Im Rahmen der zunehmenden Anstrengungen im Umweltschutz finden bei Maschinen und Anlagen die akustischen Emissionswerte immer staerkere Beachtung. Zum einen fuehren erhoehte Schalleistungen im Arbeitsumfeld zu gesundheitlichen Beschwerden, zum anderen stellen sie ein Mass zur Beurteilung der relativen Guete von Antriebsanlagen dar. Ferner ergibt sich als Nebeneffekt die Moeglichkeit, anhand einer Schallemissionsanalyse im Zeitbereich Maschinenschaeden voraussagen bzw. verhindern zu koennen. Um diese Diagnostik anwenden zu koennen, sind zunaechst Erkenntnisse ueber die Entstehung des Schalls bei unterschiedlichen Parametern notwendig. Im Rahmen des vorliegenden Projektes sollen mit praktischen Untersuchungen an einem Verspannpruefstand diese Erkenntnisse an einem Getriebe bei dynamischer Betriebsweise gefunden werden.
Messung der Schalleistung an Motoren im Last- und Drehzahlbereich. Einfluesse der Motorlagerung auf das Fahrzeuggeraeusch. Ursachenforschung
Die gegenueber konventionellen Triebwerks-Tragfluegelanordnungen hoehere Schallemission von Hochauftriebssystemen ist Anlass einer detaillierten Untersuchung der wirksamen Schallerzeugungsvorgaenge mit dem Ziel, eine Reduktion der abgestrahlten Schalleistung bei Erhaltung der flugmechanischen Leistungsdaten zu erreichen. Moegliche Laermminderungsmassnahmen werden an Modellsystemen in einem stationaeren Freistrahlpruefstand untersucht und beinhalten unter anderem Formaenderungen der Tragfluegel- und Klappenhinterkantengeometrien, Aenderungen in der Oberflaechenbeschaffenheit von Tragfluegel und Klappe sowie die aerodynamische Beeinflussung der Klappengrenzschichten.
Vorhersageverfahren fuer das durch die Umstroemung einer Flugzeugzelle in Landekonfiguration - d.h. mit ausgefahrenen Auftriebshilfen und Fahrwerken - entstehende Geraeusch (Flugzeugeigengeraeusch) sollen entwickelt werden. Die Vorhersage umfasst die zu erwartende Schalleistung sowie die spektrale Verteilung und Richtcharakteristik des abgestrahlten Schalldruckes. Hierzu werden die Beitraege einzelner Geraeuschkomponenten zur Gesamtschallabstrahlung z.B. der Tragfluegel - mit und ohne ausgefahrene Vorfluegel- und Landeklappen -, der Leitwerke sowie der Fahrwerks-Schachtsysteme unabhaengig voneinander untersucht. Ein Experimentalprogramm umfasst Modelluntersuchungen an diesen Komponenten im verkleinerten Massstab. Fuer die aeroakustischen Messungen steht ein stationaerer Freistrahlpruefstand zur Verfuegung. Darueberhinaus werden Segelflugzeuge als Traeger fuer die zu untersuchenden Flugzeugkomponenten herangezogen.
Ziel des Verbundvorhabens ist die Steigerung der Effizienz von Turboantriebssträngen mit Anschlussleistungen in der Größenordnung Megawatt. Gemeinsam wird im Verbund ein Demonstratorgetriebe, welches ein Gesamtkonzept von effizienzsteigernden Maßnahmen umsetzt, entwickelt und experimentell untersucht. Die Maßnahmen haben die Senkung der Lager- und Verzahnungsverlustleistung zum Ziel, wobei die Einzelmaßnahmen unter den Teilvorhaben beschrieben werden. Abseits des unmittelbaren Fokus, ein Gebläse anzutreiben, sind die Ergebnisse auf diverse weitere Anwendungsfälle der Antriebstechnik übertragbar. Das Teilvorhaben 'Maßnahmenoptimierung Druckkamm & Verzahnung' untersucht innovative Ansätze zur Senkung der Druckkammverlustleistung (neuartige Laufflächenprofilierungen, Einsatz der Plattendicke als Auslegungsgröße). Weiterhin wird ein neues Verzahnungskonzept untersucht. Das bekannte Konzept der Low-Loss-Verzahnung zur Verlustleistungsreduktion ist aufgrund der Verschlechterung der Schallleistung des Getriebes nicht anwendbar. Stattdessen wird eine Verzahnung mit kleinem Modul, hoher Zähnezahl und hohem Schrägungswinkel anstelle eines hohen Eingriffswinkel vorgeschlagen. Hohe Schrägungswinkel sind aufgrund der durch sie bewirkten problematischen Axialkraft insbesondere bei großen Übersetzungen (Hebelarmen) unüblich. Die entstehenden Schwierigkeiten werden durch eine Druckkammlagerung behoben.
Ziel des Verbundvorhabens ist die Steigerung der Effizienz von Turboantriebssträngen mit Anschlussleistungen in der Größenordnung Megawatt. Gemeinsam wird im Verbund ein Demonstratorgetriebe, welches ein Gesamtkonzept von effizienzsteigernden Maßnahmen umsetzt, entwickelt und experimentell untersucht. Die Maßnahmen haben die Senkung der Lager- und Verzahnungsverlustleistung zum Ziel, wobei die Einzelmaßnahmen unter den Teilvorhaben beschrieben werden. Abseits des unmittelbaren Fokus, ein Gebläse anzutreiben, sind die Ergebnisse auf diverse weitere Anwendungsfälle der Antriebstechnik übertragbar. Das Teilvorhaben 'Maßnahmenoptimierung Druckkamm & Verzahnung' untersucht innovative Ansätze zur Senkung der Druckkammverlustleistung (neuartige Laufflächenprofilierungen, Einsatz der Plattendicke als Auslegungsgröße). Weiterhin wird ein neues Verzahnungskonzept untersucht. Das bekannte Konzept der Low-Loss-Verzahnung zur Verlustleistungsreduktion ist aufgrund der Verschlechterung der Schallleistung des Getriebes nicht anwendbar. Stattdessen wird eine Verzahnung mit kleinem Modul, hoher Zähnezahl und hohem Schrägungswinkel anstelle eines hohen Eingriffswinkel vorgeschlagen. Hohe Schrägungswinkel sind aufgrund der durch sie bewirkten problematischen Axialkraft insbesondere bei großen Übersetzungen (Hebelarmen) unüblich. Die entstehenden Schwierigkeiten werden durch eine Druckkammlagerung behoben.
<p> Worauf Sie beim Einbau einer Wärmepumpe achten sollten <ul> <li>Wärmepumpen sind eine umweltfreundliche Heiztechnik: Prüfen Sie, ob Ihr Haus für Wärmepumpen geeignet ist.</li> <li>Kaufen Sie besonders energieeffiziente Wärmepumpen.</li> <li>Achten Sie bei Planung und Kauf auch auf weitere zentrale Punkte: Geeignete Wärmequelle (möglichst Erdreich), optimale Größe, geringe Lärmemissionen und umweltfreundliches Kältemittel.</li> <li>Für unsanierte Häuser können sich übergangsweise Hybrid-Wärmepumpen eignen.</li> <li>Warten und prüfen Sie Ihre Wärmepumpe regelmäßig.</li> </ul> Gewusst wie <p>Die Heizung ist im Haushalt der mit Abstand größte Verursacher von Kohlendioxid (CO2). Diese Emissionen belasten das <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klima">Klima</a>. Eine Wärmepumpe ist eine Heizung, die wie ein Kühlschrank funktioniert, nur umgekehrt und mit viel höherer Leistung. Sie pumpt quasi die Wärme von außen (Boden, Wasser, Luft) in die Wohnung. Die elektrische Wärmepumpe ist eine energiesparende Form der Wärmegewinnung mit geringeren CO2-Emissionen als Heizöl- oder Erdgasheizungen.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/waermepumpe-funktionsweise-print.jpg"> </a> <strong> So funktioniert eine Wärmepumpe </strong> Quelle: co2online <p><strong>Einsatzmöglichkeiten für Wärmepumpen:</strong> Grundsätzlich sind sowohl Neu- als auch Altbauten für Wärmepumpen geeignet. Je niedriger der Wärmebedarf, desto effizienter arbeiten sie. Wärmepumpen eignen sich besonders gut in Häusern, in denen Niedertemperatur-Heizsysteme als Wärmeabnehmer zur Verfügung stehen. Der Anschluss an eine Flächenheizung (zum Beispiel Fußbodenheizungen) ist für Wärmepumpen günstig. Flächenheizungen kommen mit niedrigen Vorlauftemperaturen, 35 °C oder weniger, aus. Wärmepumpen können auch in vielen teilsanierten oder manchen unsanierten Häusern mit Heizkörpern hinreichend effizient betrieben werden. Die Heizkörper in Altbauten sind in der Regel zu groß und haben "Sicherheitsreserven", die man nutzen kann, um die Vorlauftemperatur zu senken. Einzelne, zu kleine Heizkörper können auch ausgetauscht werden. In Altbauten, die sich nicht alleine mit einer Wärmepumpe beheizen lassen, sind Hybridheizungen eine interessante Lösung: Eine Wärmepumpe übernimmt die Grundversorgung mit Wärme und ein Heizkessel unterstützt an kalten Tagen die Wärmepumpe. In unserem <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/107985">Wärmepumpenportal "So geht's mit Wärmepumpen!"</a> finden Sie zahlreiche Praxisbeispiele aus ganz Deutschland.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/hybridheizung_luftwaermepumpe_gasbrennwert.png"> </a> <strong> Hybridheizung: Luftwärmepumpe plus Gasbrennwert </strong> Quelle: co2online <p><strong>Wirtschaftlichkeit beachten:</strong> Die Wirtschaftlichkeit von Wärmepumpen können Sie vorab mit Online-Ratgebern für <a href="https://ratgeber.co2online.de/index.php?berater=heizkostenimneubau&portal_id=uba">Neubau</a> oder <a href="https://ratgeber.co2online.de/index.php?berater=modernisierungsratgeber&portal_id=uba">Altbau</a> überschlagen. Wer ein bestehendes Haus mit einer Wärmepumpe beheizen möchte, kann zudem Fördermittel über die "Bundesförderung für effiziente Gebäude" erhalten. Dafür muss die Wärmepumpenanlage besonders energieeffizient sein. Nähere Informationen erhalten Sie bei der <a href="https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Heizungsf%C3%B6rderung/">Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)</a>. Energieeffiziente Wärmepumpen sind eine Möglichkeit, die Verpflichtungen nach dem <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/geg/index.html">Gebäudeenergiegesetz</a> besonders einfach zu erfüllen.