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Expertise zum DWLF (Dotierwasserleitfaden) Tirol

Seitens der Abteilung für Umweltschutz und der Abteilung Wasserwirtschaft des Amtes der Tiroler Landesregierung wurde mit Juli 2013 ein Vorabzug des Leitfaden zur Festlegung von Dotierwassermengen vorgelegt. Im Rahmen der Expertise erfolgt im Auftrag der TIWAG-Tiroler Wasserkraft AG eine Begutachtung des Leitfadens im Team mit dem TB Umweltgutachten Petz und den Bearbeitern der TIWAG AG.

Limnologische Gesamtbeurteilung des KW Alberschwende

Im Rahmen dieser Umweltverträglichkeitsuntersuchungwurden die Auswirkungen des neuen Wasserkraftwerkes (KW) Alberschwende auf die ökologischenVerhältnissean der Bregenzerach (BA) untersucht. Im Rahmen eines interdisziplinärenProjektteams wurden die Fachbereiche Gewässermorphologie/Hydraulik, Makrozoo-/Phytobenthos sowie Fischökologiebearbeitet. Im Zuge der Errichtung des KW wurde ein umfassendes Maßnahmenpaketin Bezug auf Schwallvermeidung/-reduktion, Restwasserdotation, Fischaufstiegshilfen, etc. umgesetzt, das zu folgenden ökologischenVeränderungenführte: Die ökologischeFunktionsfähigkeit (OEF) verbesserte sich in ehemals nicht gezielt dotierten Ausleitungsstrecken infolge einer Dotation von 400 l/s im Winter bzw. 800 l/s im Sommer von Klasse 2-3 (wesentlich beeinträchtigt) auf 2 (mäßigbeeinträchtigt). In durch bis zu 30 m3/s beeinträchtigtenSchwallstrecken wurde die OEF infolge Schwallausleitung und Dotationen (Winter: 1700 l/s, Übergang: 2200 l/s, Sommer: 2500 l/s) von Stufe 3 (stark beeinträchtigt) auf 2 angehoben. In durch bis zu 60 m3/s beeinträchtigtenAbschnitten erholte sich die OEF infolge zu geringer Ausgleichsmaßnahmen (Ausgleichsbecken, KW-Betriebsweise) kaum und ist weiterhin sehr stark beeinträchtigt(Stufe 3-4).Dieses Projekt zeigt, dass das bei der Errichtung des neuen KW in Zusammenarbeit mit Gewässerökologenerarbeitete Maßnahmenpaketinsgesamt zu einer deutlichen Verbesserung der OEF führte. Im Rahmen dieses Projekt wurde erstmalig der in Österreichneu entwickelte OEF-Bewertungsansatz umfassend und erfolgreich angewendet.

Ökologische Abflussmengen (e-flows): wissenschaftliche Grundlagen & Vergleich der Bestimmungen in den Alpenländern

Im Rahmen des Projektes soll anhand von Literatur eine Übersicht verschiedener Ansätze zur Definition von e-flows unter Einbezug verschiedener Fließgewässer- bzw. Abflussfunktionen sowie spezieller Berücksichtigung des Lebensraums 'Flussauen' und dynamische Abflussfunktionen erfolgen. Weitere Basis stellen Vergleiche der Restwasserbestimmungen der Alpenländer (AT, CH, SL, FR, IT (Südtirol), DE (Bayern, + Baden Württemberg)) sowie Vergleiche von Fallbeispielen aus AT/CH z.B. für Gewässer aus Forellen,- Äschen- und Barbenregion dar. Darauf aufbauend sollen Empfehlungen und soweit möglich Richtwerte für einen idealen Ansatz zur Festlegung von e-flows Empfehlungen zur Anpassung der gesetzlichen Bestimmungen erstellt werden.

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