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Basisstrategien für einen nachhaltigen Konsum und ein klimaneutrales Leben

<p> So behalten Sie den Überblick beim nachhaltigen Konsum und vergrößern dauerhaft Ihre persönliche Wirkung beim Klimaschutz: <ul> <li>Senken Sie Ihren persönlichen CO2-Fußabdruck geldsparend mit Effizienzmaßnahmen, wirksam mit Blick auf die Big Points und dauerhaft durch die Gestaltung Ihrer Alltagsstrukturen.</li> <li>Lassen Sie Ihr Geld für den <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> arbeiten durch klimafreundliche Geldanlagen und Spenden für den <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klima">Klima</a>- und Umweltschutz.</li> <li>Seien Sie Vorbild für andere und engagieren Sie sich nach Ihren Möglichkeiten im privaten und öffentlichen Umfeld.</li> <li>Ermitteln Sie Ihren Status Quo in Form einer persönlichen CO2-Bilanz mit dem <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a>-CO2-Rechner und leisten Sie verantwortungsbewusst einen Klimabeitrag für in der Vergangenheit verursachte Treibhausgasemissionen.&nbsp;</li> </ul> Gewusst wie <p>Es gibt unzählige Tipps und Ideen, wie wir einen persönlichen Beitrag zum <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> leisten können. Das macht es ganz schön schwierig, den Überblick zu behalten und sich nicht im Klein-Klein zu verzetteln. Welches sollte der nächste Schritt sein? Wie kann ich meine Wirksamkeit vergrößern? Und wie erreichen wir das anspruchsvolle Ziel eines klimaneutralen Lebens? Mit den folgenden Basisstrategien für einen nachhaltigen Konsum und ein klimaneutrales Leben behalten Sie den nötigen Überblick und steigern Ihren Impact. Sie erleben höhere Selbstwirksamkeit und schaffen die Voraussetzung für mehr Gelassenheit im klimafreundlichen Alltag.</p> Mit Energieeffizienz viel Geld sparen <p>Das Gleiche tun wie zuvor, nur mit weniger Aufwand – das ist die Grundidee der Effizienz. Und damit können Sie vor allem dort, wo Energie verbraucht wird, sehr viel Geld sparen. Zusätzlich zum Kaufpreis eines energiebetriebenen Produkts oder einer Investition ins Haus summieren sich im Laufe der Jahre Energiekosten, die den Kaufpreis um ein Vielfaches übersteigen können. Das Einsparpotenzial liegt in einem Haushalt bei mehreren hundert Euro und mehr pro Jahr. Es lohnt sich deshalb, die durch den Kauf beeinflussten zukünftigen Energiekosten genau zu prüfen („Lebenszykluskosten“): Ob beim Duschkopf oder bei der Haussanierung, bei Haushaltsgroßgeräten oder beim Autokauf. Bedenken Sie dabei, dass heutige Investitionen in höhere Energieeffizienz immer auch eine Versicherung gegenüber steigenden Energiepreisen in der Zukunft sind. Die Energieverbrauchskennzeichnung macht es bei vielen Produkten sehr leicht, die energieeffizienteste Variante zu finden. Eine erste Ideenliste für lohnende Energieeffizienzmaßnahmen finden Sie <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/deutschland-krisenfester-nachhaltiger-machen">hier</a>.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2294/bilder/eu-label_nicoelnino_fotolia_95320048_m.jpg"> </a> <strong> Durchblick beim Energieverbrauch mit der EU-Energieverbrauchskennzeichnung </strong> Quelle: NicoElNino / Fotolia Mit Big Points tonnenweise CO₂ vermeiden <p>Worum würden Sie sich eher bemühen: um 1 Euro oder 1 Million Euro zu bekommen? Unsere Alltagserfahrungen machen uns die Antwort leicht und lassen uns sofort die Größe des Unterschieds spüren. Bei der Umweltrelevanz fällt uns diese Bewertung hingegen schwer. Dabei bewegt sich die Wirksamkeit von allgemein vorgeschlagenen Umwelttipps (z.&nbsp;B. im Hinblick auf das CO2-Einsparpotenzial) in dieser Spannbreite von 1 zu 1 Million. Während eine Salatgurke ohne Plastikfolie oder ein eingesparter Coffee-to-go-Becher wenige Gramm CO2 einsparen, können die energetische Sanierung eines Wohngebäudes, eine Investition in erneuerbare Energien oder eine Spende für Klimaschutzprojekte schnell eine Tonne (d.&nbsp;h. 1 Million Gramm) und mehr CO2 pro Jahr einsparen.&nbsp;</p> <p>Der Blick auf die Big Points, die zentralen Stellschrauben eines nachhaltigen Konsums, ist deshalb für effektives Handeln zwingend: Energieerzeugung, Heizung und Warmwasser, Auto und Flugreisen sowie der Konsum tierischer Produkte. Dazu gehören auch Themen des sogenannten Handabdrucks wie Geldanlagen, Spenden oder persönliches Engagement (siehe unten). Mit wenigen solcher Big Points können wir im Durchschnitt unseren CO2-Fußabdruck sogar dauerhaft halbieren (siehe <a>Abbildung</a>). Nehmen Sie deshalb bei Ihrem Engagement für Umwelt und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klima">Klima</a> die Big Points in den Blick und vermeiden Sie so tonnenweise CO2 und andere Umweltwirkungen. <a>Weitere Materialien hierzu finden Sie in der&nbsp;</a><a href="https://denkwerkstatt-konsum.umweltbundesamt.de/wirkung">Denkwerkstatt Konsum</a> oder beim&nbsp;<a href="https://nachhaltigerkonsum.info/aktionsmaterialien/fussabdruck">Kompetenzzentrum nachhaltiger Konsum</a>.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/knk_bigpoints_fussabdruck_2026.png"> </a> <strong> Mit Big Points den Fußabdruck halbieren </strong> <br> <p><strong>Große Wirkung, kleiner Fußabdruck:</strong> Schon gewusst? Mit gezielten Veränderungen wie dem Umstieg auf Ökostrom, E-Auto oder Carsharing lässt sich die persönliche Klimabilanz massiv entlasten.</p> Quelle: Kompetenzzentrum Nachhaltiger Konsum Mit cleveren Alltagsstrukturen Klimaschutz leicht machen <p>Wir müssen „einfach nur daran denken“ und können „ohne viel Aufwand“ oder „in nur wenigen Minuten“ viel Gutes für die Umwelt tun – so der Grundtenor vieler Umweltratgeber. Die Alltagserfahrung lehrt uns hingegen, dass jahrzehntelang eingefahrene Routinen, Alltagshektik und vielfältige, oft konkurrierende Zielsetzungen unsere guten Vorsätze immer wieder zunichtemachen können. Die Strategie aus diesem Dilemma lautet: Weniger sich selbst, denn die Alltags- und Entscheidungsstrukturen so ändern, dass <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> zum Normalfall wird. Klimaschutz passiert dann quasi automatisch, ohne dass wir ständig explizit daran denken müssen. Das funktioniert beim energieeffizienten Kühlschrank oder dem gedämmten Haus, bei der Monatskarte für den ÖPNV oder der LED-Leuchte, bei der Carsharing-Mitgliedschaft oder dem E-Auto, beim Ökostrom-Bezug, dem Balkonkraftwerk oder dem grünen Girokonto: Einmal umgesetzt, dauerhafte Klimaschutzwirkung.&nbsp;</p> <p>Diese Strategie erfordert zwar anfangs durchaus einen mehr oder weniger großen Aufwand. Dieser ist aber klar zeitlich begrenzt und Sie können danach einen großen Haken setzen. Im Ergebnis entlasten Sie damit Ihren Kopf und Ihren Alltag und gleichzeitig verstetigen und vergrößern Sie Ihren Klimaschutz-Impact. Auch Grundsatzentscheidungen wie z.&nbsp;B. für einen vegetarischen oder veganen Ernährungsstil oder für den Bioladen als zentrale Einkaufsstätte können in diesem Sinne entlastend gegenüber täglichen Einzelentscheidungen wirken. Weitere Infos finden Sie in unserer <a href="https://denkwerkstatt-konsum.umweltbundesamt.de/alltagsstrukturen-gestalten">Denkwerkstatt Konsum</a>.</p> Quelle: Umweltbundesamt/ Kompetenzzentrum Nachhaltiger Konsum 24.02.2026 Clever entscheiden, wirksam handeln: Mit wenig Aufwand viel fürs Klima tun <p><a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> muss nicht kompliziert sein. Viele Entscheidungen treffen wir nur einmal – und sparen damit im Alltag langfristig CO₂. Dieser Erklärfilm zeigt, wie wirkungsvoll einfache Maßnahmen sein können: etwa ein Sparduschkopf, effiziente Elektrogeräte, ein Konto bei einer nachhaltigen Bank oder ein eigenes Balkonkraftwerk.</p> <p>Weitere Informationen liefert das <a href="https://nachhaltigerkonsum.info/aktionsmaterialien/fussabdruck">Kompetenzzentrum Nachhaltiger Konsum</a>.</p> Mit klimafreundlicher Geldanlage in die Zukunft investieren <p>Eine nachhaltige, klimafreundliche Geldanlage gibt es in allen Risikokategorien: Vom einfachen Girokonto, über den abgesicherten Sparbrief bis hin zu risikobehafteteren Aktienfonds oder Direktbeteiligungen. Legen Sie deshalb Ihr Geld gemäß Ihres persönlichen Anlage- und Risikoprofils nachhaltig und klimafreundlich an. Das ist in doppelter Hinsicht besonders wirksam für den Umwelt- und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a>:</p> <ul> <li>Ob energetische Haussanierungen, der Bau von Windrädern oder die Finanzierung ökologischer Geschäftsideen: Der Umbau hin zu einer klimaneutralen und zukunftsfähigen Gesellschaft benötigt Geld. Mit Ihrer nachhaltigen Geldanlage unterstützen und ermöglichen Sie diesen Umbau direkt und profitieren gleichzeitig vom Zinsertrag.</li> <li>Investitionen in Projekte und Unternehmen binden häufig sehr langfristig Kapital und verfestigen damit hieraus resultierende Umweltschäden und Emissionen für die nächsten Jahre oder gar Jahrzehnte. Dies gilt insbesondere für Kohlekraftwerke, aber auch für Gebäude oder Maschinen. Umso wichtiger ist es für den Klimaschutz, dass heute kein Geld mehr in umwelt- und klimaschädliche Investitionen fließt.</li> </ul> <p>Sie entscheiden, welcher Bank Sie Ihr Geld für welche Investitionen anvertrauen. Legen Sie für diese Entscheidungen Ihre persönlichen Werte zugrunde, die ihnen auch gesellschaftlich und politisch wichtig sind. Weitere Informationen finden Sie in unserem Umwelttipp „<a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/haushalt-wohnen/nachhaltige-geldanlage">Nachhaltige Geldanlage</a>“.&nbsp;</p> Spenden für den Klimaschutz <p>Nachhaltiger Konsum und klimaneutrales Leben benötigen geeignete gesellschaftliche und politische Rahmenbedingungen. Starke Umwelt- und Klimaschutzorganisationen sind hierfür eine wichtige Voraussetzung. Sie begleiten Gesetzgebungsprozesse für Umwelt- und ⁠Klimaschutz, informieren die Öffentlichkeit, leisten wichtige Bildungsarbeit, aktivieren Menschen, decken Missstände auf⁠ und realisieren Natur- und Umweltschutzprojekte vor Ort. Für diese Arbeit benötigen sie nicht nur das Engagement ihrer Mitglieder, sondern auch in hohem Maße Spenden zur Finanzierung dieser Arbeiten. Dies gilt für große wie für kleine Organisationen.</p> <p>Mit Ihrer Spende für Umwelt- und Klimaschutzorganisationen vergrößern Sie somit die Reichweite und die Wirksamkeit Ihres Handelns. Mit regelmäßigen Beiträgen in Form z.&nbsp;B. einer Mitgliedschaft verringern Sie für sich selbst den Entscheidungsaufwand (siehe oben: „Alltagsstrukturen klimafreundlich gestalten“) und ermöglichen gleichzeitig den Organisationen eine höhere Planungssicherheit. Eine weitere Vereinfachung erzielen Sie, wenn Sie ein festes Jahresbudget für Ihre Spenden festlegen. Der Umweltethiker Prof. Bernward Gesang empfiehlt z.&nbsp;B. 4&nbsp;% des Jahreseinkommens und 1&nbsp;% der persönlichen Zeit zu spenden. Weitere Hinweise finden Sie in unserem Umwelttipp „<a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/uebergreifende-tipps/spenden-fuer-den-umwelt-klimaschutz">Spenden für den Umwelt- und Klimaschutz</a>“.&nbsp;</p> Mit persönlichem Engagement Steine ins Rollen bringen <p>Nachhaltiger Konsum und klimaneutrales Leben sind keine Privatangelegenheit, sondern eine Gemeinschaftsaufgabe. Sie benötigen deshalb nicht nur das Mitmachen, sondern auch das Vormachen und Weitersagen. Ob Fahrradtasche, Carsharing-Auto oder Solaranlage: Das vorgelebte und sichtbare Beispiel motiviert zum Nachmachen. Gute Ideen und Anregungen lassen sich im Familien- und Freundeskreis austauschen oder im Verein, am Arbeitsplatz oder in der Wohneigentümergemeinschaft einbringen. Durch zivilgesellschaftliches und politisches Engagement kann Umwelt- und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> in der Breite der Bevölkerung verankert werden. Auf diese Weise können Sie oft viel größere Umweltentlastungen als nur bei sich selbst erreichen.&nbsp;</p> <p>Seien Sie deshalb Vorbild für andere und engagieren Sie sich nach Ihren Möglichkeiten im privaten und öffentlichen Umfeld. Dabei gilt auch bei dieser Strategie: Jeder und jede hat unterschiedliche Möglichkeiten, Kompetenzen und Zeitressourcen beim persönlichen Engagement. Bleiben Sie realistisch bei der Einschätzung Ihrer Möglichkeiten und achten Sie auf ausreichend Selbstfürsorge und Regeneration bei Ihrem Engagement.&nbsp;</p> Mit der persönlichen CO₂-Bilanz Prioritäten setzen <p>Wo stehen wir mit unseren Anstrengungen beim nachhaltigen Konsum und beim Versuch klimaneutral zu leben? Bei der Vielzahl an Konsumentscheidungen, die wir ständig treffen, ist diese Frage gar nicht so einfach zu beantworten. Mit dem <a href="https://uba.co2-rechner.de/de_DE/">UBA-CO2-Rechner</a> gibt es ein einfaches Tool, mit dem Sie Ihre persönliche CO2-Bilanz erstellen und so eine erste Antwort auf diese Frage erhalten können. Der Rechner fokussiert methodisch bedingt v.&nbsp;a. auf den persönlichen Fußabdruck („CO2-Einsparung bei mir“) und berücksichtigt nur wenige Handlungsmöglichkeiten im Sinne des Handabdrucks („CO2-Einsparung mit und bei anderen“). Trotzdem ist er ein wichtiges strategisches Werkzeug: Was sind meine persönlichen Big Points? Wo liegen meine zentralen Handlungspotenziale? Wie stehe ich mit meinen Klimaschutzbemühungen im Vergleich zum deutschen Durchschnitt? Testen Sie es aus, geben Sie Ihrem Klimaengagement eine ehrliche Grundlage und finden Sie Ihren nächsten persönlichen Big Point auf dem Weg zu einem klimaneutralen Leben.&nbsp;</p> Mit Klimabeiträgen Verantwortung übernehmen <p>Mit einem durchschnittlichen CO2-Fußabdruck von rund 9,8 t CO2e in Deutschland sind wir noch weit vom Ziel eines klimaneutralen Lebens, d.&nbsp;h. von netto-null Treibhausgasemissionen entfernt. Wir müssen deshalb auch beim nachhaltigen Konsum verstärkt über „Tonnen“ und nicht über „Gramm“ oder „Kilogramm“ an CO2-Vermeidung sprechen. Mit dem Konzept des Klimabeitrags (ehemals „freiwillige CO2-Kompensation“) gibt es die Möglichkeit, durch Spenden für spezifische Klimaschutzprojekte tonnenweise CO2-Vermeidung anzustoßen. Wenn Sie dabei auf die Qualität der Klimaschutzprojekte und auf vertrauensvolle Anbieter achten, ist dies eine sehr gute Möglichkeit, <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> weltweit solidarisch und effektiv voranzubringen und gleichzeitig Verantwortung für die mit dem eigenen Konsum verbundenen Treibhausgasemissionen zu übernehmen. Als Orientierung für die Höhe des Klimabeitrags bietet sich der persönliche Fußabdruck an. Dieser misst die mit unserem Konsum verbundenen Treibhausgasemissionen i.d.R. des vergangenen Jahres, die wir aus individuellen, sozialen, gesellschaftlichen oder anderen Gründen letztlich nicht vermeiden konnten. Weitere Hinweise finden Sie in unserem Umwelttipp&nbsp;<a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/uebergreifende-tipps/kompensation-von-treibhausgasemissionen">Kompensation von Treibhausgasemissionen</a>.</p> Was Sie sonst noch tun können: <ul> <li><strong>Bleiben Sie mit unseren sechs Daumenregeln entscheidungsfähig.</strong> „Weniger Konsum ist mehr Umweltschutz“, „Produkte möglichst lange nutzen“, „Reparieren statt neu kaufen“, „Nutzen statt besitzen“, „Wärme effizient nutzen“ und „Mehr pflanzenbasiert, mehr Bio“. Diese Daumenregeln ermöglichen eine erste grobe Umwelteinschätzung und helfen vor allem bei kleineren Entscheidungen, ohne großen Zeitaufwand eine gute Wahl für den Umwelt- und Klimaschutz zu treffen. Mehr Infos zu den Daumenregeln finden Sie in unserer <a href="https://denkwerkstatt-konsum.umweltbundesamt.de/daumenregeln">Denkwerkstatt Konsum</a>.