Erforschung der Abhaengigkeit des Baumwachstums von menschlich beeinflussten Faktoren: An der alpinen Waldgrenze bei Innsbruck, im Nordschwarzwald, sowie in den Donauauen bei Ingolstadt werden die jaehrlichen und taeglichen Zuwachsraten ausgewaehlter Versuchsbaeume in Abhaengigkeit von den verschiedensten Standortsfaktoren untersucht, um Anhaltsmoeglichkeiten fuer eine paleoklimatische Interpretation der wechselnden Jahrringbreiten zu erhalten.
This data set presents the reconstructed vegetation cover for 1451 European sites based on harmonized pollen data from the data set LegacyPollen 2.0 and optimized RPP values. Sugita's REVEALS model (2007) was applied to all pollen records using REVEALSinR from the DISQOVER package (Theuerkauf et al. 2016). Pollen counts were translated into vegetation cover by taking into account taxon-specific pollen productivity and fall speed. Additionally, relevant source areas of pollen were also calculated using the aforementioned taxon-specific parameters and a gaussian plume model for deposition and dispersal and forest cover was reconstructed. In this optimized reconstruction, relative pollen productivity estimates for the ten most common taxa were first optimized by using reconstructed tree cover from modern pollen samples and LANDSAT remotely sensed tree cover (Sexton et al. 2013) for Europe. Values for non-optimized taxa for relative pollen productivity and fall speed were taken from the synthesis from Wiezcorek and Herzschuh (2020). The average values from all Northern Hemisphere values were used where taxon-specific continental values were not available. We present tables with optimized reconstructed vegetation cover for all records in Europe. As further details we list a table with the taxon-specific parameters used and a list of parameters adjusted in the default version of REVEALSinR.
In Projekt P2 werden wir die Chrolonolgie und Intensität der menschlichen Besiedelung der Bale-Mountains untersuchen und deren Auswirkungen auf die Entwaldung des Sanetti-Plateaus durch Feuer. Um diese Zusammenhänge zu untersuchen, werden wir uns auf folgende Punkte konzentrieren:1. In Zusammenarbeit mit Projekt P1 (Archäologie) werden wir Chronologie (mittels Radio-Kohlenstoff- und Optisch stimulierter Lumineszenz-Datierungen) und Art und Intensität der menschlichen Besiedelung untersuchen. Hierzu dienen Anthrosole unter Felsvorsprüngen und Höhlen als Archive und molekulare Marker als Landnutzungs-Indikatoren, wie z.B. Phosphor-Mapping (Birk et al. 2007), Benzolpolycarbonsäuren (Glaser et al. 1998) und Sterole und Gallensäuren als Fäkalbiomarker (Birk et al. 2012). 2. In Zusammenarbeit mit den Projekten P3 (Basis-Umweltdaten-Erhebung) und P7 (Erd-Käfer) werden wir typische Standortseigenschaften (Böden und Topographie) erhoben. Diese Daten erlauben uns die Rekonstruktion der ehemaligen Erica-Ausbreitung sowie von gegenwärtigen reellen und potenziellen Erica-Standorten. 3. Mit der gleichen Intension werden wir potenzielle molekulare Erica-Marker untersuchen wie z.B. Cutin und Suberin (Spielvogel et al. 2014), CuO lignin und Monosaccharide (Spielvogel et al. 2007; Eder et al. 2010), Phytolithe (Iriarte et al. 2010), n-Alkane, Stabilisotopen-Signaturen (Glaser und Zech 2005).Sollten keine Erica-spezifischen Biomarker gefunden werden, wenden wir Metabolomics-Techniken an, um zwischen Erica und Gras-Vegetation im Boden zu unterscheiden.4. Um mögliche Interaktionen zwischen der menschlichen Besiedelung und der zeitlichen und räumlichen Dynamik der Erica-Vegetation zu identifizieren, werden Sedimente von konkaven glazialen Ablagerungen auf dem Sanetti-Plateau mit den oben beschriebenen molekularen Markern untersucht. Wir gehen davon aus, dass die Chronologie und Intensität von Feuer die Dynamik der Erica-Vegetation bestimmt. In Zusammenarbeit mit P4 (Paleoökologie, Pollen) und P5 (Paleoclimatologie, 18O-Zucker) werden wir identifizieren, ob das Brennen der Erica-Standorte mehr durch die menschliche Besiedelung oder durch paläoklimatische Fluktuationen bestimmt wird.
