s/social-aspects/social aspects/gi
Unabhängig von der rechtlichen Frage der SUP-Pflichtigkeit geht das F+E-Vorhaben davon aus, dass durch eine Umweltprüfung für kommunale Verkehrsentwicklungspläne (VEP) strategische Entscheidungen auf VEP-Ebene fachlich abgesichert, Flächennutzungs- und Bebauungsplanverfahren inhaltlich entlastet, Immissionsschutzbelange frühzeitig berücksichtigt, Akzeptanz des VEP in der Öffentlichkeit nachhaltig verbessert werden können. Die Bosch & Partner GmbH entwickelt dazu zusammen mit der Bergischen Universität Wuppertal einen Handlungsleitfaden. Die Grundlage für den Handlungsleitfaden bildet eine Analyse der gegenwärtigen Planungspraxis bei der kommunalen Verkehrsentwicklungsplanung sowie der kommunalen Umweltprüfung. Dabei soll insbesondere auch der Stand der Integration verschiedener Fachplanungen herausgestellt werden. Aufbauend auf diesen Erkenntnissen stützt sich die Entwicklung des Handlungsleitfadens wesentlich auf die Durchführung und Analyse von Fallbeispielen. Anhand von repräsentativ ausgewählten Beispielräumen werden Einsatzmöglichkeiten der entwickelten Methodik zur Anwendung der SUP simuliert und auf Praxistauglichkeit getestet.
Der Bundesregierung beabsichtigt den Wohnungsbau in Städten zu forcieren und Anreize für mehr Wohnungen zu schaffen. Wohnungsbauplanung gilt als gelungen, wenn sich Menschen in ihrer Wohnung wohl fühlen. Für die dauerhafte Erhaltung der Gesundheit der Menschen ist es wichtig, dass beim Neubau oder einer Gebäudesanierung Fenster eingebaut werden, die verschiedenen Umweltschutzanforderungen genügen. Hierzu gehören insbesondere ein guter Wärmeschutz und ruhige Wohnverhältnisse. In diesem Forschungsvorhaben soll daher untersucht werden, inwieweit diese Anforderungen im Wohnungsbestand bereits erfüllt sind und welche Entwicklungspotentiale bestehen. Ziel ist es, gesunde Wohnverhältnisse im Wohnungsbau sicherzustellen und Synergieeffekte zwischen Schall- und Wärmeschutz zu nutzen. Hierzu sind zunächst Anforderungen an gesunde Wohnverhältnisse unter gesundheitlichen, rechtlichen und sozialen Aspekten zu definieren. Darauf aufbauend ist eine Befragung über die Zufriedenheit der Wohnverhältnisse in deutschen Städten vorzunehmen. Dabei ist der demografische Wandel und die unterschiedliche wirtschaftliche Situation der Bewohnerinnen und Bewohner zu berücksichtigen. Anschließend soll an ausgewählten Beispielfällen die Qualität und Wirkung des Schallschutzes gegen Außen- und Nachbarschaftslärm sowie der Wärmeschutz bei Neu- und Altbauten analysiert werden. Auf der Grundlage der dabei gewonnenen Erkenntnisse sind Handlungsempfehlungen für gesunde Wohnverhältnisse zu erarbeiten.
Das Forschungsvorhaben ist ein persönliches Begleitprojekt, das sich aus der Beauftragung des Projektleiters zum Moderator der Lokalen Agenda 21 der Stadt Lindenfels ergeben hat. Besonderer Wert wird darauf gelegt, (Rechts-)Verbindlichkeit für die Vorschläge aus Arbeitsgruppen der Agenda 21 durch eine entsprechende zivilgesellschaftliche Organisation der Agenda-Prozesse zu erstellen, um das bürgerliche Engagement nicht zu enttäuschen oder missbrauchen zu lassen. Schwerpunkt der Lokalen Agenda ist das Element 'Wasser' in seiner materiellen Form und im übertragenem Sinne. Dabei wird auf Probleme der kulturellen Ökologie (Verödung des ländlichen Raumes in der Provinz) besonders geachtet. Mit der Lindenfelser Bürgerquelle wurde eine soziale Erfindung entwickelt, die in soziokultureller Form einen Beitrag zur Globalisierung leistet. Nach innen gewendet dient sie der Stabilisierung einer lokalen Gefühlskultur, weil durch das bürgerschaftliche Miteinander erfahren wurde, etwas zustande gebracht zu haben, was es woanders nicht gibt. Nach außen gerichtet wird die Strategie eines sanften und ökologischen Tourismus aufgebaut. Ergänzung der drei Agenda 21 Dimensionen von Ökologie, Ökonomie und Soziales durch die Dimension Kultur und ihre Verschränkungen.