</li> <li><strong>Achten Sie auf Umweltsiegel.</strong> Bei einer Vielzahl von Einkaufsentscheidungen genügt die Kenntnis von fünf Umweltsiegeln, um die umweltfreundlicheren Produkte zu erkennen: EU-Energielabel (Auto, Elektrogeräte u.&nbsp;ä.&nbsp;m.), Bio-Siegel (Lebensmittel), Blauer Engel und EU Ecolabel (verschiedene Alltagsprodukte) sowie Grüner Knopf (Bekleidung). Lesen Sie unseren Umwelttipp <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/uebergreifende-tipps/siegel-label">Siegel und Label</a>.</li> <li><strong>Nutzen Sie unsere&nbsp;</strong><a href="https://www.umweltbundesamt.de/uba-umwelttipps"><strong>UBA-Umwelttipps</strong></a> für konkrete Entscheidungen. Auf rund 100 Themenseiten finden Sie praktische Tipps für nachhaltiges Handeln – einfach, verständlich und aktuell.</li> </ul> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/uba_infografiken_1545x775.jpg"> </a> <strong> Nachhaltiger einkaufen: Die 5 wichtigsten Umweltsiegel im Überblick </strong> <br><p>Orientierung im Siegel-Dschungel: Die Infografik zeigt, welche fünf etablierten Umweltsiegel beim Kauf von Lebensmitteln, Elektronik oder Kleidung die beste Orientierung für eine umweltfreundliche Wahl bieten.</p> Quelle: Umweltbundesamt (2025) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/uba_infografiken_1545x775.jpg">Bild herunterladen</a> (459,62 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/knk_daumenregel_960x1045.png"> </a> <strong> 6 Daumenregeln für mehr Nachhaltigkeit im Alltag </strong> <br><p><strong>Fahrplan für den Alltag: </strong>Mit diesen 6 Daumenregeln wird Nachhaltigkeit zur Routine.</p> Quelle: Kompetenzzentrum Nachhaltiger Konsum <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/knk_daumenregel_960x1045.png">Bild herunterladen</a> (278,42 kB) Weiter <i> </i> Vorherige <i> </i> Hintergrund Nachhaltiger Konsum <p><strong>Nachhaltiger Konsum</strong> steht für „dauerhaft global verallgemeinerbare Konsummuster“. Dabei beinhaltet Konsum die Bedürfnisbefriedigung mit Hilfe von Produkten und Dienstleistungen in den Phasen von Aneignung, Nutzung und Entsorgung. Hinter dieser abstrakten Definition versteckt sich eine sehr große Vielfalt:&nbsp;</p> <ul> <li>Tausende von Einzelentscheidungen in unterschiedlichsten Konsumfeldern (Wohnen, Mobilität, Ernährung, Bekleidung, …)</li> <li>Große Unterschiede bezüglich der zeitlichen und finanziellen Relevanz der Konsumentscheidungen (Güter des täglichen Bedarfs versus langlebige Gebrauchsgüter, einstellige versus vier- und mehrstellige Eurobeträge)</li> <li>Große Unterschiede bezüglich der sozialen und ökologischen Wirksamkeit („Peanuts versus Big Points“).</li> </ul> <p>Bereits zur Bewertung der ökologischen Relevanz müssen unterschiedliche Umweltwirkungskategorien miteinander verglichen werden: Treibhausgasemissionen, Flächenverbrauch, Bodenversauerung, Biodiversitätsverlust, Toxizität u.a.m. Eine Priorisierung von Maßnahmen sowie eine Formulierung von messbaren Zielen für nachhaltigen Konsum sind demnach besonders herausfordernd.&nbsp;Es überrascht deshalb nicht, dass in der Vergangenheit Debatten über und Priorisierungen von nachhaltigen Konsumentscheidungen vielfach dem Prinzip Zufall folgten. Mit der in den letzten Jahrzehnten zunehmend auf allen politischen Ebenen verankerten Zielstellung einer klimaneutralen Gesellschaft bekommt nachhaltiger Konsum jedoch&nbsp;erstmalig ein umfassendes, richtungssicheres und gut quantifizierbares Ziel an die Hand (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/zusammendenken-was-zusammengehoert-kommunaler">Umweltbundesamt 2020</a>).</p> <p><strong>Klimaneutralität</strong> ist nach dem völkerrechtlich verbindlichen Übereinkommen von Paris (2015) ein weltweit angestrebtes Ziel. Im Sinne der sogenannten „Netto-Null“ sollen positive und negative Effekte menschlichen Handelns in Summe keinen Einfluss auf das <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klima">Klima</a> haben. Im Bundes-Klimaschutzgesetz (KSG) ist verankert, dass in ganz Deutschland bis 2045 Netto-Treibhausgasneutralität und bis 2050 negative Treibhausgasemissionen erreicht werden müssen. Es ist deshalb klar, dass ein nachhaltiger Konsum auch ein klimaneutraler Konsum sein muss. Klimaneutralität ist aber nicht nur eine Mindestbedingung, sondern auch ein guter Wegweiser für nachhaltigen Konsum.&nbsp;</p> <p>In der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a>-Studie&nbsp;<a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/big-points-des-ressourcenschonenden-konsums-als">Big Points des ressourcenschonenden Konsums</a> konnte gezeigt werden, dass die „Big Points“ eines klimaneutralen Konsums auch in wesentlichen Bereichen die „Big Points“ eines nachhaltigen Konsums sind: Art der Energieerzeugung, Automobilität und Flugreisen, Wohnfläche und Dämmstandard, Konsum tierischer Produkte und das Konsumniveau insgesamt sind hier zu nennen. Obwohl demnach nachhaltiger Konsum viel mehr Umweltaspekte als nur <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> beinhaltet, führt der Fokus auf das „smarte“ Ziel der Klimaneutralität dazu, dass nachhaltiger Konsum umfassender und anspruchsvoller strategisch angegangen werden kann. Klimaneutral leben ist demnach aktuell das zentrale „Schlüsselziel“ für die Förderung nachhaltiger Konsummuster. Diese Aussage gilt auch, wenn man umfassendere Konzepte wie das Konzept der Planetaren Grenzen zugrunde legt.</p> <p><strong>Die UBA-Studie&nbsp;</strong><a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/die-grenzen-des-konsums"><strong>Grenzen des Konsums</strong></a> untersucht, wie Lebensstile im Jahr 2050 aussehen könnten, die innerhalb planetarer Grenzen bleiben und gleichzeitig anschlussfähig an heutige Konsummuster in Deutschland sind. Im Ergebnis zeigt sich, dass sich nötige Anpassungen bei individuellen Konsumgewohnheiten dann in Grenzen halten würden, wenn v.&nbsp;a. die Umstellung der Energieerzeugung auf erneuerbare Energien zügig und vollständig erreicht wird. Aber auch in einer klimaneutralen, postfossilen Welt werden dann&nbsp;Ernährung, Mobilität und Wohnen die aus Umweltperspektive prioritären Bedarfsfelder eines nachhaltigen Konsums bleiben.</p> CO₂-Fußabdruck <p><strong>Der CO2-Fußabdruck</strong> ist ein etabliertes Konzept der Umweltforschung, das die <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimawirkung">Klimawirkung</a> einer Handlung, eines Produktes, einer Organisation (z.&nbsp;B. Unternehmen oder Verwaltung), einer Region (z.B. Staat oder Kommune) oder auch einer Person erfasst und in der Einheit CO2-Äquivalente (CO2e) beziffert. Dies ermöglicht die Analyse des Status Quo, die Identifikation von Hotspots, den Vergleich mit anderen, das <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/monitoring">Monitoring</a> über die Zeit, die Bezifferung von Minderungszielen oder die strategische Ausrichtung auf das Ziel der Klimaneutralität.&nbsp;</p> <p><strong>Beim persönlichen CO2-Fußabdruck</strong> werden dabei alle Treibhausgasemissionen auf die einzelnen Konsumfelder wie Wohnen, Mobilität und Ernährung aufgeteilt. Dabei wird der ganze Lebensweg von Gütern und Dienstleistungen von der Herstellung über den Transport, den Ge- und Verbrauch bis hin zur Entsorgung berücksichtigt. Diese methodisch motivierte Zuteilung aller Emissionen auf die Endverbraucher*innen darf nicht als Verantwortungszuschreibung missverstanden werden. Der CO2-Fußabdruck zeigt auf, wo bzw. wofür die Treibhausgasemissionen entstehen. Er trifft aber keine normative Aussage darüber, wer dafür in welcher Höhe verantwortlich ist. So ist z.&nbsp;B. die Höhe der Heizemissionen von Gebäuden nicht nur abhängig vom Lüftungs- und Heizverhalten der Bewohner*innen, sondern in hohem Maße vom Dämmstandard und der Heiztechnik des Gebäudes. Diese wiederum sind Resultat von staatlichen Anreizstrukturen, von Ge- und Verboten, der Stadtplanung, von Markt- und Informationsangeboten u.v.a.m. Darüber hinaus gilt: Wohneigentümer*innen haben andere Handlungsmöglichkeiten als Mieter*innen, Familien andere als Singles, Menschen mit höherem Einkommen andere als Menschen mit niedrigerem Einkommen. Um den Wirkraum von Individuen beim <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> umfassend betrachten und bewerten zu können, muss deshalb zum einen der persönliche CO2-Fußabdruck vor dem Hintergrund des jeweiligen Lebenskontextes interpretiert werden. Zum anderen ist es notwendig, nicht nur den persönlichen CO2-Fußabdruck mit seinen methodischen Grenzen, sondern auch den CO2-Handabdruck, d.&nbsp;h. das Wirken von Einzelnen auf die Gesellschaft, in den Blick zu nehmen. Nur so werden&nbsp;alle relevanten individuellen Handlungshebel für mehr Klimaschutz sichtbar.</p> CO₂-Handabdruck <p><strong>Der persönliche CO2-Handabdruck</strong> umfasst alle „CO2-Einsparungen mit und bei anderen“, die ich durch mein Tun anstoße. Hierdurch reduziere ich demnach nicht meinen, wohl aber den CO2-Fußabdruck anderer Menschen. Damit ist er eine wichtige konzeptionelle Ergänzung zum persönlichen CO2-Fußabdruck, der nur die „CO2-Einsparungen bei sich selbst“ im Blick hat.&nbsp;</p> <p>Das beginnt bei Maßnahmen, die automatisch die Emissionen mehrerer Menschen verkleinern. Sparduschkopf und Balkonkraftwerk sparen Energie und CO2 für alle Haushaltsmitbewohner*innen. Mein persönlicher CO2-Fußabdruck mindert sich aber nur entsprechend meines Wohnanteils, selbst wenn ich der Hauptinitiator der Maßnahme war. Der CO2-Fußabdruck unterschätzt damit meinen Beitrag zum <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> und lässt die Maßnahme kleiner erscheinen, als sie ist. Andere individuelle Handlungshebel wie klimafreundliche Geldanlage oder Spenden haben gar keinen Einfluss auf meine persönlichen Emissionen und können trotzdem eine hohe <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimawirkung">Klimawirkung</a> haben. Klimaschutzengagement wie das Gespräch im Freundeskreis, Initiativen am Arbeitsplatz (z.&nbsp;B. für betriebliches Carsharing oder für ein Energiemanagementsystem) können methodisch im CO2-Fußabdruck ebenfalls nicht abgebildet werden, obwohl ihr Einsparpotenzial schnell über die Höhe des eigenen Fußabdrucks hinausgehen kann. Das gilt schließlich auch für zivilgesellschaftliches Engagement. Die Klimawirkung lässt sich i.d.R. weder beziffern noch auf die vielen beteiligten Menschen „aufteilen“.&nbsp;</p> <p>Während die Vermeidungsleistung beim CO2-Fußabdruck durch dessen Höhe beschränkt ist, ist die potenzielle Klimawirkung beim Handabdruck zwar auch u.&nbsp;a. abhängig von Entscheidungsmacht, Handlungskompetenz, Zeit- und Geldrestriktionen, aber vom Grundsatz her „nach oben offen“. Im Konzept des Handabdrucks spiegeln sich die unterschiedlichen Rollen, die wir innehaben. Wir sind nicht nur Verbraucher*innen, sondern immer auch Bürger*innen und Mitarbeiter*innen in Organisationen.&nbsp;</p> Quelle: Umweltbundesamt/ Kompetenzzentrum Nachhaltiger Konsum 24.02.2026 Der ökologische Handabdruck <p>Den CO2-Fußabdruck kennt jede*r. Aber wie sieht es mit dem Handabdruck aus? Der ökologische Handabdruck bildet das Gegenstück zum Fußabdruck. Er steht für die Handlungen, mit denen CO2-Einsparungen bei anderen Personen unterstützt werden können, also das Mitwirken an gesellschaftlichen Veränderungen. Die Idee lautet: Fußabdruck verkleinern, Handabdruck vergrößern. Wie unterschiedlich der Handabdruck aussehen kann, sehen Sie im Erklärvideo. Weitere Informationen liefert das <a href="https://nachhaltigerkonsum.info/aktionsmaterialien/handabdruck">Kompetenzzentrum Nachhaltiger Konsum</a>.</p> UBA-CO₂-Rechner <p><strong>Der UBA-CO2-Rechner</strong> ermöglicht die einfache und schnelle Bestimmung einer persönlichen CO2-Bilanz. Er berücksichtigt neben CO2 auch weitere klimawirksame Gase wie Lachgas (N2O) und Methan (CH4), wenn hierfür Daten vorliegen.&nbsp;Beim Flugverkehr werden zudem weitere klimawirksame Nicht-CO2-Effekte wie Zirruswolken berücksichtigt. Die Bilanzierung erfolgt verbrauchsbezogen. Im Gegensatz zur territorialen Bilanzierung z.&nbsp;B. der nationalen Treibhausgasbilanzierung, die alle Treibhausgasemissionen innerhalb von Deutschland berücksichtigt, werden bei der verbrauchsbezogenen Bilanzierung auch die Emissionen aus Exporten und Importen berücksichtigt. Produkte, die im Ausland hergestellt wurden, werden demnach im UBA-CO2-Rechner berücksichtigt. Dies ergibt ein realistischeres Bild über die mit unserem Konsum verbundenen Treibhausgasemissionen. Die unterschiedlichen Bilanzierungsansätze erklären auch, weshalb sich die Werte im UBA-CO2-Rechner für die durchschnittlichen Pro-Kopf-Treibhausgasemissionen in Deutschland von den Werten in der nationalen Treibhausgasbilanz unterscheiden können.&nbsp;</p> <p>Der UBA-CO2-Rechner fokussiert v.&nbsp;a. auf Verhaltensweisen bzw. Konsumentscheidungen, die für die Höhe der persönlichen Treibhausgasbilanz besonders relevant und gut erfassbar sind, um den Aufwand für Nutzer*innen möglichst gering zu halten. Mit dieser Vorgehensweise können trotzdem die Werte für Heizen, Strom und Mobilität sehr gut bestimmt werden. Im Bereich sonstiger Konsum führen hingegen die Vielzahl und Heterogenität der Konsumentscheidungen sowie Datenlücken zu höheren Unsicherheiten in der Berechnung.&nbsp;</p> <p>Die Fragen und damit auch die CO2-Bilanz beziehen sich auf ein Jahr. Aufgrund der sehr hohen Relevanz von saisonalen Konsumentscheidungen (insbesondere Heizen im Winter und Urlaubsreisen) sind kürzere Bezugszeiträume für eine CO2-Bilanz nicht aussagekräftig. Neben dem CO2-Fußabdruck, d.&nbsp;h. den auf den individuellen Konsum zurechenbaren Treibhausgasemissionen, berücksichtigt der UBA-CO2-Rechner auch in Ansätzen den persönlichen CO2-Handabdruck (z.B. Einspeisung von Solarstrom oder Klimabeiträge). Eine detaillierte Erläuterung über das Konzept des UBA-CO2-Rechners sowie seiner Berechnungs- und Datengrundlagen finden Sie in Studie <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/der-uba-co2-rechner-fuer-privatpersonen-0">Der UBA-CO2-Rechner für Privatpersonen: Hintergrundinformationen zur Version 5.0</a>.</p> Quellen <ul> <li>Umweltbundesamt (2020):&nbsp;<a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/big-points-des-ressourcenschonenden-konsums-als">Big Points des ressourcenschonenden Konsums</a>&nbsp;als Thema für die Verbraucherberatung – mehr als Energieeffizienz und Klimaschutz. Studie im Rahmen des Projekts „Verbraucherberatung als Baustein einer erfolgreichen Ressourcenpolitik“.</li> <li>Umweltbundesamt (2020): Zusammendenken, was zusammengehört:&nbsp;<a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/zusammendenken-was-zusammengehoert-kommunaler">Kommunaler Klimaschutz und nachhaltiger Konsum</a>.</li> <li>Umweltbundesamt (2020):&nbsp;<a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/klimaneutrale-regionen-kommunen-als-metastrategie">Klimaneutrale Regionen und Kommunen als Metastrategie zur Förderung nachhaltiger Lebensstile</a>: Empirische Analyse und Entwicklung von politischen Handlungsempfehlungen.</li> <li>Umweltbundesamt (2024):&nbsp;<a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/die-grenzen-des-konsums">Die Grenzen des Konsums</a>. Nachhaltiger Konsum unter der Berücksichtigung von planetaren Grenzen und globalen Wachstumsdynamiken</li> <li>Umweltbundesamt (2025): <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/der-uba-co2-rechner-fuer-privatpersonen-0">Der UBA-CO2-Rechner für Privatpersonen</a>: Hintergrundinformationen zur Version 5.0</li> </ul> </p><p> So behalten Sie den Überblick beim nachhaltigen Konsum und vergrößern dauerhaft Ihre persönliche Wirkung beim Klimaschutz: <ul> <li>Senken Sie Ihren persönlichen CO2-Fußabdruck geldsparend mit Effizienzmaßnahmen, wirksam mit Blick auf die Big Points und dauerhaft durch die Gestaltung Ihrer Alltagsstrukturen.