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Assessment of formal, natural and social insurances: how to cope best with impacts of extreme events on grasslands for sustainable farming systems?

The impacts of climate change pose one of the main challenges for agriculture in Central Europe. In particular, an increase of extreme and compound extreme climate events is expected to strongly impact economic revenues and the provision of ecosystem services by agroecosystems. A highly relevant, still open question is how grassland farming systems can cope best with these climate risks to adapt to climate change. A prominently discussed economic instrument to relieve income risks is the formal insurance, but natural and social insurances are newly under discussion as well. Natural insurances include specific grassland management practises such as maintaining species-rich grasslands. Social insurances, in our terminology, comprise all forms of societal support for farmers’ climate risk management. This includes in particular arrangements of community-supported agriculture that reduce income risks for farmers, or payments for ecosystem services if their design takes risk into account. Formal, natural and social insurances may be substitutes or complements, and affect farmer behaviour in different ways. Thus, policy support for any of the three forms of insurance will have effects on the others, which need to be understood. InsuranceGrass takes an innovative interdisciplinary view and assesses formal, natural and social insurances: on how to cope best with impacts of climate extremes on grasslands, integrating social and natural sciences perspectives and feedbacks between them. Based on this holistic analysis, InsuranceGrass will provide recommendations for policy and insurance design to ensure effective risk-coping of farmers and to enhance sustainable grassland farming, considering economic, environmental and social aspects. Impacts of extreme and compound extreme events on the provision of ecosystem services (e.g. magnitude and quality of yield, climate regulation via carbon sequestration, plant diversity) by permanent grasslands in Germany and Switzerland are quantified based on long-term observations and field experiments. Cutting-edge model-based approaches will be based on behavioural theories and empirically calibrated. With the help of social-ecological modelling, InsuranceGrass explicitly incorporates feedbacks between farmers’ and households’ decision, grassland management options, and ecosystem service provision in a dynamic manner. The contributions of different insurance types are developed, discussed and evaluated jointly with different groups of stakeholders (i.e., farmers, insurance companies, public administration). A scientifically sound and holistic assessment of the role of formal, natural, and social insurances for the sustainability of grassland farming under extreme events requires both disciplinary excellence and seamless interdisciplinary collaboration. InsuranceGrass brings together four groups from Zürich and Leipzig, with unique disciplinary expertise and a track record of successful collaboration.

COMMON_ACCESS - Gemeinsame Erreichbarkeit in städtischen Außenbezirken und darüber hinaus. Teilprojekt: Standortspezifische Bedingungen der Erreichbarkeit im Großraum München

Klimastammtisch Sachsen-Anhalt: Online-Austausch zur Klimaanpassung 8. Klimastammtisch: Hochwasserkarten Sachsen-Anhalt - Risiken erkennen, Resilienz stärken 7. Klimastammtisch: Wassersensible Stadtentwicklung im vorhandenen Bestand – Klimaquartier Lutherviertel in Halle (Saale) 6. Klimastammtisch: Hinweiskarte Starkregengefahren - Eine Einführung in die Nutzung 5. Klimastammtisch: Förderung im Bereich Klimafolgenanpassung - Möglichkeiten und Herausforderungen bei der Antragstellung 4. Klimastammtisch: Best-Practice-Beispiel - Das Integrierte Energetische Quartierskonzept der Stadt Lützen 3. Klimastammtisch: Der Wärmebelastungsindex – kommunale Hitzehotspots erkennen 2. Klimastammtisch: Das regionale Klimainformationssystem ReKIS – Klimainformationen aus Sachsen-Anhalt 1. Klimastammtisch: Unterstützung zu Fragen der Klimawandelanpassung - Das LAU stellt sein Angebot vor

