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Wildtiergenetik

Das Projekt Wildtiergenetik ist gedacht als Basisprojekt für populationsgenetische Untersuchungen an Wildtieren in Baden-Württemberg. Es hat eine Laufzeit von 2008 bis 2013. Es soll dazu dienen Fragestellungen rund um Wildtiere zu beantworten, die nicht oder nur sehr aufwendig mit herkömmlichen Methoden gelöst werden können. Zum Beispiel kann man mit Hilfe von Merkmalen der DNA Populationszugehörigkeiten berechnen. Aus diesen Informationen kann man dann Rückschlüsse auf Wanderbewegungen, Ausbreitungen, Barrieren zwischen Populationen oder Vermischungen zwischen Arten ziehen. Aktuell werden über das Projekt Fragen zur Ausbreitung der Wildkatze in Baden-Württemberg bearbeitet. Im Rahmen der Wildtiergenetik sind weiterhin populationsgenetische Untersuchungen zum Auerhuhn geplant. Ziel ist es mit genetischen Methoden die Verbreitung der Wildkatze in Baden-Württemberg zu erfassen. Darüber hinaus soll die Wildkatzenpopulation in den Rheinauen und am Kaiserstuhl genetisch charakterisiert werden. Es sollen Fragestellungen wie der Grad an Hybridisierung mit Hauskatzen, die Vernetzung mit benachbarten größeren Vorkommen und ihre Isolation untersucht werden. Grundlage für das Projekt ist das Wildkatzenmonitoring. Im Monitoring werden in ausgewählten Gebieten Wildkatzennachweise durch die Lockstockmethode gewonnen. Mit Baldrian besprühte Stöcke locken die Katzen an, beim Reiben an den Stöcken verlieren sie Haare, die dann im Labor genetisch auf als Wild- oder Hauskatze bestimmt werden. Für die genetischen Untersuchungen verwenden wir zwei verschiedene Ansätze. Das ist zum einen eine Sequenzierung von mitochondrialer DNA, zum anderen eine Längenfragmentanalyse mittels Mikrosatelliten. Inzwischen gilt in Baden-Württemberg die Wildkatze in der gesamten Oberrheinebene zwischen Karlsruhe und Lörrach, am Stromberg und mit vereinzelten Nachweisen im Osten Baden-Württembergs als sicher nachgewiesen. Seit 2006 konnten an 1022 aufgestellten Lockstöcken bisher insgesamt 633 Haarfunde und zusätzlich 54 Totfunde gesammelt und untersucht werden. Von den so insgesamt 687 Proben konnten 49% Wildkatzen, 27% Hauskatzen und 24% nicht zugeordnet werden. Bereits abgeschlossener Projektteil: In diesem ersten Teil wurde die genetische Struktur des Rotwildes in Baden-Württemberg untersucht. Die Fragestellung lautete, ob, ausgelöst durch die Beschränkung des Rotwildes auf sogenannte Rotwildgebiete und den Abschuss wandernden Rotwildes außerhalb dieser Gebiete, der genetische Austausch von Rotwild beeinträchtigt ist. Zur Beantwortung dieser Frage wurde die genetische Diversität der einzelnen Rotwildpopulationen Baden-Württembergs anhand von Mikrosatelliten analysiert. Dabei konnte gezeigt werden, dass die aktuellen Rotwildpopulationen nicht vollständig voneinander isoliert sind. (Text gekürzt)

