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Umweltfreundliche Möbel: Ressourcenschonung mit einem gesunden Raumklima verbinden

<p> So richten Sie sich umweltfreundlich und schadstoffarm ein <ul> <li>Achten Sie beim Kauf von Möbeln auf <strong>Umweltsiegel</strong> wie Blauer Engel, EU-Ecolabel oder das Goldene M. Diese stehen für umweltfreundliche und schadstoffarme Möbel.</li> <li>Wählen Sie <strong>zeitloses Design und gute Qualität</strong>. So können Sie Ihre Möbel viele Jahre nutzen.</li> <li>Nutzen Sie <strong>Secondhand-Angebote</strong>. Dies schont Ressourcen und kann auch viel Geld sparen.</li> <li><strong>Pflegen </strong>Sie Ihre Möbel regelmäßig. Das erhält Aussehen und Funktion auf lange Sicht.</li> <li><strong>Reparieren </strong>oder <strong>verschönern </strong>Sie beschädigte Möbel. Ein neuer Anstrich oder Bezug kann viel bewirken.</li> <li>Geben Sie gut erhaltene Möbel weiter. <strong>Spenden oder verkaufen</strong> Sie diese über Plattformen oder soziale Einrichtungen.</li> </ul> Gewusst wie <p>Wir möchten uns in unseren eigenen vier Wänden wohlfühlen – daran haben Möbel einen großen Anteil. Möbel sind aber in der Regel nicht nur größere Anschaffungen, sondern benötigen bei der Herstellung wertvolle Ressourcen und zum Teil umweltschädliche Materialien. Mit den folgenden Tipps sparen Sie nicht nur Umweltressourcen, sondern stellen auch sicher, dass Sie eine angenehme und gesunde Raumluft in Ihrer Wohnung haben.<br>&nbsp;</p> <p><strong>Umweltfreundliche Möbel erkennen Sie an folgenden Merkmalen:</strong></p> <ul> <li>Hochwertige Möbel sind <strong>langlebig </strong>und können viele Jahre genutzt werden.</li> <li>Sie bestehen aus <strong>umweltschonenden Rohstoffen</strong>, etwa Holz aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern.</li> <li>Sie sind geruchsarm und <strong>frei von Schadstoffen</strong> – gut für Ihre Gesundheit und die Raumluft.</li> <li>Kurze Transportwege und <strong>faire Produktionsbedingungen</strong> sprechen für nachhaltige Herkunft und Herstellung.</li> <li>Möbel, die gut <strong>reparierbar </strong>oder <strong>recycelbar </strong>sind, leisten ebenfalls einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz.<br>&nbsp;</li> </ul> <p><strong>Vertrauenswürdige Umweltsiegel helfen bei der Orientierung:</strong></p> <ul> <li><a href="https://www.blauer-engel.de/de">Blauer Engel (UZ 38 für Möbel aus Holz und UZ 117 Polstermöbel)</a></li> <li><a href="https://eu-ecolabel.de/">EU-Ecolabel für Möbel</a></li> <li><a href="https://www.das-goldene-m.de/de/das-goldene-m">Goldenes M – RAL-Gütezeichen</a></li> <li><a href="https://www.levelcertified.eu/de/level/">Level-Zertifikat</a></li> </ul> <p>Verbraucherinnen und Verbraucher können einen aktiven Beitrag leisten, indem Sie beim Kauf von Möbeln auf vertrauenswürdige <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/uebergreifende-tipps/siegel-label#top-umweltsiegel-kennen-und-beachten">Umweltsiegel</a> achten. Empfehlenswert sind Möbel, die mit anerkannten Umweltzeichen (Blauen Engel, EU-Ecolabel, Goldenes M - RAL Gütezeichen, Level-Zertifikat) ausgezeichnet sind. Diese Siegel haben strenge Standards und hohe Ansprüche an Umwelt-, Gesundheits- und Gebrauchseigenschaften.&nbsp;<br>Möbel mit diesen Siegeln sind eine gute Wahl, da sie garantieren, dass Produkte hochwertig und über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg umweltfreundlich sind. Es werden die Materialwahl, Schadstoffe, Recyclingfähigkeit und Qualität berücksichtigt. So enthalten zum Beispiel Möbel, die mit dem Blauen Engel ausgezeichnet sind, keine gefährlichen Stoffe wie <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/pestizide">Pestizide</a> oder Flammschutzmittel. &nbsp;</p> <p>Grundsätzlich gilt: <a href="https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/479/publikationen/240506_uba_rg_gesund_und_umweltfreundlich_einrichten_rz.pdf">Wählen sie möglichst emissionsarme Möbel und Einrichtungsgegenstände.</a> Das schützt nicht nur ihre Gesundheit, sondern auch die ihrer Familie und leistet einen Beitrag zum Umweltschutz.</p> <p>Bei <strong>Holzmöbeln </strong>gilt, sofern keine Möbel mit den oben genannten Umweltzeichen erhältlich sind:</p> <ul> <li>Bevorzugen Sie<strong> Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft</strong>, möglichst aus Deutschland oder Europa.</li> <li>Achten Sie auf <strong>Holzsiegel </strong>wie <a href="https://www.fsc-deutschland.de/"><strong>FSC</strong></a>, <a href="https://www.pefc.de/"><strong>PEFC</strong></a>, <a href="https://www.naturland.de/de/"><strong>Naturland</strong></a><strong> </strong>oder <a href="https://www.holz-von-hier.eu/"><strong>Holz von Hier</strong></a> – sie garantieren ökologische und soziale Standards.</li> <li><strong>Einheimische Holzarten</strong> wie Fichte, Eiche, Lärche und die in Mitteleuropa etablierte Douglasie sind besonders empfehlenswert. Die Douglasie gilt zudem als sehr robust und langlebig.</li> </ul> <p>Auch <strong>Möbel aus Recyclingmaterialien</strong> sind eine nachhaltige Wahl.</p> <p><strong>Zeitloses Design und gute Qualität: </strong>Sogenannte "Fast Furniture" – also billige Möbel, die schnell gekauft und ebenso schnell wieder entsorgt werden – belasten die Umwelt. Achten Sie deshalb beim Möbelkauf auf <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/nachhaltigkeit">Nachhaltigkeit</a> und Langlebigkeit. Möbel aus hochwertigen Materialien, die stabil und gut verarbeitet sind, halten oft viele Jahre – und sehen dabei auch nach langer Zeit noch gut aus. So ist z.&nbsp;B. die Materialstärke ein wichtiger Hinweis auf Stabilität und Langlebigkeit von Möbelstücken. Besonders bei gebrauchten Sofas und Sesseln lohnt ein genauer Blick: Die Qualität des Schaumpolsters ist entscheidend für Komfort und Langlebigkeit. Achten Sie darauf, dass die Sitzfläche ein Raumgewicht von mindestens 35 kg/m³ hat, die Rückenlehne sollte bei mindestens 28 kg/m³ liegen.</p> <p>Auch die Bezüge spielen eine wichtige Rolle. Hochwertige <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/stoff">Stoff</a>- oder Lederbezüge sind nicht nur langlebiger, sondern oft auch umwelt- und gesundheitsschonender – etwa, wenn sie frei von schädlichen Chemikalien sind oder aus nachhaltiger Herstellung stammen.<br>Zeitloses Design, eine vielseitige Nutzung oder ein modularer Aufbau sorgen außerdem dafür, dass Sie ein Möbelstück flexibel einsetzen und an neue Wohnsituationen anpassen können. So sparen Sie Geld, Ressourcen und vermeiden unnötigen Müll.</p> <p><strong>Secondhand-Angebote clever nutzen:</strong> Möbel müssen nicht immer neu sein – in Kleinanzeigenportalen, auf Flohmärkten, in Sozialkaufhäusern oder bei Vintage- und Antiquitätengeschäften finden Sie oft gut erhaltene Stücke . Secondhand-Möbel sind meist nicht nur günstiger, sondern schonen auch die Umwelt, weil keine neuen Ressourcen verbraucht werden.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/DIY-Stuhl_glebzter_AdobeStock_1620763023.jpeg"> </a> <strong> Möbel im neuen Glanz </strong> <br> <p>Durch regelmäßige Aufarbeitung und die richtige Pflege verlängern Sie die Lebensdauer Ihrer Holzstücke deutlich.</p> Quelle: glebzter / AdobeStock <p><strong>Mit der richtigen Pflege bleiben Möbel länger schön: </strong>Wie lange ein Möbelstück hält, hängt nicht nur von der Qualität, sondern auch von der richtigen Pflege ab. Wer seine Möbel gut behandelt, kann ihre Lebensdauer deutlich verlängern. Dabei ist die Art der Pflege von der Oberfläche abhängige. Vollholzmöbel sollten regelmäßig mit einem weichen, leicht feuchten Tuch abgewischt werden. Eine gelegentliche Behandlung mit geeigneten Ölen oder Wachsen hilft, das Holz zu schützen und schön zu erhalten. Lackierte oder beschichtete Holzoberflächen sind pflegeleichter. Hier reicht ein feuchtes Tuch oder ein Wischleder zur Reinigung. Wichtig: Verwenden Sie keine aggressiven Reiniger, vor allem keine chlorhaltigen Mittel oder Lösungsmittel wie Aceton oder Reinigungsbenzin – sie können die Oberfläche beschädigen und sind oft gesundheitsschädlich.</p> <p>Weitere Tipps rund ums umweltfreundliche Putzen und Renovieren finden Sie im entsprechenden UBA-Umwelttipp <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/haushalt-wohnen/reinigung-im-haushalt">"Reinigung im Haushalt"</a> sowie in der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/gesund-umweltfreundlich-renovieren">UBA-Broschüre "Gesund und umweltfreundlich renovieren"</a>.</p> <p><a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/uebergreifende-tipps/reparieren"><strong>Reparieren statt wegwerfen</strong></a><strong> und kreativ neugestalten: </strong>Kleinere Schäden an Möbeln müssen kein Grund zum Wegwerfen sein. Oft lässt sich ein wackelndes Stuhlbein festziehen, eine lose Schublade reparieren oder eine beschädigte Fläche ausbessern. Wer selbst Hand anlegt oder eine Reparatur in Auftrag gibt, spart Ressourcen – und verlängert die Lebensdauer des Möbelstücks. Auch eine Neugestaltung kann Wunder wirken: Ein frischer Bezug für das alte Sofa, ein neuer Lampenschirm oder ein Anstrich in moderner Farbe – solche einfachen Maßnahmen machen aus Alt wieder neu.</p> <p><strong>Was tun mit ausgedienten Möbeln?</strong> Rund 3,6 Millionen Tonnen Möbel werden jedes Jahr in Deutschland neu gekauft – viele davon landen nach kurzer Nutzung auf dem Sperrmüll. Dabei sind viele alte Stücke noch viel zu schade für die Entsorgung. Noch brauchbare Möbel können Sie spenden, verschenken oder verkaufen – zum Beispiel über Kleinanzeigen, Second-Hand-Plattformen, Sozialkaufhäuser oder Umsonst-Läden.&nbsp;<br>Nur wirklich kaputte Möbel gehören auf den Sperrmüll. Ist ein Möbelstück nicht mehr zu retten, kann es in der Regel kostenlos bei Ihrer Gemeinde entsorgt werden. Informieren Sie sich am besten direkt bei der kommunalen Abfallberatung.<br>Elektronisch ausgestattete Alt-Möbel sollten Sie möglichst demontieren und die Elektrobauteile ordnungsgemäß entsorgen. &nbsp;Infos zur richtigen Entsorgung von Elektroschrott finden Sie <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/elektrogeraete/alte-elektrogeraete-richtig-entsorgen">hier</a>.&nbsp;</p> <p><strong>Was Sie sonst noch tun können:</strong></p> <ul> <li>Bevorzugen Sie <strong>lokale Möbelgeschäfte</strong>, denn vor Ort können Sie Qualität und Materialien besser beurteilen – das spart oft unnötige Retouren.</li> <li><strong>Probesitzen lohnt sich: </strong>Gerade bei Polstermöbeln wie Sofa oder Sessel hilft nur ausprobieren, um Sitzkomfort und Verarbeitung richtig einschätzen zu können.</li> <li>Beim <strong>Online-Kauf</strong> sollten Sie nicht nur Höhe, Breite und Tiefe beachten, sondern auch die <strong>Materialstärke </strong>prüfen – sie ist ein wichtiger Hinweis auf Stabilität und Langlebigkeit.</li> <li>Wenn Möbel nur für kurze Zeit gebraucht werden, lohnt sich das <strong>Mieten </strong>– zum Beispiel für <strong>Büromöbel oder Partyausstattung</strong>.</li> <li>Bevorzugen Sie einfache Möbel ohne unnötige Elektronik.</li> <li>Wer handwerklich gern aktiv ist, kann <strong>aus altem Holz neue Möbel bauen</strong>. Im Internet finden sich hierzu viele Anleitungen.</li> <li>Nachhaltig und kreativ: <strong>Möbel aus Recycling-Materialien</strong> sind eine gute Alternative. Lesen Sie mehr über Möbel aus Pappe oder holen Sie sich <a href="https://www.obi.de/magazin/wohnen/innengestaltung/moebel-selber-bauen/palettenmoebel-ideen">Inspiration für Palettenmöbel</a>.</li> <li>Für den Kaminofen oder das Lagerfeuer ist nur unbehandeltes Holz erlaubt (mehr dazu im <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/garten-freizeit/lagerfeuer-feuerschalen">UBA-Umwelttipp zu Lagerfeuern</a>). Altes Möbelholz hingegen entsorgen Sie über den Rest- oder Sperrmüll.&nbsp;</li> </ul> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/Abb21_0.png"> </a> <strong> Bezugsquellen von Klein- und Großmöbeln </strong> Quelle: "Erarbeitung einer Messmethodik zum Umfang der Wiederverwendung von Produkten in Deutschland", Umweltbundesamt, 2024, eigene Darstellung auf Basis eigener Berechnungen, Öko-Institut Hintergrund <p><strong>Gesundheit / Luft&nbsp;</strong><br>In unseren Breitengraden verbringen Menschen die meiste Zeit in Innenräumen – sei es zu Hause, bei der Arbeit oder in öffentlichen Einrichtungen. Die Qualität der Raumluft hat daher einen entscheidenden Einfluss auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Ein oft unterschätzter Faktor dabei sind Möbel: durch ihre großen Oberflächen und der verwendeten Materialien können sie über längere Zeit Schadstoffe in die Raumluft abgeben (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/gesundheit/kommissionen-arbeitsgruppen/ausschuss-fuer-innenraumrichtwerte#ausschuss-fur-innenraumrichtwerte-air">Ausschuss für Innenraumrichtwerte</a>). Besonders kritisch ist hierbei <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/wirtschaft-konsum/produkte/bauprodukte/studien-zur-messung-vermeidung-bewertung-von/formaldehydemissionen-pruefbedingungen-fuer/faq-zu-regelungen-von-formaldehyd-in#0-hinweis-zur-rechtlichen-verbindlichkeit-der-informationen">Formaldehyd</a>, ein flüchtiger Schadstoff, der vor allem in Holzwerkstoffen wie Spanplatten, MDF oder Sperrholz enthalten sein kann. Formaldehyd kann schon in geringen Konzentrationen das Wohlbefinden erheblich beeinträchtigen und Symptome wie Schleimhautreizungen, Kopfschmerzen, Müdigkeit, oder Konzentrationsstörungen verursachen. Bei hoher oder langfristiger Belastung steht es im Verdacht, krebserregend zu sein.&nbsp;</p> <p><strong>Ressourcen</strong><br>Möbelstücke und Einrichtungsgegenstände bestehen aus den unterschiedlichsten Materialien. Holz ist ein natürlicher und nachwachsender Rohstoff, der sich besonders gut für Möbel eignet – vorausgesetzt, das Holz stammt aus verantwortlicher Holzwirtschaft. Zertifikate wie FSC, PEFC und Naturland stellen sicher, dass die Wälder, aus denen das Holz stammt, umweltverträglich, naturnah und nachhaltig bewirtschaftet werden (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/daten/land-forstwirtschaft/nachhaltige-waldwirtschaft">nachhaltige Waldwirtschaft</a>).&nbsp;Heimische Hölzer wie Eiche, Lärche oder Robinie sind Tropenhölzern vorzuziehen und sind eine besonders gute Alternative, da die Transportwege kürzer bleiben. Dies trägt zur Reduktion des ökologischen Fußabdrucks bei und unterstützt die regionale Wertschöpfung.&nbsp;</p> <p><strong>Quellen:&nbsp;</strong></p> <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/wirtschaft-konsum/produkte/bauprodukte/studien-zur-messung-vermeidung-bewertung-von/formaldehydemissionen-pruefbedingungen-fuer/faq-zu-regelungen-von-formaldehyd-in#0-hinweis-zur-rechtlichen-verbindlichkeit-der-informationen">FAQ zu Regelungen von Formaldehyd in Holzwerkstoffen und Möbeln</a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2503/dokumente/fact_sheet_gebrauchtkauf.pdf">UBA-Factsheet Gebrauchtkauf</a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/geruchsbeschwerden-in-innenraeumen-auswertung-von">Geruchsbeschwerden in Innenräumen: Auswertung von Daten zu VOC-Vorkommen und Quellensuche</a></li> </ul> </p><p> So richten Sie sich umweltfreundlich und schadstoffarm ein <ul> <li>Achten Sie beim Kauf von Möbeln auf <strong>Umweltsiegel</strong> wie Blauer Engel, EU-Ecolabel oder das Goldene M. Diese stehen für umweltfreundliche und schadstoffarme Möbel.