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AskREACH

<p> <p>Ziel des LIFE Projekts AskREACH war, europaweit Bevölkerung, Handel und Industrie für sogenannte „besonders besorgniserregende Stoffe“ in Erzeugnissen zu sensibilisieren. Im Projekt wurde die Smartphone-App Scan4Chem entwickelt, mit der sich Verbraucher*innen über solche Stoffe informieren oder Erzeugnis-Lieferanten dazu anfragen können. Ende 2026 wird das AskREACH System samt App abgeschaltet.</p> </p><p>Ziel des LIFE Projekts AskREACH war, europaweit Bevölkerung, Handel und Industrie für sogenannte „besonders besorgniserregende Stoffe“ in Erzeugnissen zu sensibilisieren. Im Projekt wurde die Smartphone-App Scan4Chem entwickelt, mit der sich Verbraucher*innen über solche Stoffe informieren oder Erzeugnis-Lieferanten dazu anfragen können. Ende 2026 wird das AskREACH System samt App abgeschaltet.</p><p> <p>„Besonders besorgniserregende Stoffe“ – oder Substances of Very High Concern, SVHCs – sind beispielsweise krebserregend, hormonell wirksam oder solche, die als besonders kritisch für die Umwelt angesehen werden. Die europäische Chemikalienverordnung <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/reach">REACH</a> legt Informationspflichten für SVHCs fest (Art. 33). Ist ein SVHC in einem <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/erzeugnis">Erzeugnis</a> in einer Konzentration über 0,1 Massenprozent enthalten, muss diese Information von jedem Lieferanten (Hersteller, Importeur, Händler) an jeden kommerziellen Kunden in der Lieferkette weitergegeben werden. Der Begriff “Erzeugnis” bezeichnet dabei i.d.R. Gegenstände, z.B. Haushaltsgeräte, Textilien, Schuhe, Sportkleidung, Möbel, Heimwerkerprodukte, Elektronik &amp; elektronische Geräte, Spielzeug, Fahrzeuge, Verpackungen etc. Verbraucherinnen und Verbraucher müssen auf Anfrage ebenfalls informiert werden und sind damit in der Lage, bewusste Kaufentscheidungen zu treffen.</p> <p>Um das REACH-Verbraucherrecht in der europäischen Bevölkerung bekannter zu machen, startete das Umweltbundesamt (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a>) zusammen mit 19 Projektpartnern aus 13 EU-Mitgliedstaaten das EU LIFE Projekt AskREACH (siehe Auflistung unten). Die Projektziele waren:</p> <ul> <li>Sensibilisierung der Bevölkerung zu SVHCs in Erzeugnissen, damit bewusste Kaufentscheidungen getroffen werden können.</li> <li>Sensibilisierung von Erzeugnis-Lieferanten, damit sie ihre REACH Informationspflichten angemessen erfüllen.</li> <li>Verbesserung des Informationsflusses zu besonders besorgniserregenden Stoffen zwischen Verbraucher*innen und Lieferanten.</li> <li>Verbesserung der Kommunikationsprozesse in der Lieferkette mit dem Ziel, SVHCs in Erzeugnissen zu ersetzen.</li> </ul> <p>Mit der im AskREACH Projekt entwickelten Smartphone App (Scan4Chem) können Verbraucherinnen und Verbraucher die Barcodes von Erzeugnissen scannen. Sie erhalten dann entweder über die AskREACH Datenbank Informationen zu SVHCs in diesen Erzeugnissen oder sie können – falls noch keine Informationen in der Datenbank sind - entsprechende Anfragen an die Erzeugnis-Lieferanten verschicken. Letztere können ihnen die Informationen per E-Mail zukommen lassen oder sie in die AskREACH Datenbank eintragen, so dass spätere Anfragen direkt aus der Datenbank beantwortet werden können. Die Datenbank wird über eine Eingabemaske, das sogenannte Supplier Frontend, gefüllt.</p> <p>Einige Unternehmen konnten über das Projekt zusätzlich Unterstützung erhalten durch den Zugang zu einem IT-Tool, das die Kommunikation innerhalb der Lieferkette erleichtert.</p> <p>Alle Bürgerinnen und Bürger in den AskREACH Partnerländern können die App kostenlos aus den App Stores herunterladen. Die App ist an alle relevanten Sprachen adaptiert. Sollten die gewünschten Informationen über ein Erzeugnis in der Datenbank noch nicht vorhanden sein, wird automatisch eine Anfrage generiert und kann vom App-Nutzer an den Erzeugnis-Lieferanten gesendet werden.</p> <p>Seit Ende Oktober 2019 wurden die Apps der AskREACH Partnerländer sukzessive veröffentlicht. Mit Stand Mai 2024 waren in Europa in 21 Ländern Apps verfügbar: Belgien, Bulgarien, Dänemark (Tjek Kemien), Deutschland, Estland, Frankreich, Griechenland, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Österreich, Polen (Pytaj o chemię), Portugal, Schweden (Kemikalieappen), Serbien (auch in Bosnien-Herzegovina und Montenegro), Spanien, Tschechien, Ungarn. Ziel war, die App im gesamten europäischen Raum zu verbreiten.</p> <p>Im Rahmen des AskREACH Projektes wurden zwei Informations-Kampagnen durchgeführt. Diese Kampagnen wurden auch nach Projektende (31.08.2023) in gewissem Umfang fortgeführt. Sie dienten zur Sensibilisierung von Verbraucherinnen und Verbrauchern und von Erzeugnis-Lieferanten.&nbsp;</p> <p>Unternehmen profitieren auf mehreren Ebenen von der AskREACH Datenbank:</p> <ul> <li>Ein Antwortformular für die Beantwortung von Verbraucheranfragen erleichtert es Unternehmen, ihre REACH Auskunftspflicht schnell und effizient zu erfüllen.</li> <li>SVHC-Informationen können aber auch in einem Schritt für viele Erzeugnisse gleichzeitig in die Datenbank hochgeladen werden (Bulk Upload). Bei Bedarf können die Daten leicht aktualisiert werden.</li> <li>Für ganze Barcode-Bereiche kann deklariert werden, dass die entsprechenden Erzeugnisse keine SVHCs &gt; 0,1 Gewichts% enthalten.</li> <li>Sobald die REACH Kandidatenliste um neue Stoffe erweitert wird, erhalten Unternehmen eine Erinnerung zur Aktualisierung Ihrer Daten.</li> <li>Verbraucher haben direkten Zugang zu Produktinformationen, d.h. der Kundenservice muss sich nicht um jede Verbraucheranfrage einzeln kümmern. Das spart Zeit und Aufwand auf beiden Seiten. Kund*innen wollen SVHC-Informationen direkt nach dem Scannen am Point of Sale bekommen, damit sie ihre Kaufentscheidung treffen können.</li> </ul> <p>Während der Projekt-Laufzeit konnten Firmen ein IT-Tool zur Kommunikation innerhalb der Lieferkette testen, das es Unternehmen erleichtert, Informationen zu SVHCs und anderen Stoffen in ihren Erzeugnissen von ihren Zulieferern einzuholen und zu verwalten. Es handelte sich um ein existierendes Tool, das während des Projekt-Zeitraums von einigen Firmen getestet wurde. Das Tool wurde optimiert und steht nun kostenpflichtig zur Verfügung.</p> <p>Die AskREACH Projektpartner sind Behörden, wissenschaftliche Einrichtungen und Nichtregierungs-Organisationen aus dem Bereich Umwelt und Verbraucher:</p> <ul> <li>Dänemark: Danish Environmental Protection Agency (DKEPA), Danish Consumer Council (DCC)</li> <li>Deutschland: Umweltbundesamt (UBA), Baltic Environmental Forum Germany (BEF DE), Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Hochschule Darmstadt Sonderforschungsgruppe Institutionenanalyse (sofia)</li> <li>Frankreich: Institut National de l’Environnement Industriel et des Risques (INERIS)</li> <li>Griechenland: National Observatory of Athens (NOA)</li> <li>Kroatien: Friends of the Earth Croatia (ZelHR)</li> <li>Lettland: Baltic Environmental Forum Latvia (BEF LV)</li> <li>Luxemburg: Luxembourg Institute of Science and Technology (LIST)</li> <li>Österreich: Verein für Konsumenteninformation (VKI), GLOBAL 2000 Umweltschutzorganisation</li> <li>Polen: Buy Responsibility Foundation (FKO)</li> <li>Portugal: Association for the Sustainability of the Earth System (ZERO)</li> <li>Spanien: Ecologístas En Acción (EEA) (2019 ausgeschieden)</li> <li>Schweden: Swedish Chemicals Agency (KEMI), Swedish Consumers Association (SCA)</li> <li>Tschechien: Arnika – Toxics and Waste Programme</li> <li>Europa: European Environmental Bureau (EEB)</li> </ul> <p>In Belgien, Bulgarien, Estland, Litauen, Serbien, Ungarn und in Spanien wurde die App ebenfalls zur Verfügung gestellt und von Kampagnen begleitet:</p> <ul> <li>Belgien: Bond Beter Leefmilieu (BBL)</li> <li>Bulgarien: Za Zemiata</li> <li>Estland: Baltic Environmental Forum Estonia (BEF EE)</li> <li>Litauen: Baltic Environmental Forum Lithuania (BEF LT)</li> <li>Serbien(App auch verfügbar in Bosnien-Herzegovina und Montenegro): Safer Chemicals Alternative (ALHem)</li> <li>Spanien: Fundación Vida Sostenible (FVS)</li> <li>Ungarn: National Society of Conservationists - Friends of the Earth Hungary (MTVSZ)</li> </ul> <p>Das Projekt startete am 1. September 2017, wurde im Rahmen des EU LIFE Programms gefördert (Projektnummer LIFE16 GIE/DE/000738) und lief bis zum 31. August 2023. Die im Projekt entwickelten IT-Tools bleiben nach Projektende weiter erhalten und werden entsprechend betreut und beworben. Eine Webseite (nur auf Englisch) mit detaillierten Informationen zum Projekt, seinen Ergebnissen und Kontaktdaten ist verfügbar unter <a href="http://www.askreach.eu/">www.askreach.eu</a></p> <p>Mit Stand vom 10.08.2026 haben einige AskREACH Partner ihre Verträge mit dem Umweltbundesamt wieder gekündigt, so dass die App in Bulgarien, Estland, Polen, Schweden, Spanien und Tschechien mittlerweile nicht mehr zur Verfügung steht.</p> <p>Leider werden die AskREACH-Tools weder von Verbraucher*innen noch von Unternehmen in ausreichendem Maße genutzt, um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Kosten und Nutzen zu gewährleisten. Daher werden alle in AskREACH entwickelten IT-Tools (Smartphone-App, Web-App, Datenbank und das Supplier Frontend) zum Jahresende ihren Betrieb einstellen. Verbraucher*innen können bis zum 1. November 2026 über die Apps Anfragen zu SVHCs stellen, sodass Unternehmen ausreichend Zeit haben, bis zum Jahresende darauf zu antworten. Die Smartphone-App wird am 1. November 2026 aus den App-Stores entfernt.</p> <p>Wir möchten uns bei allen Nutzer*innen der Tools und all unseren Unterstützern für ihr Interesse und ihr Engagement bedanken. Bitte beachten Sie, dass die Verpflichtungen gemäß Artikel 33 der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/reach-verordnung">REACH-Verordnung</a> weiterhin gelten. Verbraucher*innen haben das Recht, Unternehmen nach besonders besorgniserregenden Stoffen zu fragen, und Unternehmen sind verpflichtet, darauf zu antworten. Die AskREACH-Projektpartner werden ihre Bemühungen fortsetzen, den Informationsaustausch über in Erzeugnissen enthaltene Chemikalien entlang der gesamten Wertschöpfungskette sowie die Verfügbarkeit dieser Informationen für Verbraucher*innen weiter zu fördern.</p> <p>Die auf dieser Seite dargelegten Informationen und Ansichten sind die der Autor*innen und spiegeln nicht unbedingt die offizielle Meinung der Europäischen Union und des LIFE AskREACH Projekts wider.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/362/bilder/asklifebrand-design.png"> </a> <strong> EU Life AskREACH </strong> Quelle: EU Life </p><p> </p><p>Informationen für...</p>

