[Redaktioneller Hinweis: Die folgende Beschreibung ist eine unstrukturierte Extraktion aus dem originalem PDF] IMPFREPORT
RHEINLAND-PFALZ
Ergebnisse der Schuleingangsuntersuchungen 2009
Mainzer Straße 112
56068 Koblenz
poststelle@lua.rlp.de
www.lua.rlp.de
Inhalt
Autoren
Florian Burckhardt
Dr. Elke Mertens
Dr. Jürgen Rissland
Herausgeber
Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz
Mainzer Straße 112
56068 Koblenz
Layout
Achim Ginkel
Bildnachweis
Robert Koch-Institut: „Masernviren unter dem Elektronenmikroskop“ Titelseite, ...
Wikimedia Commons: „Landkreise und kreisfreie Städte in Rheinland-Pfalz“ Seite 38
Ein herzliches Dankeschön an alle Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter in den Gesundheitsämtern für ihren unermüdlichen Einsatz!
Dezember 2010
Hintergrund................................................................................................................................................... 4
Methoden....................................................................................................................................................... 5
Ergebnisse...................................................................................................................................................... 6
Datenübermittlung...................................................................................................................................... 6
Vorgelegte Impfausweise............................................................................................................................ 6
Poliomyelitis.................................................................................................................................................. 8
Tetanus..........................................................................................................................................................10
Diphtherie.....................................................................................................................................................12
Pertussis........................................................................................................................................................ 14
Haemophilus influenzae Typ b (Hib)...................................................................................................... 16
Hepatitis B....................................................................................................................................................18
Masern.......................................................................................................................................................... 20
Mumps.......................................................................................................................................................... 22
Röteln............................................................................................................................................................24
Sonstige Impfungen: Varizellen............................................................................................................... 26
Sonstige Impfungen: Pneumokokken..................................................................................................... 26
Sonstige Impfungen: Meningokokken.................................................................................................... 26
Individuelle Impfabdeckung..................................................................................................................... 27
Diskussion.................................................................................................................................................... 29
Ausblick........................................................................................................................................................ 31
STIKO-Impfkalender.................................................................................................................................. 32
Literatur........................................................................................................................................................ 34
Anhang......................................................................................................................................................... 35
Abkürzungen................................................................................................................................................35
Alle Zahlen auf einen Blick....................................................................................................................... 36
Kartenlegende Landkreise und kreisfreie Städte..................................................................................38
3
Hintergrund
Der Schutz der Gesundheit seiner Bürger ist
eine der wichtigsten Aufgaben des Staates
und umfasst unter anderem den Schutz vor In-
fektionskrankheiten. Diese konnten im letzten
Jahrhundert dramatisch zurückgedrängt wer-
den. Neben verbesserter Hygiene, insbeson-
dere bei der Trinkwasserversorgung und der
Entdeckung der Antibiotika waren dafür vor
allem die Schutzimpfungen breiter Bevölke-
rungsschichten die Grundlage.
von der WHO auf 2015 verschoben (3). Leider
zeigt sich insbesondere beim Impfen gegen
Masern eine Vielzahl von Problemen, welche
oft stellvertretend für alle Schutzimpfungen
gelten. Viele Eltern fragen sich, warum sie ihr
gesundes Kind gegen harmlose Kinderkrank-
heiten spritzen lassen sollen, wenn doch Freun-
de und zum Teil auch Mediziner vor Nebenwir-
kungen der Impfung warnen. Außerdem sei
Deutschland doch poliofrei, Röteln für Jungen
harmlos und die Hepatitis-B Infektionsgefahr
für Kinder sehr gering?
Weltweit infizierten sich noch 1950 jährlich
etwa 50 Millionen Menschen mit Pocken, bis
zu 30% verstarben daran (1). Die Weltgesund-
heitsorganisation WHO konnte im Jahr 1980
nach Jahrzehnten konsequenter, weltweiter
Impfkampagnen die Welt für pockenfrei erklä-
ren. Eine weitere Geißel der Menschheit, die
Kinderlähmung, ist nur noch in vier Ländern
endemisch. Europa ist im Jahr 2002 dank kon-
tinuierlicher Impfbemühungen von der WHO
als poliofrei zertifiziert worden.