Das Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt bietet regelmäßig an jedem 1. Dienstag im Monat die Möglichkeit, sich online beim Klimastammtisch zu aktuellen Themen rund um das Thema Klimaanpassung auszutauschen. Jeder Klimastammtisch greift ein Schwerpunktthema auf und startet mit einem kurzen Input. Danach ist Zeit für Fragen, Diskussion und Austausch. Gern nehmen wir auch Themenwünsche entgegen. Der Klimastammtisch richtet sich vorrangig an Vertreterinnen und Vertreter von Kommunen, Landkreisen und kreisfreien Städten. Auf dieser Seite finden Sie jeweils eine Zusammenfassung und die Präsentationsfolien der vergangenen Stammtische. Die Anmeldung zur Veranstaltung erfolgt über das Beteiligungsportal des Landes Sachsen-Anhalt. Wenn Sie regelmäßig Einladungen zum Klimastammtisch erhalten möchten, melden Sie sich bitte per E-Mail beim Team Klimastammtisch. 02.12.2025, 10:00 - 11:00 Uhr (online) Beim Klimastammtisch im Dezember haben wir uns erneut einem Thema aus dem Komplex Wasser, Klimawandel und Anpassung gewidmet. Der Fokus lag dabei dieses Mal auf den Gefahren und Risiken durch Flusshochwasser . Dennis Meinecke, Referent im Bereich Hochwasserschutz im Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt, hat die Hochwassergefahren- und Hochwasserrisikokarten des Landes Sachsen-Anhalt vorgestellt und in ihre Nutzung eingewiesen. Download Präsentationsfolien: 8. Stammtisch (Dateigröße: 5,3 MB) 28.10.2025, 10:00 - 11:00 Uhr (online) Beim 7. Klimastammtisch wurd erneut ein Praxisbeispiel vorgestellt: Bei der Umgestaltung des Klimaquartiers Lutherviertel in Halle (Saale) wurde der Fokus auf die wassersensible Stadtentwicklung gelegt (Regenwassermanagement, Starkregenvorsorge). Gleichzeitig wurden soziale Aspekte berücksichtigt mit dem Ziel, die Aufenthaltsqualität in den Innenhöfen des Quartiers zu erhöhen (Spielplätze, Verschattung und Hitzeschutz). Herr Hans-Gerd Kleymann, Landschaftarchitekt und Gründer des Büros planerzirkel, hat das Projekt im Klimastammtisch vorgestellt und seine Erfahrungen in der praktischen Umsetzung von Anpassungsmaßnahmen geteilt. Im Anschluss wurde über die Möglichkeiten, Herausforderungen und die Wirksamkeit praktischer Maßnahmen diskutiert. Präsentationsfolien: 7. Stammtisch (Dateigröße: 9,5 MB) 07.10.2025, 10:00 - 11:00 Uhr (online) Um Kommunen, Behörden und Einsatzkräften eine bessere Einschätzung solcher Risiken zu ermöglichen, hat das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) bereits 2019 das Pilotprojekt „Hinweiskarte Starkregengefahren“ gestartet. Ziel war es, gefährdete Gebiete auf Basis vielfältiger Geodaten systematisch zu identifizieren und kartographisch darzustellen. Die entstandene Online-Karte weist für jeden Quadratmeter mögliche Überflutungstiefen und Fließgeschwindigkeiten aus. Sie dient inzwischen als wertvolle Grundlage für den Katastrophenschutz, die Wasserwirtschaft und für Planungsprozesse – sei es bei der Dimensionierung von Rückhaltebecken, dem Umbau zu kleiner Durchlässe oder in der akuten Einsatzplanung. Beim 6. Klimastammtisch im Oktober hat Lukas Wimmer vom BKG die Hinweiskarte vorgestellt. Er gab einen Überblick über die zugrunde liegenden Starkregenereignisse, erläuterte die daraus abgeleiteten Folgen wie Überflutungstiefen und Fließgeschwindigkeiten und ordnete die Karten hinsichtlich ihrer Rolle als Hinweisinstrument ein. Anschließend