Onlineshopping: Tipps für den umweltbewussten Einkauf im Internet

<p> Nachhaltig online shoppen: Daran sollten Sie sich orientieren <ul> <li>Egal, wo Sie einkaufen: Bevorzugen Sie umweltfreundliche Produkte.</li> <li>Nehmen Sie sich Zeit für die Produktauswahl und vermeiden Sie so Retouren.</li> <li>Bestellen Sie – wenn möglich – Waren gebündelt und vermeiden Sie Spontankäufe von einzelnen Produkten.</li> <li>Lassen Sie ihr Paket nicht warten (nutzen Sie Pick-up-Points).</li> <li>Nutzen Sie – wenn möglich – Mehrwegverpackungen oder lassen Sie sich Produkte ohne zusätzliche Versandverpackungen senden.</li> </ul> <p>Diesen Umwelttipp gibt es auch in Leichter Sprache: <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/tipps-fuer-umwelt-freundliches-einkaufen-im">Tipps für Umwelt-freundliches Einkaufen im Internet</a></p> Gewusst wie <p>Einfach von der Couch zu Hause über den Laptop oder unterwegs mit dem Smartphone zu shoppen, ist für uns zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Das Überraschende dabei: Das Onlineshoppen kann unter bestimmten Umständen sogar emissionsärmer als der Einkauf im stationären Handel sein. Im konkreten Einzelfall lässt sich das allerdings nur selten genau beurteilen, welche Einkaufsvariante aus Umweltsicht die bessere wäre. In den folgenden Tipps erfahren Sie deshalb, wie Sie den Onlineeinkauf selbst umweltfreundlicher gestalten können.</p> <p><strong>Umweltfreundliche Produkte bevorzugen:</strong> Für den Onlinehandel gilt das Gleiche wie für den stationären Handel: Die meisten Umweltbelastungen eines Produktes entstehen bei der Herstellung und während der Nutzung, weniger jedoch beim Transport. Bevorzugen Sie deshalb auch beim Onlinekauf umweltfreundliche Produkte und achten Sie – unabhängig vom Einkaufsort – auf eine umweltschonende Nutzung.</p> <ul> <li>Informieren Sie sich vor dem Kauf, worauf bei einzelnen Produkten aus Umweltsicht besonders zu achten ist. In unseren <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag">UBA-Umwelttipps</a> finden Sie hierzu viele konkrete Hinweise.</li> <li>Achten Sie auf <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/96200">Umweltsiegel</a>.</li> <li>Nutzen Sie Onlineshops, die sich auf umweltfreundliche Produkte spezialisiert haben und z. B. nur zertifizierte nachhaltige Produkte anbieten.</li> <li>Nutzen Sie das reichhaltige Angebot von Online-Secondhandbörsen. Im Bereich Elektronik gibt es beispielsweise diverse Händler, die Refurbished-Geräte anbieten. Dabei handelt es sich um generalüberholte Gebrauchtware mit Garantie.</li> <li>Auch fürs <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/leihen-tauschen-teilen-0">Leihen, Tauschen, Teilen</a> und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/106291">Reparieren</a> bieten Onlineplattformen bequeme Lösungen an.</li> </ul> <p><strong>Retouren vermeiden durch bewusste Auswahl: </strong>Da im Onlinehandel die Ware nicht angefasst, ausprobiert und geprüft werden kann, kommt es häufig zu Rücksendungen. Die Retourenquoten sind besonders bei Kleidungsstücken und Schuhen sehr hoch. Dadurch werden das Transportaufkommen und zum Teil der Verpackungsverbrauch und der Ausschuss erhöht. Achten Sie deshalb bei Ihrem Einkauf im Internet darauf, sich vorab genau über das gewünschte Produkt zu informieren.</p> <ul> <li>Lesen Sie die Produktbeschreibungen und schauen Sie sich Fotos und Darstellungen der Produkte an.</li> <li>Wenn Sie Kleidung oder Schuhe bestellen, nutzen Sie Größentabellen. So vermeiden Sie Käufe von nicht passender Kleidung oder Schuhen. Vergleichen Sie z. B. die Größenangaben auch mit realen Produkten bei Ihnen zu Hause.</li> <li>Lesen Sie außerdem Bewertungen von anderen Kundinnen und Kunden. Diese geben oft gute Einschätzungen und Einsichten zu den Vor- und Nachteilen der Produkte.</li> <li>Kaufen Sie im Zweifelsfall lieber vor Ort. So vermeiden Sie Retouren und unterstützen den Einzelhandel in Ihrer Umgebung.</li> </ul> <p><strong>Gebündelt bestellen: </strong>Werden zwei Bücher in einem Paket geliefert, verursacht das natürlich weniger Transportaufwand, als wenn jedes Buch einzeln verschickt wird. Wann immer möglich, sollten Sie deshalb:</p> <ul> <li>Bestellungen bündeln,</li> <li>einzelne Spontankäufe vermeiden und</li> <li>möglichst nur bei einem Händler bestellen (wobei dies manchmal gar nicht so einfach zu erkennen ist, da insbesondere bei größeren Online-Portalen die Ware oft von verschiedenen Händlern angeboten und versendet wird).</li> </ul> <p>In der Regel führen die Versandkosten dazu, dass diese Tipps automatisch berücksichtigt werden. Bei neuen Büchern oder bei Versandhändlern, die grundsätzlich versandkostenfrei liefern, ist die Verlockung zu Einzelbestellungen hingegen groß. Eine weitere Möglichkeit zur Bündelung von Bestellungen ist es, im Freundeskreis, mit Nachbar*innen oder im Kollegium gemeinsam zu bestellen.</p> <p><strong>ACHTUNG</strong>: Lassen Sie sich nicht durch Schwellenwerte für die versandkostenfreie Lieferung zu zusätzlichen, nicht wirklich benötigten Bestellungen verleiten.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/376/bilder/230307_onlinehandel_verbraucher_16-9.png"> </a> <strong> So können Verbraucher*innen beim Online-Shoppen CO₂ sparen </strong> Quelle: Umweltbundesamt <p><strong>Lassen Sie ihr Paket nicht warten: </strong>Für die Transportemissionen eines Pakets ist überraschenderweise weniger der gesamte Transportweg als vor allem die sogenannte "letzte Meile" entscheidend, also der Transport der Pakete vom letzten Paketzentrum bis zu Ihnen nach Hause. Besonders ungünstig ist es hier, wenn Zustellversuche erfolglos sind und diese "letzte Meile" deshalb wiederholt werden muss. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie das Paket beim ersten Zustellversuch erreicht:</p> <ul> <li>Lassen Sie Ihre Pakete in sogenannte Pick-up-Points, wie Paketstationen oder Paketshops in Ihrer Nähe liefern. Diese Einstellung können Sie bei vielen Anbietern auch dauerhaft speichern. So werden Emissionen eingespart, da die Lieferdienste weniger Stationen anfahren müssen. Sie sollten die alternativen Zustellorte gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichen können, auch einige ÖPNV – Haltestellen haben mittlerweile Paketstationen integriert. Häufig finden sich auch an Supermärkten solche Stationen, sodass es mit dem Einkauf verbunden werden kann. Eine Extra-Fahrt mit dem Pkw würde der Umwelt mehr schaden als eine Zustellung durch die Paket-Dienstleister.</li> <li>Ermöglichen Sie dem Zustelldienst das Ablegen der Ware oder die Zustellung bei Nachbarn für den Fall, dass Sie nicht zu Hause sind. Das lässt sich bei vielen Anbietern auch kurzfristig online anpassen. Für eine effiziente Zustellung ist allerdings Planungssicherheit von Vorteil.</li> </ul> <p><strong>Mehrwegverpackungen nutzen: </strong>Einige Onlineshops bieten an, ihre Ware in Mehrwegversandverpackungen oder in der Originalverpackung ohne Extra-Versandverpackung zu senden. Nutzen Sie diese Möglichkeiten. Sie verringern dadurch den durch Versandverpackungen entstehenden Abfall und schonen Ressourcen. Verwenden Sie gegebenenfalls Kartons und Verpackungsmaterialien wieder.</p> <p><strong>Was Sie noch tun können:</strong></p> <ul> <li><strong>Online umweltfreundliche Produkte finden: </strong>In vielen Produktbereichen ist das Angebot an umweltfreundlichen Produktalternativen vor Ort nicht immer (in ausreichender Vielfalt) vorhanden. Nutzen Sie in diesem Fall das vielfältige Onlineangebot, um umweltfreundlichere Produkte zu finden.</li> <li><strong>Expresslieferungen vermeiden: </strong>Expresslieferungen haben in der Regel nicht nur deutlich höhere Versandkosten, sondern führen auch zu höheren Transportemissionen, da Fahrten nicht optimal geplant werden. Bestellen Sie deshalb rechtzeitig im Voraus und nutzen Sie möglichst den Standardversand.</li> <li><strong>Reparatur vor Neukauf:</strong> Einige Onlineshops bieten zu ihrer Ware bereits Reparaturanleitungen an oder kooperieren mit Dienstleistern, die die Reparaturen übernehmen.</li> <li><strong>Auf die Versandadresse achten:</strong> Deutschsprachige Internetseite, aber die Lieferung aus den USA oder China? Das Internet macht es auch bei Produkten möglich, bei denen man es auf den ersten Blick nicht vermutet. Achten Sie deshalb möglichst darauf, dass die Lieferung nicht aus Übersee erfolgt. Prüfen Sie hierzu die Versandadresse, um so unnötige Ferntransporte – möglicherweise sogar mit dem Flugzeug – zu vermeiden.</li> <li><strong>Seien Sie kritisch gegenüber Werbung: </strong>Viele Internetseiten finanzieren sich durch Werbung. Umso wichtiger ist es, sich immer wieder zu fragen: "Brauche ich das Produkt wirklich?" Nehmen Sie sich Zeit, um über die Notwendigkeit und den Nutzen eines neuen Produktes zu entscheiden. So sparen Sie Geld und schonen die Umwelt.</li> </ul> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/5324/bilder/uba_onlineshopping_infografik.jpg"> </a> <strong> Die wichtigsten Tipps für umweltbewusstes Onlineshopping </strong> Quelle: Umweltbundesamt Hintergrund <p><strong>Umweltsituation: </strong>Umweltbelastungen spezifisch durch den Onlinehandel betreffen in erster Linie den Lieferverkehr und das Verpackungsaufkommen. Besonders in Ballungsräumen können erhöhte <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/verkehrsaufkommen">Verkehrsaufkommen</a> durch KEP-Dienstleister (Kurier-Express-Paket-Dienst) das Wohlbefinden von Menschen beeinträchtigen, durch Emissionen die Umwelt belasten und die Infrastruktur beanspruchen. Nahezu jedes vierte Packet wird zudem zurückgesendet1. Wird Ware retourniert, ist der Transport doppelt so aufwendig,&nbsp;zudem kommt es vor,<strong> dass retournierte Ware entsorgt wird</strong>. Das ist ein Umweltproblem, da die meisten Umweltbelastungen während der Herstellung der Produkte anfallen, eine lange Nutzungsdauer wäre daher wichtig.</p> <p>Es gibt aber auch gute Nachrichten: Die Nutzung von Nachfülloptionen, der Kauf von nachhaltigeren Produkten und die Nutzung von Secondhand-Angeboten nimmt weiter zu. Bücher, Bekleidung und Elektronik sind online die beliebtesten Secondhand-Produkte. 2024 sagten laut Bitkom bereits mehr als zwei Drittel (69%) der befragten Online-Käufer*innen, sie würden Einzelbestellungen bündeln, um die Umwelt zu schonen2.</p> <p><strong>Gesetzeslage:</strong> Das Recht auf Widerruf ist im Bürgerlichen Gesetzbuch geregelt und gilt bei fast allen online bestellten Waren. Demnach haben Sie grundsätzlich 14 Tage Zeit für den Widerruf. Innerhalb dieser Frist können die Käufer*innen die Ware ohne Angabe von Gründen zurücksenden, müssen aber den Widerruf der Bestellung <strong>in Textform (z. B. per E-Mail, Online-Formular oder Brief)</strong> erklären. Viele Online-Marktplätze oder Shops bieten dafür Retourenscheine oder Formulare im Kundenportal an oder legen sie bereits der Sendung bei. Der Kaufpreis wird erstattet, die Kosten für die Retouren können aber den Käufer*innen auferlegt werden.&nbsp;</p> <p>Um diesen Widerrufsprozess noch unkomplizierter zu machen, hat der deutsche Gesetzgeber im Februar 2026 das <strong>„</strong><a href="https://www.recht.bund.de/bgbl/1/2026/28/VO">Gesetz zur Änderung des Verbrauchervertrags- und des Versicherungsvertragsrechts sowie zur Änderung des Behandlungsvertragsrechts“</a> beschlossen. Seit Mitte Juni 2026 ist damit ein <strong>gesetzlicher Widerrufsbutton</strong> für Online-Händler Pflicht: Verträge müssen nun im Netz genauso einfach per Klick widerrufen werden können, wie sie abgeschlossen wurden.</p> <p>Doch die Stärkung der Verbraucherrechte im Internet endet nicht beim vereinfachten Widerruf oder beim Kampf gegen die Vernichtung von Neuware, wofür bereits im Oktober 2020 das Kreislaufwirtschaftsgesetz novelliert wurde. Verbraucher*innen sollen auch schon vor und während des Kaufs besser gegen bestimmte unerlaubte Werbe-, Marketing- oder Geschäftspraktiken geschützt werden.</p> <p>Irreführende und aggressive geschäftliche Handlungen – wie falsche Angaben zur Dauer von Rabattaktionen, künstliche Verknappungen von Lieferbeständen oder intransparente Nachhaltigkeitssiegel – wurden deshalb in neuen EU-Richtlinien (wie der Empowering Consumers Directive) ins Visier genommen. Deutschland hat diese Vorgaben zeitgleich im Februar 2026 mit dem „<a href="https://www.recht.bund.de/bgbl/1/2026/43/VO.html">Dritten Gesetz zur Änderung des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG)</a>“ in nationales Recht umgesetzt. Damit wird sichergestellt, dass Verbraucher*innen im Netz nicht nur einfacher von Verträgen zurücktreten können, sondern vor allem seltener durch manipulative Designs (Dark Patterns) oder Greenwashing getäuscht werden.</p> <p><strong>Marktbeobachtung:</strong>&nbsp;Der Umsatz im Onlinehandel wächst seit 2000 kontinuierlich. Insbesondere während der Corona-Pandemie gab es sprunghafte Anstiege, zwar mit leichten Rückgängen 2022 doch seit 2023 ist der Umsatz immer weiter gestiegen 3. Um den Onlinehandel weniger umweltschädlich zu gestalten, gibt es bereits Ideen für umweltfreundliche Zustellmöglichkeiten. Paketstationen sind beispielsweise in den letzten Jahren immer beliebter geworden. Zurzeit (Stand August 2026) betreibt DHL bundesweit 18.500 Packstationen4. Manche Online-Plattformen betreiben bereits eigene Abhol-Stationen. Der Anteil elektrisch angetriebener Lieferfahrzeuge wird voraussichtlich weiter steigen. Auch Micro Hubs (kleine Zwischenlager), Lastenräder und Ähnliches sollen vermehrt eingesetzt werden. Einige Online-Shops setzen bereits Mehrweg-Versandverpackungen ein, die Zustellung ohne Versandverpackung ist eine Standard-Option bei vielen Onlinehändlern.&nbsp;</p> <p>Gleichzeitig steigen aber auch Umsätze von großen Billig-Online-Marktplätzen mit teilweise problematischen Produkten, langen Lieferwegen und aggressiven Werbepraktiken. Shops in sozialen Medien regen vor allem jüngere Menschen zum Konsum an 3.</p> <p><strong>Quellen:</strong></p> <p>1 <a href="https://www.retourenforschung.de/info-neuer-rekord---2025-voraussichtlich-550-millionen-retourenpakete-in-deutschland.html">Retorenforschung.de</a>, Dr. Björn Asdecker (2025): Neuer Rekord - 2025 voraussichtlich 550 Millionen Retourenpakete in Deutschland, zuletzt abgerufen 30.06.2026</p> <p>2&nbsp;<a href="https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Online-Bestellung-Umweltschutz">Bitkom e.V.</a>, Presseinformation vom 15. April 2025: Retouren: Zwei Drittel achten bei Online-Bestellung auf den Umweltschutz,&nbsp;zuletzt abgerufen am 30.06.2026</p> <p>3 <a href="https://einzelhandel.de/images/presse/Pressekonferenz/2026/onlinemonitor26/Online_Monitor_2026.pdf">Handelsverband Deutschland (2026)</a>: HDE Online-Monitor 2026; downloadbar unter, zuletzt abgerufen am 30.06.2026</p> <p>4&nbsp;<a href="https://www.dhl.de/de/privatkunden/pakete-empfangen/an-einem-abholort-empfangen/packstation.html"><strong>DHL Packstation</strong></a>, zuletzt abgerufen 10.08.2026</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/376/bilder/230315_onlinehandel_vergleich_16-9.png"> </a> <strong> So könnten die Treibhausgas-Emissionen eines Onlinekaufs gesenkt werden </strong> Quelle: Umweltbundesamt </p><p> Nachhaltig online shoppen: Daran sollten Sie sich orientieren <ul> <li>Egal, wo Sie einkaufen: Bevorzugen Sie umweltfreundliche Produkte.