Zink ist ein für Pflanze, Tier und Mensch essentielles Spurenelement, welches jedoch bei extrem hohen Gehalten auf Pflanzen und Mikroorganismen toxisch wirken kann. Die Zn-Konzentration in der oberen kontinentalen Erdkruste (Clarkewert) beträgt 52 mg/kg, sie kann aber in Abhängigkeit vom Gesteinstyp stark schwanken. Die mittleren Zn-Gehalte (Median) der sächsischen Hauptgesteinstypen liegen zwischen 11 bis 140 mg/kg, der regionale Clarke des Erzgebirges beträgt ca. 79 mg/kg. Sphalerit (Zinkblende) führende polymetallische La-gerstätten können lokal zu zusätzlichen geogenen Zn-Anreicherungen in den Böden führen. Anthropogene Zn-Einträge erfolgen vor allem durch die Eisen- und Buntmetallurgie bzw. durch die Zn-verarbeitenden Industrien (Farben, Legierungen, Galvanik) und durch Großfeuerungsanlagen. Im Bereich von Ballungsgebieten sind Zn-Anreicherungen relativ häufig zu beobachten. Anthropogene Zn-Einträge sind in der Landwirtschaft durch die Verwendung von organischen und mineralischen Düngemitteln möglich. Für unbelastete Böden gelten Zn-Gehalte von 10 bis 80 mg/kg als normal. Die regionale Verbreitung der Zn-Gehalte in den sächsischen Böden wird vor allem durch die geogene Prägung der Substrate bestimmt; niedrige bis mittlere Gehalte sind über den periglaziären Sanden und Lehmen im Norden und den Lössböden in Mittelsachsen (10 bis 50 mg/kg) sowie den Verwitterungsböden über den Festgesteinen des Erzgebirges/Vogtlandes (50 bis 150 mg/kg) zu erwarten. Innerhalb der Grundgebirgseinheiten treten über den polymetallischen Lagerstätten des Erzgebirges, in Abhängigkeit von der Intensität der Vererzung, deutliche positive Zn-Anomalien auf (Freiberg, Annaberg-Buchholz - Marienberg, Aue - Schwarzenberg). Böden über Substraten mit extrem niedrigen Zn-Gehalten (Granit von Eibenstock, Orthogneise der Erzgebirgs-Zentralzone, Osterzgebirgischer Eruptivkomplex, kretazische Sandsteine) treten als negative Zn-Anomalien im Kartenbild in Erscheinung. Verstärkte Zn-Akkumulationen sind in den Auenböden des Muldensystems festzustellen. Auf Grund der höheren geogenen Grundgehalte im Wassereinzugsgebiet, dem Auftreten Zn-führender polymetallischer Vererzungen und insbesondere der Bergbau- und Hüttentätigkeit im Freiberger Raum, kommt es vor allem in den Auenböden der Freiberger und Vereinigten Mulde zu hohen Zn-Konzentrationen (Mediangehalte 370 bzw. 240 mg/kg). Für die Wirkungspfade Boden-Mensch sowie Boden-Pflanze wurden keine Prüf- und Maßnahmenwerte für Gesamtgehalte in der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung (BBodSchV) festgeschrieben, da Zn bei der Gefahrenbeurteilung nur von geringer Bedeutung ist.
Die Übersichtskarte zeigt die Verbreitung des Valanginium (Unterkreide) im Niedersächsischen Becken und stellt insbesondere explorationsrelevante Sandsteine und deren Eigenschaften dar. Als explorationsrelevant werden hier regional zusammenhängende Sandsteine mit einer Mächtigkeit von mindestens fünf Metern bezeichnet. Für diese Einheiten kann ein Potenzial als geothermisch nutzbare Aquifere vermutet werden, das jedoch standortbezogen im Einzelfall nachzuweisen ist. Davon abgegrenzt werden auf der Übersichtskarte Tonsteine, Siltsteine, tonig-siltige Sandsteine und geringmächtige Sandsteine zusammengefasst dargestellt. Porosität, Permeabilität und Transmissivität der Lithologien wurden bei der Kartierung nicht berücksichtigt, sind jedoch – soweit verfügbar – als bohrungsbezogene Parameter angegeben. Angaben beziehen sich auf die Auswertung der geologischen Schichtenverzeichnisse.
Kupfer ist ein für die Ernährung aller Lebewesen essentielles Element, das jedoch bei einem extremen Überangebot zu toxischen Wirkungen führen kann. Der mittlere Cu-Gehalt der Gesteine der oberen kontinentalen Erdkruste (Clarkewert) beträgt 14 mg/kg. Analog zu Chrom und Nickel ist es vor allem in basischen Gesteinen angereichert (Diabase, Basalte, Metabasite). Die mittleren Cu-Gehalte (Mediane) der sächsischen Haupt-gesteinstypen reichen von 2 bis 67 mg/kg, der regionale Clarke des Erzgebirges/Vogtlandes beträgt 23 mg/kg. Geogene Cu-Anreicherungen sind vor allem im Erzgebirge über den hier weit verbreiteten Mineralisationen zu finden. Chalkopyrit (Kupferkies) ist nahezu in allen Mineralassoziationen als sog. Durchläufermineral verbreitet. Starke anthropogene Cu-Einträge werden vor allem durch die Buntmetallurgie verursacht. Durch die vielfältige Verwendung von Cu, u. a. in der Elektrotechnik, als Legierungsmetall, Rohrleitungsmaterial und Regenrinnen, wird das Element auch verstärkt in das Abwasser eingetragen. Für unbelastete Böden gelten Cu-Gehalte von 2 bis 40 mg/kg als normal. Die regionale Verteilung der Cu-Gehalte im Oberboden wird vor allem durch den geogenen Anteil der Substrate bestimmt. Auf Grund der erhöhten Cu-Gehalte der im Vogtland weit verbreiteten Diabase (58 mg/kg), der punktförmig auftretenden tertiären Basaltoide (60 mg/kg) und der lokal eingelagerten Amphibolite (46 mg/kg) des metamorphen Grundgebirges, kommt es zu anomal hohen Cu-Gehalten in den Verwitterungsböden über den genannten Festgesteinen. Durch eine verstärkte Lössbeeinflussung (mit relativ niedrigen Cu-Gehalten von ca. 12 mg/kg), kann es über Cu-reichen Substraten, je nach Lössanteil, zu einem "Verdünnungseffekt" kommen (z. B. über den Monzonitoiden bei Meißen). Extrem niedrige Cu-Konzentrationen sind in den Verwitterungsböden über sauren Magmatiten (Granit von Ei-benstock, Teplice-Rhyolith), Metagranitoiden (Erzgebirgs-Zentralzone), Sandsteinen (Elbsandstein- und Zittauer Gebirge) und bei Bodengesellschaften aus periglaziären sandigen Decksedimenten in Nordsachsen zu beobachten. Bedeutende regionale Anomalien befinden sich vor allem im Freiberger Raum, dem wichtigsten früheren Standort des Bergbaus und der Verhüttung polymetallischer Erze. Die anthropogenen Einträge sind aber i. W. auf die unmittelbare Umgebung der Hüttenstandorte beschränkt. Dabei kommt es zu Überlagerung mit geogenen Anteilen im Boden, die in ursächlichem Zusammenhang mit der Verbreitung von Kupferkies führenden Mineralassoziationen stehen. Analoge Verhältnisse finden sich, wenn auch in abgeschwächter Form, im Raum Schneeberg - Schwarzenberg - Annaberg-Buchholz - Marienberg. Besonders hohe Cu-Gehalte weisen die Auenböden der Freiberger Mulde auf. Nach Eintritt der Freiberger Mulde in das Freiberger Bergbau- und Hüttenrevier kommt es zu einer nachhaltigen stofflichen Belastung der Auenböden, die über die Aue der Vereinigten Mulde bis an die nördliche Landesgrenze reicht. Erhöhte Cu-Gehalte, jedoch auf deutlich niedrigerem Niveau, treten auch in den Auenböden der Zwickauer Mulde auf, wo sich im Einzugsgebiet die polymetallischen Vererzungen des Westerzgebirges befinden. Infolge der beschriebenen geogenen und anthropogenen Prozesse werden in den Auenböden der Freiberger und der Vereinigten Mulde die Maßnahmenwerte der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung (BBodSchV) für Grünlandnutzung (Schafhaltung) teilweise überschritten.