Teilprojekt E7 hat in Phase 1 (als F3) Methoden zur Analysen von schwarzem Kohlenstoff entwickelt und, in Phase 2 (als D6), auf verschiedene geoarchäologische Archive angewendet, um Paläoumwelt- und menschliche Einflüsse auf die lokale Brandgeschichte zu rekonstruieren. Die Feuersignale korrelieren mit menschlicher Aktivität und Paläoklima . Ziel ist, die Feuersignale aus den Geoarchiven und archäologischen Fundstellen des SFB von NE-Afrika bis zum Balkan zwischen 190-15 kaBP zu vernetzen, auch durch räumliche Modellierung der Transportweiten von Brandrückständen. Wir erwarten, dass die Interaktion zwischen Feueraktivität, Paläoklima und menschlicher Mobilität sich entlang des Korridors von Afrika nach Europa verändert. Die Synthese der natürlichen und menschlichen Feuergeschichte wird helfen, die Rolle von Feuern für unseren 'Unseren' Weg nach Europa zu verstehen.
Jüngste Studien über landwirtschaftliche Terrassen legen nahe, dass der Bau und die Pflege von Terrassen eine Entscheidung von Bauern und Grundbesitzern ist, die auf einer Reihe von Überlegungen beruht. Der Entscheidungsprozess und die Mechanismen der Intensivierung und Reduzierung von landwirtschaftlichen Flächen im Allgemeinen und Terrassen im Besonderen wurden jedoch bisher nicht systematisch adressiert. Während wir viel über die idealen Umweltbedingungen des Terrassenbaus und die Rolle von Terrassen in größeren landwirtschaftlichen Systemen lernen, wissen wir wenig über die soziale Dimension: zu verstehen, welche Rolle landwirtschaftliche Terrassen in der Gesellschaft spielten und wie soziale und wirtschaftliche Systeme zusammengehalten wurden hinter der Entscheidung die Terrassen zu bauen, zu erhalten und zu restaurieren. Um diese Lücken zu schließen, konzentriert sich das vorliegende Projekt auf den sozialen Hintergrund bäuerlicher Entscheidungsfindung in einer Tiefenperspektive im historischen Palästina, indem es einen "bottom-up"-Ansatz verfolgt, diesen Prozess in ländlichen Gesellschaften in ihrem unmittelbaren Kontext untersucht. Wir gehen davon aus, dass landwirtschaftliche Terrassen, wenn sie mit Zuversicht datiert werden, als Fenster zu den sozialen, wirtschaftlichen und politischen Systemen der Vergangenheit dienen können. Wir werden die Gründe für den Terrassenbau und die Nutzung auf verschiedenen Analyseskalen untersuchen, indem wir die Methoden kombinieren, die für Feldarchäologie, Geologie, Botanik, Lebensmittelsystemstudien, Geschichte und Geschichtsschreibung und Ethnographie geeignet sind. Es geht über die bestehenden Terrassenforschung hinaus, indem es sich auf den sozioökonomischen Kontext von Terrassenbau und -pflege konzentriert; multidisziplinäre Methoden; und Integration von hochauflösenden Datensätzen in ein agentenbasiertes Modell, um Hypothesen zum menschlichen Verhalten und zur Entscheidungsfindung zu testen.Dieses Projekt erwächst aus der Konvergenz zweier zuvor unabhängiger, langfristig angelegter Initiativen. Die erste unter der Leitung des PI war das Ergebnis von zwei Jahrzehnten archäologischer Feldforschung und Textanalyse in Jordanien und Israel. Die zweite ist die anhaltende Erforschung von Reliktterrassen im Jerusalemer Hochland und deren Datierung durch OSL (Optisch stimulierte Lumineszenz) durch einen Kooperationspartner in Israel. Zusammengenommen legen die Ergebnisse einen Zusammenhang zwischen Landbesitz und Terrassenbau nahe, was auf starke wirtschaftliche Anreize für diese arbeitsintensive Arbeit hindeutet. In dem hier vorgeschlagenen Projekt wollen wir testen, ob diese Dynamiken auch in anderen Regionen Zentralpalästinas und in anderen Perioden vorhanden waren, um die Zusammenhänge zwischen den Faktoren zu identifizieren, die die Entscheidung zum Bau von Terrassen in der Vergangenheit beeinflusst haben.