Flussbauliche Untersuchungen im Bergsenkungsbereich am Niederrhein

Seit den 1930er-Jahren wurde im Raum Duisburg/Wesel der Steinkohlenbergbau auch unter dem Rheinstrom und seinen Vorländern betrieben. In Duisburg befindet sich das Bergwerk Walsum, dessen regelmäßiger Förderbetrieb im Jahr 1936 aufgenommen wurde. Die maximale Jahresförderung von ca. 3,4 Mio. t Steinkohle erbrachte die Zeche mit knapp 4.600 Beschäftigten im Jahr 1984. Als Folge des Untertagebaus traten im Bereich Walsum (Rhein-km 793 bis 798) Geländesenkungen von bis zu 9 m auf, die durch eine Anpassung der Bauwerke und durch Sohlaufhöhungen im Hauptstrom kompensiert wurden. Im Bereich der Rheinaue ist nun allerdings eine Ausuferung bereits ab mittleren Abflüssen zu beobachten. Diese lokalen Veränderungen der Abflussdynamik und des Sedimenttransportvermögens bergen die Gefahr von Anlandungen im Hauptstrom, welche die Sicherheit und Leichtigkeit des Schiffsverkehrs negativ beeinflussen können. Die Auswertung aktueller Peildaten lässt Anlandungstendenzen im Streckenbereich zwischen Walsum und Stapp erkennen. Mitte 2008 wurde, entgegen der ursprünglichen Planung, der Bergbau im Grubenfeld Walsum eingestellt und die Zeche stillgelegt. Der Beschluss zur Stilllegung war für die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) Anlass, Prognosen zur Stabilität der Stromsohle in dem betroffenen Rheinabschnitt zu erstellen und erforderlichenfalls geeignete Maßnahmen einzuleiten. Bereits Mitte der 1970er-Jahre hatte die WSV begonnen, die bergsenkungsbedingten Massenverluste der Stromsohle durch die Verklappung von Waschbergematerial zu kompensieren. Insgesamt wurden 13,8 Mio. t dieses Nebenprodukts der Steinkohlengewinnung im Zeitraum von 1976 bis 2008 im Stromabschnitt zwischen Rhein-km 793 und 808 eingebaut. In einigen Bereichen des Streckenabschnitts beträgt die Mächtigkeit dieser Waschbergeschichten mehrere Meter. Laboruntersuchungen belegen, dass Waschbergematerial andere Materialeigenschaften aufweist und sich in seinem Verwitterungsverhalten von natürlichem Rheinkies unterscheidet. Mobilisiertes Waschbergematerial unterliegt auf der Gewässersohle Zerfallsprozessen, mit der Tendenz, relativ schnell zwischen den deutlich härteren Kiesfraktionen zerrieben, in Suspension überführt und schließlich aus der Strecke ausgetragen zu werden. Die Untersuchungen der BAW konzentrierten sich in einem ersten Schritt auf die Ermittlung der durch die Bergsenkungen verursachten Auswirkungen auf die Morphologie der Stromsohle im Bereich von Duisburg bis Wesel. Dabei kam ein zweidimensionales Feststofftransportmodell (2D-FTM) zum Einsatz. Für diese hydromorphologischen Betrachtungen war im Vorfeld der Aufbau eines historischen Geländemodells erforderlich, welches den Vorlandzustand des Untersuchungsgebiets vor Beginn der Bergbautätigkeiten erfasst. Dieses Geländemodell wurde mit Hilfe topografischer Karten der Preußischen Landesaufnahme aus dem Jahr 1892 erstellt.