1 Die Übersichtskarte zeigt die Verbreitung der Bückeberg-Gruppe (Unterkreide, Ober-Berriasium) im Niedersächsischen Becken und stellt insbesondere explorationsrelevante Sandsteine und deren Eigenschaften dar. Als explorationsrelevant werden hier regional zusammenhängende Sandsteine mit einer Mächtigkeit von mindestens fünf Metern bezeichnet. Für diese Einheiten kann ein Potenzial als geothermisch nutzbare Aquifere vermutet werden, das jedoch standortbezogen im Einzelfall nachzuweisen ist. Die hier verwendete Untergliederung in die „obere“, „mittlere“ und “untere“ Bückeberg-Gruppe für die kartierten Einheiten ist informell und als relativ anzusehen. Explorationsrelevante Sandsteine des Berriasium sind vorwiegend im östlichen Teil des Niedersächsischen Beckens zu finden (Kopf-Sandstein der Fuhse-Formation, Sandsteine der Barsinghausen-Subformation und Sandsteine der Deister- und Fuhse-Formation) sowie vereinzelt im Raum Osnabrück (Sandsteine der Oesede-Formation). Die Sandsteine sind in der Regel in eine Wechselfolge aus Tonstein, Siltstein und lokal geringmächtigen Kohlelagen eingebettet. Tonsteine, Siltsteine, Tonmergelsteine, Schillkalksteine und lokal geringmächtige Sandsteine der Isterberg-Formation werden zusammengefasst dargestellt. Porosität, Permeabilität und Transmissibilität der Lithologien wurden bei der Kartierung nicht berücksichtigt, sind jedoch – soweit verfügbar – als bohrungsbezogene Parameter angegeben. Die Abgrenzung der kartierten Einheiten beruht auf vorhandener Literatur und der Bewertung und Interpretation ausgewählter geowissenschaftlicher Daten, die am Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) vorliegen. Grundlage bildet der Paläogeographische Atlas der Unterkreide von Nordwestdeutschland (Schott; 1969), in dem die Verbreitung sowie die Lithologie der Unterkreide im Niedersächsischen Becken dargestellt sind sowie der Geotektonische Atlas von Nordwest-Deutschland und dem deutschen Nordsee-Sektor (Baldschuhn et al. 2001) und die Geologische Karte von Niedersachsen 1: 50 000 (GK50). Die von Schott (1969) kartierte Verbreitungsgrenze des "Wealden" (entspricht weitgehend der Bückeberg-Gruppe) sowie die durch die Beckeninversion erodierten Bereiche wurden in die vorliegende Karte übernommen und stellenweise nach neueren Informationen modifiziert. Die dargestellten Salzstrukturen stammen aus der Karte der Salzstrukturen Norddeutschlands 1: 500 000 (BGR 2008). Innerhalb der Verbreitungsgrenze der Bückeberg-Gruppe wurden basierend auf den Informationen der Kohlenwasserstoff-Bohrungsdatenbank des LBEG Tiefbohrungen mit geeigneter Datenlage für die Kartierung ausgewählt. Die Abgrenzung der kartierten Einheiten beruht auf der Bewertung und Interpretation der stratigraphischen und lithologischen Informationen aus Schichtenverzeichnissen, geophysikalischen Bohrlochmessungen und Bohrkernmaterial. Großräumige Verzahnungs- bzw. Übergangsbereiche zwischen zwei Kartiereinheiten werden als schräg schraffierte Flächen dargestellt. Die Überlagerung von zwei Sandsteineinheiten ist als vertikal schraffierte Fläche abgebildet. Gebiete, in denen keine, oder nur unzureichende Informationen aus Tiefbohrungen vorliegen oder ausgewertet wurden, sind in der Verbreitungskarte als „Gebiete mit unzureichender Kenntnis der Lithologie oder nicht kartiert“ ausgewiesen. Die Bereiche der Salzstockflanken und Salzstock-Randsenken wurden nicht näher untersucht. Lokale Änderungen der Mächtigkeit, Lithofazies und Gesteinseigenschaften in diesen Bereichen bleiben daher unberücksichtigt. Die verwendeten Bohrungen sind als Belegpunkte aufgeführt. Die ausgewerteten Daten der Tiefbohrungen werden als Werteklassen angezeigt. Die Tiefenlage und die Gesamtmächtigkeit basiert auf der Auswertung der Schichtenverzeichnisse. Angaben zur Mächtigkeit der Sandsteine stammen aus der Auswertung von Bohrlochmessungen sowie aus den Schichtverzeichnissen und beziehen sich auf die jeweils mächtigste Sandsteinlage einer ausgewerteten Bohrung. Porosität und Permeabilität der Sandsteine wurden aus den Informationen der Kohlenwasserstoff-Datenbank aus Bohrkerndaten und, falls vorhanden, aus Bohrlochmessungen berechnet. Die Angaben der Porositäten aus Bohrkerndaten sind als effektive Porositäten (%) und aus Bohrlochmessungen als Gesamtporosität (%) zu verstehen. Die Werteklassen der Permeabilität sind jeweils in Millidarcy (mD) und in Quadratmeter (m²) angegeben. In den Karten sind die unterschiedlichen Datengrundlagen durch Symbole gekennzeichnet. Die Transmissibilität der Sandsteine ergibt sich aus deren Mächtigkeit und der jeweiligen Permeabilität und ist entsprechend der Berechnungsgrundlage in unterschiedlichen Symbolen in den Einheiten Darcymeter (Dm) und Kubikmeter (m³) dargestellt.