stand er uns für Fragen zur Verfügung. Präsentationsfolien: 6. Stammtisch (Dateigröße: 6,6 MB) 09.09.2025, 10:00 - 11:00 Uhr (online) Beim fünften Klimastammtisch haben wir uns mit dem Thema Fördermittel und Antragstellung im Bereich Klimafolgenanpassung beschäftigt. Ein Fachmann aus dem Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt hat einen Überblick zur aktuellen Förderlandschaft im Bereich Klimaanpassung gegeben. Außerdem haben mehrere kommunale Vertreter von ihren praktischen Erfahrungen in der Antragstellung berichtet. Ziel der Veranstaltung war es, Erfahrungen aus dem kommunalen Alltag sichtbar zu machen und einen offenen Austausch zu ermöglichen: Was hat in der Antragstellung gut funktioniert? Wo gab es Stolpersteine? Welche Förderprogramme wurden genutzt? Welche Unterstützungsangebote gibt oder bräuchte es? Angeregt wurde über Möglichkeiten und Herausforderungen in der Antragstellung diskutiert. Präsentationsfolien: 5. Stammtisch (Dateigröße: 2.57 MB) 08.07.2025, 10:00 - 11:00 Uhr (online) Beim vierten Klimastammtisch wurde das erste Praxisbeispiel vorgestellt: Das Integrierte Energetische Quartierskonzept der Stadt Lützen beschäftigt sich primär mit dem Sanierungspotential kommunaler Liegenschaften und den Möglichkeiten der klimaneutralen Energieversorgung. Gleichzeitig sollen in das Konzept Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensqualität (Hitzebelastung, Mobilität, Grünflächen) im Quartier Eingang finden. Für die Hitzebelastung ist eine Thermalbefliegung durchgeführt worden. Daraufhin wurden Maßnahmen entwickelt, die die Hitzebelastung senken, Regenwasser zurückhalten und Grünflächen im Quartier stärken. Maik Zentner (Klimaschutzbeauftragter Stadt Lützen) hat das Konzept freundlicherweise vorgestellt. So konnten die Teilnehmer Anregungen für die eigene Gemeinde gewinnen. Präsentationsfolien: 4. Stammtisch (Dateigröße: 3 MB) 03.06.2025, 10:00 - 11:00 Uhr (online) Beim dritten Stammtisch wiude der Wärmebelastungsindex (WBI) vorgestellt - ein Tool, mit dem kommunale Hitzehotspots identifiziert werden können. Weitere Informationen zum WBI finden Sie hier: https://rekis.hydro.tu-dresden.de/kommunal/sachsen-anhalt/ Über das ReKISDataCenter können Sie den WBI für Ihre Kommune herunterladen. Bitte beachten Sie dazu die Informationen der Readme -Datei, welche Sie ebenfalls im ReKISDataCenter über vorherigen Link finden. Präsentationsfolien: 3. Stammtisch (Dateigröße: 2.5 MB) 06.05.2025, 10:00 - 11:00 Uhr (online) Beim zweiten Klimastammtisch wurde das „Regionale Klimainformationssystem - ReKIS“ vorgestellt. Schauen Sie gern unter www.rekis.org hinein! Präsentationsfolien: 2. Stammtisch (Dateigröße: 2 MB) 01.04.2025, 10:00 - 11:00 Uhr (online) Das Dezernat 33 „Klima, Erneuerbare Energien, Nachhaltigkeit, Umweltallianz“ des Landesamtes für Umweltschutz Sachsen-Anhalt (LAU) widmet sich unter anderem den vielfältigen Fragen rund um den Klimawandel und möchte die Akteure der Klimaanpassung in Zukunft noch stärker als bisher dabei mitnehmen. Um das Daten- und Informationsangebot möglichst praxistauglich zu gestalten, soll der Austausch mit lokalen und regionalen Experten intensiviert werden. Beim ersten Klimastammtisch im April hat sich das Team Klimastammtisch vorgestellt und eine Einführung in die Thematik der Klimaanpassung gegeben. Präsentationsfolien: 1. Stammtisch (Dateigröße: 4 MB)

