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Bodenkarte von Niedersachsen 1 : 50 000 (WFS Dienst)

Die BK50 beschreibt die Verbreitung der Böden von Niedersachsen in hoher Auflösung und im aktuellen Wissenstand. Mit der Erstellung konnten zahlreiche Kenntnisse neu gewonnen und alte präzisiert werden. Es ist Anspruch und Ziel, die komplexen Zusammenhänge rund um den Boden für die Fachöffentlichkeit und den Laien fachlich korrekt, verständlich und transparent darzustellen. Die BK50 ist räumlich und inhaltlich eng mit anderen landesweit vorliegenden Kartenwerken bzw. Datenbanken abgestimmt. Ein einheitliches Regelwerk der Erstellung gewährleistet landesweit eine vergleichbare Qualität. Die BK50 hat mit 13.000 Legendeneinheiten und 196.000 Flächen eine große fachliche und räumliche Aussagetiefe. Sie entspricht damit den Ansprüchen an mittelmaßstäbige Bodenkarten. Die BK50 gliedert Niedersachsen in 6 Bodenregionen, 13 Bodengroßlandschaften und weiter in Bodenlandschaften. Diese bodenlandschaftlichen Aggregierungsstufen werden schrittweise maßstabsabhängig eingeblendet. Ab einem Maßstab von 1:128.000 werden auf dem NIBIS Kartenserver die Bodentypen der BK50 und damit die kleinräumigsten Kartiereinheiten angezeigt. Die Karte zeichnet sich u. a. durch eine hohe räumliche Differenzierung von Bodentypen, eine aktualisierte Moorverbreitung mit Berücksichtigung der Vererdungsstufen und Moorfolgeböden von Kulturböden (z. B. Tiefumbruch, Plaggenesch, Spittkulturböden, Marschhufenboden) sowie die Ausweisung kulturhistorisch bedeutsamer Flächen und regionaler Besonderheiten (z. B. Wurten, Deichlinien) aus. Mit der systematischen Anwendung der Deckschichtengliederung werden flachgründige Böden (Rendzinen, Ranker, flache Braunerden und Parabraunerden) genauer und räumlich differenzierter beschrieben. Die Bodenkarte enthält Angaben zur Leitbodenform und vergesellschafteten Bodenformen und ist nutzungsdifferenziert. Mit der Nutzungsdifferenzierung werden die Merkmale, Horizonte und Bodentypen an die jeweiligen Nutzungen angepasst. Betroffen davon sind z. B. die Oberbodenhorizonte, die Humusauflagen unter Wald, die Grundwasserstände und die Angaben zur Vernässung sowie ggf. die Bodenerosion unter Acker.

Bodenkarte von Niedersachsen 1 : 50 000

Die BK50 beschreibt die Verbreitung der Böden von Niedersachsen in hoher Auflösung und im aktuellen Wissenstand. Mit der Erstellung konnten zahlreiche Kenntnisse neu gewonnen und alte präzisiert werden. Es ist Anspruch und Ziel, die komplexen Zusammenhänge rund um den Boden für die Fachöffentlichkeit und den Laien fachlich korrekt, verständlich und transparent darzustellen. Die BK50 ist räumlich und inhaltlich eng mit anderen landesweit vorliegenden Kartenwerken bzw. Datenbanken abgestimmt. Ein einheitliches Regelwerk der Erstellung gewährleistet landesweit eine vergleichbare Qualität. Die BK50 hat mit 13.000 Legendeneinheiten und 196.000 Flächen eine große fachliche und räumliche Aussagetiefe. Sie entspricht damit den Ansprüchen an mittelmaßstäbige Bodenkarten. Die BK50 gliedert Niedersachsen in 6 Bodenregionen, 13 Bodengroßlandschaften und weiter in Bodenlandschaften. Diese bodenlandschaftlichen Aggregierungsstufen werden schrittweise maßstabsabhängig eingeblendet. Ab einem Maßstab von 1:128.000 werden auf dem NIBIS Kartenserver die Bodentypen der BK50 und damit die kleinräumigsten Kartiereinheiten angezeigt. Die Karte zeichnet sich u. a. durch eine hohe räumliche Differenzierung von Bodentypen, eine aktualisierte Moorverbreitung mit Berücksichtigung der Vererdungsstufen und Moorfolgeböden von Kulturböden (z. B. Tiefumbruch, Plaggenesch, Spittkulturböden, Marschhufenboden) sowie die Ausweisung kulturhistorisch bedeutsamer Flächen und regionaler Besonderheiten (z. B. Wurten, Deichlinien) aus. Mit der systematischen Anwendung der Deckschichtengliederung werden flachgründige Böden (Rendzinen, Ranker, flache Braunerden und Parabraunerden) genauer und räumlich differenzierter beschrieben. Die Bodenkarte enthält Angaben zur Leitbodenform und vergesellschafteten Bodenformen und ist nutzungsdifferenziert. Mit der Nutzungsdifferenzierung werden die Merkmale, Horizonte und Bodentypen an die jeweiligen Nutzungen angepasst. Betroffen davon sind z. B. die Oberbodenhorizonte, die Humusauflagen unter Wald, die Grundwasserstände und die Angaben zur Vernässung sowie ggf. die Bodenerosion unter Acker.