</li> <li>Wählen Sie <strong>zeitloses Design und gute Qualität</strong>. So können Sie Ihre Möbel viele Jahre nutzen.</li> <li>Nutzen Sie <strong>Secondhand-Angebote</strong>. Dies schont Ressourcen und kann auch viel Geld sparen.</li> <li><strong>Pflegen </strong>Sie Ihre Möbel regelmäßig. Das erhält Aussehen und Funktion auf lange Sicht.</li> <li><strong>Reparieren </strong>oder <strong>verschönern </strong>Sie beschädigte Möbel. Ein neuer Anstrich oder Bezug kann viel bewirken.</li> <li>Geben Sie gut erhaltene Möbel weiter. <strong>Spenden oder verkaufen</strong> Sie diese über Plattformen oder soziale Einrichtungen.</li> </ul> </p><p> Gewusst wie <p>Wir möchten uns in unseren eigenen vier Wänden wohlfühlen – daran haben Möbel einen großen Anteil. Möbel sind aber in der Regel nicht nur größere Anschaffungen, sondern benötigen bei der Herstellung wertvolle Ressourcen und zum Teil umweltschädliche Materialien. Mit den folgenden Tipps sparen Sie nicht nur Umweltressourcen, sondern stellen auch sicher, dass Sie eine angenehme und gesunde Raumluft in Ihrer Wohnung haben.<br>&nbsp;</p> <p><strong>Umweltfreundliche Möbel erkennen Sie an folgenden Merkmalen:</strong></p> <ul> <li>Hochwertige Möbel sind <strong>langlebig </strong>und können viele Jahre genutzt werden.</li> <li>Sie bestehen aus <strong>umweltschonenden Rohstoffen</strong>, etwa Holz aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern.</li> <li>Sie sind geruchsarm und <strong>frei von Schadstoffen</strong> – gut für Ihre Gesundheit und die Raumluft.</li> <li>Kurze Transportwege und <strong>faire Produktionsbedingungen</strong> sprechen für nachhaltige Herkunft und Herstellung.</li> <li>Möbel, die gut <strong>reparierbar </strong>oder <strong>recycelbar </strong>sind, leisten ebenfalls einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz.<br>&nbsp;</li> </ul> <p><strong>Vertrauenswürdige Umweltsiegel helfen bei der Orientierung:</strong></p> <ul> <li><a href="https://www.blauer-engel.de/de">Blauer Engel (UZ 38 für Möbel aus Holz und UZ 117 Polstermöbel)</a></li> <li><a href="https://eu-ecolabel.de/">EU-Ecolabel für Möbel</a></li> <li><a href="https://www.das-goldene-m.de/de/das-goldene-m">Goldenes M – RAL-Gütezeichen</a></li> <li><a href="https://www.levelcertified.eu/de/level/">Level-Zertifikat</a></li> </ul> <p>Verbraucherinnen und Verbraucher können einen aktiven Beitrag leisten, indem Sie beim Kauf von Möbeln auf vertrauenswürdige <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/uebergreifende-tipps/siegel-label#top-umweltsiegel-kennen-und-beachten">Umweltsiegel</a> achten. Empfehlenswert sind Möbel, die mit anerkannten Umweltzeichen (Blauen Engel, EU-Ecolabel, Goldenes M - RAL Gütezeichen, Level-Zertifikat) ausgezeichnet sind. Diese Siegel haben strenge Standards und hohe Ansprüche an Umwelt-, Gesundheits- und Gebrauchseigenschaften.&nbsp;<br>Möbel mit diesen Siegeln sind eine gute Wahl, da sie garantieren, dass Produkte hochwertig und über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg umweltfreundlich sind. Es werden die Materialwahl, Schadstoffe, Recyclingfähigkeit und Qualität berücksichtigt. So enthalten zum Beispiel Möbel, die mit dem Blauen Engel ausgezeichnet sind, keine gefährlichen Stoffe wie <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/pestizide">Pestizide</a> oder Flammschutzmittel. &nbsp;</p> <p>Grundsätzlich gilt: <a href="https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/479/publikationen/240506_uba_rg_gesund_und_umweltfreundlich_einrichten_rz.pdf">Wählen sie möglichst emissionsarme Möbel und Einrichtungsgegenstände.</a> Das schützt nicht nur ihre Gesundheit, sondern auch die ihrer Familie und leistet einen Beitrag zum Umweltschutz.</p> <p>Bei <strong>Holzmöbeln </strong>gilt, sofern keine Möbel mit den oben genannten Umweltzeichen erhältlich sind:</p> <ul> <li>Bevorzugen Sie<strong> Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft</strong>, möglichst aus Deutschland oder Europa.</li> <li>Achten Sie auf <strong>Holzsiegel </strong>wie <a href="https://www.fsc-deutschland.de/"><strong>FSC</strong></a>, <a href="https://www.pefc.de/"><strong>PEFC</strong></a>, <a href="https://www.naturland.de/de/"><strong>Naturland</strong></a><strong> </strong>oder <a href="https://www.holz-von-hier.eu/"><strong>Holz von Hier</strong></a> – sie garantieren ökologische und soziale Standards.</li> <li><strong>Einheimische Holzarten</strong> wie Fichte, Eiche, Lärche und die in Mitteleuropa etablierte Douglasie sind besonders empfehlenswert. Die Douglasie gilt zudem als sehr robust und langlebig.</li> </ul> <p>Auch <strong>Möbel aus Recyclingmaterialien</strong> sind eine nachhaltige Wahl.</p> <p><strong>Zeitloses Design und gute Qualität: </strong>Sogenannte "Fast Furniture" – also billige Möbel, die schnell gekauft und ebenso schnell wieder entsorgt werden – belasten die Umwelt. Achten Sie deshalb beim Möbelkauf auf <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/nachhaltigkeit">Nachhaltigkeit</a> und Langlebigkeit. Möbel aus hochwertigen Materialien, die stabil und gut verarbeitet sind, halten oft viele Jahre – und sehen dabei auch nach langer Zeit noch gut aus. So ist z.&nbsp;B. die Materialstärke ein wichtiger Hinweis auf Stabilität und Langlebigkeit von Möbelstücken. Besonders bei gebrauchten Sofas und Sesseln lohnt ein genauer Blick: Die Qualität des Schaumpolsters ist entscheidend für Komfort und Langlebigkeit. Achten Sie darauf, dass die Sitzfläche ein Raumgewicht von mindestens 35 kg/m³ hat, die Rückenlehne sollte bei mindestens 28 kg/m³ liegen.</p> <p>Auch die Bezüge spielen eine wichtige Rolle. Hochwertige <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/stoff">Stoff</a>- oder Lederbezüge sind nicht nur langlebiger, sondern oft auch umwelt- und gesundheitsschonender – etwa, wenn sie frei von schädlichen Chemikalien sind oder aus nachhaltiger Herstellung stammen.<br>Zeitloses Design, eine vielseitige Nutzung oder ein modularer Aufbau sorgen außerdem dafür, dass Sie ein Möbelstück flexibel einsetzen und an neue Wohnsituationen anpassen können. So sparen Sie Geld, Ressourcen und vermeiden unnötigen Müll.</p> <p><strong>Secondhand-Angebote clever nutzen:</strong> Möbel müssen nicht immer neu sein – in Kleinanzeigenportalen, auf Flohmärkten, in Sozialkaufhäusern oder bei Vintage- und Antiquitätengeschäften finden Sie oft gut erhaltene Stücke . Secondhand-Möbel sind meist nicht nur günstiger, sondern schonen auch die Umwelt, weil keine neuen Ressourcen verbraucht werden.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/DIY-Stuhl_glebzter_AdobeStock_1620763023.jpeg"> </a> <strong> Möbel im neuen Glanz </strong> <br> <p>Durch regelmäßige Aufarbeitung und die richtige Pflege verlängern Sie die Lebensdauer Ihrer Holzstücke deutlich.</p> Quelle: glebzter / AdobeStock </p><p> <p><strong>Mit der richtigen Pflege bleiben Möbel länger schön: </strong>Wie lange ein Möbelstück hält, hängt nicht nur von der Qualität, sondern auch von der richtigen Pflege ab. Wer seine Möbel gut behandelt, kann ihre Lebensdauer deutlich verlängern. Dabei ist die Art der Pflege von der Oberfläche abhängige. Vollholzmöbel sollten regelmäßig mit einem weichen, leicht feuchten Tuch abgewischt werden. Eine gelegentliche Behandlung mit geeigneten Ölen oder Wachsen hilft, das Holz zu schützen und schön zu erhalten. Lackierte oder beschichtete Holzoberflächen sind pflegeleichter. Hier reicht ein feuchtes Tuch oder ein Wischleder zur Reinigung. Wichtig: Verwenden Sie keine aggressiven Reiniger, vor allem keine chlorhaltigen Mittel oder Lösungsmittel wie Aceton oder Reinigungsbenzin – sie können die Oberfläche beschädigen und sind oft gesundheitsschädlich.</p> <p>Weitere Tipps rund ums umweltfreundliche Putzen und Renovieren finden Sie im entsprechenden UBA-Umwelttipp <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/haushalt-wohnen/reinigung-im-haushalt">"Reinigung im Haushalt"</a> sowie in der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/gesund-umweltfreundlich-renovieren">UBA-Broschüre "Gesund und umweltfreundlich renovieren"</a>.</p> <p><a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/uebergreifende-tipps/reparieren"><strong>Reparieren statt wegwerfen</strong></a><strong> und kreativ neugestalten: </strong>Kleinere Schäden an Möbeln müssen kein Grund zum Wegwerfen sein. Oft lässt sich ein wackelndes Stuhlbein festziehen, eine lose Schublade reparieren oder eine beschädigte Fläche ausbessern. Wer selbst Hand anlegt oder eine Reparatur in Auftrag gibt, spart Ressourcen – und verlängert die Lebensdauer des Möbelstücks. Auch eine Neugestaltung kann Wunder wirken: Ein frischer Bezug für das alte Sofa, ein neuer Lampenschirm oder ein Anstrich in moderner Farbe – solche einfachen Maßnahmen machen aus Alt wieder neu.</p> <p><strong>Was tun mit ausgedienten Möbeln?</strong> Rund 3,6 Millionen Tonnen Möbel werden jedes Jahr in Deutschland neu gekauft – viele davon landen nach kurzer Nutzung auf dem Sperrmüll. Dabei sind viele alte Stücke noch viel zu schade für die Entsorgung. Noch brauchbare Möbel können Sie spenden, verschenken oder verkaufen – zum Beispiel über Kleinanzeigen, Second-Hand-Plattformen, Sozialkaufhäuser oder Umsonst-Läden.&nbsp;<br>Nur wirklich kaputte Möbel gehören auf den Sperrmüll. Ist ein Möbelstück nicht mehr zu retten, kann es in der Regel kostenlos bei Ihrer Gemeinde entsorgt werden. Informieren Sie sich am besten direkt bei der kommunalen Abfallberatung.<br>Elektronisch ausgestattete Alt-Möbel sollten Sie möglichst demontieren und die Elektrobauteile ordnungsgemäß entsorgen. &nbsp;Infos zur richtigen Entsorgung von Elektroschrott finden Sie <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/elektrogeraete/alte-elektrogeraete-richtig-entsorgen">hier</a>.&nbsp;</p> <p><strong>Was Sie sonst noch tun können:</strong></p> <ul> <li>Bevorzugen Sie <strong>lokale Möbelgeschäfte</strong>, denn vor Ort können Sie Qualität und Materialien besser beurteilen – das spart oft unnötige Retouren.</li> <li><strong>Probesitzen lohnt sich: </strong>Gerade bei Polstermöbeln wie Sofa oder Sessel hilft nur ausprobieren, um Sitzkomfort und Verarbeitung richtig einschätzen zu können.</li> <li>Beim <strong>Online-Kauf</strong> sollten Sie nicht nur Höhe, Breite und Tiefe beachten, sondern auch die <strong>Materialstärke </strong>prüfen – sie ist ein wichtiger Hinweis auf Stabilität und Langlebigkeit.</li> <li>Wenn Möbel nur für kurze Zeit gebraucht werden, lohnt sich das <strong>Mieten </strong>– zum Beispiel für <strong>Büromöbel oder Partyausstattung</strong>.</li> <li>Bevorzugen Sie einfache Möbel ohne unnötige Elektronik.</li> <li>Wer handwerklich gern aktiv ist, kann <strong>aus altem Holz neue Möbel bauen</strong>. Im Internet finden sich hierzu viele Anleitungen.</li> <li>Nachhaltig und kreativ: <strong>Möbel aus Recycling-Materialien</strong> sind eine gute Alternative. Lesen Sie mehr über Möbel aus Pappe oder holen Sie sich <a href="https://www.obi.de/magazin/wohnen/innengestaltung/moebel-selber-bauen/palettenmoebel-ideen">Inspiration für Palettenmöbel</a>.</li> <li>Für den Kaminofen oder das Lagerfeuer ist nur unbehandeltes Holz erlaubt (mehr dazu im <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/garten-freizeit/lagerfeuer-feuerschalen">UBA-Umwelttipp zu Lagerfeuern</a>). Altes Möbelholz hingegen entsorgen Sie über den Rest- oder Sperrmüll.&nbsp;</li> </ul> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/Abb21_0.png"> </a> <strong> Bezugsquellen von Klein- und Großmöbeln </strong> Quelle: "Erarbeitung einer Messmethodik zum Umfang der Wiederverwendung von Produkten in Deutschland", Umweltbundesamt, 2024, eigene Darstellung auf Basis eigener Berechnungen, Öko-Institut </p><p> Hintergrund <p><strong>Gesundheit / Luft&nbsp;</strong><br>In unseren Breitengraden verbringen Menschen die meiste Zeit in Innenräumen – sei es zu Hause, bei der Arbeit oder in öffentlichen Einrichtungen. Die Qualität der Raumluft hat daher einen entscheidenden Einfluss auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Ein oft unterschätzter Faktor dabei sind Möbel: durch ihre großen Oberflächen und der verwendeten Materialien können sie über längere Zeit Schadstoffe in die Raumluft abgeben (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/gesundheit/kommissionen-arbeitsgruppen/ausschuss-fuer-innenraumrichtwerte#ausschuss-fur-innenraumrichtwerte-air">Ausschuss für Innenraumrichtwerte</a>). Besonders kritisch ist hierbei <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/wirtschaft-konsum/produkte/bauprodukte/studien-zur-messung-vermeidung-bewertung-von/formaldehydemissionen-pruefbedingungen-fuer/faq-zu-regelungen-von-formaldehyd-in#0-hinweis-zur-rechtlichen-verbindlichkeit-der-informationen">Formaldehyd</a>, ein flüchtiger Schadstoff, der vor allem in Holzwerkstoffen wie Spanplatten, MDF oder Sperrholz enthalten sein kann. Formaldehyd kann schon in geringen Konzentrationen das Wohlbefinden erheblich beeinträchtigen und Symptome wie Schleimhautreizungen, Kopfschmerzen, Müdigkeit, oder Konzentrationsstörungen verursachen. Bei hoher oder langfristiger Belastung steht es im Verdacht, krebserregend zu sein.&nbsp;</p> <p><strong>Ressourcen</strong><br>Möbelstücke und Einrichtungsgegenstände bestehen aus den unterschiedlichsten Materialien. Holz ist ein natürlicher und nachwachsender Rohstoff, der sich besonders gut für Möbel eignet – vorausgesetzt, das Holz stammt aus verantwortlicher Holzwirtschaft. Zertifikate wie FSC, PEFC und Naturland stellen sicher, dass die Wälder, aus denen das Holz stammt, umweltverträglich, naturnah und nachhaltig bewirtschaftet werden (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/daten/land-forstwirtschaft/nachhaltige-waldwirtschaft">nachhaltige Waldwirtschaft</a>).&nbsp;Heimische Hölzer wie Eiche, Lärche oder Robinie sind Tropenhölzern vorzuziehen und sind eine besonders gute Alternative, da die Transportwege kürzer bleiben. Dies trägt zur Reduktion des ökologischen Fußabdrucks bei und unterstützt die regionale Wertschöpfung.&nbsp;</p> <p><strong>Quellen:&nbsp;</strong></p> <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/wirtschaft-konsum/produkte/bauprodukte/studien-zur-messung-vermeidung-bewertung-von/formaldehydemissionen-pruefbedingungen-fuer/faq-zu-regelungen-von-formaldehyd-in#0-hinweis-zur-rechtlichen-verbindlichkeit-der-informationen">FAQ zu Regelungen von Formaldehyd in Holzwerkstoffen und Möbeln</a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2503/dokumente/fact_sheet_gebrauchtkauf.pdf">UBA-Factsheet Gebrauchtkauf</a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/geruchsbeschwerden-in-innenraeumen-auswertung-von">Geruchsbeschwerden in Innenräumen: Auswertung von Daten zu VOC-Vorkommen und Quellensuche</a></li> </ul> </p><p>Informationen für...</p>

