Die Gefahr von Feld- und Waldbränden ist in den vergangenen sehr trockenen Jahren während der Getreideernte im ganzen Land stark gestiegen. Die Feuerwehren sind dadurch in erhöhter Alarmbereitschaft. Brände auf Feld und im Stall sind oftmals mit hohen Schadenssummen verbunden. Die Ursachen für einen Feldbrand sind vielgestaltig. Landwirtschaftliche Betriebe sind daher in dieser Situation besonders gefordert, Vorsorge zu treffen, um die Brandgefahr so gering wie möglich zu halten. Die beste Vorsorge ist, Feld- und Waldbrände von vornherein zu verhindern. Daher wurde durch das Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Inneres und Sport sowie durch das Institut für Brand- und Katastrophenschutz eine Broschüre zum vorbeugenden Brandschutz in der Landwirtschaft erarbeitet. Mit dieser Broschüre wird den Landwirtinnen und Landwirten in Sachen Brandschutz ein Leitfaden und eine Orientierung an die Hand gegeben. Die Broschüre finden Sie hier . Deutlich mehr als die Hälfte der Fläche Sachsen-Anhalts wird landwirtschaftlich genutzt. Die Landwirte produzieren auf sehr heterogenen Flächen - von den wertvollsten Böden Deutschlands in der Magdeburger Börde bis zu den sandigen Böden der Altmark und des Flämings. Die ca. 1,2 Mio. Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche umfassen insbesondere knapp eine Million Hektar Ackerland, ca. 173.000 Hektar Wiesen und Weiden als Dauergrünland, etwa 1.500 Hektar Baum- und Beerenobst (einschließlich Nüssen), 680 Hektar Rebflächen. Interessierte können sich hier über den Bodenmarkt in Sachsen-Anhalt und aktuelle Pachtpreise informieren. Sachsen-Anhalts Acker- und Pflanzenbau gehört bei den Erträgen und den Qualitäten zu den Spitzenreitern in Deutschland: Typisch für Sachsen-Anhalt sind Getreide-, Raps- und Zuckerrübenfelder. Daneben gibt es bedeutende Betriebe der Saat- und Pflanzgutvermehrung und Spezialkulturen wie Hopfen, Arznei- und Gewürzpflanzen. Nicht zu vergessen sind Spargel und Zwiebeln. Im Süden des Landes haben der Obst- und der Weinbau eine lange Tradition. Gute Weine aus Deutschlands nördlichstem Weinbaugebiet mit den Steillagen an Saale und Unstrut sind unter Kennern beliebt. Sachsen-Anhalt unterstützt den Weinbau mit dem Nationalen Stützungsprogramm Wein . Aktuelle Zahlen zu Bodennutzung, Anbauflächen, Wachstumsstand und Ernte werden durch das Statistische Landesamt erhoben und veröffentlicht. Zeitreihen zu Anbau und Erträgen enthält der Bericht zur Lage der Landwirtschaft des Landes Sachsen-Anhalt . Der Ökolandbau in Sachsen-Anhalt ist weiter gewachsen. In den letzten zwei Jahren ist die ökologisch bewirtschaftete Fläche noch einmal um rund 12.300 Hektar gestiegen. 670 landwirtschaftliche Betriebe wirtschafteten 2022 nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus auf ca. 121.000 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche. Weitere Zahlen und Informationen sind auf der Internetseite zum Ökolandbau in Sachsen-Anhalt zu finden. Bei einer Durchschnittsgröße von 268 Hektar sind die landwirtschaftlichen Betriebe etwa 4,5 mal so groß wie im Bundesdurchschnitt (circa 63 Hektar). Die ca. 4.400 landwirtschaftlichen Betriebe im Land sind sehr unterschiedlich aufgestellt: vom Nebenerwerbsbetrieb über Einzelunternehmen im Haupterwerb, Personengesellschaften bis hin zu juristischen Personen, von der konventionellen Landbewirtschaftung über den leistungsstarken Ökobetrieb bis zu Gemischt- und Spezialbetrieben kann man hier alles finden. Die Landwirtschaft bietet rund 25.000 Menschen einen Arbeitsplatz. Ausführliche Informationen zum Beispiel über Unternehmensstrukturen, Flächenausstattungen der Betriebe, Arbeitskräfte und Betriebsergebnisse bietet der Bericht zur Lage der Landwirtschaft des Landes Sachsen-Anhalt 2020 . In der Landwirtschaft steht ein Generationenwechsel an. Es werden engagierte junge Menschen benötigt, die in den Dörfern Sachsen-Anhalts etwas bewegen wollen und Verantwortung übernehmen. Deshalb unterstützt das Land junge Menschen beim Aufbau eines eigenen Betriebes mit bis zu 70.000 EURO über 5 Jahre über die "Existenzgründungsbeihilfe Junglandwirte". Damit werden die ländlichen Räume gestärkt, Wertschöpfung ermöglicht und Arbeitsplätze direkt vor Ort geschaffen. Insgesamt wurden 53 Junglandwirtinnen und Junglandwirte seit 2017 mit 3,59 Mio. EURO gefördert. weiterlesen Im Vergleich zu anderen Bundesländern hat Sachsen-Anhalt wenig Nutztiere, aber sehr leistungsstarke Tierhaltungsbetriebe. Bei Qualität und Quantität zählen die Tierleistungen sowie die Züchtungsergebnisse zu den Besten in Deutschland. Der Tierschutz in Nutztierhaltungen ist ein Schwerpunkt in Sachsen-Anhalt. Umfangreiches Zahlenmaterial zu Viehwirtschaft und tierischen Erzeugnissen ist auf den Internetseiten des Statistischen Landesamtes eingestellt. Immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher entscheiden sich für Eier aus der ökologischen Freilandhaltung, vor allem dann, wenn die Produkte aus der Region kommen. Eine Chance für Öko-Betriebe, in diesen Markt einzusteigen, bieten mobile