Die Übersichtskarte zeigt die Verbreitung der Bückeberg-Gruppe (Unterkreide, Ober-Berriasium) im Niedersächsischen Becken und stellt insbesondere explorationsrelevante Sandsteine und deren Eigenschaften dar. Als explorationsrelevant werden hier regional zusammenhängende Sandsteine mit einer Mächtigkeit von mindestens fünf Metern bezeichnet. Für diese Einheiten kann ein Potenzial als geothermisch nutzbare Aquifere vermutet werden, das jedoch standortbezogen im Einzelfall nachzuweisen ist. Die hier verwendete Untergliederung in die „obere“, „mittlere“ und “untere“ Bückeberg-Gruppe für die kartierten Einheiten ist informell und als relativ anzusehen. Explorationsrelevante Sandsteine des Berriasium sind vorwiegend im östlichen Teil des Niedersächsischen Beckens zu finden (Kopf-Sandstein der Fuhse-Formation, Sandsteine der Barsinghausen-Subformation und Sandsteine der Deister- und Fuhse-Formation) sowie vereinzelt im Raum Osnabrück (Sandsteine der Oesede-Formation). Die Sandsteine sind in der Regel in eine Wechselfolge aus Tonstein, Siltstein und lokal geringmächtigen Kohlelagen eingebettet. Tonsteine, Siltsteine, Tonmergelsteine, Schillkalksteine und lokal geringmächtige Sandsteine der Isterberg-Formation werden zusammengefasst dargestellt. Porosität, Permeabilität und Transmissibilität der Lithologien wurden bei der Kartierung nicht berücksichtigt, sind jedoch – soweit verfügbar – als bohrungsbezogene Parameter angegeben. Die Abgrenzung der kartierten Einheiten beruht auf vorhandener Literatur und der Bewertung und Interpretation ausgewählter geowissenschaftlicher Daten, die am Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) vorliegen. Grundlage bildet der Paläogeographische Atlas der Unterkreide von Nordwestdeutschland (Schott; 1969), in dem die Verbreitung sowie die Lithologie der Unterkreide im Niedersächsischen Becken dargestellt sind sowie der Geotektonische Atlas von Nordwest-Deutschland und dem deutschen Nordsee-Sektor (Baldschuhn et al. 2001) und die Geologische Karte von Niedersachsen 1: 50 000 (GK50). Die von Schott (1969) kartierte Verbreitungsgrenze des "Wealden" (entspricht weitgehend der Bückeberg-Gruppe) sowie die durch die Beckeninversion erodierten Bereiche wurden in die vorliegende Karte übernommen und stellenweise nach neueren Informationen modifiziert. Die dargestellten Salzstrukturen stammen aus der Karte der Salzstrukturen Norddeutschlands 1: 500 000 (BGR 2008). Innerhalb der Verbreitungsgrenze der Bückeberg-Gruppe wurden basierend auf den Informationen der Kohlenwasserstoff-Bohrungsdatenbank des LBEG Tiefbohrungen mit geeigneter Datenlage für die Kartierung ausgewählt. Die Abgrenzung der kartierten Einheiten beruht auf der Bewertung und Interpretation der stratigraphischen und lithologischen Informationen aus Schichtenverzeichnissen, geophysikalischen Bohrlochmessungen und Bohrkernmaterial. Großräumige Verzahnungs- bzw. Übergangsbereiche zwischen zwei Kartiereinheiten werden als schräg schraffierte Flächen dargestellt. Die Überlagerung von zwei Sandsteineinheiten ist als vertikal schraffierte Fläche abgebildet. Gebiete, in denen keine, oder nur unzureichende Informationen aus Tiefbohrungen vorliegen oder ausgewertet wurden, sind in der Verbreitungskarte als „Gebiete mit unzureichender Kenntnis der Lithologie oder nicht kartiert“ ausgewiesen. Die Bereiche der Salzstockflanken und Salzstock-Randsenken wurden nicht näher untersucht. Lokale Änderungen der Mächtigkeit, Lithofazies und Gesteinseigenschaften in diesen Bereichen bleiben daher unberücksichtigt. Die verwendeten Bohrungen sind als Belegpunkte aufgeführt. Die ausgewerteten Daten der Tiefbohrungen werden als Werteklassen angezeigt. Die Tiefenlage und die Gesamtmächtigkeit basiert auf der Auswertung der Schichtenverzeichnisse. Angaben zur Mächtigkeit der Sandsteine stammen aus der Auswertung von Bohrlochmessungen sowie aus den Schichtverzeichnissen und beziehen sich auf die jeweils mächtigste Sandsteinlage einer ausgewerteten Bohrung. Porosität und Permeabilität der Sandsteine wurden aus den Informationen der Kohlenwasserstoff-Datenbank aus Bohrkerndaten und, falls vorhanden, aus Bohrlochmessungen berechnet. Die Angaben der Porositäten aus Bohrkerndaten sind als effektive Porositäten (%) und aus Bohrlochmessungen als Gesamtporosität (%) zu verstehen. Die Werteklassen der Permeabilität sind jeweils in Millidarcy (mD) und in Quadratmeter (m²) angegeben. In den Karten sind die unterschiedlichen Datengrundlagen durch Symbole gekennzeichnet. Die Transmissibilität der Sandsteine ergibt sich aus deren Mächtigkeit und der jeweiligen Permeabilität und ist entsprechend der Berechnungsgrundlage in unterschiedlichen Symbolen in den Einheiten Darcymeter (Dm) und Kubikmeter (m³) dargestellt.
