Als Untersuchung der Bundesregierung bei der im UNEP-Rahmen uebernommenen Ressortaufgabe der Bewertung politischer Massnahmen zur FCKW-Emissionsreduzierung soll ein standardisiertes Modell entwickelt werden, das es gestattet, verschiedenen Immissionszenarien in ihren Auswirkungen auf die stratosphaerische Ozonschicht zu beurteilen. Berechnet werden sollen zeitabhaengige Ozonhoehenprofile und Gesamtozonmengen sowie - wegen der Kopplungen zum Treibhauseffekt - Temperaturverlaeufe. Dies dient der argumentativen Unterstuetzung bei den geplanten Revisionen des Montreal-Protokolls auch im Hinblick auf die Beruecksichtigung neuer Stoffe. Das Berechnungsverfahren samt Dokumentation wird dem UBA zur Verfuegung gestellt.
Der Betrieb des Mikrowellenradiometers in der arktischen NDSC-Station Ny Alesund, Spitzbergen, wird durch dieses Projekt sichergestellt. Es umfasst ebenso die regelmaessigen Wartungsarbeiten sowie den Unterhalt der Betriebssoftware und die Bereitstellung der gewonnenen Hoehenprofile.
Innerhalb dieses Projektes wurde von der Universitaet Bremen in der arktischen NDSC Station Ny Alesund ein bodengebundenes Mikrowellenradiometer fuer Messungen des stratosphaerischen Ozons bei 142 Ghz und des stratosphaerischen Chlormonoxides bei 204Ghz installiert. Seit 1995 werden die Geraete operationell betrieben und es stehen taegliche Ozonhoehenprofile und, falls die Messbedingungen guenstig sind, ClO-Profile zur Verfuegung.