Hühnerställe. Diese besonders artgemäße und umweltschonende Haltungsform für Hühner ist ein großer Gewinn für das Tierwohl in der Eierproduktion. Über das Agrarinvestitionsprogramm (AFP) ist eine Förderung der mobilen Hühnerhaltung möglich. Alle Informationen dazu gibt es im Flyer "Haltung von Legehennen in mobilen Hühnerställen" . Die Verarbeitung von Nahrungsmitteln gehört zu den stärksten Wirtschaftszweigen des Landes. Viele Marken haben ihren Weg in die Regale der Lebensmittelhändler in ganz Deutschland gefunden. Beispielhaft ist hier die Sektmarke „Rotkäppchen“. Sie hat sich über die Jahre zum Marktführer in Deutschland entwickelt. Der Kauf von Nahrungsmitteln direkt vom Erzeuger liegt im Trend. Über 300 landwirtschaftliche Betriebe verkaufen ihre Produkte in hoher Qualität und mit zunehmendem Erfolg direkt an den Endverbraucher. Informationen rund um das Thema Direktvermarktung hält die Agrarmarketinggesellschaft mbH (AMG) bereit. Interessierte können sich hier unter anderem zu Weiterbildungsveranstaltungen, zu einem Förderprogramm für Marketingmaßnahmen bzw. zu bestehenden Direktvermarktervereinen erkundigen. Der Bericht zur Lage der Landwirtschaft des Landes Sachsen-Anhalt wird laut Landwirtschaftsgesetz alle zwei Jahre dem Landtag vorgelegt. Er fasst Zahlen und Fakten zur Entwicklung der Branche zusammen. Beispielsweise werden Informationen zu den Rahmenbedingungen der Landwirtschaft, zur Struktur landwirtschaftlicher Unternehmen, zur Arbeitskräfteentwicklung, zur Entwicklung der pflanzlichen und tierischen Erzeugung sowie zum Ökologischen Landbau dargestellt. Zum Nachlesen: Bericht zur Lage der Landwirtschaft des Landes Sachsen-Anhalt 2022 (pdf, 6 MB, barrierearm).
Der ökologische Landbau ist eine umweltschonende Form der Landbewirtschaftung. Zu den Grundsätzen der ökologischen Wirtschaftsweise gehören insbesondere: ein möglichst geschlossener Betriebskreislauf (die Tierhaltung ist mit der zur Verfügung stehenden Fläche gekoppelt), eine natürliche Bodenfruchtbarkeit und Artenvielfalt (es werden eigene Wirtschaftsdünger genutzt, Zwischenfrüchte und Feldfutter - insbesondere Hülsenfrüchte - werden angebaut und es gibt weite und abwechslungsreiche Fruchtfolgen), eine tiergerechte Haltung (arteigene Bedürfnisse der Tiere werden bestmöglich berücksichtigt, es wird artgemäß gefüttert, für die Tiere gibt es Einstreu und Auslauf, die Lebendtransportzeiten sind kurz), Ressourcenschutz (durch Verzicht auf chemisch-künstliche Pflanzenschutzmittel und leicht lösliche Mineraldünger werden Wasser, Luft und Boden geschont), keine gentechnisch veränderten Kulturpflanzen und Tiere, in Folge keine Erzeugnisse mit gentechnisch veränderten Inhaltsstoffen. Die ökologische Produktion schließt über die ökologische Landwirtschaft hinaus auch die Verarbeitung und den Handel mit ein. Seit Anfang der neunziger Jahre entscheiden sich immer mehr Betriebe, auf die Erzeugung, die Verarbeitung und den Handel von Öko-Produkten umzusteigen. Aktuell ist in Sachsen-Anhalt ein leichter Rückgang der ökologisch bewirtschafteten Fläche zu verzeichnen.Nach der vorliegenden Jahresmeldung für 2024 (Stichtag 31.12.2024) waren insgesamt 944 Öko-Unternehmen gemeldet. Davon sind 597 landwirtschaftliche Betriebe (Erzeugerbetriebe). Neben den landwirtschaftlichen Betrieben gibt es in Sachsen-Anhalt 302 Verarbeitungsunternehmen, darunter 14 Betriebe die nur im Bereich der Außer-Haus-Verpflegung (AHV) tätig sind, 9 Unternehmen, die Futtermittel, Mischfuttermittel und Futtermittelausgangserzeugnisse aufbereiten sowie 35 Handelsunternehmen und einen Importeur in der Ökobranche. Insgesamt wurden in Sachsen-Anhalt im Jahr 2024 ca. 112.200 Hektar ökologisch bewirtschaftet. Das sind rund 7.400 Hektar weniger als im Vorjahr. Der Anteil ökologisch wirtschaftender Unternehmen an der Gesamtzahl der landwirtschaftlichen Unternehmen des Landes beträgt 15,1 Prozent. Der Anteil der ökologisch bewirtschafteten Fläche an der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche des Landes umfasst derzeit 8,8 Prozent. Die durchschnittliche Flächenausstattung je Betrieb beträgt in Sachsen-Anhalt rund 188 Hektar. Einen Überblick zur Entwicklung des Ökolandbaus in Sachsen-Anhalt bietet die Koordinierungsstelle ökologische Produktion. Wenn eine Umstellung des landwirtschaftlichen Unternehmens auf ökologischen Landbau in Betracht gezogen wird, ist es ratsam sich über die gesetzlichen Rahmenbedingungen, die Herausforderungen bei der Umstellung und in der Praxis des Ökolandbaus zu informieren. Es ist empfehlenswert, das Gespräch mit einem Ökoberater zu suchen, um gemeinsam zu prüfen, ob eine Umstellung grundsätzlich möglich ist, welche Maßnahmen getroffen werden müssen und welche Auswirkungen diese auf den Betrieb haben werden. Ist die Entscheidung zur Umstellung gefallen, sollte ein Umstellungsplan für mindestens drei Jahre aufgestellt und ein Kontrollvertrag mit einer privaten, staatlich zugelassenen Kontrollstelle über die Verpflichtung zur Einhaltung der Regeln des Ökolandbaus eingegangen werden. Im Hinblick auf