Erweiterungsbau aus Holz an Freier Waldorfschule Kastellaun wird mit 100.000 Euro über das Klimabündnis Bauen gefördert „Rund die Hälfte des weltweiten Rohstoffverbrauchs und etwa 40 Prozent aller CO2-Emissionen fallen im Bausektor an. Es ist deshalb besonders wichtig, dass wir in diesem Bereich eine Wende hin zu mehr Nachhaltigkeit und effizienterer Ressourcennutzung schaffen. Der neue dreigeschossige Erweiterungsbau der Freien Waldorfschule Kastellaun kombiniert den Anspruch, einer steigenden Anzahl an Schülerinnen und Schülern räumlich gerecht zu werden mit einer nachhaltigen Holzbauweise, die durch eine besonders angenehme Atmosphäre auch das Wohlbefinden und die Kreativität während des Unterrichts steigern soll. Als Referenzprojekt für zukünftige Vorhaben setzt das Gebäude neue Maßstäbe für nachhaltigen, wirtschaftlichen und kreislauffähigen Holzbau“, sagte Klimaschutzministerin Katrin Eder anlässlich einer Förderung für das Projekt in Höhe von 100.000 Euro über das Klimabündnis Bauen. Das Erd- und Obergeschoss sowie die überdachten Bereiche des Gebäudes werden komplett in Vollholz gebaut. Zudem erhält das Gebäude ein begrüntes Flachdach. Im Erweiterungsbau entstehen neue moderne Klassenzimmer, ein Mehrzweckraum, eine großzügig überdachte Pausenhalle sowie ein Raum für bildende Kunst. Bianca Dörrheide, Geschäftsführerin der Freien Waldorfschule Kastellaun, sagte: „Mit unserem Erweiterungsbau setzen wir ein klares Zeichen: Modernes Bauen und kon-sequenter Klimaschutz gehören untrennbar zusammen. Durch die innovative, zirkulä-re Massivholzbauweise schaffen wir nicht nur ein ökologisches Vorbildprojekt, sondern vor allem dringend benötigten Raum für unsere Schulgemeinschaft. In den neuen, lichtdurchfluteten Räumen entsteht ein inspirierendes pädagogisches Umfeld, das Kreativität und Wohlbefinden fördert und in jeder Hinsicht den Werten von morgen entspricht.“ Für das Bauvorhaben werden insgesamt 2,1 Millionen Euro aufgewendet. Als sogenanntes „Nachhaltiges Gebäude Plus“ hat das Gebäude sehr geringe Treibhausgas-Emissionen und es werden schadstofffreie Materialien eingesetzt. Das Projekt ist das erste Schulgebäude in dieser Größenordnung, das ein zirkuläres Massivholzkonstruktionssystem einsetzt, das ganz ohne Metall und Kleber auskommt. Die Holzwände werden nur mit Holz-Holz-Verbindungen zusammengehalten. Geschossdecken und Dach bestehen aus einer einfachen, rückbaubaren Holzbalkenlage – die Dämmung des Gebäudes wird ausschließlich aus natürlichen, nachwachsenden und kompostierbaren Rohstoffen wie Holzfaser oder Zellulose hergestellt. Beim Bau kommen Hölzer verschiedener Baumarten zum Einsatz: Für die tragenden Konstruktionshölzer werden überwiegend Nadelhölzer wie Fichte und Tanne verwendet. Die Außenfassade wiederum wird aus Lärche gefertigt und die Holzfedern im Vollholzwandsystem aus Buche. Die insgesamt rund 550m3 Holz stammen allesamt aus der Region und sind FSC-, PEFC- oder gleichwertig zertifiziert. Innerhalb der Holzwerk- und Dämmstoffe können mehr als 380 Tonnen CO2 gespeichert werden. „Besonders beeindruckend ist die Zirkularität des Gebäudes: Am Ende seiner Nutzungsdauer kann es fast vollständig zerlegt und die Materialien wiederverwendet oder natürlich abgebaut werden. Dadurch bleibt das Gebäude modular und langfristig erweiterbar“, zeigte sich Katrin Eder begeistert. Hintergrund zu Projekten des „Klimabündnis Bauen“ Seit der Beschlussfassung durch den Ministerrat am 24. Mai 2022 über das Konzept „Klimabündnis Bauen in Rheinland-Pfalz – nachwachsende und kreislaufeffiziente Rohstoffe stärken“ wurden nachstehende Projekte über dieses