Blatt Fulda zeigt einen Teil der Hessischen Buntsandstein-Landschaft, die im Westen von Ausläufern des Rheinischen Schiefergebirges und im Norden durch den Einbruch der Nordhessischen Tertiärsenke begrenzt wird. Im Südteil der Karte sind die jungen Vulkanitgebiete des Vogelsberges und der Rhön erfasst. Die hessische Sandstein-Landschaft wird von meist flach lagernden Sedimentschichten des Buntsandsteins gebildet. Die Sandsteine, untergeordnet Tonsteine und Konglomerate, wurden flächenhaft in einem Festlandsbecken abgelagert, das große Teile Mitteleuropas bedeckte. Das Gebiet wird von einer Vielzahl saxonischer Gräben durchzogen, in denen jüngere Sedimente (Muschelkalk, Keuper, Lias) erhalten geblieben sind. Ein größerer Ausbiss von Muschelkalk und Keuper findet sich beispielsweise am Ostrand des Kartenblattes bei Hünfeld und in der Ringau. Über dem Sockel des Buntsandsteins erheben sich die jungen Vulkanitgebiete von Vogelsberg, Rhön und Knüllgebirge. Der Vogelsberg zählt mit rund 2500 Quadtratkilometern Fläche zu den größten geschlossenen Basaltgebieten Mitteleuropas. Er besteht aus einer Vielzahl übereinander lagernder Decken von Basalten, Tholeiiten und Trachyten, die im Miozän aufdrangen. Basalte und basaltähnliche, alkalireiche Gesteine (Phonolithe, Nephelinite) finden sich auch in der Rhön und im Knüll (südlich von Homberg). In den Senken und Niederungen der Vulkanitgebiete sind pleistozäne Überlagerungen durch Hangschutt, Fließerden und Löss weit verbreitet. Im Bereich der Nordhessischen Tertiärsenke lagern dem Buntsandstein eozäne, oligozäne und pliozäne Lockersedimente auf, die teils von pleistozänen Ablagerungen (fluviatile und äolische Sande) verhüllt sind. Verfaltete und verschieferte Gesteine des Paläozoikums (Devon und Karbon) charakterisieren auf dem Kartenblatt die Ausläufer des Rheinischen Schiefergebirges, wobei Sedimentgesteine (Sandstein, Grauwacke, Ton- und Kieselschiefer) des Unterkarbons dominieren. Im Kellerwald, zwischen Frankenau und Bad Wildungen, sind in einem größeren Gebiet Sandsteine und Tonschiefer des Mittel- und Oberdevons aufgeschlossen. Entlang von Störungszonen sind ihnen Vulkanite (Diabase) des Unterkarbons eingeschaltet. Zechstein-Sedimente umranden die Grundgebirgsaufbrüche des Rheinischen Schiefergebirges. Neben der Legende, die über Alter, Genese und Petrographie der dargestellten Einheiten informiert, gewähren zwei geologische Schnitte Einblicke in den Aufbau des Untergrundes. Profil 1 quert das Paläozoikum des Rheinischen Schiefergebirges, die Buntsandstein-Landschaft der Frankenberger Bucht und die Niederhessische Tertiärsenke. Profil 2 verläuft vom Taunus im Westen über die Wetterau, den Vogelsberg und den Hessischen Buntsandstein bis zur Rhön.
Verbreitung der Grundwassergleichen des Benker Sandsteins als Fachlayer der Hydrogeologischen Karte 1:500 000. Empfohlen wird die Darstellung zusammen mit den separaten Fachlayer Maßgeblicher Grundwasserleiter. Zoombegrenzung min. 1:1 000 000 bis max. 1:200 000. Grundwassergleichen sind Linien gleicher Höhen einer Grundwasseroberfläche bzw. Grundwasserdruckfläche. Grundlage für die Erstellung der Grundwassergleichen ist die Kenntnis von Grundwasserständen in Bohrungen, Brunnen, Grundwassermessstellen und Quellen sowie an oberirdischen Gewässern, die unter Berücksichtigung hydrogeologischer und hydraulischer Gegebenheiten zu Linien gleicher Höhe, interpoliert werden. Zusätzlich wurden bereits existierende Grundwassergleichenpläne bei der Erstellung berücksichtigt (siehe Erläuterungen zur Hydrogeologischen Karte von Bayern 1:500 000, Abb. 6-2 und Tab. 6-1). Ungenauigkeiten bei der Konstruktion der Grundwassergleichen resultieren insbesondere aus der ungleichmäßigen Verteilung der Aufschlusspunkte. Geometrien und Legendeneinheiten sind für den Betrachtungsmaßstab 1:500 000 (1 cm auf einer Karte entsprechen 5 km in der Natur) konzipiert und i. d. R. stark generalisiert. Die HK 500 ist als Grundlage für großräumigere Betrachtungen vorgesehen, sie ersetzt keinesfalls Detailuntersuchungen und Begutachtung durch ein Fachbüro bei der Planung lokaler Vorhaben.
In this data publication we describe whole rock geochemistry and 34S values generated using secondary ion mass spectrometry (SIMS) from samples collected from 2 drill holes intersecting the Spremberg-Graustein deposit (eastern Germany). The samples include the uppermost Rotliegend sandstone (S1), Kupferschiefer (T1) mudstones and lowermost Zechstein Limestone (Ca1m). All analytical work was conducted at the GFZ Helmholtz Centre for Geosciences. . A total of 17 samples were taken from two drill cores (115a/71 and 121h/72) stored in the drill core repository of the LBGR Brandenburg State Office for Mining, Geology and mineral resources in Wünsdorf, Brandenburg.