</p> <p><strong>Effiziente Wärmepumpe verwenden:</strong> Die Wärmepumpe sollte möglichst energieeffizient arbeiten. Sie erkennen dies an einer hohen <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/jahresarbeitszahl">Jahresarbeitszahl</a> (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/jaz">JAZ</a> oder <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/scop">SCOP</a>), ideal sind Werte von 4,0 oder höher. Luft-Wärmepumpen erreichen diesen Wert nur unter günstigen Umständen. Die JAZ gibt das für ein Jahr ermittelte Verhältnis von abgegebener Heizwärme (Heizarbeit) für die Heizung zu dem dazu erforderlichen Aufwand (Antriebsarbeit einschließlich Hilfsenergie) an. Bei elektrischen Wärmepumpen ist dies der erforderliche elektrische Strom. Beispielsweise bedeutet eine JAZ von 4,0 für eine elektrische Wärmepumpe, dass für die Bereitstellung von 4 Kilowattstunden (kWh) Heizwärme 1 kWh elektrischer Strom erforderlich ist. Je höher die Jahresarbeitszahl einer Wärmepumpe ist, desto energieeffizienter, umweltfreundlicher und kostengünstiger arbeitet sie – und umgekehrt. Beachten Sie, dass die Angabe einer einzelnen Leistungszahl (COP) nicht ausreicht, da diese nur die (theoretische) Leistung der Wärmepumpe, nicht jedoch die weiteren Faktoren im laufenden Betrieb berücksichtigt.</p> <p><strong>Kritische Punkte bei Planung und Kauf berücksichtigen:</strong> Ob eine Wärmepumpe umweltfreundlich und wirtschaftlich arbeitet, hängt von Grundsatzentscheidungen in der Planung und beim Kauf ab:</p> <ul> <li>Lassen Sie sich schon in Angeboten die <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/energiesparen/energieverbrauchskennzeichnung/heizgeraete">Energieverbrauchskennzeichnung</a> samt der Pflicht-Produktinformationen vorlegen. Denn seit 2015 müssen Heizgeräte, zu denen auch Wärmepumpen zählen, eine Energieverbrauchskennzeichnung tragen und Anforderungen an die Energieeffizienz erfüllen.</li> <li>Da eine hohe Jahresarbeitszahl die Betriebskosten senkt, ist eine gute und unabhängige Beratung, die auf Ihren speziellen Fall zugeschnitten ist, unerlässlich. Es gilt: die in der Anschaffung billigste Lösung ist nicht immer die auf Dauer preiswerteste. Holen Sie unabhängigen Rat ein, zum Beispiel von <a href="http://energie-effizienz-experten.de/">Energieberatern</a> oder den <a href="https://www.verbraucherzentrale-energieberatung.de/">Verbraucherzentralen</a>.</li> <li>Vereinbaren Sie schriftlich eine möglichst hohe und dennoch realistische Mindest-Jahresarbeitszahl (Zielwert: 4,0). Dazu gehören Pflichten des Installateurs (korrekte Planung, Installation und Inbetriebnahme) ebenso wie Ihre Pflichten als Betreiber (z.B. bestimmungsgemäßer Betrieb bei geplanter Raumtemperatur, moderater Warmwasser-Verbrauch). Bei der Energieberatung der Verbraucherzentralen erhalten Sie weitere Beratung dazu.</li> </ul> <p><strong>Geeignete Wärmequelle wählen:</strong> Prinzipiell stehen als Wärmequellen Boden, Wasser und Luft zur Verfügung. Die Effizienz der Wärmepumpe steigt, je geringer die Temperaturdifferenz zwischen der Wärmequelle und dem Heizsystem ist. Grundwasser und Erdreich verfügen während des Winters, wenn der Heizwärmebedarf groß ist, über eine relativ hohe, stabile Durchschnittstemperatur. Dies begrenzt den notwendigen Temperaturhub und ist für die Energieeffizienz und den Stromverbrauch einer Wärmepumpe von Vorteil. Erdreich, Grundwasser und Abwasser sind deshalb im Allgemeinen bessere Wärmequellen als die im Winter kalte Außenluft. Ein Bonus bei der Förderung würdigt die systemisch höhere Effizienz, um die womöglich höhere Anfangsinvestition abzumildern, die später durch niedrigere Stromkosten ausgeglichen werden kann.</p> <strong>Galerie: Wärmequellen für Wärmepumpen</strong> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/481_schr_opv_luftmonoaussen.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/482_schr_opv_grundw.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/484_schr_opv_erdkoll.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/485_schr_opv_erdsonden.jpg"> </a> Weiter <i> </i> Vorherige <i> </i> caption <p><strong>Optimale Größe der Heizung ermitteln:</strong> Eine überdimensionierte Wärmepumpenanlage führt zu unnötigen Mehrkosten bei der Anschaffung. Ist die Wärmepumpe wiederum zu klein, springt zum Beispiel an kalten Tagen öfter der Heizstab an – das ist teuer und ineffizient. Lassen Sie deshalb von einer Fachkraft die passgenaue Dimensionierung der Wärmepumpe berechnen: Berechnung der Heizlast mit/ohne Trinkwassererwärmung (keine einfache Schätzung!) und der Wärmequelle (beispielsweise Ertrag des Erdreichs).</p> <p><strong>Lärmemissionen gering halten:</strong> Wärmepumpen können <a href="https://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/waermepumpen-co-tieffrequentes-brummen-belaestigt">Lärmbelästigung</a> verursachen, die sowohl Sie als auch Ihre Nachbarn erheblich stören können. Für innen aufgestellte Wärmepumpen sind Schallleistungspegel von 50- 60 dB(A) unbedenklich. Eine Schallleistung ab 50 dB(A) außerhalb des Hauses kann aber für die Bewohner in der Nachbarschaft (Garten etc.) problematisch sein. Das gilt vor allem für ruhige Wohngegenden.</p> <ul> <li>Lassen Sie sich deshalb zu potentiellen Geräuschimmissionen der Wärmepumpe an dem von Ihnen bevorzugten Aufstellort beraten. Wählen Sie einen Aufstellort, der weder bei Ihnen noch bei Ihren Nachbarn zu belästigenden Geräuschen führt. Von der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft für Immissionsschutz gibt es hierzu auch einen Leitfaden für die <a href="https://www.lai-immissionsschutz.de/documents/leitfaden-laerm-bei-stationaeren-geraeten-kurzfassung_1698053205.pdf">Verbesserung des Schutzes gegen Lärm bei stationären Geräten (Kurzfassung)</a>. Das Land Sachsen-Anhalt hat mit Unterstützung des <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a> zudem einen <a href="http://lwpapp.webyte.de/">interaktiven Assistenten zur Anwendung dieses Leitfadens</a> entwickelt. Wenn es unter allen anderen Belangen möglich ist, planen Sie für Ihre Wärmepumpe einen Aufstellort im Innenraum, dann werden die wenigsten Geräusche in die Nachbarschaft emittiert.</li> <li>Achten Sie beim Kauf der Wärmepumpe auch auf den angegebenen Geräuschpegel in dB (zu finden auf dem Energielabel oder im <a href="https://www.waermepumpe.de/schallrechner/">Schallrechner des Bundesverbands Wärmepumpe e.V.</a>). Je geringer der Wert, desto leiser ist die Wärmepumpe im Betrieb. Wärmepumpen mit angegebenen Werten unter 55 dB (< 6kW), 60 dB (6-12 kW) und 65 dB (>12 kW) sind besonders geräuscharm.</li> <li>Insbesondere in der Heizperiode im Winter kommt es bei einigen Anlagen zudem regelmäßig zu Abtau- und Rückspülvorgängen, die sich in ihrer Geräuschcharakteristik und Belästigungswirkung unterscheiden. Besichtigen Sie gegebenenfalls eine Referenzanlage im Betrieb oder lassen Sie sich vom Hersteller Hörbeispiele des Wärmepumpenbetriebs in ruhiger Umgebung vorspielen, um sich dieser Umweltwirkung besser bewusst zu werden. Um langfristig Probleme mit Lärm zu vermeiden, planen Sie die Lärmminderung durch eine schalltechnisch günstige Aufstellung und sachgerechte Installation und Betrieb im Vorfeld ein. Nachträgliche Lärmminderung ist immer wesentlich teurer als die Berücksichtigung im Vorfeld.</li> </ul> <p><strong>Umweltfreundliches Kältemittel nutzen:</strong> Wärmepumpen für Heizwärme enthalten heute größtenteils <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/fluorierte-treibhausgase-fckw-0">teilfluorierte Kohlenwasserstoffe (HFKW)</a> als Kältemittel, deren Emissionen klimaschädlich sind. Diese Stoffe unterliegen deshalb der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/fluorierte-treibhausgase-fckw/rechtliche-regelungen/eu-verordnung-ueber-fluorierte-treibhausgase">EU-Verordnung über fluorierte Treibhausgase</a>, die unter anderem die Verringerung der in Verkehr gebrachten HFKW-Menge regelt. Solange sie am Markt noch verfügbar sind, sind sie teuer und treiben die Kosten Ihrer Wärmepumpe hoch, wenn in der Anlage einmal Kältemittel nachgefüllt werden muss. Schon aus wirtschaftlichen Gründen sollten Sie deshalb beim Kauf darauf achten, dass die Wärmepumpe keine hoch treibhausgaswirksamen Kältemittel enthält, sondern am besten natürliche Kältemittel wie Propan oder auch CO2. Propan hat günstige thermodynamische Eigenschaften und ermöglicht so hohe Wirkungsgrade.