die Registrierung eines Einzelhandelunternehmens mit rund 1.800 Standorten zurück.</p> <p>Betrachtet man die Verteilung nach Bundesländern, so zeigt sich: EMAS ist in Deutschland zahlenmäßig am weitesten in Bayern (25 % der EMAS-Organisationen), Baden-Württemberg (25 % der EMAS-Organisationen) und Nordrhein-Westfalen (14 %) verbreitet (siehe Tab. „EMAS-registrierte Unternehmen und Organisationen in Deutschland – Aufschlüsselung nach Bundesländern“). Der Großteil der EMAS-Organisationen sind Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes.</p> <p>Im September 2025 erfüllten EU-weit 4.141 Organisationen an 16.154 Standorten die EMAS-Anforderungen. </p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/DE_Indikator_WIRT-05_Umweltmanagement_2026-06-11.png"> </a> <strong> Anzahl EMAS-registrierter Organisationen, Standorte und Beschäftigte </strong> Quelle: EMAS-Register <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/DE_Indikator_WIRT-05_Umweltmanagement_2026-06-11.png">Bild herunterladen</a> (222,88 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/DE_Indikator_WIRT-05_Umweltmanagement_2026-06-11.pdf">Diagramm als PDF</a> (44,52 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/DE-EN_Indikator_WIRT-05_Umweltmanagement_2026-06-11.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten</a> (41,79 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/3_Tab_EMAS-BuLae_2026-06-11.png"> </a> <strong> EMAS-registrierte Unternehmen und Organisationen in Deutschland - Aufschlüsselung nach Bundesländern </strong> Quelle: Deutscher Industrie- und Handelskammertag <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/3_Tab_EMAS-BuLae_2026-06-11.png">Bild herunterladen</a> (109,99 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/3_Tab_EMAS-BuLae_2026-06-11.pdf">Tabelle als PDF zur vergrößerten Darstellung</a> (57,92 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/3_Tab_EMAS-BuLae_2026-06-11.xlsx">Tabelle als Excel</a> (231,94 kB) Weiter <i> </i> Vorherige <i> </i> </p><p> Rechtsgrundlagen zu EMAS <p>EMAS ist die englische Kurzbezeichnung für ein Umweltmanagement- und Auditsystem nach der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/12982">europäischen EMAS-Verordnung</a>, die 1995 eingeführt wurde. Es zielt auf Unternehmen und sonstige Organisationen, die ihre Umweltleistung systematisch und transparent verbessern wollen. Die aktuelle Rechtsgrundlage ist die <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/ALL/?uri=celex%3A32009R1221">Verordnung (EG) Nr. 1221/2009</a>, die durch die <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:32017R1505">Verordnung (EU) Nr. 2017/1505</a> (Anhänge I bis III) und <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?qid=1551437374936&uri=CELEX:32018R2026">Verordnung (EU) Nr. 2018/2026</a> (Anhang IV) geändert wurde. EMAS-Organisationen erfüllen gleichzeitig alle Anforderungen der Umweltmanagementnorm ISO 14001, gehen aber in wesentlichen Punkten darüber hinaus. EMAS umfasst auch die Energienutzung als bedeutenden Umweltaspekt. Daher sind für EMAS-Anwender nur wenige inhaltliche Anpassungen und Konkretisierungen erforderlich, um die Anwendung der internationalen Energiemanagementsystemnorm ISO 50001 zu vollziehen. Umgekehrt kann ein Energiemanagementsystem auch als Einstieg zu einem alle Umweltaspekte umfassenden Umweltmanagementsystem nach EMAS sein. Ein Umweltmanagementsystem nach EMAS ist auch eine gute Grundlage für die Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichts (weitere Informationen zur Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen finden Sie auf unserer <a href="http://www.umweltbundesamt.de/CSRD">Themenseite</a>), und zum nachhaltigen Lieferkettenmanagement.</p> </p><p> ISO 14001 <p>Weltweit gibt es nach einer Umfrage der ISO rund 300.000 gültige Zertifikate nach der Umweltmanagementsystem-Norm ISO 14001 (siehe Abb. „Weltweite Anzahl an ISO 14001-Zertifikaten“, Stand 2023). Zum Vergleich: Für die internationale Norm zum Qualitätsmanagement – ISO 9001 – bestehen rund 840.000 Zertifikate (Stand 2023). Der Großteil der ISO 14001-Zertifikate wird in China ausgestellt, gefolgt von Italien, Japan, Südkorea und Großbritannien. Aktuellere Daten liegen derzeit nicht vor.