</li> <li>Nehmen Sie sich Zeit für die Produktauswahl und vermeiden Sie so Retouren.</li> <li>Bestellen Sie – wenn möglich – Waren gebündelt und vermeiden Sie Spontankäufe von einzelnen Produkten.</li> <li>Lassen Sie ihr Paket nicht warten (nutzen Sie Pick-up-Points).</li> <li>Nutzen Sie – wenn möglich – Mehrwegverpackungen oder lassen Sie sich Produkte ohne zusätzliche Versandverpackungen senden.</li> </ul> <p>Diesen Umwelttipp gibt es auch in Leichter Sprache: <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/tipps-fuer-umwelt-freundliches-einkaufen-im">Tipps für Umwelt-freundliches Einkaufen im Internet</a></p> </p><p> Gewusst wie <p>Einfach von der Couch zu Hause über den Laptop oder unterwegs mit dem Smartphone zu shoppen, ist für uns zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Das Überraschende dabei: Das Onlineshoppen kann unter bestimmten Umständen sogar emissionsärmer als der Einkauf im stationären Handel sein. Im konkreten Einzelfall lässt sich das allerdings nur selten genau beurteilen, welche Einkaufsvariante aus Umweltsicht die bessere wäre. In den folgenden Tipps erfahren Sie deshalb, wie Sie den Onlineeinkauf selbst umweltfreundlicher gestalten können.</p> <p><strong>Umweltfreundliche Produkte bevorzugen:</strong> Für den Onlinehandel gilt das Gleiche wie für den stationären Handel: Die meisten Umweltbelastungen eines Produktes entstehen bei der Herstellung und während der Nutzung, weniger jedoch beim Transport. Bevorzugen Sie deshalb auch beim Onlinekauf umweltfreundliche Produkte und achten Sie – unabhängig vom Einkaufsort – auf eine umweltschonende Nutzung.</p> <ul> <li>Informieren Sie sich vor dem Kauf, worauf bei einzelnen Produkten aus Umweltsicht besonders zu achten ist. In unseren <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag">UBA-Umwelttipps</a> finden Sie hierzu viele konkrete Hinweise.</li> <li>Achten Sie auf <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/96200">Umweltsiegel</a>.</li> <li>Nutzen Sie Onlineshops, die sich auf umweltfreundliche Produkte spezialisiert haben und z. B. nur zertifizierte nachhaltige Produkte anbieten.</li> <li>Nutzen Sie das reichhaltige Angebot von Online-Secondhandbörsen. Im Bereich Elektronik gibt es beispielsweise diverse Händler, die Refurbished-Geräte anbieten. Dabei handelt es sich um generalüberholte Gebrauchtware mit Garantie.</li> <li>Auch fürs <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/leihen-tauschen-teilen-0">Leihen, Tauschen, Teilen</a> und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/106291">Reparieren</a> bieten Onlineplattformen bequeme Lösungen an.</li> </ul> <p><strong>Retouren vermeiden durch bewusste Auswahl: </strong>Da im Onlinehandel die Ware nicht angefasst, ausprobiert und geprüft werden kann, kommt es häufig zu Rücksendungen. Die Retourenquoten sind besonders bei Kleidungsstücken und Schuhen sehr hoch. Dadurch werden das Transportaufkommen und zum Teil der Verpackungsverbrauch und der Ausschuss erhöht. Achten Sie deshalb bei Ihrem Einkauf im Internet darauf, sich vorab genau über das gewünschte Produkt zu informieren.</p> <ul> <li>Lesen Sie die Produktbeschreibungen und schauen Sie sich Fotos und Darstellungen der Produkte an.</li> <li>Wenn Sie Kleidung oder Schuhe bestellen, nutzen Sie Größentabellen. So vermeiden Sie Käufe von nicht passender Kleidung oder Schuhen. Vergleichen Sie z. B. die Größenangaben auch mit realen Produkten bei Ihnen zu Hause.</li> <li>Lesen Sie außerdem Bewertungen von anderen Kundinnen und Kunden. Diese geben oft gute Einschätzungen und Einsichten zu den Vor- und Nachteilen der Produkte.</li> <li>Kaufen Sie im Zweifelsfall lieber vor Ort. So vermeiden Sie Retouren und unterstützen den Einzelhandel in Ihrer Umgebung.</li> </ul> <p><strong>Gebündelt bestellen: </strong>Werden zwei Bücher in einem Paket geliefert, verursacht das natürlich weniger Transportaufwand, als wenn jedes Buch einzeln verschickt wird. Wann immer möglich, sollten Sie deshalb:</p> <ul> <li>Bestellungen bündeln,</li> <li>einzelne Spontankäufe vermeiden und</li> <li>möglichst nur bei einem Händler bestellen (wobei dies manchmal gar nicht so einfach zu erkennen ist, da insbesondere bei größeren Online-Portalen die Ware oft von verschiedenen Händlern angeboten und versendet wird).</li> </ul> <p>In der Regel führen die Versandkosten dazu, dass diese Tipps automatisch berücksichtigt werden. Bei neuen Büchern oder bei Versandhändlern, die grundsätzlich versandkostenfrei liefern, ist die Verlockung zu Einzelbestellungen hingegen groß. Eine weitere Möglichkeit zur Bündelung von Bestellungen ist es, im Freundeskreis, mit Nachbar*innen oder im Kollegium gemeinsam zu bestellen.</p> <p><strong>ACHTUNG</strong>: Lassen Sie sich nicht durch Schwellenwerte für die versandkostenfreie Lieferung zu zusätzlichen, nicht wirklich benötigten Bestellungen verleiten.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/376/bilder/230307_onlinehandel_verbraucher_16-9.png"> </a> <strong> So können Verbraucher*innen beim Online-Shoppen CO₂ sparen </strong> Quelle: Umweltbundesamt </p><p> <p><strong>Lassen Sie ihr Paket nicht warten: </strong>Für die Transportemissionen eines Pakets ist überraschenderweise weniger der gesamte Transportweg als vor allem die sogenannte "letzte Meile" entscheidend, also der Transport der Pakete vom letzten Paketzentrum bis zu Ihnen nach Hause. Besonders ungünstig ist es hier, wenn Zustellversuche erfolglos sind und diese "letzte Meile" deshalb wiederholt werden muss. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie das Paket beim ersten Zustellversuch erreicht:</p> <ul> <li>Lassen Sie Ihre Pakete in sogenannte Pick-up-Points, wie Paketstationen oder Paketshops in Ihrer Nähe liefern. Diese Einstellung können Sie bei vielen Anbietern auch dauerhaft speichern. So werden Emissionen eingespart, da die Lieferdienste weniger Stationen anfahren müssen. Sie sollten die alternativen Zustellorte gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichen können, auch einige ÖPNV – Haltestellen haben mittlerweile Paketstationen integriert. Häufig finden sich auch an Supermärkten solche Stationen, sodass es mit dem Einkauf verbunden werden kann. Eine Extra-Fahrt mit dem Pkw würde der Umwelt mehr schaden als eine Zustellung durch die Paket-Dienstleister.</li> <li>Ermöglichen Sie dem Zustelldienst das Ablegen der Ware oder die Zustellung bei Nachbarn für den Fall, dass Sie nicht zu Hause sind. Das lässt sich bei vielen Anbietern auch kurzfristig online anpassen. Für eine effiziente Zustellung ist allerdings Planungssicherheit von Vorteil.</li> </ul> <p><strong>Mehrwegverpackungen nutzen: </strong>Einige Onlineshops bieten an, ihre Ware in Mehrwegversandverpackungen oder in der Originalverpackung ohne Extra-Versandverpackung zu senden. Nutzen Sie diese Möglichkeiten. Sie verringern dadurch den durch Versandverpackungen entstehenden Abfall und schonen Ressourcen. Verwenden Sie gegebenenfalls Kartons und Verpackungsmaterialien wieder.</p> <p><strong>Was Sie noch tun können:</strong></p> <ul> <li><strong>Online umweltfreundliche Produkte finden: </strong>In vielen Produktbereichen ist das Angebot an umweltfreundlichen Produktalternativen vor Ort nicht immer (in ausreichender Vielfalt) vorhanden. Nutzen Sie in diesem Fall das vielfältige Onlineangebot, um umweltfreundlichere Produkte zu finden.</li> <li><strong>Expresslieferungen vermeiden: </strong>Expresslieferungen haben in der Regel nicht nur deutlich höhere Versandkosten, sondern führen auch zu höheren Transportemissionen, da Fahrten nicht optimal geplant werden. Bestellen Sie deshalb rechtzeitig im Voraus und nutzen Sie möglichst den Standardversand.</li> <li><strong>Reparatur vor Neukauf:</strong> Einige Onlineshops bieten zu ihrer Ware bereits Reparaturanleitungen an oder kooperieren mit Dienstleistern, die die Reparaturen übernehmen.</li> <li><strong>Auf die Versandadresse achten:</strong> Deutschsprachige Internetseite, aber die Lieferung aus den USA oder China? Das Internet macht es auch bei Produkten möglich, bei denen man es auf den ersten Blick nicht vermutet. Achten Sie deshalb möglichst darauf, dass die Lieferung nicht aus Übersee erfolgt. Prüfen Sie hierzu die Versandadresse, um so unnötige Ferntransporte – möglicherweise sogar mit dem Flugzeug – zu vermeiden.</li> <li><strong>Seien Sie kritisch gegenüber Werbung: </strong>Viele Internetseiten finanzieren sich durch Werbung. Umso wichtiger ist es, sich immer wieder zu fragen: "Brauche ich das Produkt wirklich?" Nehmen Sie sich Zeit, um über die Notwendigkeit und den Nutzen eines neuen Produktes zu entscheiden. So sparen Sie Geld und schonen die Umwelt.</li> </ul> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/5324/bilder/uba_onlineshopping_infografik.jpg"> </a> <strong> Die wichtigsten Tipps für umweltbewusstes Onlineshopping </strong> Quelle: Umweltbundesamt </p><p> Hintergrund <p><strong>Umweltsituation: </strong>Umweltbelastungen spezifisch durch den Onlinehandel betreffen in erster Linie den Lieferverkehr und das Verpackungsaufkommen. Besonders in Ballungsräumen können erhöhte <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/verkehrsaufkommen">Verkehrsaufkommen</a> durch KEP-Dienstleister (Kurier-Express-Paket-Dienst) das Wohlbefinden von Menschen beeinträchtigen, durch Emissionen die Umwelt belasten und die Infrastruktur beanspruchen. Nahezu jedes vierte Packet wird zudem zurückgesendet1. Wird Ware retourniert, ist der Transport doppelt so aufwendig,&nbsp;zudem kommt es vor,<strong> dass retournierte Ware entsorgt wird</strong>. Das ist ein Umweltproblem, da die meisten Umweltbelastungen während der Herstellung der Produkte anfallen, eine lange Nutzungsdauer wäre daher wichtig.</p> <p>Es gibt aber auch gute Nachrichten: Die Nutzung von Nachfülloptionen, der Kauf von nachhaltigeren Produkten und die Nutzung von Secondhand-Angeboten nimmt weiter zu. Bücher, Bekleidung und Elektronik sind online die beliebtesten Secondhand-Produkte. 2024 sagten laut Bitkom bereits mehr als zwei Drittel (69%) der befragten Online-Käufer*innen, sie würden Einzelbestellungen bündeln, um die Umwelt zu schonen2.</p> <p><strong>Gesetzeslage:</strong> Das Recht auf Widerruf ist im Bürgerlichen Gesetzbuch geregelt und gilt bei fast allen online bestellten Waren. Demnach haben Sie grundsätzlich 14 Tage Zeit für den Widerruf. Innerhalb dieser Frist können die Käufer*innen die Ware ohne Angabe von Gründen zurücksenden, müssen aber den Widerruf der Bestellung <strong>in Textform (z. B. per E-Mail, Online-Formular oder Brief)</strong> erklären. Viele Online-Marktplätze oder Shops bieten dafür Retourenscheine oder Formulare im Kundenportal an oder legen sie bereits der Sendung bei. Der Kaufpreis wird erstattet, die Kosten für die Retouren können aber den Käufer*innen auferlegt werden.&nbsp;</p> <p>Um diesen Widerrufsprozess noch unkomplizierter zu machen, hat der deutsche Gesetzgeber im Februar 2026 das <strong>„</strong><a href="https://www.recht.bund.de/bgbl/1/2026/28/VO">Gesetz zur Änderung des Verbrauchervertrags- und des Versicherungsvertragsrechts sowie zur Änderung des Behandlungsvertragsrechts“</a> beschlossen. Seit Mitte Juni 2026 ist damit ein <strong>gesetzlicher Widerrufsbutton</strong> für Online-Händler Pflicht: Verträge müssen nun im Netz genauso einfach per Klick widerrufen werden können, wie sie abgeschlossen wurden.</p> <p>Doch die Stärkung der Verbraucherrechte im Internet endet nicht beim vereinfachten Widerruf oder beim Kampf gegen die Vernichtung von Neuware, wofür bereits im Oktober 2020 das Kreislaufwirtschaftsgesetz novelliert wurde. Verbraucher*innen sollen auch schon vor und während des Kaufs besser gegen bestimmte unerlaubte Werbe-, Marketing- oder Geschäftspraktiken geschützt werden.</p> <p>Irreführende und aggressive geschäftliche Handlungen – wie falsche Angaben zur Dauer von Rabattaktionen, künstliche Verknappungen von Lieferbeständen oder intransparente Nachhaltigkeitssiegel – wurden deshalb in neuen EU-Richtlinien (wie der Empowering Consumers Directive) ins Visier genommen. Deutschland hat diese Vorgaben zeitgleich im Februar 2026 mit dem „<a href="https://www.recht.bund.de/bgbl/1/2026/43/VO.html">Dritten Gesetz zur Änderung des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG)</a>“ in nationales Recht umgesetzt. Damit wird sichergestellt, dass Verbraucher*innen im Netz nicht nur einfacher von Verträgen zurücktreten können, sondern vor allem seltener durch manipulative Designs (Dark Patterns) oder Greenwashing getäuscht werden.</p> <p><strong>Marktbeobachtung:</strong>&nbsp;Der Umsatz im Onlinehandel wächst seit 2000 kontinuierlich. Insbesondere während der Corona-Pandemie gab es sprunghafte Anstiege, zwar mit leichten Rückgängen 2022 doch seit 2023 ist der Umsatz immer weiter gestiegen 3. Um den Onlinehandel weniger umweltschädlich zu gestalten, gibt es bereits Ideen für umweltfreundliche Zustellmöglichkeiten. Paketstationen sind beispielsweise in den letzten Jahren immer beliebter geworden. Zurzeit (Stand August 2026) betreibt DHL bundesweit 18.500 Packstationen4. Manche Online-Plattformen betreiben bereits eigene Abhol-Stationen. Der Anteil elektrisch angetriebener Lieferfahrzeuge wird voraussichtlich weiter steigen. Auch Micro Hubs (kleine Zwischenlager), Lastenräder und Ähnliches sollen vermehrt eingesetzt werden. Einige Online-Shops setzen bereits Mehrweg-Versandverpackungen ein, die Zustellung ohne Versandverpackung ist eine Standard-Option bei vielen Onlinehändlern.&nbsp;</p> <p>Gleichzeitig steigen aber auch Umsätze von großen Billig-Online-Marktplätzen mit teilweise problematischen Produkten, langen Lieferwegen und aggressiven Werbepraktiken. Shops in sozialen Medien regen vor allem jüngere Menschen zum Konsum an 3.</p> <p><strong>Quellen:</strong></p> <p>1 <a href="https://www.retourenforschung.de/info-neuer-rekord---2025-voraussichtlich-550-millionen-retourenpakete-in-deutschland.html">Retorenforschung.de</a>, Dr. Björn Asdecker (2025): Neuer Rekord - 2025 voraussichtlich 550 Millionen Retourenpakete in Deutschland, zuletzt abgerufen 30.06.2026</p> <p>2&nbsp;<a href="https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Online-Bestellung-Umweltschutz">Bitkom e.V.</a>, Presseinformation vom 15. April 2025: Retouren: Zwei Drittel achten bei Online-Bestellung auf den Umweltschutz,&nbsp;zuletzt abgerufen am 30.06.2026</p> <p>3 <a href="https://einzelhandel.de/images/presse/Pressekonferenz/2026/onlinemonitor26/Online_Monitor_2026.pdf">Handelsverband Deutschland (2026)</a>: HDE Online-Monitor 2026; downloadbar unter, zuletzt abgerufen am 30.06.2026</p> <p>4&nbsp;<a href="https://www.dhl.de/de/privatkunden/pakete-empfangen/an-einem-abholort-empfangen/packstation.html"><strong>DHL Packstation</strong></a>, zuletzt abgerufen 10.08.2026</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/376/bilder/230315_onlinehandel_vergleich_16-9.png"> </a> <strong> So könnten die Treibhausgas-Emissionen eines Onlinekaufs gesenkt werden </strong> Quelle: Umweltbundesamt </p><p>Informationen für...</p>