</li> <li>Lassen Sie Ihr Geld für den <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> arbeiten durch klimafreundliche Geldanlagen und Spenden für den <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klima">Klima</a>- und Umweltschutz.</li> <li>Seien Sie Vorbild für andere und engagieren Sie sich nach Ihren Möglichkeiten im privaten und öffentlichen Umfeld.</li> <li>Ermitteln Sie Ihren Status Quo in Form einer persönlichen CO2-Bilanz mit dem <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a>-CO2-Rechner und leisten Sie verantwortungsbewusst einen Klimabeitrag für in der Vergangenheit verursachte Treibhausgasemissionen.&nbsp;</li> </ul> </p><p> Gewusst wie <p>Es gibt unzählige Tipps und Ideen, wie wir einen persönlichen Beitrag zum <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> leisten können. Das macht es ganz schön schwierig, den Überblick zu behalten und sich nicht im Klein-Klein zu verzetteln. Welches sollte der nächste Schritt sein? Wie kann ich meine Wirksamkeit vergrößern? Und wie erreichen wir das anspruchsvolle Ziel eines klimaneutralen Lebens? Mit den folgenden Basisstrategien für einen nachhaltigen Konsum und ein klimaneutrales Leben behalten Sie den nötigen Überblick und steigern Ihren Impact. Sie erleben höhere Selbstwirksamkeit und schaffen die Voraussetzung für mehr Gelassenheit im klimafreundlichen Alltag.</p> </p><p> Mit Energieeffizienz viel Geld sparen <p>Das Gleiche tun wie zuvor, nur mit weniger Aufwand – das ist die Grundidee der Effizienz. Und damit können Sie vor allem dort, wo Energie verbraucht wird, sehr viel Geld sparen. Zusätzlich zum Kaufpreis eines energiebetriebenen Produkts oder einer Investition ins Haus summieren sich im Laufe der Jahre Energiekosten, die den Kaufpreis um ein Vielfaches übersteigen können. Das Einsparpotenzial liegt in einem Haushalt bei mehreren hundert Euro und mehr pro Jahr. Es lohnt sich deshalb, die durch den Kauf beeinflussten zukünftigen Energiekosten genau zu prüfen („Lebenszykluskosten“): Ob beim Duschkopf oder bei der Haussanierung, bei Haushaltsgroßgeräten oder beim Autokauf. Bedenken Sie dabei, dass heutige Investitionen in höhere Energieeffizienz immer auch eine Versicherung gegenüber steigenden Energiepreisen in der Zukunft sind. Die Energieverbrauchskennzeichnung macht es bei vielen Produkten sehr leicht, die energieeffizienteste Variante zu finden. Eine erste Ideenliste für lohnende Energieeffizienzmaßnahmen finden Sie <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/deutschland-krisenfester-nachhaltiger-machen">hier</a>.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2294/bilder/eu-label_nicoelnino_fotolia_95320048_m.jpg"> </a> <strong> Durchblick beim Energieverbrauch mit der EU-Energieverbrauchskennzeichnung </strong> Quelle: NicoElNino / Fotolia </p><p> Mit Big Points tonnenweise CO₂ vermeiden <p>Worum würden Sie sich eher bemühen: um 1 Euro oder 1 Million Euro zu bekommen? Unsere Alltagserfahrungen machen uns die Antwort leicht und lassen uns sofort die Größe des Unterschieds spüren. Bei der Umweltrelevanz fällt uns diese Bewertung hingegen schwer. Dabei bewegt sich die Wirksamkeit von allgemein vorgeschlagenen Umwelttipps (z.&nbsp;B. im Hinblick auf das CO2-Einsparpotenzial) in dieser Spannbreite von 1 zu 1 Million. Während eine Salatgurke ohne Plastikfolie oder ein eingesparter Coffee-to-go-Becher wenige Gramm CO2 einsparen, können die energetische Sanierung eines Wohngebäudes, eine Investition in erneuerbare Energien oder eine Spende für Klimaschutzprojekte schnell eine Tonne (d.&nbsp;h. 1 Million Gramm) und mehr CO2 pro Jahr einsparen.&nbsp;</p> <p>Der Blick auf die Big Points, die zentralen Stellschrauben eines nachhaltigen Konsums, ist deshalb für effektives Handeln zwingend: Energieerzeugung, Heizung und Warmwasser, Auto und Flugreisen sowie der Konsum tierischer Produkte. Dazu gehören auch Themen des sogenannten Handabdrucks wie Geldanlagen, Spenden oder persönliches Engagement (siehe unten). Mit wenigen solcher Big Points können wir im Durchschnitt unseren CO2-Fußabdruck sogar dauerhaft halbieren (siehe <a>Abbildung</a>). Nehmen Sie deshalb bei Ihrem Engagement für Umwelt und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klima">Klima</a> die Big Points in den Blick und vermeiden Sie so tonnenweise CO2 und andere Umweltwirkungen. <a>Weitere Materialien hierzu finden Sie in der&nbsp;</a><a href="https://denkwerkstatt-konsum.umweltbundesamt.de/wirkung">Denkwerkstatt Konsum</a> oder beim&nbsp;<a href="https://nachhaltigerkonsum.info/aktionsmaterialien/fussabdruck">Kompetenzzentrum nachhaltiger Konsum</a>.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/knk_bigpoints_fussabdruck_2026.png"> </a> <strong> Mit Big Points den Fußabdruck halbieren </strong> <br> <p><strong>Große Wirkung, kleiner Fußabdruck:</strong> Schon gewusst? Mit gezielten Veränderungen wie dem Umstieg auf Ökostrom, E-Auto oder Carsharing lässt sich die persönliche Klimabilanz massiv entlasten.</p> Quelle: Kompetenzzentrum Nachhaltiger Konsum </p><p> Mit cleveren Alltagsstrukturen Klimaschutz leicht machen <p>Wir müssen „einfach nur daran denken“ und können „ohne viel Aufwand“ oder „in nur wenigen Minuten“ viel Gutes für die Umwelt tun – so der Grundtenor vieler Umweltratgeber. Die Alltagserfahrung lehrt uns hingegen, dass jahrzehntelang eingefahrene Routinen, Alltagshektik und vielfältige, oft konkurrierende Zielsetzungen unsere guten Vorsätze immer wieder zunichtemachen können. Die Strategie aus diesem Dilemma lautet: Weniger sich selbst, denn die Alltags- und Entscheidungsstrukturen so ändern, dass <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> zum Normalfall wird. Klimaschutz passiert dann quasi automatisch, ohne dass wir ständig explizit daran denken müssen. Das funktioniert beim energieeffizienten Kühlschrank oder dem gedämmten Haus, bei der Monatskarte für den ÖPNV oder der LED-Leuchte, bei der Carsharing-Mitgliedschaft oder dem E-Auto, beim Ökostrom-Bezug, dem Balkonkraftwerk oder dem grünen Girokonto: Einmal umgesetzt, dauerhafte Klimaschutzwirkung.&nbsp;</p> <p>Diese Strategie erfordert zwar anfangs durchaus einen mehr oder weniger großen Aufwand. Dieser ist aber klar zeitlich begrenzt und Sie können danach einen großen Haken setzen. Im Ergebnis entlasten Sie damit Ihren Kopf und Ihren Alltag und gleichzeitig verstetigen und vergrößern Sie Ihren Klimaschutz-Impact. Auch Grundsatzentscheidungen wie z.&nbsp;B. für einen vegetarischen oder veganen Ernährungsstil oder für den Bioladen als zentrale Einkaufsstätte können in diesem Sinne entlastend gegenüber täglichen Einzelentscheidungen wirken. Weitere Infos finden Sie in unserer <a href="https://denkwerkstatt-konsum.umweltbundesamt.de/alltagsstrukturen-gestalten">Denkwerkstatt Konsum</a>.</p> Quelle: Umweltbundesamt/ Kompetenzzentrum Nachhaltiger Konsum 24.02.2026 Clever entscheiden, wirksam handeln: Mit wenig Aufwand viel fürs Klima tun <p><a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> muss nicht kompliziert sein. Viele Entscheidungen treffen wir nur einmal – und sparen damit im Alltag langfristig CO₂. Dieser Erklärfilm zeigt, wie wirkungsvoll einfache Maßnahmen sein können: etwa ein Sparduschkopf, effiziente Elektrogeräte, ein Konto bei einer nachhaltigen Bank oder ein eigenes Balkonkraftwerk.</p> <p>Weitere Informationen liefert das <a href="https://nachhaltigerkonsum.info/aktionsmaterialien/fussabdruck">Kompetenzzentrum Nachhaltiger Konsum</a>.</p> </p><p> Mit klimafreundlicher Geldanlage in die Zukunft investieren <p>Eine nachhaltige, klimafreundliche Geldanlage gibt es in allen Risikokategorien: Vom einfachen Girokonto, über den abgesicherten Sparbrief bis hin zu risikobehafteteren Aktienfonds oder Direktbeteiligungen. Legen Sie deshalb Ihr Geld gemäß Ihres persönlichen Anlage- und Risikoprofils nachhaltig und klimafreundlich an. Das ist in doppelter Hinsicht besonders wirksam für den Umwelt- und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a>:</p> <ul> <li>Ob energetische Haussanierungen, der Bau von Windrädern oder die Finanzierung ökologischer Geschäftsideen: Der Umbau hin zu einer klimaneutralen und zukunftsfähigen Gesellschaft benötigt Geld. Mit Ihrer nachhaltigen Geldanlage unterstützen und ermöglichen Sie diesen Umbau direkt und profitieren gleichzeitig vom Zinsertrag.</li> <li>Investitionen in Projekte und Unternehmen binden häufig sehr langfristig Kapital und verfestigen damit hieraus resultierende Umweltschäden und Emissionen für die nächsten Jahre oder gar Jahrzehnte. Dies gilt insbesondere für Kohlekraftwerke, aber auch für Gebäude oder Maschinen. Umso wichtiger ist es für den Klimaschutz, dass heute kein Geld mehr in umwelt- und klimaschädliche Investitionen fließt.</li> </ul> <p>Sie entscheiden, welcher Bank Sie Ihr Geld für welche Investitionen anvertrauen. Legen Sie für diese Entscheidungen Ihre persönlichen Werte zugrunde, die ihnen auch gesellschaftlich und politisch wichtig sind. Weitere Informationen finden Sie in unserem Umwelttipp „<a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/haushalt-wohnen/nachhaltige-geldanlage">Nachhaltige Geldanlage</a>“.&nbsp;</p> </p><p> Spenden für den Klimaschutz <p>Nachhaltiger Konsum und klimaneutrales Leben benötigen geeignete gesellschaftliche und politische Rahmenbedingungen. Starke Umwelt- und Klimaschutzorganisationen sind hierfür eine wichtige Voraussetzung. Sie begleiten Gesetzgebungsprozesse für Umwelt- und ⁠Klimaschutz, informieren die Öffentlichkeit, leisten wichtige Bildungsarbeit, aktivieren Menschen, decken Missstände auf⁠ und realisieren Natur- und Umweltschutzprojekte vor Ort. Für diese Arbeit benötigen sie nicht nur das Engagement ihrer Mitglieder, sondern auch in hohem Maße Spenden zur Finanzierung dieser Arbeiten. Dies gilt für große wie für kleine Organisationen.</p> <p>Mit Ihrer Spende für Umwelt- und Klimaschutzorganisationen vergrößern Sie somit die Reichweite und die Wirksamkeit Ihres Handelns. Mit regelmäßigen Beiträgen in Form z.&nbsp;B. einer Mitgliedschaft verringern Sie für sich selbst den Entscheidungsaufwand (siehe oben: „Alltagsstrukturen klimafreundlich gestalten“) und ermöglichen gleichzeitig den Organisationen eine höhere Planungssicherheit. Eine weitere Vereinfachung erzielen Sie, wenn Sie ein festes Jahresbudget für Ihre Spenden festlegen. Der Umweltethiker Prof. Bernward Gesang empfiehlt z.&nbsp;B. 4&nbsp;% des Jahreseinkommens und 1&nbsp;% der persönlichen Zeit zu spenden. Weitere Hinweise finden Sie in unserem Umwelttipp „<a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/uebergreifende-tipps/spenden-fuer-den-umwelt-klimaschutz">Spenden für den Umwelt- und Klimaschutz</a>“.&nbsp;</p> </p><p> Mit persönlichem Engagement Steine ins Rollen bringen <p>Nachhaltiger Konsum und klimaneutrales Leben sind keine Privatangelegenheit, sondern eine Gemeinschaftsaufgabe. Sie benötigen deshalb nicht nur das Mitmachen, sondern auch das Vormachen und Weitersagen. Ob Fahrradtasche, Carsharing-Auto oder Solaranlage: Das vorgelebte und sichtbare Beispiel motiviert zum Nachmachen. Gute Ideen und Anregungen lassen sich im Familien- und Freundeskreis austauschen oder im Verein, am Arbeitsplatz oder in der Wohneigentümergemeinschaft einbringen. Durch zivilgesellschaftliches und politisches Engagement kann Umwelt- und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> in der Breite der Bevölkerung verankert werden. Auf diese Weise können Sie oft viel größere Umweltentlastungen als nur bei sich selbst erreichen.&nbsp;</p> <p>Seien Sie deshalb Vorbild für andere und engagieren Sie sich nach Ihren Möglichkeiten im privaten und öffentlichen Umfeld. Dabei gilt auch bei dieser Strategie: Jeder und jede hat unterschiedliche Möglichkeiten, Kompetenzen und Zeitressourcen beim persönlichen Engagement. Bleiben Sie realistisch bei der Einschätzung Ihrer Möglichkeiten und achten Sie auf ausreichend Selbstfürsorge und Regeneration bei Ihrem Engagement.&nbsp;</p> </p><p> Mit der persönlichen CO₂-Bilanz Prioritäten setzen <p>Wo stehen wir mit unseren Anstrengungen beim nachhaltigen Konsum und beim Versuch klimaneutral zu leben? Bei der Vielzahl an Konsumentscheidungen, die wir ständig treffen, ist diese Frage gar nicht so einfach zu beantworten. Mit dem <a href="https://uba.co2-rechner.de/de_DE/">UBA-CO2-Rechner</a> gibt es ein einfaches Tool, mit dem Sie Ihre persönliche CO2-Bilanz erstellen und so eine erste Antwort auf diese Frage erhalten können. Der Rechner fokussiert methodisch bedingt v.&nbsp;a. auf den persönlichen Fußabdruck („CO2-Einsparung bei mir“) und berücksichtigt nur wenige Handlungsmöglichkeiten im Sinne des Handabdrucks („CO2-Einsparung mit und bei anderen“). Trotzdem ist er ein wichtiges strategisches Werkzeug: Was sind meine persönlichen Big Points? Wo liegen meine zentralen Handlungspotenziale? Wie stehe ich mit meinen Klimaschutzbemühungen im Vergleich zum deutschen Durchschnitt? Testen Sie es aus, geben Sie Ihrem Klimaengagement eine ehrliche Grundlage und finden Sie Ihren nächsten persönlichen Big Point auf dem Weg zu einem klimaneutralen Leben.&nbsp;</p> </p><p> Mit Klimabeiträgen Verantwortung übernehmen <p>Mit einem durchschnittlichen CO2-Fußabdruck von rund 9,8 t CO2e in Deutschland sind wir noch weit vom Ziel eines klimaneutralen Lebens, d.&nbsp;h. von netto-null Treibhausgasemissionen entfernt. Wir müssen deshalb auch beim nachhaltigen Konsum verstärkt über „Tonnen“ und nicht über „Gramm“ oder „Kilogramm“ an CO2-Vermeidung sprechen. Mit dem Konzept des Klimabeitrags (ehemals „freiwillige CO2-Kompensation“) gibt es die Möglichkeit, durch Spenden für spezifische Klimaschutzprojekte tonnenweise CO2-Vermeidung anzustoßen. Wenn Sie dabei auf die Qualität der Klimaschutzprojekte und auf vertrauensvolle Anbieter achten, ist dies eine sehr gute Möglichkeit, <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> weltweit solidarisch und effektiv voranzubringen und gleichzeitig Verantwortung für die mit dem eigenen Konsum verbundenen Treibhausgasemissionen zu übernehmen. Als Orientierung für die Höhe des Klimabeitrags bietet sich der persönliche Fußabdruck an. Dieser misst die mit unserem Konsum verbundenen Treibhausgasemissionen i.d.R. des vergangenen Jahres, die wir aus individuellen, sozialen, gesellschaftlichen oder anderen Gründen letztlich nicht vermeiden konnten. Weitere Hinweise finden Sie in unserem Umwelttipp&nbsp;<a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/uebergreifende-tipps/kompensation-von-treibhausgasemissionen">Kompensation von Treibhausgasemissionen</a>.</p> Was Sie sonst noch tun können: <ul> <li><strong>Bleiben Sie mit unseren sechs Daumenregeln entscheidungsfähig.</strong> „Weniger Konsum ist mehr Umweltschutz“, „Produkte möglichst lange nutzen“, „Reparieren statt neu kaufen“, „Nutzen statt besitzen“, „Wärme effizient nutzen“ und „Mehr pflanzenbasiert, mehr Bio“. Diese Daumenregeln ermöglichen eine erste grobe Umwelteinschätzung und helfen vor allem bei kleineren Entscheidungen, ohne großen Zeitaufwand eine gute Wahl für den Umwelt- und Klimaschutz zu treffen. Mehr Infos zu den Daumenregeln finden Sie in unserer <a href="https://denkwerkstatt-konsum.umweltbundesamt.de/daumenregeln">Denkwerkstatt Konsum</a>.</li> <li><strong>Achten Sie auf Umweltsiegel.