Bodenkarte von Niedersachsen 1 : 50 000 (WMS Dienst)

Die BK50 beschreibt die Verbreitung der Böden von Niedersachsen in hoher Auflösung und im aktuellen Wissenstand. Mit der Erstellung konnten zahlreiche Kenntnisse neu gewonnen und alte präzisiert werden. Es ist Anspruch und Ziel, die komplexen Zusammenhänge rund um den Boden für die Fachöffentlichkeit und den Laien fachlich korrekt, verständlich und transparent darzustellen. Die BK50 ist räumlich und inhaltlich eng mit anderen landesweit vorliegenden Kartenwerken bzw. Datenbanken abgestimmt. Ein einheitliches Regelwerk der Erstellung gewährleistet landesweit eine vergleichbare Qualität. Die BK50 hat mit 13.000 Legendeneinheiten und 196.000 Flächen eine große fachliche und räumliche Aussagetiefe. Sie entspricht damit den Ansprüchen an mittelmaßstäbige Bodenkarten. Die BK50 gliedert Niedersachsen in 6 Bodenregionen, 13 Bodengroßlandschaften und weiter in Bodenlandschaften. Diese bodenlandschaftlichen Aggregierungsstufen werden schrittweise maßstabsabhängig eingeblendet. Ab einem Maßstab von 1:128.000 werden auf dem NIBIS Kartenserver die Bodentypen der BK50 und damit die kleinräumigsten Kartiereinheiten angezeigt. Die Karte zeichnet sich u. a. durch eine hohe räumliche Differenzierung von Bodentypen, eine aktualisierte Moorverbreitung mit Berücksichtigung der Vererdungsstufen und Moorfolgeböden von Kulturböden (z. B. Tiefumbruch, Plaggenesch, Spittkulturböden, Marschhufenboden) sowie die Ausweisung kulturhistorisch bedeutsamer Flächen und regionaler Besonderheiten (z. B. Wurten, Deichlinien) aus. Mit der systematischen Anwendung der Deckschichtengliederung werden flachgründige Böden (Rendzinen, Ranker, flache Braunerden und Parabraunerden) genauer und räumlich differenzierter beschrieben. Die Bodenkarte enthält Angaben zur Leitbodenform und vergesellschafteten Bodenformen und ist nutzungsdifferenziert. Mit der Nutzungsdifferenzierung werden die Merkmale, Horizonte und Bodentypen an die jeweiligen Nutzungen angepasst. Betroffen davon sind z. B. die Oberbodenhorizonte, die Humusauflagen unter Wald, die Grundwasserstände und die Angaben zur Vernässung sowie ggf. die Bodenerosion unter Acker.