Ressortforschungsplan 2024, Ableitung und Weiterentwicklung ambitionierter Standards für Matratzen und Möbel für das Umweltzeichen Blauer Engel und die Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte (ESPR)

Mit dem Blauen Engel werden Produkte und Dienstleistungen ausgezeichnet, die in einer ganzheitlichen Betrachtung besonders umweltfreundlich sind und zugleich hohe Ansprüche an den Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie die Gebrauchstauglichkeit erfüllen. Das Vorhaben dient der Ableitung und Weiterentwicklung ambitionierter Standards für umweltfreundliche, insbesondere im Innenraum eingesetzte Produkte im Bereich der freiwilligen Produktkennzeichnung mit dem Blauen Engel. Weiterentwickelt werden für die innenraumrelevanten Produktgruppen Matratzen und Polstermöbel unter anderem Kriterien zur Bestimmung von Umweltentlastungspotenzialen, zur Verbesserung der Innenraumluftqualität, für geeignete Rücknahme und Wiederverwertungssysteme und für die Verwendung bestimmter Rohstoffe oder Recyclingmaterialien. Eine Konkretisierung der zu bearbeitenden Standards erfolgt entsprechend politisch prioritärer Ziele sowie Schwerpunktsetzungen der Jury Umweltzeichen im Rahmen der Leistungsbeschreibung. Ergänzend wird methodisch die Integration von bilanzierenden Footprint-Indikatoren angestrebt. Für Bauprodukte sind hierzu Informationslücken aus Environmental Product Declarations zu identifizieren und für ausgewählte Produkte zu schließen. Die Ergebnisse der Lebenszyklusanalysen sollen dazu beitragen, hohe ökologische Produktstandards in Instrumenten des produktbezogenen Umweltschutzes, z.B. bei der umweltfreundlichen öffentlichen Beschaffung, zu verankern. Zusätzlich zu den nationalen Standards sollen für die oben genannten Produktgruppen Vorschläge zur Ausgestaltung europäischer Regelungen, einschließlich horizontaler Regelungen, erarbeitet werden, die in den europäischen Prozess der neuen Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte eingespeist werden können.

Umweltrecht im Fokus: So lässt sich KI nachhaltiger gestalten

<p> <p>Nicht nur CO₂-Bilanz und Ressourcenverbrauch bestimmen die Umweltwirkungen digitaler Technologien. Künstliche Intelligenz (KI) verändert, wie wir produzieren, konsumieren und entscheiden. Ein Bericht im Auftrag des Umweltbundesamts zeigt, wie das Umweltrecht diese „Technosteuerung“ auf der Basis bestehender Gesetze rechtlich fassen und ökologisch ausrichten kann.</p> </p><p>Nicht nur CO₂-Bilanz und Ressourcenverbrauch bestimmen die Umweltwirkungen digitaler Technologien. Künstliche Intelligenz (KI) verändert, wie wir produzieren, konsumieren und entscheiden. Ein Bericht im Auftrag des Umweltbundesamts zeigt, wie das Umweltrecht diese „Technosteuerung“ auf der Basis bestehender Gesetze rechtlich fassen und ökologisch ausrichten kann.</p><p> <p>Die Diskussion über die Umweltwirkungen von Künstlicher Intelligenz (KI) und autonome Systeme dreht sich aktuell vor allem um Energieverbrauch und CO₂-Ausstoß. Doch die eigentlichen ökologischen Herausforderungen liegen tiefer: Algorithmenbasierte Entscheidungssysteme (algorithmic decision systems, ADS) greifen als „Technosteuerung“ in gesellschaftliche Prozesse ein – sie beeinflussen, wie Warenströme gelenkt, Felder bewässert oder Konsumangebote platziert werden. Damit entstehen neue, sozio-technisch vermittelte Umweltwirkungen, die das bestehende Recht bisher kaum erfasst.</p> <p>Der Bericht „<a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/120963">Umweltrechtliches Regulierungskonzept für algorithmenbasierte Entscheidungssysteme</a>“ analysiert, wie das Umweltrecht auf diese Entwicklungen reagieren kann. Das vom <a href="https://www.oeko.de/">Öko-Institut e.V.</a> (Dr. Peter Gailhofer) geleitete Forschungsteam unter Beteiligung des Unabhängigen Instituts für Umweltfragen (<a href="https://www.ufu.de/">UfU e.V.</a>)., der Sonderforschungsgruppe Institutionenanalyse (<a href="https://www.sofia-darmstadt.de/aktuelles">sofia</a>) und mit Unterstützung von Experten des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI), der Jade Hochschule und IOW Rostock zeigt: Der bestehende Rechtsrahmen – von der <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=OJ:L_202401689">EU-KI-Verordnung</a>, über das <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/3448">Produkt-</a> und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/3275">Haftungsrecht</a> bis zu unterschiedlichen <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/nachhaltigkeit-strategien-internationales/umweltrecht">umweltrechtlichen</a> Instrumenten – bildet die ökologischen Herausforderungen von ADS bislang nicht hinreichend ab.</p> <p>Der Bericht liefert eine innovative, <strong>umweltrechtliche Perspektive auf Risiken und Potenziale</strong>. ADS werden nicht allein als Gefahrenquelle betrachtet, sondern als Technologien, die ökologisch positive wie negative Wirkungen haben können und die rechtlich gestaltbar sind. Es ist deshalb dringend geboten, Risiken von KI und ADS nicht nur zu bewerten, sondern <strong>vorsorglich zu steuern</strong> und Potenziale wirklich nachhaltiger Innovationen aktiv zu fördern.</p> <p>Die Autoren plädieren für ein <strong>lernfähiges Regulierungssystem</strong>, das frühzeitig ansetzt, noch bevor technologische Pfadabhängigkeiten oder Lock-in Effekte entstehen. Statt einer neuen Querschnittsregelung schlägt der Bericht gezielte <strong>Erweiterungen bestehender Umweltgesetze</strong> vor: etwa, um Pflichten zur Verbesserung von Transparenz und Sorgfalt, sowie Verfahren zur vorsorglichen Bewertung von Umweltwirkungen ökologisch relevanter KI-Anwendungen, ergänzt durch partizipative Elemente und umweltbezogene Regeln für eine Daten-Governance. Die konkreten Vorschläge schaffen einen „Instrumentenkasten“ zur zukunftsfähigen Regulierung digitaler Systeme. Gleichzeitig ergeben sich Impulse für Politik und Recht, die ökologische und digitale Transformation gemeinsam zu gestalten: als echte Twin Transition.</p> </p><p>Informationen für...</p>

