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Die Bedeutung von Freiraumflächen für naturnahes Leben in Recife/Brasilien - Teilprojekt: Biodiversität und Ökologie von Freiflächen in Recife, Pernambuco

Für den Zeitraum der ersten zweijährigen Pilotphase ist eine Studie zur Erstellung eines Biotoptypenkonzeptes für Recife geplant. Dabei sollen als organismische Beispielgruppe die spontanen und gepflanzten Gehölze der Stadt, bzw. des Pilotgebietes untersucht werden. In dem etwa 1,5 km2 großen Pilotgebiet werden die Gehölzvegetation sowie häufige krautige Arten (speziell Ruderalvegetation) erfasst, wobei nach Einheimischen und Neophyten unterschieden wird. In einem weiteren Schritt wird der Hemerobiegrad der Vegetation ermittelt.

Segetal- und Ruderalflora der Dörfer, Bewässerungsfluren und Wüstungen im Mustang-District (Nepal) in Abhängigkeit von Höhenlage und Landnutzung

Ziel des Vorhabens 'Segetalflora Mustang' ist die Erfassung der wildwachsenden Flora von Dörfern und Fluren, sowie ergänzend von Dorf- und Flurwüstungen im Mustang District. Dieser Distrikt in Nord-Nepal, nahe der tibetischen Grenze, stellt einen ökologisch extremen Hochgebirgsraum nördlich des Himalaya-Hauptkammes dar. Das von Höhenlage und klimatischer Trockenheit geprägte Gebiet weist eine wechselvolle Siedlungsgeschichte und vielfältige ethnische und kulturelle Gliederung auf. Ackerbau ist nur in Bewässerungsoasen möglich. Die Segetal- und Ruderalflora erfüllt vielfältige ökologische Funktionen, außerdem kommt ihr erhebliche Bedeutung als landschaftsökologischem Indikator zu. Durch vergleichende Untersuchungen in Dörfern verschiedener Höhenlage, Geschichte und ethnischer Zugehörigkeit soll die Flora der Acker- und Ruderalflächen in ihrer Abhängigkeit von natürlichen und agrarökologischen Faktoren herausgearbeitet werden. Es soll geprüft werden, ob aufgrund des floristischen Inventars der Siedlungen Rückschlüsse z.B. auf ihr Alter oder auf ethnospezifische Formen der Landnutzung möglich sind. Darüber hinaus soll die Ackerunkrautvegetation des Dorfes Kagbeni vegetationskundlich erfasst werden.

Arealbildung, Einnischung und Populationsoekologie anthropochorer Pflanzensippen

Der Anteil eingeschlepppter Pflanzenarten ist in allen Vegetationszonen der Erde im Steigen begriffen. Auch die Zahl derjehnigen Arten, die sich im Sekundaerareal rasch ausbreiten und durch die Entwicklung von Massenbestaenden zu oekologischen und oekonomischen Schaeden fuehren, steigt weltweit an. In unserem Projekt werden das Ausbreitungsverhalten und die Erfolgsstrategien von expansiven und in persistenten Massenbestaenden auftretenden in Mitteleuropa eingeschleppten Pflanzenarten untersucht (e.g. Bunias orientalis, Rorippa austriaca). Die Arealbildung und die oekologische Einnischung mitteleuropaeischer Arten wird auf der Suedinsel Neuseelands beobachtet. Benutzt werden vegetationsanalytische, demographische und experimentelle Ansaetze. Zielsetzung ist eine modellhafte und modellgestuetzte vergleichende Analyse von populationsoekologischen Strategien und Konkurrenzverhalten der Neophyten gegenueber assoziierten indigenen Arten und unter unterschiedlichen Stoerungsregimen, aus der sich auch Managementstrategien gegenueber (potentiell) schaedlichen Arten ableiten lassen. Die Untersuchungen an Bunias orientalis sind weitgehend abgeschlossen, ein Bestandssimulationsmodell ist in Bearbeitung .

LSG Arnsdorfer-Jessener-Schweinitzer Berge Gebietsbeschreibung Landschafts- und Nutzungsgeschichte Geologische Entstehung, Boden, Hydrographie, Klima Pflanzen- und Tierwelt Entwicklungsziele Exkursionsvorschläge Verschiedenes

