Zahlreiche Holzarten sind besonders reich an flüchtigen organischen Verbindungen (VOCs), weshalb einige Anstrengungen unternommen wurden, ihre flüchtige Zusammensetzung zu ergründen. Solche Untersuchungen wurden oft in Hinblick auf die Auswirkungen der flüchtigen Emissionen von Holz und Holzwerkstoffen auf die Luftqualität in Innenräumen und damit auf ihre möglichen physiologischen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit motiviert. Holzemissionen wurden dabei oft als kritisch angesehen, da sie möglicherweise die Atemwege beeinträchtigen oder allergische Reaktionen hervorrufen können. In letzter Zeit gewinnt das Thema Holzgeruch jedoch zunehmend an Aufmerksamkeit, was die Wahrnehmung von Natürlichkeit und deren positiven Einfluss auf das Wohlbefinden betrifft. In dieser Hinsicht fühlt sich der Mensch zum Geruch von Bergwäldern und Bäumen hingezogen und sucht Entspannung in Verbindung mit solchen Gerüchen. Das Holz der Zirbe (Pinus cembra L.) ist eine besonders geschätzte Art, die auch als Zirbelkiefer und "Königin der Alpen" bekannt ist. Dieses Holz wird in Mitteleuropa häufig für den Möbelbau verwendet und wird wegen seines charakteristischen und langanhaltenden Geruchs geschätzt sowie in der Aromatherapie eingesetzt. Sein Geruch soll Stress abbauen, wobei physiologisch nachgewiesen wurde, dass durch Aufenthalt in der Umgebung von Zirbenholz die Herzfrequenz gesenkt werden kann. Es wurde auch berichtet, dass der Geruch einen gesunden Schlaf fördert, insbesondere bei Personen, die in Betten aus Zirbenholz schlafen. Einige wenige Studien haben sich bis dato mit der Zusammensetzung der ätherischen Öle beschäftigt, welche vorwiegend aus Nadeln und Zapfen gewonnen werden. Doch speziell die Geruchsstoffe aus dem Holz, welche für die physiologischen Effekte ursächlich scheinen, sind noch unzureichend untersucht. Zudem ist wenig über den Einfluss von Umwelt- und Trocknungsfaktoren während der Erstlagerung auf dieses charakteristische Holzgeruchsprofil bekannt. Ziel dieses Projektes ist es daher, die molekularen Grundlagen dieses hochwertigen Materials zu klären, wobei die VOC- und Geruchsstoffzusammensetzung identifiziert und quantifiziert sowie die Beziehungen zu allgemeinen holzchemischen Parametern hergestellt werden sollen. Hierzu werden ausgewählte Holzproben hinsichtlich der enthaltenen Zucker und Extraktstoffe bezüglich ihres Gehalts und ihrer Zusammensetzung mit etablierten Standardmethoden charakterisiert. Darüber hinaus werden Proben unterschiedlicher Herkunft vor und nach der Holztrocknung in einem arbeitsgruppenübergreifenden Ansatz komplementären Analysen unterzogen, die sowohl multidimensionale hochauflösende Gaschromatographie-Massenspektrometrie (GC/MS) als auch GCxGC-MS, Hochleistungs-Flüssigkeitschromatographie, Fourier-Transform-Infrarot-Spektroskopie und GC-MS mit Flüssiginjektion nach Silylierung umfassen. Weiterhin wird das Holzmehl mittels Pyrolyse-GC/MS (Py-GC/MS) sowie Thermodesorptions-GC/MS (TD-GC/MS) analysiert.
Im Rahmen dieses Projektes wurde eine Bestandsaufnahme der Art der Belüftung und Lüftungsmaßnahmen in Gebäuden in Deutschland erstellt. Hierbei wurde detailliert dargestellt, wie groß der Anteil an Gebäuden ist, die bereits mit mechanischer Lüftungstechnik ausgestattet sind, welche Art von Technologie eingesetzt wird und wie die Lüftungskonzepte aussehen. Darüber hinaus wurden Bürgerinnen und Bürger mit Hilfe eines Fragebogens befragt, ob sie Lüftungskonzepte umsetzen und ob sich das persönliche Lüftungsverhalten durch die Corona-Pandemie verändert hat. Anhand der Erfassungs- und der Befragungsergebnisse aber auch durch Vergleiche von Regularien in anderen europäischen Ländern wurden Vorschläge erarbeitet, die die Akzeptanz von raumlufttechnischen Anlagen sowie die Umsetzung von Lüftungskonzepten verbessern sollen.
Im Rahmen dieses Projektes wurde eine Bestandsaufnahme der Art der Belüftung und Lüftungsmaßnahmen in Gebäuden in Deutschland erstellt. Hierbei wurde detailliert dargestellt, wie groß der Anteil an Gebäuden ist, die bereits mit mechanischer Lüftungstechnik ausgestattet sind, welche Art von Technologie eingesetzt wird und wie die Lüftungskonzepte aussehen. Darüber hinaus wurden Bürgerinnen und Bürger mit Hilfe eines Fragebogens befragt, ob sie Lüftungskonzepte umsetzen und ob sich das persönliche Lüftungsverhalten durch die Corona-Pandemie verändert hat. Anhand der Erfassungs- und der Befragungsergebnisse aber auch durch Vergleiche von Regularien in anderen europäischen Ländern wurden Vorschläge erarbeitet, die die Akzeptanz von raumlufttechnischen Anlagen sowie die Umsetzung von Lüftungskonzepten verbessern sollen. Veröffentlicht in Texte | 81/2026.