Programm durch das Klimaschutzministerium finanziell unterstützt (Stand 18. November 2025): Forschungsprojekte zur Stärkung der Verwendung nachwachsender Rohstoffe Im Bereich der Forschung wurden insgesamt sieben Forschungsprojekte finanziell mit über zwei Millionen Euro unterstützt: * „Erstellung eines Bauwerks mit einem neuartigen Tragsystem aus Eichenschwachholz“ (Hochschule Trier) * „HIVE HOME“ (Hochschule Koblenz) * „Kreislaufeffizientes Bauen mit Holz/Re-Use-Holzbauelemente“ (Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau) * „Gewachsene Dorfstrukturen stärken – Aufwertung der Bausubstanz mit Methoden der seriellen Sanierung“ (Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau) * „Reversibler Holzmodulbau in einer Bestandshalle“ – Landesgartenschau 2027 (Stadt Neustadt an der Weinstraße) * „PV-Parkplatzüberdachung aus acetylierter Buche“ – Landesgartenschau 2027 (Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau) * Bauen mit Lehm und Eichenholz (Fachwerk 2.0, „TiCO“) (Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau) Machbarkeitsstudien Eine Machbarkeitsstudie ist eine systematische Voruntersuchung, die prüft, ob ein Sanierungsvorhaben technisch, wirtschaftlich, rechtlich und organisatorisch realisierbar ist. Sie dient als Entscheidungsgrundlage für den Bauherren, bevor detaillierte Planungen beginnen: * „Machbarkeitsstudie über die energetische und serielle Sanierung der Skatehalle in Trier“ (Stadt Trier) * „Machbarkeitsstudie über die serielle Sanierung des St.-Willibrord-Gymnasiums in Bitburg“ (Kreisverwaltung des Eifelkreises Bitburg-Prüm) * „Machbarkeitsstudie über die serielle Sanierung und evtl. Erweiterung der Kindertagesstätte in der Gemeinde Morscheid (Verbandsgemeinde Ruwer) „Leuchtturmprojekte“ des Holzbaus Ein weiterer Schwerpunkt vom Klimabündnis besteht in der Förderung von hoch innovativen und musterhaften Holzbauten, die Vorbildcharakter für den modernen Holzbau haben. Insgesamt wurden rund 2,55 Millionen Euro an Förderung an folgende Projekte ausgereicht: * „Neubau von drei Feuerwehrhäusern als Systembaukasten mit regionalem Holz in den Gemeinden Börrstadt, Breunigweiler und Steinbach“ (Verbandsgemeinde Winnweiler) * „Mörs:DORF - Neubau eines generationsübergreifenden Dorfzentrums in Holzbauweise als Begegnungs- und Lernort in der Gemeinde Mörsdorf“ (Verbandsgemeinde Kastellaun) * „Bau einer Wetterschutzhütte“ als Ergebnis eines Studierendenwettbewerbs im Forstamt Westrich“ * „Nachhaltige Sanierung der Dachlandschaft der Grundschule in der Gemeinde Essenheim” (Verbandsgemeinde Nieder-Olm) * „Neubau multifunktionaler Forsthof in Annweiler mit Kastanienhybridträgern“ (Trifels Natur GmbH) * „Neubau eines Gesundheitszentrums in Holz in Bad Kreuznach“ (Unternehmen Enk Verwaltung GmbH/Langenlonsheim) * „Bau von innovativen Fahrzeughallen in Holz-Beton-Hybridbauweise für die Betriebsfahrzeuge der Stadtwerke und der Stadt Trier im Energie- und Technikpark“ (Stadtwerke Trier) * „Neubau eines vierstöckigen energieeffizienten Verwaltungsgebäudes aus Holz in Ingelheim“ (Kreisverwaltung Mainz-Bingen) * „Neubau einer Interimsschule für das Regino-Gymnasium Prüm in demontierbarer Holz-Modulbauweise“ (Kreisverwaltung des Eifelkreises Bitburg-Prüm) * „Neubau eines Aussichtsturms auf dem Idarkopf bei Stipshausen“ (Verbandsgemeinde Herrstein-Rhaunen) * „Sanierung der Fassade und energetische Komplettsanierung der Grundschulturnhalle in der Gemeinde Körperich“ (Verbandsgemeinde Südeifel) * „Neubau von zwei Feuerwehrgerätehäusern in modularer Holzbauweise als Prototyp in den Gemeinden Palzem und Lampaden“ (Verbandsgemeinde