Wo lagern wir alte Elektro-Geräte?

<p> So entsorgen Sie Elektro-Geräte richtig: <p>Alte Elektro-Geräte dürfen nicht in den Haus-Müll.</p> <p>Denn:</p> <p>Sie enthalten wichtige Stoffe.</p> <p>Diese Stoffe können wir noch mal benutzen.</p> <p>Das ist gut für die Umwelt.</p> <p>Umwelt ist alles um uns herum.&nbsp;</p> <p>Zum Beispiel Pflanzen, Tiere und Menschen, Luft, Wasser und die Erde.</p> <p>Das spart Roh-Stoffe.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Sie haben alte Geräte?</p> <p>Dann bringen Sie sie zum <strong>Wert-<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/stoff">Stoff</a>-Hof</strong>.</p> <p>Dort können Sie die Geräte kostenlos abgeben.</p> <p>Oder geben Sie sie im <strong>Geschäft </strong>zurück.</p> <p>Auch das ist kostenlos.</p> <p><strong>Manche Städte holen die Geräte auch ab.</strong></p> <p>Oder haben <strong>Sammel-Stellen</strong> für alte Geräte.</p> <p>Sie kaufen ein neues Gerät?</p> <p>Dann geben Sie das alte Gerät zurück.</p> <p>Zum Beispiel wenn Sie einen neuen Kühl-Schrank kaufen.</p> <p>Das geht auch beim Kauf im Internet.</p> <p>Sie können im Geschäft fragen.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Bevor Sie die Geräte zurückgeben:</p> <p>Entfernen Sie Batterien und Akkus aus den Geräten.</p> <p>Geben Sie sie extra ab.</p> <p>Zum Beispiel in Sammel-Stellen im Geschäft.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Noch ein Tipp:</p> <p>Verkaufen oder verschenken Sie heile Geräte.</p> <p>Vielleicht kann jemand das Gerät noch nutzen.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Kaputtes Gerät?</p> <p>Fragen Sie: Kann man es reparieren?</p> <p>Oft geht das.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Alle Elektro-Geräte enthalten wertvolle Stoffe.</p> <p>Zum Beispiel Gold oder Kupfer.</p> <p>Diese Stoffe kann man noch mal verwenden.</p> <p>Das schützt die Umwelt.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Elektro-Geräte gehören nie in den Haus-Müll.</p> <p>Das steht im Gesetz.</p> <p>Denn:</p> <p>Batterien im Müll können Brände verursachen.</p> <p>Das ist gefährlich für Menschen und Umwelt.</p> <p>&nbsp;</p> <strong>Wo können Sie Geräte abgeben?</strong> <p><strong>Stellen von der Gemeinde:</strong></p> <ul> <li>Wert-Stoff-Hof</li> <li>Schad-Stoff-Mobil</li> <li>Sammel-Stellen</li> <li>Abholung zu Hause (manchmal mit Anmeldung)</li> </ul> <p>Infos gibt es bei Ihrer Stadt oder Gemeinde.</p> <p>&nbsp;</p> <p><strong>Im Geschäft:</strong></p> <p>Alle Geschäfte müssen alte Geräte annehmen.</p> <p>Ein Kauf-Beleg ist nicht nötig.</p> <p>Auch kleine Geschäfte nehmen oft Geräte zurück.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Kleine Geräte (unter 25 Zentimeter):</p> <p>Zum Beispiel Fern-Bedienung oder Toaster.</p> <p>Die können Sie oft einfach abgeben – ohne etwas Neues zu kaufen.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Große Geräte (über 25 cm):</p> <p>Zum Beispiel Fern-Seher oder Wasch-Maschine.</p> <p>Diese können Sie kostenlos abgeben, wenn Sie etwas Neues kaufen.</p> <p>Manchmal geht das auch ohne etwas Neues zu kaufen – fragen Sie nach.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Auch Geschäfte im Internet müssen alte Geräte zurücknehmen.</p> <p>Zum Beispiel mit kostenlosem Rücksende-Aufkleber.</p> <p>Oder durch Abholung.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Haben Sie ein neues Gerät bestellt?</p> <p>Dann kann das alte Gerät mitgenommen werden.</p> <p>Das Geschäft muss Sie vorher fragen.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Achtung:</p> <p>Geben Sie Ihre Geräte nicht an Schrott-Sammler.</p> <p>Diese entsorgen die Geräte oft falsch.</p> <p>Das schadet der Umwelt.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Vor der Rückgabe:</p> <p>Nehmen Sie Sie Batterien, Akkus und Lampen aus den Geräten.</p> <ul> <li>Geben Sie diese extra zurück.</li> <li>So gibt es keine Brände oder giftige Stoffe.</li> </ul> <p>&nbsp;</p> <p>Auf Handys und Laptops sind oft Ihre Daten.</p> <p>Daten sind Informationen über eine Person oder über eine Firma oder über eine Sache.</p> <p>Namen und Telefon-Nummern sind zum Beispiel Daten.</p> <p>Löschen Sie die Daten vorher.</p> <p>Das müssen Sie selber machen.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Es gibt viele versteckte Elektro-Teile:</p> <p>Zum Beispiel:</p> <ul> <li>Sessel mit Licht:</li> <li>Schuhe mit Licht</li> <li>Spielzeuge mit Sprache</li> <li>E-Zigaretten</li> <li>Rauch-Melder</li> <li>E-Roller</li> </ul> <p>Diese Geräte haben oft Batterien, Kabel oder Stecker.</p> <p>Auch sie müssen richtig entsorgt werden.</p> <p>Auf den Elektro-Teilen ist ein Bild.&nbsp;</p> <p>Das Bild ist eine durchgestrichene Müll-Tonne.</p> <p>&nbsp;</p> <strong>Was können Sie noch tun?</strong> <p>Läuft das Gerät noch?</p> <p>Dann:</p> <ul> <li>Verkaufen Sie es.</li> <li>Verschenken Sie es.</li> <li>Bringen Sie es auf den Floh-Markt.</li> </ul> <p>Das ist gut für die Umwelt.</p> <p>Denn das Gerät wird weiter genutzt.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Ist das Gerät kaputt?</p> <p>Dann prüfen Sie: Kann man es reparieren?</p> <p>Oft ist das günstiger als ein neues Gerät.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Sie müssen nicht immer ein Elektro-Gerät kaufen.</p> <p>Es gibt auch Geräte ohne Strom.</p> <p>Zum Beispiel Pfeffer-Mühlen.</p> <p>Oder normale Schuhe ohne Licht.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Solche Geräte halten oft länger.</p> <p>Sie sind günstiger.</p> <p>Und besser für die Umwelt.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Kaufen Sie Geräte, die lange halten.</p> <p>Und die man gut reparieren kann.</p> <p>Achten Sie auf Akkus zum Tauschen.</p> <p>Geräte mit Strom-Kabel sind oft besser.</p> <p>&nbsp;</p> <strong>Warum ist das wichtig?</strong> <p>In alten Geräten sind viele teure und nützliche Stoffe.</p> <p>Zum Beispiel: Kupfer oder Gold.</p> <p>Diese Stoffe kann man wieder benutzen.</p> <p>Das schützt die Umwelt.</p> <p>Aber:</p> <p>In Geräten sind auch gefährliche Stoffe.</p> <p>Zum Beispiel:</p> <ul> <li>Quecksilber</li> <li>giftige Gase</li> <li>brennbare Batterien</li> </ul> <p>Diese Stoffe dürfen nicht in die Umwelt kommen.</p> <p>Deshalb ist richtige Entsorgung sehr wichtig.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Was passiert mit alten Geräten?</p> <p>Die Geräte gehen an besondere Firmen.</p> <p>Dort prüft man:</p> <p>Kann man das Gerät nochmal verwenden?</p> <p>&nbsp;</p> <p>Wenn nicht, dann werden die Geräte auseinander gebaut.</p> <ul> <li>Gefährliche Stoffe werden entfernt.</li> <li>Einzelne Teile werden getrennt.</li> <li>Wichtige Stoffe werden nochmal benutzt.</li> </ul> <p>&nbsp;</p> <p>Das Gesetz dazu heißt Elektro-Gesetz.</p> <p>In Deutschland müssen Städte und Hersteller sich kümmern.</p> <p>Im Jahr 2021 sammelte man über 1 Million Tonnen Geräte.</p> <p>Das sind mehr als 11 Kilo pro Person.</p> <p>Aber:</p> <p>Das Ziel ist nicht erreicht.</p> <p>Es muss noch besser werden.</p> </p><p> So entsorgen Sie Elektro-Geräte richtig: <p>Alte Elektro-Geräte dürfen nicht in den Haus-Müll.</p> <p>Denn:</p> <p>Sie enthalten wichtige Stoffe.</p> <p>Diese Stoffe können wir noch mal benutzen.</p> <p>Das ist gut für die Umwelt.</p> <p>Umwelt ist alles um uns herum.&nbsp;</p> <p>Zum Beispiel Pflanzen, Tiere und Menschen, Luft, Wasser und die Erde.</p> <p>Das spart Roh-Stoffe.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Sie haben alte Geräte?</p> <p>Dann bringen Sie sie zum <strong>Wert-<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/stoff">Stoff</a>-Hof</strong>.</p> <p>Dort können Sie die Geräte kostenlos abgeben.</p> <p>Oder geben Sie sie im <strong>Geschäft </strong>zurück.</p> <p>Auch das ist kostenlos.</p> <p><strong>Manche Städte holen die Geräte auch ab.</strong></p> <p>Oder haben <strong>Sammel-Stellen</strong> für alte Geräte.</p> <p>Sie kaufen ein neues Gerät?</p> <p>Dann geben Sie das alte Gerät zurück.</p> <p>Zum Beispiel wenn Sie einen neuen Kühl-Schrank kaufen.</p> <p>Das geht auch beim Kauf im Internet.</p> <p>Sie können im Geschäft fragen.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Bevor Sie die Geräte zurückgeben:</p> <p>Entfernen Sie Batterien und Akkus aus den Geräten.</p> <p>Geben Sie sie extra ab.</p> <p>Zum Beispiel in Sammel-Stellen im Geschäft.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Noch ein Tipp:</p> <p>Verkaufen oder verschenken Sie heile Geräte.</p> <p>Vielleicht kann jemand das Gerät noch nutzen.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Kaputtes Gerät?</p> <p>Fragen Sie: Kann man es reparieren?</p> <p>Oft geht das.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Alle Elektro-Geräte enthalten wertvolle Stoffe.</p> <p>Zum Beispiel Gold oder Kupfer.</p> <p>Diese Stoffe kann man noch mal verwenden.</p> <p>Das schützt die Umwelt.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Elektro-Geräte gehören nie in den Haus-Müll.</p> <p>Das steht im Gesetz.</p> <p>Denn:</p> <p>Batterien im Müll können Brände verursachen.</p> <p>Das ist gefährlich für Menschen und Umwelt.</p> <p>&nbsp;</p> <strong>Wo können Sie Geräte abgeben?</strong> <p><strong>Stellen von der Gemeinde:</strong></p> <ul> <li>Wert-Stoff-Hof</li> <li>Schad-Stoff-Mobil</li> <li>Sammel-Stellen</li> <li>Abholung zu Hause (manchmal mit Anmeldung)</li> </ul> <p>Infos gibt es bei Ihrer Stadt oder Gemeinde.</p> <p>&nbsp;</p> <p><strong>Im Geschäft:</strong></p> <p>Alle Geschäfte müssen alte Geräte annehmen.</p> <p>Ein Kauf-Beleg ist nicht nötig.</p> <p>Auch kleine Geschäfte nehmen oft Geräte zurück.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Kleine Geräte (unter 25 Zentimeter):</p> <p>Zum Beispiel Fern-Bedienung oder Toaster.</p> <p>Die können Sie oft einfach abgeben – ohne etwas Neues zu kaufen.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Große Geräte (über 25 cm):</p> <p>Zum Beispiel Fern-Seher oder Wasch-Maschine.</p> <p>Diese können Sie kostenlos abgeben, wenn Sie etwas Neues kaufen.</p> <p>Manchmal geht das auch ohne etwas Neues zu kaufen – fragen Sie nach.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Auch Geschäfte im Internet müssen alte Geräte zurücknehmen.</p> <p>Zum Beispiel mit kostenlosem Rücksende-Aufkleber.</p> <p>Oder durch Abholung.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Haben Sie ein neues Gerät bestellt?</p> <p>Dann kann das alte Gerät mitgenommen werden.</p> <p>Das Geschäft muss Sie vorher fragen.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Achtung:</p> <p>Geben Sie Ihre Geräte nicht an Schrott-Sammler.</p> <p>Diese entsorgen die Geräte oft falsch.</p> <p>Das schadet der Umwelt.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Vor der Rückgabe:</p> <p>Nehmen Sie Sie Batterien, Akkus und Lampen aus den Geräten.</p> <ul> <li>Geben Sie diese extra zurück.</li> <li>So gibt es keine Brände oder giftige Stoffe.</li> </ul> <p>&nbsp;</p> <p>Auf Handys und Laptops sind oft Ihre Daten.</p> <p>Daten sind Informationen über eine Person oder über eine Firma oder über eine Sache.</p> <p>Namen und Telefon-Nummern sind zum Beispiel Daten.</p> <p>Löschen Sie die Daten vorher.</p> <p>Das müssen Sie selber machen.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Es gibt viele versteckte Elektro-Teile:</p> <p>Zum Beispiel:</p> <ul> <li>Sessel mit Licht:</li> <li>Schuhe mit Licht</li> <li>Spielzeuge mit Sprache</li> <li>E-Zigaretten</li> <li>Rauch-Melder</li> <li>E-Roller</li> </ul> <p>Diese Geräte haben oft Batterien, Kabel oder Stecker.</p> <p>Auch sie müssen richtig entsorgt werden.</p> <p>Auf den Elektro-Teilen ist ein Bild.&nbsp;</p> <p>Das Bild ist eine durchgestrichene Müll-Tonne.</p> <p>&nbsp;</p> <strong>Was können Sie noch tun?</strong> <p>Läuft das Gerät noch?</p> <p>Dann:</p> <ul> <li>Verkaufen Sie es.</li> <li>Verschenken Sie es.</li> <li>Bringen Sie es auf den Floh-Markt.</li> </ul> <p>Das ist gut für die Umwelt.</p> <p>Denn das Gerät wird weiter genutzt.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Ist das Gerät kaputt?</p> <p>Dann prüfen Sie: Kann man es reparieren?</p> <p>Oft ist das günstiger als ein neues Gerät.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Sie müssen nicht immer ein Elektro-Gerät kaufen.</p> <p>Es gibt auch Geräte ohne Strom.</p> <p>Zum Beispiel Pfeffer-Mühlen.</p> <p>Oder normale Schuhe ohne Licht.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Solche Geräte halten oft länger.</p> <p>Sie sind günstiger.</p> <p>Und besser für die Umwelt.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Kaufen Sie Geräte, die lange halten.</p> <p>Und die man gut reparieren kann.</p> <p>Achten Sie auf Akkus zum Tauschen.</p> <p>Geräte mit Strom-Kabel sind oft besser.</p> <p>&nbsp;</p> <strong>Warum ist das wichtig?</strong> <p>In alten Geräten sind viele teure und nützliche Stoffe.</p> <p>Zum Beispiel: Kupfer oder Gold.</p> <p>Diese Stoffe kann man wieder benutzen.</p> <p>Das schützt die Umwelt.</p> <p>Aber:</p> <p>In Geräten sind auch gefährliche Stoffe.</p> <p>Zum Beispiel:</p> <ul> <li>Quecksilber</li> <li>giftige Gase</li> <li>brennbare Batterien</li> </ul> <p>Diese Stoffe dürfen nicht in die Umwelt kommen.</p> <p>Deshalb ist richtige Entsorgung sehr wichtig.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Was passiert mit alten Geräten?</p> <p>Die Geräte gehen an besondere Firmen.</p> <p>Dort prüft man:</p> <p>Kann man das Gerät nochmal verwenden?</p> <p>&nbsp;</p> <p>Wenn nicht, dann werden die Geräte auseinander gebaut.</p> <ul> <li>Gefährliche Stoffe werden entfernt.</li> <li>Einzelne Teile werden getrennt.</li> <li>Wichtige Stoffe werden nochmal benutzt.</li> </ul> <p>&nbsp;</p> <p>Das Gesetz dazu heißt Elektro-Gesetz.</p> <p>In Deutschland müssen Städte und Hersteller sich kümmern.</p> <p>Im Jahr 2021 sammelte man über 1 Million Tonnen Geräte.</p> <p>Das sind mehr als 11 Kilo pro Person.</p> <p>Aber:</p> <p>Das Ziel ist nicht erreicht.</p> <p>Es muss noch besser werden.</p> </p><p>Informationen für...</p>