Eine Eradikation von Infektionskrankheiten ist
nur möglich, wenn der Mensch das einzige Er-
regerreservoir ist und der Anteil der Geimpften
mehrere Jahre hinweg über der sogenannten
Herdenimmunität liegt (2). Die Herdenimmu-
nität ist erregerspezifisch und wirkt wie eine
Brandschneise im Wald: sie lässt den Infekti-
onserreger „ins Leere“ laufen, da er bei einem
hohen Anteil an Geimpften in der Bevölkerung
nicht mehr genügend empfängliche Opfer für
seine Vermehrung und Weiterverbreitung fin-
det. Solange die Impfquoten über der Herde-
nimmunitätsschwelle liegen, können sich kei-
ne großflächigen Epidemien ausbreiten. Jeder
Bürger profitiert heute direkt von der Pocken-
und Polio- „Gesundheitsdividende“, welche
nur den Impfanstrengungen der Vergangen-
heit zu verdanken ist.
Die weltweite Maserneradikation sollte ur-
sprünglich bis zum Jahr 2010 abgeschlossen
sein. Die Umsetzung dieses Zieles wurde dann
4
Diese und andere Gesichtspunkte werden in
Deutschland anhand der aktuellen wissen-
schaftlichen Datenlage von den Experten der
Ständigen Impfkommission (STIKO) abgewo-
gen und fließen in die jährlichen Impfempfeh-
lungen ein. Zurzeit werden folgende Kinder-
schutzimpfungen von der STIKO empfohlen:
Polio, Tetanus, Diphtherie, Pertussis, Haemo-
philus influenzae Typ B, Hepatitis B, Masern,
Mumps, Röteln, Varizellen, Pneumokokken
und Meningokokken (Stand Juli 2010).
Der vorliegende Bericht leistet einen wichtigen
Beitrag zur wissenschaftlichen Dokumenta-
tion der Durchimpfungsraten von Kindern im
Einschulungsalter im Jahr 2008 in Rheinland-
Pfalz. Diese werden für jede STIKO-empfohle-
ne Impfung und für jeden Landkreis beschrie-
ben und bewertet.
Methoden
Das Poliovirus im Elektronenmikroskop; Quelle: Ro-
bert Koch-Institut
Häufig werden die Gesundheitsrisiken der
„Kinderkrankheiten“ stark unterschätzt und
unerwünschte Arzneimittelwirkungen der
Impfstoffe - zum Teil bewusst - massiv über-
bewertet. Auch ist zum Beispiel bei der Rötel-
nimpfung für Jungen oder der Polioimpfung in
Deutschland aus epidemiologischer Sicht der
Nutzen für die Bevölkerungsgesundheit größer
als das Risiko und der Aufwand der Impfung für
den Einzelnen. Bei anderen Infektionskrank-
heiten wie etwa Hepatitis-B wird durch die
Impfempfehlung ein Kompromiss geschlos-
sen zwischen Erreichbarkeit der Impflinge im
Kleinkindalter und Zeitpunkt der Infektionsge-
fährdung ab der Pubertät.
Landesuntersuchungsamt, Impfreport 2009
Dieser Bericht basiert auf Daten, die durch die
Schulärzte der Gesundheitsämter der Land-
kreise und kreisfreien Städte in Rheinland-
Pfalz bei den Untersuchungen 2008/2009
für den Einschulungsjahrgang 2009 erhoben
wurden. Gesetzliche Grundlage hierfür ist §34
Abs. 11 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG),
welcher besagt, dass „bei Erstaufnahme in die
erste Klasse einer allgemein bildenden Schu-
le (…) das Gesundheitsamt oder der von ihm
beauftragte Arzt den Impfstatus zu erheben
und die hierbei gewonnenen aggregierten und
anonymisierten Daten über die oberste Lan-
desgesundheitsbehörde dem Robert Koch In-
stitut (RKI) zu übermitteln (hat)“. Im Regelfall
erheben die Gesundheitsämter den Impfstatus
der Kinder anhand des international gültigen
Impfbuches im Rahmen der Schuleingangs-
untersuchung. Pro Kind wird für jede Schutz-
impfungen vermerkt, wie viele Impfdosen
verabreicht wurden und ob ein vollständiger
Impfschutz vorliegt. Seit 2007 werden die er-
hobenen Daten am Gesundheitsamt in eine
Datenbank eingespeist und anonymisiert an
Landesuntersuchungsamt, Impfreport 2009
das Statistische Landesamt Rheinland-Pfalz,
Bad Ems übertragen. Von dort werden die
impfrelevanten Daten an das Landesuntersu-
chungsamt (LUA) übermittelt, welches sie auf
Plausibilität prüft, statistisch auswertet und
aggregiert an das RKI schickt.