Wohin mit dem Elektroschrott? Alte Elektrogeräte richtig entsorgen schont Ressourcen und Umwelt

<p> So entsorgen Sie Ihren Elektroschrott richtig <ul> <li>Entsorgen Sie Elektrogeräte nie im Hausmüll, Verpackungsmüll, Sperrmüll oder Metallschrott.</li> <li>Entsorgen Sie alte Elektrogeräte oder Geräteteile kostenlos auf dem Wertstoffhof oder im Handel, sowie – wenn es die Kommune anbietet – über die kommunale Abholung oder Altgeräte-Sammelcontainer im öffentlichen Raum.</li> <li>Große Elektroaltgeräte wie Fernseher oder Kühlschrank können Sie beim Neukauf eines gleichen Geräts kostenfrei zurückgeben – das gilt auch für (Online-)Käufe mit Lieferung.</li> <li>Entnehmen Sie vor der Entsorgung die Batterien aus Geräten – soweit möglich – und entsorgen Sie diese getrennt vom Gerät über Batteriesammelboxen.</li> <li>Weitere Informationen über das richtige Entsorgen von Elektroaltgeräten erhalten Sie über die Kampagne <a href="https://e-schrott-entsorgen.org/index.html">"E-Schrott einfach &amp; richtig entsorgen"</a>.</li> </ul> <p>Umweltfreundliche Alternative vor der Entsorgung:</p> <ul> <li>Verkaufen oder verschenken Sie noch funktionierende Geräte.</li> <li>Prüfen Sie bei defekten Geräten, ob eine Reparatur möglich ist.</li> </ul> Gewusst wie <p>Egal ob Waschmaschine, Fernseher, Handy oder Fernbedienung – alle Elektroaltgeräte enthalten wertvolle und andere Rohstoffe. Durch die richtige Entsorgung können sie recycelt werden. Das trägt zu Sicherung der Rohstoffversorgung in Deutschland bei und schont Umwelt und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klima">Klima</a>.</p> <p><strong>Elektroaltgeräte nie in den Hausmüll:</strong> Das Gesetz bestimmt, dass Elektroaltgeräte getrennt vom unsortierten Siedlungsabfall zu sammeln sind. Dies bedeutet, dass Elektroaltgeräte keinesfalls über den Hausmüll (Restmüll, Sperrmüll, gelbe Tonne/ gelber Sack, usw.) oder Metallschrott entsorgt werden dürfen. Insbesondere falsch entsorgte batteriehaltige Altgeräte und lose Batterien sorgen immer wieder für schwere Brände in Entsorgungsunternehmen und schaden Mensch und Umwelt.</p> <p><strong>Kommunale Sammelstellen: </strong>Nutzen Sie kostenfreie kommunale Sammelstellen wie Wertstoffhöfe. In manchen Kommunen gibt es zudem auch Schadstoffmobile,&nbsp;Sammelcontainer für Kleingeräte an öffentlichen Plätzen oder es wird eine Abholung neben der Sperrmüllabholung angeboten. Einige Kommunen bieten auch eine anmeldungspflichtige Abholung an der Haustür an (ggf. kostenpflichtig). Detaillierte Informationen erhalten Sie von Ihrer Kommune über das Internet, häufig auch über Abfallkalender oder über spezielle Stellen zur Abfallberatung. Sie können auch den <a href="https://entsorgungsstellen.e-schrott-entsorgen.org/">Rückgabefinder für Altgeräte-Sammelstellen</a> verwenden.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/plane_eag_2c-1.jpg"> </a> <strong> Kennzeichnung für Elektrogeräte-Rücknahmestellen </strong> Quelle: Plan E <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/plane_eag_2c-1.jpg">Bild herunterladen</a> (104,84 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/6232/bilder/batterie_ruecknahme.jpg"> </a> <strong> Kennzeichnung für Batterie-Rücknahmestellen </strong> Quelle: Batterie Zurück <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/6232/bilder/batterie_ruecknahme.jpg">Bild herunterladen</a> (18,15 kB) Weiter <i> </i> Vorherige <i> </i> <p><strong>Rücknahmestellen im Handel:</strong>&nbsp;Der Handel ist verpflichtet Elektroaltgeräte anzunehmen. Dabei gilt:</p> <ul> <li>Die Rücknahmepflicht gilt für stationären Handel, Onlinehandel und Versandhandel gleichermaßen.</li> <li>Achten Sie auch auf Sammelstellenkennzeichen. Wenn Sie diese Kennzeichnungen im Handel sehen, können Sie sich sicher sein, dass hier Altgeräte sowie auch Batterien abgegeben werden können.</li> <li>Es braucht keinen Kassenbon oder Kaufbeleg.</li> <li>Es ist egal, wo das Gerät ursprünglich gekauft wurde (ob im Geschäft, online oder im Ausland).</li> <li>(Kleinere) Einzelhändler oder auch Hersteller nehmen oft freiwillig kostenfrei Elektroaltgeräte zurück – fragen Sie am besten nach.</li> </ul> <p><em>Stationärer Handel</em> - <strong>Kleine Elektrogeräte</strong> mit maximal 25 cm Kantenlänge (z.B. Rasierapparat, Uhren, Fernbedienung, Smartphones, Toaster, E-Zigaretten, (kabellose) Kopfhörer sowie deren Ladecase) können unkompliziert und kostenlos an vielen Stellen abgegeben werden. Es muss dabei&nbsp;<u>kein</u> neues Gerät gekauft werden.</p> <p>Zur Rücknahme verpflichtet sind</p> <ul> <li>Händler mit einer Verkaufsfläche für Elektrogeräte von mind. 400&nbsp;m2 (z.&nbsp;B. größere Elektrofachmärkte und zum Teil Baumärkte) und</li> <li>Händler von Lebensmitteln (z.&nbsp;B. Lebensmitteldiscounter, Supermärkte und Drogerien) mit einer Verkaufsfläche von mind. 800&nbsp;m2, die mehrmals im Jahr Elektrogeräte anbieten. Bei größeren Ketten finden Sie Sammelboxen für Elektrokleingeräte meist direkt im Eingangsbereich, an der Information oder im Bereich der Einpacktische.</li> </ul> <p><em>Stationärer Handel</em> - <strong>Größere Elektrogeräte</strong> mit mehr als 25 cm Kantenlänge (z.&nbsp;B. Waschmaschine, Fernseher, Elektrorasenmäher, Gartengeräte, Drucker, Pedelec) können Sie&nbsp;<u>beim Neukauf&nbsp;eines Geräts der gleichen Geräteart</u> kostenfrei abgegeben werden. Oftmals nehmen die großen Elektrohändler aber auch aus Kulanz solche Geräte ohne Neukauf zurück – fragen Sie am besten nach.</p> <p><strong>Online- und Versandhandel: </strong>Zur Rücknahme verpflichtet sind auch Online- und Versandhändler mit einer Versand- und Lagerfläche für Elektrogeräte von mindestens 400 m2&nbsp;bzw. Lebensmittelhändler die Elektrogeräte anbieten und deren gesamte Lager- und Versandfläche mindestens 800 m² beträgt – diese müssen <strong>kleine und größere Elektroaltgeräte</strong> ebenfalls zurücknehmen. Zum Beispiel kann ein kostenfreies Versandetikett bereitgestellt werden oder es besteht die Möglichkeit der (kostenlosen) Abholung.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/uba_elektrogeraete_infografik_251125.png"> </a> <strong> Elektroschrott richtig entsorgen: Abgabe im Handel oder am Wertstoffhof statt im Hausmüll </strong> Quelle: Umweltbundesamt (2025) <p><strong>Abholung bei Lieferung: </strong>Wenn Sie sich ein neues Elektrogerät nach dem Kauf im Geschäft oder dem Onlinekauf nach Hause liefern lassen, haben Sie insbesondere bei größeren Geräten die Möglichkeit Ihr Altgerät bei Lieferung des neuen Geräts einfach mitnehmen lassen bzw. dieses zeitnah abholen zu lassen. Der Händler muss Sie grundsätzlich bei Abschluss des Kaufvertrages über die Möglichkeiten der kostenlosen Altgeräterückgabe und kostenlosen Abholung des alten Geräts informieren und Sie nach Ihrer Absicht befragen, ob bei Auslieferung des neuen Geräts ein Altgerät im Gegenzug mitgenommen bzw. abgeholt werden soll. Für "Wärmeüberträger" (z.B. Kühl- und Gefriergeräte, Wärmepumpentrockner, Klimageräte), "Bildschirmgeräte" (mit einer Oberfläche von größer 100 cm² z.B. Fernseher, Monitor, Laptop, Tablet) und Geräte größer 50 cm ("Großgeräte") müssen die Versandhändler eine kostenlose Abholung beim privaten Haushalt anbieten, diese kann zeitgleich oder zeitnah erfolgen.</p> <p><strong>Achtung!</strong>&nbsp;An Schrottsammler und -händler, welche oft mit Postwurfsendungen werben, sollten keine Elektroaltgeräte abgegeben werden, denn diese dürfen in aller Regel keine Altgeräte sammeln. Es besteht die Gefahr einer nicht umweltgerechten Entsorgung im In- oder Ausland.</p> <p><strong>Entfernen Sie Akkus, Batterien und Leuchtmittel:</strong> Vor der Rückgabe müssen Lampen (Leuchtmittel), Batterien und Akkus – soweit möglich und zerstörungsfrei aus dem Altgerät entnehmbar – aus den Geräten entnommen und separat entsorgt werden, um <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/30847">etwaige Brandrisiken</a> oder Quecksilberkontaminationen durch Beschädigungen beim weiteren Entsorgungsprozess zu vermeiden. Lampen sind ebenfalls getrennt als Elektroaltgeräte zu entsorgen. Batterien und Akkus sind anschließend zum Beispiel in den Batteriesammelboxen im Handel zu entsorgen. Sehen Sie auch unsere weiteren <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/elektrogeraete/batterien-akkus">Tipps und Infos zum Umgang mit und zur Entsorgung von Batterien und Akkus</a>.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/plane_brandgefahr.png"> </a> <strong> Der richtige Umgang mit batteriebetriebenen Elektrogeräten </strong> <br> <p>Achtung: Batterien oder Akkus müssen vor der Rückgabe des Altgeräts herausgenommen und getrennt, z.B. in Batterie-Sammelboxen, entsorgt werden.</p> Quelle: Plan E <p><strong>Löschen Sie persönliche Daten:</strong> Auf Smartphones, Tablets, Laptops, Festplatten, usw. werden personenbezogene Daten gespeichert. Diese sollten vor der Entsorgung gelöscht werden. Die Verantwortung hierfür liegt bei den Verbraucher*innen selbst. Hilfestellung gibt es beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).</p> <p><strong>Von elektrischen Fernsehsesseln und blinkenden Schuhen – "untypische", "unsichtbare" oder "versteckte" Elektrogeräte: </strong>Alle Produkte, die einen Stecker, eine Batterie oder ein Kabel haben, sind in der Regel Elektrogeräte. Neben den altbekannten Elektrogeräten wie Waschmaschine, Smartphone und Toaster zählen auch viele Produkte zu Elektrogeräten, die auf den ersten Blick nicht als solche zu erkennen sind. Dies sind oft Produkte, die mit fest in das Produkt integrierten elektrischen (Zusatz-)Funktionen (z.B. Leucht-, Sound oder Ladefunktionen, Bluetooth) ausgestattet sind. Darunter fallen zum Beispiel Sessel, Sofas, Schränke oder Regale mit fest integrierter Beleuchtung oder Lautsprechern, elektronisch höhenverstellbare Tische, (blinkende) LED-Schuhe, singende Grußkarten, sprechendes Spielzeug, Bücher mit Geräuscheffekten, aber auch E-Zigaretten, Rauchmelder, E-Scooter oder Elektrofahrräder und Photovoltaikmodule. Auch diese Geräte dürfen nicht in den Hausmüll, sondern müssen wie oben beschrieben entsorgt werden. Alle Elektrogeräte sind an dem Symbol der durchgestrichenen Abfalltonne direkt auf dem Produkt oder der Verpackung zu erkennen.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/durchgestrichene_tonne.png"> </a> <strong> Elektromüll, ja oder nein? </strong> <br> <p>Findet sich die durchgestrichene Abfalltonne auf dem alten Gerät, gehört es auf keinen Fall in die Hausmülltonne, sondern auf den Wertstoffhof oder zurück in den Handel.</p> Quelle: Plan E <p><strong>Was Sie noch tun können:</strong></p> <ul> <li>Funktioniert das Gerät noch? Verkaufen Sie das Gerät z. B. über Kleinanzeigenbörsen oder nutzen Sie Gebraucht-Warenhäuser, Flohmärkte und Tauschbörsen. Vielleicht können auch Freunde oder Familienmitglieder Ihr nicht mehr benötigtes Gerät gebrauchen. So verlängern Sie die Lebensdauer Ihres Gerätes und leisten einen Beitrag zur Abfallvermeidung und zum Umweltschutz.</li> <li>Prüfen Sie, ob eine <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/106291">Reparatur</a> möglich ist. So verlängern Sie die Lebensdauer Ihres Gerätes und sparen sich den Neukauf.