Bodenkarte BK 50 Landkreis Diepholz

Die BK 50 ist räumlich und inhaltlich eng mit anderen landesweit vorliegenden Kartenwerken bzw. Datenbanken (u. a. Geologischer Karte, Bodenschätzung, Forstlicher Standortskartierung, digitalen Höhenmodellen, historischen und aktuellen topographischen Karten sowie der Profil- und Labordatenbank) abgestimmt. Ein einheitliches Regelwerk der Erstellung gewährleistet landesweit eine vergleichbare Qualität. Die BK 50 hat mit 13.000 Legendeneinheiten und 196.000 Flächen eine große fachliche und räumliche Aussagetiefe. Sie entspricht damit den Ansprüchen an mittelmaßstäbige Bodenkarten. Die Karte zeichnet sich u. a. durch eine stärkere räumliche Differenzierung von Bodentypen (z. B. Podsole, Schwarzerden), eine aktualisierte Moorverbreitung mit Berücksichtigung der Vererdungsstufen und Moorfolgeböden von Kulturböden (z. B. Tiefumbruch, Plaggenesch, Spittkulturböden, Marschhufenboden) sowie die Ausweisung kulturhistorisch bedeutsamer Flächen und regionaler Besonderheiten (z. B. Wurten, Deichlinien) aus. Mit der systematischen Anwendung der Deckschichtengliederung werden flachgründige Böden (Rendzinen, Ranker, flache Braunerden und Parabraunerden) genauer und räumlich differenzierter beschrieben. Die Bodenkarte enthält Angaben zur Leitbodenform und vergesellschafteten Bodenformen und ist nutzungsdifferenziert. Mit der Nutzungsdifferenzierung werden die Merkmale, Horizonte und Bodentypen an die jeweiligen Nutzungen angepasst. Betroffen davon sind z. B. die Oberbodenhorizonte, die Humusauflagen unter Wald, die Grundwasserstände und die Angaben zur Vernässung sowie ggf. die Bodenerosion unter Acker.

Boden des Jahres 2013 ist der Plaggenesch

Boden des Jahres 2013 ist der Plaggenesch. Kennzeichen ist eine mehr als 40 cm, teils bis zu 150 cm mächtige humose Bodenschicht. Diese ist im Verlauf der über Jahrhunderte andauernden Plaggenwirtschaft als Folge immer wiederkehrender Bodenaufträge durch den Menschen entstanden.

Sonderthemen Projekte Flussgebietsmanagement EG WRRL WAgriCo Life Projekt Pilotgebiete Lager Hase: Pilotgebiet Lager Hase