Für den Bericht wurden diejenigen Schutz-
impfungen erfasst, welche laut STIKO im Jahr
2003 galten, da zu diesem Zeitpunkt die Mehr-
heit der untersuchten Kinder das 2. Lebensjahr
vollendet hatten. Die später hinzugekomme-
nen, ebenfalls allgemein empfohlenen Kinde-
rimpfungen gegen Meningokokken, Pneumo-
kokken und Varizellen wurden daher nicht flä-
chendeckend für Rheinland-Pfalz erhoben und
sind nicht Bestandteil dieses Berichts.
Der Ergebnisteil umfasst für Rheinland-Pfalz
und seine Landkreise folgende Angaben:
■■ Anzahl aller Schulanfänger
■■ Anzahl aller untersuchten Kinder
■■ Anzahl untersuchter Kinder mit vorgeleg-
tem Impfbuch
■■ Anzahl vollständig grundimmunisierter
Kinder pro Schutzimpfung
■■ Grundimmunisierungsquoten pro Schutz-
impfung in Tabellenform
■■ Geografische Übersicht über die Impfquo-
te pro Kreis
■■ Jahrestrends der Immunisierungsquoten
von 2002 bis 2009 im Vergleich mit Bun-
deswerten
Die Begriffe Impfrate und Impfquote werden
im Text synonym verwendet, da sich die Ergeb-
nisse im Text auf einen Einschulungsjahrgang
und damit auf eine feste Zeitdauer beziehen.
Präziser formuliert ist die Impfrate die Impf-
quote pro Zeiteinheit, hier ein Jahr. Durchimp-
fungsraten können sich alternativ auf die Zahl
aller Kinder, aller untersuchten Kinder oder auf
die Zahl der untersuchten Kinder mit vorgeleg-
tem gültigem Impfbuch beziehen. Die ersten
beiden Bezugsgrößen unterschätzen die tat-
sächliche Durchimpfungsrate, da alle Kinder
ohne vorgelegtem Impfbuch als ungeimpft
5
gezählt werden, auch wenn sie in Wirklichkeit
geimpft wurden und ihr Impfbuch am Stich-
tag lediglich zu Hause vergessen hatten. Die
letzte Bezugsgröße ist näher am wahren (un-
bekannten) Wert, daher werden im Bericht die
Durchimpfungsraten bezogen auf Kinder mit
Impfbuch dargestellt. Um künftige Unsicher-
heiten zu vermeiden, sollte grundsätzlich dar-
auf hingewirkt werden, dass Schulanfänger bei
der Schuleingangsuntersuchung ihr Impfbuch
mit sich führen.
Die historische Entwicklung der Impfraten ab
2001 wurde so weit wie möglich berücksich-
tigt und den nationalen Impfquoten des Jahres
gegenübergestellt. Die Datenqualität der ver-
schiedenen Landkreise war 2004 sehr hetero-
gen. Die Raten werden für 2004 aus Gründen
der Transparenz zwar dargestellt, sind nach
Ansicht des LUA allerdings eine Unterschät-
zung der wahren Impfraten.
Durch die Umstellungen bei der Erfassung
und die flächendeckende Einführung neuer
EDV-Systeme in den Kreisen kam es ab 2005
zu einer leichten Überzeichnung der Daten
für 2006.
Eine Änderung gegenüber den Berichten für
die Jahre 2007 und 2008 betrifft die Bewer-
tung der Vollständigkeit von Impfungen. In
den Schuleingangsuntersu-chungen werden
die Anzahl Impfungen sowie die ärztliche Be-
wertung der Impfvollständigkeit erfasst. Für
2007 und 2008 wurde nur nach ärztlicher Be-
wertung ausgewertet. Für 2009 wurden auch
diejenigen Kinder als vollständig geimpft ge-
zählt, welche die empfohlene Mindest-anzahl
Impfungen bekommen hatten. Die Änderun-
gen betragen +0,8% bei den Impfungen gegen
Diphtherie, Tetanus und Pertussis und +0,2%
für Polio, Hib und Hepatitis B gegenüber der
Zählweise des Vorjahres. Die Werte für Ma-
sern, Mumps und Röteln sind von der Um-
stellung nicht betroffen, da hier bereits in den
Vorjahren nur die Anzahl der Impfungen in die
Bewertung einfloss.
6
Ergebnisse
Datenübermittlung
Die 24 Landkreise (LK) und 12 kreisfreien Städ-
te (KS) in Rheinland-Pfalz werden von 24 Ge-
sundheitsämtern betreut, von denen 23 das
Computerprogramm Mikropro: JÄD (4) und
eines das Vorgängerprogramm der Firma Stof-
fel verwenden.