Das LSG liegt in der Landschaftseinheit Südliches Fläming-Hügelland nordöstlich der Stadt Jessen und dehnt sich in östlicher Richtung bis zum jetzigen Ortsteil Schweinitz aus. Im Süden reicht es bis zur Schwarzen Elster, im Norden grenzt die Glücksburger Heide an. Die Bundesstraße B 187 Wittenberg-Herzberg quert das Gebiet im südlichen Teil. Der nördliche Teil des LSG wird von einem geschlossenen Waldgebiet eingenommen. Im westlichen Gebietsteil ist das Landschaftsbild durch vorhandene Reliefunterschiede abwechslungsreicher. Die waldfreien Wegränder weisen Teile von Trockenrasenvegetation auf. Als einzige Freifläche befindet sich nördlich der Diesthöhe die ”Hirtenwiese”. Der südliche Teil des LSG, der die Jessener und Schweinitzer Berge umfaßt, ist geprägt durch Flächen für Obst- und Weinanbau, die teilweise in den letzten Jahren gerodet wurden, nun brach liegen und mit Ruderalvegetation bewachsen. In diese Flächen sind einzelne Gehöfte der ehemaligen Obst- und Weinbauern eingestreut. Während der nördliche Teil des Gebietes ausschließlich von der Forstwirtschaft genutzt wurde und wird, sind der mittlere und der südliche Teil traditionelles Obstanbaugebiet mit einer typischen Streubesiedlung. Mindestens seit dem 16. Jahrhundert spielte auch der Weinanbau eine Rolle, wie es durch die ”Churfürstlich-Sächsische Wein-Gebürgs-Ordnung” von 1581 belegt ist. Später wurden vorrangig Himbeeren angebaut, so daß sich in den 20er und 30er Jahren dieses Jahrhunderts hier das größte Himbeeranbaugebiet Deutschlands befand. Später fand eine Umstellung auf Erdbeeren statt, die dann aufgrund ökonomischer Zwänge durch Baumobst, besonders Apfel, Pfirsich und Sauerkirsche, abgelöst wurden. Gegenwärtig sind große Flächen gerodet. In der eigenartigen Geologie des kleinen Höhenzuges liegt auch das Vorkommen von rudimentären Braunkohleflözen unter einem ungefähr 30 m mächtigen Deckgebirge begründet. Braunkohle wurde im Gebiet der Nord- und Westabdachung der Arnsdorfer Berge in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts im Tiefbau gewonnen. Erste Untersuchungsarbeiten sind für 1864 überliefert. Ab 1867 entstanden mehrere Schächte mit Teufen bis zu 35 m, zum Beispiel „Grube 529“, 1870 umbenannt in Grube Gorrenberg. Die komplizierten Lagerungsverhältnisse (Schollen, Sättel) und zahlreiche Wassereinbrüche ließen den unwirtschaftlichen Bergbau bereits 1876 zum Erliegen kommen. Zahlreiche Gruben sind rißkundlich in den Unterlagen der Bergsicherung Cottbus belegt. Die ehemaligen Schächte, als Pfeilerbruchbau angelegt, markieren sich im Waldgebiet heute als sogenannte Einbrüche. Elsterkaltzeitliche Beckenschluffe und –tone wurden im Gebiet der Oberberge, südlich der B 187 sowie westlich Schweinitz abgebaut. Der Tonabbau ist seit mindestens 1702 belegt. Es existierten mehrere Ziegeleien. Der letzte Abbau, das Ziegelwerk Gorrenberg, wurde 1997 eingestellt. Die Gruben sind heute meist wassergefüllt, es haben sich bereits wieder Kleingewässer- und Röhrichtbiotope entwickelt. Auch eine Gewinnung von Sand und Kies findet nicht mehr statt. Die aufgelassenen Gruben liegen entweder trocken, wie an der Alten Schweinitzer Straße nördlich der Schwarzen Elster, oder wurden verfüllt und rekultiviert. Die Aufforstung der Arnsdorfer und der Jessener Berge sowie die heutige Gliederung des Wegenetzes erfolgten in der Zeit von 1886-1891, nachdem der preußische Staat großflächig das Ödland aufkaufte. Die heute vorhandenen Althölzer sind also alle zwischen 105 bis 110 Jahre alt und stammen aus der ersten Waldgeneration. Der Erstaufforstung des heutigen Landeswaldanteils in den Arnsdorfer und Jessener Bergen erfolgte entsprechend der wirtschaftlichen Konzeption großflächig mit Gemeiner Kiefer. Die Schweinitzer Berge, also die nach Osten abfallenden Hänge, befanden sich schon seit Menschengedenken in forstwirtschaftlicher Nutzung. Die Wasserwirtschaft ist mit einem Hochspeicher und die Telekom mit einer Sendeeinrichtung im Gebiet präsent. Gegenwärtig wird das Landschaftsschutzgebiet zunehmend für das Erholungswesen erschlossen. Es wurden thematische Wanderwege zum Obst- und Weinanbau angelegt, und mehrere Gaststätten bzw. Hotels laden zum Verweilen ein. Das LSG umfaßt den Erosionsrest einer Stauchendmoräne. Sie wurde während des Warthestadiums der Saalekaltzeit durch das Gletschereis aufgeschuppt und ist ein Überbleibsel einer Kette von Hochlagen, die der Schweinitz-Lebuser Endmoränenstaffel angehören. Die Berge des LSG überragen die umliegenden Niederungen um fast 60 m. Die höchsten Erhebungen sind der Himmelsberg (132,2 m über NN) und die Diesthöhe (128,6 m über NN). Ähnliche Höhenlagen werden erst wieder in über 20 km Entfernung, im Wittenberger Fläming sowie in der Dübener Heide erreicht. Das Relief in der Umgebung der Stauchendmoräne ist nur wenig gegliedert. Es wurde vor allem durch Schmelzwasser des Lausitzer Urstromtals geprägt. Dieser Teilabschnitt des Breslau-Bremer Urstromtals führte während des Abtauens der warthestadialen Inlandeismassen die von Norden aus dem Fläming heranströmenden Schmelzwasser in Richtung Wittenberg-Magdeburg ab und nahm zeitgleich die von Süden kommenden Flüsse auf. Es wurden vor allem Sande und Kiese abgelagert. Am Rande der Endmoräne treten sie morphologisch in Form umlaufender Terrassen in Erscheinung, die unterschiedliche Abflußniveaus im Urstromtal anzeigen. Das LSG wird durch zahlreiche Trockentäler gegliedert. Sie wurden während der letzten Kaltzeit, der Weichselkaltzeit, angelegt. Das Inlandeis kam damals zirka 50 km weiter nördlich zum Stillstand (Brandenburger Eisrandlage). Das Gebiet des LSG gehörte zum von Frostprozessen beherrschten Periglazialraum. Im ehemaligen Urstromtal floß der Lausitzer Strom, ein System von verwilderten Flüssen und Bächen. Auf Dauerfrostböden konnten Niederschläge nicht versickern, so daß auch im Bereich gut durchlässiger Sande und Kiese ein oberirdischer Abfluß erzwungen wurde. Die zahlreichen radial angeordneten Tälchen liegen heute trocken, da mit dem Schwinden des Dauerfrostbodens zu Beginn der jetzigen Warmzeit, des Holozäns, eine gute Versickerung von Niederschlagswassern möglich wurde. Alter und Entstehung der in die Moräne eingestauchten Sedimente sind mannigfaltig. Im Gebiet der bewaldeten Nordabdachung stehen vereinzelt tertäre Bildungen an. Sie treten zumeist in Form zerrissener Schollen auf und sind die bei weitem ältesten Sedimente des Jessener Raumes. Es handelt sich um Feinsande, Schluffe und Braunkohlen aus dem Miozän. An der Südabdachung bezeugen mehrere aufgelassene Ziegeleigruben die Oberflächennähe von eng gebänderten Schluffen und Tonen. Diese Ablagerungen stammen aus einem großen elsterkaltzeitlichen Seebecken, der sogenannten Elbetalwanne im Gebiet von Torgau bis Dessau. Sie liegen stauchungsbedingt in den Jessener Oberbergen 80 bis 100 m über ihrem Ursprungsniveau. Die verbreitet anstehenden Sande und Kiese entstammen überwiegend Flußablagerungen, die zum Teil präglaziales Alter haben, meist aber dem frühsaalekaltzeitlichen Berliner Elbelauf zugeordnet werden können. Die Elbe floß zu diesem Zeitpunkt, vor der Entstehung des Flämings, über Jessen direkt in Richtung Norden. Besonders im Westteil des LSG kommt Geschiebelehm vor. Er wurde mit dem Niedertauen des Gletschereises abgelagert. Den Südrand des LSG bildet eine markante Erosionsstufe zur holozänen Aue der Schwarzen Elster. Das LSG erfaßt die Bodenlandschaft der Arnsdorfer Berge, die entsprechend ihres geologischen Aufbaues eine Insel in den Niederungssanden der Bodenlandschaft der Elbe-Elster-Terrassen bilden. Es