Nr.: 12/2021
Halle (Saale), 20.07.2021
Wenn ausreichend Lüften nicht geht: Ventilatorgestützte
Fensterlüftungssysteme sorgen für mehr Frischluft und
weniger Keime
Zentrale raumlufttechnische Anlagen oder regelmäßige Fensterlüftung in
Aufenthalts-, Arbeits- und Klassenräumen sind die effektivste Art für frische
und keimarme Luft zu sorgen.
Unzureichend belüftete Räume werden auch durch mobile Luftreiniger
nicht nutzbar
Räume, deren Fenster sich nicht ausreichend öffnen lassen und die auch
nicht über geeignete gebäudetechnische Belüftungsanlagen verfügen sind
grundsätzlich nicht als Aufenthalts-, Arbeits- oder Klassenräume geeignet.
Müssen diese aus zwingenden Gründen dennoch dafür genutzt werden, hat
eine raumlufttechnische Ertüchtigung, die mit baulichen Veränderungen
verbunden ist, absoluten Vorrang gegenüber anderen Versuchen, die
Luftqualität zu beeinflussen.
Minimierung der baulichen Eingriffe mit FLS
Für eine Verbesserung der Lüftungseffizienz bei gleichzeitiger Minimierung
der baulichen Eingriffe hat das Max-Planck-Institut für Chemie (MPIC)
sogenannte ventilatorgestützte Fensterlüftungssysteme (FLS) im Sinne
einer Brückentechnologie entwickelt. In der einfachsten technischen
Ausführung der FLS wird ein Abluftventilator möglichst hoch in ein Fenster
oder in die Außenwand eingebaut. Die Frischluftzufuhr erfolgt durch ein
anderes geöffnetes Fenster. Bei den benötigten Bauteilen ist ein Rückgriff
auf sehr preisgünstige, leichte und transparente Materialien möglich.
Erläuterung des Max-Planck-Instituts für Chemie zu FLS
Pressemitteilung
Die Präsidentin
praesidentin@
lau.mlu.sachsen-anhalt.de
Ergänzende mobile Luftreiniger nur in Einzelfällen
Nur in Einzelfällen kann unter bestimmten Rahmenbedingungen der
Einsatz eines mobilen Luftreinigers in Betracht gezogen werden. Zum einen
ist zu beachten, dass deren Wirksamkeit von technischen Spezifikationen
Landesamt für Umweltschutz
06116 Halle (Saale)
Tel.: 0345 5704-101
Fax: 0345 5704-190
www.lau.sachsen-anhalt.de
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abhängt, die individuell auf die Raumnutzungsbedingungen abgestimmt
sein müssen. Außerdem sind die Mindestanforderungen nach der SARS-
CoV-2-Arbeitsschutzregel des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales
einzuhalten:
1. ausschließlicher Einsatz als Ergänzung zu Lüftungsmaßnahmen
2. Gewährleistung einer sachgerechten Aufstellung, eines
bestimmungsgemäßen Betriebs und einer sachgerechten regelmäßigen
Wartung/Instandhaltung (Reinigung, Dichtsitzprüfung, Filterwechsel
usw.) durch zu beteiligende Fachfirmen
3. Sicherstellung bestimmter technischer Produktspezifikationen, z. B.
Verwendung von Hepa-Filtern in Geräten, deren Wirkungsweise auf
einer reinen Aerosolabscheidung beruhen
4. Gewährleistung, dass durch den Betrieb der Geräte keine
gesundheitsgefährdenden Stoffe oder Reaktionsprodukte (z. B. Ozon,
Stickstoffoxide) in nennenswerten, die Innenraumluftqualität
beeinträchtigenden Mengen, freigesetzt werden.
Überprüfung der Raumluftqualität
Da die Keimbelastung der Luft nicht ohne weiteres messbar ist, kann
stellvertretend die CO2-Konzentration als leicht messbarer indirekter
Indikator für die Luftqualität herangezogen werden: Wenn eine CO2-
Konzentration von 1000 ppm - die sogenannte Pettenkofer-Zahl - dauerhaft
unterschritten wird, sind nach derzeitigem Kenntnisstand auch die
virenbelasteten Aerosole hinreichend verdünnt. CO2-Sensoren für alle
Arbeits-, Aufenthalts- und Klassenräume sowie die Vorhaltung eines
leistungsstärkeren, digitalen CO2-Messgerätes pro Gebäude für
Detailanalysen werden daher empfohlen.
Fachliche Beurteilung von Handlungsoptionen von Lüftungs-/
Luftreinigungsmaßnahmen in Aufenthaltsräumen (insbesondere
Klassenräume) vor dem Hintergrund der Vermeidung und Begrenzung der
Infektionsübertragung durch Aerosole
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