Vorgelegte Impfausweise
Insgesamt führten 92% der Schulanfänger ih-
ren Impfausweis bei der Schuleingangsunter-
suchung mit sich, eine genaue Auflistung der
kreisspezifischen Werte ist in der nebenste-
henden Tabelle aufgeführt. Demnach wurden
im Rhein-Hunsrück-Kreis und Rhein-Pfalz-
Kreis über 95% der Impfbücher mitgeführt,
während in Kaiserslautern, Pirmasens, Trier,
Worms und Zweibrücken weniger als 90% der
Kinder ihr Impfbuch bei der Untersuchung vor-
legten.
Landkreis
Kreisfreie Stadt
LK Ahrweiler
LK Altenkirchen
LK Alzey-Worms
LK Bad Dürkheim
LK Bad Kreuznach
LK Bernkastel-Wittlich
LK Birkenfeld
LK Bitburg-Prüm
LK Cochem-Zell
LK Donnersbergkreis
LK Germersheim
LK Kaiserslautern
LK Kusel
LK Mainz-Bingen
LK Mayen-Koblenz
LK Neuwied
LK Rhein-Hunsrück-Kreis
LK Rhein-Lahn-Kreis
LK Rhein-Pfalz
LK Südliche Weinstraße
LK Südwestpfalz
LK Trier-Saarburg
LK Vulkaneifel
LK Westerwaldkreis
KS Frankenthal
KS Kaiserslautern
KS Koblenz
KS Landau
KS Ludwigshafen
KS Mainz
KS Neustadt
KS Pirmasens
KS Speyer
KS Trier
KS Worms
KS Zweibrücken
Rheinland-Pfalz
Anzahl
Schulanfängeruntersuchte
Schulanfänger
1147
1200
1303
1246
1435
1079
719
895
621
768
1245
1050
623
2101
1974
1879
1021
1230
1322
929
863
1348
592
2124
419
767
881
416
1589
1647
501
341
518
939
817
288
378371069
1200
1302
1244
1435
1074
698
893
621
768
1223
1047
621
2098
1972
1849
1020
1216
1319
927
862
1327
592
2097
419
759
879
415
1587
1646
501
338
518
908
817
288
37549 (100%)
mit Impfbuch
absolut
982
1111
1211
1142
1334
1005
654
825
561
713
1149
978
583
1949
1819
1724
977
1102
1255
856
803
1226
546
1905
396
636
798
375
1434
1527
474
291
490
810
709
254
34604
in % *
91,9%
92,6%
93,0%
91,8%
93,0%
93,6%
93,7%
92,4%
90,3%
92,8%
93,9%
93,4%
93,9%
92,9%
92,2%
93,2%
95,8%
90,6%
95,1%
92,3%
93,2%
92,4%
92,2%
90,8%
94,5%
83,8%
90,8%
90,4%
90,4%
92,8%
94,6%
86,1%
94,6%
89,2%
86,8%
88,2%
92,2%
* bezogen auf untersuchte Schulanfänger
Mitgeführte Impfausweise pro Kreis, Rheinland-
Pfalz 2009, Kartenlegende siehe Anhang
Landesuntersuchungsamt, Impfreport 2009
Landesuntersuchungsamt, Impfreport 2009
7
Poliomyelitis
Bevor
die
Weltgesundheitsorganisation
(WHO) im Jahr 1988 die globale Kampagne
zur Polioeradikation ins Leben rief, war das
Poliovirus in über 125 Ländern endemisch und
verursachte weltweit täglich bei über 1000
Kindern lebenslange Lähmungen (5). Gegen
Polioerkrankungen existiert keine kausale The-
rapie, lediglich symptomatische Behandlung.
Nach 18 Jahren, fünf Milliarden Dollar und zwei
Milliarden geimpften Kindern konnte 2006
das Virus durch Unterbrechen der Infektketten
weltweit auf vier endemische Länder zurück-
gedrängt werden.
In Deutschland sank die Zahl der an Kinderläh-
mung erkrankten Kinder durch die Einführung
der Polio-Schluckimpfung (6) von etwa 4700
im Jahr 1961 auf weniger als 50 im Jahr 1965
(7). Obwohl der letzte endemische Poliofall in
Deutschland 1990 erfasst (8) und die WHO-
Region Europa 2002 als poliofrei zertifiziert
wurde, hält die STIKO in Deutschland die all-
gemeine Impfempfehlung mit inaktiviertem
Impfstoff weiterhin aufrecht. Hintergrund
ist die Gefahr der Wiedereinschleppung aus
Endemiegebieten und die daraus folgenden
schweren gesundheitlichen Konsequenzen für
eine Bevölkerung mit geringem Durchimp-
fungsgrad.