dominieren Braunerden (podsolige Braunerden und Acker-Braunerden) bis Braunerde-Podsole aus Geschiebedecksand über Schmelzwassersanden. In den Randbereichen des LSG, und in Senken sind Gley-Braunerden bis Podsol-Gley-Braunerden entwickelt. Gley-Posdole sind an die Verbreitung geringmächtiger Flugsanddecken über Niederungssand gebunden. Dünen mit Regosolen bis Podsolen haben nur geringe Verbreitung. Der Raum Jessen gehört zum stark kontinental beeinflußten Binnentiefland mit relativ niedrigen Niederschlagssummen von durchschnittlich 598 mm. Die mittlere Jahrestemperatur beträgt 8,6° C. Der Südhang der Jessener Berge ist durch seine Sonnenscheinexponiertheit wärmebegünstigt. Ein Wärmeausgleich durch die Nähe zur Elsteraue und die leichte Bodenerwärmung kennzeichnen diesen LSG-Teil. Artenarme Kiefernforste mit Land-Reitgras, Draht-Schmiele und Heidelbeere in der Bodenschicht dominieren. Nur vereinzelt sind Laubgehölz-Randbepflanzungen vorhanden. Auf den trockenen Standorten des Landschaftsschutzgebietes finden sich neben Borstgras, Silbergras und Heidekraut mehrere Habichtskrautarten, Sand-Segge, Gemeine Grasnelke, Heide-Nelke, Echtes Labkraut, Gemeine Schafgarbe, Zypressen-Wolfsmilch, Echter Thymian, Feld-Beifuß, Berg-Jasione, Reiherschnabel, Acker-Wachtelweizen und die gefährdete Kriech-Weide. Auf den wenigen feuchten Standorten, insbesondere auch in der Folgelandschaft des Tonabbaus, wachsen Flatter-, Glieder- und Knäuel-Binse sowie Wald-Simse, Kuckucks-Lichtnelke, Pfeifengras, Sumpf-Kratzdistel, Sumpf-Ziest, Schwarzfrüchtiger Zweizahn, Gilbweiderich, Blutweiderich und die gefährdeten Arten Wassernabel und Sumpf-Schafgarbe. An den Restgewässern der Tongruben entwickeln sich Bestände aus Schilf, Breit- und Schmalblättrigem Rohrkolben sowie Bruch- und Grau-Weide. Mehrere trockene und feuchtere Gebüschgruppen im Gebiet werden von Eingriffligem Weißdorn, Hunds-Rose, Schwarzem Holunder, Hasel, Korb-Weide, Hänge-Birke, aber auch Sanddorn, Quitte und Mahonie gebildet. Eine strukturreiche Grünlandfläche mit überwiegend trockeneren Standorten und einer feuchten Pfeifengras-Binsen-Wiese im südlichen und zentralen Teil sowie einem dichten Adlerfarnbestand in der südöstlichen Ecke ist die ”Hirtenwiese”. Sie wird von älteren Stiel-Eichen, Rot-Buchen, Hänge-Birken und Kiefern umgrenzt. Von den im LSG vorkommenden Säugetieren sind besonders Reh, Wildschwein, Rotfuchs und Dachs in den Waldgebieten sowie Feldhase, Wildkaninchen, Steinmarder und Mauswiesel in den offenen Bereichen zu nennen. Die insgesamt artenreiche Vogelwelt ist unter anderen durch Mäusebussard, Habicht, Bunt- und Schwarzspecht, Ziegenmelker, Kolkrabe, Heidelerche, Gartenbaumläufer und Kleiber im Waldgebiet sowie Hausrotschwanz, Steinschmätzer, Baumpieper, Neuntöter und Star in den offenen Bereichen vertreten. Auch wurden im LSG sporadische Bruten des bestandsgefährdeten Wiedehopfes festgestellt, zuletzt 1991. Von den Kriechtieren und Lurchen kommen in den trockenen Bereichen Zauneidechse und in den feuchteren Erd- und Knoblauchkröte, Teich- und Kammolch vor. Als wirbellose Tierarten sind im Gebiet besonders die Vertreter der Tagfalter (zum Beispiel Trauermantel), der Käfer (wie Leder-Laufkäfer, Walker und Nashornkäfer) und der Schnecken (beispielsweise Hain-Bänderschnecke) sowie der Heuschrecken (zum Beispiel Blauflügelige Ödlandschrecke) hervorzuheben. Der Nashornkäfer war früher häufig. Mit der Einstellung der Mostproduktion und der Kompostwirtschaft erfolgte der fast vollständige Zusammenbruch der Population. Die Hauptattraktivität des Gebietes ist das außerordentlich prägende Landschaftsbild der Stauchendmoräne mit hervorragenden Aussichtsmöglichkeiten von den Jessener Bergen in die Elster- und Elbeaue. Die Offenhaltung dieser Sichten und sichtexponierten Flächen ist eines der wichtigsten Entwicklungsziele des LSG. Die Erhaltung und die Entwicklung des Obst- und Weinanbaus sowie der Forstwirtschaft sind für die Sicherung der Charakteristik des Gebietes unbedingt erforderlich. Die ersten Ansätze sind mit neuaufgerebten Weinflächen sowie dem Obst- und Wein-Wanderweg geschaffen. Eine schrittweise Umwandlung der artenarmen Kiefernforste in Waldgesellschaften, die der potentiell natürlichen Vegetation entsprechen, ist durchzuführen. Besonders die Waldgebiete am Südabhang müßten in einen wärmeliebenden Fingerkraut-Eichentrockenwald überführt werden. Aber auch die nördlicher gelegenen Waldgebiete sind schrittweise in naturnahe Stieleichen-Hainbuchenwälder umzuwandeln. Soweit die entstandenen Freiflächen an den Südhängen nicht für Obst- und Weinanbau wieder genutzt werden, könnten sie als Streuobstwiesen oder mit lockerer Gehölzvegetation entwickelt werden. Insgesamt sollte das LSG für einen ökologisch verträglichen Tourismus genutzt und weiter erschlossen werden. Ausgehend von der Gaststätte ”Bergschlößchen” an der B 187 mit der gegenüber aufgestellten historischen Weinpresse kann das Gebiet über Rundwanderwege erschlossen werden. Diese Wege führen am Südhang durch aufgerebte Weinflächen und die verbliebenen Obstkulturen bis auf die höchste Erhebung, den Himmelsberg, von wo sich bei klarem Wetter eine ausgezeichnete Fernsicht über die Elsteraue und die Annaburger Heide bis zur Elbeaue bietet. Ausgedehnte Wanderungen können die nördlich angrenzenden Waldgebiete bis zur Hirtenwiese einbeziehen oder sogar die Glücksburger Heide erreichen. Ein Besuch des Gebietes ist als Abstecher vom länderübergreifenden Elsterwanderweg möglich. Weinbau auf den Jessen-Schweinitzer Bergen Die Einführung des Weinbaus in der Jessener Gegend ist mit der Tätigkeit des Mönchsordens der Antoniter im frühen Mittelalter verbunden. Die erste urkundliche Erwähnung ”der agker uff dem Gorrenberge” ist von 1420 datiert. Im 15. und 16. Jahrhundert erreichte der Weinbau mit einer Fläche von 1 200 Morgen, das sind 300 ha, seine größte Ausdehnung. Auch Martin Luther soll ein Freund des Gorrenberger Weines gewesen sein. Mit der Unterschrift von Kurfürst Christian vom sächsischen Hof wurde am 23.4.1581 eine ”Churfürstlich Sächsische Weingebürgsordnung” herausgegeben, in der 26 verschiedene Tätigkeiten aufgeführt sind, die der Winzer das Jahr über zu leisten hatte. Nach dem Wiener Kongreß 1815, als das bisher sächsische Amt Schweinitz zu Preußen kam, ging der Weinbau ständig zurück. Nach dem II. Weltkrieg war der Weinbau auf den Jessener Bergen bis auf 1,25 ha fast verschwunden. Mitte der 70er Jahre wurde festgelegt, den Weinbau im Jessener Gebiet zu erhalten und insgesamt 3,2 ha mit den Sorten ”Riesling”, ”Müller-Thurgau” und ”Scheurebe” wieder aufzureben. Gegenwärtig wird der Weinbau von der Jessener Gartenbaugenossenschaft und den alteingesessenen Winzerfamilien Hanke und Zwicker/Döbelt aufrechterhalten. Während noch heute in Meißen die Trauben der Gartenbaugenossenschaft und des Weinausschanks Döbelts verarbeitet werden, keltert das Weingut Hanke seine Trauben im eigenem Keller und mit eigener Technik. In einigen Gaststätten und Weinlokalen rund um die Jessener Berge wird dieser Wein heute angeboten. veröffentlicht in: Die Landschaftsschutzgebiete Sachsen-Anhalts © 2000, Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt, ISSN 3-00-006057-X Die Natur- und Landschaftsschutzgebiete Sachsen-Anhalts - Ergänzungsband © 2003, Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt, ISBN 3-00-012241-9 Letzte Aktualisierung: 18.11.2025

LSG Elsteraue Gebietsbeschreibung Landschafts- und Nutzungsgeschichte Geologische Entstehung, Boden, Hydrographie, Klima Pflanzen- und Tierwelt Entwicklungsziele Exkursionsvorschläge