</p> <p>Die Daten basieren auf einer <a href="https://www.iso.org/the-iso-survey.html">freiwilligen Umfrage der ISO</a> bei den nationalen Akkreditierungs- und Zertifizierungsstellen. Die Angaben können je nach Beteiligung dieser Stellen schwanken und erfassen nicht alle ausgestellten Zertifikate. Im Jahr 2018 wurde eine methodische Berichtigung in der ISO-Umfrage durchgeführt, die den Sprung in den Zertifizierungszahlen erklärt. Auch die Anzahl der gültigen Zertifikate im Jahr 2023 ist nur bedingt aussagekräftig, da sich die chinesische Akkreditierungsstelle nicht an der ISO-Umfrage beteiligte. In China waren in der Vergangenheit die meisten gültigen ISO 14001-Zertifikate zu verzeichnen. Für das Jahr 2022 wurden allein aus China rund 300.000 Zertifikate gemeldet. Gemäß der ISO-Umfrage bestanden in Deutschland im Jahr 2023 mindestens 9.073 gültige Zertifikate.</p> <p>Die europäische <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/emas">EMAS</a>-Verordnung enthält die Inhalte der ISO 14001 an zentraler Stelle. Aus diesem Grund ist ein Großteil der EMAS-Organisationen auch nach ISO 14001 zertifiziert – ohne Mehraufwand. Im Gegenzug besitzen Organisationen mit einem Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 eine gute Ausgangsbasis, um an EMAS teilzunehmen.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/4_abb_iso-14001-zertifizierungen_2025-07-16.png"> </a> <strong> Weltweite Anzahl an ISO 14001 Zertifikaten </strong> Quelle: Umweltbundesamt Downloads: <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/4_abb_iso-14001-zertifizierungen_2025-07-16.pdf">Diagramm als PDF (158,83 kB)</a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/4_abb_iso-14001-zertifizierungen_2025-07-16.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten (28,09 kB)</a></li> </ul> </p><p> ISO 50001 <p>Für die internationale Energiemanagementsystem-Norm ISO 50001 erfasst die ISO-Umfrage im Jahr 2023 weltweit rund 25.000 gültige Zertifikate. Mehr als 40 % davon, rund 10.362 Zertifikate, bestehen in Deutschland. In Deutschland war ein signifikanter Anstieg der Zertifizierungen nach der ISO 50001 vom Jahr 2022 auf das Jahr 2023 zu beobachten. Eine Reihe von <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/emas">EMAS</a>-Organisationen hat auch ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 eingeführt.</p> <p>Weitere Informationen zu Umwelt- und Energiemanagementsystemen finden Sie auf unseren <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/14598">Themenseiten</a>.</p> </p><p> </p><p>Informationen für...</p>
<p> <p>Produkte aus recyceltem statt neu aus Erdöl hergestelltem Kunststoff sind umweltfreundlicher. Die Herkunft des Kunststoffabfalls und den tatsächlichen Rezyklatgehalt der Produkte sollen Zertifikate belegen. Doch wie aussagekräftig sind sie? Eine Untersuchung von zehn Zertifizierungssystemen im Auftrag des UBA zeigt erhebliche Unterschiede bei Untersuchungsumfang und -tiefe und bei der Transparenz.</p> </p><p>Produkte aus recyceltem statt neu aus Erdöl hergestelltem Kunststoff sind umweltfreundlicher. Die Herkunft des Kunststoffabfalls und den tatsächlichen Rezyklatgehalt der Produkte sollen Zertifikate belegen. Doch wie aussagekräftig sind sie? Eine Untersuchung von zehn Zertifizierungssystemen im Auftrag des UBA zeigt erhebliche Unterschiede bei Untersuchungsumfang und -tiefe und bei der Transparenz.</p><p> Zertifikate wichtig für glaubwürdigen Nachweis des Umweltnutzens <p>Aus recycelten Kunststoffabfällen gewonnene Kunststoffe, sogenannte Recycling-Kunststoffe oder Kunststoffrezyklate, sind in der Regel mit weniger schädlichen <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klima">Klima</a>- und Umweltwirkungen verknüpft als Kunststoffe, die aus Rohöl hergestellt werden (sogenannte „virgin“-Kunststoffe). Deshalb sind Produkte aus Recycling-Kunststoffen meist die nachhaltigere Wahl, und viele Unternehmen bewerben ihre Produkte mit entsprechenden Hinweisen, dass recycelter Kunststoff eingesetzt wurde.</p> <p>Weil einem Kunststoff jedoch grundsätzlich nicht angesehen werden kann, ob es sich um Recycling- oder „virgin“-Kunststoff handelt, und selbst Labortests hierüber nicht sicher Auskunft geben können, bedarf es für eine glaubwürdige Kommunikation des Rezyklatgehaltes gegenüber Verbraucherinnen*Verbrauchern oder gewerblichen Kundinnen*Kunden einer Überprüfung der Lieferkette und Herstellungsprozesse – von der Anlieferung des Kunststoffabfalls bis zur Auslieferung des rezyklathaltigen Produkts – durch unabhängige Dritte. Sogenannte Zertifizierungssysteme bieten eine solche Kontrolle und Verifizierung als Dienstleistung an, und viele Hersteller von Produkten aus Recycling-Kunststoffen nutzen deren Zertifikate als Nachweis für die Richtigkeit und Glaubwürdigkeit ihrer Werbeaussagen.