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/infografik_co2-ausstoss_2020-40.png"> </a> <strong> CO2-Ausstoß einzelner Wärmeerzeuger im Bestand </strong> Quelle: Bundesverband Wärmepumpe e.V. <p><strong>Was Sie bei der Planung noch beachten sollten:</strong></p> <ul> <li>Beauftragen Sie ein einzelnes, erfahrenes Unternehmen als verantwortlichen Generalunternehmer mit Planung, Installation und Inbetriebnahme der ganzen Wärmepumpenanlage. Erkundigen Sie sich vorher nach Referenzen.</li> <li>Die Wärmepumpenanlage sollte möglichst einfach sein – mit der Komplexität der Anlage steigt oft die Fehleranfälligkeit.</li> <li>Die Wärmepumpe sollte auch das Trinkwasser erwärmen. Der Warmwasserspeicher sollte nicht zu groß und gut isoliert sein (Energieeffizienzklasse A).</li> <li>Ein zusätzlicher Heizungspufferspeicher ist nur für Heizkörper-Heizungen nötig, um Sperrzeiten des Stromtarifs zu überbrücken, nicht für Fußbodenheizungen.</li> <li>Die Wärmepumpe sollte so geplant werden, dass sie im regulären Betrieb ohne Heizstab auskommen kann.</li> <li>Wenn eine Luftwärmepumpe nachts im schallreduzierten Betrieb ("Silent mode") arbeiten muss, um die zulässigen Geräuschimmissionen einzuhalten, sollte die Planung berücksichtigen, dass in diesen Zeiten die Heizleistung sinkt.</li> <li>Wärmepumpen eignen sich nicht nur zum Heizen, sondern auch zum Kühlen – vorausgesetzt, das Haus hat eine Fußboden- oder Flächenheizung. Besonders energiesparend und umweltfreundlich ist das mit oberflächennaher Geothermie, die auch im Sommer kühl genug ist, um das Haus ohne Zutun der Wärmepumpe zu temperieren. Dies erhöht zusätzlich den Wirkungsgrad der Anlage.</li> <li>Beachten Sie: Wärmepumpenanlagen, die Grundwasser oder Erdreich als Wärmequelle nutzen, müssen bei der unteren Wasserbehörde angezeigt oder genehmigt werden.</li> </ul> <p><strong>Was Sie bei Kauf und Installation noch beachten sollten:</strong></p> <ul> <li>Bevorzugen Sie zertifizierte Unternehmen, beispielsweise: Gütezeichen "Fachbetrieb Wärmepumpe" nach VDI 4645 für Installationsfirmen, Zertifizierung nach DVGW W120 für Erdsonden-Bohrunternehmen.</li> <li>Achten Sie auf fachgerechte Installation der Anlage. Dazu gehören auch der korrekte Einbau von 3-Wege-Ventilen und Temperaturfühlern und die lückenlose Wärmedämmung aller Bauteile und Leitungen (inkl. Armaturen).</li> <li>Achten Sie darauf, dass ein hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage vorgenommen wird. Das ist Voraussetzung für niedrige Heiztemperaturen und hohe Energieeffizienz der Anlage.</li> <li>Zur Inbetriebnahme muss die Regelung mit den richtigen Betriebszeiten und einer möglichst niedrigen Heizkurve eingestellt werden; Werkseinstellungen sind nicht ausreichend.</li> <li>Der (integrierte) Heizstab sollte standardmäßig deaktiviert und nur im Notfall (oder zur Trocknung von Neubauten) eingeschaltet werden.</li> <li>Fordern Sie eine vollständige Dokumentation der gesamten Anlage, der Pläne und der Einstellungen ein.</li> <li>Zum Abschluss der Installation gehört die Einweisung der Nutzer.</li> <li>Achten Sie auf möglichst schwingungsgeminderte Aufstellung und flexible Anschlüsse an Kältemittel- und Wasserleitungen, um unerwünschte Vibrationen oder Geräusche zu vermeiden. Installieren Sie sachgerecht die zur Wärmepumpe gelieferten Zubehörteile zur Schallminderung. Gegebenenfalls bietet der Hersteller Nachrüst-Zubehör zur Schallminderung an.</li> </ul> <p><strong>Wärmepumpe warten und Verbräuche prüfen: </strong>Die Heizung funktioniert nur optimal als Gesamtsystem. Deshalb müssen alle Heizkomponenten optimal aufeinander abgestimmt sein: Wärmeerzeuger, Heizflächen, Thermostatventile, Pumpen- und Reglereinstellungen. Regelmäßige Wartung stellt deshalb die Funktionsfähigkeit und Effizienz der Anlage sicher: Reinigung der Wärmetauscher, Leitungen und Ventile, Überprüfen der Füllstände, schrittweises Absenken der Heizkurve. Sie können auch selbst überprüfen, ob die Wärmepumpe optimal arbeitet. Mit regelmäßiger Kontrolle der Verbrauchsdaten stellen Sie fest, wie effizient und kostengünstig die Heizung arbeitet. Die meisten Wärmepumpen haben hierzu einen Wärmemengenzähler, der erfasst, wieviel Heizwärme produziert wurde. Wenn Sie die Menge an Heizwärme durch den Stromverbrauch der Wärmepumpe aus dem gleichen Zeitraum teilen, erhalten Sie die "<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/jahresarbeitszahl">Jahresarbeitszahl</a>". Viele Wärmepumpen können die Jahresarbeitszahl im Menü anzeigen. Vergleichen Sie diesen Wert mit den Planungsunterlagen, um zu prüfen, ob die Wärmepumpe so effizient arbeitet wie geplant. Hilfsmittel wie das kostenlose <a href="https://www.energiesparkonto.de/">Energiesparkonto</a> machen die Kontrolle leichter.</p> <p><strong>Was Sie beim Betrieb noch beachten sollten:</strong></p> <ul> <li>Drücken Sie Ihr Engagement für die Energiewende aus, indem Sie zu einem <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/haushalt-wohnen/oekostrom">Ökostrom-Anbieter</a> wechseln oder selbst in erneuerbare Energien investieren.</li> <li>Stellen Sie den Regelbetrieb so ein, dass die Anlage in den Abendstunden (20 bis 22 Uhr) und Nachtstunden (22 bis 6 Uhr) möglichst wenige (bestenfalls gar keine) Geräusche verursacht, aber trotzdem noch effizient genug arbeitet. Dies kann unterstützt werden durch die zusätzliche Installation eines geeigneten Heizungspufferspeichers.</li> <li>Kontrollieren Sie den Betrieb der Wärmepumpe auf auffällige unregelmäßige Geräusche. Gegebenenfalls ist dann eine Wartung der Wärmepumpe erforderlich.</li> <li>Gehen Sie verantwortungsvoll mit Beschwerden aus der Nachbarschaft über belästigenden Lärm durch Ihre Anlage um. Reagieren Sie rücksichtsvoll und lösungsorientiert darauf, um einen unnötigen Nachbarschaftsstreit zu vermeiden.</li> </ul> <p><strong>Was Sie noch tun können:</strong></p> <ul> <li>Profitieren Sie von den Praxiserfahrungen anderer: In unserem <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/107985">Wärmepumpenportal "So geht's mit Wärmepumpen!"</a> finden Sie zahlreiche Praxisbeispiele aus ganz Deutschland.</li> <li>Beachten Sie unsere Tipps zu <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/heizen-bauen/heizen-raumtemperatur">Heizen/Raumtemperatur</a>.</li> </ul> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/4_abb_waermepumpen_2025-05-02.png"> </a> <strong> Absatz von Wärmepumpen, Marktanteil von Heizungswärmepumpen </strong> Quelle: Bundesverband Wärmepumpe / Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie Downloads: <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/4_abb_waermepumpen_2025-05-02.pdf">Diagramm als PDF (163,95 kB)</a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/4_abb_waermepumpen_2025-05-02.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten (178,72 kB)</a></li> </ul> Hintergrund <p><strong>Umweltsituation:</strong> Gut 35 Prozent der Energie werden in Deutschland eingesetzt, um Gebäude zu beheizen und Wasser zu erwärmen. Das verursacht rund 30 Prozent der CO2-Emissionen. Die Heizung verbraucht im Haushalt am meisten Energie und verursacht damit mit Abstand die größte Menge an CO₂. Wärmepumpen verringern Energieverbrauch und CO2-Emissionen. Klimaschädliche Treibhausgasemissionen entstehen, wenn ein fluoriertes Kältemittel, das viele Wärmepumpen enthalten, bei der Herstellung, beim Betrieb oder bei der Entsorgung der Wärmepumpe entweicht. Eine klimafreundliche Alternative sind Wärmepumpen mit dem Kältemittel Propan (R290), die inzwischen von verschiedenen Herstellern angeboten werden.</p> <p><strong>Gesetzeslage</strong><strong>: </strong>Das <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/geg/index.html">Gebäudeenergiegesetz</a>, das 2023 geändert wurde, verpflichtet die Eigentümerinnen und Eigentümer neu errichteter Gebäude, ab 1.1.2024 mindestens 65 Prozent des Wärmebedarfs aus erneuerbaren Quellen zu decken. Ab Mitte 2026 greift diese Pflicht sukzessive auch für Bestandsgebäude. Eine Möglichkeit, den Anteil an erneuerbaren Energien zu decken, ist der Einsatz einer Wärmepumpe oder einer Hybrid-Wärmepumpe. Wärmepumpen, die in Häusern mit mindestens 6 Wohnungen oder Nutzungseinheiten installiert werden, erhalten eine Betriebsprüfung, in der festgestellt wird, ob die Wärmepumpe so effizient wie geplant arbeitet.