Sehr wahrscheinlich eng an Sphagnum-Moore gebunden, daher ist eine Gefährdung der schon immer seltenen Art anzunehmen. Eine der wenigen Myxomycetenarten (mit Badhamia liliacina und Symphytocarpus trechisporus), die nur in sauren Mooren anzutreffen sind. Neben älteren Angaben, zuletzt Jahn (1924), nur sehr wenige neuere Funde, so im Moosfenn bei Potsdam (1993, leg. Kummer, vgl. Neubert et al. 1995: 76), in einer Sphagnum-reichen Senke eines Dünenmoores bei Gellen, Insel Hiddensee (2008, leg. K.-F. Günther, det. Schnittler) und in Sachsen (Gottschalk & Eckel 1998).
Nachweise für Deutschland bei Krieglsteiner (2000a) aus dem Sauerland (Nordrhein-Westfalen), 820-830 m ü. NN, sowie aus dem Harz (Täglich unpubl.). Neubert et al. (2000: 208) geben auch Funde aus dem Bayerischen Wald an. Die Art fruktifiziert jedoch häufiger in offenen alpinen Lagen auf Streu.
Nachweise durch Neubert auf Laubholzrinde (coll. Neubert 4793, 4816), ein zufälliger Fund durch Müller (2007) für Thüringen.
Neben P. nutans einer der häufigeren Totholzbewohner der Gattung.
Pilze sind zusammen mit den Insekten die artenreichsten und in ökologischer Hinsicht bedeutungsvollsten Organismen der Baumkronen temperater Wälder. Die bisherigen gravierenden Kenntnisdefizite, z.B. über Vielfalt, Habitat- und Substratansprüche sowie Sukzession von Pilzen der Kronenschicht, sollen mittels einer umfassenden Studie deutlich reduziert werden. Die Untersuchungen umfassen sämtliche Makromyzeten, ausgewählte holzbewohnende Mikromyzeten, Phytoparasiten und epiphylle dematioide Pilze. Erste Ergebnisse unterstreichen die hohe Artenvielfalt und enge ökologische Bindungen.
Nach Neubert et al. (1995: 134) sowie L. & G. Krieglsteiner (1990) auch aus Brandenburg, Nordhessen und Saarland bekannt. Funde durch Schirmer (unpubl.) an Strohballen.
Gut kenntliche und durch ihre Größe auffällige Art, die aber nur durch wenige Funde belegt ist. Die etwa faustgroße Aethalien bildende Art erscheint besonders im Innern von Astlöchern morscher, aber noch lebender Bäume, z.B. in alten Apfelbäumen.
Nach dem Sporenornament sind drei Varietäten beschrieben, die nach Marx (briefl.) kaum zu trennen sind. Zwei Nachweise im Raum Berlin, je ein Nachweis aus Sachsen (MTB 4855, coll. Gottschalk) und Thüringen (Müller unpubl.); drei weitere Belege aus Brandenburg (Kummer 2002, Kummer unpubl.). Die Angabe der var. orbiculata bei Eiser et al. (1980) ist unsicher (vgl. Flatau 1990: 112).
Schwer unterscheidbare Art, oft mit kleinen Formen von Stemonitis fusca oder S. nigrescens verwechselt. Nur ein Nachweis aus Sachsen (Gottschalk & Eckel 1998). Erstfund bei Krieglsteiner & Krieglsteiner (1990:206); aktueller Nachweis aus Sachsen (Gottschalk & Eckel 1998).
Sehr ähnlich ist A. margino-undulata (siehe Anmerkungen dort). Die Art kommt insbesondere an Erlenzapfen, aber auch an Streu in sehr luftfeuchten Biotopen wie Erlensümpfen vor.
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