</p> <p>Das Umweltbundesamt begrüßt den Einsatz von Recycling-Kunststoffen als wichtigen Beitrag zum nachhaltigen Konsum. Aus diesem Grund wird unter anderem für viele Produktgruppen des „Blauen Engels“ – dem Umweltzeichen der deutschen Bundesregierung – der Einsatz von Recycling-Kunststoffen gefordert, was durch die Hersteller, welche ihre Produkte mit dem „Blauen Engel“ auszeichnen lassen möchten, durch entsprechende Zertifikate nachgewiesen werden muss. Vor diesem Hintergrund hatte das Umweltbundesamt ein Sachverständigengutachten in Auftrag gegeben, im Rahmen dessen eine Auswahl von zehn (von insgesamt über 30 recherchierten) Zertifizierungssystemen umfassend und detailliert analysiert und bewertet wurde. </p> Zertifizierungssysteme unterscheiden sich erheblich <p>Im Ergebnis haben die Forscher*innen des Ecologic Instituts und des Instituts für Energie und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/kreislaufwirtschaft">Kreislaufwirtschaft</a> an der Hochschule Bremen erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Zertifizierungssystemen festgestellt. Diese Unterschiede betreffen zum einen den jeweiligen <strong>Zertifizierungsgegenstand</strong>, wobei drei Grundtypen unterschieden werden können: </p> <ol> <li>Zertifizierung eines Recyclingprozesses oder -betriebes, </li> <li>Zertifizierung eines rezyklathaltigen Kunststoffes als Werkstoff bzw. Zwischenprodukt oder </li> <li>Zertifizierung eines Endprodukts, das rezyklierten Kunststoff enthält. </li> </ol> <p>Zum anderen unterscheiden sich die untersuchten Systeme hinsichtlich der <strong>Aspekte</strong>, welche im Zuge der Zertifizierung konkret adressiert werden. Hierbei geht es beispielsweise um die Bestätigung der Herkunft der verwendeten Kunststoffabfälle, das heißt, ob die verwendeten Abfälle aus der haushaltsnahen Sammlung („Gelber Sack“) stammten oder Gewerbe- bzw. Industrieabfälle waren. Weitere relevante Gesichtspunkte betreffen das angewandte Recyclingverfahren, also ob die Abfälle mechanisch oder chemisch recycelt wurden, sowie ob und in welchem Umfang beim Recycling- und Herstellungsprozess Maßnahmen des Umweltschutzes umgesetzt wurden. Diese und weitere Eigenschaften der Lieferkette und Herstellungsprozesse von Kunststoffrezyklaten und rezyklathaltigen Produkten sind insofern von Bedeutung, als dass der Beitrag für den Umwelt- und Ressourcenschutz je nach Verfahren und eingesetzten Abfällen unterschiedlich hoch ausfällt.</p> Mangel an Transparenz <p>Besonders auffällig ist, dass viele der untersuchten Systeme nicht hinreichend transparent darüber Auskunft geben, worauf sie bei der Zertifizierung tatsächlich achten und wie sie im Rahmen der sogenannten Audits die Einhaltung der Zertifizierungskriterien in der Praxis überprüfen. Dies ist problematisch, weil ohne diese Informationen nicht nachvollziehbar ist, in welchem Umfang und in welcher Tiefe die zertifizierten Prozesse oder Produkte kontrolliert worden sind. Für drei der analysierten Systeme waren so wenige Informationen verfügbar, dass eine Bewertung nur sehr eingeschränkt und nur unter Vorbehalt möglich war. Die Hälfte der untersuchten Systeme reagierte zudem nicht auf Anfragen bzw. stellte die notwendigen Informationen auch auf direkte Nachfrage nicht zur Verfügung.</p> <p>Dieser Befund macht deutlich, dass beim Kauf von Produkten aus Recycling-Kunststoffen sehr genau hingeschaut werden sollte, nach welchem Zertifizierungssystem der Rezyklatgehalt zertifiziert wurde, und dass zumindest bei einigen Zertifizierungen Zweifel an deren Robustheit und Glaubwürdigkeit angebracht sind. </p> <p>Welche Leistungsmerkmale die untersuchten Zertifizierungssysteme im Einzelnen aufweisen und wie sie im Rahmen der durchgeführten Bewertung jeweils abgeschnitten haben, können alle Interessierten im <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/analyse-bewertung-von-zertifizierungssystemen-fur">Gutachten „Analyse und Bewertung von Zertifizierungssystemen für