Naturräumliche Einordnung Der Grundwasserkörper Hase-Lockergestein Rechts (Bezeichnung 36_05) ist ein Teileinzugsgebiet des Flussgebietes Ems. Das Gebiet liegt im Großraum des nord- und mitteldeutschen Lockergesteins und umfasst Naturräume des nord- und mitteldeutschen Mittelpleistozäns (Geestflächen) und der Niederungen im nord- und mitteldeutschen Lockergesteinsgebiet. Es liegt im Nord-Westen Niedersachsens in den Landkreisen Vechta, Cloppenburg, Osnabrück und Emsland. Die Gesamtfläche des Gebiets beträgt 1.419,7 km2. Der Grundwasserkörper Hase-Lockergestein-Rechts setzt sich aus den Teilräumen Sögeler Geest (295,3 km²), Cloppenburger Geest (499,7 km²), Dammer Berge (101,5 km²), Quakenbrücker Becken (470,7 km²) und Ems-Vechte-Niederung (52,6 km2) zusammen. In dem Pilotgebiet sind die nachstehenden Bodentypengruppen vertreten: Podsole (32,4 %), Plaggenesch (16,3 %), Gleye (16,0 %), Braunerden (13,1 %), Moorböden (6,4 %), Tiefumbruchböden (5,6 %), Pseudogleye (5,2 %), Parabraunerden (4,8 %) und Sonstige (0,2 %). Geologisch handelt es sich um ein Gebiet des quartären Lockergesteins. Das Pilotgebiet besteht zum Großteil aus der hydrogeologischen Region "Cloppenburger/Sögeler Geest". Dieses Gebiet, das etwas 20 – 40 m über NN liegt, weist sehr hohe Grundwasserneubildungsraten zwischen 150 und 350 mm auf. An dies morphologisch höher gelegene Geestgebiet grenzt im Südwesten das "Quakenbrücker Becken", ein Niederungsgebiet, das geprägt ist durch hohen Oberflächenabfluss aus Drainagen. Im Süd-Osten befinden sich die Dammer Berge, ein Endmoränengebiet mit NN-Höhen von bis zu 100 m. Lokale Versalzungen gibt es in der Umgebung von Quakenbrück im unteren Aquifer durch aufsteigende Tiefenwässer. Beim Grundwasserleiter handelt es sich um einen silikatischen Porengrundwasserleiter. Das maritime Klima ist durch ganzjährig gemäßigte Temperaturen und ausreichende Feuchtigkeit geprägt. Der Niederschlag in dem Pilotgebiet Hase-Lockergestein-Rechts beträgt im langjährigen Mittel rd. 700 - 750 mm, die mittlere Jahrestemperatur 9 – 10 °C. Landwirtschaftliche Nutzung In dem Pilotgebiet Hase-Lockergestein-Rechts dominiert die landwirtschaftliche Flächennutzung: ca. 1100 km2 der Gesamtfläche werden landwirtschaftlich genutzt – dies entspricht 77 % der Fläche. Die Forstfläche macht 14 % der Gesamtfläche aus. Von den landwirtschaftlich genutzten Flächen werden 80 % als Acker und 20 % als Grünland genutzt. In dem Pilotgebiet wirtschaften ca. 3.000 landwirtschaftliche Betriebe (Haupterwerb und Nebenerwerb), hiervon wirtschaften etwa 56 % im Haupterwerb und 44 % im Nebenerwerb. Die Betriebsgröße beträgt durchschnittlich 36 ha, die der Haupterwerbsbetriebe 53 ha und die der Nebenerwerbsbetriebe 15 ha. Die Differenzierung der Betriebe nach Betriebstypen (Schema Landesstatistik) stellt sich wie folgt dar: ca. 25 % Futterbaubetriebe, 24 % Veredelungsbetriebe, 18 % Viehhaltungsverbundbetriebe, 14 % Ackerbaubetriebe, 16 % Pflanzenbau/Viehhaltungsbetriebe, 2 % Gartenbaubetriebe und 1 % Pflanzenbauverbundbetriebe. (Quelle: NLW (2003) Betriebswirtschaftliche Ausrichtung vorläufige Auswertung sämtlicher Gemeinden im Grundwasserkörper Hase-Lockergestein-Rechts). Es gibt folgende typische Fruchtfolgen im Pilotgebiet: Mais – Getreide – Mais, Mais – Getreide – Getreide, Kartoffel (Raps) – Getreide – Getreide. In den Landkreisen Vechta und Cloppenburg waren im Jahre 1999 lt. Bodennutzungserhebung Niedersachsen 42 % der Ackerfläche mit Mais, 40 % mit Getreide, 5 % mit Raps, 5 % mit Kartoffeln und 8 % mit sonstigen Nutzungen bestellt. Diese Zahlen verdeutlichen insbesondere die Bedeutung des Maisanbaus im Pilotgebiet. Der Viehbesatz liegt bei ca. 2,5 GV/ha. Hiervon wird schätzungsweise Wirtschaftsdünger von 0,5 GV/ha in andere Regionen abgegeben. Belastungssituation Der Grundwasserkörper Hase-Lockergestein-Rechts ist hinsichtlich des Grundwassers in der Bestandsaufnahme wie folgt bewertet worden: Punktquellen: guter Zustand Menge: guter Zustand Diffuse Quellen: intensiver zu untersuchen. Die "Gesamtsignifikanzabschätzung diffuse Quellen" ergibt für den Grundwasserkörper das nachstehende Detailergebnis: Erstmalige Beschreibung Weitergehende Beschreibung Grundwasser- körper Emission * Immission 5) Emission ** pot.Nitrat-konzentration *** Klassifikation [kg N/ha*a] [mg NO3/l] [kg N/ha *a] [mg NO3 /l] 36_05 85 38 91 88 intensiver zu untersuchen *) Emission Erstmalige Beschreibung: (Summe N-Saldo + atm. N-Deposition - 15 kg N/ha Denitrifikation **) Emission Weitergehende Beschreibung: N – Saldo + atm. N-Deposition ***) Berücksichtigt Emission, Immobilisation, Denitrifikation und Gesamtabfluss (Quelle: Bericht 2005, Grundwasser, Betrachtungsraum NI02 – Mittlere Ems, Ergebnisse der Bestandsaufnahme) In dem Gebiet überwiegen landwirtschaftliche Betriebe mit intensiver Tierhaltung auf hoch austragsgefährdeten Böden, weshalb in Verbindung mit der intensiven Tierhaltung hohe Stickstoffausträge erwartet werden können. Entsprechende hohe Belastungen der Grundwassermessstellen wurden bisher nur in einigen Teilgebieten gefunden, relativ hohe Stickstoffgehalte weisen dagegen die Oberflächengewässer auf Trinkwassergewinnung In dem Pilotgebiet befinden sich die folgenden Trinkwassergewinnungsgebiete: • Wasserschutzgebiet Vechta-Holzhausen der Stadt Vechta mit einer Größe von 34,85 km² • Wasserschutz- und Wassergewinnungsgebiet Holdorf des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbandes (OOWV) mit einer Größe von insgesamt rd. 23,83 km². • Wasserschutzgebiet Vörden der Gemeinde Neuenkirchen-Vörden mit einer Größe von 5,42 km2 • Wassergewinnungsgebiet Wittefeld der Stadtwerke Osnabrück mit einer Größe von 20,09 km2 • Wassergewinnungsgebiet Haselünne des TAV Bourtanger Moors mit einer Größe von rd. 6,5 km2 • Wassergewinnungsgebiet Werlte des Wasserbeschaffungsverbandes Hümmling mit einer Größe von rd. 9,8 km2 Die Gesamtfläche der Wassergewinnungsgebiete beträgt rd. 100,49 km² - bezogen auf die Fläche des Pilotgebietes (1419 km²) handelt es sich um 7 ,1% der Fläche.