In den zumeist kontinentalen Ablagerungen des europäischen Spätpaläozoikum (Rotliegend i.w.S.) gehört die Knochenfischfamilie der Aeduellidae, zusammen mit den nahe verwandten Paramblypteridae, zu den häufigsten Fossilgruppen. Die Aeduelliden dominierten im westeuropäischen Raum, wanderten aber zu bestimmten Zeiten auch in den mitteleuropäischen Raum ein, wo sie in Konkurrenz zu den Paramblypteriden traten. Zusammen mit letzteren sind sie für ökostratigraphische Korrelationen zwischen den diversen mitteleuropäischen und westeuropäischen Becken von entscheidender Bedeutung. Dazu müssen noch ihre mitteleuropäischen Arten detailliert anatomisch bearbeitet und rekonstruiert sowie die westeuropäischen Arten entsprechend nachbearbeitet werden. Darauf bauen dann funktionsmorphologische, paläoökologische, phylogenetische und paläobiogeographische Auswertungen auf.
Vorrangiges Ziel des Projekts ist die Erfahrung der modernen benthischen Ostracodenfauna des Südatlantiks und angrenzenden Sektors des zirkumpolaren Ringozeans sowie die Kartierung ökologischer Präferenzen einzelner Arten im Ver- und Abgleich mit bereits untersuchten Umweltansprüchen benthischen Foraminiferenfaunen. Weiterhin werden die Verhältnisse der stabilen Sauerstoff- und Kohlenstoffisotope der Gehäuseklappen ausgewählter Ostracodenarten mit denen benthischer Foraminiferengehäuse aus denselben Proben und mit den entsprechenden Sauerstoffisotropenwerten Werten des Wassers sowie den Kohlenstoffisotopenwerten des gelösten anorganischen Kohlenstoffs des Bodenwassers verglichen. Ebenso werden die Mg- und Sr-Gehalte von benthischen Ostracodenklappen bestimmt und wieder mit denen benthischer Foraminiferen aus denselben Proben verglichen. Während Faunenzusammensetzungen im Nordatlantik uns Spurenelementverteilungen von Ostracoden bereits erfolgreich zur paläozeanographischen Rekonstruktion und zur Paläotemperaturbestimmung eingesetzt wurden, steht die Interpretation der Isotopenverhältnisse und deren Nutzung als paläozeanographische Proxies noch am Anfang. Die Ergebnisse aller Analysen aus Südatlantik und Weddellmeer sollen mit den Ergebnissen aus Nordatlantik und Nordpolarmeer verglichen werden. Aus der Faunenzusammensetzung und Gehäusechemie mariner benthischer Ostracoden abgeleitete Proxyparameter müssen dann vermutlich nachgereicht werden. Auch eine umgekehrte Anpassung etablierter Proxies aus benthischen Foraminiferen ist möglichl. In jedem Falle wird die Aussagekraft und Vertrauenswürdigkeit paläoozeanographischer und -klimatischer Rekontstruktionen entscheidend verbessert.
This data set consists of the taxonomically harmonized and temporally standardized fossil pollen data from 3680 records. 1122 records are located in North America, 1446 records in Europe, 687 records in Asia, 185 records in South America, 159 in Africa and 81 in the Indo-Pacific region. We expanded the previous version of the LegacyPollen 1.0 data set (Herzschuh et al., 2022; https://doi.org/10.5194/essd-14-3213-2022) with records from the Neotoma Paleoecology Database (https://www.neotomadb.org/; last access: August 31, 2022), ACER 1.0 database (Sánchez Goñi et al., 2017; https://doi.org/10.1594/PANGAEA.870867), Chinese fossil pollen dataset (Zhou et al., 2023, https://www.plant-ecology.com/CN/Y2023/V47/I10/1453 [in Chinese]; Cao et al., 2022, https://doi.org/10.1111/gcb.16274), and our own collection for the Asian sector. Taxonomic harmonization (i.e., woody taxa and major herbaceous taxa have been harmonized to genus level and other herbaceous taxa to family level) and temporal standardization (i.e., re-estimation of age-depth models) follow the previously established frameworks LegacyPollen 1.0 (Herzschuh et al., 2022; https://doi.org/10.5194/essd-14-3213-2022) and LegacyAge 1.0 (Li et al., 2022; https://doi.org/10.5194/essd-14-1331-2022), respectively. In compiling the dataset, we also followed the practices recommended by Flantua et al. (2023; https://doi.org/10.1111/geb.13693) for large-scale paleoecological data synthesis, such as how to select data sources and filter the dataset. Compared to the LegacyPollen 1.0 dataset, we now include the Neotoma DOI (if Neotoma source) in the overview table of site metadata to eliminate the broken chain of static LegacyPollen 2.0 dataset with living (such as updating discovered metadata errors and chronologies) Neotoma and associated risk of data staleness. Furthermore, we also added the PANGAEA Event (PANGAEA dataset identifier) for each new record to ensure that our dataset meets PANGAEA's high standards for quality, usability, and compliance.