Das LSG erstreckt sich im nordöstlichen Teil des Burgenlandkreises über etwa 10 km von Südwesten nach Nordosten und umfaßt die Talaue der Weißen Elster nördlich der Stadt Zeitz bis zur Landesgrenze zum Freistaat Sachsen bei Profen. Es repräsentiert den südlichen Teil der Landschaftseinheit Weiße- Elster-Tal. Die Höhendifferenz des Gebietes von zirka 17 m (ca. 148 m über NN im Südosten bei Zeitz und zirka 131 m über NN bei Lützkewitz) ist klein. Somit steht der Weißen Elster auf der Fließstrecke durch das LSG nur ein geringes Gefälle zur Verfügung. Letzteres ist auch die Ursache für den im Gebiet weitgehend unbegradigten und ausgeprägt mäandrierenden Verlauf des Flusses. Die Weiße Elster hat sich in die Auensedimente eingeschnitten und bildet ein breites Sohlental. Die Aue der Weißen Elster wird im Gebiet im Wesentlichen aus Grünland gebildet, das bisher intensiv genutzt wurde. Teile der Aue sind zu Ackerland umgewandelt worden, so daß diese im LSG bis auf wenige Auengehölze waldfrei ist. Der landschaftliche Reiz dieses Teils der Elsteraue liegt auf der einen Seite in dem charakteristischen Relief, das durch die sowohl markanten als auch harmonischen Siedlungsansichten von Bornitz, Predel oder Profen noch verstärkt wird. Auf der anderen Seite findet sich ein Äquivalent in dem Mikrorelief der eigentlichen Aue, verursacht durch die zum Teil trocken gefallenen Altwasser, aber insbesondere durch die ausgeprägte Mäandrierung der Weißen Elster von Ostrau bis Profen. Auenlandschaften mit ihren alljährlichen Hochwasserereignissen wurden in der frühen Siedlungszeit nur zögerlich besiedelt, so auch die Elsteraue. Durch die Überschwemmungen kam es zur Ablagerung von Auenlehm und dadurch stellenweise zu Erhöhungen. Auf diesen kleinen Hügeln, sogenannten Warften, die bei Hochwasser trocken blieben, liegen die alten Siedlungen, so zum Beispiel mehrere Weilergehöfte und die Waalburg in der Ortschaft Göbitz und die auf einem Turmhügel stehende Wasserburg Etzoldshain. Die im Überflutungsbereich liegenden Siedlungsteile sind heute durch ein differenziertes Deichsystem in Verbindung mit der die Abflußspitzen dämpfenden Talsperre im Oberlauf nur noch wenig gefährdet. Die Landschafts- und Nutzungsgeschichte des Gebietes wird durch großflächige Waldrodungen mit anschließender Ackernutzung geprägt. Die verbreitetste Form der Bodennutzung vom Hochmittelalter bis in das 18. Jahrhundert war die Dreifelderwirtschaft, das heißt der Wechsel von Wintergetreide, Sommergetreide und Brache. Teilweise wurde der Boden auch schon intensiver genutzt. Seit Mitte des 18. Jahrhunderts säte man in die Brache Futterkräuter, vor allem Klee, für die Stallfütterung ein. Der Rittergutsbesitzer Johann Christian Schubart demonstrierte auf seinen Gütern bei Zeitz diese vorteilhafte Neuerung, worauf er 1784 von Joseph II. anerkennend den österreichischen Adelstitel „Edler von Kleefelde“ verliehen bekam. Vom verstärkt durchgeführten Braunkohlenabbau, besonders auch in der Umgebung von Profen, blieb lediglich das engere Tal der Weißen Elster verschont, wenn es auch durch Grundwasserabsenkung und Abwassereinleitung in die Weiße Elster stark beeinträchtigt wurde. Verschiedene Nutzungsansprüche wie Verkehrs- und Siedlungsentwicklung, Kiesabbau und Trinkwassergewinnung werden an das LSG gestellt und stehen oft im Widerspruch zu den Schutzzielen. Zur Kultur- und Technikgeschichte gehören auch die im 16. Jahrhundert angelegten Kanalbauten, zu denen der Zeitzer Floßgraben zählt. Ein Teilabschnitt verläuft unmittelbar hinter der nordwestlichen Gebietsgrenze. Er diente als Transportweg für Holz in die Städte Leipzig, Pegau, Zeitz und Halle. Mit dem Wasser des Grabens wurden auch Triebwerke und Mühlen betrieben. Dieser Floßgraben ist als technisches Bauwerk bedeutsam. 81 hölzerne und steinerne Brücken queren ihn, darunter die am Nordrand des LSG gelegene ”Märzenbrücke” bei Profen. Zu den bemerkenswerten Punkten gehört auch die Fallflut unmittelbar westlich des Schutzgebietes bei Bornitz. Bei Zeitz erreicht die Weiße Elster die durch mächtige Tertiär- und Quartärablagerungen gekennzeichnete Leipziger Tieflandsbucht. Der tiefere Untergrund besteht aus Gesteinen des Buntsandsteins. Darüber lagern diskordant terrestrische und marin beeinflußte Sedimente aus dem Eozän und dem Oligozän mit eingeschalteten Braunkohlenflözen. Die ältesten quartären Bildungen im LSG sind frühelsterkaltzeitliche Schotter der Weißen Elster. Sie sind auf der rechten Talseite außerhalb der Aue unter dem rezenten Auenniveau erhalten. Darüber folgen verbreitet zwei durch Schmelzwasserbildungen getrennte Elster-Grundmoränen, von denen die mächtige untere Grundmoräne den südöstlichen Talhang aufbaut. Auf der linken Talseite beginnt das Quartär bei Zangenberg mit spätelster-kaltzeitlichen Schmelzwassersanden und -kiesen und fraglichen holsteinwarmzeitlichen Seesedimenten. Im Verbreitungsgebiet der frühsaalekaltzeitlichen Hauptterrasse der Weißen Elster sind die älteren quartären Ablagerungen teilweise erodiert oder völlig ausgeräumt. Der Schotterkörper ragt nur wenig über das rezente Auenniveau hinaus und ist auf der linken Talseite, zwischen Tröglitz und Traupitz auch auf der rechten Seite, erhalten. Links der Weißen Elster dominieren saalekaltzeitliche Bildungen, die örtlich auch auf der gegenüberliegenden Talseite das elsterglaziäre Stockwerk, eine Grundmoräne und Schmelzwassersedimente, überdecken. Das LSG befindet sich im Bereich der Maximalausdehnung des Saale-Inlandeises. Den hangenden Profilabschluß bildet die weichselkaltzeitliche Lößdecke. Im Auenbereich sind keine älteren quartären Bildungen erhalten geblieben. Hier lagern die holozänen Auensedimente über der weichselkaltzeitlichen Niederterrasse und dem Präquartär, das heißt Tertiär, im Süden Buntsandstein. In diesem Abschnitt der Elsteraue dominieren Vegas, in tieferen Lagen treten Gley-Vegas und sehr selten Gleye auf. Die Ablagerungen in den Auen sind sehr jung und lassen sich wie folgt gliedern: Rezent wird jüngster Auenlehm meist in Flutrinnen abgelagert und bildet Humusgleye. Im Mittelalter und früher entstand der jüngere Auenlehm, aus dem sich Vegas und Vegagleye bildeten. In der Jungsteinzeit/Bronzezeit entstand der ältere Auenlehm mit Bodenbildungshorizont sowie Holzresten und Stücken von verkohltem Holz. Aus dem Spät-Pleistozän und Holozän stammen tonige-schluffige Mudde von zirka 0,6 m Mächtigkeit sowie Sande und Kiese der holozänen Terrasse und Reste der Niederterrasse. Sande und Kiese haben sowohl als Grundwasserleiter als auch als Rohstofflagerstätte Bedeutung. Die Auenlehme der Elsteraue sind karbonatfrei. Die hydrologische Situation ist gekennzeichnet durch einen relativ hohen Grundwasserstand, durch den eingedeichten, zum größten Teil naturnahen, teilweise aber auch begradigten Flußlauf der Weißen Elster, den naturnahen Ostrauer Mühlbach, den Mühlgraben bei Profen, den Maibach-Vorfluter und mehrere Entwässerungsgräben sowie temporäre Altwasser. Das LSG liegt in einer Übergangslage am Rande des Leegebietes der Mittelgebirge im Westen und des subkontinentalen Binnenlandes im Osten. Das Klima des LSG ist wärmebegünstigt mit einem langjährigen Mittel von 8,6°C Jahrestemperatur und relativ niederschlagsarm. Das langjährige Mittel beträgt 575 mm Niederschlag. Im Gebiet des LSG ist die kolline Ausbildung des Traubeneichen-Hainbuchenwaldes die potentiell natürliche Vegetation. Die ursprüngliche Vegetation erfuhr jedoch tiefgreifende Veränderungen durch Waldrodung, intensive Landwirtschaft, Bergbau und verarbeitende Industrie. Die Ufer beziehungsweise Auen der Weißen Elster wurden ursprünglich von Auenwäldern eingenommen, die gegenwärtig nur noch vereinzelt anzutreffen sind. Heute ist die Elsteraue gekennzeichnet durch inhomogene Pflanzengesellschaften der Wälder und Gebüsche, überwiegend durch die intensive Nutzung geprägte artenärmere Fettwiesen nasser bis frischer Ausbildung, nitrophytische Hoch- beziehungsweise Uferstaudenfluren und Ruderalgesellschaften sowie kleinflächige Wasserpflanzen- oder Röhrichtgesellschaften. Im einzelnen sind dies Pappel-, Weiden- und Erlengehölze und Weidengebüsche sowie Erlen-Eschenbestände als Fragmente beziehungsweise Ersatzgesellschaften des Silberweidenauenwaldes. Diese entlang von trockengefallenen Altwassern, Wegen und vor allem in den Mäanderschleifen stockenden Auengehölze, überwiegend aus Hybrid- oder Balsam-Pappel, Silber-Weide, Esche, Rot-Erle, Eiche und Winter-Linde sowie Strauchweiden, wie Purpur-Weide, Korb-Weide und Bruch-Weide, sind nur mäßig naturnah ausgebildet und unterliegen meist einer Unterweidung, so daß sich eine zusammenhängende Strauch- und Krautschicht nur in wenigen Fällen ausbilden konnte. Als Ersatzgesellschaft des frühjahrsgeophytenreichen Eichen-Ulmen-Hartholz-Auenwaldes wird der Bestand südwestlich von Zangenberg angesehen. Charakteristische Arten für die Kraut- und Strauchschicht sind zum Beispiel Hasel, Faulbaum, Holunder, Seidelbast, Einbeere, Aronstab und Vielblütige Weißwurz. Die intensiv genutzten Wiesenbereiche sind derzeit als relativ artenarm einzustufen, erst bei extensiverer Bewirtschaftung weisen die Auenwiesen eine dem Standortcharakter entsprechende Artenvielfalt auf. Feuchtlebensräume beziehungsweise Gewässerbiotope wie Altarme oder -wasser, Gräben oder Tümpel mit zeitweiliger oder ständiger Wasserführung sind potentiell durch eine vielfältige Vegetation mit Wasserpflanzen- und Verlandungs-Gesell-schaften wie Röhrichte und Großseggenriede geprägt. Floristische Besonderheiten oder Arten der „Roten Liste“ sind derzeit kaum vertreten, was auf die zu intensive landwirtschaftliche Nutzung zurückzuführen ist. Hervorzuheben sind Feldlöwenmaul und Herbstzeitlose sowie Schwanenblume, Hohe Schlüsselblume und Braunstieliger Streifenfarn. Das Mosaik der Auengehölze in Verbindung mit den Auenwiesen und den unterschiedlichen Gewässerstrukturen bietet einer mannigfaltigen Fauna Lebensraum. Von den Säugetieren wurden unter anderem nachgewiesen: Waldspitzmaus, Zwergspitzmaus, Wasserspitzmaus, Gartenspitzmaus, Feldspitzmaus, Maulwurf, Feldhase, Zwergfledermaus, Wasserfledermaus, Abendsegler, Breitflügelfledermaus, Braunbrustigel, Zwergmaus, Mauswiesel, Iltis und Dachs. An Vögeln sind insbesondere die charakteristischen Arten Rot- und Schwarzmilan und Eisvogel zu erwähnen. Von überregionaler Bedeutung ist das Vorkommen des vom Aussterben bedrohten Steinkauzes im LSG. Wie das Rebhuhn ist auch der bedrohte Feldhase ein Indikator für den Strukturreichtum des Gebietes. Zahlreiche Mollusken wie zum Beispiel Große Schwarze Wegschnecke und Weinbergschnecke bewohnen den meist feuchten Bodenbereich. Hervorhebenswert ist weiterhin das Vorkommen des stark bedrohten Hirschkäfers und des in Sachsen-Anhalt vom Aussterben bedrohten Ufer-Laufkäfers. Von den Libellenarten werden Gebänderte Prachtlibelle, Glänzende Binsenjungfer und Gemeine Winterlibelle aufgeführt. Auch eine artenreiche Schmetterlingsfauna kommt in Abhängigkeit vom Blütenangebot im LSG vor: Gelbwürfliger Dickkopffalter, Rostfleckiger Dickkopffalter, Schwalbenschwanz, Aurorafalter, Zitronenfalter, Tagpfauenauge, Admiral, Distelfalter, Kleiner Fuchs, C-Falter, Landkärtchenfalter, Kaisermantel, Schachbrett, Schornsteinfeger, Gemeines Wiesenvögelchen und Faulbaum-Bläuling sind einige der Arten. Die trotz der Gewässerbelastung noch relativ reiche Fischfauna der Weißen Elster ist erwähnenswert. Dazu gehören: Döbel, Hasel, Karausche, Moderlieschen sowie Schmerle. Als Folge der Gewässerbeeinträchtigungen, beispielsweise durch Ausbaumaßnahmen, Beweidungen der Ufer, Nährstoffeintrag durch angrenzende Ackerflächen oder Abwassereinleitungen in Siedlungsnähe, entspricht das vorkommende Artenspektrum jedoch keineswegs dem potentiell möglichen. Dennoch muß diesen Fischbeständen als Besiedlungspotential der Elster große Bedeutung geschenkt werden. Ein wichtiges Entwicklungsziel ist die Extensivierung der Wiesennutzung zur Gewährleistung der standörtlichen Naturhaushaltsfunktionen sowie zur Erhöhung der Lebensraumqualität und damit der Artenvielfalt. Von besonderer Bedeutung ist die Erhaltung beziehungsweise Regenerierung artenreicher, strukturierter Feucht- und Naßwiesen unter anderem durch Festsetzung entsprechender Mahdtermine und Weidenutzung mit geringem Viehbesatz. Schließlich sollte langfristig auch die Umwandlung aller im Überflutungsbereich gelegenen Ackerflächen in Wiesenflächen gewährleistet werden, um die Funktion als Retentionsraum zu sichern. Ein weiteres Ziel für die Entwicklung des gesamten Auenbereiches sind auch der Erhalt bzw. die Aktivierung des natürlichen Flußabschnittes der Weißen Elster zwischen Ostrau und Profen sowie die Etablierung der Weichholz-Silberweidenaue in geeigneten Teilbereichen. Wesentlich ist auch die Erhaltung und Förderung des typischen Artenspektrums der Fischfauna, besonders durch die Herstellung der ökologischen Durchlässigkeit auf der Länge der gesamten Fließstrecke und Verbesserung der Wasserqualität durch Verhinderung von Einträgen belastender Stoffe. Eine Aufwertung des Landschaftsbildes, speziell der Uferzonen, wird durch naturnahe standortheimischer Gewässerbegleitgehölze erreicht. Die Erhaltung der Altwasser in ihrer auentypischen Arten- und Standortsvielfalt ist Pflege- und Entwicklungsziel dieses Teilbereiches, da sie unter anderem als Lebensraum zahlreicher Pflanzen- und Tierarten innerhalb des Biotopverbundes wichtige Funktionen besitzen. Die Gehölze sind schrittweise in standortgerechte naturnahe Bestände der Hartholzaue mit dominanter Esche, Eiche und Ulme umzuwandeln. Dazu gehört auch die Neuanlage beziehungsweise sinnvolle Erweiterung der vorhandenen Streuobst- und Kopfbaumbestände. Feldgehölze, Baumreihen und Einzelbäume stellen neben ihrer prägenden Bedeutung für das Landschaftsbild auch wichtige Trittsteine im Biotopverbund zwischen den einzelnen Naturraumelementen als Lebensräume zahlreicher Tierarten dar. Bei einer Wanderung durch das LSG, teils in Ufernähe der Weißen Elster, teils durch die Wiesenlandschaft, können sowohl die landschaftlichen Besonderheiten als auch, mit Geduld und Ruhe, einige charakteristische Vertreter der Tierwelt des Gebietes erlebt und beobachtet werden. Abgerundet werden kann diese Wanderung mit dem Besuch der Wasserburg Etzoldshain und des Weilerdorfes Göbitz mit seiner kleinen Waalburg. veröffentlicht in: Die Landschaftsschutzgebiete Sachsen-Anhalts © 2000, Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt, ISSN 3-00-006057-X Die Natur- und Landschaftsschutzgebiete Sachsen-Anhalts - Ergänzungsband © 2003, Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt, ISBN 3-00-012241-9 Letzte Aktualisierung: 18.11.2025