</p> <p>Seit September 2015 müssen neue Heizgeräte, zu denen auch Wärmepumpen zählen, eine <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/energiesparen/energieverbrauchskennzeichnung/heizgeraete">Energieverbrauchskennzeichnung</a> tragen und Ökodesign-Anforderungen an die Energieeffizienz erfüllen. Das gibt eine Reihe von EU-Verordnungen vor.</p> <p>Wärmepumpenanlagen, die geothermische Umgebungswärme über Bohrungen erschließen, müssen bei der unteren Wasserbehörde angezeigt oder genehmigt werden, Bohrungen mit einer Tiefe von über 100 Metern können zusätzliche Genehmigungen erfordern. Die Regelungen und Genehmigungsverfahren für Erdwärmesysteme sind bundeslandspezifisch. Auskunft über die geltenden Vorschriften geben Leitfäden. In den oberen Untergrund eingebundene Systeme wie Erdwärmekollektoren, Energiepfähle und erdberührende Betonbauteile bedürfen in der Regel keiner zusätzlichen Genehmigung.</p> <p>Die <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/fluorierte-treibhausgase-fckw/rechtliche-regelungen/eu-verordnung-ueber-fluorierte-treibhausgase">Verordnung (EU) Nr. 2024/573</a> regelt den Einsatz von fluorierten Kältemitteln. So wird seit 2015 die verfügbare Menge der als Kältemittel verwendeten teilfluorierten Kohlenwasserstoffe in der EU schrittweise reduziert. Zudem sind Betreiber von <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/24526">Wärmepumpen</a>, die eine bestimmte Menge fluorierter Treibhausgase enthalten, dazu verpflichtet, diese regelmäßig auf Dichtheit kontrollieren zu lassen und darüber Aufzeichnungen zu führen.</p> <p>Wärmepumpen sind in der Anschaffung teurer als konventionelle Heizungen. Für energieeffiziente Wärmepumpen gewährt die Bundesregierung Investitionszuschüsse in der <a href="https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Heizungsf%C3%B6rderung/">Bundesförderung effiziente Gebäude</a>, wenn sie eine Mindest-<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/jahresarbeitszahl">Jahresarbeitszahl</a> (laut Planung) erreichen.</p> <p><strong>Marktbeobachtung: </strong>2022 stellten Wärmepumpen in Deutschland 20 Terawattstunden Heizwärme bereit. Das entspricht drei Prozent des Wärmebedarfs der Gebäude.<br>Beim Neukauf von Wärmeerzeugern hatten Wärmepumpen 2022 einen Marktanteil von 24 Prozent. Es bräuchte für Wärmepumpen deutlich stärkere politische und preisliche Impulse, damit sie zum Rückgrat der treibhausgasneutralen Wärmeversorgung werden. Bei Neubauten werden immerhin schon in fast 60 Prozent der Fälle Wärmepumpen eingesetzt. Als Wärmequellen wurde 2022 bei den Neuinstallationen von Wärmepumpen in rund 80 Prozent der Fälle Luft, in rund 20 Prozent der Fälle Grundwasser, Erdreich und sonstige Quellen gewählt.</p> <p><strong>Weitere Informationen finden Sie auf unseren <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a>-Themenseiten:</strong></p> <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/erneuerbare-energien/umgebungswaerme-waermepumpen#Umwelt">Umgebungswärme und Wärmepumpen</a> </li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/10705">Energiesparende Gebäude</a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/10461">Geothermie</a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/11688">Nachbarschaftslärm und haustechnische Anlagen </a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/93194">Fluorierte Treibhausgase und FCKW</a></li> </ul> <p><strong>Quellen:</strong></p> <ul> <li><a href="https://www.dena.de/newsroom/publikationsdetailansicht/pub/dena-gebaeudereport-2023/">dena Gebäudereport 2023</a></li> <li><a href="https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/06/PD23_N034_31121">Statistisches Bundesamt</a></li> </ul> </p><p> Worauf Sie beim Einbau einer Wärmepumpe achten sollten <ul> <li>Wärmepumpen sind eine umweltfreundliche Heiztechnik: Prüfen Sie, ob Ihr Haus für Wärmepumpen geeignet ist.</li> <li>Kaufen Sie besonders energieeffiziente Wärmepumpen.</li> <li>Achten Sie bei Planung und Kauf auch auf weitere zentrale Punkte: Geeignete Wärmequelle (möglichst Erdreich), optimale Größe, geringe Lärmemissionen und umweltfreundliches Kältemittel.</li> <li>Für unsanierte Häuser können sich übergangsweise Hybrid-Wärmepumpen eignen.</li> <li>Warten und prüfen Sie Ihre Wärmepumpe regelmäßig.</li> </ul> </p><p> Gewusst wie <p>Die Heizung ist im Haushalt der mit Abstand größte Verursacher von Kohlendioxid (CO2). Diese Emissionen belasten das <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klima">Klima</a>. Eine Wärmepumpe ist eine Heizung, die wie ein Kühlschrank funktioniert, nur umgekehrt und mit viel höherer Leistung. Sie pumpt quasi die Wärme von außen (Boden, Wasser, Luft) in die Wohnung. Die elektrische Wärmepumpe ist eine energiesparende Form der Wärmegewinnung mit geringeren CO2-Emissionen als Heizöl- oder Erdgasheizungen.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/waermepumpe-funktionsweise-print.jpg"> </a> <strong> So funktioniert eine Wärmepumpe </strong> Quelle: co2online </p><p> <p><strong>Einsatzmöglichkeiten für Wärmepumpen:</strong> Grundsätzlich sind sowohl Neu- als auch Altbauten für Wärmepumpen geeignet. Je niedriger der Wärmebedarf, desto effizienter arbeiten sie. Wärmepumpen eignen sich besonders gut in Häusern, in denen Niedertemperatur-Heizsysteme als Wärmeabnehmer zur Verfügung stehen. Der Anschluss an eine Flächenheizung (zum Beispiel Fußbodenheizungen) ist für Wärmepumpen günstig. Flächenheizungen kommen mit niedrigen Vorlauftemperaturen, 35 °C oder weniger, aus. Wärmepumpen können auch in vielen teilsanierten oder manchen unsanierten Häusern mit Heizkörpern hinreichend effizient betrieben werden. Die Heizkörper in Altbauten sind in der Regel zu groß und haben "Sicherheitsreserven", die man nutzen kann, um die Vorlauftemperatur zu senken. Einzelne, zu kleine Heizkörper können auch ausgetauscht werden. In Altbauten, die sich nicht alleine mit einer Wärmepumpe beheizen lassen, sind Hybridheizungen eine interessante Lösung: Eine Wärmepumpe übernimmt die Grundversorgung mit Wärme und ein Heizkessel unterstützt an kalten Tagen die Wärmepumpe. In unserem <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/107985">Wärmepumpenportal "So geht's mit Wärmepumpen!"</a> finden Sie zahlreiche Praxisbeispiele aus ganz Deutschland.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/hybridheizung_luftwaermepumpe_gasbrennwert.png"> </a> <strong> Hybridheizung: Luftwärmepumpe plus Gasbrennwert </strong> Quelle: co2online </p><p> <p><strong>Wirtschaftlichkeit beachten:</strong> Die Wirtschaftlichkeit von Wärmepumpen können Sie vorab mit Online-Ratgebern für <a href="https://ratgeber.co2online.de/index.php?berater=heizkostenimneubau&portal_id=uba">Neubau</a> oder <a href="https://ratgeber.co2online.de/index.php?berater=modernisierungsratgeber&portal_id=uba">Altbau</a> überschlagen. Wer ein bestehendes Haus mit einer Wärmepumpe beheizen möchte, kann zudem Fördermittel über die "Bundesförderung für effiziente Gebäude" erhalten. Dafür muss die Wärmepumpenanlage besonders energieeffizient sein. Nähere Informationen erhalten Sie bei der <a href="https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Heizungsf%C3%B6rderung/">Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)</a>. Energieeffiziente Wärmepumpen sind eine Möglichkeit, die Verpflichtungen nach dem <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/geg/index.html">Gebäudeenergiegesetz</a> besonders einfach zu erfüllen.</p> <p><strong>Effiziente Wärmepumpe verwenden:</strong> Die Wärmepumpe sollte möglichst energieeffizient arbeiten. Sie erkennen dies an einer hohen <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/jahresarbeitszahl">Jahresarbeitszahl</a> (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/jaz">JAZ</a> oder <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/scop">SCOP</a>), ideal sind Werte von 4,0 oder höher. Luft-Wärmepumpen erreichen diesen Wert nur unter günstigen Umständen. Die JAZ gibt das für ein Jahr ermittelte Verhältnis von abgegebener Heizwärme (Heizarbeit) für die Heizung zu dem dazu erforderlichen Aufwand (Antriebsarbeit einschließlich Hilfsenergie) an. Bei elektrischen Wärmepumpen ist dies der erforderliche elektrische Strom. Beispielsweise bedeutet eine JAZ von 4,0 für eine elektrische Wärmepumpe, dass für die Bereitstellung von 4 Kilowattstunden (kWh) Heizwärme 1 kWh elektrischer Strom erforderlich ist. Je höher die Jahresarbeitszahl einer Wärmepumpe ist, desto energieeffizienter, umweltfreundlicher und kostengünstiger arbeitet sie – und umgekehrt. Beachten Sie, dass die Angabe einer einzelnen Leistungszahl (COP) nicht ausreicht, da diese nur die (theoretische) Leistung der Wärmepumpe, nicht jedoch die weiteren Faktoren im laufenden Betrieb berücksichtigt.