Das LSG erfasst das Salzatal zwischen Salzmünde und Höhnstedt. Es bildet eine Verbundachse mit dem sich nach Norden anschließenden LSG „Laweketal” sowie mit dem westlich gelegenen LSG „Süßer See”. Es bindet im Westen an das LSG „Saale” an. Seine Grenze greift unter Ausschluss der anliegenden Ortschaften weit auf die Talhänge und angrenzenden Hochflächen über. Zwischen Höhnstedt und Köllme ist das Salzatal in den weichen Buntsandstein der Mansfelder Mulde eingeschnitten und bietet ein wechselvolles Landschaftsbild mit teils steilwandigen, teils flachen Hängen und engen bis breiteren Talböden. Das LSG liegt in der Landschaftseinheit Östliches Harzvorland. Die Salza bildet den natürlichen Abfluss des ehemaligen Salzigen Sees und entwässert die ebene Niederung östlich der Mansfelder Seen. Aufgrund geringer Neigung hat die Salza in der Vergangenheit bei Langenbogen einen breiten Mäander gebildet, der heute von einem ausgedehnten Schilfgebiet eingenommen wird. Ehemalige Absetzbecken der Zuckerfabrik wurden z. T. eingeebnet und sind durch großflächige Staudenfluren bestanden. Die Talsohle des nach Norden orientierten Salzatales verengt sich von 2 500 m im Raum Langenbogen auf 700 m bei Köllme am Rand des Senkungsgebiets. Der Talboden wird überwiegend durch Grünlandflächen bestimmt, nach Norden sind zunehmend auch Ackerflächen vorhanden. Die steilen Hangbereiche im Westen und Osten heben sich markant von der ebenen Talsohle ab. Neben blütenreichen Triften sind Trockengebüsche und einzelne Gehölze vorhanden. Die flacheren Hangpartien werden als Acker genutzt. Um Höhnstedt ist der Wein- und Obstbau mit seinem typischen Kleinrelief landschaftsbildbestimmend. Vor allem zur Obstbaumblüte bieten die Streuobstwiesen und Obstplantagen einen besonderen landschaftlichen Reiz. Die Muschelkalkhänge, die sich von Bennstedt über Köllme bis Benkendorf erstrecken, besitzen durch ihren hohen Anteil von Trocken- und Halbtrockenrasen sowie die zahlreichen, in die Schichtstufe eingeschnittenen Steinbrüche, einen eigenständigen Charakter. Die ältesten Zeugnisse der Anwesenheit des Menschen im LSG fanden sich bei Höhnstedt und stammen aus der Altsteinzeit. Die Jagdbeute des altsteinzeitlichen Menschen bildeten die Wildtiere, wobei dem Mammut große Bedeutung zukam. Reste eines dieser Eiszeitelefanten kamen südöstlich von Höhnstedt im Lösshang des Weinberges zum Vorschein. Die ältesten Ackerbauern der frühen Jungsteinzeit in Sachsen-Anhalt (Linienbandkeramik, Stichbandkeramik, Rössener Kultur) ließen sich im LSG bisher noch nicht nachweisen. Dort setzt die Besiedlung offenbar erst im Lauf der mittleren Jungsteinzeit mit der Salzmünder Kultur ein. Die Bernburger Kultur errichtete östlich der Salza auf der Hochebene über Köllme - und damit bereits außerhalb des LSG - eine Höhensiedlung, während sich ihr Bestattungsplatz unten im Tal auf dem Türkenhügel befunden hat. Bei Müllerdorf fanden sich westlich des Ortes und damit auch außerhalb des LSG an voneinander entfernten Stellen zwei Steinkisten, von denen sich die eine der Glockenbecherkultur zuweisen lässt, während die andere, bereits völlig zerstört und leer vorgefunden, der Schnurkeramik-Kultur angehört haben könnte. Ein Grab der Schnurkeramik-Kultur, das südwestlich von Zappendorf auf dem Hügenberge entdeckt wurde, bestand aus einer hölzernen Kammer und nahm zwei Tote auf. Die bei Höhnstedt befindlichen menhirartigen Steine, es handelt sich um Braunkohlenquarzite, dürften bereits von den jungsteinzeitlichen Ackerbauern aufgestellt worden sein. Ihre Errichtung stand mit dem Ahnenkult in Verbindung. Ihre kultische Verehrung bis in die Neuzeit illustrieren die vielen Nägel, die zur Besiegelung von Verträgen in die Steine eingeschlagen wurden. Ein Exemplar, der sogenannte Butterstein, steht am Rande des LSG südöstlich des Ortes (siehe auch unter LSG „Laweketal“). Bei Müllerdorf bestand eine Siedlung und bei Benkendorf ein Gräberfeld der frühbronzezeitlichen Aunjetitzer Kultur. Siedlungen und Bestattungsplätze der späten Bronzezeit sind bei Zappendorf und Köllme nachgewiesen. Auf dem von der Salza umflossenen Hügel südwestlich von Köllme standen früher Grabhügel. Grubenreihen und Gräben im Tal der Salza südlich von Benkendorf sowie auf der Hochfläche östlich von Köllme deuten auf Parzellengrenzen hin, mit denen die ansässigen Ackerbauern ihre Weide- und Ackerflächen umgrenzten und als ihr Eigentum beanspruchten. Nordöstlich von Langenbogen befand sich die „Alte Burg“, bei der es sich um einen mittelalterlichen Herrensitz handelte. Im Magdeburger Kammeratlas von 1722 sind an dieser Stelle zwei Burghügel als nebeneinanderliegende, ovale Inseln im Mühlenteich an der großen Biegung der Salza eingetragen. Bei der Abtragung stieß man in der Mitte eines Hügels auf den Rest eines runden Turmes. Beim Abfahren von Düngererde entdeckte man zudem eine hübsche Schachfigur in Form eines thronenden Königs, die in Skandinavien geschnitzt wurde und in der Architektur des Thrones maurische Einflüsse verarbeitet. Die Figur spiegelt damit die weitreichenden mediterranen Beziehungen der Normannen wider. 