Auslobung 2026

Im Wettbewerb werden drei spannende Aufgaben präsentiert, die innovative und nachhaltige Lösungen für die Entwicklung urbaner Räume suchen. Dabei geht es um die Schaffung klimaresilienter, sozialer und funktionaler Quartiere und Freiräume, die bestehende Strukturen aufgreifen und mit zukunftsweisenden Konzepten Natur, Freizeit und Architektur verknüpfen. Jede Aufgabe ist mit einem kurzen Video und detaillierten Auslobungsunterlagen verknüpft, die Sie über die entsprechenden Links erreichen können. Freiraum im Klimawandel – Ideen für den Tilla-Durieux-Park Der Tilla-Durieux-Park am Potsdamer Platz ist ein bedeutender öffentlicher Raum, der einem hohen Nutzungsdruck unterliegt und von städtebaulichen und klimatischen Veränderungen besonders betroffen ist. Gesucht werden Konzepte, die den kreativen Impuls der Entstehungszeit aufgreifen und den Park klimaangepasst sowie vielfältig nutzbar weiterentwickeln, um neue Qualitäten im Stadtraum zu schaffen. Video zur Aufgabe A Öffentliche Räume im Wandel – Vision für den Freiburger Westen Im Freiburger Westen treffen gewachsene Quartiere auf neue Stadtentwicklungsgebiete. Gesucht wird ein Leitbild für eine Landschaft, die den Flusslauf der Dreisam, die „Gaskugel“ und ökologische Funktionen miteinander verbindet. Ziel ist eine harmonische Integration von Natur, Freizeitnutzung und Stadtbezug, die Barrieren abbaut und die Aufenthaltsqualität stärkt. Video zur Aufgabe B Güterbahnhof Žižkov – Transformator nachhaltiger Quartiersentwicklung Der ehemalige Güterbahnhof Žižkov soll zu einem nachhaltigen Quartier für 20.000 Menschen umgestaltet werden. Geplant sind Wohnräume, Infrastruktur, öffentliche Einrichtungen und Grünflächen. Gesucht werden Ideen für einen klimafreundlichen, sozialen und identitätsstiftenden Raum, der das historische Bahnhofsgebäude integriert und das Quartier verbindet. Video zur Aufgabe C Der Peter-Joseph-Lenné-Preis wird je Aufgabe mit einem Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro prämiert. Weitere besonders gute Entwürfe werden mit einer Peter-Joseph-Lenné-Anerkennung gewürdigt. Hierfür kann das Preisgericht in den drei Kategorien Prämien in Höhe von insgesamt bis zu 10.000 Euro vergeben. Für Arbeiten, die besonders qualitätsvolle Beiträge zur Pflanzenverwendung aufweisen, wird die Karl-Foerster-Anerkennung durch die Karl-Foerster-Stiftung mit insgesamt 1.500 Euro vergeben. Sofia Petersson, Landschaftsarchitektin Jitka Romanov und Pavel Dobeš, Stadt Prag Prof. Dr. Martin Haag, Stadt Freiburg Anke Wünnecke und Verena Schönhart, Land Berlin Moritz Wette und Felix Ridder, Preisträger des Peter-Joseph-Lenné-Preis 2024 und für die Karl-Foerster-Anerkennung: Prof. Mark Krieger Abgabefrist ist am 26. Juni 2026, 18:00 Uhr . Das Preisgericht tagt am 30. und 31. Juli 2026. Die Preisverleihung findet am 9. Oktober 2026 in der Akademie der Künste am Hanseatenweg statt. Alle Auslobungsunterlagen finden Sie auf : competitionline

„Waschmaschine Defekta: 15.000 Euro“ – Kampagne für Stadtsauberkeit startet

Das kaputte Regal, die defekte Waschmaschine – regelmäßig wird Sperrmüll illegal auf der Straße entsorgt. Der Berliner Senat hat deshalb im letzten Jahr die Bußgelder für solche Tatbestände erhöht. Die Kampagne „Einfach abstellen hat seinen Preis“ informiert ab sofort zu den Kosten der illegalen Ablagerungen und informiert, wie Sperrmüll korrekt entsorgt werden kann. Zentraler Anlaufpunkt ist die Webseite berlin.de/stadtsauberkeit . Illegale Ablagerungen sind in den zurückliegenden Jahren zu einem immer größeren Ärgernis geworden. Solche Ordnungswidrigkeiten beschäftigen zahlreiche Behörden: die Ordnungsämter, die Berliner Forsten – und natürlich die Berliner Stadtreinigung (BSR). Letztlich kostete ihre Beseitigung die Berlinerinnen und Berliner allein im vergangenen Jahr mehr als 13 Millionen Euro. Die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt (SenMVKU) möchte mit der Kampagne „Einfach abstellen hat seinen Preis“ das Thema illegale Müllentsorgung noch stärker in den Fokus rücken. Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, hat am Samstag gemeinsam mit der BSR-Vorstandsvorsitzenden Stephanie Otto und Bezirksstadtrat Christopher Schriner die Kampagne vorgestellt. Genutzt wurde dafür der „Kieztag“ in Mitte, ein Angebot des Bezirks in Kooperation mit der BSR, auf dem Bürgerinnen und Bürger kostenlos ihren Sperrmüll abgeben konnten. Senatorin Ute Bonde : „Unsere Kampagne richtet sich an diejenigen, die ihren Sperrmüll, ihre Elektrogeräte, ihren Schrott im öffentlichen Raum abstellen und damit ihr Problem buchstäblich bei anderen abladen. Ein solches Verhalten ist keine Bagatelle – sondern eine Sünde an der Natur und an der Gesellschaft, die mit angemessenen Bußgeldern geahndet wird. Unsere Kampagne will aber auch die vielen Möglichkeiten der legalen Entsorgung aufzeigen – so wie hier beim Kieztag der BSR in Mitte. Ich bedanke mich bei allen, die solche Angebote schon jetzt nutzen – und natürlich auch bei den vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der BSR, der Ordnungsämter, der Berliner Forsten und bei den vielen Ehrenamtlichen, die für Sauberkeit in unserer Stadt sorgen.“ Stephanie Otto, Vorstandsvorsitzende der BSR : „Für die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt gibt es viele gute Angebote zur Abfallentsorgung, z.B. die 14 BSR-Recyclinghöfe, den günstigen BSR-Sperrmüll-Abholservice, die Tiptapp-App zur Transporthilfe bei der Sperrmüllentsorgung sowie die entgeltfreien Kieztage, die von jedem Berliner Bezirk in Kooperation mit der BSR angeboten werden. Auch für Gewerbetreibende existieren in Berlin zahlreiche legale Möglichkeiten für die Entsorgung von Abfällen. Am heutigen Kieztag hier in Mitte sehen wir, dass viele Berlinerinnen und Berliner bereits verantwortungsvoll und im Sinne ihrer Stadt handeln. Die BSR unterstützt die Bürgerinnen und Bürger hierin durch umfassende Aufklärung, bspw. mit digitalen Informationsangeboten, regelmäßigen Sauberkeitskampagnen und unserem beliebten „Kehrenbürger“-Projekt. Darüber hinaus ist aber auch die konsequente Ahndung von Gesetzesverstößen wichtig, denn nichts Anderes sind illegale Ablagerungen. Hier hat die Politik schon vieles auf den Weg gebracht – und genau hier setzt auch die aktuelle Bußgeld-Kampagne an.“ Christopher Schriner, Bezirksstadtrat Mitte : „Müll verbindet uns im Ärger und trennt uns im Verhalten. Gerade deshalb ist der Zustand des öffentlichen Raums kein Nebenthema, sondern eine Frage von Respekt, Lebensqualität und Verantwortung. Müll bindet Kräfte, die eigentlich Grün pflegen und Kieze gestalten sollten. Deshalb setzen wir auf Öffentlichkeitsarbeit, Prävention, bessere Angebote und konsequente Ahndung. Der Bezirk und das Land handeln – dauerhaft sauber wird es aber nur, wenn alle den öffentlichen Raum wieder als gemeinsame Sache begreifen.“ Die Kampagne zur Stadtsauberkeit wird einen Monat lang berlinweit ausgespielt. Im Layout eines Möbelkatalogs thematisiert die Kampagne die neuen Bußgelder für illegale Ablagerungen, die im Herbst vergangenen Jahres spürbar erhöht worden sind. Wer beispielsweise Stühle, Tische, Matratzen oder ausgediente Kinderwägen rechtswidrig auf Straßen oder in Grünanlagen abstellt, muss mit bis zu 1.500 Euro Strafe rechnen. Für größere Möbelstücke wie Sofas drohen bis zu 4.000 Euro, eine Waschmaschine sowie Elektrogeräte wie Lampen kosten den Müllsünder bis zu 15.000 Euro. Der neue Bußgeldkatalog belegt Autoreifen bis zu fünf Stück mit einem Bußgeld von 700 bis 3.500 Euro. Handelt es sich um mehr Reifen, ist ein Bußgeldrahmen von bis zu 20.000 Euro vorgesehen. Wer einen Autoreifen legal bei der BSR entsorgt, muss dafür nur 3 Euro auf den Tisch legen. Die Informationen werden in mehreren Sprachen auf den sozialen Netzwerken ausgespielt, sind auf Citylightplakaten und im Berliner Fenster zu sehen. Informationsmaterialien und die Webseite unter berlin.de/stadtsauberkeit unterfüttern die Kampagne mit Details zu den Bußgeldern und zu legalen Entsorgungsmöglichkeiten.

Peter-Joseph-Lenné-Preis 2026 ausgelobt

Die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt hat heute die Ausschreibung des Peter-Joseph-Lenné-Preises 2026 veröffentlicht. Der renommierte internationale Ideenwettbewerb richtet sich an Studierende und junge Fachkräfte aus den Bereichen Landschaftsarchitektur, Freiraumplanung und Stadtentwicklung. Der Wettbewerb umfasst drei Aufgaben, die aus Berlin, Deutschland und dem internationalen Raum stammen und zentrale Herausforderungen einer nachhaltigen und klimaangepassten Stadt- und Landschaftsplanung in den Fokus rücken. Aus jeder Aufgabe wählt eine Fachjury die jeweils beste Arbeit aus, die mit 5.000 Euro prämiert wird. Für besonders herausragende Entwürfe kann die Jury zusätzlich Anerkennungen vergeben, die insgesamt mit bis zu 10.000 Euro dotiert sind. Arbeiten, die durch besonders gelungene Pflanzenverwendung überzeugen, können außerdem mit der „Karl-Foerster-Anerkennung“ der Karl-Foerster-Stiftung ausgezeichnet werden. In diesem Jahr stehen drei spannende Aufgaben im Mittelpunkt: die Weiterentwicklung eines bedeutenden Freiraumprojekts in Berlin, die Gestaltung eines naturnahen Flussraums in Freiburg im Breisgau und die Transformation eines ehemaligen Güterbahnhofs in Prag. Gesucht werden Konzepte, die ökologische, soziale und gestalterische Aspekte verbinden und neue Perspektiven für urbane und ländliche Freiräume eröffnen. Der Tilla-Durieux-Park am Potsdamer Platz ist eine bedeutende öffentliche Grünfläche, die einem hohen Nutzungsdruck unterliegt und von städtebaulichen und klimatischen Veränderungen besonders betroffen ist. Gesucht werden Konzepte, die den kreativen Impuls der Entstehungszeit aufgreifen und den Park klimaangepasst sowie vielfältig nutzbar weiterentwickeln, um neue Qualitäten im Stadtraum zu schaffen. Im Freiburger Westen treffen gewachsene Quartiere auf neue Stadtentwicklungsgebiete. Gesucht wird ein Leitbild für eine Landschaft, die den Flusslauf der Dreisam, die denkmalgeschützte „Gaskugel“ und ökologische Funktionen miteinander verbindet. Ziel ist eine harmonische Integration von Natur, Freizeitnutzung und Stadtbezug, die Barrieren abbaut und die Aufenthaltsqualität stärkt. Der ehemalige Güterbahnhof Žižkov ist ein bedeutendes Zeugnis der tschechischen Moderne. Nach der Stilllegung 2002 soll das Areal zu einem nachhaltigen Stadtquartier für rund 20.000 Menschen umgestaltet werden. Geplant sind Wohnraum, Infrastruktur und öffentliche Einrichtungen, ergänzt durch neue Grünflächen und eine Straßenbahnlinie. Gesucht werden Ideen für einen klimaangepassten, sozialen und identitätsstiftenden Raum, der das historische Bahnhofsgebäude integriert und das Quartier verbindet. Die Einreichungsfrist für den Lenné-Preis 2026 endet am 26. Juni 2026, 18 Uhr . Die genauen Modalitäten können den Wettbewerbsunterlagen entnommen werden. Die Wettbewerbsarbeiten werden von einem renommiert besetzten Preisgericht beurteilt. Im Jahr 2026 setzt es sich aus der Landschaftsarchitektin Sofia Petersson, zwei Preisträgern des Lenné-Wettbewerbs 2024, Moritz Wette und Felix Ridder, sowie den Vertretungen der kommunalen Partner des Preises aus Berlin, Freiburg i.Br. und Prag zusammen. Die Jury tagt im Sommer 2026. Die Preisverleihung findet am 9. Oktober 2026 in Berlin statt. Der Peter-Joseph-Lenné-Preis des Landes Berlin wird seit 1965 ausgelobt und gilt als der weltweit größte Wettbewerb für junge Kreative bis 35 Jahre aus den Bereichen Landschaftsarchitektur, Freiraumplanung und Stadtentwicklung. Ausloberin ist die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt. Die Geschäftsstelle wird von der landeseigenen Grün Berlin GmbH geführt. Das Verfahren begleitet ein hochrangiger Fachausschuss mit Vertretungen aus der Technischen Universität Berlin, der Berliner Hochschule für Technik, des Bundes Deutscher Landschaftsarchitekt:innen, der Akademie der Künste sowie der Karl-Foerster-Stiftung.

Umweltfreundliche Möbel: Ressourcenschonung mit einem gesunden Raumklima verbinden