</li> <li>Überlegen Sie, ob es beim Kauf wirklich ein Elektrogerät sein muss. Salz- und Pfeffermühlen gibt es auch ohne elektrische Funktion. Kinderschuhe müssen nicht blinken und Grußkarten nicht singen. Mechanische bzw. von Strom unabhängige Alternativen sind oftmals langlebiger, preisgünstiger und fast immer umweltfreundlicher.</li> <li>Achten Sie beim Neukauf auf <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/62908">Langlebigkeit</a> und Reparierbarkeit. Wählen Sie vorzugsweise Produkte mit Netzbetrieb oder austauschbarem Akku.</li> </ul> <p><strong>Für alle&nbsp;</strong>– egal&nbsp;ob Kinder, Jugendliche oder Erwachsene – <strong>die sich informieren und etwas zum Umweltschutz beitragen möchten</strong>, gibt es hier Informationen und Wissen zur Entsorgung von alten Elektrogeräten und alten Batterien sowie auch Schulmaterial, mehrsprachige Flyer, Plakate, Videos etc.:</p> <ul> <li><a href="https://e-schrott-entsorgen.org/index.html">Plan E "E-Schrott einfach &amp; richtig entsorgen"</a></li> <li><a href="https://www.batterie-zurueck.de/">Batterie Zurück</a></li> </ul> Hintergrund <p><strong>Warum dürfen Altgeräte nicht einfach im Hausmüll entsorgt werden?</strong></p> <p>In Elektrogeräten stecken wertvolle und teils seltene Rohstoffe, wie zum Beispiel Kupfer, Aluminium, Gold oder Neodym. Wenn diese Rohstoffe recycelt und zurückgewonnen werden, schont das die natürlichen Ressourcen und das ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klima">Klima</a>⁠. Außerdem enthalten Elektrogeräte mitunter auch gesundheitsgefährdende oder umweltschädliche Stoffe, wie etwa Quecksilber in Energiesparlampen, klimaschädigende ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/fckw">FCKW</a>⁠-haltige Kältemittel in Kühlgeräten oder Klimaanlagen oder brandgefährdende Komponenten wie <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/30847">Lithium-Batterien</a>. Diese Stoffe dürfen nicht unkontrolliert in die Umwelt gelangen und werden deshalb im Entsorgungsprozess umweltgerecht behandelt und entweder recycelt, energetisch verwertet oder beseitigt. Bislang werden in Deutschland noch zu viele Altgeräte verbotenerweise im Hausmüll entsorgt oder gelangen möglicherweise in andere falsche Entsorgungspfade.</p> <p><strong>Was passiert mit den Altgeräten?</strong></p> <p>Die auf den richtigen Wegen gesammelten Elektroaltgeräte werden an zertifizierte Erstbehandlungsbetriebe übergeben, von denen es in Deutschland über 350 gibt. Diese prüfen zunächst, ob die Geräte ohne großen Aufwand zur Wiederverwendung vorbereitet und wieder in Umlauf gebracht werden können. Ist dies nicht möglich, werden die Elektroaltgeräte von Flüssigkeiten, Schadstoffen und schadstoffhaltigen Bauteilen entfrachtet. Die Altgeräte werden dabei teils in Bauteile vorzerlegt und mechanisch zerkleinert und anschließend, in einzelne Materialfraktionen getrennt und je nach Fraktion an Kunststoffrecycler, Hüttenwerke (z.&nbsp;B. Stahlwerke, Eisen- oder Kupferhütten) oder an andere Verwerter weitergegeben und recycelt oder energetisch verwertet.</p> <strong>Galerie: Vom E-Schrott zum Rohstoff</strong> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/e-schrottaufkommen_pro_jahr_compressed.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/recyclingkreislauf.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/plane_einbindung_personenbezogene-daten-sie_0.png"> </a> Weiter <i> </i> Vorherige <i> </i> caption <p><strong>Gesetzeslage: </strong>Mit dem Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) hat Deutschland unter Umsetzung europarechtlicher Vorgaben die Erfassung und Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten geregelt. Die wesentlichen Ziele des ElektroG sind:</p> <ul> <li>Gesundheit und Umwelt vor gefährlichen Stoffen schützen</li> <li>Vermeidung von Abfällen von Elektro und Elektronikgeräten</li> <li>Abfallmengen durch Wiederverwendung oder Verwertung (Recycling) verringern</li> <li>Effizienz der Ressourcennutzung verbessern.</li> </ul> <p>In Deutschland wurde für die Entsorgung von Elektroaltgeräten die so genannte geteilte Produktverantwortung eingeführt. Dies bedeutet, dass wesentliche Pflichten zum einen bei den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern, zum anderen bei den Herstellern von Elektro(nik)geräten liegen.&nbsp;</p> <p><strong>Marktbeobachtung: </strong>Im Jahr 2021 wurden in Deutschland 1.006.370 Tonnen Elektroaltgeräte gesammelt. Der weit überwiegende Teil waren Altgeräte aus privaten Haushalten im Sinne des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes (ca. 926.719 Tonnen). Das entspricht 11,1 Kilogramm pro Einwohner und Jahr. Die restlichen Mengen (ca. 79.651 Tonnen) kamen von anderen Nutzern wie Unternehmen oder Behörden. Mit dem Jahr 2019 erhöhte sich die Mindestsammelquote von vormals 45 auf 65 Prozent. Diese neue Sammelquote wurde mit 38,6 Prozent deutlich verfehlt.</p> <p><strong>Weitere Informationen finden Sie unter:</strong></p> <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/abfall-ressourcen/produktverantwortung-in-der-abfallwirtschaft/elektroaltgeraete">Elektroaltgeräte</a>&nbsp;(<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a>-Themenseite)</li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/daten/ressourcen-abfall/verwertung-entsorgung-ausgewaehlter-abfallarten/elektro-elektronikaltgeraete#sammlung-und-verwertung-von-elektro-und-elektronikaltgeraten-drei-kennzahlen-zahlen">Elektro- und Elektronikaltgeräte</a>&nbsp;(Daten zur Umwelt)</li> </ul> </p><p> So entsorgen Sie Ihren Elektroschrott richtig <ul> <li>Entsorgen Sie Elektrogeräte nie im Hausmüll, Verpackungsmüll, Sperrmüll oder Metallschrott.</li> <li>Entsorgen Sie alte Elektrogeräte oder Geräteteile kostenlos auf dem Wertstoffhof oder im Handel, sowie – wenn es die Kommune anbietet – über die kommunale Abholung oder Altgeräte-Sammelcontainer im öffentlichen Raum.</li> <li>Große Elektroaltgeräte wie Fernseher oder Kühlschrank können Sie beim Neukauf eines gleichen Geräts kostenfrei zurückgeben – das gilt auch für (Online-)Käufe mit Lieferung.</li> <li>Entnehmen Sie vor der Entsorgung die Batterien aus Geräten – soweit möglich – und entsorgen Sie diese getrennt vom Gerät über Batteriesammelboxen.</li> <li>Weitere Informationen über das richtige Entsorgen von Elektroaltgeräten erhalten Sie über die Kampagne <a href="https://e-schrott-entsorgen.org/index.html">"E-Schrott einfach &amp; richtig entsorgen"</a>.</li> </ul> <p>Umweltfreundliche Alternative vor der Entsorgung:</p> <ul> <li>Verkaufen oder verschenken Sie noch funktionierende Geräte.</li> <li>Prüfen Sie bei defekten Geräten, ob eine Reparatur möglich ist.</li> </ul> </p><p> Gewusst wie <p>Egal ob Waschmaschine, Fernseher, Handy oder Fernbedienung – alle Elektroaltgeräte enthalten wertvolle und andere Rohstoffe. Durch die richtige Entsorgung können sie recycelt werden. Das trägt zu Sicherung der Rohstoffversorgung in Deutschland bei und schont Umwelt und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klima">Klima</a>.</p> <p><strong>Elektroaltgeräte nie in den Hausmüll:</strong> Das Gesetz bestimmt, dass Elektroaltgeräte getrennt vom unsortierten Siedlungsabfall zu sammeln sind. Dies bedeutet, dass Elektroaltgeräte keinesfalls über den Hausmüll (Restmüll, Sperrmüll, gelbe Tonne/ gelber Sack, usw.) oder Metallschrott entsorgt werden dürfen. Insbesondere falsch entsorgte batteriehaltige Altgeräte und lose Batterien sorgen immer wieder für schwere Brände in Entsorgungsunternehmen und schaden Mensch und Umwelt.</p> <p><strong>Kommunale Sammelstellen: </strong>Nutzen Sie kostenfreie kommunale Sammelstellen wie Wertstoffhöfe. In manchen Kommunen gibt es zudem auch Schadstoffmobile,&nbsp;Sammelcontainer für Kleingeräte an öffentlichen Plätzen oder es wird eine Abholung neben der Sperrmüllabholung angeboten. Einige Kommunen bieten auch eine anmeldungspflichtige Abholung an der Haustür an (ggf. kostenpflichtig). Detaillierte Informationen erhalten Sie von Ihrer Kommune über das Internet, häufig auch über Abfallkalender oder über spezielle Stellen zur Abfallberatung. Sie können auch den <a href="https://entsorgungsstellen.e-schrott-entsorgen.org/">Rückgabefinder für Altgeräte-Sammelstellen</a> verwenden.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/plane_eag_2c-1.jpg"> </a> <strong> Kennzeichnung für Elektrogeräte-Rücknahmestellen </strong> Quelle: Plan E <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/plane_eag_2c-1.jpg">Bild herunterladen</a> (104,84 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/6232/bilder/batterie_ruecknahme.jpg"> </a> <strong> Kennzeichnung für Batterie-Rücknahmestellen </strong> Quelle: Batterie Zurück <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/6232/bilder/batterie_ruecknahme.jpg">Bild herunterladen</a> (18,15 kB) Weiter <i> </i> Vorherige <i> </i> </p><p> <p><strong>Rücknahmestellen im Handel:</strong>&nbsp;Der Handel ist verpflichtet Elektroaltgeräte anzunehmen. Dabei gilt:</p> <ul> <li>Die Rücknahmepflicht gilt für stationären Handel, Onlinehandel und Versandhandel gleichermaßen.</li> <li>Achten Sie auch auf Sammelstellenkennzeichen. Wenn Sie diese Kennzeichnungen im Handel sehen, können Sie sich sicher sein, dass hier Altgeräte sowie auch Batterien abgegeben werden können.</li> <li>Es braucht keinen Kassenbon oder Kaufbeleg.</li> <li>Es ist egal, wo das Gerät ursprünglich gekauft wurde (ob im Geschäft, online oder im Ausland).</li> <li>(Kleinere) Einzelhändler oder auch Hersteller nehmen oft freiwillig kostenfrei Elektroaltgeräte zurück – fragen Sie am besten nach.</li> </ul> <p><em>Stationärer Handel</em> - <strong>Kleine Elektrogeräte</strong> mit maximal 25 cm Kantenlänge (z.B. Rasierapparat, Uhren, Fernbedienung, Smartphones, Toaster, E-Zigaretten, (kabellose) Kopfhörer sowie deren Ladecase) können unkompliziert und kostenlos an vielen Stellen abgegeben werden. Es muss dabei&nbsp;<u>kein</u> neues Gerät gekauft werden.</p> <p>Zur Rücknahme verpflichtet sind</p> <ul> <li>Händler mit einer Verkaufsfläche für Elektrogeräte von mind. 400&nbsp;m2 (z.&nbsp;B. größere Elektrofachmärkte und zum Teil Baumärkte) und</li> <li>Händler von Lebensmitteln (z.&nbsp;B. Lebensmitteldiscounter, Supermärkte und Drogerien) mit einer Verkaufsfläche von mind. 800&nbsp;m2, die mehrmals im Jahr Elektrogeräte anbieten. Bei größeren Ketten finden Sie Sammelboxen für Elektrokleingeräte meist direkt im Eingangsbereich, an der Information oder im Bereich der Einpacktische.</li> </ul> <p><em>Stationärer Handel</em> - <strong>Größere Elektrogeräte</strong> mit mehr als 25 cm Kantenlänge (z.&nbsp;B. Waschmaschine, Fernseher, Elektrorasenmäher, Gartengeräte, Drucker, Pedelec) können Sie&nbsp;<u>beim Neukauf&nbsp;eines Geräts der gleichen Geräteart</u> kostenfrei abgegeben werden. Oftmals nehmen die großen Elektrohändler aber auch aus Kulanz solche Geräte ohne Neukauf zurück – fragen Sie am besten nach.