1155 ist ein Adliger mit Namen Friedericus De Langeboie urkundlich bezeugt. Auf einem in den ehemaligen Mühlteich nach Osten vorspringenden Rücken befand sich das mittelalterliche Dorf „Alt-Langenbogen“, das zur Hochfläche hin mit Wall und Graben befestigt war. Von der Dorfstätte liegen Funde aus dem 11. bis 13. Jh. vor. Befestigungen bei Höhnstedt am Rande der Hochfläche und Zappendorf im Salzatal wurden aus der Luft entdeckt und lassen sich bislang nicht datieren. Die Mansfelder Seen haben eine lange und interessante Geschichte, die sich anhand wissenschaftlicher Untersuchungen und historischer Karten und Aufzeichnungen nachvollziehen lässt. Eine von älteren Autoren vielfach genannte Ausdehnung des Salzigen Sees bis in den Raum Langenbogen/Köllme bestand jedoch nicht. Es handelte sich hier um eine lange Reihe von Teichen, die bis 1464 angelegt wurden, deren Anfänge jedoch vermutlich bereits im 12. Jh. bestanden. Erst um das 18. Jh. sind die letzten großen Stauanlagen beseitigt worden. Bis Benkendorf war das Tal ein sumpfiger Bereich, der seit jeher für eine ackerbauliche Nutzung ungeeignet erschien. Bereits vor 1796 wurde mit der Entwässerung des Salzatales begonnen. Der südexponierte Hangbereich des Salzatales stellt seit dem 12. Jh. ein traditionelles Wein- und Obstbaugebiet dar. Charakteristische Elemente sind die Trockenmauern der Weinbergterrassen und die in den Hang gebauten Weinkeller, die das Landschaftsbild noch heute prägen. Die Weinbergbauten des Höhnstedter Raums stellen gegenüber dem Saale-Unstrut-Gebiet eine völlig eigenständige Kategorie dar. Es handelt sich hier nicht um Weinberghäuser, sondern um Weinkeller im Berg. Sie verfügen über alle Merkmale, die ihre Herkunft aus dem früheren Kellerbau deutlich anzeigen, so die gemauerte Tonne, die Erdabdeckung und die Frontgestaltung. Sicherheit gewährleisten dicke Eichentüren und kleine Fenster. In diesen Weinkellern wurden die Trauben nach der Ernte gepresst und auch der Wein im Berg gelagert. Die ältesten Kellerstammen bereits aus dem 18. Jh., die Mehrzahl jedoch aus dem 19. Jh. Im Zusammenhang mit Pflanzungen im LSG „Süßer See” bilden die Bestände auf den Salzahängen um Höhnstedt heute das größte geschlossene Aprikosenanbaugebiet Deutschlands. Der westliche Teil des LSG befindet sich regionalgeologisch am Südrand der Schwittersdorfer Mulde, einer Teilstruktur der Mansfelder Mulde. Der östliche Abschnitt folgt etwa dem Westrand der Nietleben-Bennstedter Mulde, die ebenfalls als Teil der Mansfelder Mulde betrachtet wird. Beide Teilmulden bauen sich aus Sedimentiten des Tafeldeckgebirges vom Zechstein bis zum Muschelkalk auf. Die Muldenstrukturen sind durch den Salzke-Sattel getrennt, der im Untergrund durch die Hornburger Tiefenstörung vorgezeichnet ist. In der Schachtanlage Salzmünde bei Zappendorf ist von 1906 bis 1925 Kalisalz gefördert worden. Bei Köllme zeugen mehrere aufgelassene Kalksteinbrüche vom früheren Abbau des Muschelkalkes. Bis nördlich von Langenbogen hat sich die Salza (früher auch „Salzke“) in Sandsteine des Mittleren Buntsandsteins eingeschnitten. Danach fließt sie in einer Talweitung im Bereich weicher Schluffsteine des Oberen Buntsandsteins bis Köllme, wo sie den Kalkstein des Unteren Muschelkalkes durchbricht. Bis Benkendorf folgt die Salza dann wieder dem Ausstrich des Oberen Buntsandsteins. Von dort bis zur Mündung in die Saale bestehen die Hänge des Salzatales aus Mittlerem Buntsandstein. Das Salzatal bietet insgesamt ein wechselvolles Landschaftsbild mit steilwandigen Hängen und schmaleren Talböden im Bereich des Mittleren Buntsandsteins und Unteren Muschelkalkes sowie flachen Hängen und breiteren Talböden im Oberen Buntsandstein. Zahlreiche Vorkommen von Hauptterrassen-Schottern belegen, dass die Salza (bzw. Weida-Salza) in der Holstein-Warmzeit und in der frühen Saale-Kaltzeit von Esperstedt über Teutschenthal und Köchstedt nach Köllme geflossen ist. Von dort folgte sie ihrem heutigen Tal bis Salzmünde und floss dann entlang des Saaletales nach Wettin. Die Saale nutzt dieses alte Salzatal ab Salzmünde erst, seitdem sie sich am Ende der saalekaltzeitlichen Vergletscherung mit Hilfe von Schmelzwässern ihren Weg durch die Rhyolithe zwischen Halle und Brachwitz gebahnt hatte. Das Salzatal ist mit holozänen Auensedimenten ausgekleidet, die pleistozäne Kiese und Sande überlagern. Örtlich treten Vermoorungen auf. An den Talflanken sind Fließerden verbreitet, die unterhalb der Schichtstufe des Nikolausberges morphologisch deutlich in Erscheinung treten. Nördlich und westlich des Salzatales sind die Hochflächen mit einer Grundmoräne und Schmelzwassersanden/ -kiesen der Saale-Kaltzeit sowie mit weichselkaltzeitlichem Löss bedeckt. Auf der anderen Talseite ist die quartäre Bedeckung weitaus geringmächtiger und lückenhaft. Das Schutzgebiet erfasst die Hänge und denTalboden des Salzatals sowie Teile der umgebenden Hochflächen. Auf den Hochflächen dominieren Tschernoseme und Braunerde Tschernoseme aus Löss. Mit Annäherung an die Talhänge gehen die Tschernoseme in Pararendzinen bzw. Rendzinen über, die in geringmächtigem und teils skeletthaltigem Löss entwickelt sind. An einigen Stellen, wie an den Hammerlöchern bei Langenbogen (Mittlerer Buntsandstein) und bei Köllme (Unterer Muschelkalk), ist der Fels fast ohne Bodenbedeckung. Als Besonderheit in diesem LSG sei auf eine Rigosol-Pararendzina hingewiesen. Dieser Boden ist durch den Weinbau auf Terrassen entstanden. In der Salzaaue finden sich Kolluvisole und Auenböden. Die Substrate dieser Böden wurden durch Abtragung von den seitlichen Hängen in die Aue eingetragen und von der Salza fortgeschwemmt und abgelagert. Je nach ihrer Lage zur Grundwasseroberfläche sind es grundfrische Vegas, grundwasserbeeinflusste Gley-Vegas und grundwasserbestimmte bis grundwasserbeherrschte Gleye. Der Lauf der Salza beginnt als Abfluss des breiten Beckens des ehemaligen Salzigen Sees bei Rollsdorf und nimmt bei Köllme den Würdebach und bei Zappendorf die Laweke als wichtigste Zuflüsse auf. Die Salza ist neben anderen Belastungen durch eine hohe Salzfracht gekennzeichnet. Diese wird zum einen über den Würdebach, zum anderen über Gräben aus dem Haldenfußbereich der großen Kalihalde am Bahnhof