FFH0071LSA, FFH0073LSA Karte 2_1

741000 742000 743000 744000 745000 746000 747000 Leg ende BiotopeundLebensraum ty pen nach Anh ang Ider FFH- Rich tlinie-Bestand 5754000 5754000 0064-91E0-§ LRT-ID 0001-HHA-§ LRT-Code Kennzeichnung geschütztes Biotop Biotop-ID Biotop-Code Kennzeichnung geschütztes Biotop Wälder /Forste 91E0 - *Auenwälder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae) Geh ölze 0003 HKA § 0003 HKA § HEC - Baumgruppe/-bestand aus überwiegend einheimischen Arten HFY - Sonstiges Feuchtgebüsch (überwiegend heimische Arten) HHB - Strauch-Baumhecke aus überwiegend heimischen Arten HSB - Alte Streuobstwiese HGA - Feldgehölz aus überwiegend heimischen Arten HYY - Sonstiges Gebüsch HKA - Kopfweiden HED - Baumgruppe/-bestand aus überwiegend nichtheimischen Arten HRA - Obstbaumreihe HRC - Baumreihe aus überwiegend nichtheimischen Gehölzen ( ! HEA - Solitärbaum auf Wiesen HEB - Alter Einzelbaum, landschaftsprägend HEX - Sonstiger Einzelbaum HEY - Sonstiger Einzelstrauch Gew ässer 0003 HKA § 2550 HEB 2500 GMF 0001 HGA § ! ( ( ! 0002 GFY F 04 00 0002 GFY 0007 GMA GK 0004 FGK 0008 HGA § 0006 FGK 2575 HEC 2503 NUY 2576 6430 § 2575 HEC 0132 HEC 2577 HEB GK 0133 HYY 0006 FGK 0010 UDY ( ! 2575 HEC 2504 GMF 2576 6430 § 0134 6510 § 000 0011 HGA § 2578 GFY 4F 2503 NUY GK ( ! 2576 6430 § 2575 HEC 0136 NLC § 0101 HEA 0128 HGA § 2581 6440 § 0012 GIA 2579 HSB 0018 HEA 0131 GFD § 0127 6510 § 0129 GIA ( ! 0132 HEC ( ! 2514 HED 2502 HEY ( ! 0135 GFY § ( ! 0101 HEA 2580 NLA § 0101 HEA 0014 6510 § 0101 HEA ( ! ( ! 0126 FGR ( 2583 HEC 0105 HKA HKA §§ 0105 0017 HKA § 0018 HEA ! ( ! 2566 VWA 0137 6440 § 0015 6510 § ( ! 4004 91E0 § 0124 GFY 2567 HEC 0105 HKA § 0037 RSY 0016 6510 § 2573 HRA 0104 NUY 0037 RSY ( ! 0039 URA 2568 NUY 0106 URA ( ! 0139 HGA § ( ! (! (! ! ( ( ! ( ! 0101 HEA ( 0105 HKA § 0110 GMA ( ! (! ! 0107 6440 § 0041 HGA § 4002 NUY 0036 SEC § ( ! 2501 HEC 0138 GIA ( ! 2552 HEC ( (! ! (! (! ( ! 2501 HEC 4003 STE § 2565 HHB § 2564 HEA 0105 HKA § 2505 GIA 0040 HEB 0018 HEA ( ! ( ! 2562 HEC 2574 PYY 0101 HEA 2501 HEC ( ! ( ! 2559 HEC 0122 GIA ( ! ( ! 2560 HEC ( ! B W 0123 V 58 25 ( 0018 HEA ! 0040 HEB 0101 HEA HRC 2568 NUY 0040 HEB ( ! 0101 HEA D 0101 HEA 0018 HEA § ( ! ( ! 0121 VW 0119 GFE § ( ! ( ! ( ! ( ! ( 0018 HEA ! 0042 GMF 0123 HRC § 0021 UDY ( ! (! ! 0022 HGA § ( ! ( ( ! 0117 HEA ( ! ( ( ! 0101 HEA 0043 FGK ( ! ! 0046 FFD ( 0146 GIA 0118 GIA ! (! 0047 GMX 0020 GMF ( ! ( ! 2552 HEC 2570 6430 § ( ! ! 0045 6430 § ( ! 0101 HEA ( ! ( ! ( ( ! 0101 HEA ( ! ( ! 2569 BIY 0019 HEC 0145 GFY ( ! ( ! 0103 3150 § 0095 3270 § (! ! 0142 6440 § 2501 HEC 0141 GIA ( 0044 NUY 2552 HEC HEC 2552 0114 GMF 2554 HEC 0116 3150 § 2501 HEC 0101 HEA 0100 URA ( ! ( ! 2557 SEY § 2553 GFE § 0146 GIA 0237 FFD 0101 HEA 0032 GMF ( ! 0115 GIA 2556 HEB 0096 UDY ( 0024 GIA ! 0025 ZOY 2569 BIY 0102 GIA 0143 GFY 0145 GFY ( ! 0033 6510 § 2552 HEC 0114 GMF ( ! 0101 HEA ( ! ( ! ( ! 4001 91E0 § 0030 HEC 2571 6430 § 2553 GFE § ( ! 2585 2585 HEB HEB ( ! 0034 6510 § ( ! ! ( 4041 91E0 § ( ! 0582 3270 § ( ! ( ! ! 2764 HEC ( ( ! 0023 GIA ( ! 0235 HEA ( ! ( ! 0098 NLY § 4042 91E0 § ( ! ( ! 0235 HEA 0018 HEA 0236 GMF 0154 GIA ( ! 0149 GFY ( ! ( ! 0018 HEA ( ! 2572 NUY 0159 GMX 2552 HEC HEC ( ! 2552 2765 HFY ( ! ( ! ( ! ( ! A 0146 GIA ( ( ! ( ! 0092 HEA 2765 HFY ! W 2554 HEC 0160 HEC V 0154 GIA 0235 HEA 4091 WWC § 0099 GIA 0145 GFY ( ! 0235 HEA 0030 HEC 84 ( ! ( ! ( ! 4038 91E0 § 0048 GME 25 ( ! 0029 UDY ( ! 0160 HEC 2552 HEC ( ! 2589 UDY ( ! ! ( 0149 GFY ( ! 2506 6440 § 0049 UDY ( 0162 URA ! 2554 HEC 0092 HEA 0094 NUY ( ! 0150 GFY ( ! 0147 GFY 2766 HEC ( ! 0167 HEC 2554 HEC ( ! 0018 HEA 2585 HEB ( ! ( ! 0093 GIA ( ! ( ! ( ! 2563 HEX 2764 HEC 0159 GMX 0233 GIA 0154 GIA 0151 HGA § 2554 HEC 0163 GIA 0101 HEA 2766 HEC ( ! 0028 GIA 2586 HEB 2766 HEC 0167 HEC 0149 GFY 0166 NSD § ( ! 2554 HEC ( ! 2554 HEC 4039 91E0 § 0154 GIA 0092 HEA ( ! 0157 NUY 2552 HEC 0092 HEA ( ! ( ! 2588 HYY 0229 HEA 0167 0167 HEC HEC 4006 91E0 § ( ! 0153 6510 § 0155 HEA 0078 GIA 0165 NLC § ( ! 2554 HEC ( 0188 HEA ! 0026 GIA 2554 HEC 0086 GFE § 4005 91E0 § ( ! 0231 HEA 0171 HEA 00 04 F 2551 VWA 3150 - Natürliche eutrophe Seen mit einer Vegetation des Magnopotamions oder Hydrocharitions 5753000 FGK - Graben mit artenarmer Vegetation (unter als auch über Wasser) FFD - Ausgebauter Fluß ohne Arten des FFH- Fließgewässer-LRT FGY - Sonstiger Graben (verbaut) FGR - Graben mit artenreicher Vegetation (unter als auch über Wasser) SEC - Anthropogene nährstoffreiche Staugewässer SEY - Sonstige anthropogene nährstoffreiche Gewässer STB - Wiesen-Tümpel / Soll 2 258 F 0125 2561 VWD 5753000 2551 VWA 3260 - Flüsse der planaren bis montanen Stufe mit Vegetation des Ranunculion fluitantis und des Callitrichio-Batrachion 3270 - Flüsse mit Schlammbänken mit Vegetation des Chenopodietum rubri p.p. und des Bidention p.p. A VW 013 0 GK 0111 FG K 0109 F 6440 - Brenndolden-Auenwiesen (Cnidion dubii) B 6510 - Magere Flachland-Mähwiesen (Alopecurus pratensis, Sanguisorba officinalis) VW 0242 BIY ( ! 012 0 4040 HRB 0049 UDY 2554 HEC ( ! 2555 6430 § 0086 GFE § 0086 GFE § 0069 HEA ! ( 0183 URB 0191 NUY 0066 GFY 0077 NLB § 0067 GMA 0061 HEC 0070 HEX 0060 GMX 0058 GFY 0080 GFY ( ! 0075 GIA 2999 V WA 0055 GFX § 0056 HEC 0053 NUY ( ! ( 0178 HGA § ! 0180 GME 0178 HGA § 0204 URA 0188 HEA 0082 GMA 0064 NUY 0189 GIA 0190 3150 § 0193 HEA ( ! ( ! 0069 HEA ! ( ( ! 0057 6510 § 0235 HEA RSY - Sonstige Sandtrockenrasen (außerhalb von Dünen) / Pionierfluren (sofern nicht 2330, 6120) 2766 HEC 0235 HEA ( ! 0069 HEA 0074 NLB § ( ! 0080 GFY ( ! 2596 6430 § ( 4008 91E0 § ! ! ( 2590 NLB § 0324 HEA ( ! 0291 HGA § 0226 NLC § 0248 GMA 0223 GIA ( ! ! ( 0197 NLB § ( ! 0222 3150 § 0251 3150 § ( ! 2524 GFY ! ( 0254 NLC § 0219 HEA 0197 NLB § 0254 NLC § 0285 STB § 0217 GIA ( ! ! ( 0324 HEA 0257 GFE § 0260 6440 § 0208 3150 § 0214 NLB § 0261 HEB 0209 NLC § 0212 3150 § 0245 3270 § 2600 HFY 0258 GIA 0253 STB § 0216 GFY 0220 3150 § ( ! FFH-Gebiet 0073LSA-Elbaue zwischen Griebo und Prettin 0246 FFD 0263 6510 § 0324 HEA ( ! 0324 HEA ( 0286 NLB § ! 0265 GIA 0286 NLB § 0511 HEC VWA 0198 6510 § 2604 URA 0324 HEA ZOY - Sonstiger Offenbodenbereich BIY - Sonstige Bebauung PYY - Sonstige Grnanlage, nicht parkartig VWA - Unbefestigter Weg VWB - Befestigter Weg (wassergebundene Decke, Spurbahnen) FFH-Gebiet VWD - Fuß-/ Radweg (ausgebaut) 0071LSA-Untere Schwarze Elster 2602 HEC 0247 GMF 0211 GMA 0197 NLB § 4046 91E0 § 4047 91E0 § 0213 3150 § 4047 91E0 § 0512 NUY 2594 GIA URB - Ruderalflur, gebildet von ein- bis zweijährigen Arten UDY - Sonstiger Dominanzbestand URA - Ruderalflur, gebildet von ausdauernden Arten Bebauung /Verk eh rsf läch en 0289 HEA 0209 NLC § 0197 NLB § 0298 HRC 4010 91E0 § 0218 NLD § 0207 GFY 0294 HED 0244 HEC ( 2598 HEB ! 0221 GFE § 0210 GIA 0292 GIA 0295 NUY 2601 GMF 0202 6440 § 0200 GFY ( ! 0294 HED 2596 6430 § ( 0317 HEC ! 9 299 0193 HEA 0289 HEA 2595 6440 § ( ! 0197 NLB § 0074 NLB § ( ! 0294 HED ! ( 4008 91E0 § 0219 HEA 0219 HEA 0206 GIA 0194 NSD § 0080 GFY 0238 GMA ( ! 0324 HEA 0224 NPB § ( ! 0196 6440 § 4046 91E0 § NLA - Schilf-Landröhricht NLB - Rohrglanzgras-Landröhricht 0296 GIA 0289 HEA 0243 GFY NLY - Sonstiges Landröhricht 0289 HEA NLC - Wasserschwaden-Landröhricht ( ! ! 0244 HEC 0244 HEC ( ( ! ! ( 0297 HEC NLD - Rohrkolben-Landröhricht 2592 HEC ( ! 0289 HEA HEA 0289 0289 HEA NSD - Seggenried ( ! ( ! ( ! (! ! ( ( ! NPB - Pioniervegetation auf (wechsel-) nassen, nährstoffreichen Standorten (! (! ( ! ( ! ( ! ( (! ! (! ! 0297 HEC ( NUY - Sonstige feuchte Hochstaudenflur, Dominanzbestände heimischer nitrophiler Arten ((! ! ( ( ! ( ! ( ! ! 0289 HEA ( ! (sofern nicht 6430) 0244 HEC 0293 6440 § ( ! 0289 HEA Ruderalf luren 0294 HED 0225 HED ( 0176 HEA ! ( ! 4045 91E0 § 0241 HEB ( ! ( ! 6430 - Feuchte Hochstaudenfluren der planaren und montanen bis alpinen Stufe 2591 HEC 0289 HEA ( ! ( ! 0250 NLC § 0174 0174 GMA GMA 0175 GME ( ! 0176 HEA Röh rich te/Pionierf luren /Feuch teS taudenf luren 0240 NUY 5752000 ( ! 0230 HFY ( ! 0205 GIA 0063 NSD § 4044 91E0 § 0158 UDY 0249 GMA 0201 6440 § ( ! 0195 GFX § 0062 SEY § 0174 GMA 0160 HEC 0192 3150 § 0054 HEC 0052 BIY 0054 HEC 5751000 0185 GFE § ( 0199 NLC § ! 0059 GIA W A 0167 HEC ( ! 0229 HEA ( ! ( ! ! ( 0239 FGY ( ! VWA 0051 FFD 29 99 V 2766 HEC ( ! 0188 HEA 0182 NLY § 2764 HEC 0228 GMA 2999 2554 HEC 0184 GIA 2554 HEC ! ( ( ! 0050 3270 § 0170 NPB § 0173 GMF 0181 HEC 0084 GFY 0079 NLC § ( ! ! ( 0229 HEA 0169 NUY ( ! 0227 GFE § 4043 HRB 0049 UDY ( ! ! ( 0177 NUY 0049 UDY ( ! 2587 6430 § 2766 HEC 0160 2554 HEC 0179 FFD ! ( ( ! 0027 HEA 2585 HEB 0089 GIA 0089 GIA 2552 HEC ( ! 0156 3270 § 2999 VWA 5752000 0086 GFE § 0086 GFE § GFD - Seggen-, binsen- oder hochstaudenreiche Naßwiese GFE - Flutrasen GFX - Feuchtwiesenbrache GFY - Sonstige Feucht- oder Naßwiese GIA - Intensivgrünland, Dominanzbestände GMA - Mesophiles Grünland (sofern nicht 6510) GME - Dominanzbestände im mesophilen Grünland (sofern nicht 6510) GMF - Ruderales mesophiles Grünland (sofern nicht 6510) GMX - Mesophile Grünlandbrache (sofern nicht 6510) 5751000 VW B F GK 0013 5 012 FG R GK Grünland ( ! 0324 HEA ( ! 0215 6510 § 0282 GFX § 0214 NLB § 0262 3150 § 0264 GMA 0334 GME 0269 3150 § 0270 6430 § 0262 3150 § 0281 HEA 0283 FGK 2990 NLB § 4048 91E0 § 0266 GMA ( ! 0268 3150 § 0267 NLB § 0275 6440 § ( ! ( ! 0281 HEA 0277 NUY 0279 HEC 0278 NLC § 0272 6510 § 0337 GIA 0279 HEC 5750000 5750000 FFH-Gebiet 0073LSA-Elbaue zwischen Griebo und Prettin Teilk artenübersich t des FFH- Gebietes 0071LS A- UntereS ch w arzeElster und des FFH- Gebietes 0073LS A- Elbauezw isch en Griebo undPrettin Manag em entplan f ür dieFFH- Gebiete „UntereS ch w arzeElster“,FFH0071LS A,DE4143- 301, „Elbauezw isch en Griebo undPrettin“,FFH0073LS A, DE4142- 301,einsch ließlich dem EUS PA„Mündung sg ebiet der S ch w arz en Elster“, S PA0016,S CIDE4142- 401 Karte2_1: BiotopeundLebensraum ty pen nach Anh ang Ider FFH-Rich tlinie-Bestand Maßstab:1:10. 000 0 1 2 4 3 100 200 400 Meter ´ Auf trag g eber: 5 Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt, Abteilung 4 Auf trag g neh m er: Zur großen Halle 15, 06844 Dessau-Roßlau Tel./Fax: (0340) 230490-0 / 230490-29 eMail: info@lpr-landschaftsplanung.com 7 Bearbeiter: Dipl.-Ing. (FH) Anke Stephani 5749000 5749000 6 Planungsbüro für Ökologie, Naturschutz, Landschaftspflege und Umweltbildung 8 741000 742000 Genehmigungsnummer: DTK10 © GeoBasis-DE / LVermGeo LSA, [2019 / 010312] Es gelten die Nutzungsbedingungen des LVermGeo LSA Datum der Ausfertigung: 09/2022 Natura2000- Manag em entplanung im LandS ach sen- Anh alt 743000 744000 745000 746000 747000