Saarburg-Kell) * Neubau einer multifunktionalen Begegnungsstätte aus Holz in der Stadt Rheinböllen (Rhein-Hunsrück-Kreis) Öffentlichkeitsarbeit: Eine weitere wichtige Säule des Klimabündnisses ist die Vermittlung von Wissen an die verschiedenen Zielgruppen zur Steigerung des klimafreundlichen Bauens. Dafür wurde unter anderem eine eigene Homepage aufgebaut und verschiedene Veranstaltungen finanziell unterstützt: * „Westerwälder Holztage 2025“ in Oberhonnefeld-Gierend * Zweitägiges Fachsymposium zum Thema „Kommunales Bauen, Serielles Sanieren und kostengünstiges Bauen mit Holz“ in Saarburg und Konz * Preisverleihung „Holzbaupreis Rheinland-Pfalz 2024“ in Mainz * „7. Trierer Waldforum – Auf dem Holzweg!? Mit Holznutzung und verstärktem Holzbau unterwegs zu mehr Klimaschutz und gesunden Wäldern“ in Trier * Beteiligung am Forum Bois Construction 2025 und 2026 in Paris Außerdem setzt sich das Klimabündnis für die Umsetzung des eingeführten Umweltlabels „Holz von Hier®“ ein. Weitere Informationen zum Klimabündnis Bauen finden Sie unter klimabuendnis-bauen.rlp.de <https://klimabuendnis-bauen.rlp.de>
Im Leitfaden werden Anforderungen und Rahmenbedingungen für die Klimaschutzsiedlungen dargestellt. Der Leitfaden entstand im Rahmen der nordrhein-westfälischen Energie- und Klimaschutzstrategie.
Das interdisziplinäre Vorhaben verschränkt technisch-ökonomische, informationstechnische, klimatische sowie ökologische und gesellschaftlich-soziale Perspektiven auf die Energiewende. Ziel ist die Entwicklung eines ganzheitlichen Modells und einer Methodik für die Umsetzung nachhaltiger, robuster Energiesysteme, die gesellschaftlich-soziale Faktoren (Nutzerwahrnehmung von Energiesystemen) systematisch in den technisch-ökonomischen und technisch-informatorischen Prozess der Identifizierung, Planung und Realisierung von Energieszenarien integriert. Ausgehend von einem ökologisch normativen und technisch-epistemisch bestimmten Lösungsraum werden akzeptanzrelevante Faktoren in ihrem Zusammenspiel und ihrer zeitlichen Veränderung erfasst, bewertet und modelliert. Der Einbezug gesellschaftlichen Wissens erfolgt über drei Datenzugänge und ihrer Triangulation: die empirische Beschreibung und Modellierung kognitiv-affektiver Einstellungen, die Analyse von Meinungsbildungsprozessen im Internet (Social Media) sowie eine ökologisch- klimatologische Bewertung. Die Ergebnisse werden auf Zielszenarien bezogen (Zukunftsvisionen der Energiewende), die vorab anhand der Bewertung von Chancen und Risiken bestehender Energiekonzepte aufgestellt wurden. Mittels Conjoint-Analysen für diese Szenarien werden potentielle Trade-offs ermittelt -Faktorenkonstellationen für eine zumindest hinnehmende Akzeptanz- und die Ergebnisse in die Entwicklung technisch-ökonomischer Transformationsprozesse integriert. Basierend auf der Modellierung von Transformationsprozessen, die technisch-ökonomische und gesellschaftlich-soziale Perspektiven auf die Energiewende zusammenführen, werden Empfehlungen für Politik und Entscheider in Wirtschaft und Praxis sowie die kommunikative Begleitung partizipativ orientierter Transformationsprozesse abgeleitet. Bislang liegt kein derartiger ganzheitlicher Modellansatz für das komplexe gesellschaftliche Problem der nach-haltigen Entwicklung von Energietechnik vor, der technische, ökologische und ökonomische Aspekte berücksichtigt, gleichzeitig gesellschaftlich-soziale Facetten als Steuerungselemente einbezieht und damit eine belastbare Methodik zur gesellschafts-verträglichen Ausgestaltung der Energiewende für die Unterstützung nachhaltiger Entscheidungsprozesse bereitstellt.