einzuhaltende Rahmenbedingungen und Vermarktungsabsichten sollte abgewogen werden, ob der Betrieb als EU-Ökobetrieb oder als Mitglied in einem Anbauverband wirtschaften soll. Detaillierte Informationen zur Umstellung auf ökologischen Landbau sind auf der Seite der Koordinierungsstelle ökologische Produktion abrufbar. Zahlreiche Menschen nutzen tagtäglich die Angebote der Außer-Haus-Verpflegung in Restaurants, Imbissen, Kantinen, Mensen und anderen Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung. Für den Einsatz von ökologisch erzeugten Zutaten oder Lebensmitteln in der Außer-Haus-Verpflegung wurde mit der Bio-Außer-Haus-Verpflegung-Verordnung (Bio-AHVV) ein Rechtsrahmen geschaffen, mit dem Unternehmen mit wenig Aufwand Bio in ihren Küchen kennzeichnen können. Damit wird für die Gäste schnell erkennbar, welche Produkte in Bio-Qualität angeboten werden. Darüber hinaus ermöglicht die Verordnung, dass Unternehmen der AHV den prozentualen Anteil ihrer eingesetzten Bio-Lebensmittel angeben können. (Gold/Silber/Bronze-Staffelung). Dafür können sie ein staatliches AHV-Kennzeichen nutzen. Durch das neue Kennzeichnen in Bronze, Silber und Gold können die Gäste auf einen Blick den Einsatz von Bio-Produkten in der Außer-Haus-Verpflegung von Imbiss über Kantinen bis zum Restaurant erkennen. Detaillierte Informationen zu Bio in der AHV Um den Ökolandbau in Sachsen-Anhalt zu stärken, hat das damalige Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie des Landes Sachsen-Anhalt (MULE) gemeinsam mit der Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau des Landes Sachsen-Anhalt (LLG), den Bio-Verbänden, dem Bauernverband, dem Bauernbund und der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft einen Öko-Aktionsplan mit Umsetzungskonzept entwickelt. 2018 wurde ein zeitlich befristeter Kompetenzkreis unter Leitung des damaligen Fachreferates im MULE eingerichtet. Dieser begleitete das Umsetzungskonzept formulierten Aufgaben erfolgte in vier Arbeitsgruppen (AG): AG 1 "Förderung, Beratung, Agrar-Umwelt-Klimaschutz-Maßnahmen (AUKM)" AG 2 "Umsetzung der Öko-Verordnung" AG 3 "Marketing, Vermarktung, Verbraucheraufklärung" AG 4 "Vernetzung der Forschung (Versuchswesen) und Bildung". Aktuell wird der Ökoaktionsplan überarbeitet. Das Land Sachsen-Anhalt gewährt Betrieben mit landwirtschaftlich genutzten Flächen im Land Zuwendungen zur Förderung ökologischer Anbauverfahren. Diese Förderung wird in Form einer Flächenprämie bei der Umstellung eines Betriebes auf ökologischen Landbau und bei der Beibehaltung dieser Bewirtschaftungsform nach Abschluss des jeweiligen Förderjahres ausgezahlt. Der Antrag auf Förderung ist rechtzeitig und vollständig bei dem zuständigen ALFF zu stellen. Die Antragsunterlagen dazu sind auf den Seiten zum Elektronischen Agrarantrag zu finden. Außerdem können die ökologisch wirtschaftenden Betriebe die Möglichkeiten der einzelbetrieblichen Förderung für landwirtschaftliche Betriebe nutzen. Immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher entscheiden sich für Eier aus der ökologischen Freilandhaltung, vor allem dann, wenn die Produkte aus der Region kommen. Eine Chance für Öko-Betriebe, in diesen Markt einzusteigen, bieten mobile Hühnerställe. Diese besonders artgemäße und umweltschonende Haltungsform für Hühner ist ein großer Gewinn für das Tierwohl in der Eierproduktion. Über das Agrarinvestitionsprogramm (AFP) ist eine Förderung der mobilen Hühnerhaltung möglich. Zuständige Behörde für den Vollzug der Öko-Verordnungen in Sachsen-Anhalt ist die Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau (LLG). Von hier aus nimmt die Koordinierungsstelle ökologische Produktion die grundlegenden Aufgaben des Ökolandbaus landesweit wahr. Die Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben für die Unternehmen wird in Sachsen-Anhalt durch 19 zugelassene private Kontrollstellen geprüft. Eine Kontrollstelle davon (Grünstempel EU-Ökoprüfstelle) hat ihren Sitz im Land. Eine Übersicht zu den in Sachsen-Anhalt tätigen Kontrollstellen ist auf der Internetseite der LLG eingestellt (Koordinierungsstelle ökologische Produktion). Die rechtlichen Grundlagen für den zertifizierten Ökolandbau sind mit Wirkung vom 1.1.2022 in der Verordnung (EU) 2018/848 und den dazu gehörigen Durchführungsregelungen neu aufgestellt. Die Basisverordnung 2018/848 wurde durch zahlreiche delegierte Rechtsakte geändert, berichtigt oder konkretisiert. Eine Übersicht der geltenden Rechtsgrundlagen ist auf der Homepage des BMEL eingestellt. In Sachsen-Anhalt sind die sieben folgenden Öko-Anbauverbände aktiv: Bioland e.V. Demeter e.V. Verbund Ökohöfe e.V. Naturland e.V. Biopark e.V. Biokreis e.V. und Gäa e.V. Mit der Biohöfegemeinschaft Sachsen-Anhalt e.V. gibt es einen Förderverein für die ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft. Der Verein arbeitet im Interesse aller Erzeuger, Verarbeiter und Vermarkter unabhängig von deren Verbandszugehörigkeit. Mitglied der Biohöfegemeinschaft sind unter anderem Unternehmen aller in Sachsen-Anhalt tätigen Ökoverbände.