</strong> Bei einer Vielzahl von Einkaufsentscheidungen genügt die Kenntnis von fünf Umweltsiegeln, um die umweltfreundlicheren Produkte zu erkennen: EU-Energielabel (Auto, Elektrogeräte u.&nbsp;ä.&nbsp;m.), Bio-Siegel (Lebensmittel), Blauer Engel und EU Ecolabel (verschiedene Alltagsprodukte) sowie Grüner Knopf (Bekleidung). Lesen Sie unseren Umwelttipp <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/uebergreifende-tipps/siegel-label">Siegel und Label</a>.</li> <li><strong>Nutzen Sie unsere&nbsp;</strong><a href="https://www.umweltbundesamt.de/uba-umwelttipps"><strong>UBA-Umwelttipps</strong></a> für konkrete Entscheidungen. Auf rund 100 Themenseiten finden Sie praktische Tipps für nachhaltiges Handeln – einfach, verständlich und aktuell.</li> </ul> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/uba_infografiken_1545x775.jpg"> </a> <strong> Nachhaltiger einkaufen: Die 5 wichtigsten Umweltsiegel im Überblick </strong> <br><p>Orientierung im Siegel-Dschungel: Die Infografik zeigt, welche fünf etablierten Umweltsiegel beim Kauf von Lebensmitteln, Elektronik oder Kleidung die beste Orientierung für eine umweltfreundliche Wahl bieten.</p> Quelle: Umweltbundesamt (2025) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/uba_infografiken_1545x775.jpg">Bild herunterladen</a> (459,62 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/knk_daumenregel_960x1045.png"> </a> <strong> 6 Daumenregeln für mehr Nachhaltigkeit im Alltag </strong> <br><p><strong>Fahrplan für den Alltag: </strong>Mit diesen 6 Daumenregeln wird Nachhaltigkeit zur Routine.</p> Quelle: Kompetenzzentrum Nachhaltiger Konsum <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/knk_daumenregel_960x1045.png">Bild herunterladen</a> (278,42 kB) Weiter <i> </i> Vorherige <i> </i> </p><p> Hintergrund Nachhaltiger Konsum <p><strong>Nachhaltiger Konsum</strong> steht für „dauerhaft global verallgemeinerbare Konsummuster“. Dabei beinhaltet Konsum die Bedürfnisbefriedigung mit Hilfe von Produkten und Dienstleistungen in den Phasen von Aneignung, Nutzung und Entsorgung. Hinter dieser abstrakten Definition versteckt sich eine sehr große Vielfalt:&nbsp;</p> <ul> <li>Tausende von Einzelentscheidungen in unterschiedlichsten Konsumfeldern (Wohnen, Mobilität, Ernährung, Bekleidung, …)</li> <li>Große Unterschiede bezüglich der zeitlichen und finanziellen Relevanz der Konsumentscheidungen (Güter des täglichen Bedarfs versus langlebige Gebrauchsgüter, einstellige versus vier- und mehrstellige Eurobeträge)</li> <li>Große Unterschiede bezüglich der sozialen und ökologischen Wirksamkeit („Peanuts versus Big Points“).</li> </ul> <p>Bereits zur Bewertung der ökologischen Relevanz müssen unterschiedliche Umweltwirkungskategorien miteinander verglichen werden: Treibhausgasemissionen, Flächenverbrauch, Bodenversauerung, Biodiversitätsverlust, Toxizität u.a.m. Eine Priorisierung von Maßnahmen sowie eine Formulierung von messbaren Zielen für nachhaltigen Konsum sind demnach besonders herausfordernd.&nbsp;Es überrascht deshalb nicht, dass in der Vergangenheit Debatten über und Priorisierungen von nachhaltigen Konsumentscheidungen vielfach dem Prinzip Zufall folgten. Mit der in den letzten Jahrzehnten zunehmend auf allen politischen Ebenen verankerten Zielstellung einer klimaneutralen Gesellschaft bekommt nachhaltiger Konsum jedoch&nbsp;erstmalig ein umfassendes, richtungssicheres und gut quantifizierbares Ziel an die Hand (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/zusammendenken-was-zusammengehoert-kommunaler">Umweltbundesamt 2020</a>).</p> <p><strong>Klimaneutralität</strong> ist nach dem völkerrechtlich verbindlichen Übereinkommen von Paris (2015) ein weltweit angestrebtes Ziel. Im Sinne der sogenannten „Netto-Null“ sollen positive und negative Effekte menschlichen Handelns in Summe keinen Einfluss auf das <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klima">Klima</a> haben. Im Bundes-Klimaschutzgesetz (KSG) ist verankert, dass in ganz Deutschland bis 2045 Netto-Treibhausgasneutralität und bis 2050 negative Treibhausgasemissionen erreicht werden müssen. Es ist deshalb klar, dass ein nachhaltiger Konsum auch ein klimaneutraler Konsum sein muss. Klimaneutralität ist aber nicht nur eine Mindestbedingung, sondern auch ein guter Wegweiser für nachhaltigen Konsum.&nbsp;</p> <p>In der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a>-Studie&nbsp;<a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/big-points-des-ressourcenschonenden-konsums-als">Big Points des ressourcenschonenden Konsums</a> konnte gezeigt werden, dass die „Big Points“ eines klimaneutralen Konsums auch in wesentlichen Bereichen die „Big Points“ eines nachhaltigen Konsums sind: Art der Energieerzeugung, Automobilität und Flugreisen, Wohnfläche und Dämmstandard, Konsum tierischer Produkte und das Konsumniveau insgesamt sind hier zu nennen. Obwohl demnach nachhaltiger Konsum viel mehr Umweltaspekte als nur <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> beinhaltet, führt der Fokus auf das „smarte“ Ziel der Klimaneutralität dazu, dass nachhaltiger Konsum umfassender und anspruchsvoller strategisch angegangen werden kann. Klimaneutral leben ist demnach aktuell das zentrale „Schlüsselziel“ für die Förderung nachhaltiger Konsummuster. Diese Aussage gilt auch, wenn man umfassendere Konzepte wie das Konzept der Planetaren Grenzen zugrunde legt.</p> <p><strong>Die UBA-Studie&nbsp;</strong><a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/die-grenzen-des-konsums"><strong>Grenzen des Konsums</strong></a> untersucht, wie Lebensstile im Jahr 2050 aussehen könnten, die innerhalb planetarer Grenzen bleiben und gleichzeitig anschlussfähig an heutige Konsummuster in Deutschland sind. Im Ergebnis zeigt sich, dass sich nötige Anpassungen bei individuellen Konsumgewohnheiten dann in Grenzen halten würden, wenn v.&nbsp;a. die Umstellung der Energieerzeugung auf erneuerbare Energien zügig und vollständig erreicht wird. Aber auch in einer klimaneutralen, postfossilen Welt werden dann&nbsp;Ernährung, Mobilität und Wohnen die aus Umweltperspektive prioritären Bedarfsfelder eines nachhaltigen Konsums bleiben.</p> </p><p> CO₂-Fußabdruck <p><strong>Der CO2-Fußabdruck</strong> ist ein etabliertes Konzept der Umweltforschung, das die <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimawirkung">Klimawirkung</a> einer Handlung, eines Produktes, einer Organisation (z.&nbsp;B. Unternehmen oder Verwaltung), einer Region (z.B. Staat oder Kommune) oder auch einer Person erfasst und in der Einheit CO2-Äquivalente (CO2e) beziffert. Dies ermöglicht die Analyse des Status Quo, die Identifikation von Hotspots, den Vergleich mit anderen, das <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/monitoring">Monitoring</a> über die Zeit, die Bezifferung von Minderungszielen oder die strategische Ausrichtung auf das Ziel der Klimaneutralität.&nbsp;</p> <p><strong>Beim persönlichen CO2-Fußabdruck</strong> werden dabei alle Treibhausgasemissionen auf die einzelnen Konsumfelder wie Wohnen, Mobilität und Ernährung aufgeteilt. Dabei wird der ganze Lebensweg von Gütern und Dienstleistungen von der Herstellung über den Transport, den Ge- und Verbrauch bis hin zur Entsorgung berücksichtigt. Diese methodisch motivierte Zuteilung aller Emissionen auf die Endverbraucher*innen darf nicht als Verantwortungszuschreibung missverstanden werden. Der CO2-Fußabdruck zeigt auf, wo bzw. wofür die Treibhausgasemissionen entstehen. Er trifft aber keine normative Aussage darüber, wer dafür in welcher Höhe verantwortlich ist. So ist z.&nbsp;B. die Höhe der Heizemissionen von Gebäuden nicht nur abhängig vom Lüftungs- und Heizverhalten der Bewohner*innen, sondern in hohem Maße vom Dämmstandard und der Heiztechnik des Gebäudes. Diese wiederum sind Resultat von staatlichen Anreizstrukturen, von Ge- und Verboten, der Stadtplanung, von Markt- und Informationsangeboten u.v.a.m. Darüber hinaus gilt: Wohneigentümer*innen haben andere Handlungsmöglichkeiten als Mieter*innen, Familien andere als Singles, Menschen mit höherem Einkommen andere als Menschen mit niedrigerem Einkommen. Um den Wirkraum von Individuen beim <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> umfassend betrachten und bewerten zu können, muss deshalb zum einen der persönliche CO2-Fußabdruck vor dem Hintergrund des jeweiligen Lebenskontextes interpretiert werden. Zum anderen ist es notwendig, nicht nur den persönlichen CO2-Fußabdruck mit seinen methodischen Grenzen, sondern auch den CO2-Handabdruck, d.&nbsp;h. das Wirken von Einzelnen auf die Gesellschaft, in den Blick zu nehmen. Nur so werden&nbsp;alle relevanten individuellen Handlungshebel für mehr Klimaschutz sichtbar.</p> </p><p> CO₂-Handabdruck <p><strong>Der persönliche CO2-Handabdruck</strong> umfasst alle „CO2-Einsparungen mit und bei anderen“, die ich durch mein Tun anstoße. Hierdurch reduziere ich demnach nicht meinen, wohl aber den CO2-Fußabdruck anderer Menschen. Damit ist er eine wichtige konzeptionelle Ergänzung zum persönlichen CO2-Fußabdruck, der nur die „CO2-Einsparungen bei sich selbst“ im Blick hat.&nbsp;</p> <p>Das beginnt bei Maßnahmen, die automatisch die Emissionen mehrerer Menschen verkleinern. Sparduschkopf und Balkonkraftwerk sparen Energie und CO2 für alle Haushaltsmitbewohner*innen. Mein persönlicher CO2-Fußabdruck mindert sich aber nur entsprechend meines Wohnanteils, selbst wenn ich der Hauptinitiator der Maßnahme war. Der CO2-Fußabdruck unterschätzt damit meinen Beitrag zum <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> und lässt die Maßnahme kleiner erscheinen, als sie ist. Andere individuelle Handlungshebel wie klimafreundliche Geldanlage oder Spenden haben gar keinen Einfluss auf meine persönlichen Emissionen und können trotzdem eine hohe <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimawirkung">Klimawirkung</a> haben. Klimaschutzengagement wie das Gespräch im Freundeskreis, Initiativen am Arbeitsplatz (z.&nbsp;B. für betriebliches Carsharing oder für ein Energiemanagementsystem) können methodisch im CO2-Fußabdruck ebenfalls nicht abgebildet werden, obwohl ihr Einsparpotenzial schnell über die Höhe des eigenen Fußabdrucks hinausgehen kann. Das gilt schließlich auch für zivilgesellschaftliches Engagement. Die Klimawirkung lässt sich i.d.R. weder beziffern noch auf die vielen beteiligten Menschen „aufteilen“.&nbsp;</p> <p>Während die Vermeidungsleistung beim CO2-Fußabdruck durch dessen Höhe beschränkt ist, ist die potenzielle Klimawirkung beim Handabdruck zwar auch u.&nbsp;a. abhängig von Entscheidungsmacht, Handlungskompetenz, Zeit- und Geldrestriktionen, aber vom Grundsatz her „nach oben offen“. Im Konzept des Handabdrucks spiegeln sich die unterschiedlichen Rollen, die wir innehaben. Wir sind nicht nur Verbraucher*innen, sondern immer auch Bürger*innen und Mitarbeiter*innen in Organisationen.&nbsp;</p> Quelle: Umweltbundesamt/ Kompetenzzentrum Nachhaltiger Konsum 24.02.2026 Der ökologische Handabdruck <p>Den CO2-Fußabdruck kennt jede*r. Aber wie sieht es mit dem Handabdruck aus? Der ökologische Handabdruck bildet das Gegenstück zum Fußabdruck. Er steht für die Handlungen, mit denen CO2-Einsparungen bei anderen Personen unterstützt werden können, also das Mitwirken an gesellschaftlichen Veränderungen. Die Idee lautet: Fußabdruck verkleinern, Handabdruck vergrößern. Wie unterschiedlich der Handabdruck aussehen kann, sehen Sie im Erklärvideo. Weitere Informationen liefert das <a href="https://nachhaltigerkonsum.info/aktionsmaterialien/handabdruck">Kompetenzzentrum Nachhaltiger Konsum</a>.</p> </p><p> UBA-CO₂-Rechner <p><strong>Der UBA-CO2-Rechner</strong> ermöglicht die einfache und schnelle Bestimmung einer persönlichen CO2-Bilanz. Er berücksichtigt neben CO2 auch weitere klimawirksame Gase wie Lachgas (N2O) und Methan (CH4), wenn hierfür Daten vorliegen.&nbsp;Beim Flugverkehr werden zudem weitere klimawirksame Nicht-CO2-Effekte wie Zirruswolken berücksichtigt. Die Bilanzierung erfolgt verbrauchsbezogen. Im Gegensatz zur territorialen Bilanzierung z.&nbsp;B. der nationalen Treibhausgasbilanzierung, die alle Treibhausgasemissionen innerhalb von Deutschland berücksichtigt, werden bei der verbrauchsbezogenen Bilanzierung auch die Emissionen aus Exporten und Importen berücksichtigt. Produkte, die im Ausland hergestellt wurden, werden demnach im UBA-CO2-Rechner berücksichtigt. Dies ergibt ein realistischeres Bild über die mit unserem Konsum verbundenen Treibhausgasemissionen. Die unterschiedlichen Bilanzierungsansätze erklären auch, weshalb sich die Werte im UBA-CO2-Rechner für die durchschnittlichen Pro-Kopf-Treibhausgasemissionen in Deutschland von den Werten in der nationalen Treibhausgasbilanz unterscheiden können.&nbsp;</p> <p>Der UBA-CO2-Rechner fokussiert v.&nbsp;a. auf Verhaltensweisen bzw. Konsumentscheidungen, die für die Höhe der persönlichen Treibhausgasbilanz besonders relevant und gut erfassbar sind, um den Aufwand für Nutzer*innen möglichst gering zu halten. Mit dieser Vorgehensweise können trotzdem die Werte für Heizen, Strom und Mobilität sehr gut bestimmt werden. Im Bereich sonstiger Konsum führen hingegen die Vielzahl und Heterogenität der Konsumentscheidungen sowie Datenlücken zu höheren Unsicherheiten in der Berechnung.&nbsp;</p> <p>Die Fragen und damit auch die CO2-Bilanz beziehen sich auf ein Jahr. Aufgrund der sehr hohen Relevanz von saisonalen Konsumentscheidungen (insbesondere Heizen im Winter und Urlaubsreisen) sind kürzere Bezugszeiträume für eine CO2-Bilanz nicht aussagekräftig. Neben dem CO2-Fußabdruck, d.&nbsp;h. den auf den individuellen Konsum zurechenbaren Treibhausgasemissionen, berücksichtigt der UBA-CO2-Rechner auch in Ansätzen den persönlichen CO2-Handabdruck (z.B. Einspeisung von Solarstrom oder Klimabeiträge). Eine detaillierte Erläuterung über das Konzept des UBA-CO2-Rechners sowie seiner Berechnungs- und Datengrundlagen finden Sie in Studie <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/der-uba-co2-rechner-fuer-privatpersonen-0">Der UBA-CO2-Rechner für Privatpersonen: Hintergrundinformationen zur Version 5.0</a>.</p> </p><p> Quellen <ul> <li>Umweltbundesamt (2020):&nbsp;<a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/big-points-des-ressourcenschonenden-konsums-als">Big Points des ressourcenschonenden Konsums</a>&nbsp;als Thema für die Verbraucherberatung – mehr als Energieeffizienz und Klimaschutz. Studie im Rahmen des Projekts „Verbraucherberatung als Baustein einer erfolgreichen Ressourcenpolitik“.</li> <li>Umweltbundesamt (2020): Zusammendenken, was zusammengehört:&nbsp;<a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/zusammendenken-was-zusammengehoert-kommunaler">Kommunaler Klimaschutz und nachhaltiger Konsum</a>.</li> <li>Umweltbundesamt (2020):&nbsp;<a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/klimaneutrale-regionen-kommunen-als-metastrategie">Klimaneutrale Regionen und Kommunen als Metastrategie zur Förderung nachhaltiger Lebensstile</a>: Empirische Analyse und Entwicklung von politischen Handlungsempfehlungen.</li> <li>Umweltbundesamt (2024):&nbsp;<a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/die-grenzen-des-konsums">Die Grenzen des Konsums</a>. Nachhaltiger Konsum unter der Berücksichtigung von planetaren Grenzen und globalen Wachstumsdynamiken</li> <li>Umweltbundesamt (2025): <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/der-uba-co2-rechner-fuer-privatpersonen-0">Der UBA-CO2-Rechner für Privatpersonen</a>: Hintergrundinformationen zur Version 5.0</li> </ul> </p><p>Informationen für...</p>