Recycling-Kunststoffe</a> (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a>-Texte 130/2026) nachlesen. Dieses enthält unter anderem eine detaillierte Bewertungsmatrix, in welcher alle zehn untersuchten Systeme einander gegenübergestellt sind. Des Weiteren wird jedes System in einem <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/analyse-bewertung-von-zertifizierungssystemen-fur">Steckbrief</a> ausführlicher vorgestellt. Ausgewählte Kernergebnisse sind in diesem <a href="https://www.umweltbundesamt.de/dokument/analyse-bewertung-von-zertifizierungssystemen-fuer">Kurz-Dokument</a> zusammengefasst. </p> <p><strong>Umweltzeichen Blauer Engel nur mit glaubwürdigem Zertifikat</strong></p> <p>Das <a href="https://www.blauer-engel.de/de/zertifizierung/vergabekriterien#UZ30a-2024">Umweltzeichen Blauer Engel für Produkte aus Recycling-Kunststoffen</a> (DE‑UZ 30a) wird an Kunststoffprodukte verliehen, welche bestimmte Umwelt- und Gesundheitsanforderungen erfüllen. Hierzu zählt neben einem Ausschluss bzw. einer Minimierung vieler umwelt- und gesundheitsgefährdender Stoffe auch die Vorgabe, dass mindestens 80 Prozent des eingesetzten Kunststoffs sogenannte „Post Consumer“-<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/rezyklate">Rezyklate</a> (PCR; Haushalts-/Gewerbeabfälle) aus dem mechanischen Recycling sein müssen, was durch Vorlage entsprechender Zertifikate nachgewiesen werden muss. Das nun vorliegende Sachverständigengutachten hat einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, hierfür geeignete Zertifizierungssysteme zu identifizieren. Darüber hinaus beinhalten die Ergebnisse des Gutachtens eine Kriterienliste und Methodik, mithilfe derer zukünftig weitere Zertifizierungssysteme eigenständig durch das UBA oder Dritte analysiert und bewertet werden können. Derzeit werden beim „Blauen Engel“ für Produkte aus Recycling-Kunststoffen Zertifikate von RecyClass und GRS (die im vorliegenden Ranking am besten abgeschnitten haben) sowie das ECVP("Environmental Claim Validation Procedure for Recycled Content“)-Zertifikat von UL Solutions akzeptiert.</p> </p><p>Informationen für...</p>
Versorgungssicherheit bei Strom und Gas, Energieverbrauch, Einsparziele, Maßnahmen, Bewertung der Energieversorger als Teil der Versorgungskette, Stützungsmaßnahmen für Energieversorger; Berichterstattung der Landesregierung im Ausschuss für Klima, Energie und Mobilität
According to the technical specifications the study aims to achieve the following objectives: - Collect technological, environmental and economic information in view of preparing a reference document on best environmental management practice for the EEE manufacturing sector, considering the whole value chain and with specific focus on supply chain management, manufacturing and recycling of end-of-use products; - Prepare a list of experts in improvement of environmental performance in the EEE manufacturing sector, which the JRC can involve in the development of the Sectoral Reference Document (SRD).
Die Wirtschaft muss sich zunehmend dem Thema Nachhaltigkeit stellen. Zu den wichtigsten Herausforderungen zählt die Reduzierung des Energieverbrauchs und der Treibhausgasemissionen aus industriellen Prozessen. Eine enge Zusammenarbeit mit Zulieferern hat sich dabei als wirkungsvolle Strategie erwiesen. Gemeinsam mit dem Institut für Industrielle Produktivität (IIP) untersuchte Ecofys mehrere sogenannter Supply Chain Initiatives. Solche Maßnahmen weisen signifikate Vorteile auf: Kostenersparnis, geringeres Klimafolgenrisiko, eine verbesserte Energie- und Treibhausgasbilanz. Auch möglich sind eine höhere Produktivität und Produktqualität sowie andere positive Auswirkungen (z.B. auf die effiziente Nutzung von Trinkwasser). Im Rahmen der Untersuchung werden eine Vielzahl verschiedener Ansätze betrachtet, mit deren Hilfe Abnehmer versuchen, Einfluss auf Hersteller und Industriekonzerne zu nehmen. Außerdem wird überprüft, welche Modelle und Design-Merkmale besonders erfolgreich sind und sich auf einen Großteil von Unternehmen übertragen lassen. Zehn Initiativen aus einer Vielzahl von Sektoren und Regionen wurden in ihrem Einfluss auf industrielle Treibhausgasemissionen und Energienutzung eingehend untersucht. Die untersuchten Lieferketten-Initiativen sind auch in der IIP Online Datenbank (http://www.iipnetwork.org/databases/supply-chain) erfasst.