FFH0071LSA, FFH0073LSA Karte 2_7

763000 3514 GMF 2067 GMF 764000 2073 GIA 3849 HEC 3770 HEA 2067 GMF 3770 HEA 3534 UDY 2044 NSD § ( ! 2045 GIA 3614 HEA ( ! 2080 UDB 2049 AID 3778 NUY 3617 HEC 2081 AID 3774 GFY 20 41 5739000 3849 HEC ( ! 3510 GMF 2074 STE § 766000 2043 6510 § 3776 6430 § 2075 HEB 765000 5739000 762000 VW A 761000 2076 BIB 2079 HEC 2050 GIA 3500 HED 3835 NLB § 3836 HRB § 2078 NLA § 2084 HHB § 2047 HEB 2172 FFD A VW 3825 BWY 2087 GMA 1 204 2082 HYB 2083 NUY 2077 GMA 3796 URA 2046 GIA 2052 HEB 2085 GMF 3950 FBF 2086 AID 3951 URA 3826 FGY 2048 6510 § 3776 6430 § 2102 V WA 2087 GMA 3618 VWB 3779 NLB § 2041 VW A 2100 NLB § 2089 STE § 3797 UDY 2112 AID 2109 GIA 2090 STE § 5738000 5738000 4133 91E0 § 2048 6510 § 2101 GIA 3955 HEC 3780 HEA ! ( 2108 HHB § 2104 NLB § ( ! WA ! ( V 1 204 3837 NLB § 2111 6510 § 3782 NUY 2136 NPB § 3782 NUY 2117 GIA 3953 HEC 2136 NPB § 3952 3150 § 3954 NUY 2107 HRC 2 210 2116 3150 § ( ! 2138 NSD § ( 3780 HEA ! NL B 2118 GIA 3840 GIA § 3838 GSA 3795 HEA 3 212 3839 HEX 3781 HEC 2105 HEC A VW 2119 HEC ( ! 3783 GMF 3784 NUY 2106 NUY 3841 HYA 2135 NPB § 2121 6510 § ( ! 5005 6510 § 2122 HYA 3850 6510 § 2125 6510 § 2134 GIA VW A 3795 HEA 2120 GMA 21 02 5737000 2114 HYA 5737000 2112 AID 2137 6510 § 2102 VWA 21 02 VW A 3797 UDY 2129 6510 § 2124 GIA 2130 GFE § 3843 URA ( ! 3829 HEC 3795 HEA 2139 VSB 2173 GIA 3842 NUY 3829 HEC 2126 NLB § ( ! 3827 HEC 3780 HEA VWA 2178 3150 § 2176 UDY ( 2175 NLB § ! 3789 URA 3789 URA 2127 GMA 3829 HEC ( ! 2131 NUY ( ! 2163 HGA § 3906 BIY 3925 VWC 3907 GMF ( ! 3909 HEA ( ! ( ! 2156 HGA § 3909 HEA 2145 6510 § 210 2 VW A 3789 URA ( ! ( 3780 ! HEA ( ! ! ( 3909 HEA ( ! ( ! ( (! ! ( ! ( ! (! ! ( ( ! (! ! ( 3787 HEA VW A 3909 HEA 2161 GMA 3787 HEA 2182 GMA 2166 GIA 3911 HGA § 3909 HEA 3790 URA 2159 6510 § 3913 BIY 3915 HEC 2160 GIA 2177 GMY 3914 UDY 3911 HGA § 2185 UDY 2183 3150 § 2161 GMA 3909 HEA ( ! ( ! 2172 FFD 2165 URA 3912 NPB § ( ! 3909 HEA ( ! ! 3751 ( 3909 HEA GIA 2186 STE § 2156 HGA § !! ( ( ( ! ! ( 3902 GFY 3901 NLB § ! ( 4134 91E0 § 3917 HEC 3910 HAF § 3915 HEC WA 2200 V 2158 VWD 3910 HAF § 3915 HEC !! ( ( ( ! 3787 HEA 2189 UDY ! ( ( ! 3909 HEA ( ! ( ! 3914 UDY 3797 UDY 2188 GIA 3909 HEA 3909 HEA WA 2179 V ( ! 5008 6510 § 2102 VWA ( ! 3752 GFE § 2173 GIA ( ! 2163 HGA § ( 3911 ! 3903 FGK ! ( HGA § ( 3909 HEA ! ( ! ( ! 2170 GIA ( ! 3900 HAD § 2162 GIA 3787 HEA 2167 GMA 2146 NUY 2163 HGA § 3827 HEC ( ! 2171 HEC 2164 GMF ( 2157 GMA ! 2155 NSD § 3780 HEA (! ! ( 2172 FFD 2139 VSB 5007 6510 § 2102 VWA 3909 HEA ( ! 217 9 3786 UDY 3796 URA 2147 BEY 3753 GMF ( ! ( ! 2144 FBH 2168 URA ! 3904 HEX ( ( ! 5006 6510 § 2144 3904 HEX FBH ( ! ( ! 2154 NUY 3903 FGK ( ! ( ! 2148 GMA ( ! 3909 HEA ( ! 3905 PSA ! ( 3780 HEA 2169 BWA 3754 GIA 2150 GME 3827 HEC 3788 HEC 3796 URA 3924 BIY 3795 HEA 2152 BIB 3908 6510 § ( ! 3750 GIA ( ! 2151 WEA 3785 VWB 3795 HEA 3795 HEA 2128 6510 § 2132 GMA 2141 NSE § 3844 URA 2142 NLB § 2143 HRC 2140 GMA 3795 HEA 5736000 2179 3796 URA 2133 6510 § 5736000 3953 HEC ( ! 3916 HEA 2156 HGA § ( ! 2153 3260 § 2148 GMA 3787 HEA 3918 HRB 3909 HEA ( ! 3916 HEA ! ( 2190 NLB § 3919 6430 § 2201 3150 § ( ! 3916 HEA 3948 VWB 5735000 ( ! 3787 HEA 2212 UDY ( ! 2184 GIA ( ! 3787 HEA 3918 HRB 2207 GIA 2212 UDY ! ( ( ! 3935 HEC 2200 V WA 2202 6510 § 5735000 2115 NLC § 2113 NLA § 3780 HEA 2212 UDY 3786 UDY 2209 HRB 3827 HEC 3787 HEA ( ! 2203 GIA 3923 NUY 4137 91E0 § 4136 91E0 § 3929 HGA § 3930 NUY 3926 UDY 3929 HGA § 3929 HGA § 2223 3150 § ( ! ! ( 4136 91E0 § ( ! 2222 HGA § 2226 3150 § 3944 HEA 5734000 3932 NUY 3928 NPB § 4135 91E0 § ( ! ! ( ( ! ( 3944 HEA ! ( ! ( ! 2228 GMF ( ! 3931 GME 2231 NLC § 3934 UDB 2222 HGA § ( ! B VW 2220 GIA 2220 GIA ( ! ( ! ( ! 2219 GIA 3834 VWA 3927 NUY 3792 HEC 22 30 V 3933 HEC 2233 GIA 3935 HEC ( ! ( ! ! ( 3941 HKA § 2245 GIA 2243 BWA 2230 VWA 3936 NUY 3939 HRB 2218 HRC 3940 HEC 3794 HEA VWA 2238 GIA 7 2248 GMY ( ! 2219 GIA 2230 3939 HRB 3937 NLB § 3794 HEA 2247 NSD § 2236 3150 § 3936 NUY ( !! ( ( ! 2181 3270 § 3939 HRB 3938 AKB 2237 GMF 3792 HEC 3793 UDY 2242 AID 2239 GMA 5733000 5 ! ( ( ! 3942 UDY 3943 VPY 5733000 3944 HEA ( ! WA 3933 HEC ( ! 6 3792 HEC 3944 HEA 2232 3150 § 2235 GIA 3 3828 HEC 2234 URA 2227 6510 § 2 ! ( ( ! ( ! ( ! !! ( ( 4 3794 HEA 3791 6430 § ( ! 3934 UDB 1 ( ! ! ( ( ! 2231 NLC § 3947 HEA Teilk artenübersich t des FFH- Gebietes 0071LS A- UntereS ch w arz eElster und des FFH- Gebietes 0073LS A- Elbauez w isch en Griebo undPrettin 3945 HEA 3944 HEA 3933 HEC 394 9 3933 HEC 3828 HEC 3946 UDY 3929 HGA § 3935 HEC 3944 HEA WA 3930 NUY V 34 38 2225 NUY 2210 UDY 2211 STE § 3930 NUY 2224 3150 § ( 3794 ! HEA 5734000 3935 HEC ( ! ( ! 2246 GIA 3939 HRB 2241 NUY 8 2240 HEC 761000 762000 763000 764000 765000 Leg ende Manag em entplan f ür dieFFH- Gebiete „UntereS ch w arzeElster“,FFH0071LS A,DE4143- 301, „Elbauezw isch en Griebo undPrettin“,FFH0073LS A, DE4142- 301,einsch ließlich dem EUS PA„Mündung sg ebiet der S ch w arz en Elster“, S PA0016,S CIDE4142- 401 BiotopeundLebensraum ty pen nach Anh ang Ider FFH- Rich tlinie-Bestand 0064-91E0-§ LRT-ID LRT-Code Kennzeichnung geschütztes Biotop 0001-HHA-§ Biotop-ID Biotop-Code Kennzeichnung geschütztes Biotop Wälder /Forste WEA - *Auenwälder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae) (LRT 91E0) Teil: Erlen- und Eschenwälder an Fließgewässern (Alno-Padion) Geh ölze ( ! HEC - Baumgruppe/-bestand aus überwiegend einheimischen Arten HRB - Baumreihe aus überwiegend heimischen Gehölzen HYA - Gebüsch frischer Standorte (überwiegend heimische Arten) HHB - Strauch-Baumhecke aus überwiegend heimischen Arten HRC - Baumreihe aus überwiegend nichtheimischen HGA - Feldgehölz aus überwiegend heimischen Arten HYB - Gebsch stickstoffreicher, ruderaler Standorte (überwiegend heimische Arten) HAF - Alte Allee nicht-heimischer Gehölze HEB - Alter Einzelbaum, landschaftsprägend HAD - Alte Allee aus überwiegend heimischen Gehölzen HED - Baumgruppe/-bestand aus überwiegend nichtheimischen Arten HEA - Solitärbaum auf Wiesen HEX - Sonstiger Einzelbaum HKA - Kopfweiden 766000 Gew ässer 3150 - Natürliche eutrophe Seen mit einer Vegetation des Magnopotamions oder Hydrocharitions 3260 - Flüsse der planaren bis montanen Stufe mit Vegetation des Ranunculion fluitantis und des Callitrichio-Batrachion 3270 - Flüsse mit Schlammbänken mit Vegetation des Chenopodietum rubri p.p. und des Bidention p.p. FGK - Graben mit artenarmer Vegetation (unter als auch über Wasser) FFD - Ausgebauter Fluß ohne Arten des FFH- Fließgewässer-LRT FBH - Begradigter / ausgebauter Bach mit naturnahen Elementen ohne Arten des FFH- Fließgewässer-LRT FBF - Ausgebauter Bach ohne Arten des FFH- Fließgewässer-LRT FGY - Sonstiger Graben (verbaut) STE - Auenkolke Grünland 6510 - Magere Flachland-Mähwiesen (Alopecurus pratensis, Sanguisorba officinalis) GFE - Flutrasen GFY - Sonstige Feucht- oder Naßwiese GIA - Intensivgrünland, Dominanzbestände GMA - Mesophiles Grünland (sofern nicht 6510) GME - Dominanzbestände im mesophilen Grünland (sofern nicht 6510) GMF - Ruderales mesophiles Grünland (sofern nicht 6510) GMY - Sonstiges mesophiles Grünland GSA - Ansaatgrünland Röh rich te/Pionierf luren /Feuch teS taudenf luren 6430 - Feuchte Hochstaudenfluren der planaren und montanen bis alpinen NLA - Schilf-Landröhricht NLB - Rohrglanzgras-Landröhricht NSE - Binsen- und Simsenried NLC - Wasserschwaden-Landröhricht NSD - Seggenried NPB - Pioniervegetation auf (wechsel-) nassen, nährstoffreichen NUY - Sonstige feuchte Hochstaudenflur, Dominanzbestände heimischer nitrophiler Arten (sofern nicht 6430) Ruderalf luren UDB - Landreitgras-Dominanzbestand UDY - Sonstiger Dominanzbestand URA - Ruderalflur, gebildet von ausdauernden Ack erbaulich - ,g ärtnerisch g enutz teBiotope AID - Intensiv genutzter Acker auf Grundwasser- oder überflutungsbeeinflusstem Boden (z.B. Auen-Vega-Böden), Torf- und Anmoorboden AKB - Obst- und Gemüsegarten Bebauung /Verk eh rsf läch en BIY - Sonstige Bebauung BWY - Sonstige Einzelbebauung BIB - Werk- oder Lagerhalle, industrielle BEY - Sonstige Ver- und Entsorgungsanlage BWA - Einzelstehendes Haus PSA - Sportplatz VPY - Sonstiger Platz VSB - Ein- bis zweispurige Straße (versiegelt) VWA - Unbefestigter Weg VWB - Befestigter Weg (wassergebundene Decke, Spurbahnen) VWC - Ausgebauter Weg VWD - Fuß-/ Radweg (ausgebaut) Karte2_7: BiotopeundLebensraum ty pen nach Anh ang Ider FFH-Rich tlinie-Bestand Maßstab:1:10. 000 0 100 200 400 Meter ´ Auf trag g eber: Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt, Abteilung 4 Auf trag g neh m er: Planungsbüro für Ökologie, Naturschutz, Landschaftspflege und Umweltbildung Zur großen Halle 15, 06844 Dessau-Roßlau Tel./Fax: (0340) 230490-0 / 230490-29 FFH-Gebiet 0073LSA-Elbaue zwischen Griebo und Prettin eMail: info@lpr-landschaftsplanung.com Bearbeiter: Dipl.-Ing. (FH) Anke Stephani Genehmigungsnummer: DTK10 © GeoBasis-DE / LVermGeo LSA, [2019 / 010312] Es gelten die Nutzungsbedingungen des LVermGeo LSA Datum der Ausfertigung: 09/2022 Natura2000- Manag em entplanung im LandS ach sen- Anh alt