Grüne Geldanlagen dienen dem Umwelt- und Klimaschutz

<p> Wie Sie am besten vorgehen, um nachhaltig Geld anzulegen <ul> <li>Geld anlegen heißt Geld verleihen: Überlegen Sie, wem und für welche Projekte Sie Ihr Geld verleihen möchten.</li> <li>Nutzen Sie für Ihre alltäglichen Geldgeschäfte ein "grünes" Girokonto.</li> <li>Wählen Sie grüne, nachhaltige Sparprodukte. Sie sind ebenfalls bis zu einem Betrag von 100.000 Euro durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt.</li> <li>Ob Altersvorsorge oder Vermögensaufbau: Berücksichtigen Sie auch bei der nicht durch die Einlagensicherung abgedeckten Geldanlage in Aktien und Fonds soziale und ökologische Kriterien. Nutzen Sie bei Fonds "Paris aligned Benchmarks" (PAB) und "Climate transition Benchmarks" (CTB).</li> <li>Ob Photovoltaikanlage oder energetische Sanierung: Nutzen Sie als Hausbesitzer*in eigene nachhaltige Investitionsmöglichkeiten.</li> <li>Prüfen Sie kritisch die Angebotsunterlagen und nutzen Sie unabhängige Beratungen, zum Beispiel von den Verbraucherzentralen.</li> </ul> Einführung zur grünen Geldanlage <p>Geld, das Sie aktuell nicht benötigen, können Sie entweder sicher "parken" (Girokonto, Sparanlagen) oder (mehr oder weniger) risikobehaftet anlegen und investieren (in Wertpapiere wie Fonds oder ETFs, Beteiligungen wie Aktien, …). Sie helfen der Umwelt und dem <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> besonders wirksam, wenn Sie dabei ethisch-ökologische Kriterien berücksichtigen. Ob energetische Haussanierungen, der Bau von Windrädern oder die Finanzierung ökologischer Geschäftsideen: Nachhaltige Geldanlagen unterstützen gezielt den Umbau hin zu einer ökologisch-sozialeren Gesellschaft. Die positiven Effekte auf <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klima">Klima</a> und Umwelt variieren dabei je nach Anlagestrategie und Anlage. Sie sind vielfach indirekter Natur und deshalb kaum zu quantifizieren. Geldanlagen sind ein weites und nicht nur für Laien ein oft undurchschaubares Feld. Deshalb vier wichtige Vorbemerkungen:</p> <p><strong>Geld anlegen heißt Geld verleihen:</strong> Überlegen Sie, wem und wozu Sie Ihr Geld verleihen möchten. Denn das Geld, das Sie einer Bank geben, leiht bzw. investiert diese wiederum in konkrete Projekte und Wertpapiere. Machen Sie sich bewusst, dass Sie auch bei abstrakten Bankprodukten letztlich konkreten Menschen und Projekten Geld leihen. Wenn Sie im Alltag auf <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/nachhaltigkeit">Nachhaltigkeit</a> und Umweltschutz achten, sollten Sie gerade bei Ihrer Geldanlage deshalb auf eine hohe Übereinstimmung mit Ihren persönlichen Werten achten. Besonders einfach ist das umzusetzen, wenn Ihre Bank ihre gesamte Anlagepolitik nach ethisch-ökologischen Kriterien ausgerichtet hat. Hier finden Sie eine <a href="https://www.verbraucherzentrale-bremen.de/geld-bewegt">Übersicht der Verbraucherzentralen zu nachhaltigen Banken</a>.</p> <p><strong>Genau hinschauen:</strong> Die EU-Taxonomie gibt wissenschaftsbasierte Kriterien vor, die Wirtschaftsaktivitäten erfüllen müssen, damit sie sich nachhaltig nennen dürfen. Nicht zuletzt die Aufnahme von Atomenergie und Erdgas in den Kriterienkatalog verdeutlichen allerdings den Kompromisscharakter dieser europäischen Verordnung. Die europäisch vereinbarte Definition spiegelt nicht zwingend die eigenen Vorstellungen von Nachhaltigkeit. Begriffe wie "klimafreundlich", "grün", "ethisch" sind zudem bei Geldanlagen nicht geschützt. Deshalb gilt: Sie müssen selbst genau hinschauen, was sich im Einzelfall hinter den Angeboten verbirgt und ob diese mit Ihren Werten übereinstimmen.</p> <p><strong>Es gibt alles auch in "grün":</strong> Für (fast) alle Anlageformen gibt es alternative "grüne" Finanzprodukte. Ob sicher oder hochriskant, ob einfach oder komplex, ob mit kurzer oder langer Laufzeit: Nutzen Sie aus dieser Vielfalt die zu Ihnen passenden Angebote, um die Finanzierungsmöglichkeiten für die Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft zu verbessern.</p> <p><strong>Alles wie gewohnt:</strong> Wenn Sie sich grundsätzlich dafür entschieden haben, Ihr Geld nach sozialen und ökologischen Kriterien anzulegen, gibt es bei den Empfehlungen zum Vorgehen keine Unterschiede zu konventionellen Geldanlagen. Nutzen Sie klassische Informations- und Beratungsstrategien wie die "Bank des Vertrauens", unabhängige Anlageberatung, eigene (Online-)Recherche und kritische Nachfragen. Balancieren Sie die drei Anlagestrategien Liquidität, Sicherheit und Rendite nach Ihrer persönlichen Situation aus.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/uba_tipps9_investition.jpg"> </a> <strong> Umweltschonend investieren - nachhaltige Geldanlage leistet einen Beitrag zum Klimaschutz. </strong> Quelle: Umweltbundesamt (2020) Gewusst wie: Sparen <p><strong>"Grünes" Girokonto nutzen:</strong> Ein Girokonto benötigt jeder und jede. Auch wenn in der Regel nicht viel Geld auf dem Girokonto liegt, ist es nicht nur ein einfacher und risikofreier Einstieg in eine nachhaltige Geldanlage, sondern in hohem Maße auch eine Visitenkarte für einen nachhaltigen Lebensstil. Denn ob an der Supermarktkasse, im Restaurant oder bei Überweisungen: Mit der EC-Karte und Kontonummer zeigen wir anderen täglich, wem wir unser Geld anvertrauen und welche Werte uns wichtig sind.<br>Bei einem "grünen" Girokonto haben Sie den gleichen Service wie bei einem normalen Girokonto. So gibt es keine Einschränkungen bei Kreditkarten, Online-Banking oder Bargeldbezug, der bei ethisch-ökologischen Banken meist über den Geldautomaten-Verbund der Genossenschaftsbanken erfolgt. Ihr Geld ist auch bei einem "grünen" Girokonto bis zu 100.000 Euro pro Person über die gesetzliche Einlagensicherung im Falle einer Insolvenz der Bank geschützt. Lediglich in Bezug auf Filialen müssen Sie v.a. bei den spezialisierten "grünen" Banken Abstriche machen. Persönliche Beratung erhalten Kund*innen hier in erster Linie per Telefon oder online.</p> <p>Beim Wechsel zu einem nachhaltigen Girokonto bekommen Verbraucher*innen Unterstützung von der Bank. Dazu sind die Institute seit September 2016 sogar verpflichtet. <a href="https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/geld-versicherungen/sparen-und-anlegen/banken-muessen-beim-kontowechsel-helfen-13051">Hinweise zum Kontowechsel</a> finden Sie auf den Seiten der Verbraucherzentralen. Art und Höhe der Kontogebühren sind sehr unterschiedlich. Während viele Banken die eigenen Kosten für Girokonten durch Mischkalkulationen in anderen Produkten "verstecken" und kostenlose Girokonten als Kundenwerbung nutzen, folgen "grüne" Girokonten v.a. bei kleineren Banken i.d.R. eher einem Transparenzansatz, so dass der Aufwand für Girokonten auch durch entsprechende Gebühren gedeckt wird. Einen <a href="https://www.verbraucherzentrale-bremen.de/wissen/geld-versicherungen/nachhaltige-geldanlage/geld-anlegen-wie-nachhaltig-koennen-banken-wirklich-sein-21461">Girokontenvergleich von Banken mit Nachhaltigkeitsanspruch</a> stellt die Verbrauchzentrale Bremen zur Verfügung.</p> <p><strong>Sparen Sie für Ihre Zukunft und die Umwelt:</strong> Sparprodukte sind die richtige Anlageform für Geld, das Sie zur Absicherung, als Reserve, spontan oder zu einem festen Zeitpunkt in fester Höhe benötigen. Sie haben zwar schwächere Renditeaussichten als risikoreiche Anlagen wie Aktien, bieten aber dafür maximale Sicherheit. Denn Sparprodukte, vom einfachen Sparbuch über den Sparbrief bis hin zu Tages- und Festgeld, unterliegen wie auch das Girokonto der gesetzlichen Einlagensicherung. Damit Sie nicht nur sicher, sondern auch nachhaltig sparen, achten Sie auf die Berücksichtigung ethisch-ökologischer Kriterien bei den Sparangeboten. Bei "grünen" Banken sind ethisch-ökologische Kriterien bereits durch die Anlagepolitik der Bank abgedeckt. Aber auch konventionelle Banken bieten Sparprodukte an, die einen Zusatznutzen für Umwelt- und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> haben. Fragen Sie Ihren Bankberater oder ihre Bankberaterin.</p> <p><strong>Generell gilt bei allen Geldanlagen:</strong> Verbraucher*innen sollten sich vorher Gedanken über die Höhe der Anlage, die Laufzeit sowie die Inhalte der Sparanlagen machen und sich ausreichend informieren. Eine ökologisch ausgerichtete Bank nimmt aber viel Komplexität bei der Beurteilung der Geldanlage ab. Das Vertrauen in eine solche Bank kann für Anleger daher eine sinnvolle Strategie sein.</p> Gewusst wie: Investieren <p><strong>In die Zukunft investieren:</strong> Eine Sparanlage ist – mit Ausnahme des Inflationsrisikos – sicher, bringt aber in der Regel keinen oder nur einen geringen Zinsertrag. Wer einen höheren Zinsertrag für sein Geld haben möchte, muss es investieren – idealerweise in umweltfreundliche und nachhaltige Anlagen. Die Themen sind die gleichen wie beim Sparen: energetische Haussanierungen, der Ausbau von erneuerbaren Energien oder die Finanzierung von anderen ökologischen Geschäftsideen. Der Chance auf höhere Zinserträge stehen ein höheres Risiko und in der Regel Einschränkungen bei der Liquidität gegenüber. Im Gegensatz zu den klassischen grünen Sparprodukten bieten grüne, nachhaltige Beteiligungen, Fonds und andere Wertpapiere aber mehr Möglichkeiten, die erwünschten Umwelt- und Klimaschutzwirkungen direkter zu beeinflussen. Auch hier gibt es allerdings Unterschiede. So sind nachhaltige Altersvorsorgeprodukte wie Fonds zwar eher sichere Anlageformen, ihre ökologische Wirkung ist zum Beispiel im Vergleich zu Direktbeteiligungen wiederum begrenzt, da häufig große Unternehmen enthalten sind. Mit ihren eher kleinen Anteilen, die über Fonds beziehbar sind, können Kleinst-Investoren keinen Einfluss auf diese Unternehmen ausüben.</p> <p><strong>Fonds oder Direktbeteiligungen:</strong> Vereinfachend lassen sich Investitionen in zwei Kategorien unterteilen: Fonds und Direktbeteiligungen. Direktbeteiligungen sind definiert als Beteiligungen an Unternehmen (Aktien) und Projekten wie&nbsp;<a href="https://www.verbraucherzentrale-bremen.de/wissen/geld-versicherungen/nachhaltige-geldanlage/energiegenossenschaften-gemeinsam-investieren-11295"><strong>Energiegenossenschaften</strong></a>,&nbsp;<a href="https://www.verbraucherzentrale-bremen.de/wissen/geld-versicherungen/nachhaltige-geldanlage/riskante-umweltinvestments-investitionen-in-sonne-wald-und-co-18288"><strong>Windparks</strong></a>&nbsp;oder&nbsp;<a href="https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/geld-versicherungen/nachhaltige-geldanlage/waldinvestments-als-nachhaltige-geldanlage-riskant-und-spekulativ-12075"><strong>Waldinvestments</strong></a>,&nbsp;<a href="https://www.verbraucherzentrale-bremen.de/wissen/geld-versicherungen/nachhaltige-geldanlage/nachhaltig-investieren-mit-der-crowd-16773"><strong>Crowdfundings</strong></a>&nbsp;oder&nbsp;<a href="https://www.verbraucherzentrale-bremen.de/nachhaltige-geldanlage/mikrofinanzierung-geldanlage-mit-sinn-und-ohne-risiko"><strong>Mikrofinanzprojekte</strong></a>. Hier können Sie am direktesten beeinflussen, was mit Ihrem Geld gemacht wird. Ihr Ertrag ist allerdings ausschließlich abhängig vom Erfolg dieses einzelnen Unternehmens oder Projektes. Hierdurch kann ein höheres Risiko entstehen, beispielsweise wenn ein Windpark nicht den erwünschten Ertrag bringt oder Unternehmen schlecht geführt werden.</p> <p>Fonds streuen das Risiko, indem sie eine Vielzahl von Investitionen zusammenfassen. Sie gibt es in verschiedenen Ausprägungen als Aktien-, Renten-, Immobilien- oder Mischfonds. Das Risiko sinkt, weil sich der Wert des Fonds mit dem Wert der investierten Objekte verändert. Wenn z.B. ein Unternehmen in einem Jahr weniger erfolgreich wirtschaftet kann ein anderes Unternehmen den Verlust ausgleichen und dafür sorgen, dass der Fonds trotz Schwächen einzelner Investitionsobjekte erfolgreich bleibt. Unterschieden wird des Weiteren zwischen Fonds mit aktivem und passivem Management. Bei Fonds mit aktivem Management passen Fondsmanager die im Fonds investierten Anlageobjekte gemäß einer vorher festgelegten Strategie an. Fonds mit passivem Management wie z.B.&nbsp;<a href="https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/geld-versicherungen/sparen-und-anlegen/welche-vorteile-und-nachteile-haben-etfs-16603"><strong>Exchange Traded Funds (ETFs)</strong></a>&nbsp;bilden hingegen Indizes ab. Sie investieren in Unternehmen proportional zum zugrundeliegenden Index. Die investierten Anlageobjekte werden weniger häufig adjustiert, da die zugrundliegenden Indizes seltener angepasst werden.&nbsp;</p> <p><strong>Risiken einschätzen und streuen:</strong> Grundsätzlich gilt: Aktien und Direktbeteiligungen sowie auch einige Fonds haben immer – das heißt, auch im Falle einer ökologischen Variante – das Risiko eines Totalverlustes. Legen Sie deshalb nur Geld in solche Anlageformen an, das Sie nicht unbedingt für Ihre Grundbedürfnisse benötigen und streuen Sie das Risiko der Geldanlage, in dem Sie in unterschiedliche Anlageformen investieren. Sie finden hierzu umfassende <a href="https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/geld-versicherungen/sparen-und-anlegen/bevor-sie-geld-anlegen-das-kleine-einmaleins-der-geldanlage-10622">Ratgeber zur Geldanlage auf den Seiten der Verbraucherzentralen</a>. Bedenken Sie dabei: Bei Verbraucherzentralen stehen Sicherheit und Ertrag bei der Beratung im Vordergrund. Eine vermeintlich sichere Geldanlage, die den Raubbau an der Umwelt fortführt, zerstört aber unsere Lebensgrundlagen und bietet demnach eine zweifelhafte Form der Sicherheit für eine Geldanlage. Für den Umbau hin zu einer ökologisch verträglichen Wirtschaft benötigen wir auch viel Bereitschaft und Mut, in ökologisch-soziale Projekte zu investieren.</p> <p><strong>Vorsicht bei Renditeversprechungen:</strong> Seien Sie besonders vorsichtig&nbsp;bei hohen Rendite-Versprechungen – sie sind meist unsicher oder gänzlich unrealistisch. Gerade bei riskanteren Anlagen ist eine persönliche Beratung immer sinnvoll. Eine ökologisch ausgerichtete Bank kann hier viel Komplexität bei der Beurteilung der Geldanlage abnehmen.</p> <p><strong>Umwelt- und Sozialnutzen erkennen:</strong> Eine einfache Antwort, welche Investments grün und nachhaltig sind und welchen Umwelt- und Sozialnutzen sie haben, gibt es leider nicht. Achten Sie bei der Auswahl von Fonds auf die Nennung von PAB (Paris-aligned Benchmark) oder CTB (Climate Transition Benchmark) im Namen des Fonds. Solche Fonds verfolgen eine Anlagestrategie, die Klimaneutralität bis 2050 bei den Anlageobjekten erreichen. Sie werden in der Regel von einem bereits bestehenden Index (oft Mutterindex genannt) abgeleitet. CTBs starten dabei mit einer weniger ambitionierten Dekarbonisierung gegenüber dem Mutterindex (30 % Reduktion) als PABs (50 % Reduktion). Bei beiden Benchmarks reduzieren die Fonds ihren CO2-Ausstoß im Anschluss jährlich um 7 %.&nbsp;Ebenfalls Orientierung bieten das <a href="https://fng-siegel.org/">FNG-Siegel für Investmentfonds</a> sowie die <a href="http://www.gabv.org/%20">Global Alliance for Banking on Values</a>. Verbraucher sollten sich im Vorfeld möglichst genau informieren, welche <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a>- und/ oder Nachhaltigkeitskriterien angewendet werden und in welche Branchen oder Unternehmen investiert wird. Nicht zwangsläufig bedeutet zum Beispiel die Bewertung "klimafreundlich", dass auch die Umwelt geschützt wird – und umgekehrt.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/530/bilder/fng_siegel_2022-10-13_quer.png"> </a> <strong> FNG-Siegel </strong> Quelle: Forum Nachhaltige Geldanlagen e.V. (FNG) Was Sie noch tun können <ul> <li>Nutzen Sie als Hausbesitzer*in eigene Investitionsmöglichkeiten wie Photovoltaikanlage oder energetische Sanierungsmaßnahmen zur nachhaltigen Geldanlage. Beachten Sie hierzu unsere <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/10705">Hinweise zu energiesparenden Gebäuden</a>.</li> <li>Umfassende Informationsangebote zum Thema grüne, nachhaltige Geldanlage finden Sie im Portal <a href="http://www.geld-bewegt.de/">Geld bewegt</a>&nbsp;der Verbraucherzentrale Bremen.</li> <li>Nutzen Sie auch die zahlreichen anderen unabhängigen <a href="https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/geld-versicherungen">Beratungsangebote der Verbraucherzentralen</a> und die <a href="https://www.test.de/Ethisch-oekologische-Geldanlage-saubere-Zinsangebote-4590882-4592114/">Informationsangebote der Stiftung Warentest</a>.</li> <li>Banken müssen seit August 2022 aufgrund des EU-Aktionsplans zur "Finanzierung nachhaltigen Wachstums" in Beratungsgesprächen die Nachhaltigkeitspräferenzen von Anlegern abfragen. Teilen Sie hier Ihr Interesse an nachhaltigen Geldanlagen mit und nutzen Sie Taxonomie-konforme Anlagemöglichkeiten, die in umweltfreundliche Unternehmen und Projekte investieren. Je höher die Quote ist, desto größer ist die <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/nachhaltigkeit">Nachhaltigkeit</a> der Anlagen. Zum konkreten Vorgehen finden Sie nützliche Hinweise auf der <a href="https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/geld-versicherungen/sparen-und-anlegen/pflichtabfrage-von-nachhaltigkeitspraeferenzen-bei-der-geldanlage-80194">Website der Verbraucherzentralen</a>.