<p></p><p><p>Um die Agroforstwirtschaft in die Fläche zu bringen, braucht es Leuchtturmprojekte, die diese Form der nachhaltigen Landbewirtschaftung erlebbar macht und auf diese Weise zum Nachahmen einlädt. Ein solches Leuchtturmprojekt auf 12 Hektar haben wir als Verein "Regenerative und Soziale Landwirtschaft e.V." in 2022 gestartet: Über ein Crowdfunding konnten finanzielle Mittel eingeworben werden, um die ersten 1200 Bäume und Sträucher zu finanzieren. Die Baumreihen sind an den Höhenlinien orientiert (Keyline-Design), so dass möglichst viel Niederschlagswasser auf dem Hang gehalten werden kann. Unter den Bäumen weide Hühner in Hühnermobilen und perspektivisch auch Harzer Rotes Höhenvieh. Auf der Ackerfläche wird Getreide, Buchweizen, Hanf, Kleegras etc. pfluglos angebaut. Als "Lehr- und Lernprojekt" wollen wir zeigen, die eine Klimawandel angepasste Landwirtschaft aussehen kann: Wir pflanzen über 15 verschiedene Arten von Walnuss über Esskastanie bis hin zu Feige - und das in Kombination mit mobiler Hühnerhaltung und Ackerbau. Zudem testen wir vielversprechende Substrate wie Pflanzenkohle und Mykorrhiza-Pilze. Als Praxis-Forschungsbetrieb kooperieren wir mit Uni Kassel. Weitere wesentliche Elemente des Projektes sind eine gemeinschaftlich getragene ökologisch-regenerative Landnutzung verbunden mit Praxisforschung und Bildung und die Integration von Menschen mit Behinderungen. Hinter dem Projekt steht das Agroforst-Planungsbüro "TRIEBWERK" aus Witzenhausen in Kooperation mit dem Bioland-Betrieb Werragut. Presseberichte:</p><ul><li>SAT.1 Regionalmagazin 24.03.2022: https://www.1730live.de/agroforst-nachhaltigkeit-auf-dem-acker/</li><li>HNA-Bericht Pflanzaktion 17.03.2022 https://www.hna.de/lokales/witzenhausen/ersten-300-baeume-und-straeucher-des-agroforstprojekts-sind-gepflanzt-91417361.html</li><li>Hessenschau-Beitrag 07.12.2021: https://www.hessenschau.de/wirtschaft/fit-fuer-den-klimawandel-kakis-feigen-und-pawpaw-aus-nordhessen,agroforst-neue-landwirtschaft-102.html </li></ul></p><p></p><p>Kategorie: Agrosilvopastorales System (Gehölze/ Ackerkulturen und Nutzvieh)</p><p>Größe der agroforstlich genutzten Fläche(n) (in ha): 12</p><p>Flächenanteil der Agroforstgehölze (in %): 5</p><p>Beginn der Flächenanlage (Datum): 28.02.2022</p><p>Standörtliche Besonderheiten: <ul><li>geringe Bodenfruchtbarkeit</li><li>Erosionsanfälligkeit</li></ul></p><p>Betriebszweige: <ul><li>Ackerbau</li><li>Viehhaltung</li><li>Energieerzeugung</li></ul></p><p>Baumarten: <ul><li>Apfel (Kultursorte) (<i>Malus domestica</i>)</li><li>Birne (Kultursorte) (<i>Pyrus communis</i>)</li><li>Erle (<i>Alnus spp.</i>)</li><li>Esche (<i>Fraxinus spp.</i>)</li><li>Esskastanie / Edel-Kastanie (<i>Castanea sativa</i>)</li><li>Pappel (<i>Populus spp.</i>)</li><li>Weide (<i>Salix spp.</i>)</li><li>Echte Feige (<i>Ficus carica</i>)</li><li>Persimone (<i>Diospyros kaki</i>)</li><li>Walnussbaum (<i>Juglans regia</i>)</li></ul></p><p>(Angestrebte) Nutzung der Bäume: <ul><li>Nahrungsproduktion (z.B. Obst-/ Nussproduktion)</li><li>Ökologische Wirkung (inkl. Kohlenstoffspeicherung/ Windschutz/ Tierwohl/ Biodiversität)</li></ul></p><p>Straucharten: <ul><li>Haselnuss (<i>Corylus avellana</i>)</li><li>Kupfer-Felsenbirne (<i>Amelanchier lamarckii</i>)</li><li>Hartriegel (<i>Cornus spp.</i>)</li><li>Himbeere (<i>Rubus idaeus</i>)</li><li>Schwarzer Holunder (<i>Sambucus nigra</i>)</li><li>Kornelkirsche (<i>Cornus mas</i>)</li><li>Silber-Ölweide (<i>Elaeagnus commutata</i>)</li></ul></p><p>(Angestrebte) Nutzung der Sträucher: <ul><li>Nahrungsproduktion (z.B. Obst-/ Nussproduktion)</li><li>Ökologische Wirkung (inkl. Kohlenstoffspeicherung/ Windschutz/ Tierwohl/ Biodiversität)</li></ul></p><p>Nutztierarten im Agroforstsystem: <ul><li>Geflügel</li><li>Rinder</li></ul></p><p>Hauptfruchtarten im Agroforstsystem: <ul><li>Ackergras</li><li>Luzerne</li></ul></p><p>Sonstige Hauptkulturarten: <ul><li>Hanf</li><li>Buchweizen</li></ul></p><p>Motivation / Gründe für die Anlage des Agroforstsystems: <ul><li>ökologisches Gleichgewicht herstellen</li><li>Höhere Produktivität</li><li>Erosionsschutz</li><li>Stoffeintrag in Oberflächengewässer reduzieren</li><li>Vielfältigere Produktpalette</li><li>Beitrag zum Klimaschutz / Klimaresilienz</li><li>Schutzwirkung für Vieh</li><li>Landschaftsbild / Ästhetik</li></ul></p><p>Interesse an Produktabnahme / -vermarktung: Ja</p>