Teutschenthal der Salza zugeführt. Das Gebiet des LSG „Salzatal“ liegt im Bereich des kontinental geprägten Binnenlandklimas im Lee des Harzes. Relativ geringe Niederschläge, z. B. 466 mm/Jahr in Salzmünde, und ein ausgeprägtes Niederschlagsmaximumin den Sommermonaten Juni bis August sind hierfür charakteristisch. Die Jahresmittelwerte der Lufttemperatur liegen bei 9 °C. Lokalklimatisch bedeutsam sind die südlich exponierten Hanglagen, die durch ihre trocken-warmen Verhältnisse einen entscheidenden Einfluss auf die Nutzung und die hier siedelnde Pflanzen- und Tierwelt haben. Die Potentiell Natürliche Vegetation des Salzatales setzt sich am Unterlauf ab Langenbogen aus Weich- und Hartholzauenwald, im Mittel- und Oberlauf aus Erlenbruchwald und Traubenkirschen-Erlen-Eschenwald zusammen. Die sanft ansteigenden Hänge werden von Labkraut-Traubeneichen-Hainbuchenwald eingenommen, der auf steileren, südexponierten Hängen in Wucherblumen-Labkraut-Traubeneichen-Hainbuchenwald übergeht. Die Buntsandsteinhänge werden durch ein verzweigtes System von Hohlwegen und Erosionsschluchten durchzogen. Die Nutzung der Hanglagen als Schaftriften hat sowohl auf den Buntsandstein- als auch auf den Muschelkalkhängen Trocken- und Halbtrockenrasen entstehen lassen, die jedoch aufgrund fehlender Nutzung einer zunehmenden Verbuschung und Ruderalisierung unterliegen. Eine Analyse der aktuellen Verbreitung charakteristischer Arten dieser Vegetationseinheiten zeigt am Beispiel des Haar-Pfriemengrases, dass zum heutigen Zeitpunkt ca. 50 % seiner in historischen Floren aufgeführten Fundorte erloschen sind. Dennoch weist das Salzatal ein enormes Entwicklungspotenzial auf und ist nach wie vor durch einen sehr hohen Artenreichtum gekennzeichnet. So konnten allein für das zwischen den Ortslagen Langenbogen und Köllme im Mai 2003 ausgewiesene NSG „Salzatal bei Langenbogen“ 512 Gefäßpflanzenarten aktuell bestätigt werden. Die Magerrasen werden von Fiederzwenken-Rasen beherrscht. Charakteristische Arten sind neben der Fiederzwenke vor allem Kleiner Odermennig, Kleines Mädesüß, Zypressen-Wolfsmilch und Kleiner Wiesenknopf. Neben diesen stärker verbreiteten Arten sind Graue Skabiose, Dänischer und Stengelloser Tragant, Aufrechter Ziest, Ausdauernder Windsbock und andere gefährdete Arten anzutreffen. Windexponierte Oberhangkanten weisen kleine Vorkommen des Haar-Pfriemengrases auf. Auf flachgründigen Standorten sind auch das Siebenbürger Perlgras und die Karthäuser-Nelke verstärkt zu finden. Am Hangfuß ist ein Übergang zu frischen Glatthaferwiesen mit Wiesen-Salbei, Wiesen-Margerite und Wiesen-Silau vorhanden. Die Muschelkalkstandorte werden von Kalktrockenrasen und -felsfluren, vorwiegend Blaugrasrasen und Blau-Schwingelfluren, bestanden. Charakteristische Arten sind Edel-Gamander, Aufrechte Trespe, Sand-Fingerkraut, Frühblühender Thymian, Golddistel und Gelbe Skabiose. Bemerkenswert sind die Vorkommen von Echter Kugelblume, Pferde-Sesel und Gelbem Zahntrost. Daneben sind Fiederzwenken-Halbtrockenrasen vorhanden. Von großer Bedeutung ist auch die im LSG anzutreffende Ackerwildkrautflora, die durch viele stark gefährdete oder vom Aussterben bedrohte Arten vertreten wird. Zu diesen zählen z. B. Schramms Erdrauch, Feld-Klettenkerbel, Ackerröte, Sommer-Adonisröschen und Gelber Günsel. Eine Besonderheit stellen die ausgedehnten Binnensalzstellen im Salzatal westlich Langenbogen dar, die ihre Entstehung auch dem Zufluss von Haldenwässern verdanken. Sie übertreffen hinsichtlich Artenreichtum und Ausprägung die natürlichen Vorkommen in der Region im Bereich Aseleben. Charakteristische Arten sind Flügelsamige Schuppenmiere, Strand-Aster, Strand-Dreizack, Strand-Milchkraut; auch Fuchs-Segge, Salzbunge, Erdbeer-Klee, Salz-Hornklee, Strand-Wegerich, Dickblättriger Gänsefuß, Roggen-Segge und Großes Flohkraut. Besonders bemerkenswert sind Gersten-Segge und Felsen-Beifuß, die im Raum Langenbogen in einem FND ausgebracht wurden. Die naturnahen Waldreste inmitten der geomorphologisch bewegten Landschaft des Gebietes, die Altobst- und Kopfweiden-, linearen und flächigen Gebüsch- und Gehölzbestände mit Acker- und Grünlandflächen sind Verbreitungsschwerpunkte von gefährdeten Tierarten. Brutnachweise für Brachpieper, Grauammer, Ortolan, Bienenfresser, Rebhuhn, Raubwürger, Neuntöter und Sperbergrasmücke liegen für Offen- und Halboffenlandhabitate vor. Die ausgedehnten Wasserflächen im Bereich des Salza-Mäanders besitzen eine hohe Bedeutung als Lebensraum für Wasservögel und als Rastplatz während des Vogelzuges. Als Brutvögel wurden hier Hauben-, Rothals- und Zwergtaucher, Knäkente, Reiherente und Tafelente, Rohrweihe, Wasserralle, Teichralle, Kiebitz, Lachmöwe, Beutelmeise, Schwarz- und Braunkehlchen, Drossel- und Teichrohrsänger festgestellt. Durchzügler im Feuchtgebiet sind verschiedene Entenarten, Große Rohrdommel, Fisch- und Seeadler, Wiesenweihe, Tüpfelralle, Kiebitz, Alpen- und Sichelstrandläufer, Kampfläufer und Bartmeise. Dem hohen avifaunistischen Wert des Salzatals wurde entsprochen, indem die bedeutsamsten Teile als EU-Vogelschutzgebiet gemeldet wurden. Die Fischfauna des Salza-Mäanders ist bisher mit acht Arten belegt. Abgesehen von den aus Besatzmaßnahmen stammenden Karpfen entspricht das Artenspektrum der Fischfauna dem eines nährstoffreichen Flachgewässers ohne Tiefenregion; charakteristische widerstandsfähige und anspruchslose Arten sind Giebel und Schleie. In der fließenden Salza selbst wurden Dreistachliger und Neunstachliger Stichling nachgewiesen. Für die Wirbellosenfauna des LSG liegt inzwischen ein sehr umfangreiches Datenmaterial vor. Aus entomofaunistischer Sicht von besonderer Bedeutung sind