Die Kenntnis rezenter Lebensräume wird genutzt, um Modelle zur Rekonstruktion neogener und pleistozäner Habitate zu entwickeln. Es wird erwartet, dass die Nahrungsspezifität von Huftieren wichtige Hinweise liefert auf die Habitate der untersuchten Faunen. Evolutionstrends lassen sich dann mit Veränderungen im Habitat korrelieren.
Ziel dieses Projektes ist es, den nutzbaren Altersbereich für OSL-Datierungen von 200-400 ka in Richtung 1 Ma auszuweiten. Diese Ausweitung würde die zeitliche Lücke in unserem Vermögen klastische Sedimente zu datieren, zwischen Radiokohlenstoffdatierung (bis ca. 40 ka) und Bedeckungsalterdatierung (größer als 500 ka), schliessen helfen.
Bohrkerne aus dem Seewadel bei Singen (Hegau), einem Toteisloch, werden auf Pollen, Grossreste und die chemische Zusammensetzung untersucht. Aus diesen drei Untersuchungsmethoden wird auf die Siedlungsgeschichte und die Standortbedingungen um den ehemaligen See geschlossen. Besonders wird dabei getestet, wie weit die chemische Analyse der Sedimente weitere Informationen zur praehistorischen Wirtschaft und Landschaftsveraenderung liefern kann.
In dem Projekt sollen auf biotischen Proxies basierende quantitative Methoden zur Klima- und Umweltrekonstruktion in terrestrischen Environments und in verschiedenen Klimasystemtypen (Greenhouse-, Intermediär- und Icehouse-Klimasystem) verbessert, weiterentwickelt und angewendet werden. Ausgehend von den bisherigen Ergebnissen sowie den wissenschaftlichen Anforderungen im Bereich der Paläoklima- und Paläoumweltforschung sollen folgende Themenkomplexe bearbeitet werden: 1. Ausbau der neu entwickelten Methoden der 'Probability Coexistence Thermosphere' (PCT) und der 'Modern Analogues Vegetation Types' (MAV). 2. Verbesserung des CLAMP-Verfahrens für europäische Floren durch Entwicklung eines neuen Eichdatensatzes mit Hilfe von sogenannten 'synthetischen Floren'. 3. Entwicklung von neuen Verfahren (a) zur Rekonstruktion der Baum-/bzw. Waldgrenze mit Anwendungen auf das Känozoikum der Alpen und (b) zur 'objektivierbaren' Parallelisierung von Pollenprofilen im Quartär. 4. Analyse natürlicher Klima- und Umweltschwankungen unter dem Aspekt der selbstorganisierten Kritizität: Insgesamt wird mit diesen Arbeiten auch ein wesentlicher Beitrag zu einem besseren Verständnis der natürlichen Klimadynamik sowie der Wechselwirkungen zwischen Klima und Biosphäre geleistet.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 290 |
| Europa | 12 |
| Land | 7 |
| Wissenschaft | 220 |
| Zivilgesellschaft | 5 |
| Type | Count |
|---|---|
| Daten und Messstellen | 23 |
| Förderprogramm | 290 |
| unbekannt | 1 |
| License | Count |
|---|---|
| Offen | 313 |
| Unbekannt | 1 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 239 |
| Englisch | 131 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Archiv | 3 |
| Datei | 16 |
| Dokument | 4 |
| Keine | 211 |
| Webseite | 80 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 257 |
| Lebewesen und Lebensräume | 294 |
| Luft | 190 |
| Mensch und Umwelt | 314 |
| Wasser | 178 |
| Weitere | 308 |