Die Veranstaltungsreihe im Kreis Bernkastel-Wittlich zur Nachhaltigkeit in Unternehmen zeigt, wie ökologische und soziale Aspekte mit wirtschaftlichem Erfolg verbunden werden können. Sie richtet sich insbesondere an Inhaberinnen und Inhaber kleiner und mittlerer Unternehmen sowie an Mitarbeitende, die sich im Unternehmen mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigen und sich über praktische Umsetzungsansätze und Fördermöglichkeiten informieren möchten. Nachhaltigkeit spielt für Unternehmen eine immer wichtigere Rolle, nicht zuletzt, weil sie zunehmend von Auftraggebern, Lieferkettenpartnern und bei öffentlichen Ausschreibungen gefordert wird. Anforderungen entlang von Lieferketten, Erwartungen von Kunden und Mitarbeitenden sowie neue gesetzliche Rahmenbedingungen führen dazu, dass sich immer mehr Betriebe mit entsprechenden Strategien befassen. Die Veranstaltungsreihe greift diese Entwicklungen auf und zeigt, wie ökologische und soziale Aspekte mit wirtschaftlichem Erfolg verbunden werden können. Die Veranstaltungsreihe “Nachhaltigkeit im Unternehmen” umfasst drei Termine mit unterschiedlichen Schwerpunkten: 16. April 2026, 14.00 bis 17.00 Uhr WeinKulturgut Longen-Schlöder, Longuich „Nachhaltigkeit verstehen“ Einführung in nachhaltiges Wirtschaften aus unternehmerischer Perspektive Einordnung aktueller Anforderungen und Entwicklungen im Bereich Nachhaltigkeit Instrumente zur praktischen Umsetzung wie DNK-Plattform und EcoVadis Strategische Chancen durch freiwillige Nachhaltigkeitsberichterstattung 18. Juni 2026, 14.00 bis 17.00 Uhr Kinopalast Wittlich „Effizienz zahlt sich aus“ Vorstellung des EffCheck-Programms des Landes Rheinland-Pfalz Praxisbeispiel aus einem Unternehmen Fördermöglichkeiten für Energie- und Ressourceneffizienz Unterstützungsangebote des VDI Zentrums Ressourceneffizienz 3. September 2026, 14.00 bis 17.00 Uhr Industriepark Region Trier (IRT), Föhren „Nachhaltigkeit vor Ort erleben“ Nachhaltige Standortentwicklung im Industriepark Region Trier Praktische Maßnahmen zur Nachhaltigkeit auf dem Firmengelände Erfahrungsbericht eines Unternehmens zur Entwicklung und Umsetzung eines Nachhaltigkeitskonzepts Flyer zur Veranstaltungsreihe “Nachhaltigkeit in Unternehmen” Die Teilnahme an der Veranstaltungsreihe ist kostenfrei, eine vorherige Anmeldung unter www.wfg-tr-sab.de/short?url=2026Nachhaltigkeit ist erforderlich. Ansprechpartner: Herr Matthias Denis Telefon 06571 14-2494 E-Mail Matthias.Denis(at)Bernkastel-Wittlich.de
<p> <p>Der Klimawandel wirkt auf unterschiedliche Weise in vielen Sektoren. Klimawirkungsketten machen komplexe Zusammenhänge sichtbar, ermöglichen eine systematische Analyse und zeigen kritische Punkte für Anpassung auf. Für die nächste Klimarisikoanalyse des Bundes 2028/29 hat das UBA die Klimawirkungsketten überarbeitet. Sie bieten allen Akteuren einen Ausgangspunkt für eigene Klimarisikoanalysen.</p> </p><p>Der Klimawandel wirkt auf unterschiedliche Weise in vielen Sektoren. Klimawirkungsketten machen komplexe Zusammenhänge sichtbar, ermöglichen eine systematische Analyse und zeigen kritische Punkte für Anpassung auf. Für die nächste Klimarisikoanalyse des Bundes 2028/29 hat das UBA die Klimawirkungsketten überarbeitet. Sie bieten allen Akteuren einen Ausgangspunkt für eigene Klimarisikoanalysen.</p><p> <p>Die Folgen des Klimawandels sind weitreichender, als Schlagzeilen über steigende Temperaturen es vermuten lassen. Die klimatischen Veränderungen wirken auf zahlreiche Sektoren direkt, indem sie natürliche Ressourcen beeinträchtigen, aber auch die menschliche Gesundheit sowie Gebäude, Infrastrukturen und Materialien. Das Beispiel Hitze und Trockenheit zeigt, wie breit die Betroffenheit der Sektoren sein kann: Böden trocknen aus und Flusspegel sinken. Auf Äckern verdorren die Pflanzen. Wälder leiden, denn Bäume werden durch Trockenheit anfälliger für Schädlinge. Die Hitze beeinträchtigt die Konzentration und die körperliche Leistungsfähigkeit in Schulen und am Arbeitsplatz. In Krankenhäusern werden Menschen wegen Kreislaufproblemen behandelt. </p> <p>Gleichzeitig interagieren diese Effekte in den eng verknüpften natürlichen, sozialen und wirtschaftlichen