Forschungsschwerpunkt 2: Nachhaltige Entwicklung und Optimierung von Wasserinfrastrukturen

Ziele wie die Versorgungssicherheit in der Wasserversorgung und der Gewässerschutz in der Abwasserentsorgung werden zusehends durch Fragen der Nachhaltigkeit und der Anforderungen infolge zukünftiger Entwicklungen ergänzt. Dabei hat die Instandhaltung und das Management der bereits weitgehend errichteten Anlagen (Assets) besondere Bedeutung. In diesem Forschungsschwerpunkt werden wissenschaftliche Methoden und Strategien entwickelt, um die Infrastruktur der Wasserver- und Abwasserentsorgung hinsichtlich dieser Ziele zu optimieren. Dabei werden demographische und soziokulturelle Entwicklungen sowie ökonomische und ökologische Nachhaltigkeit einbezogen. Im besonderen werden Forschungsarbeiten zur Sicherstellung der Funktionsfähigkeit bzw. Instandhaltung von Wasserversorgungs- und Abwasserableitungsnetzen, zum Benchmarking und zum Qualitäts- und Risikomanagement in der Wasserver- und Abwasserentsorgung durchgeführt.

Katrin Eder: „Die PV-Anlage auf dem Parkplatz der Deichwelle ist ein innovatives Beispiel, wie Klimaschutz im Land funktioniert“

Parkplatz-PV in Neuwied mit einer Million Euro aus dem KIPKI gefördert – Klimaschutzministerin informierte sich vor Ort über den Baufortschritt „Der Klimawandel ist längst keine abstrakte Bedrohung mehr, sondern eine Realität, die wir in unserem Alltag spüren – sei es durch Hitzesommer, Starkregenereignisse oder die Herausforderungen einer nachhaltigen Energieversorgung. Klimaschutz ist daher eine große Gemeinschaftsaufgabe, die nur gelingt, wenn wir alle Verantwortung übernehmen: Bund, Länder, Kommunen, Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürger. Gerade die Kommunen spielen dabei eine Schlüsselrolle. Mit dem Kommunalen Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation, kurz KIPKI, haben wir ein Förderprogramm geschaffen, das den Kommunen unkompliziert Mittel zur Verfügung stellt. Die mit einer Million Euro aus KIPKI-Mitteln geförderte Errichtung einer Parkplatz-Überdachung mit Photovoltaik hier an der Deichwelle zeigt, wie Klimaschutz flächenschonend umgesetzt werden kann. Um Flächen zu schonen ist der Ausbau der Photovoltaik auf bereits versiegelten Flächen wirtschaftlich und vernünftig. Der Bau einer solchen PV-Anlage auf dem Parkplatz der Deichwelle ist ein innovatives Beispiel, wie Klimaschutz im Land funktioniert. Das sollte zukünftig der Standard werden“, sagte Klimaschutzministerin Katrin Eder heute in Neuwied, wo sie sich auf dem Gelände des Schwimmbads über den aktuellen Stand des Bauvorhabens informierte. Die rund 3.500m2 Parkfläche an der Deichwelle Neuwied sollen mit Überdachungen witterungssicher aufgestellt werden. Zugleich wird die hinzugewonnene Fläche auf den Dächern für eine nachhaltige Energiegewinnung mit Photovoltaik genutzt. Auf diese Weise können bis zu 166,88 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden. Ralf Seemann, Beigeordneter der Stadt Neuwied, sagte: „Die PV-Anlage auf dem Deichwellen-Parkplatz ist unser Paradebeispiel. Insgesamt setzen wir in Neuwied mit den KIPKI-Mitteln neun Projekte um – vom Ausbau der Ladeinfrastruktur über die Förderung von Balkonkraftwerken bis zu einem Unterstützungsprogramm für Dach- und Fassadenbegrünung. Das Besondere an KIPKI ist, dass der Fördergeber uns vertraut und wir selbst entscheiden können, welche Projekte zu uns und unserer Stadt passen. Das ist etwas, was wir ausdrücklich zur Nachahmung empfehlen.