</p> <p><strong>Kritische Punkte bei Planung und Kauf berücksichtigen:</strong> Ob eine Wärmepumpe umweltfreundlich und wirtschaftlich arbeitet, hängt von Grundsatzentscheidungen in der Planung und beim Kauf ab:</p> <ul> <li>Lassen Sie sich schon in Angeboten die <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/energiesparen/energieverbrauchskennzeichnung/heizgeraete">Energieverbrauchskennzeichnung</a> samt der Pflicht-Produktinformationen vorlegen. Denn seit 2015 müssen Heizgeräte, zu denen auch Wärmepumpen zählen, eine Energieverbrauchskennzeichnung tragen und Anforderungen an die Energieeffizienz erfüllen.</li> <li>Da eine hohe Jahresarbeitszahl die Betriebskosten senkt, ist eine gute und unabhängige Beratung, die auf Ihren speziellen Fall zugeschnitten ist, unerlässlich. Es gilt: die in der Anschaffung billigste Lösung ist nicht immer die auf Dauer preiswerteste. Holen Sie unabhängigen Rat ein, zum Beispiel von <a href="http://energie-effizienz-experten.de/">Energieberatern</a> oder den <a href="https://www.verbraucherzentrale-energieberatung.de/">Verbraucherzentralen</a>.</li> <li>Vereinbaren Sie schriftlich eine möglichst hohe und dennoch realistische Mindest-Jahresarbeitszahl (Zielwert: 4,0). Dazu gehören Pflichten des Installateurs (korrekte Planung, Installation und Inbetriebnahme) ebenso wie Ihre Pflichten als Betreiber (z.B. bestimmungsgemäßer Betrieb bei geplanter Raumtemperatur, moderater Warmwasser-Verbrauch). Bei der Energieberatung der Verbraucherzentralen erhalten Sie weitere Beratung dazu.</li> </ul> <p><strong>Geeignete Wärmequelle wählen:</strong> Prinzipiell stehen als Wärmequellen Boden, Wasser und Luft zur Verfügung. Die Effizienz der Wärmepumpe steigt, je geringer die Temperaturdifferenz zwischen der Wärmequelle und dem Heizsystem ist. Grundwasser und Erdreich verfügen während des Winters, wenn der Heizwärmebedarf groß ist, über eine relativ hohe, stabile Durchschnittstemperatur. Dies begrenzt den notwendigen Temperaturhub und ist für die Energieeffizienz und den Stromverbrauch einer Wärmepumpe von Vorteil. Erdreich, Grundwasser und Abwasser sind deshalb im Allgemeinen bessere Wärmequellen als die im Winter kalte Außenluft. Ein Bonus bei der Förderung würdigt die systemisch höhere Effizienz, um die womöglich höhere Anfangsinvestition abzumildern, die später durch niedrigere Stromkosten ausgeglichen werden kann.</p> <strong>Galerie: Wärmequellen für Wärmepumpen</strong> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/481_schr_opv_luftmonoaussen.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/482_schr_opv_grundw.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/484_schr_opv_erdkoll.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/485_schr_opv_erdsonden.jpg"> </a> Weiter <i> </i> Vorherige <i> </i> caption </p><p> <p><strong>Optimale Größe der Heizung ermitteln:</strong> Eine überdimensionierte Wärmepumpenanlage führt zu unnötigen Mehrkosten bei der Anschaffung. Ist die Wärmepumpe wiederum zu klein, springt zum Beispiel an kalten Tagen öfter der Heizstab an – das ist teuer und ineffizient. Lassen Sie deshalb von einer Fachkraft die passgenaue Dimensionierung der Wärmepumpe berechnen: Berechnung der Heizlast mit/ohne Trinkwassererwärmung (keine einfache Schätzung!) und der Wärmequelle (beispielsweise Ertrag des Erdreichs).</p> <p><strong>Lärmemissionen gering halten:</strong> Wärmepumpen können <a href="https://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/waermepumpen-co-tieffrequentes-brummen-belaestigt">Lärmbelästigung</a> verursachen, die sowohl Sie als auch Ihre Nachbarn erheblich stören können. Für innen aufgestellte Wärmepumpen sind Schallleistungspegel von 50- 60 dB(A) unbedenklich. Eine Schallleistung ab 50 dB(A) außerhalb des Hauses kann aber für die Bewohner in der Nachbarschaft (Garten etc.) problematisch sein. Das gilt vor allem für ruhige Wohngegenden.</p> <ul> <li>Lassen Sie sich deshalb zu potentiellen Geräuschimmissionen der Wärmepumpe an dem von Ihnen bevorzugten Aufstellort beraten. Wählen Sie einen Aufstellort, der weder bei Ihnen noch bei Ihren Nachbarn zu belästigenden Geräuschen führt. Von der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft für Immissionsschutz gibt es hierzu auch einen Leitfaden für die <a href="https://www.lai-immissionsschutz.de/documents/leitfaden-laerm-bei-stationaeren-geraeten-kurzfassung_1698053205.pdf">Verbesserung des Schutzes gegen Lärm bei stationären Geräten (Kurzfassung)</a>. Das Land Sachsen-Anhalt hat mit Unterstützung des <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a> zudem einen <a href="http://lwpapp.webyte.de/">interaktiven Assistenten zur Anwendung dieses Leitfadens</a> entwickelt. Wenn es unter allen anderen Belangen möglich ist, planen Sie für Ihre Wärmepumpe einen Aufstellort im Innenraum, dann werden die wenigsten Geräusche in die Nachbarschaft emittiert.</li> <li>Achten Sie beim Kauf der Wärmepumpe auch auf den angegebenen Geräuschpegel in dB (zu finden auf dem Energielabel oder im <a href="https://www.waermepumpe.de/schallrechner/">Schallrechner des Bundesverbands Wärmepumpe e.V.</a>). Je geringer der Wert, desto leiser ist die Wärmepumpe im Betrieb. Wärmepumpen mit angegebenen Werten unter 55 dB (< 6kW), 60 dB (6-12 kW) und 65 dB (>12 kW) sind besonders geräuscharm.</li> <li>Insbesondere in der Heizperiode im Winter kommt es bei einigen Anlagen zudem regelmäßig zu Abtau- und Rückspülvorgängen, die sich in ihrer Geräuschcharakteristik und Belästigungswirkung unterscheiden. Besichtigen Sie gegebenenfalls eine Referenzanlage im Betrieb oder lassen Sie sich vom Hersteller Hörbeispiele des Wärmepumpenbetriebs in ruhiger Umgebung vorspielen, um sich dieser Umweltwirkung besser bewusst zu werden. Um langfristig Probleme mit Lärm zu vermeiden, planen Sie die Lärmminderung durch eine schalltechnisch günstige Aufstellung und sachgerechte Installation und Betrieb im Vorfeld ein. Nachträgliche Lärmminderung ist immer wesentlich teurer als die Berücksichtigung im Vorfeld.</li> </ul> <p><strong>Umweltfreundliches Kältemittel nutzen:</strong> Wärmepumpen für Heizwärme enthalten heute größtenteils <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/fluorierte-treibhausgase-fckw-0">teilfluorierte Kohlenwasserstoffe (HFKW)</a> als Kältemittel, deren Emissionen klimaschädlich sind. Diese Stoffe unterliegen deshalb der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/fluorierte-treibhausgase-fckw/rechtliche-regelungen/eu-verordnung-ueber-fluorierte-treibhausgase">EU-Verordnung über fluorierte Treibhausgase</a>, die unter anderem die Verringerung der in Verkehr gebrachten HFKW-Menge regelt. Solange sie am Markt noch verfügbar sind, sind sie teuer und treiben die Kosten Ihrer Wärmepumpe hoch, wenn in der Anlage einmal Kältemittel nachgefüllt werden muss. Schon aus wirtschaftlichen Gründen sollten Sie deshalb beim Kauf darauf achten, dass die Wärmepumpe keine hoch treibhausgaswirksamen Kältemittel enthält, sondern am besten natürliche Kältemittel wie Propan oder auch CO2. Propan hat günstige thermodynamische Eigenschaften und ermöglicht so hohe Wirkungsgrade.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/infografik_co2-ausstoss_2020-40.png"> </a> <strong> CO2-Ausstoß einzelner Wärmeerzeuger im Bestand </strong> Quelle: Bundesverband Wärmepumpe e.V. </p><p> <p><strong>Was Sie bei der Planung noch beachten sollten:</strong></p> <ul> <li>Beauftragen Sie ein einzelnes, erfahrenes Unternehmen als verantwortlichen Generalunternehmer mit Planung, Installation und Inbetriebnahme der ganzen Wärmepumpenanlage. Erkundigen Sie sich vorher nach Referenzen.</li> <li>Die Wärmepumpenanlage sollte möglichst einfach sein – mit der Komplexität der Anlage steigt oft die Fehleranfälligkeit.</li> <li>Die Wärmepumpe sollte auch das Trinkwasser erwärmen. Der Warmwasserspeicher sollte nicht zu groß und gut isoliert sein (Energieeffizienzklasse A).</li> <li>Ein zusätzlicher Heizungspufferspeicher ist nur für Heizkörper-Heizungen nötig, um Sperrzeiten des Stromtarifs zu überbrücken, nicht für Fußbodenheizungen.</li> <li>Die Wärmepumpe sollte so geplant werden, dass sie im regulären Betrieb ohne Heizstab auskommen kann.</li> <li>Wenn eine Luftwärmepumpe nachts im schallreduzierten Betrieb ("Silent mode") arbeiten muss, um die zulässigen Geräuschimmissionen einzuhalten, sollte die Planung berücksichtigen, dass in diesen Zeiten die Heizleistung sinkt.