10 Jahre Boden des Jahres

Das Plakat zeigt die 10 Böden des Jahres: Schwarzerde, Fahlerde, Podsol, Braunerde, Kalkmarsch, Stadtboden, Vega, Niedermoor, Plaggenesch, Weinbergsboden.

Genese, Aufbau und Eigenschaften von Plaggeneschen in Nordwest-Rußland

Plaggenesche wurden durch jahrhunderte lange Plaggendüngung anthropogen geschaffen. Mit grundlegend verbesserten Bodeneigenschaften stellen sie eine landschafts- und kulturhistorische Urkunde dar. Ihr Verbreitungszentrum ist der saaleeiszeitlich geprägte Nordwesten Niedersachsens und die angrenzenden Niederlande mit einer östlichen Verbreitungsgrenze in der Altmark. Heute muß die Verbreitungsgrenze in Frage gestellt werden. In der russischen Literatur finden sich Hinweise auf aufgeplaggte Böden im Nordwesten und Norden des Landes. Im Gegensatz zu Westeuropa befinden sich die Plaggenesche dort in weichseleiszeitlich geprägten Gebieten der Podsol-Bodenzone. Obwohl diese Böden erwähnt sind und auch einige Angaben über Plaggenmaterial und Eschmächtigkeiten vorliegen, waren sie bisher nie Gegenstand systematischer bodenkundlicher Untersuchungen. In diesem Vorhaben soll deshalb eine grundlegende bodenkundliche Untersuchung der Böden - mit dem Focus auf die Region um St. Petersburg erfolgen, die das gesamte Spektrum morphologischer, physikalischer und chemischer Charaktereigenschaften umfassen soll. Darüber hinaus soll die Nutzungsgeschichte analysiert werden als auch mögliche Degradationserscheinungen durch die sowjetische Bodenbewirtschaftungspraxis.

Landschaftsrahmenplanung in Niedersachsen – Erfahrungsaustausch 2024 – Seminar an der Alfred Töpfer Akademie (NNA) – von Britta Apelt & Alexander Harms - Inform.d. Naturschutz Niedersachs. 43 (1) (1/24): 64-66