“ „Wir finanzieren den Betrieb der Deichwelle und stehen zur Energiewende in unserer Stadt. PV-Anlagen wie diese erhöhen die Akzeptanz für die Energiewende und ich verstehe, dass sich die Menschen noch mehr Doppelnutzungen von Parkplätzen wünschen“, erklärte der Geschäftsführer der Stadtwerke Neuwied, Stefan Herschbach. „Durch Tiefbau und Aufständerung betragen die Kosten jedoch ein Mehrfaches gegenüber Freiflächen-PV. Nur durch die Förderung mit den KIPKI-Mitteln lässt sich das wirtschaftlich darstellen. Wir sind dem Ministerium und der Stadt daher sehr dankbar, dass wir mit der Unterstützung einen Teil des Stroms für die Deichwelle sehr günstig produzieren können, zumal hier durch die Direktabnahme auch keine Netzentgelte und Umlagen anfallen.“ „Die Maßnahme zeigt eindrucksvoll, wie Klimaschutz konkret funktioniert: Mit dem Projekt wird der Verbrauch fossiler Energien gesenkt und eine nachhaltige Stromversorgung für eine zentrale Freizeit- und Sporteinrichtung geschaffen. Darüber hinaus entsteht mit der Möglichkeit überdacht zu parken noch ein weiterer spürbarer Nutzen für die Besucherinnen und Besucher. Damit leisten Sie nicht nur einen Beitrag zur Energiewende, sondern auch zum Erhalt der Deichwelle. Kommunale Schwimmbäder sind essenzielle Bausteine der Daseinsvorsorge, da sie neben dem sozialen Aspekt und Freizeitwert auch die Möglichkeit zur Abhaltung von Schwimmkursen sowie für Schul-, Fort- und Ausbildungsveranstaltungen bieten. Das ist gerade vor dem besorgniserregenden Rückgang der Schwimmfähigkeit von Kindern und Jugendlichen ein wichtiger gesellschaftlicher Beitrag“, betonte Ministerin Katrin Eder. Erfolgsprogramm KIPKI Alle 194 berechtigten Kommunen in Rheinland-Pfalz haben über die Online-Plattform KIPKI-Anträge gestellt. Sämtliche Anträge mit rund 1.300 Teilprojekten wurden bewilligt, mit der Projektumsetzung in den Kommunen ist bereits begonnen worden. „Allein diese Zahlen zeigen eindrucksvoll den großen Erfolg des Kommunalen Investitionsprogramms“, so Katrin Eder. Ohne komplizierte Antragsverfahren habe die Landesregierung für die rheinland-pfälzischen Gebietskörperschaften ein Förderprogramm geschaffen, das ein Gesamtvolumen von 250 Millionen Euro umfasst, so Eder weiter. Eine weitere Besonderheit bei KIPKI ist, dass ein Eigenanteil der Kommunen nicht nötig sei. „Dadurch konnten auch bei weniger gut gefüllten Gemeindekassen Projekte umgesetzt werden. Denn oft scheitert es bei Förderungen am Eigenanteil. Damit haben wir die Grundlage geschaffen, dass Klimaschutz nicht durch Bürokratie verhindert wird, sondern schnell und praxisnah umgesetzt werden kann. Eine Vielzahl an Kommunen investiert zusätzlich zu den Fördergeldern eigene Mittel. So entfaltet KIPKI eine große Hebelwirkung und es zeigt sich: Kommunen wollen Klimaschutz. So kommen zu den 180 Millionen Euro KIPKI-Mitteln des Zuweisungsverfahrens weitere 80 Millionen Euro hinzu, die die Kommunen in Eigenleistung finanzieren. Und damit ein weiteres Plus in Sachen CO2-Einsparung“, so die Ministerin. Mehr als 1,9 Millionen Euro aus dem Landesförderprogramm erhält die Stadt Neuwied für ihre insgesamt neun Teilprojekte. Investiert wird dabei neben der PV-Anlage für die Deichwelle noch in eine weitere auf der Großsporthallte in Neuwied-Niederbieber. Außerdem fließen weitere KIPKI-Gelder in Sonnenschutz- und Beschattungsmaßnahmen an elf Kitas sowie in energetische Sanierungsmaßnahmen, den Ausbau der E-Ladeinfrastruktur, Förderungen für private Balkon-PV-Anlagen und private Begrünungsmaßnahmen. „Klimaschutz ist machbar, er ist konkret, er ist vor Ort sichtbar. Ihr Projekt hier an der Deichwelle Neuwied ist ein leuchtendes Beispiel dafür. Mit KIPKI haben wir die Grundlage geschaffen, dass viele solcher Projekte entstehen können. Jede eingesparte Kilowattstunde fossiler Energie, jede Investition in nachhaltige Technologien bringt uns dem Ziel näher, Rheinland-Pfalz klimaneutral zu machen“, so Katrin Eder.