Die Auswertungskarte „Natürliche Ertragsfähigkeit landwirtschaftlich genutzter Böden“ wird aus der Acker- bzw. Grünlandzahl der Bodenschätzung abgeleitet. Die Kasseneinteilung erfolgt nach „Umweltministerium Baden-Württemberg (1995): Bewertung von Böden nach ihrer Leistungsfähigkeit, Leitfaden für Planungen und Gestattungsverfahren, Luft, Boden, Abfall“, Heft 31, S. 14, Methode 5.1.3 „Standort für Kulturpflanzen“. Die Karte gibt Hinweise, welche Standorte sich aufgrund ihrer hohen Ertragsfähigkeit besonders für die landwirtschaftliche Nutzung eignen. Der Referenzmaßstab dieser Karte ist 1:25.000. Die Flächenaussagen dieser Karte sind beim Hineinzoomen nur bis zu einem Maßstab 1:10.000 fachlich vertretbar.
Die Auswertungskarte „Wasserrückhaltevermögen bei Niederschlagsereignissen 1:25.000“ zeigt für jede als Forst/Nicht-Forst nutzungsdifferenzierte Legendeneinheit der Übersichtsbodenkarte 1:25.000 (ÜBK25) das mittlere Wasserrückhaltevermögen bei Niederschlägen. Die Ableitung und Klassen sind angelehnt an „Umweltministerium Baden-Württemberg (1995): Bewertung von Böden nach ihrer Leistungsfähigkeit, Leitfaden für Planungen und Gestattungsverfahren, Luft, Boden, Abfall“, Heft 31, S. 25, Methode 5.2.4 „Ausgleichskörper im Wasserkreislauf“. Jeder Bodenhorizont ist einer Horizontgruppe (Auflage, Oberboden, Unterboden und Untergrund) nach „LABO Bund/Länder Arbeitsgemeinschaft Bodenschutz, Hintergrundwerte für anorganische und organische Stoffe in Böden (2017)“ zugeordnet. Bei Bedarf ist eine Auswertung der Kennwerte auf Horizontgruppenebene möglich. Der Referenzmaßstab dieser Karte ist 1:25.000. Die Flächenaussagen dieser Karte sind beim Hineinzoomen nur bis zu einem Maßstab 1:10.000 fachlich vertretbar.
Bodenentsiegelung beinhaltet den Um- oder Rückbau vorhandener Versiegelungsmaterialien, sodass der anstehende Boden wieder freigelegt und rekultiviert wird. Durch fachgerecht durchgeführte Entsiegelungsmaßnahmen können die natürlichen Bodenfunktionen zumindest teilweise wiederhergestellt werden. Dies hat positive Auswirkungen auf den Naturhaushalt und kann wichtige Beiträge zur Anpassung an den Klimawandel leisten, z.B. durch eine Stärkung des Wasserrückhalts bei Starkregenereignissen oder durch gut mit (Boden-)Wasser versorgte Vegetation, die zur Kühlung der Umgebung beiträgt. Als Grundsatz für Entsiegelungsmaßnahmen sollte gelten, dass daraus keine nachteiligen Auswirkungen für Mensch und Umwelt resultieren dürfen und gleichzeitig ein möglichst großer positiver Effekt erzielt wird. Deshalb sind bei der Planung von Entsiegelungsmaßnahmen frühzeitig u.a. Belange des Grundwasserschutzes und des vorsorgenden Bodenschutzes zu berücksichtigen. Beim LBEG liegen umfangreiche geowissenschaftliche Fachdaten vor, die hierfür herangezogen werden können. In den Geoberichten 14 und 52 hat das LBEG hierzu zudem umfangreiche fachliche Informationen bereitgestellt. Die Karte „Geowissenschaftliche Fachdaten zur Planung von Entsiegelungsmaßnahmen“ zeigt Daten, die besonders relevant für die Planung von Entsiegelungsmaßnahmen sein können. Dies beinhaltet z.B. Informationsebenen, die Hinweise zur Versickerungsfähigkeit des Untergrunds oder Herausforderungen beim Bodenmanagement aufgrund von Bodenbelastungen geben, ebenso wie mögliche Einschränkungen für die Ausgestaltung von Entsiegelungsmaßnahmen, wie z.B. hoch anstehendes Grundwasser oder Informationen zu naheliegenden Erdfällen. Dazu kommen Auswertungen, welche die Grundlage für die Einschätzung von positiven Effekten der Entsiegelungsmaßnahme bieten. Die Methodik ist dokumentiert in: Stadtmann, R., Kirchner, A., Bug, J., Adrian, Y., Elbracht, J., Fleer, M., Hammerschmidt, U., Lietzow, A., Reinartz, H., Engel, N. (2025): Geowissenschaftliche Fachdaten zur Planung von Entsiegelungsmaßnahmen. Geofakten 51, Hannover