Polio-Grundimmunisierungen 2001-2009, Rhein-
land-Pfalz (Linie) und Deutschland (Balken); RLP:
*Werte für 2004 unvollständig aufgrund von EDV-
Problemen; ** ab 2007: Datenquelle Statistisches
Landesamt RLP; # veränderte Zählweise (S. 6)
Im Jahr 2005 wurden laut WHO weltweit
gesehen mehr Poliofälle durch Wiederein-
schleppung verursacht als durch endemisch
zirkulierende Viren. Dies kann nur durch kon-
sequentes Impfen verhindert werden. In sechs
Staaten der WHO-Region Europa kam es 2010
zur Wiedereinschleppung der Polio (9). Das ur-
sprünglich einmal für 2006 gesteckte WHO-
Ziel der weltweiten Polioeradikation ist leider
immer noch nicht erreicht.
Schutzimpfung gegen Polio
in Rheinland-Pfalz
Polio-Durchimpfung im Regionalvergleich (Anteil
grundimmunisierter Kinder bezogen auf vorgelegte
Impfausweise), Rheinland-Pfalz 2009
8
Von 34.604 untersuchten Schulanfängern mit
Impfbuch waren 33.647 (97,2%) gegen Polio
grundimmunisiert. Damit gehört die Polioimp-
fung zu den am häufigsten gegebenen Imp-
fungen. Die kreisfreien Städte Speyer, Mainz,
Frankenthal und die Landkreise Trier-Saarburg,
Donnersbergkreis, Germersheim, Ahrweiler
und Kaiserslautern erreichten Impfquoten
Landesuntersuchungsamt, Impfreport 2009
von 98% und mehr. In Rheinland-Pfalz ist es
gelungen, die für eine weltweite Polioeradika-
tion nötige Herdenimmunität von etwa 85%
Landkreis,
Kreisfreie Stadt
LK Ahrweiler
LK Altenkirchen
LK Alzey-Worms
LK Bad Dürkheim
LK Bad Kreuznach
LK Bernkastel-Wittlich
LK Birkenfeld
LK Bitburg-Prüm
LK Cochem-Zell
LK Donnersbergkreis
LK Germersheim
LK Kaiserslautern
LK Kusel
LK Mainz-Bingen
LK Mayen-Koblenz
LK Neuwied
LK Rhein-Hunsrück-Kreis
LK Rhein-Lahn-Kreis
LK Rhein-Pfalz
LK Südliche Weinstraße
LK Südwestpfalz
LK Trier-Saarburg
LK Vulkaneifel
LK Westerwaldkreis
KS Frankenthal
KS Kaiserslautern
KS Koblenz
KS Landau
KS Ludwigshafen
KS Mainz
KS Neustadt
KS Pirmasens
KS Speyer
KS Trier
KS Worms
KS Zweibrücken
Rheinland-Pfalz
Landesuntersuchungsamt, Impfreport 2009
(2) deutlich zu übertreffen. Der landesweite
Durchschnitt liegt mit 97,2% über den bun-
desdeutschen Zahlen von 95,3% (10)
untersuchte
Schulanfänger mit
Impfbuch
982
1111
1211
1142
1334
1005
654
825
561
713
1149
978
583
1949
1819
1724
977
1102
1255
856
803
1226
546
1905
396
636
798
375
1434
1527
474
291
490
810
709
254
34 604
Polio
Grundimmunisierung
% mit
absolut
Impfbuch
964
98,2%
1078
97,0%
1181
97,5%
1098
96,1%
1282
96,1%
984
97,9%
639
97,7%
800
97,0%
545
97,1%
701
98,3%
1130
98,3%
955
97,6%
563
96,6%
1897
97,3%
1780
97,9%
1652
95,8%
944
96,6%
1066
96,7%
1223
97,5%
823
96,1%
786
97,9%
1213
98,9%
534
97,8%
1863
97,8%
388
98,0%
618
97,2%
769
96,4%
361
96,3%
1374
95,8%
1497
98,0%
453
95,6%
281
96,6%
487
99,4%
782
96,5%
688
97,0%
248
97,6%
33 647
97,2%
9