Laser Scanning im Dienste der Landschaftsforschung

Das Lasescanning als neues Fernerkundungsverfahren um Zeugen traditionneller Kulturlandschaften zu dokumentieren Die bereits im Rahmen des Projektes 'Wölbäcker von Rastatt' gewonnenen Erfahrungen zum Einsatz des Laser Scanning wurden auch 2007 und 2008 weiter ergänzt und vor allem in breiten Kreisen potentieller Anwender im In- und Ausland vorgestellt. Wölbäcker sind Zeugen früherer Formen des Ackerbaus, die sich als wellenartige Folge von Furchen und Scheiteln ausdrücken. Ein größeres Vorkommen solcher Reste einer mittelalterlichen Flur ist bei Rastatt unter Wald noch gut erhalten. Zur genauen Dokumentation wurde dabei erstmals das Laser Scanning eingesetzt. Mit diesem Verfahren, das auf einer flächenhaften Abtastung der Erdoberfläche von einem Flugzeug aus basiert, können Reliefunterschiede im Dezimeterbereich, selbst unter Wald aufgezeigt und vermessen werden. Die Daten stammen aus flächendeckenden Befliegungen des Landesvermessungsamtes Baden-Württemberg. Weitere Gebiete wurden auch auf das Vorkommen von Wölbäckern untersucht. So konnten dank Laser auch in der Rheinaue bzw. in Lagen wo sie nicht vermutet wurden, solche Altfluren ausfindig gemacht werden. Zu den wesentlichen Beiträgen in den beiden letzten Jahren zählt auch der erfolgreiche Abschluß des EU-Vorhabens Culture 2000 in dem wir Partner aus vielen europäischen Ländern an unseren Erfahrungen mit der Lasertechnologie teilhaben lassen konnten. Die Kooperation mit Frankreich insbesondere mit der Denkmalpflege Elsaß führte ferner zur Konkretisierung gezielter Laserprospektionen von 8 verschiedenen archäologischen Stätten in der Rheinebene und in den Vogesen, an deren Auswertungen wir ebenfalls beratend beteiligt sind.

openSenseMap: Sensor Box Rheinaue Bonn Sued Plittersdorf

Sensor is located in the garden which is within a dead end road. It is well shielded from traffic, 1,6m height

Entwicklung einer zur Schnakenbekaempfung geeigneten Lipidfilmmethode

Lecithine und andere Phospholipide bilden, wenn man sie auf die Wasseroberflaeche bringt, monomolekulare Schichten, welche die Oberflaechenspannung des Wassers stark herabsetzen. Es wurde ein Oberflaechenfilm aus pflanzlichen Phospholipiden entwickelt, der die Puppen der Stechmuecken und zum Teil auch die Larven an der Luftaufnahme an der Wasseroberflaeche hindert und rasch ersticken laesst. Die Nebenwirkungen auf die uebrigen luftatmenden Wasserinsekten sind relativ gering. Dieses physikalische Bekaempfungsverfahren wurde 1976 erstmals im Freiland erprobt. 1977 wurden mit diesem Verfahren in einem Grossversuch in den Rheinauen zwischen Karlsruhe und Ludwigshafen die Rheinschnaken (Aedes-Arten) bekaempft. Die Bekaempfung wurde von den Rheinanliegergemeinden durchgefuehrt und erstreckte sich auf ca. 300 ha temporaere Gewaesser.

Planfeststellungsverfahren Reserveraum für Extremhochwasser in der Hördter Rheinaue