<p> So richten Sie sich umweltfreundlich und schadstoffarm ein <ul> <li>Achten Sie beim Kauf von Möbeln auf <strong>Umweltsiegel</strong> wie Blauer Engel, EU-Ecolabel oder das Goldene M. Diese stehen für umweltfreundliche und schadstoffarme Möbel.</li> <li>Wählen Sie <strong>zeitloses Design und gute Qualität</strong>. So können Sie Ihre Möbel viele Jahre nutzen.</li> <li>Nutzen Sie <strong>Secondhand-Angebote</strong>. Dies schont Ressourcen und kann auch viel Geld sparen.</li> <li><strong>Pflegen </strong>Sie Ihre Möbel regelmäßig. Das erhält Aussehen und Funktion auf lange Sicht.</li> <li><strong>Reparieren </strong>oder <strong>verschönern </strong>Sie beschädigte Möbel. Ein neuer Anstrich oder Bezug kann viel bewirken.</li> <li>Geben Sie gut erhaltene Möbel weiter. <strong>Spenden oder verkaufen</strong> Sie diese über Plattformen oder soziale Einrichtungen.</li> </ul> Gewusst wie <p>Wir möchten uns in unseren eigenen vier Wänden wohlfühlen – daran haben Möbel einen großen Anteil. Möbel sind aber in der Regel nicht nur größere Anschaffungen, sondern benötigen bei der Herstellung wertvolle Ressourcen und zum Teil umweltschädliche Materialien. Mit den folgenden Tipps sparen Sie nicht nur Umweltressourcen, sondern stellen auch sicher, dass Sie eine angenehme und gesunde Raumluft in Ihrer Wohnung haben.<br>&nbsp;</p> <p><strong>Umweltfreundliche Möbel erkennen Sie an folgenden Merkmalen:</strong></p> <ul> <li>Hochwertige Möbel sind <strong>langlebig </strong>und können viele Jahre genutzt werden.</li> <li>Sie bestehen aus <strong>umweltschonenden Rohstoffen</strong>, etwa Holz aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern.</li> <li>Sie sind geruchsarm und <strong>frei von Schadstoffen</strong> – gut für Ihre Gesundheit und die Raumluft.</li> <li>Kurze Transportwege und <strong>faire Produktionsbedingungen</strong> sprechen für nachhaltige Herkunft und Herstellung.</li> <li>Möbel, die gut <strong>reparierbar </strong>oder <strong>recycelbar </strong>sind, leisten ebenfalls einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz.<br>&nbsp;</li> </ul> <p><strong>Vertrauenswürdige Umweltsiegel helfen bei der Orientierung:</strong></p> <ul> <li><a href="https://www.blauer-engel.de/de">Blauer Engel (UZ 38 für Möbel aus Holz und UZ 117 Polstermöbel)</a></li> <li><a href="https://eu-ecolabel.de/">EU-Ecolabel für Möbel</a></li> <li><a href="https://www.das-goldene-m.de/de/das-goldene-m">Goldenes M – RAL-Gütezeichen</a></li> <li><a href="https://www.levelcertified.eu/de/level/">Level-Zertifikat</a></li> </ul> <p>Verbraucherinnen und Verbraucher können einen aktiven Beitrag leisten, indem Sie beim Kauf von Möbeln auf vertrauenswürdige <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/uebergreifende-tipps/siegel-label#top-umweltsiegel-kennen-und-beachten">Umweltsiegel</a> achten. Empfehlenswert sind Möbel, die mit anerkannten Umweltzeichen (Blauen Engel, EU-Ecolabel, Goldenes M - RAL Gütezeichen, Level-Zertifikat) ausgezeichnet sind. Diese Siegel haben strenge Standards und hohe Ansprüche an Umwelt-, Gesundheits- und Gebrauchseigenschaften.&nbsp;<br>Möbel mit diesen Siegeln sind eine gute Wahl, da sie garantieren, dass Produkte hochwertig und über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg umweltfreundlich sind. Es werden die Materialwahl, Schadstoffe, Recyclingfähigkeit und Qualität berücksichtigt. So enthalten zum Beispiel Möbel, die mit dem Blauen Engel ausgezeichnet sind, keine gefährlichen Stoffe wie <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/pestizide">Pestizide</a> oder Flammschutzmittel. &nbsp;</p> <p>Grundsätzlich gilt: <a href="https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/479/publikationen/240506_uba_rg_gesund_und_umweltfreundlich_einrichten_rz.pdf">Wählen sie möglichst emissionsarme Möbel und Einrichtungsgegenstände.</a> Das schützt nicht nur ihre Gesundheit, sondern auch die ihrer Familie und leistet einen Beitrag zum Umweltschutz.</p> <p>Bei <strong>Holzmöbeln </strong>gilt, sofern keine Möbel mit den oben genannten Umweltzeichen erhältlich sind:</p> <ul> <li>Bevorzugen Sie<strong> Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft</strong>, möglichst aus Deutschland oder Europa.</li> <li>Achten Sie auf <strong>Holzsiegel </strong>wie <a href="https://www.fsc-deutschland.de/"><strong>FSC</strong></a>, <a href="https://www.pefc.de/"><strong>PEFC</strong></a>, <a href="https://www.naturland.de/de/"><strong>Naturland</strong></a><strong> </strong>oder <a href="https://www.holz-von-hier.eu/"><strong>Holz von Hier</strong></a> – sie garantieren ökologische und soziale Standards.</li> <li><strong>Einheimische Holzarten</strong> wie Fichte, Eiche, Lärche und die in Mitteleuropa etablierte Douglasie sind besonders empfehlenswert. Die Douglasie gilt zudem als sehr robust und langlebig.</li> </ul> <p>Auch <strong>Möbel aus Recyclingmaterialien</strong> sind eine nachhaltige Wahl.</p> <p><strong>Zeitloses Design und gute Qualität: </strong>Sogenannte "Fast Furniture" – also billige Möbel, die schnell gekauft und ebenso schnell wieder entsorgt werden – belasten die Umwelt. Achten Sie deshalb beim Möbelkauf auf <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/nachhaltigkeit">Nachhaltigkeit</a> und Langlebigkeit. Möbel aus hochwertigen Materialien, die stabil und gut verarbeitet sind, halten oft viele Jahre – und sehen dabei auch nach langer Zeit noch gut aus. So ist z.&nbsp;B. die Materialstärke ein wichtiger Hinweis auf Stabilität und Langlebigkeit von Möbelstücken. Besonders bei gebrauchten Sofas und Sesseln lohnt ein genauer Blick: Die Qualität des Schaumpolsters ist entscheidend für Komfort und Langlebigkeit. Achten Sie darauf, dass die Sitzfläche ein Raumgewicht von mindestens 35 kg/m³ hat, die Rückenlehne sollte bei mindestens 28 kg/m³ liegen.</p> <p>Auch die Bezüge spielen eine wichtige Rolle. Hochwertige <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/stoff">Stoff</a>- oder Lederbezüge sind nicht nur langlebiger, sondern oft auch umwelt- und gesundheitsschonender – etwa, wenn sie frei von schädlichen Chemikalien sind oder aus nachhaltiger Herstellung stammen.<br>Zeitloses Design, eine vielseitige Nutzung oder ein modularer Aufbau sorgen außerdem dafür, dass Sie ein Möbelstück flexibel einsetzen und an neue Wohnsituationen anpassen können. So sparen Sie Geld, Ressourcen und vermeiden unnötigen Müll.</p> <p><strong>Secondhand-Angebote clever nutzen:</strong> Möbel müssen nicht immer neu sein – in Kleinanzeigenportalen, auf Flohmärkten, in Sozialkaufhäusern oder bei Vintage- und Antiquitätengeschäften finden Sie oft gut erhaltene Stücke . Secondhand-Möbel sind meist nicht nur günstiger, sondern schonen auch die Umwelt, weil keine neuen Ressourcen verbraucht werden.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/DIY-Stuhl_glebzter_AdobeStock_1620763023.jpeg"> </a> <strong> Möbel im neuen Glanz </strong> <br> <p>Durch regelmäßige Aufarbeitung und die richtige Pflege verlängern Sie die Lebensdauer Ihrer Holzstücke deutlich.</p> Quelle: glebzter / AdobeStock <p><strong>Mit der richtigen Pflege bleiben Möbel länger schön: </strong>Wie lange ein Möbelstück hält, hängt nicht nur von der Qualität, sondern auch von der richtigen Pflege ab. Wer seine Möbel gut behandelt, kann ihre Lebensdauer deutlich verlängern. Dabei ist die Art der Pflege von der Oberfläche abhängige. Vollholzmöbel sollten regelmäßig mit einem weichen, leicht feuchten Tuch abgewischt werden. Eine gelegentliche Behandlung mit geeigneten Ölen oder Wachsen hilft, das Holz zu schützen und schön zu erhalten. Lackierte oder beschichtete Holzoberflächen sind pflegeleichter. Hier reicht ein feuchtes Tuch oder ein Wischleder zur Reinigung. Wichtig: Verwenden Sie keine aggressiven Reiniger, vor allem keine chlorhaltigen Mittel oder Lösungsmittel wie Aceton oder Reinigungsbenzin – sie können die Oberfläche beschädigen und sind oft gesundheitsschädlich.</p> <p>Weitere Tipps rund ums umweltfreundliche Putzen und Renovieren finden Sie im entsprechenden UBA-Umwelttipp <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/haushalt-wohnen/reinigung-im-haushalt">"Reinigung im Haushalt"</a> sowie in der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/gesund-umweltfreundlich-renovieren">UBA-Broschüre "Gesund und umweltfreundlich renovieren"</a>.</p> <p><a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/uebergreifende-tipps/reparieren"><strong>Reparieren statt wegwerfen</strong></a><strong> und kreativ neugestalten: </strong>Kleinere Schäden an Möbeln müssen kein Grund zum Wegwerfen sein. Oft lässt sich ein wackelndes Stuhlbein festziehen, eine lose Schublade reparieren oder eine beschädigte Fläche ausbessern. Wer selbst Hand anlegt oder eine Reparatur in Auftrag gibt, spart Ressourcen – und verlängert die Lebensdauer des Möbelstücks. Auch eine Neugestaltung kann Wunder wirken: Ein frischer Bezug für das alte Sofa, ein neuer Lampenschirm oder ein Anstrich in moderner Farbe – solche einfachen Maßnahmen machen aus Alt wieder neu.</p> <p><strong>Was tun mit ausgedienten Möbeln?</strong> Rund 3,6 Millionen Tonnen Möbel werden jedes Jahr in Deutschland neu gekauft – viele davon landen nach kurzer Nutzung auf dem Sperrmüll. Dabei sind viele alte Stücke noch viel zu schade für die Entsorgung. Noch brauchbare Möbel können Sie spenden, verschenken oder verkaufen – zum Beispiel über Kleinanzeigen, Second-Hand-Plattformen, Sozialkaufhäuser oder Umsonst-Läden.&nbsp;<br>Nur wirklich kaputte Möbel gehören auf den Sperrmüll. Ist ein Möbelstück nicht mehr zu retten, kann es in der Regel kostenlos bei Ihrer Gemeinde entsorgt werden. Informieren Sie sich am besten direkt bei der kommunalen Abfallberatung.<br>Elektronisch ausgestattete Alt-Möbel sollten Sie möglichst demontieren und die Elektrobauteile ordnungsgemäß entsorgen. &nbsp;Infos zur richtigen Entsorgung von Elektroschrott finden Sie <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/elektrogeraete/alte-elektrogeraete-richtig-entsorgen">hier</a>.&nbsp;</p> <p><strong>Was Sie sonst noch tun können:</strong></p> <ul> <li>Bevorzugen Sie <strong>lokale Möbelgeschäfte</strong>, denn vor Ort können Sie Qualität und Materialien besser beurteilen – das spart oft unnötige Retouren.</li> <li><strong>Probesitzen lohnt sich: </strong>Gerade bei Polstermöbeln wie Sofa oder Sessel hilft nur ausprobieren, um Sitzkomfort und Verarbeitung richtig einschätzen zu können.</li> <li>Beim <strong>Online-Kauf</strong> sollten Sie nicht nur Höhe, Breite und Tiefe beachten, sondern auch die <strong>Materialstärke </strong>prüfen – sie ist ein wichtiger Hinweis auf Stabilität und Langlebigkeit.</li> <li>Wenn Möbel nur für kurze Zeit gebraucht werden, lohnt sich das <strong>Mieten </strong>– zum Beispiel für <strong>Büromöbel oder Partyausstattung</strong>.</li> <li>Bevorzugen Sie einfache Möbel ohne unnötige Elektronik.</li> <li>Wer handwerklich gern aktiv ist, kann <strong>aus altem Holz neue Möbel bauen</strong>. Im Internet finden sich hierzu viele Anleitungen.</li> <li>Nachhaltig und kreativ: <strong>Möbel aus Recycling-Materialien</strong> sind eine gute Alternative. Lesen Sie mehr über Möbel aus Pappe oder holen Sie sich <a href="https://www.obi.de/magazin/wohnen/innengestaltung/moebel-selber-bauen/palettenmoebel-ideen">Inspiration für Palettenmöbel</a>.</li> <li>Für den Kaminofen oder das Lagerfeuer ist nur unbehandeltes Holz erlaubt (mehr dazu im <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/garten-freizeit/lagerfeuer-feuerschalen">UBA-Umwelttipp zu Lagerfeuern</a>). Altes Möbelholz hingegen entsorgen Sie über den Rest- oder Sperrmüll.&nbsp;</li> </ul> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/Abb21_0.png"> </a> <strong> Bezugsquellen von Klein- und Großmöbeln </strong> Quelle: "Erarbeitung einer Messmethodik zum Umfang der Wiederverwendung von Produkten in Deutschland", Umweltbundesamt, 2024, eigene Darstellung auf Basis eigener Berechnungen, Öko-Institut Hintergrund <p><strong>Gesundheit / Luft&nbsp;</strong><br>In unseren Breitengraden verbringen Menschen die meiste Zeit in Innenräumen – sei es zu Hause, bei der Arbeit oder in öffentlichen Einrichtungen. Die Qualität der Raumluft hat daher einen entscheidenden Einfluss auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Ein oft unterschätzter Faktor dabei sind Möbel: durch ihre großen Oberflächen und der verwendeten Materialien können sie über längere Zeit Schadstoffe in die Raumluft abgeben (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/gesundheit/kommissionen-arbeitsgruppen/ausschuss-fuer-innenraumrichtwerte#ausschuss-fur-innenraumrichtwerte-air">Ausschuss für Innenraumrichtwerte</a>). Besonders kritisch ist hierbei <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/wirtschaft-konsum/produkte/bauprodukte/studien-zur-messung-vermeidung-bewertung-von/formaldehydemissionen-pruefbedingungen-fuer/faq-zu-regelungen-von-formaldehyd-in#0-hinweis-zur-rechtlichen-verbindlichkeit-der-informationen">Formaldehyd</a>, ein flüchtiger Schadstoff, der vor allem in Holzwerkstoffen wie Spanplatten, MDF oder Sperrholz enthalten sein kann. Formaldehyd kann schon in geringen Konzentrationen das Wohlbefinden erheblich beeinträchtigen und Symptome wie Schleimhautreizungen, Kopfschmerzen, Müdigkeit, oder Konzentrationsstörungen verursachen. Bei hoher oder langfristiger Belastung steht es im Verdacht, krebserregend zu sein.&nbsp;</p> <p><strong>Ressourcen</strong><br>Möbelstücke und Einrichtungsgegenstände bestehen aus den unterschiedlichsten Materialien. Holz ist ein natürlicher und nachwachsender Rohstoff, der sich besonders gut für Möbel eignet – vorausgesetzt, das Holz stammt aus verantwortlicher Holzwirtschaft. Zertifikate wie FSC, PEFC und Naturland stellen sicher, dass die Wälder, aus denen das Holz stammt, umweltverträglich, naturnah und nachhaltig bewirtschaftet werden (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/daten/land-forstwirtschaft/nachhaltige-waldwirtschaft">nachhaltige Waldwirtschaft</a>).&nbsp;Heimische Hölzer wie Eiche, Lärche oder Robinie sind Tropenhölzern vorzuziehen und sind eine besonders gute Alternative, da die Transportwege kürzer bleiben. Dies trägt zur Reduktion des ökologischen Fußabdrucks bei und unterstützt die regionale Wertschöpfung.&nbsp;</p> <p><strong>Quellen:&nbsp;</strong></p> <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/wirtschaft-konsum/produkte/bauprodukte/studien-zur-messung-vermeidung-bewertung-von/formaldehydemissionen-pruefbedingungen-fuer/faq-zu-regelungen-von-formaldehyd-in#0-hinweis-zur-rechtlichen-verbindlichkeit-der-informationen">FAQ zu Regelungen von Formaldehyd in Holzwerkstoffen und Möbeln</a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2503/dokumente/fact_sheet_gebrauchtkauf.pdf">UBA-Factsheet Gebrauchtkauf</a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/geruchsbeschwerden-in-innenraeumen-auswertung-von">Geruchsbeschwerden in Innenräumen: Auswertung von Daten zu VOC-Vorkommen und Quellensuche</a></li> </ul> </p><p> So richten Sie sich umweltfreundlich und schadstoffarm ein <ul> <li>Achten Sie beim Kauf von Möbeln auf <strong>Umweltsiegel</strong> wie Blauer Engel, EU-Ecolabel oder das Goldene M. Diese stehen für umweltfreundliche und schadstoffarme Möbel.