Ausgangslage: Wasservoegel bewohnen einen Lebensraum, der sich unter dem Einfluss des Menschen stark veraendert hat und weiter veraendert (Verbauungen, Folgen der Eutrophierung, zunehmende Praesenz des Menschen etc.). Ziel: Herausfinden, welche Anpassungen den versch. Arten erfolgreiches Brueten in ihrer angestammten Umgebung ermoeglichen, welche Faehigkeiten sie haben, sich veraenderten Bedingungen anzupassen und wie gut sie sich in der zwischenartlichen Konkurrenz durchzusetzen vermoegen. Damit sollen jene Grundlagen erarbeitet werden, welche geeignetes Handeln im Sinne des Artenschutzes ermoeglichen. Methode: Langfristig angelegte beschreibende und experimentelle Untersuchungen an Individuen von Populationen verschiedener Arten unter Einbezug des Fortpflanzungserfolges und der Entwicklung ihrer Bestaende an 4 bernischen Kleinseen. Bisher wurden Haubentaucher, Blaess- und Teichhuehner in die Untersuchung einbezogen. Bearbeitende oder in Bearbeitung stehende Themen: Verhalten und Bruterfolg der Haubentaucher bei starker Nutzung eines Gewaessers durch Wanderer, Fischer und Bootsfahrer. Anpassungen und Anpassungsfaehigkeit der Haubentaucher. Anpassungsfaehigkeit von Blaess- und Teichhuhnkueken an veraenderte Bedingungen.
In der Gemeinde Lenk (Berner Oberland) wurden die Zusammenhaenge zwischen Reichhaltigkeit der Brutvogelbestaende und Struktur der Landschaft mit Hilfe von quantitativen Brutvogelbestandsaufnahmen (Revierkartierung) untersucht. Ausserhalb der Waelder erwiesen sich vor allem die teilweise offenen Landschaftsteile, welche einen baumbestandenen Flaechenanteil von mindestens 20 Prozent und eine Waldrand- oder Heckenlaenge von mindestens 100 m/ha aufweisen, als an Brutvoegeln besonders reich. Auf grenzlinienlosen Flaechen liegen Arten- und Revierzahl (Kenngroesse der Avifauna) am tiefsten. Waldrandlaenge pro Flaecheneinheit und Anteil baumbestandener Flaechen eignen sich fuer die Landschaftsplanung als oekologisch relevante Standortfaktoren. Auf die Bedeutung der Berg-Landwirtschaft fuer die Erhaltung eines strukturreichen Landsschaftsbildes wird hingewiesen.
Kartierung der noch vorhandenen Populationen von A. torrentium im Wiener Raum und Erheben der Populationsgroessen. Sauerstoff-, pH- und Temperatursummenmessungen in allen Wiener Baechen als Kenngroessen fuer die Umweltansprueche von A. torrentium. Wiederansiedeln von A. torrentium in geeigneten Baechen und Ausarbeitung von Richtlinien zur 'Nutzung' von A. torrentium als Bioindikator.
Der Ertragsbildungsprozess einer Apfelanlage und die Dynamik der mit ihr assoziierten Organismen mit wirtschaftlicher Bedeutung wird mit Hilfe von Populationsmodellen studiert. Ziel der Arbeit ist ein besseres Verstaendnis der oekologischen Beziehungen, die den Ertragsaufbau bestimmen. Auf dieser Grundlage koennen fundierte integrierte Pflanzenschutzprogramme ausgearbeitet werden, mit denen die Produktion nach oekonomischen, hygienischen und oekologischen Kriterien optimiert werden kann.
Mehrere Teilprojekte ueber Wildtiere im Winter (groessere Saeuger und Rauhfusshuehner), Waldvoegel (inkl. Rauhfusshuehner) zur Brutzeit, Freilandvoegel, Tagfalter, Heuschrecken. Pilotstudien zu Kleinsaeugern und Fledermaeusen. Flaechendeckende und Stichprobenkartierung, Habitatanalysen, Nutzungsabhaengigkeiten. Wildtiere als Indikatoren fuer den Zustand des sozio-oekonomisch-oekologischen Gesamtsystems. Zoologische Landschaftsbewertung. Spezialfragen: Einfluss von Skipisten und Variantenskifahrern auf die Verteilung der Wildtiere, Fluchtverhalten der Gemse, Nutzung von Wiesenparzellen durch Kleinvoegel.