</li> <li>Wärmepumpen eignen sich nicht nur zum Heizen, sondern auch zum Kühlen – vorausgesetzt, das Haus hat eine Fußboden- oder Flächenheizung. Besonders energiesparend und umweltfreundlich ist das mit oberflächennaher Geothermie, die auch im Sommer kühl genug ist, um das Haus ohne Zutun der Wärmepumpe zu temperieren. Dies erhöht zusätzlich den Wirkungsgrad der Anlage.</li> <li>Beachten Sie: Wärmepumpenanlagen, die Grundwasser oder Erdreich als Wärmequelle nutzen, müssen bei der unteren Wasserbehörde angezeigt oder genehmigt werden.</li> </ul> <p><strong>Was Sie bei Kauf und Installation noch beachten sollten:</strong></p> <ul> <li>Bevorzugen Sie zertifizierte Unternehmen, beispielsweise: Gütezeichen "Fachbetrieb Wärmepumpe" nach VDI 4645 für Installationsfirmen, Zertifizierung nach DVGW W120 für Erdsonden-Bohrunternehmen.</li> <li>Achten Sie auf fachgerechte Installation der Anlage. Dazu gehören auch der korrekte Einbau von 3-Wege-Ventilen und Temperaturfühlern und die lückenlose Wärmedämmung aller Bauteile und Leitungen (inkl. Armaturen).</li> <li>Achten Sie darauf, dass ein hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage vorgenommen wird. Das ist Voraussetzung für niedrige Heiztemperaturen und hohe Energieeffizienz der Anlage.</li> <li>Zur Inbetriebnahme muss die Regelung mit den richtigen Betriebszeiten und einer möglichst niedrigen Heizkurve eingestellt werden; Werkseinstellungen sind nicht ausreichend.</li> <li>Der (integrierte) Heizstab sollte standardmäßig deaktiviert und nur im Notfall (oder zur Trocknung von Neubauten) eingeschaltet werden.</li> <li>Fordern Sie eine vollständige Dokumentation der gesamten Anlage, der Pläne und der Einstellungen ein.</li> <li>Zum Abschluss der Installation gehört die Einweisung der Nutzer.</li> <li>Achten Sie auf möglichst schwingungsgeminderte Aufstellung und flexible Anschlüsse an Kältemittel- und Wasserleitungen, um unerwünschte Vibrationen oder Geräusche zu vermeiden. Installieren Sie sachgerecht die zur Wärmepumpe gelieferten Zubehörteile zur Schallminderung. Gegebenenfalls bietet der Hersteller Nachrüst-Zubehör zur Schallminderung an.</li> </ul> <p><strong>Wärmepumpe warten und Verbräuche prüfen: </strong>Die Heizung funktioniert nur optimal als Gesamtsystem. Deshalb müssen alle Heizkomponenten optimal aufeinander abgestimmt sein: Wärmeerzeuger, Heizflächen, Thermostatventile, Pumpen- und Reglereinstellungen. Regelmäßige Wartung stellt deshalb die Funktionsfähigkeit und Effizienz der Anlage sicher: Reinigung der Wärmetauscher, Leitungen und Ventile, Überprüfen der Füllstände, schrittweises Absenken der Heizkurve. Sie können auch selbst überprüfen, ob die Wärmepumpe optimal arbeitet. Mit regelmäßiger Kontrolle der Verbrauchsdaten stellen Sie fest, wie effizient und kostengünstig die Heizung arbeitet. Die meisten Wärmepumpen haben hierzu einen Wärmemengenzähler, der erfasst, wieviel Heizwärme produziert wurde. Wenn Sie die Menge an Heizwärme durch den Stromverbrauch der Wärmepumpe aus dem gleichen Zeitraum teilen, erhalten Sie die "<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/jahresarbeitszahl">Jahresarbeitszahl</a>". Viele Wärmepumpen können die Jahresarbeitszahl im Menü anzeigen. Vergleichen Sie diesen Wert mit den Planungsunterlagen, um zu prüfen, ob die Wärmepumpe so effizient arbeitet wie geplant. Hilfsmittel wie das kostenlose <a href="https://www.energiesparkonto.de/">Energiesparkonto</a> machen die Kontrolle leichter.</p> <p><strong>Was Sie beim Betrieb noch beachten sollten:</strong></p> <ul> <li>Drücken Sie Ihr Engagement für die Energiewende aus, indem Sie zu einem <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/haushalt-wohnen/oekostrom">Ökostrom-Anbieter</a> wechseln oder selbst in erneuerbare Energien investieren.</li> <li>Stellen Sie den Regelbetrieb so ein, dass die Anlage in den Abendstunden (20 bis 22 Uhr) und Nachtstunden (22 bis 6 Uhr) möglichst wenige (bestenfalls gar keine) Geräusche verursacht, aber trotzdem noch effizient genug arbeitet. Dies kann unterstützt werden durch die zusätzliche Installation eines geeigneten Heizungspufferspeichers.</li> <li>Kontrollieren Sie den Betrieb der Wärmepumpe auf auffällige unregelmäßige Geräusche. Gegebenenfalls ist dann eine Wartung der Wärmepumpe erforderlich.</li> <li>Gehen Sie verantwortungsvoll mit Beschwerden aus der Nachbarschaft über belästigenden Lärm durch Ihre Anlage um. Reagieren Sie rücksichtsvoll und lösungsorientiert darauf, um einen unnötigen Nachbarschaftsstreit zu vermeiden.</li> </ul> <p><strong>Was Sie noch tun können:</strong></p> <ul> <li>Profitieren Sie von den Praxiserfahrungen anderer: In unserem <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/107985">Wärmepumpenportal "So geht's mit Wärmepumpen!"</a> finden Sie zahlreiche Praxisbeispiele aus ganz Deutschland.</li> <li>Beachten Sie unsere Tipps zu <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/heizen-bauen/heizen-raumtemperatur">Heizen/Raumtemperatur</a>.</li> </ul> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/4_abb_waermepumpen_2025-05-02.png"> </a> <strong> Absatz von Wärmepumpen, Marktanteil von Heizungswärmepumpen </strong> Quelle: Bundesverband Wärmepumpe / Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie Downloads: <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/4_abb_waermepumpen_2025-05-02.pdf">Diagramm als PDF (163,95 kB)</a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/4_abb_waermepumpen_2025-05-02.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten (178,72 kB)</a></li> </ul> </p><p> Hintergrund <p><strong>Umweltsituation:</strong> Gut 35 Prozent der Energie werden in Deutschland eingesetzt, um Gebäude zu beheizen und Wasser zu erwärmen. Das verursacht rund 30 Prozent der CO2-Emissionen. Die Heizung verbraucht im Haushalt am meisten Energie und verursacht damit mit Abstand die größte Menge an CO₂. Wärmepumpen verringern Energieverbrauch und CO2-Emissionen. Klimaschädliche Treibhausgasemissionen entstehen, wenn ein fluoriertes Kältemittel, das viele Wärmepumpen enthalten, bei der Herstellung, beim Betrieb oder bei der Entsorgung der Wärmepumpe entweicht. Eine klimafreundliche Alternative sind Wärmepumpen mit dem Kältemittel Propan (R290), die inzwischen von verschiedenen Herstellern angeboten werden.</p> <p><strong>Gesetzeslage</strong><strong>: </strong>Das <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/geg/index.html">Gebäudeenergiegesetz</a>, das 2023 geändert wurde, verpflichtet die Eigentümerinnen und Eigentümer neu errichteter Gebäude, ab 1.1.2024 mindestens 65 Prozent des Wärmebedarfs aus erneuerbaren Quellen zu decken. Ab Mitte 2026 greift diese Pflicht sukzessive auch für Bestandsgebäude. Eine Möglichkeit, den Anteil an erneuerbaren Energien zu decken, ist der Einsatz einer Wärmepumpe oder einer Hybrid-Wärmepumpe. Wärmepumpen, die in Häusern mit mindestens 6 Wohnungen oder Nutzungseinheiten installiert werden, erhalten eine Betriebsprüfung, in der festgestellt wird, ob die Wärmepumpe so effizient wie geplant arbeitet.</p> <p>Seit September 2015 müssen neue Heizgeräte, zu denen auch Wärmepumpen zählen, eine <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/energiesparen/energieverbrauchskennzeichnung/heizgeraete">Energieverbrauchskennzeichnung</a> tragen und Ökodesign-Anforderungen an die Energieeffizienz erfüllen. Das gibt eine Reihe von EU-Verordnungen vor.</p> <p>Wärmepumpenanlagen, die geothermische Umgebungswärme über Bohrungen erschließen, müssen bei der unteren Wasserbehörde angezeigt oder genehmigt werden, Bohrungen mit einer Tiefe von über 100 Metern können zusätzliche Genehmigungen erfordern. Die Regelungen und Genehmigungsverfahren für Erdwärmesysteme sind bundeslandspezifisch. Auskunft über die geltenden Vorschriften geben Leitfäden. In den oberen Untergrund eingebundene Systeme wie Erdwärmekollektoren, Energiepfähle und erdberührende Betonbauteile bedürfen in der Regel keiner zusätzlichen Genehmigung.</p> <p>Die <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/fluorierte-treibhausgase-fckw/rechtliche-regelungen/eu-verordnung-ueber-fluorierte-treibhausgase">Verordnung (EU) Nr. 2024/573</a> regelt den Einsatz von fluorierten Kältemitteln. So wird seit 2015 die verfügbare Menge der als Kältemittel verwendeten teilfluorierten Kohlenwasserstoffe in der EU schrittweise reduziert. Zudem sind Betreiber von <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/24526">Wärmepumpen</a>, die eine bestimmte Menge fluorierter Treibhausgase enthalten, dazu verpflichtet, diese regelmäßig auf Dichtheit kontrollieren zu lassen und darüber Aufzeichnungen zu führen.