Insbesondere weiche, hygroskopische, fein- und feinstkoernige Schuettgueter besitzen stark kohaesive Eigenschaften. Eine Vielzahl von Problemen des Schuettguthandlings- und transportes lassen sich damit erklaeren. Beispielsweise weisen Filterstaeube und Kalkhydrat ein sehr schlechtes Fliessverhalten auf, so dass bei langzeitiger Druckbelastung Verfestigungen auftreten, die zu Ausflussbehinderungen in den Silos fuehren. Ungleichmaessiger Schuttguteintrag in das nachgeschaltete System mit allen Konsequenzen fuer den Prozessablauf sind die moegliche Folge. Gegenstand der Untersuchungen war deshalb die Entwicklung und Adaption eines stetigen Foerdersystems fuer Abfallschuettgueter, das individuell fuer kleine, aber auch fuer grosse Stoffstroeme geeignet ist. Insbesondere wurde mit der errichteten Versuchsanlage der Nachweis gefuehrt, dass es tatsaechlich gelingt, auch kleine Stoffstroeme im Dichtstrom stetig und quasimassekonstant zu foerdern. Das Verhalten beinhaltete neben den rein verfahrenstechnischen Arbeiten zur Planung und zum Aufbau eines derartigen Foerdersystems auch umfangreiche Untersuchungen zur Charakterisierung von Abfallschuettguetern. Dabei wurden neben granulometrischen, physikalischen und brennstofftechnischen Parametern auch das Fliessverhalten der Schuettgueter naeher spezifiziert.
Beim Abteufen von Schaechten mittlerer Durchmesser erscheint der Einsatz von Vollschnittmaschinen eine besonders wirtschaftliche Verfahrensvariante zu sein. Basierend auf einem Prototyp der Turmag GmbH soll eine Weiterentwicklung dieses Grosslochbohrgeraetes vorgenommen werden. Besondere Entwicklungsschwerpunkte bilden hierbei die Optimierung der Energieuebertragung, die Auswahl der Sensorik zur Maschinensteuerung und -ueberwachung, die Foerdereinrichtung, die Auslegung der Schneidgeometrie an den Bohrkoepfen sowie die Detailkonstruktion stark belasteter Bauteile. Die optimierte Vollschnittmaschine soll unter anderem zum Grosslochbohren im Salzgestein eingesetzt werden.