Nach Fertigstellung aller vertraglich vereinbarten Hochwasserrückhaltungen am Oberrhein in Frankreich, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz sind die negativen Auswirkungen des Staustufenbaus am südlichen Oberrhein auf den Hochwasserschutz unterhalb der Staustufe Iffezheim kompensiert und die unterhalb liegende Oberrheinstrecke wieder vor einem 200-jährlichen Hochwasser geschützt. Für seltenere bzw. extremere Hochwasser sind die Deiche nicht ausgelegt. Demgegenüber hat der Bereich der Staustufen am südlichen Oberrhein einen etwa 1.000-jährlichen Hochwasserschutz und der Niederrhein einen Hochwasserschutz zwischen 300 und über 1.000 Jahren. Aufgrund des hohen Schadenspotentials am Oberrhein (allein in Rheinland-Pfalz sind zwischen der französischen Grenze und dem zweiten Reserveraum im Eicher Rheinbogen Schäden von rd. 11 Mrd. € möglich) hat die Enquete-Kommission des Landtages „Verbesserung des Schutzes vor Hochwassergefahren“ im Jahr 1995 empfohlen, alle rheinland-pfälzischen Hochwasserrückhaltungen schnellstmöglich fertig zu stellen und wo immer möglich, zusätzlichen Hochwasserrückhalteraum zu schaffen (Landtagsdrucksache 12/7090). In der Beratung der Enquete-Kommission wurde befürwortet, die Hördter Rheinaue in die Betrachtungen über mögliche Retentionsräume einzubeziehen. Unter Berücksichtigung der möglichen Hochwasserverschärfung durch den Klimawandel wurde als Ergebnis der Prüfung vorgeschlagen, in der Hördter Rheinaue einen Reserveraum für Extremhochwasser, d. h. einen Notfall-Flutungsraum zur Abminderung extremer Hochwasser einzurichten. Diesem Vorschlag hat der Ministerrat im März 2005 zugestimmt und festgelegt, dass die weiteren Planungen in einem Moderationsverfahren erarbeitet werden sollen. Außerdem wurden die beteiligten Ministerien gebeten, unterstützende Maßnahmen zu prüfen. Dem 2007 erzielten Moderationsergebnis folgte ein Raumordnungsverfahren, das 2008 mit einem positiven raumordnerischen Entscheid abgeschlossen wurde. Der geplante „Reserveraum für Extremhochwasser Hördter Rheinaue“ stellt im Einsatzfall zwischen den Gemeinden Sondernheim, Hördt, Kuhhardt und Leimersheim auf einer Gesamtfläche einschließlich Deichaufstandsfläche und landseitigem Deichschutzstreifen von rd. 890 ha bis zu 35,14 Mio. m³ Retentionsvolumen zur Verfügung. Bei einem Extremhochwasser, das trotz zu erwartendem Einsatz aller Hochwasserrückhaltungen den Bemessungsabfluss des Rheinhauptdeiches überschreitet, wird diese Fläche zusätzlich für Hochwasserrückhalt aktiviert werden. Damit sich keine Verschlechterung für die Anlieger ergibt, werden insbesondere Anpassungsmaßnahmen am binnenseitigen Entwässerungssystem erforderlich. Das Schöpfwerk Leimersheim, das in einem vorgezogenen Planfeststellungsverfahren bereits 2019 zusammen mit weiteren Anpassungsmaßnahmen der Binnenentwässerung im Süden des Reserveraumes genehmigt wurde, ist als erster Teil des Gesamtprojektes „Reserveraum für Extremhochwasser Hördter Rheinaue“ bereits im Bau.

Biber- und Otter-Schulung in Rheinland-Pfalz – Ehrenamtliche gesucht

Ende Februar 2026 bieten das Biberzentrum RLP und das Projekt "Otterland Rheinland-Pfalz" eine zweitägige Schulung zu Biber und Fischotter für zukünftige Ehrenamtliche im Arten- und Naturschutz an. Vom 27. bis 28. Februar 2026 laden das Biberzentrum Rheinland-Pfalz der GNOR e.V. und die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz (SNU) im Rahmen des Projekts „Otterland Rheinland-Pfalz“ zu einer zweitägigen Biber- und Otter-Schulung ins NABU-Zentrum Rheinauen in Bingen am Rhein ein. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen die beiden streng geschützten Arten Biber und Fischotter , ihre Rückkehr nach Rheinland-Pfalz, die Herausforderungen und die damit für Naturschutz und Landnutzung verbunden sind. Fachvorträge vermitteln Grundlagen zu Biologie, Lebensweise und Verbreitung, stellen aktuelle Monitoring-Ergebnisse vor und beleuchten Konfliktfelder sowie praxisnahe Lösungen im Bibermanagement und beim Otterschutz. Am zweiten Tag werden rechtliche Grundlagen und Kartiermethoden vertieft und im Rahmen einer Exkursion in die Rheinauen direkt im Gelände angewendet. Geplant ist außerdem die Ernennung ehrenamtlicher Biber- und Otter-Betreuer und Betreuerinnen bzw. - Kartierer und Kartiererinnen , die künftig das landesweite Monitoring unterstützen sollen. Die Schulung richtet sich an Mitglieder von Naturschutzverbänden, Mitarbeitende von Behörden, Forst/Ranger, Jäger, Angler sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger , die sich künftig ehrenamtlich für den Schutz von Biber und Otter engagieren möchten. Die Teilnahme inklusive Mittagessen ist kostenlos . Anmeldung Die Zahl der Plätze ist aufgrund des Schulungscharakters auf 20 Personen begrenzt. Eine verbindliche Anmeldung ist daher bis spätestens 13. Februar 2026 erforderlich. Das Anmeldeformular sowie das ausführliche Programm stehen im hier zur Verfügung. Kontakt Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz E-Mail: sarah.rossi(at)snu.rlp.de Biberzentrum Rheinland-Pfalz E-Mail: info@biber-rlp.de