</p> <p><strong>Online- und Versandhandel: </strong>Zur Rücknahme verpflichtet sind auch Online- und Versandhändler mit einer Versand- und Lagerfläche für Elektrogeräte von mindestens 400 m2&nbsp;bzw. Lebensmittelhändler die Elektrogeräte anbieten und deren gesamte Lager- und Versandfläche mindestens 800 m² beträgt – diese müssen <strong>kleine und größere Elektroaltgeräte</strong> ebenfalls zurücknehmen. Zum Beispiel kann ein kostenfreies Versandetikett bereitgestellt werden oder es besteht die Möglichkeit der (kostenlosen) Abholung.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/uba_elektrogeraete_infografik_251125.png"> </a> <strong> Elektroschrott richtig entsorgen: Abgabe im Handel oder am Wertstoffhof statt im Hausmüll </strong> Quelle: Umweltbundesamt (2025) </p><p> <p><strong>Abholung bei Lieferung: </strong>Wenn Sie sich ein neues Elektrogerät nach dem Kauf im Geschäft oder dem Onlinekauf nach Hause liefern lassen, haben Sie insbesondere bei größeren Geräten die Möglichkeit Ihr Altgerät bei Lieferung des neuen Geräts einfach mitnehmen lassen bzw. dieses zeitnah abholen zu lassen. Der Händler muss Sie grundsätzlich bei Abschluss des Kaufvertrages über die Möglichkeiten der kostenlosen Altgeräterückgabe und kostenlosen Abholung des alten Geräts informieren und Sie nach Ihrer Absicht befragen, ob bei Auslieferung des neuen Geräts ein Altgerät im Gegenzug mitgenommen bzw. abgeholt werden soll. Für "Wärmeüberträger" (z.B. Kühl- und Gefriergeräte, Wärmepumpentrockner, Klimageräte), "Bildschirmgeräte" (mit einer Oberfläche von größer 100 cm² z.B. Fernseher, Monitor, Laptop, Tablet) und Geräte größer 50 cm ("Großgeräte") müssen die Versandhändler eine kostenlose Abholung beim privaten Haushalt anbieten, diese kann zeitgleich oder zeitnah erfolgen.</p> <p><strong>Achtung!</strong>&nbsp;An Schrottsammler und -händler, welche oft mit Postwurfsendungen werben, sollten keine Elektroaltgeräte abgegeben werden, denn diese dürfen in aller Regel keine Altgeräte sammeln. Es besteht die Gefahr einer nicht umweltgerechten Entsorgung im In- oder Ausland.</p> <p><strong>Entfernen Sie Akkus, Batterien und Leuchtmittel:</strong> Vor der Rückgabe müssen Lampen (Leuchtmittel), Batterien und Akkus – soweit möglich und zerstörungsfrei aus dem Altgerät entnehmbar – aus den Geräten entnommen und separat entsorgt werden, um <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/30847">etwaige Brandrisiken</a> oder Quecksilberkontaminationen durch Beschädigungen beim weiteren Entsorgungsprozess zu vermeiden. Lampen sind ebenfalls getrennt als Elektroaltgeräte zu entsorgen. Batterien und Akkus sind anschließend zum Beispiel in den Batteriesammelboxen im Handel zu entsorgen. Sehen Sie auch unsere weiteren <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/elektrogeraete/batterien-akkus">Tipps und Infos zum Umgang mit und zur Entsorgung von Batterien und Akkus</a>.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/plane_brandgefahr.png"> </a> <strong> Der richtige Umgang mit batteriebetriebenen Elektrogeräten </strong> <br> <p>Achtung: Batterien oder Akkus müssen vor der Rückgabe des Altgeräts herausgenommen und getrennt, z.B. in Batterie-Sammelboxen, entsorgt werden.</p> Quelle: Plan E </p><p> <p><strong>Löschen Sie persönliche Daten:</strong> Auf Smartphones, Tablets, Laptops, Festplatten, usw. werden personenbezogene Daten gespeichert. Diese sollten vor der Entsorgung gelöscht werden. Die Verantwortung hierfür liegt bei den Verbraucher*innen selbst. Hilfestellung gibt es beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).</p> <p><strong>Von elektrischen Fernsehsesseln und blinkenden Schuhen – "untypische", "unsichtbare" oder "versteckte" Elektrogeräte: </strong>Alle Produkte, die einen Stecker, eine Batterie oder ein Kabel haben, sind in der Regel Elektrogeräte. Neben den altbekannten Elektrogeräten wie Waschmaschine, Smartphone und Toaster zählen auch viele Produkte zu Elektrogeräten, die auf den ersten Blick nicht als solche zu erkennen sind. Dies sind oft Produkte, die mit fest in das Produkt integrierten elektrischen (Zusatz-)Funktionen (z.B. Leucht-, Sound oder Ladefunktionen, Bluetooth) ausgestattet sind. Darunter fallen zum Beispiel Sessel, Sofas, Schränke oder Regale mit fest integrierter Beleuchtung oder Lautsprechern, elektronisch höhenverstellbare Tische, (blinkende) LED-Schuhe, singende Grußkarten, sprechendes Spielzeug, Bücher mit Geräuscheffekten, aber auch E-Zigaretten, Rauchmelder, E-Scooter oder Elektrofahrräder und Photovoltaikmodule. Auch diese Geräte dürfen nicht in den Hausmüll, sondern müssen wie oben beschrieben entsorgt werden. Alle Elektrogeräte sind an dem Symbol der durchgestrichenen Abfalltonne direkt auf dem Produkt oder der Verpackung zu erkennen.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/durchgestrichene_tonne.png"> </a> <strong> Elektromüll, ja oder nein? </strong> <br> <p>Findet sich die durchgestrichene Abfalltonne auf dem alten Gerät, gehört es auf keinen Fall in die Hausmülltonne, sondern auf den Wertstoffhof oder zurück in den Handel.</p> Quelle: Plan E </p><p> <p><strong>Was Sie noch tun können:</strong></p> <ul> <li>Funktioniert das Gerät noch? Verkaufen Sie das Gerät z. B. über Kleinanzeigenbörsen oder nutzen Sie Gebraucht-Warenhäuser, Flohmärkte und Tauschbörsen. Vielleicht können auch Freunde oder Familienmitglieder Ihr nicht mehr benötigtes Gerät gebrauchen. So verlängern Sie die Lebensdauer Ihres Gerätes und leisten einen Beitrag zur Abfallvermeidung und zum Umweltschutz.</li> <li>Prüfen Sie, ob eine <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/106291">Reparatur</a> möglich ist. So verlängern Sie die Lebensdauer Ihres Gerätes und sparen sich den Neukauf.</li> <li>Überlegen Sie, ob es beim Kauf wirklich ein Elektrogerät sein muss. Salz- und Pfeffermühlen gibt es auch ohne elektrische Funktion. Kinderschuhe müssen nicht blinken und Grußkarten nicht singen. Mechanische bzw. von Strom unabhängige Alternativen sind oftmals langlebiger, preisgünstiger und fast immer umweltfreundlicher.</li> <li>Achten Sie beim Neukauf auf <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/62908">Langlebigkeit</a> und Reparierbarkeit. Wählen Sie vorzugsweise Produkte mit Netzbetrieb oder austauschbarem Akku.</li> </ul> <p><strong>Für alle&nbsp;</strong>– egal&nbsp;ob Kinder, Jugendliche oder Erwachsene – <strong>die sich informieren und etwas zum Umweltschutz beitragen möchten</strong>, gibt es hier Informationen und Wissen zur Entsorgung von alten Elektrogeräten und alten Batterien sowie auch Schulmaterial, mehrsprachige Flyer, Plakate, Videos etc.:</p> <ul> <li><a href="https://e-schrott-entsorgen.org/index.html">Plan E "E-Schrott einfach &amp; richtig entsorgen"</a></li> <li><a href="https://www.batterie-zurueck.de/">Batterie Zurück</a></li> </ul> </p><p> Hintergrund <p><strong>Warum dürfen Altgeräte nicht einfach im Hausmüll entsorgt werden?</strong></p> <p>In Elektrogeräten stecken wertvolle und teils seltene Rohstoffe, wie zum Beispiel Kupfer, Aluminium, Gold oder Neodym. Wenn diese Rohstoffe recycelt und zurückgewonnen werden, schont das die natürlichen Ressourcen und das ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klima">Klima</a>⁠. Außerdem enthalten Elektrogeräte mitunter auch gesundheitsgefährdende oder umweltschädliche Stoffe, wie etwa Quecksilber in Energiesparlampen, klimaschädigende ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/fckw">FCKW</a>⁠-haltige Kältemittel in Kühlgeräten oder Klimaanlagen oder brandgefährdende Komponenten wie <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/30847">Lithium-Batterien</a>. Diese Stoffe dürfen nicht unkontrolliert in die Umwelt gelangen und werden deshalb im Entsorgungsprozess umweltgerecht behandelt und entweder recycelt, energetisch verwertet oder beseitigt. Bislang werden in Deutschland noch zu viele Altgeräte verbotenerweise im Hausmüll entsorgt oder gelangen möglicherweise in andere falsche Entsorgungspfade.</p> <p><strong>Was passiert mit den Altgeräten?</strong></p> <p>Die auf den richtigen Wegen gesammelten Elektroaltgeräte werden an zertifizierte Erstbehandlungsbetriebe übergeben, von denen es in Deutschland über 350 gibt. Diese prüfen zunächst, ob die Geräte ohne großen Aufwand zur Wiederverwendung vorbereitet und wieder in Umlauf gebracht werden können. Ist dies nicht möglich, werden die Elektroaltgeräte von Flüssigkeiten, Schadstoffen und schadstoffhaltigen Bauteilen entfrachtet. Die Altgeräte werden dabei teils in Bauteile vorzerlegt und mechanisch zerkleinert und anschließend, in einzelne Materialfraktionen getrennt und je nach Fraktion an Kunststoffrecycler, Hüttenwerke (z.&nbsp;B. Stahlwerke, Eisen- oder Kupferhütten) oder an andere Verwerter weitergegeben und recycelt oder energetisch verwertet.</p> <strong>Galerie: Vom E-Schrott zum Rohstoff</strong> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/e-schrottaufkommen_pro_jahr_compressed.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/recyclingkreislauf.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/plane_einbindung_personenbezogene-daten-sie_0.png"> </a> Weiter <i> </i> Vorherige <i> </i> caption </p><p> <p><strong>Gesetzeslage: </strong>Mit dem Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) hat Deutschland unter Umsetzung europarechtlicher Vorgaben die Erfassung und Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten geregelt. Die wesentlichen Ziele des ElektroG sind:</p> <ul> <li>Gesundheit und Umwelt vor gefährlichen Stoffen schützen</li> <li>Vermeidung von Abfällen von Elektro und Elektronikgeräten</li> <li>Abfallmengen durch Wiederverwendung oder Verwertung (Recycling) verringern</li> <li>Effizienz der Ressourcennutzung verbessern.</li> </ul> <p>In Deutschland wurde für die Entsorgung von Elektroaltgeräten die so genannte geteilte Produktverantwortung eingeführt. Dies bedeutet, dass wesentliche Pflichten zum einen bei den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern, zum anderen bei den Herstellern von Elektro(nik)geräten liegen.&nbsp;</p> <p><strong>Marktbeobachtung: </strong>Im Jahr 2021 wurden in Deutschland 1.006.370 Tonnen Elektroaltgeräte gesammelt. Der weit überwiegende Teil waren Altgeräte aus privaten Haushalten im Sinne des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes (ca. 926.719 Tonnen). Das entspricht 11,1 Kilogramm pro Einwohner und Jahr. Die restlichen Mengen (ca. 79.651 Tonnen) kamen von anderen Nutzern wie Unternehmen oder Behörden. Mit dem Jahr 2019 erhöhte sich die Mindestsammelquote von vormals 45 auf 65 Prozent. Diese neue Sammelquote wurde mit 38,6 Prozent deutlich verfehlt.</p> <p><strong>Weitere Informationen finden Sie unter:</strong></p> <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/abfall-ressourcen/produktverantwortung-in-der-abfallwirtschaft/elektroaltgeraete">Elektroaltgeräte</a>&nbsp;(<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a>-Themenseite)</li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/daten/ressourcen-abfall/verwertung-entsorgung-ausgewaehlter-abfallarten/elektro-elektronikaltgeraete#sammlung-und-verwertung-von-elektro-und-elektronikaltgeraten-drei-kennzahlen-zahlen">Elektro- und Elektronikaltgeräte</a>&nbsp;(Daten zur Umwelt)</li> </ul> </p><p>Informationen für...</p>