</li> </ul> <p>Taxonomie-konforme Anlagen erfüllen die strengen, wissenschaftsbasierten Kriterien der EU Taxonomie an eine nachhaltige Wirtschaftsaktivität.</p> <p>Aktuell sind in der EU Taxonomie noch nicht für alle Wirtschaftsaktivitäten nachhaltige Kriterien definiert, wodurch die Erfüllungsquoten tendenziell niedrig sind. Ein aktives Nachfragen nach taxonomie-konformen Produkten steigert die Aufmerksamkeit seitens der Berater*innen und hilft der nachhaltigen Wirtschaft.</p> <ul> <li>Übertreiben Sie es nicht bei der Ertragsoptimierung: Zinserträge sind für die allermeisten Haushalte nur ein kleines Zubrot im Vergleich zum Erwerbseinkommen.</li> <li>Bedenken Sie auch: Ein Unternehmen hat Kapital- und Lohnkosten. Was das Unternehmen den Geldgebern als Zins zahlen muss, kann es nicht als Lohn an die Angestellten zahlen.</li> <li>Sie finden Sie noch mehr Infos und Anregungen zum Thema <a href="https://denkwerkstatt-konsum.umweltbundesamt.de/geld">Nachhaltiger Konsum &amp; Geld</a> in unserer Denkwerkstatt Konsum.</li> <li>Beachten Sie auch unsere <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a>-Themenseite zu <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/96287">Investmentstrategien bei nachhaltigen Geldanlagen</a>.</li> </ul> Was macht eine Geldanlage grün oder nachhaltig? <p>Geldanlagen ermöglichen kreditfinanzierte Investitionen. Sie können demnach alle gesellschaftlichen Bereiche umfassen: vom Gebäude zum Maschinenpark, vom Straßen- bis zum Schienennetz, vom Warenlager bis zur Software u.v.a.m. Wenn man dies bedenkt, wird gut nachvollziehbar, dass es vielfältige Definitionen und Kriterien dafür gibt, was eine grüne, nachhaltige Geldanlage sein kann und erfüllen sollte.&nbsp;Eine grüne, nachhaltige Geldanlage benötigt aber immer Kriterien dafür, weshalb in bestimmte Projekte investiert und in andere nicht investiert wird. Diese Kriterien betreffen im Allgemeinen die Aspekte Umwelt, Soziales und die Unternehmensführung. Man spricht deshalb auch von ESG-Geldanlagen (Environmental, Social, Governance). Dabei finden unterschiedliche Anlagestrategien – oft in Kombination – Anwendung:</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/fng-marktbericht_2024_online-09_neu.jpg"> </a> <strong> Die Anlagestrategien im Überblick </strong> Quelle: FNG Marktbericht 2024 Hintergrund <p><strong>Umweltsituation:</strong></p> <p>Investitionen in Projekte und Unternehmen binden häufig sehr langfristig Kapital und verfestigen damit hieraus resultierende Umweltschäden und Emissionen für die nächsten Jahre oder gar Jahrzehnte. Dies gilt z. B. für Kohlekraftwerke wie auch für Gebäude oder Maschinen. Umso wichtiger ist es deshalb, dass Geld heute schon so investiert wird, dass Umwelt- und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> in hohem Maße Berücksichtigung finden und mittel- bis langfristige Umwelt- und Klimaschutzziele auch erreicht werden können. Private Gelder sind wichtig für den Klimaschutz, denn sie finanzieren Projekte, die die Energiewende vorantreiben. Das betrifft den Ausbau der erneuerbaren Energien, aber auch energieeffiziente Gebäude, klimafreundliche Mobilität oder ökologische Landwirtschaft. Mit nachhaltigen Anlagen wird demnach ein umweltfreundlicheres Wirtschaften erst möglich.</p> <p>Welche Wirkungen grüne, nachhaltige Geldanlagen im Einzelfall haben, kann sehr unterschiedlich sein. Direkte Wirkungen können durch Abstriche bei Rendite oder Sicherheit erzielt werden, wobei dies die grundsätzliche Ermöglichung oder einfach nur umweltbezogene Verbesserungen beinhalten kann:</p> <ul> <li>Ermöglichung: Die nachhaltige Geldanlage schließt eine Finanzierungslücke für ein Umweltprojekt, das unter marktüblichen Rendite- und Sicherheitserwartungen keine Finanzierung erhalten hätte (z.B. ein Windrad an einem eher nicht so ertragreichen Standort).</li> <li>Verbesserung: Geringere Kreditkosten ermöglichen den finanzierten Projekten höhere Umweltstandards zu realisieren (z.B. die Verwendung ökologischer Baustoffe, die Umsetzung von über gesetzliche Anforderungen hinausgehenden Dämmstandards).</li> <li>Direkte Einflussnahme auf die Unternehmenspolitik: Eigentümer oder Finanzanbieter nutzen die Kreditvergabe oder Beteiligung, um Unternehmen zu stärkerem Nachhaltigkeitsengagement zu bewegen.</li> </ul> <p>Indirekt kann eine höhere Nachfrage nach grünen, nachhaltigen Geldanlagen zu höherer Aufmerksamkeit und Sensibilität gegenüber ESG-Kriterien führen. Öffentliche Aufmerksamkeit und öffentlicher Druck schaffen einen positiven Rahmen für ökologische und soziale Verbesserungen und begünstigen idealerweise dann wiederum auch entsprechende politische Maßnahmen.</p> <p>Für Einzelinvestitionen wie Photovoltaik- oder Windparks lässt sich die Umweltwirkung (z.B. die Treibhausgasminderung) durchaus beziffern. Für fondsgebundene Anlagen ist hingegen eine Quantifizierung nicht sinnvoll zu bewerkstelligen, da viele Umweltwirkungskategorien zu beachten und eine Vielzahl an Wirkungsannahmen zu treffen sind. Bei PAB- oder CTB-Fonds lassen sich zumindest Aussagen über das Ambitionsniveau der enthaltenen Unternehmen treffen, bis wann diese das Ziel der Klimaneutralität erreichen wollen.</p> <p><strong>Gesetzeslage:</strong></p> <p>In Deutschland sind nach dem <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/einsig/BJNR078610015.html">Einlagensicherungsgesetz (EinSiG)</a> Einlagen von Privatpersonen oder juristischen Personen bei Banken grundsätzlich bis zur Höhe von 100.000 Euro vor Verlust geschützt. Das heißt, dass Girokonten oder Tagesgeldguthaben bei jeder in Deutschland tätigen Bank bis zu diesem Betrag gesetzlich auch bei einer Insolvenz der Bank abgesichert sind.<br>Der Begriff der "nachhaltigen Geldanlage" ist mittlerweile in der EU durch die <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/96261">Regulierung</a> der EU geschützt (insbesondere Taxonomie- und Offenlegungs-Verordnung). Finanzinstitute, die mit "nachhaltigen" Produkten werben, müssen nachweisen, wie die in ihren Produkten investierten Unternehmen die wissenschaftsbasierten Kriterien der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/97731">EU-Taxonomie</a> erfüllen. Für jede Wirtschaftsaktivität und Branche wurden bestimmte Schwellenwerte festgelegt, die als nachhaltig gelten. Das Umweltbundesamt kritisiert jedoch, dass auch die Stromerzeugung aus Atomkraft und Gas als "nachhaltig" aufgenommen wurde (siehe <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/eu-taxonomie-atomkraft-erdgas-sind-nicht-nachhaltig">Link</a>). Darüber hinaus sind Begriffe wie "ethisch-ökologische" oder "klimafreundliche" Geldanlage nicht geschützt. Anleger müssen sich demnach weiterhin selber ein Bild von ihrer Bank sowie den Anlageprodukten machen und prüfen, ob die angebotenen Finanzprodukten ihren Wertvorstellungen entsprechen. Je transparenter eine Bank, desto besser für den Kunden.</p> <p><strong>Marktbeobachtung:</strong></p> <p>In den letzten Jahren haben nachhaltige Geldanlagen stark zugenommen. Politische Vorgaben zum Klimaschutz und zum Ausbau erneuerbarer Energien sind hierbei die zentralen Treiber. Inzwischen gibt es auch größere Pensionsfonds, die zum Beispiel Divestment betreiben, indem sie kontroverse Geschäftsfelder wie Kohlekraftwerke oder Gasfracking aus dem Anlagenportfolio ausschließen. Das Forum nachhaltige Geldanlagen (FNG) macht jährlich eine Markterhebung zu nachhaltigen Geldanlagen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Weitere <a href="https://www.umweltbundesamt.de/daten/private-haushalte-konsum/konsum-produkte/gruene-produkte-marktzahlen/marktdaten-bereich-finanzen">Marktdaten zum Thema Finanzen</a> (Geldanlage, Kompensationszahlungen, Spenden) finden Sie auf unseren Seiten Daten zur Umwelt.</p> <p>Weitere Informationen finden Sie auf folgenden Seiten:</p> <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/wirtschaft-konsum/nachhaltiges-finanzsystem/wissensplattform-sustainable-finance%20">Wissensplattform Sustainable Finance</a> (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a>-Themenseite)</li> </ul> <p><strong>Quellen:</strong></p> <ul> <li>Wilkens, M./ Klein, C. (2021): <a href="https://www.vzbv.de/sites/default/files/downloads/2021/02/11/gutachten_wilkens_und_klein_nachhaltige_geldanlagen.pdf">Welche transformativen Wirkungen können nachhaltige Geldanlagen durch Verbraucherinnen und Verbraucher haben?</a></li> <li>Verbraucherzentrale Bremen (2018): <a href="https://www.verbraucherzentrale-bremen.de/sites/default/files/2018-07/Broschuere-ethisch-oekologische-Geldanlage_2018.pdf">Ethisch-ökologisch anlegen und vorsorgen</a>.</li> </ul> </p><p> Wie Sie am besten vorgehen, um nachhaltig Geld anzulegen <ul> <li>Geld anlegen heißt Geld verleihen: Überlegen Sie, wem und für welche Projekte Sie Ihr Geld verleihen möchten.</li> <li>Nutzen Sie für Ihre alltäglichen Geldgeschäfte ein "grünes" Girokonto.</li> <li>Wählen Sie grüne, nachhaltige Sparprodukte. Sie sind ebenfalls bis zu einem Betrag von 100.000 Euro durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt.</li> <li>Ob Altersvorsorge oder Vermögensaufbau: Berücksichtigen Sie auch bei der nicht durch die Einlagensicherung abgedeckten Geldanlage in Aktien und Fonds soziale und ökologische Kriterien. Nutzen Sie bei Fonds "Paris aligned Benchmarks" (PAB) und "Climate transition Benchmarks" (CTB).</li> <li>Ob Photovoltaikanlage oder energetische Sanierung: Nutzen Sie als Hausbesitzer*in eigene nachhaltige Investitionsmöglichkeiten.</li> <li>Prüfen Sie kritisch die Angebotsunterlagen und nutzen Sie unabhängige Beratungen, zum Beispiel von den Verbraucherzentralen.</li> </ul> </p><p> Einführung zur grünen Geldanlage <p>Geld, das Sie aktuell nicht benötigen, können Sie entweder sicher "parken" (Girokonto, Sparanlagen) oder (mehr oder weniger) risikobehaftet anlegen und investieren (in Wertpapiere wie Fonds oder ETFs, Beteiligungen wie Aktien, …). Sie helfen der Umwelt und dem <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> besonders wirksam, wenn Sie dabei ethisch-ökologische Kriterien berücksichtigen. Ob energetische Haussanierungen, der Bau von Windrädern oder die Finanzierung ökologischer Geschäftsideen: Nachhaltige Geldanlagen unterstützen gezielt den Umbau hin zu einer ökologisch-sozialeren Gesellschaft. Die positiven Effekte auf <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klima">Klima</a> und Umwelt variieren dabei je nach Anlagestrategie und Anlage. Sie sind vielfach indirekter Natur und deshalb kaum zu quantifizieren. Geldanlagen sind ein weites und nicht nur für Laien ein oft undurchschaubares Feld. Deshalb vier wichtige Vorbemerkungen:</p> <p><strong>Geld anlegen heißt Geld verleihen:</strong> Überlegen Sie, wem und wozu Sie Ihr Geld verleihen möchten. Denn das Geld, das Sie einer Bank geben, leiht bzw. investiert diese wiederum in konkrete Projekte und Wertpapiere. Machen Sie sich bewusst, dass Sie auch bei abstrakten Bankprodukten letztlich konkreten Menschen und Projekten Geld leihen. Wenn Sie im Alltag auf <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/nachhaltigkeit">Nachhaltigkeit</a> und Umweltschutz achten, sollten Sie gerade bei Ihrer Geldanlage deshalb auf eine hohe Übereinstimmung mit Ihren persönlichen Werten achten. Besonders einfach ist das umzusetzen, wenn Ihre Bank ihre gesamte Anlagepolitik nach ethisch-ökologischen Kriterien ausgerichtet hat. Hier finden Sie eine <a href="https://www.verbraucherzentrale-bremen.de/geld-bewegt">Übersicht der Verbraucherzentralen zu nachhaltigen Banken</a>.</p> <p><strong>Genau hinschauen:</strong> Die EU-Taxonomie gibt wissenschaftsbasierte Kriterien vor, die Wirtschaftsaktivitäten erfüllen müssen, damit sie sich nachhaltig nennen dürfen. Nicht zuletzt die Aufnahme von Atomenergie und Erdgas in den Kriterienkatalog verdeutlichen allerdings den Kompromisscharakter dieser europäischen Verordnung. Die europäisch vereinbarte Definition spiegelt nicht zwingend die eigenen Vorstellungen von Nachhaltigkeit. Begriffe wie "klimafreundlich", "grün", "ethisch" sind zudem bei Geldanlagen nicht geschützt. Deshalb gilt: Sie müssen selbst genau hinschauen, was sich im Einzelfall hinter den Angeboten verbirgt und ob diese mit Ihren Werten übereinstimmen.</p> <p><strong>Es gibt alles auch in "grün":</strong> Für (fast) alle Anlageformen gibt es alternative "grüne" Finanzprodukte. Ob sicher oder hochriskant, ob einfach oder komplex, ob mit kurzer oder langer Laufzeit: Nutzen Sie aus dieser Vielfalt die zu Ihnen passenden Angebote, um die Finanzierungsmöglichkeiten für die Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft zu verbessern.</p> <p><strong>Alles wie gewohnt:</strong> Wenn Sie sich grundsätzlich dafür entschieden haben, Ihr Geld nach sozialen und ökologischen Kriterien anzulegen, gibt es bei den Empfehlungen zum Vorgehen keine Unterschiede zu konventionellen Geldanlagen. Nutzen Sie klassische Informations- und Beratungsstrategien wie die "Bank des Vertrauens", unabhängige Anlageberatung, eigene (Online-)Recherche und kritische Nachfragen. Balancieren Sie die drei Anlagestrategien Liquidität, Sicherheit und Rendite nach Ihrer persönlichen Situation aus.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/uba_tipps9_investition.jpg"> </a> <strong> Umweltschonend investieren - nachhaltige Geldanlage leistet einen Beitrag zum Klimaschutz. </strong> Quelle: Umweltbundesamt (2020) </p><p> Gewusst wie: Sparen <p><strong>"Grünes" Girokonto nutzen:</strong> Ein Girokonto benötigt jeder und jede. Auch wenn in der Regel nicht viel Geld auf dem Girokonto liegt, ist es nicht nur ein einfacher und risikofreier Einstieg in eine nachhaltige Geldanlage, sondern in hohem Maße auch eine Visitenkarte für einen nachhaltigen Lebensstil. Denn ob an der Supermarktkasse, im Restaurant oder bei Überweisungen: Mit der EC-Karte und Kontonummer zeigen wir anderen täglich, wem wir unser Geld anvertrauen und welche Werte uns wichtig sind.<br>Bei einem "grünen" Girokonto haben Sie den gleichen Service wie bei einem normalen Girokonto. So gibt es keine Einschränkungen bei Kreditkarten, Online-Banking oder Bargeldbezug, der bei ethisch-ökologischen Banken meist über den Geldautomaten-Verbund der Genossenschaftsbanken erfolgt. Ihr Geld ist auch bei einem "grünen" Girokonto bis zu 100.000 Euro pro Person über die gesetzliche Einlagensicherung im Falle einer Insolvenz der Bank geschützt. Lediglich in Bezug auf Filialen müssen Sie v.a. bei den spezialisierten "grünen" Banken Abstriche machen. Persönliche Beratung erhalten Kund*innen hier in erster Linie per Telefon oder online.</p> <p>Beim Wechsel zu einem nachhaltigen Girokonto bekommen Verbraucher*innen Unterstützung von der Bank. Dazu sind die Institute seit September 2016 sogar verpflichtet. <a href="https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/geld-versicherungen/sparen-und-anlegen/banken-muessen-beim-kontowechsel-helfen-13051">Hinweise zum Kontowechsel</a> finden Sie auf den Seiten der Verbraucherzentralen. Art und Höhe der Kontogebühren sind sehr unterschiedlich. Während viele Banken die eigenen Kosten für Girokonten durch Mischkalkulationen in anderen Produkten "verstecken" und kostenlose Girokonten als Kundenwerbung nutzen, folgen "grüne" Girokonten v.a. bei kleineren Banken i.d.R. eher einem Transparenzansatz, so dass der Aufwand für Girokonten auch durch entsprechende Gebühren gedeckt wird. Einen <a href="https://www.verbraucherzentrale-bremen.de/wissen/geld-versicherungen/nachhaltige-geldanlage/geld-anlegen-wie-nachhaltig-koennen-banken-wirklich-sein-21461">Girokontenvergleich von Banken mit Nachhaltigkeitsanspruch</a> stellt die Verbrauchzentrale Bremen zur Verfügung.</p> <p><strong>Sparen Sie für Ihre Zukunft und die Umwelt:</strong> Sparprodukte sind die richtige Anlageform für Geld, das Sie zur Absicherung, als Reserve, spontan oder zu einem festen Zeitpunkt in fester Höhe benötigen. Sie haben zwar schwächere Renditeaussichten als risikoreiche Anlagen wie Aktien, bieten aber dafür maximale Sicherheit. Denn Sparprodukte, vom einfachen Sparbuch über den Sparbrief bis hin zu Tages- und Festgeld, unterliegen wie auch das Girokonto der gesetzlichen Einlagensicherung. Damit Sie nicht nur sicher, sondern auch nachhaltig sparen, achten Sie auf die Berücksichtigung ethisch-ökologischer Kriterien bei den Sparangeboten. Bei "grünen" Banken sind ethisch-ökologische Kriterien bereits durch die Anlagepolitik der Bank abgedeckt. Aber auch konventionelle Banken bieten Sparprodukte an, die einen Zusatznutzen für Umwelt- und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> haben. Fragen Sie Ihren Bankberater oder ihre Bankberaterin.</p> <p><strong>Generell gilt bei allen Geldanlagen:</strong> Verbraucher*innen sollten sich vorher Gedanken über die Höhe der Anlage, die Laufzeit sowie die Inhalte der Sparanlagen machen und sich ausreichend informieren. Eine ökologisch ausgerichtete Bank nimmt aber viel Komplexität bei der Beurteilung der Geldanlage ab. Das Vertrauen in eine solche Bank kann für Anleger daher eine sinnvolle Strategie sein.