Integrierte Bewertung der Nachhaltigkeit alternativer Proteinquellen und Analoga und Transformationspfade zweier ausgewählter Alternativen

Die Produktion tierischer Lebensmittel wie Fleisch, Wurstwaren, Gemelke und Molkereiprodukte sind mit hohen Umweltwirkungen verbunden. Deren Reduktion ist ein Schlüssel für diverse Umweltprobleme, die durch Art und Ausmaß der Landwirtschaft erzeugt werden. Die Substitution durch nachhaltigere Alternativen trägt zum Erreichen von Nachhaltigkeitszielen bei. Ziel dieses Vorhabens ist eine systematische und bewertende Übersicht über infrage kommende Proteinquellen als Alternative zu Proteinen aus der herkömmlichen Nutztierhaltung und Milchalternativen sowie die Untersuchung politischer Optionen zur Förderung besonders nachhaltiger Proteinquellen, wobei diese auch nicht-pflanzlichen Ursprungs sein können. Konkret sollen jeweils der aktuelle Stand der Forschung zu a) Umweltwirkungen, b) ernährungsphysiologischen Aspekten (z.B. Nährwerte, Verdaulichkeit, Allergene) und c) sozialen Aspekten - sowohl national (Kosten, Alltagskompatibilität, Geschmack usw.) als auch im Hinblick auf entwicklungspolitische Dimensionen (infrage kommende Anbauländer, kritische Rohstoffe, sozioökonomische Aspekte im Anbauland) für alle Arten von Proteinquellen zusammengetragen und ausgewertet werden. Außerdem soll jeweils auch der Stand der Forschung und Entwicklung sowie die Entwicklungsperspektiven erörtert werden. Hierbei sollen sowohl traditionelle Proteinquellen als auch innovative betrachtet werden. Für die einzelne, im Vorhaben festzulegende Proteinquellen bzw. Milchalternativen soll zudem untersucht werden, welche Wirkung die aktuellen politischen Rahmenbedingungen auf die Verbreitung haben und welche Änderungen der politischen Rahmenbedingungen zur Diffusion der Alternativen zielführend wären.

Entwicklung gesunder Wohnverhältnisse für eine gesundheitsfördernde Stadtentwicklung

Der Bundesregierung beabsichtigt den Wohnungsbau in Städten zu forcieren und Anreize für mehr Wohnungen zu schaffen. Wohnungsbauplanung gilt als gelungen, wenn sich Menschen in ihrer Wohnung wohl fühlen. Für die dauerhafte Erhaltung der Gesundheit der Menschen ist es wichtig, dass beim Neubau oder einer Gebäudesanierung Fenster eingebaut werden, die verschiedenen Umweltschutzanforderungen genügen. Hierzu gehören insbesondere ein guter Wärmeschutz und ruhige Wohnverhältnisse. In diesem Forschungsvorhaben soll daher untersucht werden, inwieweit diese Anforderungen im Wohnungsbestand bereits erfüllt sind und welche Entwicklungspotentiale bestehen. Ziel ist es, gesunde Wohnverhältnisse im Wohnungsbau sicherzustellen und Synergieeffekte zwischen Schall- und Wärmeschutz zu nutzen. Hierzu sind zunächst Anforderungen an gesunde Wohnverhältnisse unter gesundheitlichen, rechtlichen und sozialen Aspekten zu definieren. Darauf aufbauend ist eine Befragung über die Zufriedenheit der Wohnverhältnisse in deutschen Städten vorzunehmen. Dabei ist der demografische Wandel und die unterschiedliche wirtschaftliche Situation der Bewohnerinnen und Bewohner zu berücksichtigen. Anschließend soll an ausgewählten Beispielfällen die Qualität und Wirkung des Schallschutzes gegen Außen- und Nachbarschaftslärm sowie der Wärmeschutz bei Neu- und Altbauten analysiert werden. Auf der Grundlage der dabei gewonnenen Erkenntnisse sind Handlungsempfehlungen für gesunde Wohnverhältnisse zu erarbeiten.

Zur zivilgesellschaftlichen Organisation sozialer Lernprozesse der Lokalen Agenda 21

Das Forschungsvorhaben ist ein persönliches Begleitprojekt, das sich aus der Beauftragung des Projektleiters zum Moderator der Lokalen Agenda 21 der Stadt Lindenfels ergeben hat. Besonderer Wert wird darauf gelegt, (Rechts-)Verbindlichkeit für die Vorschläge aus Arbeitsgruppen der Agenda 21 durch eine entsprechende zivilgesellschaftliche Organisation der Agenda-Prozesse zu erstellen, um das bürgerliche Engagement nicht zu enttäuschen oder missbrauchen zu lassen. Schwerpunkt der Lokalen Agenda ist das Element 'Wasser' in seiner materiellen Form und im übertragenem Sinne. Dabei wird auf Probleme der kulturellen Ökologie (Verödung des ländlichen Raumes in der Provinz) besonders geachtet. Mit der Lindenfelser Bürgerquelle wurde eine soziale Erfindung entwickelt, die in soziokultureller Form einen Beitrag zur Globalisierung leistet. Nach innen gewendet dient sie der Stabilisierung einer lokalen Gefühlskultur, weil durch das bürgerschaftliche Miteinander erfahren wurde, etwas zustande gebracht zu haben, was es woanders nicht gibt. Nach außen gerichtet wird die Strategie eines sanften und ökologischen Tourismus aufgebaut. Ergänzung der drei Agenda 21 Dimensionen von Ökologie, Ökonomie und Soziales durch die Dimension Kultur und ihre Verschränkungen.