Bonn

Bonn Anfahrtsbeschreibung und Kontaktdaten des BfS-Messnetzknotens in Bonn. Ebenfalls in Bonn befindet sich die organisatorisch an das BfS angegliederte Geschäftsstelle der Strahlenschutzkommission (SSK) . Anreise mit dem Auto Aus allen Richtungen Aus allen Richtungen auf die A 562 (Südbrücke) bis zur Ausfahrt Rheinaue. Dann in Richtung Plittersdorf / Bad Godesberg auf die Ludwig-Erhard-Allee, an der ersten Abfahrt rechts in die Heinemannnstraße, dann zweite Straße rechts in die Jean-Monnet-Straße, wieder die nächste rechts bis zur Wendestelle. Von der B9 aus Richtung Koblenz kann auch direkt zu den Bundesministerien (Heinemannstraße) abgebogen werden, dann erste Straße links in die Jean-Monnet-Straße, danach die nächste Straße rechts bis zur Wendestelle. Anreise mit dem Zug Hauptbahnhof Bonn - Bonn Mit der U-Bahn Linie 66 Richtung Bad Honnef oder Linie 68 Richtung Ramersdorf bis zum Robert-Schuman-Platz. Zur Fahrplanauskunft des öffentlichen Nahverkehrs Zur Reiseauskunft der Deutschen Bahn Anreise mit dem Flugzeug Flughafen Köln/Bonn - Bonn Mit dem Flughafenbus SB 60 bis Hauptbahnhof Bonn, von dort mit der U-Bahn Linie 66 Richtung Bad Honnef oder Linie 68 Richtung Ramersdorf bis zum Robert-Schuman-Platz. Adresse Bundesamt für Strahlenschutz Dienststelle Bonn Robert-Schuman-Platz 3 53175 Bonn Deutschland Kontakt Bundesamt für Strahlenschutz Messnetzknoten Bonn und SSK-GS Telefon: +49 30 18333 – 0 E-Mail epost@bfs.de Homepage: Bundesamt für Strahlenschutz Stand: 15.12.2025

Erwin Manz: „Herbstwaldjugendspiele machen Wald für Kinder und Jugendliche mit Förderbedarfen erlebbar“

