s/social-aspects/social aspects/gi
Teilprojekt E7 hat in Phase 1 (als F3) Methoden zur Analysen von schwarzem Kohlenstoff entwickelt und, in Phase 2 (als D6), auf verschiedene geoarchäologische Archive angewendet, um Paläoumwelt- und menschliche Einflüsse auf die lokale Brandgeschichte zu rekonstruieren. Die Feuersignale korrelieren mit menschlicher Aktivität und Paläoklima . Ziel ist, die Feuersignale aus den Geoarchiven und archäologischen Fundstellen des SFB von NE-Afrika bis zum Balkan zwischen 190-15 kaBP zu vernetzen, auch durch räumliche Modellierung der Transportweiten von Brandrückständen. Wir erwarten, dass die Interaktion zwischen Feueraktivität, Paläoklima und menschlicher Mobilität sich entlang des Korridors von Afrika nach Europa verändert. Die Synthese der natürlichen und menschlichen Feuergeschichte wird helfen, die Rolle von Feuern für unseren 'Unseren' Weg nach Europa zu verstehen.
Das Projekt befasst sich mit der Wahrnehmung der natürlichen und kultivierten Umwelt durch die Menschen des Mittelalters, ihrer Aneignung in der sprachlichen Benennung, dem Prozess der 'Anthropologisierung' des Raumes. Das Projekt ist an der Schnittstelle zwischen historischer Anthropologie, Mentalitätsgeschichte, Umweltgeschichte, Kognitionswissenschaften und Sprachwissenschaften angesiedelt. Um komplementäre Ergebnisse für die anderen Teilprojekte zu erzielen, werden sprachliche Äußerungen über die natürliche Umwelt und deren Kultivierung (Ackerbau und Viehzucht, Wald) in der Übergangszone zwischen germanischer und slawischer Besiedlung von der Ostsee bis nach Ostfranken im Zeitraum zwischen 500 und 1500 systematisch ausgewertet. Dabei wird zu klären sein, ob sich in diesem langen Zeitraum ein Wandel in der mentalen Wahrnehmung und der Versprachlichung der Umweltfaktoren vollzieht, und inwiefern die Versprachlichung von Umwelterfahrungen bei den germanischen (Sachsen, Thüringern, Franken) und den slawischen Sprachgruppen variiert.
Das Schwerpunktprogramm setzt sich zum Ziel, das Verständnis der Klimadynamik anhand quantitativer Untersuchungen des Paläoklimas im Hinblick auf zukünftige Klimaprognosen zu verbessern. INTERDYNAMIK verfolgt einen integrativen Ansatz der Paläoklimaforschung, in dem alle verfügbaren Paläoklimaarchive (terrestrische und marine sowie Eisbohrkerne) miteinander verknüpft werden sollen, um zu einer möglichst umfassenden, quantitativen Analyse globaler Umweltvariationen zu gelangen. Darüber hinaus wird eine enge Verzahnung von Paläoklimarekonstruktionen mit Ergebnissen aus der Erdsystemmodellierung weitreichende Einblicke in die Dynamik von Klimavariationen liefern, die von großer Relevanz für eine Abschätzung zukünftiger Klimaveränderungen sind. Die Untersuchungen sollen auf spätpleistozäne Warmzeiten (inklusive deren Beginn und Ende) im vorindustriellen Zeitraum bis circa eine Million Jahre vor heute beschränkt sein. Im Hinblick auf die globalen Aspekte des Klimawandels wird der Schwerpunkt der Untersuchungen in INTERDYNAMIK auf globalen und überregionalen (z. B. kontinent- und beckenweiten) Skalen liegen. Die folgenden Schlüsselfragen werden im Zentrum der Untersuchungen stehen: (1) Welche Amplitude haben natürliche Klimavariationen auf Zeitskalen von einigen Jahren bis Jahrtausenden? (2) Wie verändern sich Klimavariabilitätsmuster in Zeit und Raum? (3) Treten abrupte Änderungen der großskaligen Ozeanzirkulation im Atlantik in Interglazialen auf? (4) Welche biogeochemischen Rückkopplungsmechanismen bestimmen die natürlichen Grenzen der atmosphärischen Treibhausgas- und Aerosolkonzentration? (5) Welche Wechselwirkungen existieren zwischen Klima und vorindustriellen Kulturen?. Grundlage für die Bearbeitung dieser Fragestellungen bildet die Kombination zeitlich hochauflösender Klimainformationen aus Eisbohrkernen, marinen und terrestrischen Archiven mit einer modernen Erdsystemmodellierung. INTERDYNAMIK sieht ausschließlich sogenannte Dual+-Verbundprojekte vor, in denen mindestens zwei der Forschungsfelder Eisbohrkerne, marine Archive, terrestrische Archive und Erdsystemmodellierung vertreten sein müssen. Über die Dual+-Projekte wird eine enge disziplinen- und ortsübergreifende Zusammenarbeit von universitären und außeruniversitären Arbeitsgruppen angestrebt.
