Nachweise für Deutschland bei Krieglsteiner (2000a) aus dem Sauerland (Nordrhein-Westfalen), 820-830 m ü. NN, sowie aus dem Harz (Täglich unpubl.). Neubert et al. (2000: 208) geben auch Funde aus dem Bayerischen Wald an. Die Art fruktifiziert jedoch häufiger in offenen alpinen Lagen auf Streu.
Hauptverbreitung tropisch, aber nach Neubert et al. (1995: 57) auch in Oberösterreich häufiger.
Sehr wahrscheinlich eng an Sphagnum-Moore gebunden, daher ist eine Gefährdung der schon immer seltenen Art anzunehmen. Eine der wenigen Myxomycetenarten (mit Badhamia liliacina und Symphytocarpus trechisporus), die nur in sauren Mooren anzutreffen sind. Neben älteren Angaben, zuletzt Jahn (1924), nur sehr wenige neuere Funde, so im Moosfenn bei Potsdam (1993, leg. Kummer, vgl. Neubert et al. 1995: 76), in einer Sphagnum-reichen Senke eines Dünenmoores bei Gellen, Insel Hiddensee (2008, leg. K.-F. Günther, det. Schnittler) und in Sachsen (Gottschalk & Eckel 1998).
Schwierig von D. montanum abgrenzbar, aber nach Nannenga-Bremekamp (1991) eigenständige, klar kenntliche Art. Ein Nachweis für Thüringen durch Müller (2007), auch aus Mecklenburg-Vorpommern und dem Spreewald bekannt (leg. Kummer, rev. Marx). Die var. macrosporum wurde von Runck (1991) bei München gefunden. Nachweise von moos- und algenbewachsenen Felsen aus der Sächsischen Schweiz (Schnittler et al. 2010), dort regelmäßig zu finden.
Beschrieben anhand von Material aus dem Teutoburger Wald; bisher nur dort und in der Sächsischen Schweiz (Gottschalk & Eckel 1998, Großer Zschand) gefunden.
Vorwiegend montane Art, an dauernd luftfeuchten Standorten schattiger, schluchtartiger Täler in dicken Moosrasen auf Holz und Fels im Spätherbst überaus häufig, im Flachland sehr viel seltener anzutreffen.
Pilze sind zusammen mit den Insekten die artenreichsten und in ökologischer Hinsicht bedeutungsvollsten Organismen der Baumkronen temperater Wälder. Die bisherigen gravierenden Kenntnisdefizite, z.B. über Vielfalt, Habitat- und Substratansprüche sowie Sukzession von Pilzen der Kronenschicht, sollen mittels einer umfassenden Studie deutlich reduziert werden. Die Untersuchungen umfassen sämtliche Makromyzeten, ausgewählte holzbewohnende Mikromyzeten, Phytoparasiten und epiphylle dematioide Pilze. Erste Ergebnisse unterstreichen die hohe Artenvielfalt und enge ökologische Bindungen.
Nach Neubert et al. (1995: 134) sowie L. & G. Krieglsteiner (1990) auch aus Brandenburg, Nordhessen und Saarland bekannt. Funde durch Schirmer (unpubl.) an Strohballen.
Bisher ein Fund (1981, Baumann M4185, Neubert et al. 1995: 289).
Wahrscheinlich nur eine Form der sehr variablen T. contorta, von Neubert et al. (1993) als Varietät zu T. contorta gestellt.
| Organisation | Count |
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| Land | 10 |
| Weitere | 2 |
| Wissenschaft | 404 |
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