Siegerklassen der Herbstwaldjugendspiele 2025 ausgezeichnet – 120 Kinder und Jugendliche mit ganzheitlichem Förderbedarf sammelten in spielerischen Naturerlebnissen positive Walderfahrungen „Unsere Wälder sind ein wichtiger Erholungsraum für alle Menschen. Die Herbstwaldjugendspiele sind eine gute Gelegenheit, Kindern und Jugendlichen mit ganzheitlichem Förderbedarf einen Zugang zum Wald zu bieten. So kann ihre Neugier für den Wald und die verschiedenen Tier- und Pflanzenarten, denen er einen Lebensraum bietet, geweckt und gefördert werden“, sagte Klimaschutzstaatssekretär Dr. Erwin Manz anlässlich der Siegerehrung der diesjährigen Gewinnerklassen der Herbstwaldjugendspiele in Speyer. 14 Klassen aus Frankenthal, Speyer und Ludwigshafen mit 120 Schülerinnen und Schülern nahmen an den diesjährigen Herbstwaldjugendspielen teil und verbrachten einen erlebnis- und lehrreichen Tag im Wald. Das Forstamt Pfälzer Rheinauen organisiert die Herbstwaldjugendspiele für Menschen mit ganzheitlichem Förderbedarf gemeinsam mit den Förderschulen im Forstamtsbereich, der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und der Stadt Speyer jährlich seit 1996. Alle Kinder wurden von Erwin Manz zusammen mit der Speyrer Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler mit einer Medaille und jede Klasse mit einer Urkunde ausgezeichnet. Die Siegerklasse der Ober- und Werkstufe sowie die Siegerklasse der Unter- und Mittelstufe übernahmen zudem den Wanderpokal, ein aus Holz gebautes Wildschwein. Gewonnen haben in der Gruppe der Ober- und Werkstufe die Klasse 01 und 02 der Johann-Heinrich-Pestalozzi-Schule in Speyer mit 144 Punkten. In der Gruppe der Unter- und Mittelstufe holte die Klasse H5 der Georgens-Schule in Ludwigshafen mit 95 Punkten den Sieg. Für viele Kinder sind die Herbstwaldjugendspiele der erste richtige Kontakt im und mit dem Wald. Spaß und Erleben stehen im Vordergrund, gelernt wird spielerisch. Auf einem etwa 1,5 Kilometer langen Parcours mit, angepasst an das Alter, sieben oder neun Stationen gilt es im Rahmen eines Wald-Wandertages Fragen zu beantworten. Auch sportliche Wettkämpfe und Übungen sind Bestandteil des Parcours. Die Themen Pflanzen und Tiere des Waldes sowie Waldarbeit und Holzverarbeitung werden an den Stationen spielerisch aufgearbeitet. So können die Schülerinnen und Schüler Werkzeuge für die Waldarbeit ausprobieren und aus verschiedenen Naturmaterialien ein gemeinsames Mandala legen. Betreut werden die Schulklassen von Forstleuten und Ehrenamtlichen, den sogenannten Forstpatinnen und -paten. „Damit die Herbstwaldjugendspiele ein lehrreiches und freudiges Erlebnis für alle Teilnehmenden werden, entwickeln die Organisatorinnen und Organisatoren ein vielfältiges Programm, das die Stärken sowie die körperlichen, kognitiven und emotionalen Förderbedarfe aller Teilnehmenden berücksichtigt. So gelingt Jahr für Jahr ein Erlebnis, das nicht nur den Gewinnerklassen, sondern auch allen anderen Teilnehmenden positiv in Erinnerung bleibt“, schloss Erwin Manz. Die Preisträger im Überblick: ■ Siegerklassen Herbstwaldjugendspiele 2025 1. Preis Ober- und Werkstufe: Klasse 01 und 02 der Johann-Heinrich-Pestalozzi Schule in Speyer 1. Preis Unter- und Mittelstufe: Klasse H5 der Georgens-Schule in Ludwigshafen