Systemen. So kann eine klimatische Veränderung weitreichende, <strong>kaskadierende Folgen</strong> nach sich ziehen. Insbesondere die Folgen für natürliche Systeme wie Boden, Wasserhaushalt und Ökosysteme bleiben nicht auf die Natur beschränkt (siehe Abbildung oben). Anhaltendes Niedrigwasser auf den Binnenwasserstraßen etwa beeinträchtigt die Schifffahrt, da Frachtschiffe nur noch mit reduzierter Ladung fahren können. Die Folge sind Verzögerungen in den Lieferketten und steigende Kosten für Transport und anschließende Produktionsprozesse mit entsprechenden wirtschaftlichen Einbußen. So beeinflusst die direkte physische Betroffenheit der natürlichen Systeme indirekt auch die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Systeme. </p> <p>Einzelne Sektoren sind potenziell unterschiedlich betroffen, je nach Standort und Systemeigenschaften. Wie stark Hitze und Trockenheit sich auf landwirtschaftliche Kulturen auswirkt, hängt etwa von Standort, Bodeneigenschaften, Sorte und Anbaumethoden ab.</p> <p>Klimarisiken betreffen also gleichzeitig <strong>vielfältige Sektoren</strong> und eine <strong>Vielzahl von Einflussgrößen</strong> bestimmt ihr Ausmaß. Hinzu kommt, dass Kaskadeneffekte entstehen können. Diese Komplexität stellt alle Akteure der Klimaanpassung – von Landes- und Kommunalverwaltungen sowie Trägern weiterer öffentlicher Aufgaben bis hin zu Unternehmen – vor große Herausforderungen: Mit welchen Klimarisiken müssen sie sich angesichts der vielfältigen Einflüsse und Wirkzusammenhänge auseinandersetzen? Und wie können diese Zusammenhänge bei der Planung von Maßnahmen berücksichtigt werden?</p> Klimatischer Einfluss, <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/exposition">Exposition</a>, <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/sensitivitaet">Sensitivität</a>: Wie Wirkung entsteht <p>Um diese komplexen Zusammenhänge zu betrachten, eignen sich sogenannte <strong>Klimawirkungsketten (engl. „impact chains“)</strong>. Klimawirkungsketten stellen die Folgen des Klimawandels als Ursache-Wirkungs-Beziehungen dar, indem sie weitere Einflussfaktoren und mögliche Interaktionen berücksichtigen. Das Konzept hilft, mögliche <strong>Auswirkungen von Klimaveränderungen auf Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft</strong> zu erfassen und darzustellen.</p> <p>Eine Klimawirkungskette beschreibt in drei Schritten, wie der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimawandel">Klimawandel</a> zu Risiken für Gesellschaft, Wirtschaft oder Umwelt führen kann (siehe folgende Abbildung). Der erste Baustein ist der <strong>klimatische Einfluss (engl. climate hazard)</strong> selbst – wie Hitze, Trockenheit oder <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/starkregen">Starkregen</a>. Der zweite Baustein ist die räumliche <strong>Exposition (engl. exposure)</strong>. Dieser beschreibt, welche Systeme dem klimatischen Einfluss ausgesetzt sein können, etwa Gebäude, landwirtschaftliche Flächen oder Ökosysteme. Doch selbst wenn ein System betroffen ist, entsteht daraus nicht automatisch ein Risiko. Dafür ist die <strong>Sensitivität des Systems (engl. sensitivity oder vulnerability) </strong>entscheidend. Dieser dritte Baustein beschreibt Faktoren, die beeinflussen, ob ein System mehr oder weniger empfindlich auf einen klimatischen Einfluss reagiert.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/Ansatzpunkte%20Anpassungskapazit%C3%A4t.jpg"> </a> <strong> Klimarisiken ohne Anpassung entstehen durch klimatischen Einfluss, Sensitivität und Exposition. </strong> Quelle: KWRA 2021 </p><p> <p>Eine Klimawirkungskette zeigt darüber hinaus auf, welche <strong>Beziehungen zwischen den einzelnen Klimawirkungen </strong>bestehen. Die Pfeilverbindungen stellen dar, wie ökologische, technische oder wirtschaftliche Prozesse dazu führen, dass sich ein klimatischer Einfluss Schritt für Schritt ausbreitet. Damit lässt sich strukturieren und nachvollziehen, wo Klimarisiken entstehen und wie sie sich in andere Systeme übertragen und verstärken können. Indem Klimawirkungen in Wirkungsketten betrachtet werden, können damit auch zunächst verdeckte oder unterschätze <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimafolgen">Klimafolgen</a> sichtbar werden.