Atomarer Sauerstoff in der Mesosphäre und unteren Thermosphäre der Erde

Atomarer Sauerstoff (O) ist ein wichtiger Bestandteil der Erdatmosphäre. Er erstreckt sich von der Mesosphäre bis zur unteren Thermosphäre (Engl.: Mesosphere and Lower Thermosphere: MLT), d. h. von etwa 80 km bis über 500 km Höhe. O wird durch Photolyse von molekularem Sauerstoff durch UV-Strahlung erzeugt. Er ist die am häufigsten vorkommende Spezies in der MLT und eine wichtige Komponente in Bezug auf dessen Photochemie. Außerdem ist O wichtig für den Energiehaushalt der MLT, da CO2-Moleküle durch Stöße mit O angeregt werden und die angeregten CO2-Moleküle im Infraroten strahlen und die MLT kühlen. Dies bedeutet, dass sich der globale Klimawandel auch auf die MLT auswirkt, denn die Erhöhung der CO2-Konzentration in der MLT führt zu einer effizienteren Kühlung und damit zu deren Schrumpfen. Die O Konzentration wird außerdem durch dynamische Bewegungen, vertikalen Transport, Gezeiten und Winde beeinflusst. Daher ist eine genaue Kenntnis der globalen Verteilung von O und seines Konzentrationsprofils sowie der täglichen und jährlichen Schwankungen unerlässlich, um die Photochemie, den Energiehaushalt und die Dynamik der MLT zu verstehen. Das Ziel dieses Projekts ist es, Säulendichten und Konzentrationsprofile von O in der MLT durch Analyse der Feinstrukturübergänge bei 4,74 THz und 2,06 THz zu bestimmen. Die zu analysierenden Daten wurden mit dem Heterodynspektrometer GREAT/upGREAT (German REceiver for Astronomy at Terahertz frequencies) an Bord von SOFIA, dem Stratospheric Observatory for Infrared Astronomy, gemessen. Dies ist eine direkte Beobachtungsmethode, die genauere Ergebnisse liefern kann als existierende indirekte satellitengestützte Methoden, die photochemische Modelle benötigen, um O Konzentrationsprofile abzuleiten. Mit GREAT/upGREAT wurden seit Mai 2014 ca. 500.000 Spektren gemessen, die vier verschiedene Weltregionen abdecken, nämlich Nordamerika, Neuseeland, Europa und Tahiti/Pazifik. Zeitliche Variationen sowie der Einfluss von Sonnenzyklen, Winden und Schwerewellen werden ebenfalls im Rahmen des Projekts untersucht. Die Ergebnisse werden mit Satellitendaten, die für Höhen von 80 bis 100 km verfügbar sind, und mit Vorhersagen eines semi-empirischen Modells verglichen. Es sei darauf hingewiesen, dass diese Daten die ersten spektral aufgelösten direkte Messungen von O in der MLT sind. Dies ist eine vielversprechende Alternative zur Bestimmung der Konzentration von O im Vergleich mit indirekten satellitengestützten Methoden, die auf photochemischen Modellen beruhen.

Schwerpunktprogramm (SPP) 1530: Flowering time control: from natural variation to crop improvement, StPCP1: ein IDD Transkriptionsfaktor in der Regulation der Zucker-vermittelten Blühinduktion und Knollenbildung in Solanum tuberosum

Blüten- und Knolleninduktion werden in Kartoffelpflanzen (Solanum tuberosum) von nahezu identischen Signalwegen gesteuert. Da die Kartoffelpflanze als Ertragspflanze und der Knollenertrag weltweit immer mehr an Bedeutung gewinnt, ist die Identifikation ertrags- und qualitätssteigernder Faktoren von größtem Interesse. Im Rahmen des vorliegenden Antrags planen wir die Identifizierung und Charakterisierung der an der Blühinduktion und Knolleninduktion beteiligten Signaltransduktionswege auf molekularer Ebene. Blühinduktion und Knollenbildung stellen multifaktoriell gesteuerte Entwicklungsprozesse dar, die sowohl durch endogene, als auch durch exogene Parameter beeinflusst werden. Uns interessieren dabei u.a. Integrationsstellen, an denen diese Signalwege mit dem Metabolismus der Pflanze koordiniert werden. Das POTATO COUCH POTATO 1 (StPCP1) Protein ist ein Transkriptionsfaktor der IDD Familie. StPCP1 RNAi Pflanzen zeigen Veränderungen im Blühzeitpunkt und des Knollenertrags. Erste Ergebnisse aus quantitativen real-time PCR Experimenten deuten darauf hin, dass StPCP1 in die Regulation der Expression von Zuckertransportern involviert ist, was erklärt wie StPCP1 maßgeblich den Kohlenhydrathaushalt der Pflanze beeinflussen kann. Einige phloem-mobile Faktoren könnten die Funktion eines Botenstoffes erfüllen, der den Zuckerstatus der Sourceblätter an die Sinkorgane wie z.B. das Apikalmeristem und die Stolonspitzen weiterleitet. Wir planen, diese putativen phloem-mobilen Substanzen in Kartoffel zu untersuchen. Diese sind im Speziellen: Trehalose 6-Phosphat, miR156 und miR172 sowie deren Zielgene und -transkripte. Vorarbeiten weisen darauf hin, dass ähnlich wie es für Arabidopsis gezeigt werden konnte, der Zuckerstatus in den Blättern mit einer veränderten Expression bzw. Bildung dieser mutmaßlichen Signalmoleküle einhergeht. Wir werden weiterhin die regulatorischen Eigenschaften von StPCP1 und die Expression seiner Zielgene untersuchen. Das betrifft im Besonderen die direkte Regulation von Zuckertransportergenen (z.B. StSUT4) und die Identifizierung unbekannter Zielgene durch die Bindung der bekannten ID1 Bindedomäne. Gleichzeitig wollen wir bisher offene Fragen hinsichtlich der Interaktion bekannter Signalwege, die den Blühzeitpunkt und die Knollenbildung in Kartoffelpflanzen beeinflussen, beantworten, da im Speziellen der photoperiodische, der T6P- und der GA-Signalweg von StPCP1 gleichermaßen betroffen zu sein scheinen.

Wo lagern wir alte Elektro-Geräte?