</li> <li>Wählen Sie <strong>zeitloses Design und gute Qualität</strong>. So können Sie Ihre Möbel viele Jahre nutzen.</li> <li>Nutzen Sie <strong>Secondhand-Angebote</strong>. Dies schont Ressourcen und kann auch viel Geld sparen.</li> <li><strong>Pflegen </strong>Sie Ihre Möbel regelmäßig. Das erhält Aussehen und Funktion auf lange Sicht.</li> <li><strong>Reparieren </strong>oder <strong>verschönern </strong>Sie beschädigte Möbel. Ein neuer Anstrich oder Bezug kann viel bewirken.</li> <li>Geben Sie gut erhaltene Möbel weiter. <strong>Spenden oder verkaufen</strong> Sie diese über Plattformen oder soziale Einrichtungen.</li> </ul> </p><p> Gewusst wie <p>Wir möchten uns in unseren eigenen vier Wänden wohlfühlen – daran haben Möbel einen großen Anteil. Möbel sind aber in der Regel nicht nur größere Anschaffungen, sondern benötigen bei der Herstellung wertvolle Ressourcen und zum Teil umweltschädliche Materialien. Mit den folgenden Tipps sparen Sie nicht nur Umweltressourcen, sondern stellen auch sicher, dass Sie eine angenehme und gesunde Raumluft in Ihrer Wohnung haben.<br>&nbsp;</p> <p><strong>Umweltfreundliche Möbel erkennen Sie an folgenden Merkmalen:</strong></p> <ul> <li>Hochwertige Möbel sind <strong>langlebig </strong>und können viele Jahre genutzt werden.</li> <li>Sie bestehen aus <strong>umweltschonenden Rohstoffen</strong>, etwa Holz aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern.</li> <li>Sie sind geruchsarm und <strong>frei von Schadstoffen</strong> – gut für Ihre Gesundheit und die Raumluft.</li> <li>Kurze Transportwege und <strong>faire Produktionsbedingungen</strong> sprechen für nachhaltige Herkunft und Herstellung.</li> <li>Möbel, die gut <strong>reparierbar </strong>oder <strong>recycelbar </strong>sind, leisten ebenfalls einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz.<br>&nbsp;</li> </ul> <p><strong>Vertrauenswürdige Umweltsiegel helfen bei der Orientierung:</strong></p> <ul> <li><a href="https://www.blauer-engel.de/de">Blauer Engel (UZ 38 für Möbel aus Holz und UZ 117 Polstermöbel)</a></li> <li><a href="https://eu-ecolabel.de/">EU-Ecolabel für Möbel</a></li> <li><a href="https://www.das-goldene-m.de/de/das-goldene-m">Goldenes M – RAL-Gütezeichen</a></li> <li><a href="https://www.levelcertified.eu/de/level/">Level-Zertifikat</a></li> </ul> <p>Verbraucherinnen und Verbraucher können einen aktiven Beitrag leisten, indem Sie beim Kauf von Möbeln auf vertrauenswürdige <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/uebergreifende-tipps/siegel-label#top-umweltsiegel-kennen-und-beachten">Umweltsiegel</a> achten. Empfehlenswert sind Möbel, die mit anerkannten Umweltzeichen (Blauen Engel, EU-Ecolabel, Goldenes M - RAL Gütezeichen, Level-Zertifikat) ausgezeichnet sind. Diese Siegel haben strenge Standards und hohe Ansprüche an Umwelt-, Gesundheits- und Gebrauchseigenschaften.&nbsp;<br>Möbel mit diesen Siegeln sind eine gute Wahl, da sie garantieren, dass Produkte hochwertig und über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg umweltfreundlich sind. Es werden die Materialwahl, Schadstoffe, Recyclingfähigkeit und Qualität berücksichtigt. So enthalten zum Beispiel Möbel, die mit dem Blauen Engel ausgezeichnet sind, keine gefährlichen Stoffe wie <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/pestizide">Pestizide</a> oder Flammschutzmittel. &nbsp;</p> <p>Grundsätzlich gilt: <a href="https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/479/publikationen/240506_uba_rg_gesund_und_umweltfreundlich_einrichten_rz.pdf">Wählen sie möglichst emissionsarme Möbel und Einrichtungsgegenstände.</a> Das schützt nicht nur ihre Gesundheit, sondern auch die ihrer Familie und leistet einen Beitrag zum Umweltschutz.</p> <p>Bei <strong>Holzmöbeln </strong>gilt, sofern keine Möbel mit den oben genannten Umweltzeichen erhältlich sind:</p> <ul> <li>Bevorzugen Sie<strong> Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft</strong>, möglichst aus Deutschland oder Europa.</li> <li>Achten Sie auf <strong>Holzsiegel </strong>wie <a href="https://www.fsc-deutschland.de/"><strong>FSC</strong></a>, <a href="https://www.pefc.de/"><strong>PEFC</strong></a>, <a href="https://www.naturland.de/de/"><strong>Naturland</strong></a><strong> </strong>oder <a href="https://www.holz-von-hier.eu/"><strong>Holz von Hier</strong></a> – sie garantieren ökologische und soziale Standards.</li> <li><strong>Einheimische Holzarten</strong> wie Fichte, Eiche, Lärche und die in Mitteleuropa etablierte Douglasie sind besonders empfehlenswert. Die Douglasie gilt zudem als sehr robust und langlebig.</li> </ul> <p>Auch <strong>Möbel aus Recyclingmaterialien</strong> sind eine nachhaltige Wahl.</p> <p><strong>Zeitloses Design und gute Qualität: </strong>Sogenannte "Fast Furniture" – also billige Möbel, die schnell gekauft und ebenso schnell wieder entsorgt werden – belasten die Umwelt. Achten Sie deshalb beim Möbelkauf auf <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/nachhaltigkeit">Nachhaltigkeit</a> und Langlebigkeit. Möbel aus hochwertigen Materialien, die stabil und gut verarbeitet sind, halten oft viele Jahre – und sehen dabei auch nach langer Zeit noch gut aus. So ist z.&nbsp;B. die Materialstärke ein wichtiger Hinweis auf Stabilität und Langlebigkeit von Möbelstücken. Besonders bei gebrauchten Sofas und Sesseln lohnt ein genauer Blick: Die Qualität des Schaumpolsters ist entscheidend für Komfort und Langlebigkeit. Achten Sie darauf, dass die Sitzfläche ein Raumgewicht von mindestens 35 kg/m³ hat, die Rückenlehne sollte bei mindestens 28 kg/m³ liegen.</p> <p>Auch die Bezüge spielen eine wichtige Rolle. Hochwertige <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/stoff">Stoff</a>- oder Lederbezüge sind nicht nur langlebiger, sondern oft auch umwelt- und gesundheitsschonender – etwa, wenn sie frei von schädlichen Chemikalien sind oder aus nachhaltiger Herstellung stammen.<br>Zeitloses Design, eine vielseitige Nutzung oder ein modularer Aufbau sorgen außerdem dafür, dass Sie ein Möbelstück flexibel einsetzen und an neue Wohnsituationen anpassen können. So sparen Sie Geld, Ressourcen und vermeiden unnötigen Müll.</p> <p><strong>Secondhand-Angebote clever nutzen:</strong> Möbel müssen nicht immer neu sein – in Kleinanzeigenportalen, auf Flohmärkten, in Sozialkaufhäusern oder bei Vintage- und Antiquitätengeschäften finden Sie oft gut erhaltene Stücke . Secondhand-Möbel sind meist nicht nur günstiger, sondern schonen auch die Umwelt, weil keine neuen Ressourcen verbraucht werden.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/DIY-Stuhl_glebzter_AdobeStock_1620763023.jpeg"> </a> <strong> Möbel im neuen Glanz </strong> <br> <p>Durch regelmäßige Aufarbeitung und die richtige Pflege verlängern Sie die Lebensdauer Ihrer Holzstücke deutlich.</p> Quelle: glebzter / AdobeStock </p><p> <p><strong>Mit der richtigen Pflege bleiben Möbel länger schön: </strong>Wie lange ein Möbelstück hält, hängt nicht nur von der Qualität, sondern auch von der richtigen Pflege ab. Wer seine Möbel gut behandelt, kann ihre Lebensdauer deutlich verlängern. Dabei ist die Art der Pflege von der Oberfläche abhängige. Vollholzmöbel sollten regelmäßig mit einem weichen, leicht feuchten Tuch abgewischt werden. Eine gelegentliche Behandlung mit geeigneten Ölen oder Wachsen hilft, das Holz zu schützen und schön zu erhalten. Lackierte oder beschichtete Holzoberflächen sind pflegeleichter. Hier reicht ein feuchtes Tuch oder ein Wischleder zur Reinigung. Wichtig: Verwenden Sie keine aggressiven Reiniger, vor allem keine chlorhaltigen Mittel oder Lösungsmittel wie Aceton oder Reinigungsbenzin – sie können die Oberfläche beschädigen und sind oft gesundheitsschädlich.</p> <p>Weitere Tipps rund ums umweltfreundliche Putzen und Renovieren finden Sie im entsprechenden UBA-Umwelttipp <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/haushalt-wohnen/reinigung-im-haushalt">"Reinigung im Haushalt"</a> sowie in der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/gesund-umweltfreundlich-renovieren">UBA-Broschüre "Gesund und umweltfreundlich renovieren"</a>.</p> <p><a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/uebergreifende-tipps/reparieren"><strong>Reparieren statt wegwerfen</strong></a><strong> und kreativ neugestalten: </strong>Kleinere Schäden an Möbeln müssen kein Grund zum Wegwerfen sein. Oft lässt sich ein wackelndes Stuhlbein festziehen, eine lose Schublade reparieren oder eine beschädigte Fläche ausbessern. Wer selbst Hand anlegt oder eine Reparatur in Auftrag gibt, spart Ressourcen – und verlängert die Lebensdauer des Möbelstücks. Auch eine Neugestaltung kann Wunder wirken: Ein frischer Bezug für das alte Sofa, ein neuer Lampenschirm oder ein Anstrich in moderner Farbe – solche einfachen Maßnahmen machen aus Alt wieder neu.</p> <p><strong>Was tun mit ausgedienten Möbeln?</strong> Rund 3,6 Millionen Tonnen Möbel werden jedes Jahr in Deutschland neu gekauft – viele davon landen nach kurzer Nutzung auf dem Sperrmüll. Dabei sind viele alte Stücke noch viel zu schade für die Entsorgung. Noch brauchbare Möbel können Sie spenden, verschenken oder verkaufen – zum Beispiel über Kleinanzeigen, Second-Hand-Plattformen, Sozialkaufhäuser oder Umsonst-Läden.&nbsp;<br>Nur wirklich kaputte Möbel gehören auf den Sperrmüll. Ist ein Möbelstück nicht mehr zu retten, kann es in der Regel kostenlos bei Ihrer Gemeinde entsorgt werden. Informieren Sie sich am besten direkt bei der kommunalen Abfallberatung.<br>Elektronisch ausgestattete Alt-Möbel sollten Sie möglichst demontieren und die Elektrobauteile ordnungsgemäß entsorgen. &nbsp;Infos zur richtigen Entsorgung von Elektroschrott finden Sie <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/elektrogeraete/alte-elektrogeraete-richtig-entsorgen">hier</a>.&nbsp;</p> <p><strong>Was Sie sonst noch tun können:</strong></p> <ul> <li>Bevorzugen Sie <strong>lokale Möbelgeschäfte</strong>, denn vor Ort können Sie Qualität und Materialien besser beurteilen – das spart oft unnötige Retouren.</li> <li><strong>Probesitzen lohnt sich: </strong>Gerade bei Polstermöbeln wie Sofa oder Sessel hilft nur ausprobieren, um Sitzkomfort und Verarbeitung richtig einschätzen zu können.</li> <li>Beim <strong>Online-Kauf</strong> sollten Sie nicht nur Höhe, Breite und Tiefe beachten, sondern auch die <strong>Materialstärke </strong>prüfen – sie ist ein wichtiger Hinweis auf Stabilität und Langlebigkeit.</li> <li>Wenn Möbel nur für kurze Zeit gebraucht werden, lohnt sich das <strong>Mieten </strong>– zum Beispiel für <strong>Büromöbel oder Partyausstattung</strong>.</li> <li>Bevorzugen Sie einfache Möbel ohne unnötige Elektronik.</li> <li>Wer handwerklich gern aktiv ist, kann <strong>aus altem Holz neue Möbel bauen</strong>. Im Internet finden sich hierzu viele Anleitungen.</li> <li>Nachhaltig und kreativ: <strong>Möbel aus Recycling-Materialien</strong> sind eine gute Alternative. Lesen Sie mehr über Möbel aus Pappe oder holen Sie sich <a href="https://www.obi.de/magazin/wohnen/innengestaltung/moebel-selber-bauen/palettenmoebel-ideen">Inspiration für Palettenmöbel</a>.</li> <li>Für den Kaminofen oder das Lagerfeuer ist nur unbehandeltes Holz erlaubt (mehr dazu im <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/garten-freizeit/lagerfeuer-feuerschalen">UBA-Umwelttipp zu Lagerfeuern</a>). Altes Möbelholz hingegen entsorgen Sie über den Rest- oder Sperrmüll.&nbsp;</li> </ul> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/Abb21_0.png"> </a> <strong> Bezugsquellen von Klein- und Großmöbeln </strong> Quelle: "Erarbeitung einer Messmethodik zum Umfang der Wiederverwendung von Produkten in Deutschland", Umweltbundesamt, 2024, eigene Darstellung auf Basis eigener Berechnungen, Öko-Institut </p><p> Hintergrund <p><strong>Gesundheit / Luft&nbsp;</strong><br>In unseren Breitengraden verbringen Menschen die meiste Zeit in Innenräumen – sei es zu Hause, bei der Arbeit oder in öffentlichen Einrichtungen. Die Qualität der Raumluft hat daher einen entscheidenden Einfluss auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Ein oft unterschätzter Faktor dabei sind Möbel: durch ihre großen Oberflächen und der verwendeten Materialien können sie über längere Zeit Schadstoffe in die Raumluft abgeben (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/gesundheit/kommissionen-arbeitsgruppen/ausschuss-fuer-innenraumrichtwerte#ausschuss-fur-innenraumrichtwerte-air">Ausschuss für Innenraumrichtwerte</a>). Besonders kritisch ist hierbei <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/wirtschaft-konsum/produkte/bauprodukte/studien-zur-messung-vermeidung-bewertung-von/formaldehydemissionen-pruefbedingungen-fuer/faq-zu-regelungen-von-formaldehyd-in#0-hinweis-zur-rechtlichen-verbindlichkeit-der-informationen">Formaldehyd</a>, ein flüchtiger Schadstoff, der vor allem in Holzwerkstoffen wie Spanplatten, MDF oder Sperrholz enthalten sein kann. Formaldehyd kann schon in geringen Konzentrationen das Wohlbefinden erheblich beeinträchtigen und Symptome wie Schleimhautreizungen, Kopfschmerzen, Müdigkeit, oder Konzentrationsstörungen verursachen. Bei hoher oder langfristiger Belastung steht es im Verdacht, krebserregend zu sein.&nbsp;</p> <p><strong>Ressourcen</strong><br>Möbelstücke und Einrichtungsgegenstände bestehen aus den unterschiedlichsten Materialien. Holz ist ein natürlicher und nachwachsender Rohstoff, der sich besonders gut für Möbel eignet – vorausgesetzt, das Holz stammt aus verantwortlicher Holzwirtschaft. Zertifikate wie FSC, PEFC und Naturland stellen sicher, dass die Wälder, aus denen das Holz stammt, umweltverträglich, naturnah und nachhaltig bewirtschaftet werden (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/daten/land-forstwirtschaft/nachhaltige-waldwirtschaft">nachhaltige Waldwirtschaft</a>).&nbsp;Heimische Hölzer wie Eiche, Lärche oder Robinie sind Tropenhölzern vorzuziehen und sind eine besonders gute Alternative, da die Transportwege kürzer bleiben. Dies trägt zur Reduktion des ökologischen Fußabdrucks bei und unterstützt die regionale Wertschöpfung.&nbsp;</p> <p><strong>Quellen:&nbsp;</strong></p> <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/wirtschaft-konsum/produkte/bauprodukte/studien-zur-messung-vermeidung-bewertung-von/formaldehydemissionen-pruefbedingungen-fuer/faq-zu-regelungen-von-formaldehyd-in#0-hinweis-zur-rechtlichen-verbindlichkeit-der-informationen">FAQ zu Regelungen von Formaldehyd in Holzwerkstoffen und Möbeln</a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2503/dokumente/fact_sheet_gebrauchtkauf.pdf">UBA-Factsheet Gebrauchtkauf</a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/geruchsbeschwerden-in-innenraeumen-auswertung-von">Geruchsbeschwerden in Innenräumen: Auswertung von Daten zu VOC-Vorkommen und Quellensuche</a></li> </ul> </p><p>Informationen für...</p>