</p> Wann wird ein Ereignis zu einem Risiko? Klimawirkungsketten in Risikoanalyse und Anpassung <p>Klimawirkungsketten sind eine <strong>zentrale Methode für Klimarisikoanalysen.</strong> Sie helfen zunächst dabei, komplexe Zusammenhänge zu sammeln und zu strukturieren. Bei der Analyse dienen sie als eine Art Landkarte für mögliche Klimawirkungen, deren Einflussfaktoren und Zusammenhänge. Auf diese Weise helfen die Wirkungsketten dabei, die Analyse zu strukturieren – von der Prioritätensetzung bis hin zur Operationalisierung jeder einzelnen <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimawirkung">Klimawirkung</a> mittels Daten, Literatur und Facheinschätzungen. Sie ermöglichen es, Klimarisikoanalysen systematisch durchzuführen, zu interpretieren und nachzuvollziehen. Dabei können quantitative und qualitative Informationen gleichermaßen berücksichtigt werden.</p> <p>Klimawirkungsketten geben zudem <strong>Hinweise, wo Anpassungsmaßnahmen besonders wirksam sein könnten</strong>. Denn indem sie übersichtlich darstellen, wie komplexe Faktoren bei der Entstehung einer Klimawirkung zusammenspielen, machen sie mögliche Eingriffspunkte entlang der Kette sichtbar. Der Ansatz verschiebt damit den Blick von der Frage „Welche Klimafolgen könnten auftreten?“ zur Frage <strong>„Welche Prozesse und Bedingungen führen dazu, dass ein Ereignis zu einem Risiko wird?“</strong>. Wenn etwa durch Dürren Ernten geringer ausfallen, könnten Maßnahmen an verschiedenen Stellen ansetzen. Durch Bewässerungssysteme kann die Wasserversorgung der Pflanzen verbessert werden. Die Wahl dürreresistenter Sorten und Kulturen kann dafür sorgen, dass die Pflanzen Trockenheit besser überstehen. Gezielter Humusaufbau kann den Wasserrückhalt im Boden verbessern. Nicht zuletzt kann ein Betrieb den Anbau und das Betriebsmodell diversifizieren, um den Verlust einzelner Kulturen abzupuffern.</p> Jetzt veröffentlicht: Überarbeitete Klimawirkungsketten der Klimarisikoanalyse für Deutschland 2028/29 <p>Klimawirkungsketten wurden vom Umweltbundesamt <strong>erstmals in der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/vulnerabilitaetsanalyse">Vulnerabilitätsanalyse</a> 2015</strong> als methodisches Grundgerüst eingesetzt und im Zuge der Klimawirkungs- und Risikoanalyse 2021 weiterentwickelt. Strukturiert nach den Handlungsfeldern des Klimaanpassungsgesetzes bilden die Klimawirkungsketten die Folgen des Klimawandels für Deutschland ab. </p> <p>In Vorbereitung der nächsten Klimarisikoanalyse für Deutschland 2028/29 wurden die Klimawirkungsketten der Vorgängeranalyse vereinfacht. Ähnliche Klimawirkungen, die bislang separat betrachtet wurden, sind nun in <a href="https://www.umweltbundesamt.de/dokument/klimawirkungsketten-umweltbundesamt-2026"><strong>aggregierten Klimawirkungen</strong></a> zusammengefasst und neu benannt. Dabei wurden die ehemals alleinstehenden Klimawirkungen überarbeitet. Als Teilaspekte der aggregierten Klimawirkung bleiben sie für die Analyse erhalten. Weiterhin wurden einzelne neue Klimawirkungen ergänzt. Diese Überarbeitung soll die anstehende Klimarisikoanalyse 2028/29 schlanker und übersichtlicher gestalten. Gleichzeitig bleibt der Überblick über alle relevanten Klimawirkungen und deren Einflussgrößen erhalten.</p> <p>Die Klimawirkungsketten der Klimarisikoanalyse des Bundes 2028/29 bieten für Klimarisikoanalysen anderer Akteure einen hilfreichen Ausgangspunkt. Klimawirkungsketten können grundsätzlich als <strong>flexibles Werkzeug</strong> für solche Analysen erstellt und angepasst werden. Ihr Fokus und der Detailgrad der Ausgestaltung hängen vom Betrachtungsgegenstand und Kontext ab. Das bedeutet, dass sich die Inhalte und Faktoren der Klimawirkungsketten in Abhängigkeit von der betrachteten Branche oder Region stark unterscheiden können. Um Klimawirkungsketten zu erarbeiten, bietet sich eine <strong>partizipative Herangehensweise</strong> oder eine Umsetzung im Team an. Dies ermöglicht es, viele Perspektiven auf Auswirkungen und Interaktionen zu berücksichtigen. Weitere Hinweise zur Erstellung und Anwendung von Klimawirkungsketten als Teil einer Klimarisikoanalyse sind im Leitfaden<em> </em><a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/klimarisikoanalysen-auf-kommunaler-ebene">Klimarisikoanalysen auf kommunaler Ebene</a> enthalten.