</p> </p><p> Gewusst wie: Investieren <p><strong>In die Zukunft investieren:</strong> Eine Sparanlage ist – mit Ausnahme des Inflationsrisikos – sicher, bringt aber in der Regel keinen oder nur einen geringen Zinsertrag. Wer einen höheren Zinsertrag für sein Geld haben möchte, muss es investieren – idealerweise in umweltfreundliche und nachhaltige Anlagen. Die Themen sind die gleichen wie beim Sparen: energetische Haussanierungen, der Ausbau von erneuerbaren Energien oder die Finanzierung von anderen ökologischen Geschäftsideen. Der Chance auf höhere Zinserträge stehen ein höheres Risiko und in der Regel Einschränkungen bei der Liquidität gegenüber. Im Gegensatz zu den klassischen grünen Sparprodukten bieten grüne, nachhaltige Beteiligungen, Fonds und andere Wertpapiere aber mehr Möglichkeiten, die erwünschten Umwelt- und Klimaschutzwirkungen direkter zu beeinflussen. Auch hier gibt es allerdings Unterschiede. So sind nachhaltige Altersvorsorgeprodukte wie Fonds zwar eher sichere Anlageformen, ihre ökologische Wirkung ist zum Beispiel im Vergleich zu Direktbeteiligungen wiederum begrenzt, da häufig große Unternehmen enthalten sind. Mit ihren eher kleinen Anteilen, die über Fonds beziehbar sind, können Kleinst-Investoren keinen Einfluss auf diese Unternehmen ausüben.</p> <p><strong>Fonds oder Direktbeteiligungen:</strong> Vereinfachend lassen sich Investitionen in zwei Kategorien unterteilen: Fonds und Direktbeteiligungen. Direktbeteiligungen sind definiert als Beteiligungen an Unternehmen (Aktien) und Projekten wie&nbsp;<a href="https://www.verbraucherzentrale-bremen.de/wissen/geld-versicherungen/nachhaltige-geldanlage/energiegenossenschaften-gemeinsam-investieren-11295"><strong>Energiegenossenschaften</strong></a>,&nbsp;<a href="https://www.verbraucherzentrale-bremen.de/wissen/geld-versicherungen/nachhaltige-geldanlage/riskante-umweltinvestments-investitionen-in-sonne-wald-und-co-18288"><strong>Windparks</strong></a>&nbsp;oder&nbsp;<a href="https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/geld-versicherungen/nachhaltige-geldanlage/waldinvestments-als-nachhaltige-geldanlage-riskant-und-spekulativ-12075"><strong>Waldinvestments</strong></a>,&nbsp;<a href="https://www.verbraucherzentrale-bremen.de/wissen/geld-versicherungen/nachhaltige-geldanlage/nachhaltig-investieren-mit-der-crowd-16773"><strong>Crowdfundings</strong></a>&nbsp;oder&nbsp;<a href="https://www.verbraucherzentrale-bremen.de/nachhaltige-geldanlage/mikrofinanzierung-geldanlage-mit-sinn-und-ohne-risiko"><strong>Mikrofinanzprojekte</strong></a>. Hier können Sie am direktesten beeinflussen, was mit Ihrem Geld gemacht wird. Ihr Ertrag ist allerdings ausschließlich abhängig vom Erfolg dieses einzelnen Unternehmens oder Projektes. Hierdurch kann ein höheres Risiko entstehen, beispielsweise wenn ein Windpark nicht den erwünschten Ertrag bringt oder Unternehmen schlecht geführt werden.</p> <p>Fonds streuen das Risiko, indem sie eine Vielzahl von Investitionen zusammenfassen. Sie gibt es in verschiedenen Ausprägungen als Aktien-, Renten-, Immobilien- oder Mischfonds. Das Risiko sinkt, weil sich der Wert des Fonds mit dem Wert der investierten Objekte verändert. Wenn z.B. ein Unternehmen in einem Jahr weniger erfolgreich wirtschaftet kann ein anderes Unternehmen den Verlust ausgleichen und dafür sorgen, dass der Fonds trotz Schwächen einzelner Investitionsobjekte erfolgreich bleibt. Unterschieden wird des Weiteren zwischen Fonds mit aktivem und passivem Management. Bei Fonds mit aktivem Management passen Fondsmanager die im Fonds investierten Anlageobjekte gemäß einer vorher festgelegten Strategie an. Fonds mit passivem Management wie z.B.&nbsp;<a href="https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/geld-versicherungen/sparen-und-anlegen/welche-vorteile-und-nachteile-haben-etfs-16603"><strong>Exchange Traded Funds (ETFs)</strong></a>&nbsp;bilden hingegen Indizes ab. Sie investieren in Unternehmen proportional zum zugrundeliegenden Index. Die investierten Anlageobjekte werden weniger häufig adjustiert, da die zugrundliegenden Indizes seltener angepasst werden.&nbsp;</p> <p><strong>Risiken einschätzen und streuen:</strong> Grundsätzlich gilt: Aktien und Direktbeteiligungen sowie auch einige Fonds haben immer – das heißt, auch im Falle einer ökologischen Variante – das Risiko eines Totalverlustes. Legen Sie deshalb nur Geld in solche Anlageformen an, das Sie nicht unbedingt für Ihre Grundbedürfnisse benötigen und streuen Sie das Risiko der Geldanlage, in dem Sie in unterschiedliche Anlageformen investieren. Sie finden hierzu umfassende <a href="https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/geld-versicherungen/sparen-und-anlegen/bevor-sie-geld-anlegen-das-kleine-einmaleins-der-geldanlage-10622">Ratgeber zur Geldanlage auf den Seiten der Verbraucherzentralen</a>. Bedenken Sie dabei: Bei Verbraucherzentralen stehen Sicherheit und Ertrag bei der Beratung im Vordergrund. Eine vermeintlich sichere Geldanlage, die den Raubbau an der Umwelt fortführt, zerstört aber unsere Lebensgrundlagen und bietet demnach eine zweifelhafte Form der Sicherheit für eine Geldanlage. Für den Umbau hin zu einer ökologisch verträglichen Wirtschaft benötigen wir auch viel Bereitschaft und Mut, in ökologisch-soziale Projekte zu investieren.</p> <p><strong>Vorsicht bei Renditeversprechungen:</strong> Seien Sie besonders vorsichtig&nbsp;bei hohen Rendite-Versprechungen – sie sind meist unsicher oder gänzlich unrealistisch. Gerade bei riskanteren Anlagen ist eine persönliche Beratung immer sinnvoll. Eine ökologisch ausgerichtete Bank kann hier viel Komplexität bei der Beurteilung der Geldanlage abnehmen.</p> <p><strong>Umwelt- und Sozialnutzen erkennen:</strong> Eine einfache Antwort, welche Investments grün und nachhaltig sind und welchen Umwelt- und Sozialnutzen sie haben, gibt es leider nicht. Achten Sie bei der Auswahl von Fonds auf die Nennung von PAB (Paris-aligned Benchmark) oder CTB (Climate Transition Benchmark) im Namen des Fonds. Solche Fonds verfolgen eine Anlagestrategie, die Klimaneutralität bis 2050 bei den Anlageobjekten erreichen. Sie werden in der Regel von einem bereits bestehenden Index (oft Mutterindex genannt) abgeleitet. CTBs starten dabei mit einer weniger ambitionierten Dekarbonisierung gegenüber dem Mutterindex (30 % Reduktion) als PABs (50 % Reduktion). Bei beiden Benchmarks reduzieren die Fonds ihren CO2-Ausstoß im Anschluss jährlich um 7 %.&nbsp;Ebenfalls Orientierung bieten das <a href="https://fng-siegel.org/">FNG-Siegel für Investmentfonds</a> sowie die <a href="http://www.gabv.org/%20">Global Alliance for Banking on Values</a>. Verbraucher sollten sich im Vorfeld möglichst genau informieren, welche <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a>- und/ oder Nachhaltigkeitskriterien angewendet werden und in welche Branchen oder Unternehmen investiert wird. Nicht zwangsläufig bedeutet zum Beispiel die Bewertung "klimafreundlich", dass auch die Umwelt geschützt wird – und umgekehrt.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/530/bilder/fng_siegel_2022-10-13_quer.png"> </a> <strong> FNG-Siegel </strong> Quelle: Forum Nachhaltige Geldanlagen e.V. (FNG) </p><p> Was Sie noch tun können <ul> <li>Nutzen Sie als Hausbesitzer*in eigene Investitionsmöglichkeiten wie Photovoltaikanlage oder energetische Sanierungsmaßnahmen zur nachhaltigen Geldanlage. Beachten Sie hierzu unsere <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/10705">Hinweise zu energiesparenden Gebäuden</a>.</li> <li>Umfassende Informationsangebote zum Thema grüne, nachhaltige Geldanlage finden Sie im Portal <a href="http://www.geld-bewegt.de/">Geld bewegt</a>&nbsp;der Verbraucherzentrale Bremen.</li> <li>Nutzen Sie auch die zahlreichen anderen unabhängigen <a href="https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/geld-versicherungen">Beratungsangebote der Verbraucherzentralen</a> und die <a href="https://www.test.de/Ethisch-oekologische-Geldanlage-saubere-Zinsangebote-4590882-4592114/">Informationsangebote der Stiftung Warentest</a>.</li> <li>Banken müssen seit August 2022 aufgrund des EU-Aktionsplans zur "Finanzierung nachhaltigen Wachstums" in Beratungsgesprächen die Nachhaltigkeitspräferenzen von Anlegern abfragen. Teilen Sie hier Ihr Interesse an nachhaltigen Geldanlagen mit und nutzen Sie Taxonomie-konforme Anlagemöglichkeiten, die in umweltfreundliche Unternehmen und Projekte investieren. Je höher die Quote ist, desto größer ist die <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/nachhaltigkeit">Nachhaltigkeit</a> der Anlagen. Zum konkreten Vorgehen finden Sie nützliche Hinweise auf der <a href="https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/geld-versicherungen/sparen-und-anlegen/pflichtabfrage-von-nachhaltigkeitspraeferenzen-bei-der-geldanlage-80194">Website der Verbraucherzentralen</a>.</li> </ul> <p>Taxonomie-konforme Anlagen erfüllen die strengen, wissenschaftsbasierten Kriterien der EU Taxonomie an eine nachhaltige Wirtschaftsaktivität.</p> <p>Aktuell sind in der EU Taxonomie noch nicht für alle Wirtschaftsaktivitäten nachhaltige Kriterien definiert, wodurch die Erfüllungsquoten tendenziell niedrig sind. Ein aktives Nachfragen nach taxonomie-konformen Produkten steigert die Aufmerksamkeit seitens der Berater*innen und hilft der nachhaltigen Wirtschaft.</p> <ul> <li>Übertreiben Sie es nicht bei der Ertragsoptimierung: Zinserträge sind für die allermeisten Haushalte nur ein kleines Zubrot im Vergleich zum Erwerbseinkommen.</li> <li>Bedenken Sie auch: Ein Unternehmen hat Kapital- und Lohnkosten. Was das Unternehmen den Geldgebern als Zins zahlen muss, kann es nicht als Lohn an die Angestellten zahlen.</li> <li>Sie finden Sie noch mehr Infos und Anregungen zum Thema <a href="https://denkwerkstatt-konsum.umweltbundesamt.de/geld">Nachhaltiger Konsum &amp; Geld</a> in unserer Denkwerkstatt Konsum.</li> <li>Beachten Sie auch unsere <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a>-Themenseite zu <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/96287">Investmentstrategien bei nachhaltigen Geldanlagen</a>.</li> </ul> </p><p> Was macht eine Geldanlage grün oder nachhaltig? <p>Geldanlagen ermöglichen kreditfinanzierte Investitionen. Sie können demnach alle gesellschaftlichen Bereiche umfassen: vom Gebäude zum Maschinenpark, vom Straßen- bis zum Schienennetz, vom Warenlager bis zur Software u.v.a.m. Wenn man dies bedenkt, wird gut nachvollziehbar, dass es vielfältige Definitionen und Kriterien dafür gibt, was eine grüne, nachhaltige Geldanlage sein kann und erfüllen sollte.&nbsp;Eine grüne, nachhaltige Geldanlage benötigt aber immer Kriterien dafür, weshalb in bestimmte Projekte investiert und in andere nicht investiert wird. Diese Kriterien betreffen im Allgemeinen die Aspekte Umwelt, Soziales und die Unternehmensführung. Man spricht deshalb auch von ESG-Geldanlagen (Environmental, Social, Governance). Dabei finden unterschiedliche Anlagestrategien – oft in Kombination – Anwendung:</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/fng-marktbericht_2024_online-09_neu.jpg"> </a> <strong> Die Anlagestrategien im Überblick </strong> Quelle: FNG Marktbericht 2024 </p><p> Hintergrund <p><strong>Umweltsituation:</strong></p> <p>Investitionen in Projekte und Unternehmen binden häufig sehr langfristig Kapital und verfestigen damit hieraus resultierende Umweltschäden und Emissionen für die nächsten Jahre oder gar Jahrzehnte. Dies gilt z. B. für Kohlekraftwerke wie auch für Gebäude oder Maschinen. Umso wichtiger ist es deshalb, dass Geld heute schon so investiert wird, dass Umwelt- und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> in hohem Maße Berücksichtigung finden und mittel- bis langfristige Umwelt- und Klimaschutzziele auch erreicht werden können. Private Gelder sind wichtig für den Klimaschutz, denn sie finanzieren Projekte, die die Energiewende vorantreiben. Das betrifft den Ausbau der erneuerbaren Energien, aber auch energieeffiziente Gebäude, klimafreundliche Mobilität oder ökologische Landwirtschaft. Mit nachhaltigen Anlagen wird demnach ein umweltfreundlicheres Wirtschaften erst möglich.</p> <p>Welche Wirkungen grüne, nachhaltige Geldanlagen im Einzelfall haben, kann sehr unterschiedlich sein. Direkte Wirkungen können durch Abstriche bei Rendite oder Sicherheit erzielt werden, wobei dies die grundsätzliche Ermöglichung oder einfach nur umweltbezogene Verbesserungen beinhalten kann:</p> <ul> <li>Ermöglichung: Die nachhaltige Geldanlage schließt eine Finanzierungslücke für ein Umweltprojekt, das unter marktüblichen Rendite- und Sicherheitserwartungen keine Finanzierung erhalten hätte (z.B. ein Windrad an einem eher nicht so ertragreichen Standort).</li> <li>Verbesserung: Geringere Kreditkosten ermöglichen den finanzierten Projekten höhere Umweltstandards zu realisieren (z.B. die Verwendung ökologischer Baustoffe, die Umsetzung von über gesetzliche Anforderungen hinausgehenden Dämmstandards).</li> <li>Direkte Einflussnahme auf die Unternehmenspolitik: Eigentümer oder Finanzanbieter nutzen die Kreditvergabe oder Beteiligung, um Unternehmen zu stärkerem Nachhaltigkeitsengagement zu bewegen.</li> </ul> <p>Indirekt kann eine höhere Nachfrage nach grünen, nachhaltigen Geldanlagen zu höherer Aufmerksamkeit und Sensibilität gegenüber ESG-Kriterien führen. Öffentliche Aufmerksamkeit und öffentlicher Druck schaffen einen positiven Rahmen für ökologische und soziale Verbesserungen und begünstigen idealerweise dann wiederum auch entsprechende politische Maßnahmen.</p> <p>Für Einzelinvestitionen wie Photovoltaik- oder Windparks lässt sich die Umweltwirkung (z.B. die Treibhausgasminderung) durchaus beziffern. Für fondsgebundene Anlagen ist hingegen eine Quantifizierung nicht sinnvoll zu bewerkstelligen, da viele Umweltwirkungskategorien zu beachten und eine Vielzahl an Wirkungsannahmen zu treffen sind. Bei PAB- oder CTB-Fonds lassen sich zumindest Aussagen über das Ambitionsniveau der enthaltenen Unternehmen treffen, bis wann diese das Ziel der Klimaneutralität erreichen wollen.</p> <p><strong>Gesetzeslage:</strong></p> <p>In Deutschland sind nach dem <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/einsig/BJNR078610015.html">Einlagensicherungsgesetz (EinSiG)</a> Einlagen von Privatpersonen oder juristischen Personen bei Banken grundsätzlich bis zur Höhe von 100.000 Euro vor Verlust geschützt. Das heißt, dass Girokonten oder Tagesgeldguthaben bei jeder in Deutschland tätigen Bank bis zu diesem Betrag gesetzlich auch bei einer Insolvenz der Bank abgesichert sind.<br>Der Begriff der "nachhaltigen Geldanlage" ist mittlerweile in der EU durch die <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/96261">Regulierung</a> der EU geschützt (insbesondere Taxonomie- und Offenlegungs-Verordnung). Finanzinstitute, die mit "nachhaltigen" Produkten werben, müssen nachweisen, wie die in ihren Produkten investierten Unternehmen die wissenschaftsbasierten Kriterien der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/97731">EU-Taxonomie</a> erfüllen. Für jede Wirtschaftsaktivität und Branche wurden bestimmte Schwellenwerte festgelegt, die als nachhaltig gelten. Das Umweltbundesamt kritisiert jedoch, dass auch die Stromerzeugung aus Atomkraft und Gas als "nachhaltig" aufgenommen wurde (siehe <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/eu-taxonomie-atomkraft-erdgas-sind-nicht-nachhaltig">Link</a>). Darüber hinaus sind Begriffe wie "ethisch-ökologische" oder "klimafreundliche" Geldanlage nicht geschützt. Anleger müssen sich demnach weiterhin selber ein Bild von ihrer Bank sowie den Anlageprodukten machen und prüfen, ob die angebotenen Finanzprodukten ihren Wertvorstellungen entsprechen. Je transparenter eine Bank, desto besser für den Kunden.</p> <p><strong>Marktbeobachtung:</strong></p> <p>In den letzten Jahren haben nachhaltige Geldanlagen stark zugenommen. Politische Vorgaben zum Klimaschutz und zum Ausbau erneuerbarer Energien sind hierbei die zentralen Treiber. Inzwischen gibt es auch größere Pensionsfonds, die zum Beispiel Divestment betreiben, indem sie kontroverse Geschäftsfelder wie Kohlekraftwerke oder Gasfracking aus dem Anlagenportfolio ausschließen. Das Forum nachhaltige Geldanlagen (FNG) macht jährlich eine Markterhebung zu nachhaltigen Geldanlagen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Weitere <a href="https://www.umweltbundesamt.de/daten/private-haushalte-konsum/konsum-produkte/gruene-produkte-marktzahlen/marktdaten-bereich-finanzen">Marktdaten zum Thema Finanzen</a> (Geldanlage, Kompensationszahlungen, Spenden) finden Sie auf unseren Seiten Daten zur Umwelt.</p> <p>Weitere Informationen finden Sie auf folgenden Seiten:</p> <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/wirtschaft-konsum/nachhaltiges-finanzsystem/wissensplattform-sustainable-finance%20">Wissensplattform Sustainable Finance</a> (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a>-Themenseite)</li> </ul> <p><strong>Quellen:</strong></p> <ul> <li>Wilkens, M./ Klein, C. (2021): <a href="https://www.vzbv.de/sites/default/files/downloads/2021/02/11/gutachten_wilkens_und_klein_nachhaltige_geldanlagen.pdf">Welche transformativen Wirkungen können nachhaltige Geldanlagen durch Verbraucherinnen und Verbraucher haben?</a></li> <li>Verbraucherzentrale Bremen (2018): <a href="https://www.verbraucherzentrale-bremen.de/sites/default/files/2018-07/Broschuere-ethisch-oekologische-Geldanlage_2018.pdf">Ethisch-ökologisch anlegen und vorsorgen</a>.</li> </ul> </p><p>Informationen für...</p>

