Regionalisierte Agrarökosystemmodelle sind in der Lage die Konsequenzen menschlichen Wirtschaftens auf den Flächen in Bezug auf Stoffhaushalt und Stoffdynamik der Region zu beschreiben, zu analysieren und zu bewerten. Systematische Vergleiche zwischen Nutzungsarten werden i.d.R. mittels des Konzeptes der Szenariensimulationen untersucht. In diesem Projekt soll die Technik der Szenariensimulation für agrarökologische Standortmodell ersetzt werden durch die Integration der Simulationsmodell in Methoden der numerischen Kontrolltheorie. Die Anwendung der Kontrolltheorie liefert neben Aussagen über Stoffhaushalt und -dynamik auch Aussagen über die standortspezifisch optimale Managementstrategie und erlaubt so unterschiedliche Managementziele zu vergleichen und zu bewerten. Diese Methode soll systematisch für ein regionales Modell weiterentwickelt und angewendet werden. Konkreter Untersuchungsgegenstand ist das regionale Patuxent Watershed Landscape Modell der University of Maryland, USA. Die nötigen Methoden zur optimalen Kontrolle ökologischer Modelle sind in der Arbeitsgruppe des Antragstellers im Rahmen des SFB 179 'Wasser- und Stoffdynamik in Agrarökosystemen' entwickelt und validiert worden.
Am 4. September 2014 wurde in Washington eine Untersuchung von Greenpeace, der Universität von Maryland, Transparent World und dem World Resources Institute zum Zustand der intakten Waldwildnisflächen veröffentlicht. Sie basiert auf öffentlichen Satellitenbildern und eigenen Kartierungen der Organisationen. Die Ergebnisse der Auswertung zeigen, dass über 104 Millionen Hektar (8,1 Prozent) der letzten weltweit verbliebenen intakten Waldwildnisflächen im Zeitraum von 2000 bis 2013 zerstört wurden. Das entspricht einer Fläche dreimal so groß wie Deutschland. Fast 95 Prozent der verbleibenden Waldwildnis liegen in tropischen und borealen Regionen. Dort ist der Verlust seit dem Jahr 2000 besonders hoch. 47 Prozent der Zerstörung fand im borealen Waldgürtel, der Kanada, Russland und Alaska verbindet, statt. Die Karte zeigt auch, dass 25 Prozent der Waldwildnisgebiete im südamerikanischen Amazonasgebiet verschwanden, weitere 9 Prozent im afrikanischen Kongobecken.
Die Simulationsergebnisse biologischer, chemischer und physikalischer benthischer Prozesse im Aestuar haengen in grossem Masse von der Realisierung einer naturaehnlichen Turbulenzverteilung in den Laboranlagen ab. Probleme bestanden bisher bei saemtlichen Mesokosmossystemen (wie z.B. dem MERL-System), wo die Turbulenz der Wassersaeule nicht realitaetsnah an die Vorgaenge in der Bodengenzschicht angekoppelt werden kann. Damit fehlt das Instrumentarium zur Simulation biologischer und geochemischer Prozesse, die Wassersaeule und Boden gleichermassen erfassen. Durch eine geraetetechnische Kooperation zwischen der TUHH und der Univ. of Maryland soll dieses Ziel erreicht werden.
Auswirkungen des Klimawandels auf Zwischen- und Endlager in der Betriebsphase Meldung Stand: 04.05.2026 Die Folgen des Klimawandels sind längst auch in Mitteleuropa spürbar – und sie betreffen zunehmend kritische Infrastrukturen. Dazu zählen auch Zwischen- und Endlager für radioaktive Abfälle. Neue Forschungsergebnisse und Fachgespräche zeigen: Steigende Temperaturen, häufigere Extremwetterereignisse und veränderte Umweltbedingungen könnten sowohl die Standortsuche als auch den Betrieb solcher Anlagen beeinflussen. Klimarisiken frühzeitig erkennen und einplanen Vor diesem Hintergrund gewinnt die Vorsorge an Bedeutung. Fachleute betonen, dass sowohl die Auswahl geeigneter Standorte als auch die sicherheitsorientierte Planung von oberirdischen Anlagen und bergbaulichen Prozessen entscheidend sind. Eine zentrale Rolle spielen dabei verlässliche Klimaprognosen, die helfen, Risiken frühzeitig zu erkennen und technische Schutzmaßnahmen anzupassen. Workshop zu BASE-Forschungsprojekt: Austausch in Berlin Im Rahmen des Forschungsprojekts „ KlimakA – Einfluss des Klimawandels auf die Sicherheit kerntechnischer Anlagen “ lud das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung ( BASE ) am 28. und 29. April 2026 zu einem Workshop nach Berlin ein. Ziel war der Austausch mit Fachleuten aus Wissenschaft und Praxis. Vertreterinnen und Vertreter zahlreicher Institutionen nahmen teil, darunter der Deutscher Wetterdienst ( DWD ), die Gesellschaft für Reaktorsicherheit ( GRS ), die Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung ( BGZ ) und die Bundesgesellschaft für Endlagerung ( BGE ). Auch die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe ( BGR ), die Technische Universität Clausthal sowie das Öko-Institut waren vertreten. Internationale Perspektiven wurden von Expert:innen vom Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorat ( ENSI ), dem VTT Technical Research Centre of Finland und der University of Maryland ( USA ) aufgezeigt. Erkenntnisse zu Klimawandel und Sicherheit von Zwischen- und Endlagern Im Mittelpunkt der Diskussionen standen unter anderem die konkreten Auswirkungen des Klimawandels auf Deutschland, internationale Erfahrungen im Umgang mit diesen Herausforderungen sowie die Sicherheit von Zwischen- und Endlagern während ihres Betriebs. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf neuen Technologien: So könnte Künstliche Intelligenz künftig helfen, Klimamodelle genauer auf lokale Bedingungen herunterzurechnen und damit präzisere Vorhersagen zu ermöglichen. Auch praktische Fragen wurden beleuchtet – etwa wie belastbar die baulichen Strukturen von Zwischenlagern unter veränderten klimatischen Bedingungen sind und wie gut Transport- und Lagerbehälter gegen äußere Einwirkungen schützen können. Der Workshop machte deutlich: Der Klimawandel stellt zusätzliche Anforderungen an die Sicherheit der Standorte für Zwischenlager und Endlager . Gleichzeitig wächst das Wissen darüber, wie diesen Herausforderungen begegnet werden kann – durch Forschung, internationale Zusammenarbeit und vorausschauende Planung. Weitere Informationen zum Forschungsprojekt KlimakA Einfluss des Klimawandels auf die Sicherheit kerntechnischer Anlagen (KlimakA)