</p> <p><strong>Autorin: </strong>Johanna Siebenlist (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a>)</p> <p><em>Dieser Artikel wurde als Schwerpunktartikel im Newsletter Klimafolgen und Anpassung Nr. 101 veröffentlicht. </em><a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/newsletter"><em>Hier</em></a><em> können Sie den Newsletter abonnieren.</em></p> <p> </p> </p><p> </p><p>Informationen für...</p>
Ausrufen der Alarmstufe des Notfallplans Gas, Wahrscheinlichkeit des Alarmstufenszenarios, Beurteilung potenzieller Preisanpassungen, Berücksichtigung sozialer Verhältnisse, Alternativmöglichkeiten, Gewährleistung der Versorgungssicherheit, alternative Lieferketten; Berichterstattung der Landesregierung im Ausschuss für Wirtschaft und Verkehr
Die Europäische Richtlinie für erneuerbare Energien (RED) enthält derzeit ein Ziel von 10Prozent erneuerbaren Energien im Verkehrssektor der EU im Jahr 2020. Biokraftstoffe werden bei der Zielerreichung voraussichtlich eine wichtige Rolle spielen. Sämtliche Biokraftstoffe, die auf diese Ziel angerechnet werden, müssen die Erfüllung von verbindlichen Nachhaltigkeitskriterien nachweisen. Zwei Jahre nach der Implementierung der Nachhaltigkeitsanforderungen hat die Europäische Kommission Ecofys gemeinsam mit Winrock und dem Institut für europäische Umweltpolitik (IEEP) beauftragt die praktische Umsetzung der Nachhaltigkeitsanforderungen anhand von drei wichtigen Aspekten zu überprüfen: 1) Notwendigkeit der Einführungen verpflichtender Nachhaltigkeitsanforderungen für Biokraftstoffe zum Schutz von Wasser, Boden und Luft: Die Risiken für Wasser, Boden und Luft durch den Anbau von Biokraftstoffrohstoffen unterscheiden sich kaum von den Risiken anderer landwirtschaftlicher Ausdehnung. Dennoch kann der Biokraftstoffmarkt zu einem erhöhten Druck auf die bestehende Ackerfläche führen. Der Schutz von Wasser, Boden und Luft ist lokal zu betrachten, da die Auswirkungen von der jeweiligen Betriebsführung vor Ort abhängig sind. Im Bericht werden bestehende Maßnahmen zur Vermeidung dieser Risiken, wie etwa freiwillige Nachhaltigkeitsstandards, untersucht und mögliche Kriterien für die Europäische Kommission entwickelt. 2) Effektivität und Verwaltungsaufwand nationaler Systeme zum Nachweis der Erfüllung der verpflichtenden Nachhaltigkeitsanforderungen: Die EU Mitgliedsstaaten haben unterschiedlichen Ansätze zur Implementierung der Nachhaltigkeitsanforderungen verfolgt. Die Wahl des entsprechenden Nachhaltigkeitssystems als solches sagt noch nichts über Effektivität oder Verwaltungsaufwand, allerdings können die entsprechenden Ausgestaltungen schon einen Einfluss haben. Die Ausgestaltung der Berichtspflicht oder die Möglichkeit des Nachweises der Nachhaltigkeit durch alternativer Mechanismen können beispielsweise einen beträchtlichen Einfluss haben. Im Bericht werden Empfehlungen gegeben, wie die Mitgliedsstaaten die Effektivität erhöhen und unnötigen Verwaltungsaufwand vermeiden können. Die nächste Herausforderung für die Mitgliedsstaaten ist die Harmonisierung der verschiedenen Systeme, um so die Effektivität EU weit zu erhöhen. 3) Erfahrungen in der Umsetzung des Massenbilanzsystems zur Überprüfung der Nachhaltigkeit entlang der Biokraftstofflieferkette: Die Biokraftstoffproduzenten haben große Anstrengungen unternommen, um die Rückverfolgbarkeit ihrer Lieferkette zu gewährleisten. Im Großen und Ganzen würden es die Stakeholder bevorzugen, wenn die EU an dem bestehenden Massenbilanzsystem festhält und sicherstellt, dass der gegenwärtige Ansatz optimiert und in allen Mitgliedsstaaten und Nachhaltigkeitssystemen vereinheitlicht wird. (Text gekürzt)
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 729 |
| Land | 33 |
| Weitere | 41 |
| Wirtschaft | 2 |
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| Zivilgesellschaft | 17 |
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|---|---|
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