MMP FFH0251LSA - Karte 2-BTLRT-Bestand

FFH-Gebietsgrenze Erläuterung der Beschriftung 0020-6410: LRT-ID mit LRT-Code 0035-GFD(-§): Biotop-ID mit codiertem Biotoptyp und gegebenenfalls Kennzeichnung als gesetzlich geschütztes Biotop Lebensraumtypen nach Anhang I der FFH-Richtlinie 6230* - Artenreiche montane Borstgrasrasen (und submontan auf dem europäischen Festland) auf Silikatböden 6410 - Pfeifengraswiesen auf kalkreichem Boden, torfigen und tonig-schluffigen Böden (Molinion caeruleae) 6510 - Magere Flachland-Mähwiesen (Alopecurus pratensis, Sanguisorba officinalis) Biotoptypen Fließgewässer 0001-RSY-§ 0002-6510 FGK - Graben mit artenarmer Vegetation (sowohl unter als auch über Wasser) 0047-FGK 0014-HFB-§ 0003-6510 0013-6410 0052-XIB Magerrasen, Felsfluren 0016-6410 0049-FGR 0004-XBI FGR - Graben mit artenreicher Vegetation (sowohl unter als auch über Wasser) 0017-6410 0012-HEC 0048-FGR RSY - Sonstige Sandtrockenrasen (außerhalb von Dünen) / Pionierfluren (sofern nicht 2330, 6120*) 0021-6230 0053-HEC 0050-FGR 0015-HEC 0029-HRB 0028-GMF Niedermoore, Sümpfe, Röhrichte 0051-FGR 0048-FGR 0048-FGR 0005-GMY NSD - Seggenried 0037-HRB 0022-HFY-§ GMA - Mesophiles Grünland (sofern nicht 6510) 0009-HRB 0018-GFD-§ GFD - Seggen-, binsen- oder hochstaudenreiche Nasswiese 0026-GMA 0025-6510 0030-GMA 0027-GFD-§ 0010-GFD-§ 0048-FGR 0024-GFD-§ 0036-6510 0032-NSD-§ 0023-6410 0034-GMY 0042-GMA 0035-GFD-§ 0 50 100 200 m 0019-UDB 0043-GMY 0041-GMA 0048-FGR 0048-FGR HFY - Sonstiges Feuchtgebüsch (überwiegend heimische Arten) HRB - Baumreihe aus überwiegend heimischen Gehölzen XIB - Mischbestand Eiche-Birke XBI - Mischbestand Birke-Eiche Karte 2: Biotope und Lebensraumtypen nach Anhang I der FFH-Richtlinie - Bestand 0040-GMY 0048-FGR 0011-NSD-§ HFB - Moor- und Sumpfgebüsch (überwiegend heimische Arten) Managementplan für das FFH-Gebiet "Küchenholzgraben bei Zahna" FFH_0251, SCI DE 4142-302 0038-GMA 0033-GMA HEC - Baumgruppe/-bestand aus überwiegend einheimischen Arten GMY - Sonstiges mesophiles Grünland 0048-FGR 0005-GMY Gehölze GMF - Ruderales mesophiles Grünland (sofern nicht 6510) 0031-6510 0007-NSD-§ 0019-UDB 0039-HRB UDB - Landreitgras-Dominanzbestand Wälder/ Forste Grünland 0020-6410 0008-GMY 0006-GFD-§ Ruderalfluren 0044-HRB Maßstab: 1:4.000 ´ Auftraggeber: Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt, Fachbereich 4 Auftragnehmer: Salix - Büro für Ökologie und Landschaftsplanung Döblitzer Weg 1a 06193 Wettin-Löbejün Bearbeiterin: Anja Friedrich Genehmigungsnummer: DTK10 © GeoBasis-DE / LVermGeo LSA [2017 / 010312] Datum der Ausfertigung: 04.10.2023 Natura 2000-Managementplanung im Land Sachsen-Anhalt

Langjähriges Mittel der Lufttemperatur 1961-1990

Die Karte gibt – im Unterschied zur Darstellung der Oberflächentemperaturen bei Tag und Nacht (vgl. Karte 04.06 SenStadt 2001b) – keine Einzelsituation wieder, sondern berechnet eine langjährige mittlere Situation. Dadurch werden naturgemäß die auftretenden Temperaturspannen gestaucht, die Minima und Maxima fallen weniger extrem aus. Dennoch treten in Berlin und dem näheren Umland langjährige Mitteltemperaturen von leicht unter 7,0 bis gering über 10,5 °C auf. Die Höhe dieser durch den städtischen Einfluss verursachten Werte wird deutlich durch einen Vergleich mit den Werten anderer geographischer Breiten. So werden langjährige Mitteltemperaturen über 10,5 °C erst für den viel weiter südlich gelegenen Oberrheingraben registriert (Walter und Lieth 1964). Bei einem Vergleich mit der Ausgabe 1993 dieser Karte werden die klimatischen Auswirkungen der Bautätigkeiten in der Stadt deutlich, die sich in der Regel in einer Erhöhung des Temperaturniveaus ausdrücken. An einigen Orten, z.B. den Bereichen Poststadion und Adlershof (ehemaliger Flughafen Johannisthal) konnten jedoch auch Korrekturen der Zuordnung zu den Temperaturklassen vorgenommen werden, die sich aus der nunmehr verbesserten Datenlage erklären. Hier haben sich die Temperaturverhältnisse zum Teil in einer Abstufung ihres Niveaus gegenüber der Umgebung verbessert. Innerhalb des inneren S-Bahn-Ringes bilden die drei großen Freiräume Großer Tiergarten Flugfeld Tempelhof Schloßpark Charlottenburg zum Teil recht kühle Zonen, die zu einer Aufgliederung der sonst geschlossenen Wärmeinsel führen. Dies gilt besonders für den Großen Tiergarten und den innenstadtnahen Volkspark Prenzlauer Berg, dessen Einfluss durch die Verbindung zu anderen begrünten Flächen noch verstärkt wird. Auch die ehemaligen, gegenwärtig mit einer Ruderalvegetation bewachsenen Bahnanlagen wie die Verbindung vom Gleisdreieck bis zum Südgelände spielen klimatisch eine derartige Rolle. Am Rande der Innenstadt wirken sich auch noch die Bereiche Treptower Park/Plänterwald, Südgelände und Volkspark Rehberge begünstigend aus. Im Zentrum der Stadt wurde die bauliche Entwicklung der letzten 10 Jahre durch rund 30 große und zahlreiche kleinere Bauprojekte geprägt. Nicht alle Maßnahmen – so z.B. der neue Lehrter Zentralbahnhof – werden 2001 verwirklicht sein. Bereits jetzt ist aber erkennbar, dass sich südlich und östlich des Großen Tiergarten die klimatischen Verhältnisse verschlechtert haben. Die Klasse der höchsten Temperaturstufe (> 10,5 °C) ist nun etwa ab der Potsdamer Straße über den Potsdamer Platz bis östlich der Friedrichstraße mit der Wärmeinsel in Mitte verschmolzen. Im Großen Tiergarten selbst konnte kein größerer Bereich der Temperaturklasse < 9,0 °C mehr festgestellt werden (Vogenbeck 2000). Wärmer als 10 °C sind die sonstigen relativ dicht bebauten Wohn-, Gewerbe- und Industriegebiete im Anschluss an diese zentralen Bereiche. Hierzu gehören auch die Spandauer und Potsdamer Innenstadt, Teilbereiche von Siemensstadt und die Industrie- bzw. Gewerbegebiete Adlershof und Schöneweide. Mit Abnahme der Bebauungsdichte und Annäherung an die Außenbereiche von Berlin nimmt die mittlere Lufttemperatur kontinuierlich ab. In den Berliner Forsten liegen die Mitteltemperaturen unter 8,5 °C, teilweise sogar unter 8 °C. Dies gilt auch für die südlich von Berlin vorhandenen Wälder und Feldfluren. Im östlichen, nördlichen und westlichen Umland werden großräumig 8,0 °C und vorwiegend in flachen Senken 7,5 °C unterschritten. Als sehr kühle Standorte mit Mitteltemperaturen unter 7,5 °C erweisen sich die Döberitzer Heide und das Grünland östlich von Schönwalde. Dies ist vor allen Dingen auf die starke Absenkung der Nachttemperaturen zurückzuführen. Deutlich tritt der mäßigende Einfluss der Gewässer in Erscheinung. Im Bereich von Havel, Spree und Müggelsee betragen die Mitteltemperaturen im wesentlichen 9,0 bis 9,5 °C. Auffällig ist, dass die Temperaturen in den östlich gelegenen Großsiedlungen wie Marzahn und Hellersdorf deutlich niedriger liegen als z. B. in der Gropiusstadt oder im Märkischen Viertel im Westteil der Stadt. Hier spielt mit Sicherheit eine Rolle, daß die Großsiedlungen in Ost-Berlin weitläufiger angelegt sind und durch ihre Lage am Stadtrand mit klimatisch unbelasteten Räumen in Verbindung stehen. Auf den Zusammenhang zwischen den Mitteltemperaturen und der Anzahl der Frosttage wurde bereits hingewiesen. Ein Rückgang der Mitteltemperatur um 0,5 °C bedeutet eine Zunahme von ungefähr 10 Frosttagen. Bei den aufgrund der unterschiedlichen Nutzungsstrukturen gegebenen großen Temperaturunterschieden im Raum Berlin und Umland ergibt sich daraus eine Spanne von 55 bis zu 120 möglichen Frosttagen.