Inform.d. Naturschutz Niedersachs. 43. Jg. Nr. 1 64-66 Hannover 2024 Landschaftsrahmenplanung in Niedersachsen – Erfahrungsaustausch 2024 – Seminar an der Alfred Töpfer Akademie (NNA) – von Britta Apelt & Alexander Harms Der 11. Erfahrungsaustausch zur Landschaftsrahmenpla- nung fand am 30.01.2024 in bewährter Weise als Koope- rationsveranstaltung von NLWKN und NNA statt. Wegen des großen Interesses und der Vielzahl der aktuell mit der Landschaftsrahmenplanung befassten unteren Naturschutz- behörden und Planungsbüros wurde die Veranstaltung vom bisher genutzten Seminarraum in die Weiße Halle verlegt. Wie in den vergangenen Jahren war die Veranstaltung in drei Blöcke gegliedert. Im ersten Block wurden die Arbeitsschwerpunkte des NLWKN in seiner Funktion als Fachbehörde für Naturschutz im Bereich Landschaftsplanung dargestellt. Alexander Harms ging auf die Umsetzung des Niedersächsischen Landschaftsprogramms ein und berichtete über die kurz vor dem Abschluss stehenden Arbeiten an der Arbeitshilfe zur Biotopverbundplanung für die Landschaftsrahmenplanung. Außerdem berichtete er über die Absprachen zwischen NLWKN und Flurbereinigungsverwaltung zur Umsetzung landschaftsbezogener Ziele sowie zu den sich anbietenden Mitwirkungsmöglichkeiten der unteren Naturschutzbehörden. Britta Apelt informierte zum aktuellen Stand der Land- schaftsrahmenplanung1 im landesweiten Überblick und zum Stand neuer Fachgrundlagen sowie weiterer thema- tischer Arbeitshilfen, darunter die aktualisierte Karte der potenziell natürlichen Vegetation für Niedersachsen, die Methodik zur Auenabgrenzung und zum Umgang mit kohlenstoffreichen Böden für die Implementierung der 1 Programme Niedersächsische Gewässerlandschaften bzw. Niedersächsische Moorlandschaften in die Landschaftsrah- menplanung. Lennard Heidberg und Ulf Hesse gingen auf diese Teil- programme weiter ein und stellten u. a. dar, wie das Niedersächsische Moorinformationssystem (MoorIS) für die Landschaftsrahmenplanung genutzt werden kann. Außerdem thematisierten sie, welche Bedeutung der von der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) ent- wickelte „typspezi昀椀sche Flächenbedarf für die Entwicklung von Fließgewässern“ für die Landschaftsrahmenplanung entfaltet. In diesem Zusammenhang wurde auch dar- gestellt, dass künftig eine jährliche Auswertung des Flur- bereinigungsprogramms bezüglich Maßnahmenoptionen zur Umsetzung landesweiter Ziele der Moor- sowie der Gewässer- und Auenentwicklung erfolgen wird, die auch den unteren Naturschutzbehörden zur Verfügung gestellt werden soll. Im zweiten Block standen die Praxisberichte aus aktuel- len Landschaftsrahmenplan-Fortschreibungen der unteren Naturschutzbehörden und der beauftragten Planungsbüros im Fokus. Petra Thiele (Stadt Oldenburg) und Irmgard Peters (Planungsgruppe Umwelt) berichteten über die Fortschrei- bung des Landschaftsrahmenplans (LRP) der Stadt Olden- burg, die von politischer Ebene als Reaktion auf einen Leit- antrag von Fridays for Future veranlasst wurde und den LRP der Stadt hinsichtlich Klimaschutzbelangen ergänzen soll. www.nlwkn.niedersachsen.de/stand-lrp Abb. 1: Der Tagungsraum in der Weißen Halle (Foto: A. Harms) 64 Inform.d. Naturschutz Niedersachs. 1/2024 Abb. 2: Kohlenstoffreiche Böden im Stadtgebiet Oldenburg (LRP- Entwurf Stadt Oldenburg) (Vortragsfolie Peters/Thiele) Heinz Kosanke referierte als Vertreter des Heimatbundes Oldenburger Münsterland und ehemaliger UNB-Mitarbeiter über die Erfassung historischer Kulturlandschaftselemente und Kulturlandschaften im Landkreis Cloppenburg. Eine erste Erfassung fand bereits bei der Erstellung des LRP 1998 statt, die nun aktualisiert wurde, so dass neben den nach dem Landschaftsprogramm landesweit bedeutsamen histo- rischen Kulturlandschaften weitere von regionaler Bedeu- tung im LRP ergänzt werden. Abb. 3: Historische Kulturland- schaften in Karte 2 „Landschafts- bild“ des LRP Landkreis Cloppen- burg (Entwurf); kulturhistorische bedeutsame Biotoptypen Hei: Heide, Hu: Hudewald, Pl: Plaggenesch (Vortragsfolie Kosanke) Meike-Christiane Karl (Naturschutzbehörde) und Dr. Ka- rin Bardowicks (Wasserbehörde) gaben einen Einblick in die Arbeiten am LRP des Landkreises Lüchow-Danneberg. Naturräumlich stellt der Planungsraum wegen des Über- gangs vom atlantischen in den kontinentalen Bereich be- sondere Herausforderungen an die Planung, die sich u. a. in der überdurchschnittlich hohen Artenvielfalt zeigen. Inform.d. Naturschutz Niedersachs. 1/2024 Auch durch den Klimawandel bedingte Veränderungen des Wasserhaushalts scheinen sich im kontinentaleren Bereich schneller Bahn zu brechen, als bislang befürchtet, z. B. durch das sommerliche Trockenfallen von Gewässern. Der Landkreis plant ein Wasserversorgungskonzept zu erstellen, das auf die sich verändernden Bedingungen eingeht und eine thematische Schnittstelle zum LRP bildet. 65 Arten und Lebensräume, Bewertung Flora Abb. 4: Ausschnitt aus Karte 1 (Arten und Lebensräume) des LRP Landkreis Lüchow-Dannenberg (Entwurf); Grüntöne = Biotop- typenbewertung, Lila = Vogel- schutzgebiet, Schraffur orange/ rot = faunistisch wertvoll (Vortragsfolie Karl/Bardowicks) Im abschließenden Teil der Veranstaltung gaben Prof. Dr. Christian Albert und Malte Viergutz einen Einblick in aktu- elle wissenschaftliche Projekte am Institut für Umweltpla- nung der Leibniz Universität Hannover. Einen inhaltlichen Schwerpunkt bildeten ihre Ausführungen zur Gestaltung von Beteiligungsprozessen, zur Strategieentwicklung und zu räumlichen Szenarien, z. B. bei der Entwicklung von großen Fließgewässern. Ein weiteres Thema war eine ver- gleichende Untersuchung 13 aktueller niedersächsischer Landschaftsrahmenpläne zu strukturellen und inhaltlichen Unterschieden, die bei den verantwortlichen Stellen auf großes Interesse stieß. Abb. 5: Vergleich des inhaltlichen Umfangs der LRP-Kapitel aktueller niedersächsischer LRP (Vortragsfolie Albers/Viergutz) Wie bei den bisherigen Veranstaltungen zum Erfahrungs- austausch der niedersächsischen Akteure der Landschafts- rahmenplanung gab es vor dem Hintergrund der großen thematischen Bandbreite einen hohen Diskussionsbedarf, fachkundig moderiert von Dr. Janine Sybertz (NNA). Bei einigen der andiskutierten Themen wird es bei der Folge- veranstaltung 2025 möglicherweise Kenntnisstände geben, die weitergehende Schlüsse für die künftige Ausgestaltung der LRP ermöglichen, z. B. welche Bedeutung die Verlage- rung des Artenschutzrechtes von der Genehmigungsebene auf die Planungsebene erlangen wird oder wie der XPla- nungs-Standard für die niedersächsischen LRP zielgerichtet umgesetzt werden kann. 66 Britta Apelt, Alexander Harms NLWKN – Landschaftsplanung, Beiträge zu anderen Planungen Göttinger Chaussee 76 A, 30453 Hannover britta.apelt@nlwkn.niedersachsen.de alexander.harms@nlwkn.niedersachsen.de Inform.d. Naturschutz Niedersachs. 1/2024