Gemeinsam Zukunft pflanzen: Mit einer Fördersumme von 26.160 Euro unterstützt die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord den Start des Naturpark-Projekts „Naturpark-Bäume mit und für Alle“ im Naturpark Saar-Hunsrück. Prof. Dr. Martin Kaschny, Vizepräsident der SGD Nord, übergab nun im Rahmen der Auftaktveranstaltung des Projektes den offiziellen Förderbescheid an Stefan Metzdorf, Landrat des Landkreises Trier-Saarburg sowie stellvertretender Vorsitzender des Naturparks Saar-Hunsrück. Auf einer Fläche südlich des Hofguts Serrig entsteht in den kommenden Monaten auf einer Fläche von etwa 5.000 Quadratmetern eine „Naturpark-Baumschule“. Das Projekt, das Maßnahmen wie Ansaat und Pflege, Anlegen von Biotop-Inseln, Bau von Nistkästen und Insektenhotels sowie Auspflanzaktionen auf ausgewählten Flurflächen und Streuobstwiesen umfasst, wird von zahlreichen Partnern getragen – darunter die Lebenshilfe-Werke Trier GmbH, die Realschule Plus in Saarburg, der Jugendclub Serrig, die Landfrauen Serrig, der Rotary Club Saarburg, das Forstamt Saarburg, das Jugendforum Saarburg, das Programm „Demokratie Leben“ sowie der Kreiswaldbauverein Trier-Saarburg e. V. Ziel ist es, gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern, Schulen und Vereinen klimaverträgliche regionale Bäume und Sträucher vorzuziehen, auszupflanzen und damit einen dauerhaften Beitrag zu Biodiversität, Klimaschutz, Bildung und Inklusion zu leisten. „Das Projekt, das das Land Rheinland-Pfalz als Maßnahme des Naturschutzes und der Landespflege fördert, verbindet auf beispielhafte Weise Natur- und Klimaschutz mit inklusiver Teilhabe und praktischer Umweltbildung. Wir streben an, solche zukunftsweisenden Initiativen im ländlichen Raum sichtbar zu machen und zu unterstützen“, betonte Prof. Dr. Martin Kaschny bei der Übergabe des Förderbescheids. Landrat Stefan Metzdorf hob den regionalen Mehrwert hervor: „Die Baumschule wird zu einem Mitmach-Ort für viele Menschen in unserem Landkreis. Hier entstehen dauerhaft neue Lebensräume, wertvolles Wissen wird vermittelt und es wird konkret erfahrbar, wie gemeinschaftliches Engagement unsere Kulturlandschaft stärken kann.“ „Mit diesem Modell schaffen wir nicht nur klimafeste und regionale Naturpark-Bäume. Das Projekt trägt dazu bei, die regionale Streuobstkultur zu bewahren, Umweltbewusstsein zu fördern und künftige Generationen für eine nachhaltige Entwicklung zu sensibilisieren“, erklärte Sabrina Reichelt, Mitarbeiterin des Naturpark-Teams. Auch für das Hofgut Serrig unterstrich Christoph Halbe die soziale Dimension: „Das Hofgut Serrig ist seit vielen Jahren ein Ort, an dem Teilhabe und gemeinschaftliches Arbeiten gelebt werden. Mit der neuen Naturpark-Baumschule schaffen wir einen Raum, in dem Menschen mit und ohne Beeinträchtigung zusammenkommen, voneinander lernen und gemeinsam etwas Nachhaltiges aufbauen. Dieses Projekt ist für uns ein echtes Herzensanliegen.“ Im Rahmen der Kick-Off-Veranstaltung gestalteten Schülerinnen und Schüler der Realschule Plus Saarburg erste Nistkästen und Insektenhotels, die auf dem Gelände direkt einen Platz fanden. Langfristig soll die Fläche zu einem außerschulischen Lernort entwickelt werden, an dem Workshops, Pflanzaktionen sowie Bildung für nachhaltige Entwicklung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene angeboten werden.
The impacts of climate change pose one of the main challenges for agriculture in Central Europe. In particular, an increase of extreme and compound extreme climate events is expected to strongly impact economic revenues and the provision of ecosystem services by agroecosystems. A highly relevant, still open question is how grassland farming systems can cope best with these climate risks to adapt to climate change. A prominently discussed economic instrument to relieve income risks is the formal insurance, but natural and social insurances are newly under discussion as well. Natural insurances include specific grassland management practises such as maintaining species-rich grasslands. Social insurances, in our terminology, comprise all forms of societal support for farmers’ climate risk management. This includes in particular arrangements of community-supported agriculture that reduce income risks for farmers, or payments for ecosystem services if their design takes risk into account. Formal, natural and social insurances may be substitutes or complements, and affect farmer behaviour in different ways. Thus, policy support for any of the three forms of insurance will have effects on the others, which need to be understood. InsuranceGrass takes an innovative interdisciplinary view and assesses formal, natural and social insurances: on how to cope best with impacts of climate extremes on grasslands, integrating social and natural sciences perspectives and feedbacks between them. Based on this holistic analysis, InsuranceGrass will provide recommendations for policy and insurance design to ensure effective risk-coping of farmers and to enhance sustainable grassland farming, considering economic, environmental and social aspects. Impacts of extreme and compound extreme events on the provision of ecosystem services (e.g. magnitude and quality of yield, climate regulation via carbon sequestration, plant diversity) by permanent grasslands in Germany and Switzerland are quantified based on long-term observations and field experiments. Cutting-edge model-based approaches will be based on behavioural theories and empirically calibrated. With the help of social-ecological modelling, InsuranceGrass explicitly incorporates feedbacks between farmers’ and households’ decision, grassland management options, and ecosystem service provision in a dynamic manner. The contributions of different insurance types are developed, discussed and evaluated jointly with different groups of stakeholders (i.e., farmers, insurance companies, public administration). A scientifically sound and holistic assessment of the role of formal, natural, and social insurances for the sustainability of grassland farming under extreme events requires both disciplinary excellence and seamless interdisciplinary collaboration. InsuranceGrass brings together four groups from Zürich and Leipzig, with unique disciplinary expertise and a track record of successful collaboration.