Alternative Finanzierung für naturbasierte Klimawandelanpassung

<p> <p>Naturbasierte Lösungen sind zentral für Klimawandelanpassung. Stadtgrün und Wasser können etwa Hitze in Städten reduzieren. Wie können Kommunen solche Maßnahmen trotz knapper Mittel umsetzen? Ein Papier zeigt Finanzierungswege anhand von Praxisbeispielen – von Crowdfunding bis Green Bonds – und bewertet, welche sich wann eignen. Zudem gibt es Empfehlungen, wie Bund und Länder unterstützen können.</p> </p><p>Naturbasierte Lösungen sind zentral für Klimawandelanpassung. Stadtgrün und Wasser können etwa Hitze in Städten reduzieren. Wie können Kommunen solche Maßnahmen trotz knapper Mittel umsetzen? Ein Papier zeigt Finanzierungswege anhand von Praxisbeispielen – von Crowdfunding bis Green Bonds – und bewertet, welche sich wann eignen. Zudem gibt es Empfehlungen, wie Bund und Länder unterstützen können.</p><p> <p>Kommunen stehen vor der Aufgabe, naturbasierte Lösungen für die Klimaanpassung umzusetzen, verfügen dafür aber oft über begrenzte finanzielle Mittel. Die <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/120898">Publikation</a> zeigt, wie alternative Finanzierungswege – etwa Crowdfunding, Kooperationen mit privaten Akteuren, Green Bonds, Darlehen oder revolvierende Fonds – helfen können, diese Lücke zu schließen. Praxisbeispiele verdeutlichen, welche Modelle sich für unterschiedliche kommunale Ausgangslagen eignen.<br>Die Publikation richtet sich an Kommunen aller Größen, insbesondere an Verwaltungsmitarbeitende, Planungsstellen, Klimaanpassungsbeauftragte sowie politische Entscheidungsträger*innen. Kommunen soll mit der Publikation der Zugang zu naturbasierten Lösungen für die Klimaanpassung erleichtert werden.</p> <p>Auch Landes- und Bundesbehörden, die Rahmenbedingungen setzen oder Unterstützungsleistungen entwickeln, profitieren von den Einblicken in die mögliche Finanzierungsvielfalt von naturbasierten Lösungen und erhalten konkrete Empfehlungen: Kommunen sollten besser über Finanzierungsoptionen informiert und durch Beratungsangebote, Wissensnetzwerke und Partnerschaften unterstützt werden. Bund und Länder können zudem Rahmen schaffen, um Kooperationen zu fördern, Finanzinstrumente zu kombinieren und benachteiligte Kommunen gezielt zu stärken.</p> </p><p>Informationen für...</p>

COTEZ Carbonfree Trakia Economic Zone: Erarbeitung einer Entwicklungsplanung für den ersten kohlenstofffreien europäischen Industriecluster als auf Grünen Anleihen basiertes PPP

Nachhaltig investieren produzieren konsumieren

Energiepolitik und Wissenschaft - die Enquete-Kommission 'Zukünftige Kernenergie-Politik' (Arbeitstitel)

Ziel des Projektes ist es, die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Politik innerhalb der Enquete-Kommission 'Zukünftige Kernenergie-Politik' zu untersuchen, die ihren ersten Bericht 1980 vorlegte. In diesen wissenschaftlichen Beratungsprozess waren neben industrienahen Wissenschaftlern auch Alternative integriert - wie beispielsweise ein Sachverständiger des Öko-Instituts, das von Mitgliedern der Umweltbewegung gegründet wurde. Damit gewannen alternative Wissenschaftler zunehmend Gewicht in der Diskussion um zukunftsfähige Energiepolitik, die bis dahin vor allem von den - der Industrie nahe stehenden - Forschungseinrichtungen wie Jülich und Karlsruhe bestimmt wurde. Vor dem Hintergrund der innenpolitisch prägenden Konfliktphase um die Atomenergie soll die Funktionsfähigkeit der wissenschaftlichen Politikberatung untersucht werden. Dies beinhaltet neben der Untersuchung von Kommunikationsprozessen auch die Frage nach den Argumentationsstrategien.

The DNSH criteria of the EU Taxonomy and the PAI indicators of the SFDR

The EU taxonomy and the Sustainable Finance Disclosure Regulation (SFDR) are central instruments in the EU Sustainable Finance Framework. Both aim at redirecting financial flows towards sustainable investments while both face critique in terms of coherence and usability.This report presents suggestions to leverage synergies between the SFDR and the Taxonomy by enhancing the usability of the Do No Significant Harm (DNSH) criteria in the EU Taxonomy and the Principle Adverse Impact (PAI) indicators under the SFDR. The report analyses the  environmental objectives of climate change mitigation and sustainable  use and protection of water for the economic sectors energy, manufacturing, construction and real estate, transport, and water supply. The report was completed in March 2025 and does not address current political and regulatory developments regarding the sustainable finance  regulation.

Umweltallianz Sachsen-Anhalt Die Umweltallianzvereinbarung Jahrestreffen der Umweltallianz Sachsen-Anhalt 2025 25 Jahre Umweltallianz Sachsen-Anhalt – 2024 das Jubiläumsjahr Der Beirat für "Umwelt und Wirtschaft" - Fachliche Begleitung Mitglieder im Beirat für "Umwelt und Wirtschaft" Mitglieder der Umweltallianz Arbeitskreise und Workshops Netzwerktreffen der Umwelt- und Nachhaltigkeitspartnerschaften der Bundesländer Preis der Umweltallianz Sachsen-Anhalt Preis der Umweltallianz 2024 Botschafter der Umweltallianz Sachsen-Anhalt Dokumente

Die Umweltallianz Sachsen-Anhalt  gibt es seit 1999. Rund 220 Wirtschaftsunternehmen, Verbände, Kommunen und die Landesregierung arbeiten in der Umweltallianz  zusammen. Grundlage für die freiwillige Partnerschaft  ist die "Vereinbarung zur Nachhaltigen Standortpolitik durch kooperativen Umweltschutz“. Das Bündnis steht unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten des Landes Sachsen-Anhalt. Die Mitgliedschaft  in der Umweltallianz Sachsen-Anhalt ist kostenlos. Sie steht auch mittelständischen und kleinen Unternehmen offen. Kontakt zur Geschäftsstelle der Umweltallianz im Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt (LAU): Link: Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt Link: Jahrestreffen der Umweltallianz Sachsen-Anhalt am 15. Oktober 2025 im cCe Kulturhaus in Leuna Link: 25 Jahre Umweltallianz Sachsen-Anhalt Die fachliche Begleitung und die Weiterentwicklung der Umweltallianz sind Aufgabe des Beirates für „Umwelt und Wirtschaft", der seinen Sitz in Magdeburg beim Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt hat. Mitglieder des Beirates Vertreter Anschrift Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau Andreas Scholtyssek (Vorsitzender) Franckestraße 5 06110 Halle (Saale) E-Mail: ascholtyss(at)halle.ihk.de Tel.: 0345 212 62 03 Fax: 0345 212 644 203 Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt Michael Stief Leipziger Straße 58 39112 Magdeburg E-Mail: michael.stief(at)mwu.sachsen-anhalt.de Tel.: 0391 567 19 79 Fax: 0391 567 17 27 Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten des Landes Sachsen-Anhalt Matthias Wagner Hasselbachstraße 4 39104 Magdeburg E-Mail: Matthias.Wagner(at)mw.sachsen-anhalt.de Tel.: 0391 567 44 14 Fax: 0391 567 44 50 Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt Dr. Christiane Röper Reideburger Straße 47 06116 Halle (Saale) E-Mail: Christiane.Roeper(at)lau.mwu.sachsen-anhalt.de Tel.: 0345 57 04 500 Fax: 0345 57 04 190 Industrie- und Handelskammer Magdeburg Lukas Thormann Alter Markt 8 39104 Magdeburg E-Mail: lukas.thormann(at)magdeburg.ihk.de Tel.: 0391 56 93 152 Fax: 0391 56 93 193 Handwerkskammer Halle (Saale) Sven Sommer Gräfestraße 24 06110 Halle (Saale) E-Mail: ssommer(at)hwkhalle.de Tel.: 0345 29 99 228 Fax: 0345 29 99 200 Handwerkskammer Magdeburg Karsten Gäde Gareisstraße 10 39106 Magdeburg E-Mail: kgaede(at)hwk-magdeburg.de Tel.: 0391 62 68 212 Fax: 0391 62 68 110 Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbände Sachsen-Anhalt e.V. Kai Bieler Verband der Chemischen Industrie e.V. Kleine Klausstraße 14 06108 Halle (Saale) E-Mail: bieler(at)nordostchemie.de Tel.: 0345 38 80 751 Fax: 0345 38 80 760 Landkreistag Sachsen-Anhalt Christian Plath Albrechtstraße 7 39104 Magdeburg E-Mail: plath(at)landkreistag-st.de Tel.: 0391 56 53 140 Fax: 0391 56 53 190 Städte- und Gemeindebund Sachsen-Anhalt Anika Grimm Sternstraße 3 39104 Magdeburg E-Mail: a.grimm(at)sgsa.info Tel.: 0391 59 24 340 Fax: 0391 59 24 444 Deutscher Gewerkschaftsbund Landesbüro Sachsen-Anhalt Martin Mandel Olvenstedter Straße 66 39108 Magdeburg E-Mail: martin.mandel(at)dgb.de Tel.: 0391 62 50 323 Fax: 0391 62 50 327 Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt Michael Zorn Dessauer Straße 70 06118 Halle E-Mail: michael.zorn(at)lvwa.sachsen-anhalt.de Tel.: 0345 51 42 500 Fax: 0345 51 42 512 Die Umweltallianz Sachsen-Anhalt hat 220 Mitglieder. Die aktuelle Mitgliederliste der Umweltallianz und eine Kartenübersicht ist auf den Seiten des Landesamtes für Umweltschutz Sachsen-Anhalt einsehbar. Das Spektrum der Mitglieder reicht von großen internationalen Unternehmen über mittelständische Firmen bis hin zu kleinen Handwerksbetrieben. Bewerbungsberechtigt sind Einzelunternehmen, Kammern, Verbände und sonstige Einrichtungen der Wirtschaft mit einem Standort bzw. Firmensitz in Sachsen-Anhalt. Hier Bewerbungsformular und Beispiele aus der Praxis. weiterlesen "Mitglied werden" Gemäß der Vereinbarung zur Umweltallianz , sollen verstärkt aktuelle wirtschaftliche und umweltpolitische Fragestellungen auf die Tagesordnung gehoben und in Branchengesprächen und regionalen Arbeitsgruppen thematisiert werden. Zwischen der Landesregierung und Unternehmen der Umweltallianz gibt es einen regelmäßigen Informationsaustausch zu aktuellen umweltpolitischen Themen. So entstanden branchenspezifische Kooperationen , zum Beispiel mit der Abfallwirtschaft. Der erste regionale Arbeitskreis der Umweltallianz Sachsen-Anhalt wurde im Februar 2020 in Schönebeck gegründet, er war Vorbild für die Bildung weiterer regionaler Netzwerke. Dies war der erste Schritt zur Neuausrichtung der Umweltallianz als Plattform für den Erfahrungsaustausch zu Umwelt- und Energiethemen. Weitere Veranstaltungen folgten, wie das Treffen der Umweltallianz im September 2021 in Sangerhausen , der Workshop der Umweltallianz zur Energieeffizienz in der Wirtschaft in Gardelegen im Oktober 2022 und der Wasserstoff-Stammtisch Mansfeld-Südharz im Februar 2023. Am 28.05.2024 fand die Kick-Off-Veranstaltung des neu gegründeten Arbeitskreises Nachhaltigkeit in Piesteritz statt. Es folgten weitere Treffen des Arbeitskreises Nachhaltigkeit am 13.08.2024 in Leuna, am 24.10.2024 in Halle, am 06.02.2025 war das vierte Treffen des Arbeitskreises Nachhaltigkeit in Halle, am 20.05.2025 das fünfte Treffen in Eisleben, am 17.06.2025 war das sechste Treffen bei der Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt GmbH (LENA) in Magdeburg, am 23.09.2025 war das siebte Treffen in Hettstedt und am 03.12.2025 fand das achte Treffen des Arbeitskreises Nachhaltigkeit in Magdeburg, in unserem Hause statt. Alle Termine und Veranstaltungen der Umweltallianz Sachsen-Anhalt Das Netzwerktreffen der Umwelt- und Nachhaltigkeitspartnerschaften der Bundesländer fand in diesem Jahr in Sachsen-Anhalt vom 14. bis 16. Mai 2025 in Halle (Saale) statt. Gastgeber war die Umweltallianz Sachsen-Anhalt. Auf der Agenda des gemeinsamen Erfahrungs- und Informationsaustauschs standen u. a. Themen wie Nachhaltige Geldanlagen, die Vorstellung des Kompetenzzentrums für Energieeffizienz durch Digitalisierung (KEDi), Entwicklung und aktueller Sachstand der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie sowie  Stand der Vorhaben zur Weiterentwicklung des Deutschen Nachhaltigkeitskodex‘ (DNK). Zudem berichteten die Vertreter der einzelnen Umwelt- und Nachhaltigkeitspartnerschaften über aktuelle Projekte und Verfahrensweisen. Mit dabei waren der Umwelt- und Klimapakt Bayern , das Netzwerk Umwelt Unternehmen im Land Bremen , die UmweltPartnerschaft Hamburg , die Umweltallianz Hessen , die Niedersachsen Allianz für Nachhaltigkeit (NAN) , die Umwelt- und Klimaallianz Sachsen , das Nachhaltigkeitsabkommen Thüringen und natürlich die Umweltallianz Sachsen-Anhalt. Mit dem Preis der Umweltallianz Sachsen-Anhalt werden hervorragende unternehmerische Leistungen auf dem Gebiet der Ressourceneffizienz und der Green Economy ausgezeichnet. Der landesweite Wettbewerb ist eine gemeinschaftliche Initiative von Partnern und Mitgliedern des Bündnisses. Am 13. November 2024 wurde der Preis der Umweltallianz zum 9. Mal verliehen und stand in diesem Jahr unter dem Motto „25 Jahre Umweltallianz – Innovative Umweltideen aus Sachsen-Anhalt“. Die Preise wurden in den Kategorien „Produkte und Technologien“ sowie „Konzepte und Projekte“ vergeben und waren mit je 8.000 Euro dotiert. Außerdem wurde der Sonderpreis der Umweltallianz verliehen, der ausschließlich Mitgliedsunternehmen der Umweltallianz vorbehalten ist. Er war ebenfalls mit einem Preisgeld von 8.000 Euro ausgestattet. Eine unabhängige Jury wählte die Finalisten aus. Diese erhielten ein professionelles Video für die eigene Öffentlichkeitsarbeit und konnten sich im September persönlich der Jury präsentieren. Weitere Informationen zur Preisverleihung sowie zu den Preisträgern Die Botschafter der Umweltallianz sollen für die Anliegen des Bündnisses werben. Unter ihnen ist Marcus Ostendorf von der Bäckerei Möhring in Barleben, der 2018 als erster Botschafter der Umweltallianz ernannt wurde. Über die App "Too good to go" werden Backwaren zum reduzierten Preis abgegeben, die am Ende des Tages nicht verkauft werden konnten. Dieser Einsatz für Ressourcenschutz und gegen Lebensmittelverschwendung wurde gewürdigt. Auf der Festveranstaltung am 14.11.2022 ernannte Umweltminister Willingmann zwei weitere Botschafter der Umweltallianz. Herr Ostendorf von der Bäckerei Möhring in Barleben teilt sich diese Aufgabe nun mit Robert Dreyer von der Tischlerei Dreyer aus Wulferstedt und Jörg Schulze vom Kompetenznetzwerk „Mittel-deutsche Entsorgungswirtschaft“ aus Halle. Mehr Informationen zu den Botschaftern der Umweltallianz

KoMoNa: Modellvorhaben zur bürgernahen Förderung von Wissen & Bildung sowie Engagement & Vernetzung für die Regionale Transformation zu ökologisch nachhaltigem Konsum im Rheinischen Revier

Entscheidungsfaktoren nachhaltiger Re-Investments in Unternehmen, Teilvorhaben B: Klima-Champions und der Einfluss einer nachhaltigen Unternehmensführung auf nachhaltige Re-Investments

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