Zur Denitrifikation in der ungesaettigten Zone verschiedener Boeden

Ziel der Untersuchung ist es, festzustellen, ob denitrifizierende Bakterien in der ungesaettigten Zone vertreten sind, und zu versuchen, Aussagen ueber ihre Aktivitaet zu machen. Dazu wurden Flaechen unterschiedlicher Nutzung und Bodeneigenschaften ausgewaehlt. An drei Standorten werden in regelmaessigen Abstaenden 2 Jahre lang Bodenproben entnommen: 1. eine Flaeche mit intensivem Gemueseanbau auf maechtigem Loess, Bodentyp Parabraunerde, Beprobungstiefe 16 m; 2. ein Acker (Fruchtfolge Mais - Weizen - Gerste) auf bis zur GWO ca 3 m maechtigen Sanden, Bodentyp Plaggenesch; 3. unmittelbar benachbart zu 2. ein Waldstandort mit ansonsten gleichen Bodenverhaeltnissen wie 2. Die gewonnenen Proben werden untersucht auf Nitrat- und Wassergehalt zur Erfassung der Nitratverlagerung und zur gemeinsamen Interpretation mit den mikrobiologischen Ergebnissen. In den mikrobiologischen Untersuchungen wird die potentielle Aktivitaet von Denitrifikanten, Eisenreduzierern, Clostridien, Nitratammonifikanten, Nitrifikanten und die Gesamtkeimzahl durch Keimzahlbestimmungen (Anreicherungskultur, Fluessignaehrmedien, Auswertung mit MPN-Methode nach de MAN) erfasst.

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