<p></p><p><p>Auf zwei hofnahen Flächen entsteht seit dem Winter 2023 ein vielfältiges Agroforstsystem in jeweils 5 Reihen pro Schlag. Zwei Reihen wurden jeweils mit veredelten Walnussbäumen (insgesamt 170 Stück) bepflanzt, zwei weitere im Winter 2024 mit hochstämmigen Birnbäumen (Hauptnutzung als Mostbirnen, insgesamt 80 Bäume) und eine fünfte Reihe mit unterschiedlichen Wildgehölzen, diese vsl. dann wiederum ein Jahr später. Zwischen Walnüssen & Birnen werden zudem vielfältige Pioniergehölze gepflanzt, die dann zukünftig sukzessive den Hauptertragsbäumen weichen oder ggf. als Wertholz genutzt werden können. Die Wildgehölze sollen (neben Biodiversitätsförderung) perspektivisch als Schattenspender für die angrenzenden Weideflächen dienen und ggf. auch direkt zur Beweidung durch Rinder oder Hühner im Mobilstall. </p></p><p></p><p>Kategorie: Agrosilvopastorales System (Gehölze/ Ackerkulturen und Nutzvieh)</p><p>Größe der agroforstlich genutzten Fläche(n) (in ha): 11</p><p>Flächenanteil der Agroforstgehölze (in %): 9,091</p><p>Beginn der Flächenanlage (Datum): 30.11.2023</p><p>Betriebszweige: <ul><li>Ackerbau</li><li>Futterbau</li><li>Viehhaltung</li></ul></p><p>Baumarten: <ul><li>Ahorn (<i>Acer spp.</i>)</li><li>Birke (<i>Betula spp.</i>)</li><li>Birne (Kultursorte) (<i>Pyrus communis</i>)</li><li>Eberesche / Vogelbeere (<i>Sorbus aucuparia</i>)</li><li>Erle (<i>Alnus spp.</i>)</li><li>Pappel (<i>Populus spp.</i>)</li><li>Robinie / Gemeine Scheinacacie (<i>Robinia pseudoacacia</i>)</li><li>Weide (<i>Salix spp.</i>)</li><li>Traubenkirsche (<i>Prunus padus</i>)</li><li>Walnussbaum (<i>Juglans regia</i>)</li></ul></p><p>(Angestrebte) Nutzung der Bäume: <ul><li>Energieholz</li><li>Stammholz</li><li>Nahrungsproduktion (z.B. Obst-/ Nussproduktion)</li><li>Ökologische Wirkung (inkl. Kohlenstoffspeicherung/ Windschutz/ Tierwohl/ Biodiversität)</li><li>andere stoffliche Nutzung</li></ul></p><p>Straucharten: <ul><li>Erbsenstrauch (<i>Caragana arborescens</i>)</li></ul></p><p>(Angestrebte) Nutzung der Sträucher: <ul><li>Ökologische Wirkung (inkl. Kohlenstoffspeicherung/ Windschutz/ Tierwohl/ Biodiversität)</li></ul></p><p>Nutztierarten im Agroforstsystem: <ul><li>Geflügel</li><li>Rinder</li></ul></p><p>Hauptfruchtarten im Agroforstsystem: <ul><li>Gerste</li><li>Roggen</li><li>Weizen</li></ul></p><p>Sonstige Hauptkulturarten: <ul><li>Dinkel</li><li>Klee-Luzerne-Gras</li></ul></p><p>Motivation / Gründe für die Anlage des Agroforstsystems: <ul><li>ökologisches Gleichgewicht herstellen</li><li>Höhere Produktivität</li><li>Erosionsschutz</li><li>Vielfältigere Produktpalette</li><li>Beitrag zum Klimaschutz / Klimaresilienz</li><li>Schutzwirkung für Vieh</li><li>Landschaftsbild / Ästhetik</li><li>verbesserte Vermarktung</li></ul></p>
<p></p><p><p>Inspiration für das System ist Marc Shepard, Yeomans und der syntropische/dynamische Ansatz. Dieses silvopastorale Agroforstsystem ist am oberen Teil eines nach Nord-Osten abfallenden Hanges gelegen. Es gibt einen nassen Bereich auf der Fläche, der zumeist für 9 Monate im Jahresverlauf nicht befahrbar ist. Der Rest der Fläche ist sehr Trockenheitsanfällig. Daher kommt die diagonale Anordnung der Baumstreifen auf dieser relativ rechteckigen Fläche zustande. Mit einem Gefälle zwischen 0,5 und 1,5 % sind alle Baumreihen, bei denen längs Erde ausgehoben wurde, darauf ausgelegt, dieses Nässe-Trockenheitsgefälle auszugleichen und entlang der Baumreihen für eine gute Wasserverfügbarkeit zu sorgen. Bereits bei der Anlage 2021, war schon beim Ausheben der MasterlineSwales ein deutlicher Wasserfluss zu erkennen. Seitdem hat sich lediglich durch diese Maßnahme im hydrologischen Flächengefüge die Ertragsfähigkeit des Standortes bereits, je nach Berechnungsjahr, zwischen 30 und 60 % erhöht. Der Grünlandstandort wird jährlich 2 mal geschnitten (1. Heu & 2. Silage) und es werden Hühner im Mobilstall gehalten. Diese haben auch Zugang zu den Baumstreifen. Der Baumbestand besteht aus Walnusssämlingen, Esskastaniensortensämlingen, Hybridpappeln, diversen Strauchobstsorten, und weiteren Bäumen und Sträuchern. Zur Pflanzung wurde 2m³ Pflanzenkohle ausgebracht.</p></p><p></p><p>Kategorie: Silvopastorales System (Gehölze und Nutzvieh)</p><p>Größe der agroforstlich genutzten Fläche(n) (in ha): 1,1</p><p>Flächenanteil der Agroforstgehölze (in %): 13,636</p><p>Beginn der Flächenanlage (Datum): 11.11.2021</p><p>Standörtliche Besonderheiten: <ul><li>Trockenheit / geringe Wasserhaltefähigkeit</li><li>geringe Bodenfruchtbarkeit</li><li>Erosionsanfälligkeit</li></ul></p><p>Betriebszweige: <ul><li>Ackerbau</li><li>Futterbau</li><li>Viehhaltung</li><li>Holzproduktion</li></ul></p><p>Baumarten: <ul><li>Ahorn (<i>Acer spp.