Reale Nutzung der bebauten Flächen / Grün- und Freiflächenbestand 2015

Informationen über die reale Flächennutzung werden im Informationssystem Stadt und Umwelt (ISU) verwaltet und bearbeitet. Es ermöglicht eine grafische Datenverarbeitung der Sachdaten auf Grundlage eines einheitlichen räumlichen Bezugssystems . Als räumliches Bezugssystem dient die Blockkarte 1:5.000 des Informationssystems Stadt und Umwelt (ISU5), die wiederum auf der Blockkarte des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg (AfS) basiert. Der einzelne statistische Block wird in der Regel durch Straßen begrenzt. Die Nummerierung und Abgrenzung der Blöcke werden vom AfS geführt. Die Blöcke des AfS können in der Blockkarte des ISU weiter unterteilt werden. Die kleinste Bezugsfläche wird hier von den Blockteilflächen gebildet, die bei unterschiedlicher Flächennutzung innerhalb eines statistischen Blocks abgegrenzt werden. Die Blockteilflächen sind nicht Bestandteil des statistischen Blocksystems des AfS, sondern werden ausschließlich in der Blockkarte des ISU geführt. Insgesamt entstehen so 25.352 Block- und Blockteilflächen. 13.253 dieser Flächen entsprechen den statistischen Blöcken des Amtes für Statistik, 3.137, vor allem große und unbebaute Blöcke aus der Karte des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg (AfS), wurden in 12.099 Teilblöcke des ISU unterteilt. Das einheitliche Bezugssystem ermöglicht eine eindeutige räumliche Identifikation aller Sachdaten. Über einen gemeinsamen Schlüssel, der unter anderem Bezirks-, Block- und Blockteilflächennummern enthält, werden diese Daten dem räumlichen Bezugssystem zugeordnet. Die Umweltatlaskarten „Reale Nutzung der bebauten Flächen“ (06.01) und „Grün- und Freiflächenbestand“ (06.02) erfassen die reale Flächennutzung Berlins an Hand von 22 verschiedenen Kategorien , die in den folgenden Abschnitten näher beschrieben werden. Das Vorgehen bei der Bestimmung der einzelnen Nutzungskategorien wird ausführlich in dem Bericht zur Dokumentation der Kartiereinheiten und der Aktualisierung des Datenbestandes 2015 (SenStadtUm 2016a) dargelegt. Die Karten „Reale Nutzung der bebauten Flächen“ (06.01) und „Grün- und Freiflächenbestand“ (06.02) ergänzen sich zu einer flächendeckenden Darstellung der realen Flächennutzung. Für Gemeinbedarfs- und Sondernutzungen, Ver- und Entsorgungseinrichtungen, Gewerbe- und Industrienutzungen, Mischnutzungen mit gewerblichem Charakter sowie Verkehrsflächen ist die gleichzeitige Kartierung bestimmter Nutzungen der Grün- und Freiflächenkategorien möglich, um ggf. einen ungewöhnlich vegetationsgeprägten Charakter einzelner Flächen mit erfassen zu können. Neben der tatsächlichen Nutzung werden diese Flächen also noch in der Art ihrer Vegetationsbedeckung charakterisiert. Daher ergeben sich für einzelne Flächen dieser Nutzungen Überschneidungen – sogenannte Doppelnutzungen – in beiden Karten[1]. Für andere Nutzungen sind Doppelnutzungen nicht zulässig, da die bauliche Nutzung per Definition entweder aufgrund ihrer hohen Nutzungsintensität eine gleichzeitige Grünnutzung ausschließt (z.B. Kerngebietsnutzung) oder bereits potenziell einen hohen Grün- oder Freiflächenanteil einschließt (z.B. Wochenendhäuser und kleingartenartige Nutzungen). Beispiele für die Verwendung von Doppelnutzungen sind: die Erfassung stadtökologisch relevanter Bestände von Ruderalvegetation oder waldartiger Bestände auf extensiv genutzten Verkehrsflächen, Gewerbe- oder Ver- und Entsorgungsstandorten, die Erfassung von Gemeinbedarfs- und Sondernutzungen, die gleichzeitig den Charakter einer Grünnutzung aufweisen, wie z.B. Bezirksgärtnereien, die Freilandversuchsflächen der Universitäten, Sportplätze oder die Erfassung linear ausgeprägter Vegetationsbestände entlang von Bahnstrecken, Wasserläufen und Straßen. Da in vielen Anwendungen nur eine Nutzungsinformation pro Fläche verarbeitet werden kann oder soll, ist es notwendig, die Informationen der beiden Nutzungskartierungen zu aggregieren, um flächendeckend jeweils nur eine Nutzungsinformation pro Fläche zu haben. Für die meisten Anwendungen im Umweltbereich ist dabei die Grün- und Freiflächennutzung von besonderem Interesse, da diese die ökologischen Eigenschaften der Fläche prägt (z.B. Vegetationsstruktur und Verdunstungsverhalten). Andere Anwendungen jedoch sind eher an der baulichen Nutzung interessiert (z.B. beim Vergleich der realen Nutzung mit der nach Flächennutzungsplan geplanten Nutzung oder bei der Beurteilung von Betroffenen hinsichtlich der Auswirkungen von Lärm). Daher erfolgt seit 2010 die Darstellung der Nutzung zusätzlich in den beiden Karten „Reale Nutzung“ (06.01.1) und „Reale Nutzung und Vegetationsbedeckung“ (06.02.01), in denen sowohl die Nutzungen der Karte 06.01 als auch diejenigen der Karte 06.02 zusammen abgebildet werden. In Karte 06.01.1 wird bei auftretender Doppelnutzung (z. Z. 1.964 Fälle) die bauliche Nutzung angegeben, d.h. es erfolgt eine Darstellung mit Bauvorrang . Dagegen erfolgt in Karte 06.02.1 die Darstellung mit Grünvorrang , wobei bei auftretender Doppelnutzung die Grün- und Freiflächennutzung angegeben wird. Da für die Bilanzierung der Flächenanteile der einzelnen Kategorien am Stadtgebiet jede Fläche nur einmal berücksichtigt werden darf, ist auf diese Weise gewährleistet, dass – je nach Zielsetzung der Auswertung – der Flächenanteil getrennt berechnet werden kann. Aktualisierung der Geometrie und der Nutzungsdaten Neben der Aktualisierung der Blockkarte 1:5.000 (ISU5) von Berlin lag der Fokus der Fortschreibung der Ausgabe 2016 in der Recherche und Auswertung von digitalen Daten, die bei den Abteilungen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, aber auch darüber hinaus, in anderen Zusammenhängen erhoben werden und anhand derer eine weitergehende, teilweise automatisierte Aktualisierung und Überprüfung des gesamten Datenbestandes erfolgen konnte. In diesem Zuge sind die Kartiereinheiten sowohl der Realnutzungs- als auch der Stadtstrukturkartierung in Einzelfällen leicht angepasst worden. Die Regeln zur Zulässigkeit von Kombinationen verschiedener Flächennutzungen und Flächentypen wurden ebenfalls geringfügig überarbeitet und anhand dieser Regeln wurden Plausibilitätsprüfungen für den gesamten Datenbestand durchgeführt. Aktualisierung der Digitalen Karte Berlin 1:5.000 (ISU5) Die zwischen 2011 und 2015 veränderten Blockabgrenzungen einschließlich der aktuellen Flächenschlüssel des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg wurden in die Geometrie der ISU5 übernommen. Für alle neu entstandenen Blöcke und für Flächen aus dem Flächenmonitoring der Senatsverwaltung in Berlin wurde eine Nutzungskartierung mit Hilfe von Luftbildern und weiteren Unterlagen (s.o. Datengrundlage) durchgeführt. Dabei wurde entsprechend der Darstellungssystematik der Nutzungs- und Flächentypisierung des Umweltatlas bei Bedarf eine weitere Unterteilung der Blockfläche in nutzungshomogene Blockteilflächen vorgenommen. Daneben gab es noch Korrekturflächen, bei denen durch „Zufallsbeobachtungen“ (z.B. bei der Überprüfung von benachbarten Flächen, durch Vorortbesichtigungen, Luftbildauswertungen, Ortskenntnisse der Beteiligten etc.) aufgefallen war, dass sich die Nutzung geändert hatte. Plausibilitätsprüfung und Abgleich mit verschiedenen Geodatenbeständen Plausibilitätsprüfungen erfolgten anhand einer Datenbankanalyse, bei der Flächen mit unzulässigen Kombinationen von Nutzungen und Flächentypen ausfindig gemacht und überprüft wurden. Außerdem erfolgte eine Auswertung verschiedener Geodatenbestände, die in den letzten Jahren bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt und anderen Stellen für verschiedene Fachaufgaben aufgebaut wurden. Diese Datenbestände lagen entweder bereits als Blockdaten des ISU vor oder konnten mit den Angaben der ISU-Karte verschnitten und verglichen werden und lieferten auf diese Weise Anhaltspunkte dafür, wo im Einzelfall die Nutzungsangaben überprüft werden mussten. Zusätzlich wurden alle in der Ausgabe 2011 als Brache, Verkehrsfläche, Kleingartenanlage, Grün- / Ackerland, Baumschule / Gartenbau und Friedhof gekennzeichneten Flächen einer Überprüfung unterzogen, weil diese in Bezug auf bauliche Veränderungen und Änderung der Vegetation einer hohen Dynamik unterliegen. Aktualisierungsumfang Die aktualisierte ISU5-Karte besteht insgesamt aus 25.352 Flächen: davon sind 13.253 Hauptblöcke und 12.099 Teilblöcke. Insgesamt wurden 18.128 Flächen mit einer baulichen Nutzung kartiert und 9.188 mit einer Grün- und Freiflächennutzung. 1.964 Flächen weisen demnach eine Doppelnutzung auf. Es erfolgten umfangreiche Überprüfungsarbeiten. In diesem Kontext wurden auch Flächen identifiziert, die in mehr als einer dieser Überprüfungen vorhanden waren sowie Flächen, die neben Überprüfungsflächen lagen und deswegen mit überprüft wurden. Somit ergibt die Gesamtfortschreibung insgesamt 7.159 Flächen, die auf ihre Nutzung hin überprüft wurden. 1.346 Blöcken wurde ein neuer Schlüssel zugewiesen und 147 Teilblöcke wurden gelöscht. Von den 5.666 überprüften Blöcken, die ihre Schlüssel behielten, bekamen 1.945 Blöcke eine neue Nutzung zugewiesen und bei 3.721 Blöcken wurde die Nutzung bestätigt. Diese Überarbeitung umfasste etwa 27.370 ha oder 34,5 % der Gesamtblockfläche (ohne Straßenflächen). Unabhängig von der Nutzungsüberprüfung wurden 213 Hauptblöcke und 760 Teilblöcke auf Grund der Angaben des AfS aufgelöst und 376 Hauptblöcke und 970 Teilblöcke neu angelegt. Davon wurde bei 36 Hauptblöcken und 279 Teilblöcken nur der Schlüssel, aber nicht die Fläche geändert. In 720 Fällen wurden die Teilblockflächen durch Grenzverschiebungen um mehr als 20 % geändert, z.B. um einen Neubau außerhalb eines Teilblocks mit zu erfassen. Eine ausführliche Dokumentation, die neben dem Bericht zur aktuellen Fortschreibung der Realnutzungs- und Stadtstrukturkartierung auch eine Darstellung der konzeptionellen Grundlagen, eine Kartieranleitung sowie eine umfassende Beschreibung aller Kartiereinheiten enthält, kann unter folgendem Link heruntergeladen werden: /umweltatlas/_assets/literatur/nutzungen_stadtstruktur_2015.pdf _______________________________________ fn1. Z.B. wird ein Sportplatz in der Karte 06.01 als Gemeinbedarfsstandort und in der Karte 06.02 als Sportnutzung dargestellt, ein Mittelstreifen kann zugleich als Verkehrsfläche (Karte 06.01) und als Brache (Karte 06.02) aufgenommen werden.

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