Mehr und weniger: Wechselhafte Ökonomien des Stickstoffs

Das hier beantragte Projekt widmet sich der gesellschaftlichen Dimension von Stickstoff. Reaktiver Stickstoff, der in der Lage ist, Verbindung mit anderen Elementen einzugehen, ist eine unverzichtbare Grundlage für pflanzlichen und tierischen Stoffwechsel - und damit auch der Landwirtschaft und der Welternährung. Gemessen an der Gesamtmenge des Stickstoffs auf der Erde, des häufigsten Elements in der Atmosphäre, ist die Menge an reaktivem Stickstoff extrem limitiert. Zugleich stellt reaktiver Stickstoff aber auch ein erhebliches ökologisches Problem dar. Auf Äckern und in Ställen reagiert er zu Stickoxiden wie Lachgas, einem bedeutenden Treiber der Klimaerwärmung. Er gelangt über Oberflächengewässer und Kanalisationen ins Trinkwasser, wo er in Form von Nitrit eine Bedrohung für die menschliche Gesundheit darstellt. Stromabwärts sammelt er sich schließlich in Senken wie Seen und Meeren. Dort führt seine übermäßige Verfügbarkeit zur Eutrophierung, massenhaftem Algenwachstum und damit zur Zerstörung von aquatischen, vor allem küstennahen Ökosystemen. Die fortschreitende Zunahme von reaktivem Stickstoff in Gewässern und auf ökologisch sensiblen Magerflächen gilt als eines der drängendsten Umweltprobleme unserer Zeit: Die ökologisch verkraftbare Menge an reaktivem Stickstoff weltweit gilt als längst überschritten. Seit einiger Zeit haben es sich Industrienationen daher nicht mehr allein zur Aufgabe gemacht, die Verfügbarkeit von reaktivem Stickstoff zu erhöhen, um für Ernährungssicherheit zu sorgen. Sie versuchen heute zugleich auch, sie umgekehrt wieder einzudämmen, um Schäden für Mensch und Umwelt zu minimieren. Dabei werden verschiedene Akteurinnen, Akteure und Instanzen mit in die Pflicht genommen: kommunale Wasserwerke, landwirtschaftliche Betriebe, staatliche Messstellen und Umweltbehörden. Ihnen wird aufgetragen, sinnvoll mit Stickstoff zu wirtschaften, um seine negativen Auswirkungen auf Mensch und Natur zu minimieren. Dabei agieren die in der Stickstoffwirtschaft Involvierten auf Basis unterschiedlicher Interessen, Anreize, Wissensbestände und Handlungsspielräume, was die Stickstofffrage zu einem klassischen Untersuchungsfall für sozialwissenschaftliche Analyse macht. Trotz der gesellschaftlichen Bedeutung von Stickstoff und der Tragweite der mit ihm verbundenen Probleme hat es in Deutschland in den vergangenen 30 Jahren nur wenig Forschung aus Soziologie oder anderen Sozialwissenschaften zu seiner sozialen Zirkulation gegeben. Das hier vorgestellte Projekt möchte dies beheben. Auf Basis einer empirischen Untersuchung der zeitgenössischen Stickstoffwirtschaft und -regulierung soll es eine Übersicht über den Stand der Debatten und Probleme liefern, einen soziologischen Zugriff auf Stickstoff und seine Rolle in modernen Gesellschaften erarbeiten sowie einen Beitrag zur Umweltsoziologie im Allgemeinen leisten.

Synchronisierte und energieadaptive Produktionstechnik zur flexiblen Ausrichtung von Industrieprozessen auf eine fluktuierende Energieversorgung, Teilvorhaben: I0-3_UPM

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