</i>)</li><li>Esskastanie / Edel-Kastanie (<i>Castanea sativa</i>)</li><li>Pappel (<i>Populus spp.</i>)</li><li>Pflaume (<i>Prunus domestica</i>)</li><li>Holzapfel (<i>Malus sylvestris</i>)</li><li>Blauglockenbaum (<i>Paulownia tomentosa</i>)</li><li>Walnussbaum (<i>Juglans regia</i>)</li><li>Weiße Maulbeere (<i>Morus alba</i>)</li><li>Schwarzer Maulbeerbaum (<i>Morus nigra</i>)</li></ul></p><p>(Angestrebte) Nutzung der Bäume: <ul><li>Energieholz</li><li>Stammholz</li><li>Nahrungsproduktion (z.B. Obst-/ Nussproduktion)</li><li>Ökologische Wirkung (inkl. Kohlenstoffspeicherung/ Windschutz/ Tierwohl/ Biodiversität)</li><li>andere stoffliche Nutzung</li></ul></p><p>Straucharten: <ul><li>Kupfer-Felsenbirne (<i>Amelanchier lamarckii</i>)</li><li>Schwarzer Holunder (<i>Sambucus nigra</i>)</li><li>Paupau (<i>Asimina triloba</i>)</li></ul></p><p>(Angestrebte) Nutzung der Sträucher: <ul><li>Nahrungsproduktion (z.B. Obst-/ Nussproduktion)</li><li>Ökologische Wirkung (inkl. Kohlenstoffspeicherung/ Windschutz/ Tierwohl/ Biodiversität)</li></ul></p><p>Nutztierarten im Agroforstsystem: <ul><li>Geflügel</li></ul></p><p>Weitere Agroforstprodukte: <ul><li>ökologische Effekte durch Optimierung des Wasserhaushalts mit minimalem Eingriff</li></ul></p><p>Motivation / Gründe für die Anlage des Agroforstsystems: <ul><li>ökologisches Gleichgewicht herstellen</li><li>Höhere Produktivität</li><li>Erosionsschutz</li><li>Vielfältigere Produktpalette</li><li>Beitrag zum Klimaschutz / Klimaresilienz</li></ul></p><p>Interesse an Produktabnahme / -vermarktung: Ja</p>
<p></p><p><p>Auf dem Gelände des Waldpferdehofs Müncheberg wurde im Dezember 2021 eine exemplarische Landschaftsgestaltung mit der Methode des Keyline Designs als Teil des Projektes „NetzwerkWasserAgri“ umgesetzt. Das Projekt der Klimapraxis will innovative Ansätze zur Steigerung von Verdunstungskühlung und Wasserrückhaltefähigkeit in der Landwirtschaft identifizieren und kommunizieren. Wasser wird in Brandenburg zur knappen Ressource. Aufgrund der überwiegend sandigen Böden und oft ausgeräumten Landschaften führt anhaltende Trockenheit bei hohen Temperaturen in kurzer Zeit zu extremer Dürre. Keyline Design ist ein Gestaltungskonzept, dass die Wasserhaltefähigkeit und das Mikroklima entlang sogenannter Schlüssellinien verbessern soll, in unserem Fall durch geplante Gehölzpflanzungen. Während die positiven Wirkungen der Agroforstwirtschaft bereits öffentlich diskutiert werden, ist Keyline Design im deutschsprachigen Raum noch relativ unbekannt. Angenommen wird, dass Keyline Design in Kombination mit Agroforstwirtschaft Potenziale für ein langfristiges Wassermanagement bietet. Auf dem Waldpferdehof wurden Walnüsse, Esskastanien und Haselnussbäume in vier Reihen gepflanzt und zudem Mulden und Wälle zur Wasserretention angelegt. Der Waldpferdehof möchte eigens für die Keyline-Pflanzung auch Hühner und einen Mobilstall in den Betrieb aufnehmen. Das Projekt „NetzwerkWasserAgri“ wird gefördert durch den europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums und kofinanziert aus Mitteln des Landes Brandenburg.</p></p><p></p><p>Kategorie: Agrosilvopastorales System (Gehölze/ Ackerkulturen und Nutzvieh)</p><p>Größe der agroforstlich genutzten Fläche(n) (in ha): 1,5</p><p>Flächenanteil der Agroforstgehölze (in %): 10</p><p>Beginn der Flächenanlage (Datum): 21.10.2021</p><p>Standörtliche Besonderheiten: <ul><li>Trockenheit / geringe Wasserhaltefähigkeit</li></ul></p><p>Betriebszweige: <ul><li>Ackerbau</li></ul></p><p>Baumarten: <ul><li>Esskastanie / Edel-Kastanie (<i>Castanea sativa</i>)</li><li>Walnussbaum (<i>Juglans regia</i>)</li></ul></p><p>(Angestrebte) Nutzung der Bäume: <ul><li>Nahrungsproduktion (z.B. Obst-/ Nussproduktion)</li></ul></p><p>Straucharten: <ul><li>Haselnuss (<i>Corylus avellana</i>)</li></ul></p><p>Nutztierarten im Agroforstsystem: <ul><li>Geflügel</li></ul></p><p>Hauptfruchtarten im Agroforstsystem: <ul><li>Ackergras</li><li>Gemüse</li></ul></p><p>Sonstige Hauptkulturarten: <ul><li>Getreide</li><li>Körnerleguminosen</li></ul></p><p>Motivation / Gründe für die Anlage des Agroforstsystems: <ul><li>Beitrag zum Klimaschutz / Klimaresilienz</li></ul></p><p>Interesse an Produktabnahme / -vermarktung: Ja</p>