Der Bundesregierung beabsichtigt den Wohnungsbau in Städten zu forcieren und Anreize für mehr Wohnungen zu schaffen. Wohnungsbauplanung gilt als gelungen, wenn sich Menschen in ihrer Wohnung wohl fühlen. Für die dauerhafte Erhaltung der Gesundheit der Menschen ist es wichtig, dass beim Neubau oder einer Gebäudesanierung Fenster eingebaut werden, die verschiedenen Umweltschutzanforderungen genügen. Hierzu gehören insbesondere ein guter Wärmeschutz und ruhige Wohnverhältnisse. In diesem Forschungsvorhaben soll daher untersucht werden, inwieweit diese Anforderungen im Wohnungsbestand bereits erfüllt sind und welche Entwicklungspotentiale bestehen. Ziel ist es, gesunde Wohnverhältnisse im Wohnungsbau sicherzustellen und Synergieeffekte zwischen Schall- und Wärmeschutz zu nutzen. Hierzu sind zunächst Anforderungen an gesunde Wohnverhältnisse unter gesundheitlichen, rechtlichen und sozialen Aspekten zu definieren. Darauf aufbauend ist eine Befragung über die Zufriedenheit der Wohnverhältnisse in deutschen Städten vorzunehmen. Dabei ist der demografische Wandel und die unterschiedliche wirtschaftliche Situation der Bewohnerinnen und Bewohner zu berücksichtigen. Anschließend soll an ausgewählten Beispielfällen die Qualität und Wirkung des Schallschutzes gegen Außen- und Nachbarschaftslärm sowie der Wärmeschutz bei Neu- und Altbauten analysiert werden. Auf der Grundlage der dabei gewonnenen Erkenntnisse sind Handlungsempfehlungen für gesunde Wohnverhältnisse zu erarbeiten.
Das Forschungsvorhaben ist ein persönliches Begleitprojekt, das sich aus der Beauftragung des Projektleiters zum Moderator der Lokalen Agenda 21 der Stadt Lindenfels ergeben hat. Besonderer Wert wird darauf gelegt, (Rechts-)Verbindlichkeit für die Vorschläge aus Arbeitsgruppen der Agenda 21 durch eine entsprechende zivilgesellschaftliche Organisation der Agenda-Prozesse zu erstellen, um das bürgerliche Engagement nicht zu enttäuschen oder missbrauchen zu lassen. Schwerpunkt der Lokalen Agenda ist das Element 'Wasser' in seiner materiellen Form und im übertragenem Sinne. Dabei wird auf Probleme der kulturellen Ökologie (Verödung des ländlichen Raumes in der Provinz) besonders geachtet. Mit der Lindenfelser Bürgerquelle wurde eine soziale Erfindung entwickelt, die in soziokultureller Form einen Beitrag zur Globalisierung leistet. Nach innen gewendet dient sie der Stabilisierung einer lokalen Gefühlskultur, weil durch das bürgerschaftliche Miteinander erfahren wurde, etwas zustande gebracht zu haben, was es woanders nicht gibt. Nach außen gerichtet wird die Strategie eines sanften und ökologischen Tourismus aufgebaut. Ergänzung der drei Agenda 21 Dimensionen von Ökologie, Ökonomie und Soziales durch die Dimension Kultur und ihre Verschränkungen.
| Origin | Count |
|---|---|
| Bund | 1149 |
| Land | 26 |
| Zivilgesellschaft | 8 |
| Type | Count |
|---|---|
| Ereignis | 1 |
| Förderprogramm | 1061 |
| Text | 75 |
| unbekannt | 37 |
| License | Count |
|---|---|
| geschlossen | 100 |
| offen | 1066 |
| unbekannt | 8 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 902 |
| Englisch | 433 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Archiv | 2 |
| Bild | 2 |
| Datei | 1 |
| Dokument | 38 |
| Keine | 751 |
| Webdienst | 1 |
| Webseite | 395 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 785 |
| Lebewesen und Lebensräume | 1024 |
| Luft | 594 |
| Mensch und Umwelt | 1174 |
| Wasser | 524 |
| Weitere | 1132 |