Aktiv für wilde Pflanzen

Praxistipps für mehr Artenvielfalt in Dorf und Stadt [Redaktioneller Hinweis: Die folgende Beschreibung ist eine unstrukturierte Extraktion aus dem originalem PDF] Aktiv für wilde Pflanzen Praxistipps für mehr Artenvielfalt in Dorf und Stadt Diese Broschüre wurde im Rahmen des Bildungsprojektes www.wildkräuterbotschafter.de erstellt, das der NABU im Auftrag der Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz durchführt. Vorwort Im Auftrag der Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz führte das NABU-Zentrum Rheinauen bis zum Jahr 2024 das Bildungsprojekt „Wildkräuterbotschafter“ in Rheinhessen durch. Im Verlauf mehrerer Workshops wurden den Teilnehmer*innen die wichtigsten heimischen Pflanzenfamilien und Wildkräuterarten vorgestellt und Informationen zu deren Ökologie sowie zur Anlage von Wildkräuterflächen vermittelt. Ziel des Projekts war es, engagierte Ehrenamtliche als Multiplikatoren zu befähigen, ihr Wissen an andere Interessierte weiterzugeben und diese von der Idee zu begeistern, wieder mehr Natur im eigenen Wohnumfeld zuzulassen und so Biodiversität zu fördern.Warum aber gerade Wildkräuter? Blühende Wildkräuter waren früher prägende Elemente des Landschafts- bildes. Doch mit der Intensivierung der Landwirtschaft, dem zunehmenden Düngemittel- und Herbizideinsatz und der Ausweitung von Siedlungen gehen viele ehemals typische Wildkräuterarten deutlich zurück. Mit ihnen verschwin- den auch die Tierarten, denen sie als Futterpflanzen dienen, wie z.B. viele Insektenarten, die wiederum die Nah- rungsgrundlage für Amphibien, Vögel, Säugetiere sind. Einleuchtend, dass Wildkräuter als Grundlage eines solch artenreichen „Lebenssystems“ schüt- zens- und erhaltenswert sind! Artenreiche Wiese auf dem RheindeichWildbiene an Wiesensalbei 2 Vorwort Einführung Insektensterben, Artenrückgang un- geahnten Ausmaßes, dramatischer Biodiversitätsverlust – medienwirksame Schlagworte, die oft als Panikmache abgetan werden. Aber mittlerweile be- legen zahlreiche Studien, was Wissen- schaftler*innen und Fachleute schon lange befürchten: Die globale Artenviel- falt ist enorm gefährdet, eine Million der geschätzten acht Millionen welt- weit auftretenden Tier- und Pflanzen- arten sind vom Aussterben bedroht, ein Artenrückgang von erschreckender Geschwindigkeit zeichnet sich ab. Als Hauptfaktoren werden vor allem die menschliche Nutzung von Landflächen und Meeren, die zunehmende Umwelt- verschmutzung, die Zunahme invasiver Arten sowie der Klimawandel ange- führt, die viele Tier- und Pflanzenarten – direkt oder indirekt durch Zerstörung ihres Lebensraums – an den Rand ihrer Existenz bringen. Auch wenn diese Nachrichten beunru- higen, sollte man sich vor Augen halten, dass jeder von uns etwas tun kann – und das schon im Kleinen und mit einfachsten Mitteln! Diese Broschüre vermittelt allen Interessierten und En- gagierten eine Anleitung zu konkreten Maßnahmen zur Förderung von Biodi- versität im eigenen Wohnumfeld. Intensive Landwirtschaft: Ernte auf dem Maisacker NABU/Klemens Karkov Einführung 3 In der Schaffung neuer Lebensräume als grüne Oasen, von denen nicht nur Wildtiere und -pflanzen, sondern auch der Mensch selbst profitiert, besteht ein riesiges Potential. Ob Balkonkasten, Blumenkübel oder Gartenbeet, ob Garagendach oder Hofeinfahrt – die Entwicklung solcher Biodiversitätsinseln ist an vielen Stand- orten im privaten Bereich möglich und auch kleinräumige Aktionen sind loh- nenswert, da sie gerade in der zersiedel- ten Landschaft als Trittsteine zwischen entfernt gelegenen natürlichen Lebens- räumen unverzichtbar sind. Auch im weiteren Wohnumfeld gibt es unzählige Möglichkeiten, Natur zu Wussten Sie, dass private Gärten in Deutschland mit ca. 930.000 Hektar 2,6% der Gesamt- fläche der BRD ausmachen? Wildkräuter und Trockenmauer NABU/E. Neuling Ruheoase in der Blumenwiese 4 NABU/Sebastian Hennigs Einführung fördern: Der städtische Pflanzkübel vor der Haustür eignet sich dazu ebenso wie der verbuschte Wegrand am Kinder- garten oder Altenheim, viele kommu- nale oder private Grünlandflächen im Siedlungsbereich oder die typischen „Unkrautvernichtungsmittelschneisen“ entlang von Sportplätzen, Vereinshei- men, Fabrikgebäuden, Straßen u.v.m. Da viele Personen bereits für das Thema Biodiversitätsförderung sensibilisiert sind, wird es sicherlich in vielen Fällen glücken, auf der Grundlage von über- zeugenden Argumenten ein gemein- sames Konzept für solche Flächen zu erarbeiten. Wildstaudenbeet an einer Terasse NABU Einführung 5

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