<p></p><p><p>Auf dieser Fläche wird Obstbau mit Geflügelhaltung kombiniert. Das System dient auch als Demonstrations- und Versuchsfläche im Rahmen des Modellvorhaben ‚Unternehmen Revier‘. Die Bewirtschaftung erfolgt nach Demeter-Richtlinien. Die Ziele sind Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und Biodiversität. 21 verschiedene Obstbäume u. -sträucher wurden in Reihen gepflanzt. Die Pflanzabstände in der Reihe sind abhängig von der Obstart, zwischen den Reihen beträgt er meistens 3,7 m, wurde aber z.T. an die jeweilige Obstart angepasst. Auf der Fläche stand zuvor eine reine Apfelanlage. Um eine wirtschaftlich interessante Umstellung einer Apfelanlage auf ein Agroforstsystem zu demonstrieren, wurde ein Teil der Apfelreihen zunächst stehen gelassen. Bei der Wahl der weiteren Obstarten und -sorten wurden Vermarktbarkeit und Standort berücksichtigt. Es wurden auch einige an diesem Standort ‚experimentelle‘ Obstarten angebaut, wie z.B. eine kältetolerante Feigensorte, um zu untersuchen, ob in dieser Region, gerade auch bei den zunehmend wärmeren Wintern, weitere interessante Obstarten kultiviert werden können. Die Beweidung erfolgt mit Hühnern einer alten Zweinutzungsrasse (Mobilställe). Sowohl Hennen als auch Hähnchen werden aufgezogen. Das Feld ist von Hecken umgeben, es werden Bienenstöcke aufgestellt. Der Standort ist gekennzeichnet durch folgende Charakteristiken: sandiger Lehm; Jahresmitteltemp.: 14⁰C; USDA-Winterhärtezone: 7b (-14,9 - -12,3⁰C) bis 8a (-12,2 - -9,5⁰C); Jahresniederschlag: ca. 600mm. Die Vermarktung der Produkte ist über einen Hofladen, das Hofcafé, das Schlossrestaurant, Selbstpflücke und andere Vermarktungswege geplant. Die hohe Biodiversität der Anlage ermöglicht eine hohe Produktvielfalt. Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet, u.a. wird die Kohlenstoffakkumulation im Boden, die Entwicklung der Nährstoffgehalte und die Wirtschaftlichkeit untersucht. Kooperationen mit Forschungseinrichtungen, die auf der Anlage Untersuchungen durchführen, sind erwünscht</p></p><p>Kategorie: Silvopastorales System (Gehölze und Nutzvieh)</p><p>Größe der agroforstlich genutzten Fläche(n) (in ha): 1,5</p><p>Flächenanteil der Agroforstgehölze (in %): 50</p><p>Beginn der Flächenanlage (Datum): 10.03.2021</p><p>Betriebszweige: <ul><li>Viehhaltung</li><li>Obstbau</li></ul></p><p>Baumarten: <ul><li>Apfel (Kultursorte) (<i>Malus domestica</i>)</li><li>Birne (Kultursorte) (<i>Pyrus communis</i>)</li><li>Kirsche / Vogel-Kirsche (<i>Prunus avium</i>)</li><li>Pflaume (<i>Prunus domestica</i>)</li><li>Weide (<i>Salix spp.</i>)</li><li>Aprikose (<i>Prunus armeniaca</i>)</li><li>Echte Feige (<i>Ficus carica</i>)</li><li>Schwarzer Maulbeerbaum (<i>Morus nigra</i>)</li><li>Weiße Maulbeere (<i>Morus alba</i>)</li><li>Persimone (<i>Diospyros kaki</i>)</li><li>Walnussbaum (<i>Juglans regia</i>)</li></ul></p><p>Andere Baumarten: <ul><li>Nashibirne (<i>Toona spp.</i>)</li></ul></p><p>(Angestrebte) Nutzung der Bäume: <ul><li>Nahrungsproduktion (z.B. Obst-/ Nussproduktion)</li><li>Ökologische Wirkung (inkl. Kohlenstoffspeicherung/ Windschutz/ Tierwohl/ Biodiversität)</li></ul></p><p>Straucharten: <ul><li>Kupfer-Felsenbirne (<i>Amelanchier lamarckii</i>)</li><li>Kornelkirsche (<i>Cornus mas</i>)</li><li>Loganbeere (<i>Rubus × loganobaccus</i>)</li><li>Taybeere (<i>Rubus fruticosus x Rubus idaeus</i>)</li><li>Honigbeere (<i>Lonicera caerulea</i>)</li><li>Silber-Ölweide (<i>Elaeagnus commutata</i>)</li><li>Aronia (<i>Aronia melanocarpa</i>)</li><li>Paupau (<i>Asimina triloba</i>)</li></ul></p><p>(Angestrebte) Nutzung der Sträucher: <ul><li>Nahrungsproduktion (z.B. Obst-/ Nussproduktion)</li><li>Ökologische Wirkung (inkl. Kohlenstoffspeicherung/ Windschutz/ Tierwohl/ Biodiversität)</li></ul></p><p>Nutztierarten im Agroforstsystem: <ul><li>Geflügel</li></ul></p><p>Motivation / Gründe für die Anlage des Agroforstsystems: <ul><li>ökologisches Gleichgewicht herstellen</li><li>Höhere Produktivität</li><li>Vielfältigere Produktpalette</li><li>Beitrag zum Klimaschutz / Klimaresilienz</li></ul></p><p>Interesse an Produktabnahme / -vermarktung: Ja</p>