Bodenentsiegelung beinhaltet den Um- oder Rückbau vorhandener Versiegelungsmaterialien, sodass der anstehende Boden wieder freigelegt und rekultiviert wird. Durch fachgerecht durchgeführte Entsiegelungsmaßnahmen können die natürlichen Bodenfunktionen zumindest teilweise wiederhergestellt werden. Dies hat positive Auswirkungen auf den Naturhaushalt und kann wichtige Beiträge zur Anpassung an den Klimawandel leisten, z.B. durch eine Stärkung des Wasserrückhalts bei Starkregenereignissen oder durch gut mit (Boden-)Wasser versorgte Vegetation, die zur Kühlung der Umgebung beiträgt. Als Grundsatz für Entsiegelungsmaßnahmen sollte gelten, dass daraus keine nachteiligen Auswirkungen für Mensch und Umwelt resultieren dürfen und gleichzeitig ein möglichst großer positiver Effekt erzielt wird. Deshalb sind bei der Planung von Entsiegelungsmaßnahmen frühzeitig u.a. Belange des Grundwasserschutzes und des vorsorgenden Bodenschutzes zu berücksichtigen. Beim LBEG liegen umfangreiche geowissenschaftliche Fachdaten vor, die hierfür herangezogen werden können. In den Geoberichten 14 und 52 hat das LBEG hierzu zudem umfangreiche fachliche Informationen bereitgestellt. Die Karte „Geowissenschaftliche Fachdaten zur Planung von Entsiegelungsmaßnahmen“ zeigt Daten, die besonders relevant für die Planung von Entsiegelungsmaßnahmen sein können. Dies beinhaltet z.B. Informationsebenen, die Hinweise zur Versickerungsfähigkeit des Untergrunds oder Herausforderungen beim Bodenmanagement aufgrund von Bodenbelastungen geben, ebenso wie mögliche Einschränkungen für die Ausgestaltung von Entsiegelungsmaßnahmen, wie z.B. hoch anstehendes Grundwasser oder Informationen zu naheliegenden Erdfällen. Dazu kommen Auswertungen, welche die Grundlage für die Einschätzung von positiven Effekten der Entsiegelungsmaßnahme bieten. Die Methodik ist dokumentiert in: Stadtmann, R., Kirchner, A., Bug, J., Adrian, Y., Elbracht, J., Fleer, M., Hammerschmidt, U., Lietzow, A., Reinartz, H., Engel, N. (2025): Geowissenschaftliche Fachdaten zur Planung von Entsiegelungsmaßnahmen. Geofakten 51, Hannover
Bodenentsiegelung beinhaltet den Um- oder Rückbau vorhandener Versiegelungsmaterialien, sodass der anstehende Boden wieder freigelegt und rekultiviert wird. Durch fachgerecht durchgeführte Entsiegelungsmaßnahmen können die natürlichen Bodenfunktionen zumindest teilweise wiederhergestellt werden. Dies hat positive Auswirkungen auf den Naturhaushalt und kann wichtige Beiträge zur Anpassung an den Klimawandel leisten, z.B. durch eine Stärkung des Wasserrückhalts bei Starkregenereignissen oder durch gut mit (Boden-)Wasser versorgte Vegetation, die zur Kühlung der Umgebung beiträgt. Als Grundsatz für Entsiegelungsmaßnahmen sollte gelten, dass daraus keine nachteiligen Auswirkungen für Mensch und Umwelt resultieren dürfen und gleichzeitig ein möglichst großer positiver Effekt erzielt wird. Deshalb sind bei der Planung von Entsiegelungsmaßnahmen frühzeitig u.a. Belange des Grundwasserschutzes und des vorsorgenden Bodenschutzes zu berücksichtigen. Beim LBEG liegen umfangreiche geowissenschaftliche Fachdaten vor, die hierfür herangezogen werden können. In den Geoberichten 14 und 52 hat das LBEG hierzu zudem umfangreiche fachliche Informationen bereitgestellt. Die Karte „Geowissenschaftliche Fachdaten zur Planung von Entsiegelungsmaßnahmen“ zeigt Daten, die besonders relevant für die