die Binnensalzstellen des LSG, welche eine hohe Zahl spezialisierter, salzliebender und -toleranter Arten aufweisen, dabei vor allem unter den Lauf- und Wasserkäfern und den Zweiflüglern zahlreiche stark gefährdete oder vom Aussterben bedrohte Vertreter. Die Wildbienenfauna hingegen repräsentiert eher die Steppen- und Trockenrasen, wärmegetönte Ruderalfluren und Feuchtlebensräume. Die Funde der äußerst seltenen Sandbienenarten Andrena hypopoliaund A. chrysopyga sind wegen ihrer Vorkommen am Arealrand von großem Interesse. Die Schmalbiene Lasioglossum marginellumprofitiert von dem Angebot an oftmals relativ kleinen Lösssteilwänden, während für den Schutz der Röhricht-Maskenbiene Hylaeus pectoralisder Erhalt von Schilfbeständen von großer Bedeutung ist. Die Erhaltung und Entwicklung der vielfältigen Naturraumausstattung ist Voraussetzung für die Sicherung der reichen Pflanzen- und Tierwelt. Dabei sind die ausgedehnten Schilfflächen als Rastplatz für Wasservögel während des Vogelzuges zu bewahren und konkurrierende Nutzungen, z. B. Angelsport und Jagd, schutzverträglich zu regeln. Die vorrangig zu sichernden und wertgebenden Landlebensräume konzentrieren sich auf die Trocken- und Halbtrockenrasen, Hohlwege, Lösswände, Steinbrüche, Weinberge und Ackerterrassen, Streuobstwiesen und Obstbaumreihen, Kopfweidenbestände, bachbegleitende Baumreihen und Restwälder, das artenreiche Grünland und die Salzwiesenvegetation. Die jüngst begonnenen Instandsetzungsmaßnahmen an verbuschten Trocken- und Halbtrockenrasen sowie Streuobstbeständen im Salzatal zwischen Langenbogen und Köllmemüssen ebenso wie die wiederbelebte Schafbeweidung fortgeführt und deutlich ausgeweitet werden. Nur so ist der langfristige Erhalt dieser Biotope mit ihrer hohen Artenvielfalt sicherzustellen. Auf Teilflächen muss zudem der Ausbreitung standortfremder Gehölze, vor allem der Robinie, durch Rodung derselben Einhalt geboten werden. Auch die Offenhaltung der Salzwiesen, vorzugsweise durch die bislang praktizierte Rinderbeweidung, soll weiterhin gewährleistet werden, um deren Entwertung durch Verschilfung und Verbuschung zu verhindern. Der Erhalt der besonderen Eigenart des Landschaftraumes schließt die Sicherung der traditionellen Nutzung der Hangbereiche als Obst- und Weinbaugebiet mit ihren typischen jahreszeitlichen Aspekten und den Erhalt der typischen Kleinformen wie Obstbauterrassen, Trockenmauern und Weinbergkeller ein. An Ortsrändern sind harmonische Übergänge zwischen Siedlung und Landschaft durch Erhaltung bzw. Anlage von Gehölzen, Gebüschen, Gärten und Staudenfluren zu sichern. Das Gebiet ist ansonsten von Bebauungen frei zu halten und für den sanften, landschaftsbezogenen Tourismus zu erschließen. Für bestimmte sensible Teilbereiche, wie zum Beispiel den Salzamäander östlich Langenbogen, sind jedoch aus Artenschutzgründen Ruhe und Ungestörtheit zu gewährleisten. Langenbogen – Salzmünde Von der Ortslage Langenbogen nach Norden, am Gelände der ehemaligen Zuckerfabrik vorbei, wird der Hangfuß erreicht. Von hier kann ein kurzer Abstecher in das FND „Hammerlöcher bei Langenbogen“, ein Hohlformensystem im Hangbereich, unternommen werden. Die Wanderung führt dann auf Feldwegen entlang des Hangfußes am westlichen Talrand über Zappendorf und Quillschina bis Salzmünde. Bauliche Denkmale als Zeugen der Kulturgeschichte stellen die Dorfkirchen in den umliegenden Gemeinden dar, deren Kerne aus dem 12. und 13. Jh. datieren, die aber in der Folgezeit mehrfach verändert wurden. Sie beherbergen Schnitzaltäre und andere sakrale Gegenstände aus der Zeit ihrer Entstehung. In Zappendorf steht eine Betsäule von 1518 am Ortseingang. In Salzmünde, einem in früheren Zeiten strategisch wichtigen Ort, sind die Reste einer Burganlage im Gelände noch erkennbar. Die Anlage, die bereits außerhalb des LSG auf einem Bergsporn am Westrand des Saaletales liegt, wurde 1288 erstmals erwähnt und liegt seit 1442 wüst. Langenbogen – Höhnstedt Von der Ortslage Langenbogen nach Norden, an den Flächen der ehemaligen Zuckerfabrik vorbei, verläuft ein Weg entlang des Hangfußes nach Westen. Man hat einen Blick auf die ausgedehnten Flächen der Binnensalzstelle südlich des Salzalaufes und die steilen Hanglagen. Der Weg quert die Verbindungsstraße Langenbogen-Höhnstedt und verläuft dann weiter außerhalb des LSG durch das Rösatal nach Höhnstedt. Höhnstedt stell das Zentrum kultureller Aktivitäten in der Region dar. Hierzu zählen das alljährliche Blütenfest, das im Frühjahr zur Obstblüte stattfindet, sowie das Weinfest Anfang September. In Höhnstedt befindet sich auch ein Demonstrations- und Sortengarten für regionaltypische Obstsorten, insbesondere Aprikosen. veröffentlicht in: Die Natur- und Landschaftsschutzgebiete Sachsen-Anhalts - Ergänzungsband © 2003, Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt, ISBN 3-00-012241-9 Letzte Aktualisierung: 18.11.2025
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 864 |
| Kommune | 4 |
| Land | 225 |
| Weitere | 5 |
| Wirtschaft | 2 |
| Wissenschaft | 96 |
| Zivilgesellschaft | 54 |
| Type | Count |
|---|---|
| Daten und Messstellen | 44 |
| Ereignis | 2 |
| Förderprogramm | 200 |
| Hochwertiger Datensatz | 3 |
| Taxon | 4 |
| Text | 685 |
| Umweltprüfung | 15 |
| unbekannt | 114 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 711 |
| Offen | 347 |
| Unbekannt | 5 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 1043 |
| Englisch | 31 |
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| Archiv | 20 |
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| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 1063 |
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