<p></p><p><p>Agroforst im Keylinesystem mit Rotationsweide //seit 2018 // 10 ha , 800 Bäume //Obst alter Sorten : Apfel ,Pflaume, Quitte, Kirsche //Nussbäume: Esskastanien, Butter- und Herznuss, Hickory // Laubbäume: Ahorn, Birke, Linde, Pappel, Faulbaum etc. // Haselnuss // Beerenobst // mehrjährige Kräuter // 15 m Abstand zwischen den Baumreihen zur maschinellen Bearbeitung mit einer Arbeitsbreite von 3 m // Rotationsweide für Mutterkuhherde sowie Hühner im Mobilstall </p></p><p>Kategorie: Silvopastorales System (Gehölze und Nutzvieh)</p><p>Größe der agroforstlich genutzten Fläche(n) (in ha): 9,6</p><p>Flächenanteil der Agroforstgehölze (in %): 31,25</p><p>Beginn der Flächenanlage (Datum): 29.09.2018</p><p>Standörtliche Besonderheiten: <ul><li>Trockenheit / geringe Wasserhaltefähigkeit</li><li>geringe Bodenfruchtbarkeit</li><li>Erosionsanfälligkeit</li><li>Artenarmer Standort</li><li>Strukturarme Landschaft</li></ul></p><p>Betriebszweige: <ul><li>Viehhaltung</li><li>Obstbau</li></ul></p><p>Baumarten: <ul><li>Ahorn (<i>Acer spp.</i>)</li><li>Apfel (Kultursorte) (<i>Malus domestica</i>)</li><li>Birke (<i>Betula spp.</i>)</li><li>Birne (Kultursorte) (<i>Pyrus communis</i>)</li><li>Eberesche / Vogelbeere (<i>Sorbus aucuparia</i>)</li><li>Elsbeere (<i>Sorbus torminalis / Torminalis glaberrima</i>)</li><li>Erle (<i>Alnus spp.</i>)</li><li>Esskastanie / Edel-Kastanie (<i>Castanea sativa</i>)</li><li>Kirsche / Vogel-Kirsche (<i>Prunus avium</i>)</li><li>Echte Mehlbeere (<i>Sorbus aria / Aria edulis</i>)</li><li>Pappel (<i>Populus spp.</i>)</li><li>Pflaume (<i>Prunus domestica</i>)</li><li>Speierling (<i>Cormus domestica</i>)</li><li>Weide (<i>Salix spp.</i>)</li><li>Holzapfel (<i>Malus sylvestris</i>)</li><li>Wildbirne (<i>Pyrus communis subsp. communis</i>)</li><li>Walnussbaum (<i>Juglans regia</i>)</li></ul></p><p>(Angestrebte) Nutzung der Bäume: <ul><li>Nahrungsproduktion (z.B. Obst-/ Nussproduktion)</li><li>Ökologische Wirkung (inkl. Kohlenstoffspeicherung/ Windschutz/ Tierwohl/ Biodiversität)</li></ul></p><p>Straucharten: <ul><li>Haselnuss (<i>Corylus avellana</i>)</li><li>Faulbaum (<i>Frangula alnus</i>)</li><li>Kupfer-Felsenbirne (<i>Amelanchier lamarckii</i>)</li><li>Hartriegel (<i>Cornus spp.</i>)</li><li>Himbeere (<i>Rubus idaeus</i>)</li><li>Schwarzer Holunder (<i>Sambucus nigra</i>)</li><li>Hundsrose / Hagebutte (<i>Rosa canina</i>)</li><li>Kornelkirsche (<i>Cornus mas</i>)</li><li>Schlehdorn / Schwarzdorn (<i>Prunus spinosa</i>)</li><li>Silber-Ölweide (<i>Elaeagnus commutata</i>)</li></ul></p><p>(Angestrebte) Nutzung der Sträucher: <ul><li>Nahrungsproduktion (z.B. Obst-/ Nussproduktion)</li><li>Ökologische Wirkung (inkl. Kohlenstoffspeicherung/ Windschutz/ Tierwohl/ Biodiversität)</li></ul></p><p>Motivation / Gründe für die Anlage des Agroforstsystems: <ul><li>ökologisches Gleichgewicht herstellen</li><li>Höhere Produktivität</li><li>Erosionsschutz</li><li>Vielfältigere Produktpalette</li><li>Beitrag zum Klimaschutz / Klimaresilienz</li></ul></p>
<p></p><p><p>Die schnellwachsenden Pappeln wurden im Hühnerauslauf der beiden neu angeschafften Mobilställe des Biolegehennenbetriebs gepflanzt. Ziel war, von Anfang an den Hühnern an Schutz zu geben und die im ortsnahen Bereich stehenden Ställe attraktiver zu gestalten. Gleichfalls bestand eine gewisse Angst vor Greifvögeln. Die Pappeln sollen alle 5-8 Jahre geerntet werden und dann als Energieholz dienen. Das Bild zeigt die Einweihung des Stalls am Tag der offenen Tür. </p></p><p></p><p>Kategorie: Silvopastorales System (Gehölze und Nutzvieh)</p><p>Größe der agroforstlich genutzten Fläche(n) (in ha): 1,4</p><p>Flächenanteil der Agroforstgehölze (in %): 20</p><p>Beginn der Flächenanlage (Datum): 31.12.2017</p><p>Betriebszweige: <ul><li>Viehhaltung</li></ul></p><p>Baumarten: <ul><li>Pappel (<i>Populus spp.</i>)</li></ul></p><p>(Angestrebte) Nutzung der Bäume: <ul><li>Energieholz</li></ul></p><p>Nutztierarten im Agroforstsystem: <ul><li>Geflügel</li></ul></p><p>Motivation / Gründe für die Anlage des Agroforstsystems: <ul><li>Schutzwirkung für Vieh</li></ul></p>
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 3 |
| Land | 3 |
| Weitere | 14 |
| Wissenschaft | 1 |
| Type | Count |
|---|---|
| Agrarwirtschaft | 12 |
| Förderprogramm | 3 |
| Text | 2 |
| unbekannt | 2 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 16 |
| Offen | 3 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 19 |
| Englisch | 13 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Dokument | 2 |
| Keine | 16 |
| Unbekannt | 3 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 16 |
| Lebewesen und Lebensräume | 19 |
| Luft | 8 |
| Mensch und Umwelt | 19 |
| Wasser | 8 |
| Weitere | 19 |