</p> <p>Wärmepumpen sind in der Anschaffung teurer als konventionelle Heizungen. Für energieeffiziente Wärmepumpen gewährt die Bundesregierung Investitionszuschüsse in der <a href="https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Heizungsf%C3%B6rderung/">Bundesförderung effiziente Gebäude</a>, wenn sie eine Mindest-<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/jahresarbeitszahl">Jahresarbeitszahl</a> (laut Planung) erreichen.</p> <p><strong>Marktbeobachtung: </strong>2022 stellten Wärmepumpen in Deutschland 20 Terawattstunden Heizwärme bereit. Das entspricht drei Prozent des Wärmebedarfs der Gebäude.<br>Beim Neukauf von Wärmeerzeugern hatten Wärmepumpen 2022 einen Marktanteil von 24 Prozent. Es bräuchte für Wärmepumpen deutlich stärkere politische und preisliche Impulse, damit sie zum Rückgrat der treibhausgasneutralen Wärmeversorgung werden. Bei Neubauten werden immerhin schon in fast 60 Prozent der Fälle Wärmepumpen eingesetzt. Als Wärmequellen wurde 2022 bei den Neuinstallationen von Wärmepumpen in rund 80 Prozent der Fälle Luft, in rund 20 Prozent der Fälle Grundwasser, Erdreich und sonstige Quellen gewählt.</p> <p><strong>Weitere Informationen finden Sie auf unseren <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a>-Themenseiten:</strong></p> <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/erneuerbare-energien/umgebungswaerme-waermepumpen#Umwelt">Umgebungswärme und Wärmepumpen</a> </li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/10705">Energiesparende Gebäude</a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/10461">Geothermie</a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/11688">Nachbarschaftslärm und haustechnische Anlagen </a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/93194">Fluorierte Treibhausgase und FCKW</a></li> </ul> <p><strong>Quellen:</strong></p> <ul> <li><a href="https://www.dena.de/newsroom/publikationsdetailansicht/pub/dena-gebaeudereport-2023/">dena Gebäudereport 2023</a></li> <li><a href="https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/06/PD23_N034_31121">Statistisches Bundesamt</a></li> </ul> </p><p>Informationen für...</p>
<p> So gehen Sie umwelt- und verantwortungsbewusst mit Ihrem Gartenhäcksler um <ul> <li>Kaufen Sie ein lärmarmes Gerät (Blauer Engel).</li> <li>Kaufen Sie lieber ein Elektrogerät statt eines Benzinmotors.</li> <li>Halten Sie sich an die bundesweit vorgeschriebenen Betriebs- und Ruhezeiten.</li> <li>Reinigen Sie Ihren Häcksler nach jedem Gebrauch sorgfältig.</li> <li>Bei seltener Nutzung: Leihen oder teilen Sie sich einen Gartenhäcksler.</li> </ul> Gewusst wie <p>Häcksler sind Zerkleinerungsmaschinen. Holzige Pflanzenreste aus dem Baum- und Strauchschnitt können zerkleinert und so als Kompost- oder Mulchmaterial verwendet werden. Ihr Energiebedarf ist vergleichsweise gering.</p> <p>Es gibt zwei Arten von <strong>Schneidetechniken</strong>:</p> <ul> <li>Messerhäcksler zerschneiden das Pflanzenmaterial. Sie verursachen eine erhebliche Lärmbelästigung. Hohe Lärmpegel stören nicht nur die unmittelbare Nachbarschaft, sondern können auch einen selbst schädigen - von Kopfschmerzen über Schwerhörigkeit bis hin zu Ohrgeräuschen (Tinnitus).</li> <li>Bei Walzengeräten werden die Pflanzenmaterialien von einer Walze gepresst. Sie sind deutlich geräuschärmer. Deswegen sind sie sehr gut für besiedelte Wohngebiete geeignet.</li> </ul> <p><strong>Lärmarmes Gerät kaufen:</strong> Bei Häckslern gibt es im Hinblick auf Lärm große Unterschiede. Dies lässt sich einfach an dem Schallleistungspegel (LWA) auf jedem Gerät erkennen. Je geringer der LWA-Wert, desto geringer die Lärmentwicklung. So bedeutet zum Beispiel drei dB weniger bereits eine Halbierung der Schallleistung. Der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/laerm/verbraucherservice-laerm/blauer-engel">Blaue Engel</a> garantiert, dass es sich um lärmarme Geräte handelt (LWA kleiner 92 dB(A)).</p> <p><strong>Elektroantrieb bevorzugen:</strong> Gartenhäcksler gibt es mit Elektro- oder mit Benzinmotor. Aus Umweltsicht sind Elektrogeräte zu bevorzugen. Sie erzeugen am Einsatzort weniger Lärm und keine Abgase, sind jedoch wegen der Kabelführung nur für kleinere Grundstücke geeignet. Wenn Sie einen Häcksler mit Akku wählen, können Sie auch ohne Kabel arbeiten. <strong>Betriebs- und Ruhezeiten</strong>: Die bundesweit gültigen Betriebs- und Ruhezeiten für Gartengeräte gelten auch für Gartenhäcksler. Demnach ist der Betrieb eines Häckslers nur werktags von 7 bis 20 Uhr gestattet. Sonntags und an Feiertagen ist der Betrieb eines Häckslers grundsätzlich nicht erlaubt. Teilweise gelten kommunal erweiterte Ruhezeiten. Nehmen Sie darüber hinaus Rücksicht auf die Nachbarschaft und insbesondere kleine Kinder, die generell sehr lärmempfindlich sind.</p> <p><strong>Reinigung und Pflege:</strong> Nach jedem Gebrauch sollten Häcksler – mit gezogenem Netzstecker bzw. entnommenen Akkus – entsprechend der Bedienungsanleitung gereinigt werden. Damit die Lager geschmeidig laufen, sollten diese entsprechend den Vorgaben geschmiert werden. Bei Messerhäckslern müssen die Messer regelmäßig nachgeschärft werden. Bei Walzengeräten müssen in regelmäßigen Abständen die Andruckplatte und Gegenplatte nachgestellt werden.</p> <p><strong>Leihen und Teilen:</strong> Gartenhäcksler sind teuer, sperrig und werden meist nur sehr selten verwendet. Sie eignen sich deshalb hervorragend für die gemeinschaftliche Nutzung. Schließen Sie sich mit Ihren Nachbarinnen und Nachbarn zusammen. Viele Baumärkte oder Geräteverleiher verleihen auch Gartenhäcksler. Die Leihgeräte sind meist auch leistungsstärker, sodass das Zerkleinern insgesamt schneller geht. Achten Sie auf einen integrierten Auffangkorb, der leicht zu entnehmen und zu entleeren ist. Das vereinfacht die Arbeit.</p> <p><strong>Richtig entsorgen:</strong> Weitere Informationen zur richtigen Entsorgung Ihres Gartenhäckslers und anderer Elektroaltgeräte finden Sie in unserem <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a>-Umwelttipp <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/elektrogeraete/alte-elektrogeraete-richtig-entsorgen">"Alte Elektrogeräte richtig entsorgen"</a>.</p> <p><strong>Was Sie noch tun können:</strong></p> <ul> <li>Tragen Sie Hörschutz bei der Arbeit mit dem Häcksler.</li> <li>Nutzen Sie für kleinere Holzmengen die Garten- oder Astschere.</li> <li>Legen Sie einen Reisighaufen oder eine <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Benjeshecke">Benjeshecke</a> an. Das ist ein nützlicher Lebensraum für viele Kleinst- und Kleintiere, wie zum Beispiel Igel.</li> <li>Gartenabfälle richtig entsorgen: Beachten Sie unsere weiteren Tipps zu <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/15271">Gartenabfällen</a>.</li> <li>Kompostieren: Beachten Sie unsere weiteren <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/15470">Tipps zum Kompostieren</a>.</li> <li>Prüfen Sie vor der Neuanschaffung eines Häckslers, ob Sie auch ein geeignetes <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/107363">gebrauchtes Gerät</a> finden.</li> <li>Gartenhäcksler zu lagern, benötigt viel Platz. Wenn Sie Ihren Häcksler nicht mehr regelmäßig benutzen, überlegen Sie, ob Sie das Gerät secondhand verschenken oder verkaufen möchten.</li> </ul> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/5324/bilder/be_siegel_blau_rgb_124mm_170627.jpg"> </a> <strong> Blauer Engel für Gartenhäcksler </strong> Quelle: Blauer Engel Hintergrund <p>Lärmbelästigung kann in hohem Maße zu Konzentrationsstörungen, Nervosität und Stressreaktionen führen. Auch die Nachbarschaft leidet. Lärm ist eine häufige Ursache von Nachbarschaftsstreitereien. <br>Mit der Europäischen Maschinen- und Gerätelärm-Richtlinie 2000/14/EG gelten in Deutschland seit 2002 bestimmte Bedingungen für Hersteller von Geräten und Maschinen, die im Freien verwendet werden. Danach sind diese verpflichtet, jedes Gerät, das in Verkehr gebracht werden soll, mit dessen Schallleistungspegel (LWA) in einheitlicher Form zu kennzeichnen. In Deutschland existieren außerdem Vorgaben über die Betriebszeiten vieler Geräte und Maschinen in Wohn-, Kleinsiedlungs-, Erholungs-, Kur- und Klinikgebieten (32. Verordnung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes). Diese sind bundesweit verbindlich. In kommunalen Verordnungen können bestimmte einzuhaltende Ruhezeiten noch ausgeweitet sein.</p> </p><p> So gehen Sie umwelt- und verantwortungsbewusst mit Ihrem Gartenhäcksler um <ul> <li>Kaufen Sie ein lärmarmes Gerät (Blauer Engel).