Feuerwehrbalken und lebendiges Pflaster gewinnen BESTFORM-AWARD 2025

Am Mittwochabend wurden im Mitteldeutschen Multimediazentrum (MMZ) in Halle (Saale) die BESTFORM AWARDS 2025 verliehen. Der erste Preis in den beiden Wettbewerbskategorien PRODUCT und CONCEPT ist jeweils mit 10.000 Euro dotiert. 1. Platz Kategorie PRODUCT Den ersten Platz in der Kategorie PRODUCT sicherte sich „Olschak Stahl + Design“ aus Aschersleben. Gemeinsam mit den Freiwilligen Feuerwehren Drohndorf und Mehringen entwickelte das Unternehmen einen nachrüstbaren Frontsprühbalken für Einsatzfahrzeuge – eine effiziente und ressourcenschonende Alternative zu bisherigen Lösungen. Der Sprühbalken ermöglicht eine gezielte Anwendung bei Flächenbränden, Ölspuren oder zum Schutz von Einsatzkräften. Die Jury zeigte sich beeindruckt vom gesellschaftlichen Mehrwert und der Effizienz des Produkts: „Das ist die pure Definition des BESTFORM AWARDS – ein Produkt made in Sachsen-Anhalt spart Ressourcen und löscht Flächenbrände. Der Balken arbeitet wassersparend, ist nachrüstbar. Aus einer Eigeninitiative heraus wurde am Dienst an der Menschheit gearbeitet.“ 1. Platz Kategorie CONCEPT In der Kategorie CONCEPT überzeugten die Studenten Carla Wirths und Max Koch von der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle (Saale) mit dem Projekt „Sip Bag“. Die lebende Wundauflage basiert auf den heilenden Eigenschaften von Goldfliegenlarven und deren historischer Nutzung. Das „lebendige Pflaster“ dient der Behandlung chronischer Wunden. Das Produktsystem ist so gestaltet, dass es industriell und lokal in Apotheken produziert werden kann. Die Jury lobte das Projekt als mutige Rückbesinnung auf traditionelle Heilmethoden, umgesetzt in einem modernen Konzept: „Die Lösung ist so gut, dass man sich fragt, warum es das noch nicht gibt.“ Weitere Platzierungen PRODUCT Den zweiten Platz in der Kategorie PRODUCT erhielt die Design-Agentur „Kollektiv Design“ aus Naumburg (Saale) für ihre kommunale Imagekampagne im Auftrag des Burgenlandkreises. In ihrem Imagefilm „Eine Reise in die Toskana des Nordens“ kombinieren die sachsen-anhaltischen Kreativen fiktionale Erzählungen mit echten wirtschaftlichen, touristischen und kulturellen Höhepunkten der Region. Mit über 71.000 Aufrufen auf YouTube und 100.000 auf Instagram hat der Film bereits ein breites Publikum erreicht und ist mit dem German Design Award für exzellentes Kommunikationsdesign ausgezeichnet worden. Neben der Nutzung als behördliches Kommunikationsmittel auf Messen und in sozialen Netzwerken ist auch eine überregionale Kinowerbung geplant. Der Film wird zudem von lokalen Unternehmen, die als Drehorte dienten, zur Eigenwerbung verwendet. Die Jury lobte, dass „hier mit Low Budget eine witzige Idee hervorragend umgesetzt wurde“. Mit dem „handwerklich sehr gut gemachten Film“ werde „eine breite Masse per Charme-Offensive angesprochen“. Der dritte Platz in der Kategorie PRODUCT ging an die Knufmann GmbH aus Klötze und die IHK Bildungsakademie Magdeburg GmbH für den „Algensommelier-Kurs“. Die innovative Bildungsoffensive der Industrie- und Handelskammer (IHK) Magdeburg richtet sich an Gastronomen, die Wissenschaft und die Lebensmittelindustrie. Vermittelt werden umfassende Kenntnisse über die Biologie und die Nutzung von Algen. Die Teilnehmer lernen, Algen in der Gastronomie korrekt zuzubereiten, Qualitätsstandards zu setzen und effektive Marketingstrategien zu entwickeln. Die Jury betonte in ihrer Begründung, dass „man hier auf hohem Niveau etwas unters Volk bringen möchte“: „Das Bildungsangebot geht weit über reines Informieren hinaus, sondern liefert eine Ausbildung für die Anwendung.“ CONCEPT Der zweite Preis in der Kategorie CONCEPT ging an Vincent Ackermann und sein Projekt „Surfix“. Der Student der Hochschule Magdeburg-Stendal hat ein Gerät für das präzise Nivellieren von unebenen Böden und Wänden in Neubauten und Renovierungsprojekten entwickelt. Die bisher üblichen Methoden erfordern oft zeitaufwändige und fehleranfällige manuelle Messungen, die hierbei optimiert werden. Das Herzstück des Geräts ist ein hochpräziser 360-Grad-Dreiachsen-Laser, der auf der Arbeitsfläche eine Höhenreferenz erstellt. Der dazugehörige Schleifer ist mit Sensoren ausgestattet, die diese Höhenreferenz erfassen, damit Nutzer wissen, an welchen Stellen Material abgetragen werden muss. Die Jury war angetan von der „Möglichkeit, noch präziser, sicherer und schneller zu arbeiten“ und vom „sehr guten ergonomischen sowie gestalterisch ausgeführtem Konzept“. „Das ist eine schlaue Assistenz, die bisher nicht zu leisten war.“ Über den dritten Preis in der Kategorie CONCEPT konnte sich Friedrich Gerlach freuen. Er entwickelte als Student der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle (Saale) das „Lumo Sofa System“. Gefertigt aus einem neuartigen Material, das recyceltes Sägemehl mit einem mineralischen Binder kombiniert, braucht es keine Kunststoffe und ist sehr stabil. Hergestellt wird das Lumo Sofa System mit dem weltweit wohl schnellsten 3D-Drucker. Die komplexen Formen und fließenden Übergänge, die bisher nur mit energieintensiven und schwer recycelbaren Materialien möglich waren, können nun mit diesem plastikfreien Material realisiert werden. Die stapelbare Bauweise optimiert den Bauraum des Druckers, verkürzt die Produktionszeit und senkt die Kosten erheblich. Der Textilbezug besteht komplett aus Naturmaterialien, ist einfach zu befestigen und verzichtet auf Polyamidanteile. Die Jury betonte, dass es sich hierbei um eine „herausragende, durchdachte Konstruktionsweise“ handelt. Mit dem Lumo Sofa System könne „eine Reduzierung von hochkomplexen Sofa-Aufbauten“ erreicht werden. Anerkennungspreise Acht Finalisten wurden für ihre herausragenden kreativen Ideen mit einem Anerkennungspreis ausgezeichnet (alphabetisch nach Projektnamen): Nennung in alphabetischer Ordnung des Projekt-Namens: Über den Wettbewerb Mit über 100 eingereichten Beiträgen verzeichnete der BESTFORM AWARD 2025 Kreativpreis des Landes Sachsen-Anhalt einen Teilnahmerekord. Der Landeswettbewerb ist zuvor geschärft worden – unter anderem mit einem deutlicherem Namen (vorher BESTFORM /// MEHR /// WERT /// AWARD für kreative Ideen) und den beiden Kategorien CONCEPT ( = visionäre Ideen) und PRODUCT ( = marktfähige Lösungen). Wirtschaftsminister Sven Schulze, Schirmherr des Wettbewerbs, betonte: „Was die Preisträgerinnen und Preisträger des BESTFORM AWARD leisten, geht weit über gute Ideen hinaus – sie haben den Mut, Neues zu denken, Verantwortung zu übernehmen und unsere Gesellschaft mitzugestalten. Die ausgezeichneten kreativen Ideen zeigen eindrucksvoll, wie viel Innovationskraft in Sachsen-Anhalt steckt. Hier entstehen Lösungen, die nicht nur wirtschaftliches Potenzial haben, sondern auch unsere Gesellschaft nachhaltig prägen können – genau das brauchen wir in einer Zeit des Wandels.“ Der vom Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten des Landes Sachsen-Anhalt ausgeschriebene Wettbewerb richtet sich an kreative Köpfe, die Wirtschaft und Gesellschaft mit ihren Ideen nachhaltig prägen wie Unternehmen, Selbstständige, Gründer, Studenten, Wissenschaftler, Institutionen und Verbände. Die wichtigste Voraussetzung ist eine klar erkennbare kreative Leistung – ob als Konzept, Prototyp, fertiges Produkt oder Dienstleistung. Beim vorherigen Wettbewerb 2023 gewann die „SecureAir GmbH“ aus Magdeburg mit der „Securer“-Atemmaske den ersten Preis. Diese wurde gemeinsam mit Forschern, Technikern und Kreativschaffenden entwickelt und schützt mit UVC-Lichtdesinfektion zuverlässig vor Viren und Bakterien. Der BESTFORM AWARD wurde 2013 ins Leben gerufen und wird alle zwei Jahre vergeben. Mehrere Preisträger haben bereits internationales Know-how unter Beweis gestellt oder wurden zu deutschen Kultur- und Kreativpiloten gekürt. Die Investitions- und Marketinggesellschaft organisiert und koordiniert den Landeswettbewerb im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten des Landes Sachsen-Anhalt. Weitere Informationen www.bestform-sachsen-anhalt.de Folgen Sie uns auf: Pressekontakt Manuela Bock 01 76/72 22 69 80 manuela.bock(at)img-sachsen-anhalt.de

Entsorgung von Illegalem Müll kostet Kommunen jährlich 1 Mio. Euro und verursacht Umweltschäden

Alte Sofas, Abfallsäcke, Elektrogeräte, Sperrmüll und andere unbrauchbare Dinge – immer wieder sorgt illegal entsorgter Müll am Straßenrand oder in der Landschaft für Verärgerung. Dabei sind die illegalen Müllhaufen nicht nur ein optisches Ärgernis, sie sind auch eine enorme Belastung für die Umwelt und sorgen für zusätzliche Kosten in Millionenhöhe für die Entsorger. „Das Fehlverhalten Einiger führt zu einer enormen Belastung der Umwelt und bezüglich der Entsorgung zu einer Belastung aller. Denn für die Entsorgung illegaler Ablagerungen im öffentlichen Raum ist der öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger zuständig. Einen nicht unerheblichen Teil ihrer Arbeitszeit müssen sie für die Beseitigung der Müllberge aufbringen.“, erklärt der Präsident des Landesverwaltungsamtes Thomas Pleye. Diese Art der Müllentsorgung stößt bei den meisten Bürgerinnen und Bürgern auf Unverständnis, denn es gibt flächendeckend Möglichkeiten, seinen Müll loszuwerden. Jeder Haushalt ist an die öffentliche Abfallentsorgung angeschlossen, das heißt, Abfälle, die im Haushalt entstehen, können über die hauseigenen Mülltonnen entsorgt werden.  Fallen Abfälle an, die nicht in die Mülltonnen passen oder von der Abfuhr ausgeschlossen sind, kann man kostenlos oder gegen kleinere Gebühren die Wertstoffhöfe der Kommunen nutzen. Auch Sperrmüll kann bis zu vier Mal im Jahr kostenlos zur Abholung angemeldet werden. „Es gibt also objektiv keinen Grund, sich seines Mülls illegal zu entledigen. Und dennoch müssen in Sachsen-Anhalt die Kommunen jedes Jahr rund 1.000.000 Euro aufwenden, um unbedacht weggeworfene Abfälle ordnungsgemäß zu entsorgen.“, so Pleye weiter. Teuer wird es jedoch nicht nur für die zuständigen Entsorgungsträger. Wer seine Sachen einfach auf der Straße oder in der freien Natur ausmustert und dabei erwischt wird, muss mit rechtlichen und finanziellen Konsequenzen rechnen. Das Gleiche gilt im Übrigen auch für privaten Hausmüll, der rechtswidrig in öffentlichen Papierkörben entsorgt wird. Ein besonders gravierender Aspekt der illegalen Müllentsorgung ist ihre negative Auswirkung auf die Umwelt. Abfälle, die unsachgemäß in der Natur oder in städtischen Bereichen abgelegt werden, können Böden, Gewässer und die Luft verschmutzen. Plastiktüten, Glasflaschen oder Zigarettenstummel vergehen nicht nur über Jahre, sondern können auch Haus- oder Wildtieren schaden. „Illegale Müllentsorgung ist kein Kavaliersdelikt. Sauberkeit ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Wir alle haben ein Interesse daran, dass unsere Städte und Wälder sauber und lebenswert bleiben!“, so Pleye abschließend. Impressum: Landesverwaltungsamt Pressestelle Ernst-Kamieth-Straße 2 06112 Halle (Saale) Tel: +49 345 514 1244 Fax: +49 345 514 1477 Mail: pressestelle@lvwa.sachsen-anhalt.de

Atomarer Sauerstoff in der Mesosphäre und unteren Thermosphäre der Erde

Atomarer Sauerstoff (O) ist ein wichtiger Bestandteil der Erdatmosphäre. Er erstreckt sich von der Mesosphäre bis zur unteren Thermosphäre (Engl.: Mesosphere and Lower Thermosphere: MLT), d. h. von etwa 80 km bis über 500 km Höhe. O wird durch Photolyse von molekularem Sauerstoff durch UV-Strahlung erzeugt. Er ist die am häufigsten vorkommende Spezies in der MLT und eine wichtige Komponente in Bezug auf dessen Photochemie. Außerdem ist O wichtig für den Energiehaushalt der MLT, da CO2-Moleküle durch Stöße mit O angeregt werden und die angeregten CO2-Moleküle im Infraroten strahlen und die MLT kühlen. Dies bedeutet, dass sich der globale Klimawandel auch auf die MLT auswirkt, denn die Erhöhung der CO2-Konzentration in der MLT führt zu einer effizienteren Kühlung und damit zu deren Schrumpfen. Die O Konzentration wird außerdem durch dynamische Bewegungen, vertikalen Transport, Gezeiten und Winde beeinflusst. Daher ist eine genaue Kenntnis der globalen Verteilung von O und seines Konzentrationsprofils sowie der täglichen und jährlichen Schwankungen unerlässlich, um die Photochemie, den Energiehaushalt und die Dynamik der MLT zu verstehen. Das Ziel dieses Projekts ist es, Säulendichten und Konzentrationsprofile von O in der MLT durch Analyse der Feinstrukturübergänge bei 4,74 THz und 2,06 THz zu bestimmen. Die zu analysierenden Daten wurden mit dem Heterodynspektrometer GREAT/upGREAT (German REceiver for Astronomy at Terahertz frequencies) an Bord von SOFIA, dem Stratospheric Observatory for Infrared Astronomy, gemessen. Dies ist eine direkte Beobachtungsmethode, die genauere Ergebnisse liefern kann als existierende indirekte satellitengestützte Methoden, die photochemische Modelle benötigen, um O Konzentrationsprofile abzuleiten. Mit GREAT/upGREAT wurden seit Mai 2014 ca. 500.000 Spektren gemessen, die vier verschiedene Weltregionen abdecken, nämlich Nordamerika, Neuseeland, Europa und Tahiti/Pazifik. Zeitliche Variationen sowie der Einfluss von Sonnenzyklen, Winden und Schwerewellen werden ebenfalls im Rahmen des Projekts untersucht. Die Ergebnisse werden mit Satellitendaten, die für Höhen von 80 bis 100 km verfügbar sind, und mit Vorhersagen eines semi-empirischen Modells verglichen. Es sei darauf hingewiesen, dass diese Daten die ersten spektral aufgelösten direkte Messungen von O in der MLT sind. Dies ist eine vielversprechende Alternative zur Bestimmung der Konzentration von O im Vergleich mit indirekten satellitengestützten Methoden, die auf photochemischen Modellen beruhen.

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