Planung von Entsiegelungsmaßnahmen sein können. Dies beinhaltet z.B. Informationsebenen, die Hinweise zur Versickerungsfähigkeit des Untergrunds oder Herausforderungen beim Bodenmanagement aufgrund von Bodenbelastungen geben, ebenso wie mögliche Einschränkungen für die Ausgestaltung von Entsiegelungsmaßnahmen, wie z.B. hoch anstehendes Grundwasser oder Informationen zu naheliegenden Erdfällen. Dazu kommen Auswertungen, welche die Grundlage für die Einschätzung von positiven Effekten der Entsiegelungsmaßnahme bieten. Die Methodik ist dokumentiert in: Stadtmann, R., Kirchner, A., Bug, J., Adrian, Y., Elbracht, J., Fleer, M., Hammerschmidt, U., Lietzow, A., Reinartz, H., Engel, N. (2025): Geowissenschaftliche Fachdaten zur Planung von Entsiegelungsmaßnahmen. Geofakten 51, Hannover
Zielsetzung: Körperschallanregungen durch technische Anlagen oder Trittschall werden im Holzbau aufgrund des geringen Eigengewichts als besonders störend wahrgenommen. PIRMIN JUNG setzt daher in vielen Projekten die Holz-Beton-Verbunddecke ein, die aufgrund der hohen Masse einen guten Schallschutz aufzeigt. Jedoch wird mit Einbringen von Beton auch das Treibhausgaspotenzial von mehr als 100 kgCO2-eq/m²Decke im Vergleich zu Holzbalken- oder Massivholzdecken deutlich erhöht und gleichermaßen ist dessen Rückbaubarkeit bzw. Recyclingfähigkeit erschwert. Im Rahmen des DBU-Projektes entwickeln PIRMIN JUNG und das FG-Bauphysik der RPTU deshalb erstmalig ökologisch und bauphysikalisch optimierte Deckenkonstruktionen für mehrgeschossige Gebäude, die ohne die Verwendung von Frischbetonen oder gebundenes Schüttmaterial auskommen und trotzdem einen hinsichtlich der Bauakustik angenehmen Wohnkomfort bieten sollen. Der Modellcharakter des neuen Lösungsweges besteht aus den folgenden Punkten: - Entwicklung von Deckenaufbauten unter Verwendung rückbaubarer, recycelter und ökologischer Deckenbeschwerungen, - Überprüfung der Deckenaufbauten im Hinblick der tieffrequenten Schallübertragung von Körperschall (Trittschall, technische Anlagen), - Erweiterung der Datengrundlage von Bauteilen in Holzbauweise im mehrgeschossigen Wohnungsbau und - Entwicklung eines Planungstools zur Anpassung der neu entwickelten Holzdecken an verschiedene akustische Situationen. In Summe soll der Schallschutz von Holzkonstruktionen mit Hilfe der neuen ökologischen Deckengestaltung deutlich erhöht werden, um die Akzeptanz des Holzbaus insgesamt zu steigern und den bestehenden Nachteil des geringen tieffrequenten Schallschutzes im Vergleich zur Massivbauweise zu beseitigen. Zudem soll durch geeignete Gestaltung der Deckenkonstruktion das Treibhausgaspotenzial der Holzdecke auf unter 80 kgCO2-eq/m²Decke gesenkt werden, bei gleichzeitiger Verbesserung des bauakustischen Verhaltens und der sortenreinen Rückbaubarkeit.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 790 |
| Europa | 1 |
| Kommune | 11 |
| Land | 53 |
| Weitere | 19 |
| Wirtschaft | 10 |
| Wissenschaft | 225 |
| Zivilgesellschaft | 43 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 766 |
| Text | 50 |
| unbekannt | 11 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 54 |
| Offen | 773 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 818 |
| Englisch | 108 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Archiv | 1 |
| Bild | 6 |
| Datei | 5 |
| Dokument | 31 |
| Keine | 509 |
| Unbekannt | 2 |
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| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 452 |
| Lebewesen und Lebensräume | 639 |
| Luft | 342 |
| Mensch und Umwelt | 827 |
| Wasser | 309 |
| Weitere | 813 |