</li> <li>Kaufen Sie lieber ein Elektrogerät statt eines Benzinmotors.</li> <li>Halten Sie sich an die bundesweit vorgeschriebenen Betriebs- und Ruhezeiten.</li> <li>Reinigen Sie Ihren Häcksler nach jedem Gebrauch sorgfältig.</li> <li>Bei seltener Nutzung: Leihen oder teilen Sie sich einen Gartenhäcksler.</li> </ul> </p><p> Gewusst wie <p>Häcksler sind Zerkleinerungsmaschinen. Holzige Pflanzenreste aus dem Baum- und Strauchschnitt können zerkleinert und so als Kompost- oder Mulchmaterial verwendet werden. Ihr Energiebedarf ist vergleichsweise gering.</p> <p>Es gibt zwei Arten von <strong>Schneidetechniken</strong>:</p> <ul> <li>Messerhäcksler zerschneiden das Pflanzenmaterial. Sie verursachen eine erhebliche Lärmbelästigung. Hohe Lärmpegel stören nicht nur die unmittelbare Nachbarschaft, sondern können auch einen selbst schädigen - von Kopfschmerzen über Schwerhörigkeit bis hin zu Ohrgeräuschen (Tinnitus).</li> <li>Bei Walzengeräten werden die Pflanzenmaterialien von einer Walze gepresst. Sie sind deutlich geräuschärmer. Deswegen sind sie sehr gut für besiedelte Wohngebiete geeignet.</li> </ul> <p><strong>Lärmarmes Gerät kaufen:</strong> Bei Häckslern gibt es im Hinblick auf Lärm große Unterschiede. Dies lässt sich einfach an dem Schallleistungspegel (LWA) auf jedem Gerät erkennen. Je geringer der LWA-Wert, desto geringer die Lärmentwicklung. So bedeutet zum Beispiel drei dB weniger bereits eine Halbierung der Schallleistung. Der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/laerm/verbraucherservice-laerm/blauer-engel">Blaue Engel</a> garantiert, dass es sich um lärmarme Geräte handelt (LWA kleiner 92 dB(A)).</p> <p><strong>Elektroantrieb bevorzugen:</strong> Gartenhäcksler gibt es mit Elektro- oder mit Benzinmotor. Aus Umweltsicht sind Elektrogeräte zu bevorzugen. Sie erzeugen am Einsatzort weniger Lärm und keine Abgase, sind jedoch wegen der Kabelführung nur für kleinere Grundstücke geeignet. Wenn Sie einen Häcksler mit Akku wählen, können Sie auch ohne Kabel arbeiten. <strong>Betriebs- und Ruhezeiten</strong>: Die bundesweit gültigen Betriebs- und Ruhezeiten für Gartengeräte gelten auch für Gartenhäcksler. Demnach ist der Betrieb eines Häckslers nur werktags von 7 bis 20 Uhr gestattet. Sonntags und an Feiertagen ist der Betrieb eines Häckslers grundsätzlich nicht erlaubt. Teilweise gelten kommunal erweiterte Ruhezeiten. Nehmen Sie darüber hinaus Rücksicht auf die Nachbarschaft und insbesondere kleine Kinder, die generell sehr lärmempfindlich sind.</p> <p><strong>Reinigung und Pflege:</strong> Nach jedem Gebrauch sollten Häcksler – mit gezogenem Netzstecker bzw. entnommenen Akkus – entsprechend der Bedienungsanleitung gereinigt werden. Damit die Lager geschmeidig laufen, sollten diese entsprechend den Vorgaben geschmiert werden. Bei Messerhäckslern müssen die Messer regelmäßig nachgeschärft werden. Bei Walzengeräten müssen in regelmäßigen Abständen die Andruckplatte und Gegenplatte nachgestellt werden.</p> <p><strong>Leihen und Teilen:</strong> Gartenhäcksler sind teuer, sperrig und werden meist nur sehr selten verwendet. Sie eignen sich deshalb hervorragend für die gemeinschaftliche Nutzung. Schließen Sie sich mit Ihren Nachbarinnen und Nachbarn zusammen. Viele Baumärkte oder Geräteverleiher verleihen auch Gartenhäcksler. Die Leihgeräte sind meist auch leistungsstärker, sodass das Zerkleinern insgesamt schneller geht. Achten Sie auf einen integrierten Auffangkorb, der leicht zu entnehmen und zu entleeren ist. Das vereinfacht die Arbeit.</p> <p><strong>Richtig entsorgen:</strong> Weitere Informationen zur richtigen Entsorgung Ihres Gartenhäckslers und anderer Elektroaltgeräte finden Sie in unserem <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a>-Umwelttipp <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/elektrogeraete/alte-elektrogeraete-richtig-entsorgen">"Alte Elektrogeräte richtig entsorgen"</a>.</p> <p><strong>Was Sie noch tun können:</strong></p> <ul> <li>Tragen Sie Hörschutz bei der Arbeit mit dem Häcksler.</li> <li>Nutzen Sie für kleinere Holzmengen die Garten- oder Astschere.</li> <li>Legen Sie einen Reisighaufen oder eine <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Benjeshecke">Benjeshecke</a> an. Das ist ein nützlicher Lebensraum für viele Kleinst- und Kleintiere, wie zum Beispiel Igel.</li> <li>Gartenabfälle richtig entsorgen: Beachten Sie unsere weiteren Tipps zu <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/15271">Gartenabfällen</a>.</li> <li>Kompostieren: Beachten Sie unsere weiteren <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/15470">Tipps zum Kompostieren</a>.</li> <li>Prüfen Sie vor der Neuanschaffung eines Häckslers, ob Sie auch ein geeignetes <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/107363">gebrauchtes Gerät</a> finden.</li> <li>Gartenhäcksler zu lagern, benötigt viel Platz. Wenn Sie Ihren Häcksler nicht mehr regelmäßig benutzen, überlegen Sie, ob Sie das Gerät secondhand verschenken oder verkaufen möchten.</li> </ul> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/5324/bilder/be_siegel_blau_rgb_124mm_170627.jpg"> </a> <strong> Blauer Engel für Gartenhäcksler </strong> Quelle: Blauer Engel </p><p> Hintergrund <p>Lärmbelästigung kann in hohem Maße zu Konzentrationsstörungen, Nervosität und Stressreaktionen führen. Auch die Nachbarschaft leidet. Lärm ist eine häufige Ursache von Nachbarschaftsstreitereien. <br>Mit der Europäischen Maschinen- und Gerätelärm-Richtlinie 2000/14/EG gelten in Deutschland seit 2002 bestimmte Bedingungen für Hersteller von Geräten und Maschinen, die im Freien verwendet werden. Danach sind diese verpflichtet, jedes Gerät, das in Verkehr gebracht werden soll, mit dessen Schallleistungspegel (LWA) in einheitlicher Form zu kennzeichnen. In Deutschland existieren außerdem Vorgaben über die Betriebszeiten vieler Geräte und Maschinen in Wohn-, Kleinsiedlungs-, Erholungs-, Kur- und Klinikgebieten (32. Verordnung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes). Diese sind bundesweit verbindlich. In kommunalen Verordnungen können bestimmte einzuhaltende Ruhezeiten noch ausgeweitet sein.</p> </p><p>Informationen für...</p>
Die Federal-Mogul R&L Friedberg Casting GmbH & Co. KG, Engelschalkstr. 1, 86316 Friedberg hat mit Antrag vom 03.05.2024 die Erteilung einer Genehmigung gemäß § 16 BImSchG für die Änderung der Gießerei am Standort in 86316 Friedberg Gemarkung Friedberg, Flur-Nrn. 778 und 777/1 beantragt. Die beantragte Änderung umfasst folgende Maßnahmen: - Erhöhung der Schmelzmenge der Öfen 3 und 4 von 2,5 t auf 2,9 t pro Tiegel bei gleich-bleibender Schmelzleistung (3571 kg/h) und gleichbleibender Ofenschaltung (maximal ein Ofen in Schmelzbetrieb und einer in Warmhaltebetrieb) - Erhöhung der täglichen Schmelzleistung der Öfen 3 und 4 von in der Summe 55 t/Tag auf maximal 65 t/Tag - Reduzierung der Schmelzleistung des Tandemofens 21/22 von 70 t/Tag auf nur noch 60 t/Tag - Abriss des Gebäudes 15 und künftige Nutzung der Fläche zum Lagern von Erzeugnissen - Einbau von 3 Toren in das Gebäude 14 (einmal Südwestseite und zweimal Nordseite) - Entfall der Bedienungseinrichtungen des Hochregals an der nordwestlichen Grundstücksgrenze, Nutzen von nur noch 5 Ebenen - Einbau einer zusätzlichen Lichtkuppel sowie eines Innenkrans auf der obersten Ebene des Sandturms - Einbau einer Vernebelungsanlage über den Ausleerstationen der Gießstrecken - Aufstellen eines Containers mit einem Notstromaggregat für die gesamte Gießerei so-wie Stilllegung der bisher genutzten stationären und mobilen Notstromaggregate - Anheben der Schallleistung diverser Aggregate, bei denen weitere Schallschutzmaß-nahmen unverhältnismäßig aufwändig wären (hier speziell: Ventilatoren auf dem Dach des Gebäudes 13 zur Kühlwasserkühlung der Frequenzumrichter bzw. Induktionsspulen der Gießereiöfen).
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 61 |
| Europa | 2 |
| Land | 6 |
| Wissenschaft | 27 |
| Zivilgesellschaft | 2 |
| Type | Count |
|---|---|
| Daten und Messstellen | 1 |
| Förderprogramm | 58 |
| Text | 6 |
| Umweltprüfung | 1 |
| unbekannt | 1 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 8 |
| Offen | 59 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 64 |
| Englisch | 5 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Bild | 2 |
| Datei | 2 |
| Dokument | 6 |
| Keine | 55 |
| Webseite | 10 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 40 |
| Lebewesen und Lebensräume | 44 |
| Luft | 58 |
| Mensch und Umwelt | 67 |
| Wasser | 40 |
| Weitere | 67 |