Das Thema des Habilitationsvorhabens ist das kulturelle Verhältnis der modernen Stadt zu ihren natürlichen Lebensgrundlagen, das am Beispiel der städtischen Wasserinfrastruktur mit einem interdisziplinären Ansatz empirisch, historisch und theoretisch untersucht werden soll. Motiviert ist diese Untersuchung durch die Erkenntnis, dass das kulturelle Verhältnis der modernen Stadt zu ihren stofflich-technischen und räumlich-strukturellen Existenzgrundlagen eine entscheidende Rahmenbedingung für urban-ökologisches Handeln darstellt. Ziel des Habilitationsvorhabens ist es, die Struktur und den Gehalt der heute selbstverständlichen urbanen Wasserkultur im Kontext ihrer städtetechnischen, räumlichen und historischen Zusammenhänge aufzudecken und zu beschreiben. Damit soll eine sozial- und kulturwissenschaftliche Grundlage für die Reflexion und die Planung einer nachhaltigen Stadtentwicklung geschaffen werden.
Die zu bearbeitende Dissertation soll einen wesentlichen Beitrag betreffend Fragestellungen zum Entstehen sogenannter emergenter Phänomene im organisationalen und gesellschaftlichen Umfeld leisten. Besonderes Interesse gilt dabei nichtlinearen Dynamiken und der wechselseitigen Beeinflussung zahlreicher Individuen. Ein anschauliches Alltagsszenario hierfür ist bspw. das Entstehen eines Staus 'aus dem Nichts'. Die Arbeit wird sich mit Komplexitätsphänomenen beschäftigen, die dem Muster 'Das Ganze ist mehr als die Summe der Teile' entsprechen. Diese Prinzipien lassen sich ebenfalls auf ganze Gesellschaften übertragen. Neuer Ansatz der Dissertation ist die Einbeziehung der Mikroebene von Gesellschaften (einzelne Individuen und deren Handlungen) sowie ihrer Umwelt (Umweltgüter wie bspw. Wasser, Luft, sonstige Ressourcen, Abfälle) bei ihrer Modellierung und Analyse. Aus Sicht des Emergenzgedanken lässt sich nur so ein schlüssiges Bild über die Entwicklung dieser Systeme mit ihren komplexen Zusammenhängen schaffen. Bisherige Ansätze perfekter Information und individual-rationaler Entscheidungen, sowie das automatische Entstehen eines Gleichgewichtszustands werden aufgrund plausibler Schlüsse und empirischer Erfahrungen in Frage gestellt. Die Existenz dynamischer, komplexer Entwicklungen wird akzeptiert und entgegen den bisherigen, v.a. In der Makroökonomie verbreiteten, mathematischen Ansätzen der Gleichgewichtsfindung mit einbezogen. Die Untersuchungen sollen letztendlich zeigen, unter welchen Rahmenbedingungen und mit welchen (möglichst einfachen) Anreizsystemen sich eine nachhaltige Gesellschaft innerhalb akzeptabler Schranken der dynamischen Entwicklung erreichen ließe. Dazu müssen insbesondere Fragen im Zusammenhang mit der korrekten Bewertung von Umweltgütern sowie der Einführung dieser Bewertungssysteme untersucht werden. Dabei sollen sehr einfache Anreizmechanismen und Regeln im Sinne des Schwarmgedanken gefunden werden. Den methodischen Ansatz hierfür bildet eine sogenannte Multiagentensimulation, die mit Hilfe vieler tausender, autonomer Bausteine (Agenten), denen ein psychologisches Verhaltensmodell zugrunde liegt, die Abbildung einer gesamten Gesellschaft im Detail ermöglicht. Umfangreiche Parameterläufe werden durchgeführt, um Schwellenwerte im Zusammenhang mit der Verfestigung gesellschaftlichen Handelns und makroökonomischer Verlaufsmuster zu finden.
| Origin | Count |
|---|---|
| Civil society | 34 |
| Corporate | 2 |
| Europe | 268 |
| Federal | 1150 |
| Municipality | 13 |
| Other | 1030 |
| Science | 367 |
| State | 45 |
| Type | Count |
|---|---|
| Event | 1 |
| Support program | 1077 |
| Text | 71 |
| Unknown | 37 |
| License | Count |
|---|---|
| Closed | 96 |
| Open | 1082 |
| Unknown | 8 |
| Language | Count |
|---|---|
| English | 434 |
| German | 914 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Archive | 2 |
| Document | 35 |
| File | 1 |
| Image | 2 |
| None | 764 |
| Unknown | 1 |
| Web service | 1 |
| Website | 399 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Air | 327 |
| Other | 1174 |
| People and the environment | 1186 |
| Soil | 643 |
| Species and habitats | 975 |
| Water | 299 |