<p> So entsorgen Sie Elektro-Geräte richtig: <p>Alte Elektro-Geräte dürfen nicht in den Haus-Müll.</p> <p>Denn:</p> <p>Sie enthalten wichtige Stoffe.</p> <p>Diese Stoffe können wir noch mal benutzen.</p> <p>Das ist gut für die Umwelt.</p> <p>Umwelt ist alles um uns herum.&nbsp;</p> <p>Zum Beispiel Pflanzen, Tiere und Menschen, Luft, Wasser und die Erde.</p> <p>Das spart Roh-Stoffe.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Sie haben alte Geräte?</p> <p>Dann bringen Sie sie zum <strong>Wert-<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/stoff">Stoff</a>-Hof</strong>.</p> <p>Dort können Sie die Geräte kostenlos abgeben.</p> <p>Oder geben Sie sie im <strong>Geschäft </strong>zurück.</p> <p>Auch das ist kostenlos.</p> <p><strong>Manche Städte holen die Geräte auch ab.</strong></p> <p>Oder haben <strong>Sammel-Stellen</strong> für alte Geräte.</p> <p>Sie kaufen ein neues Gerät?</p> <p>Dann geben Sie das alte Gerät zurück.</p> <p>Zum Beispiel wenn Sie einen neuen Kühl-Schrank kaufen.</p> <p>Das geht auch beim Kauf im Internet.</p> <p>Sie können im Geschäft fragen.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Bevor Sie die Geräte zurückgeben:</p> <p>Entfernen Sie Batterien und Akkus aus den Geräten.</p> <p>Geben Sie sie extra ab.</p> <p>Zum Beispiel in Sammel-Stellen im Geschäft.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Noch ein Tipp:</p> <p>Verkaufen oder verschenken Sie heile Geräte.</p> <p>Vielleicht kann jemand das Gerät noch nutzen.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Kaputtes Gerät?</p> <p>Fragen Sie: Kann man es reparieren?</p> <p>Oft geht das.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Alle Elektro-Geräte enthalten wertvolle Stoffe.</p> <p>Zum Beispiel Gold oder Kupfer.</p> <p>Diese Stoffe kann man noch mal verwenden.</p> <p>Das schützt die Umwelt.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Elektro-Geräte gehören nie in den Haus-Müll.</p> <p>Das steht im Gesetz.</p> <p>Denn:</p> <p>Batterien im Müll können Brände verursachen.</p> <p>Das ist gefährlich für Menschen und Umwelt.</p> <p>&nbsp;</p> <strong>Wo können Sie Geräte abgeben?</strong> <p><strong>Stellen von der Gemeinde:</strong></p> <ul> <li>Wert-Stoff-Hof</li> <li>Schad-Stoff-Mobil</li> <li>Sammel-Stellen</li> <li>Abholung zu Hause (manchmal mit Anmeldung)</li> </ul> <p>Infos gibt es bei Ihrer Stadt oder Gemeinde.</p> <p>&nbsp;</p> <p><strong>Im Geschäft:</strong></p> <p>Alle Geschäfte müssen alte Geräte annehmen.</p> <p>Ein Kauf-Beleg ist nicht nötig.</p> <p>Auch kleine Geschäfte nehmen oft Geräte zurück.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Kleine Geräte (unter 25 Zentimeter):</p> <p>Zum Beispiel Fern-Bedienung oder Toaster.</p> <p>Die können Sie oft einfach abgeben – ohne etwas Neues zu kaufen.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Große Geräte (über 25 cm):</p> <p>Zum Beispiel Fern-Seher oder Wasch-Maschine.</p> <p>Diese können Sie kostenlos abgeben, wenn Sie etwas Neues kaufen.</p> <p>Manchmal geht das auch ohne etwas Neues zu kaufen – fragen Sie nach.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Auch Geschäfte im Internet müssen alte Geräte zurücknehmen.</p> <p>Zum Beispiel mit kostenlosem Rücksende-Aufkleber.</p> <p>Oder durch Abholung.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Haben Sie ein neues Gerät bestellt?</p> <p>Dann kann das alte Gerät mitgenommen werden.</p> <p>Das Geschäft muss Sie vorher fragen.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Achtung:</p> <p>Geben Sie Ihre Geräte nicht an Schrott-Sammler.</p> <p>Diese entsorgen die Geräte oft falsch.</p> <p>Das schadet der Umwelt.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Vor der Rückgabe:</p> <p>Nehmen Sie Sie Batterien, Akkus und Lampen aus den Geräten.</p> <ul> <li>Geben Sie diese extra zurück.</li> <li>So gibt es keine Brände oder giftige Stoffe.</li> </ul> <p>&nbsp;</p> <p>Auf Handys und Laptops sind oft Ihre Daten.</p> <p>Daten sind Informationen über eine Person oder über eine Firma oder über eine Sache.</p> <p>Namen und Telefon-Nummern sind zum Beispiel Daten.</p> <p>Löschen Sie die Daten vorher.</p> <p>Das müssen Sie selber machen.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Es gibt viele versteckte Elektro-Teile:</p> <p>Zum Beispiel:</p> <ul> <li>Sessel mit Licht:</li> <li>Schuhe mit Licht</li> <li>Spielzeuge mit Sprache</li> <li>E-Zigaretten</li> <li>Rauch-Melder</li> <li>E-Roller</li> </ul> <p>Diese Geräte haben oft Batterien, Kabel oder Stecker.</p> <p>Auch sie müssen richtig entsorgt werden.</p> <p>Auf den Elektro-Teilen ist ein Bild.&nbsp;</p> <p>Das Bild ist eine durchgestrichene Müll-Tonne.</p> <p>&nbsp;</p> <strong>Was können Sie noch tun?</strong> <p>Läuft das Gerät noch?</p> <p>Dann:</p> <ul> <li>Verkaufen Sie es.</li> <li>Verschenken Sie es.</li> <li>Bringen Sie es auf den Floh-Markt.</li> </ul> <p>Das ist gut für die Umwelt.</p> <p>Denn das Gerät wird weiter genutzt.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Ist das Gerät kaputt?</p> <p>Dann prüfen Sie: Kann man es reparieren?</p> <p>Oft ist das günstiger als ein neues Gerät.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Sie müssen nicht immer ein Elektro-Gerät kaufen.</p> <p>Es gibt auch Geräte ohne Strom.</p> <p>Zum Beispiel Pfeffer-Mühlen.</p> <p>Oder normale Schuhe ohne Licht.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Solche Geräte halten oft länger.</p> <p>Sie sind günstiger.</p> <p>Und besser für die Umwelt.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Kaufen Sie Geräte, die lange halten.</p> <p>Und die man gut reparieren kann.</p> <p>Achten Sie auf Akkus zum Tauschen.</p> <p>Geräte mit Strom-Kabel sind oft besser.</p> <p>&nbsp;</p> <strong>Warum ist das wichtig?</strong> <p>In alten Geräten sind viele teure und nützliche Stoffe.</p> <p>Zum Beispiel: Kupfer oder Gold.</p> <p>Diese Stoffe kann man wieder benutzen.</p> <p>Das schützt die Umwelt.</p> <p>Aber:</p> <p>In Geräten sind auch gefährliche Stoffe.</p> <p>Zum Beispiel:</p> <ul> <li>Quecksilber</li> <li>giftige Gase</li> <li>brennbare Batterien</li> </ul> <p>Diese Stoffe dürfen nicht in die Umwelt kommen.</p> <p>Deshalb ist richtige Entsorgung sehr wichtig.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Was passiert mit alten Geräten?</p> <p>Die Geräte gehen an besondere Firmen.</p> <p>Dort prüft man:</p> <p>Kann man das Gerät nochmal verwenden?</p> <p>&nbsp;</p> <p>Wenn nicht, dann werden die Geräte auseinander gebaut.</p> <ul> <li>Gefährliche Stoffe werden entfernt.</li> <li>Einzelne Teile werden getrennt.</li> <li>Wichtige Stoffe werden nochmal benutzt.</li> </ul> <p>&nbsp;</p> <p>Das Gesetz dazu heißt Elektro-Gesetz.</p> <p>In Deutschland müssen Städte und Hersteller sich kümmern.</p> <p>Im Jahr 2021 sammelte man über 1 Million Tonnen Geräte.</p> <p>Das sind mehr als 11 Kilo pro Person.</p> <p>Aber:</p> <p>Das Ziel ist nicht erreicht.</p> <p>Es muss noch besser werden.</p> </p><p> So entsorgen Sie Elektro-Geräte richtig: <p>Alte Elektro-Geräte dürfen nicht in den Haus-Müll.</p> <p>Denn:</p> <p>Sie enthalten wichtige Stoffe.</p> <p>Diese Stoffe können wir noch mal benutzen.</p> <p>Das ist gut für die Umwelt.</p> <p>Umwelt ist alles um uns herum.&nbsp;</p> <p>Zum Beispiel Pflanzen, Tiere und Menschen, Luft, Wasser und die Erde.</p> <p>Das spart Roh-Stoffe.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Sie haben alte Geräte?</p> <p>Dann bringen Sie sie zum <strong>Wert-<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/stoff">Stoff</a>-Hof</strong>.</p> <p>Dort können Sie die Geräte kostenlos abgeben.</p> <p>Oder geben Sie sie im <strong>Geschäft </strong>zurück.</p> <p>Auch das ist kostenlos.</p> <p><strong>Manche Städte holen die Geräte auch ab.</strong></p> <p>Oder haben <strong>Sammel-Stellen</strong> für alte Geräte.</p> <p>Sie kaufen ein neues Gerät?</p> <p>Dann geben Sie das alte Gerät zurück.</p> <p>Zum Beispiel wenn Sie einen neuen Kühl-Schrank kaufen.</p> <p>Das geht auch beim Kauf im Internet.</p> <p>Sie können im Geschäft fragen.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Bevor Sie die Geräte zurückgeben:</p> <p>Entfernen Sie Batterien und Akkus aus den Geräten.</p> <p>Geben Sie sie extra ab.</p> <p>Zum Beispiel in Sammel-Stellen im Geschäft.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Noch ein Tipp:</p> <p>Verkaufen oder verschenken Sie heile Geräte.</p> <p>Vielleicht kann jemand das Gerät noch nutzen.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Kaputtes Gerät?</p> <p>Fragen Sie: Kann man es reparieren?</p> <p>Oft geht das.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Alle Elektro-Geräte enthalten wertvolle Stoffe.</p> <p>Zum Beispiel Gold oder Kupfer.</p> <p>Diese Stoffe kann man noch mal verwenden.</p> <p>Das schützt die Umwelt.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Elektro-Geräte gehören nie in den Haus-Müll.</p> <p>Das steht im Gesetz.</p> <p>Denn:</p> <p>Batterien im Müll können Brände verursachen.</p> <p>Das ist gefährlich für Menschen und Umwelt.</p> <p>&nbsp;</p> <strong>Wo können Sie Geräte abgeben?</strong> <p><strong>Stellen von der Gemeinde:</strong></p> <ul> <li>Wert-Stoff-Hof</li> <li>Schad-Stoff-Mobil</li> <li>Sammel-Stellen</li> <li>Abholung zu Hause (manchmal mit Anmeldung)</li> </ul> <p>Infos gibt es bei Ihrer Stadt oder Gemeinde.</p> <p>&nbsp;</p> <p><strong>Im Geschäft:</strong></p> <p>Alle Geschäfte müssen alte Geräte annehmen.</p> <p>Ein Kauf-Beleg ist nicht nötig.</p> <p>Auch kleine Geschäfte nehmen oft Geräte zurück.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Kleine Geräte (unter 25 Zentimeter):</p> <p>Zum Beispiel Fern-Bedienung oder Toaster.</p> <p>Die können Sie oft einfach abgeben – ohne etwas Neues zu kaufen.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Große Geräte (über 25 cm):</p> <p>Zum Beispiel Fern-Seher oder Wasch-Maschine.</p> <p>Diese können Sie kostenlos abgeben, wenn Sie etwas Neues kaufen.</p> <p>Manchmal geht das auch ohne etwas Neues zu kaufen – fragen Sie nach.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Auch Geschäfte im Internet müssen alte Geräte zurücknehmen.</p> <p>Zum Beispiel mit kostenlosem Rücksende-Aufkleber.</p> <p>Oder durch Abholung.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Haben Sie ein neues Gerät bestellt?</p> <p>Dann kann das alte Gerät mitgenommen werden.</p> <p>Das Geschäft muss Sie vorher fragen.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Achtung:</p> <p>Geben Sie Ihre Geräte nicht an Schrott-Sammler.</p> <p>Diese entsorgen die Geräte oft falsch.</p> <p>Das schadet der Umwelt.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Vor der Rückgabe:</p> <p>Nehmen Sie Sie Batterien, Akkus und Lampen aus den Geräten.</p> <ul> <li>Geben Sie diese extra zurück.</li> <li>So gibt es keine Brände oder giftige Stoffe.</li> </ul> <p>&nbsp;</p> <p>Auf Handys und Laptops sind oft Ihre Daten.</p> <p>Daten sind Informationen über eine Person oder über eine Firma oder über eine Sache.</p> <p>Namen und Telefon-Nummern sind zum Beispiel Daten.</p> <p>Löschen Sie die Daten vorher.</p> <p>Das müssen Sie selber machen.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Es gibt viele versteckte Elektro-Teile:</p> <p>Zum Beispiel:</p> <ul> <li>Sessel mit Licht:</li> <li>Schuhe mit Licht</li> <li>Spielzeuge mit Sprache</li> <li>E-Zigaretten</li> <li>Rauch-Melder</li> <li>E-Roller</li> </ul> <p>Diese Geräte haben oft Batterien, Kabel oder Stecker.</p> <p>Auch sie müssen richtig entsorgt werden.</p> <p>Auf den Elektro-Teilen ist ein Bild.&nbsp;</p> <p>Das Bild ist eine durchgestrichene Müll-Tonne.</p> <p>&nbsp;</p> <strong>Was können Sie noch tun?</strong> <p>Läuft das Gerät noch?</p> <p>Dann:</p> <ul> <li>Verkaufen Sie es.</li> <li>Verschenken Sie es.</li> <li>Bringen Sie es auf den Floh-Markt.</li> </ul> <p>Das ist gut für die Umwelt.</p> <p>Denn das Gerät wird weiter genutzt.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Ist das Gerät kaputt?</p> <p>Dann prüfen Sie: Kann man es reparieren?</p> <p>Oft ist das günstiger als ein neues Gerät.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Sie müssen nicht immer ein Elektro-Gerät kaufen.</p> <p>Es gibt auch Geräte ohne Strom.</p> <p>Zum Beispiel Pfeffer-Mühlen.</p> <p>Oder normale Schuhe ohne Licht.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Solche Geräte halten oft länger.</p> <p>Sie sind günstiger.</p> <p>Und besser für die Umwelt.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Kaufen Sie Geräte, die lange halten.</p> <p>Und die man gut reparieren kann.</p> <p>Achten Sie auf Akkus zum Tauschen.</p> <p>Geräte mit Strom-Kabel sind oft besser.</p> <p>&nbsp;</p> <strong>Warum ist das wichtig?</strong> <p>In alten Geräten sind viele teure und nützliche Stoffe.</p> <p>Zum Beispiel: Kupfer oder Gold.</p> <p>Diese Stoffe kann man wieder benutzen.</p> <p>Das schützt die Umwelt.</p> <p>Aber:</p> <p>In Geräten sind auch gefährliche Stoffe.</p> <p>Zum Beispiel:</p> <ul> <li>Quecksilber</li> <li>giftige Gase</li> <li>brennbare Batterien</li> </ul> <p>Diese Stoffe dürfen nicht in die Umwelt kommen.</p> <p>Deshalb ist richtige Entsorgung sehr wichtig.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Was passiert mit alten Geräten?</p> <p>Die Geräte gehen an besondere Firmen.</p> <p>Dort prüft man:</p> <p>Kann man das Gerät nochmal verwenden?</p> <p>&nbsp;</p> <p>Wenn nicht, dann werden die Geräte auseinander gebaut.</p> <ul> <li>Gefährliche Stoffe werden entfernt.</li> <li>Einzelne Teile werden getrennt.</li> <li>Wichtige Stoffe werden nochmal benutzt.</li> </ul> <p>&nbsp;</p> <p>Das Gesetz dazu heißt Elektro-Gesetz.</p> <p>In Deutschland müssen Städte und Hersteller sich kümmern.</p> <p>Im Jahr 2021 sammelte man über 1 Million Tonnen Geräte.</p> <p>Das sind mehr als 11 Kilo pro Person.</p> <p>Aber:</p> <p>Das Ziel ist nicht erreicht.</p> <p>Es muss noch besser werden.</p> </p><p>Informationen für...</p>

AskREACH

<p> <p>Das Projekt AskREACH sensibilisiert europaweit Bevölkerung, Handel und Industrie für sogenannte „besonders besorgniserregende Stoffe“ in Erzeugnissen. Im Projekt wurde die Smartphone-App Scan4Chem entwickelt, mit der sich Verbraucher über solche Stoffe informieren oder Erzeugnis-Lieferanten dazu anfragen können. Die europäische Chemikalienverordnung REACH bildet hierfür den gesetzlichen Rahmen.</p> </p><p>Das Projekt AskREACH sensibilisiert europaweit Bevölkerung, Handel und Industrie für sogenannte „besonders besorgniserregende Stoffe“ in Erzeugnissen. Im Projekt wurde die Smartphone-App Scan4Chem entwickelt, mit der sich Verbraucher über solche Stoffe informieren oder Erzeugnis-Lieferanten dazu anfragen können. Die europäische Chemikalienverordnung REACH bildet hierfür den gesetzlichen Rahmen.</p><p> <p>„Besonders besorgniserregende Stoffe“ – oder Substances of Very High Concern, SVHCs – sind beispielsweise krebserregend, hormonell wirksam oder solche, die als besonders kritisch für die Umwelt angesehen werden. Die europäische Chemikalienverordnung <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/reach">REACH</a> legt Informationspflichten für SVHCs fest (Art. 33). Ist ein SVHC in einem <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/erzeugnis">Erzeugnis</a> in einer Konzentration über 0,1 Massenprozent enthalten, muss diese Information von jedem Lieferanten (Hersteller, Importeur, Händler) an jeden kommerziellen Kunden in der Lieferkette weitergegeben werden. Der Begriff “Erzeugnis” bezeichnet dabei i.d.R. Gegenstände, z.B. Haushaltsgeräte, Textilien, Schuhe, Sportkleidung, Möbel, Heimwerkerprodukte, Elektronik &amp; elektronisches Zubehör, Spielzeug, Fahrzeuge, Verpackungen etc. Verbraucherinnen und Verbraucher müssen auf Anfrage ebenfalls informiert werden und sind damit in der Lage, bewusste Kaufentscheidungen zu treffen.</p> <p>Um das REACH-Verbraucherrecht in der europäischen Bevölkerung bekannter zu machen, startete das Umweltbundesamt (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a>) zusammen mit 19 Projektpartnern aus 13 EU-Mitgliedstaaten das EU LIFE Projekt AskREACH (siehe Auflistung unten). Die Projektziele waren:</p> <ul> <li>Sensibilisierung der Bevölkerung zu SVHCs in Erzeugnissen, damit bewusste Kaufentscheidungen getroffen werden können.</li> <li>Sensibilisierung von Erzeugnis-Lieferanten, damit sie ihre REACH Informationspflichten angemessen erfüllen.</li> <li>Verbesserung des Informationsflusses zu besonders besorgniserregenden Stoffen zwischen Verbraucher*innen und Lieferanten.</li> <li>Verbesserung der Kommunikationsprozesse in der Lieferkette mit dem Ziel, SVHCs in Erzeugnissen zu ersetzen.</li> </ul> <p>Mit der im AskREACH Projekt entwickelten Smartphone App (Scan4Chem) können Verbraucherinnen und Verbraucher die Barcodes von Erzeugnissen scannen. Sie erhalten dann entweder über die AskREACH Datenbank Informationen zu SVHCs in diesen Erzeugnissen oder sie können – falls noch keine Informationen in der Datenbank sind - entsprechende Anfragen an die Erzeugnis-Lieferanten verschicken. Letztere können ihnen die Informationen per E-Mail zukommen lassen oder sie in die AskREACH Datenbank eintragen, so dass spätere Anfragen direkt aus der Datenbank beantwortet werden können. Die Datenbank wird über eine Eingabemaske, das sogenannte Supplier Frontend, gefüllt.</p> <p>Einige Unternehmen konnten über das Projekt zusätzlich Unterstützung erhalten durch den Zugang zu einem IT-Tool, das die Kommunikation innerhalb der Lieferkette erleichtert.</p> <p>Alle Bürgerinnen und Bürger in den AskREACH Partnerländern können die App kostenlos aus den App Stores herunterladen. Die App ist an alle relevanten Sprachen adaptiert. Sollten die gewünschten Informationen über ein Erzeugnis in der Datenbank noch nicht vorhanden sein, wird automatisch eine Anfrage generiert und kann vom App-Nutzer an den Erzeugnis-Lieferanten gesendet werden.</p> <p>Seit Ende Oktober 2019 wurden die Apps der AskREACH Partnerländer sukzessive veröffentlicht. Mit Stand Mai 2024 sind in Europa in 21 Ländern Apps verfügbar: Belgien, Bulgarien, Dänemark (Tjek Kemien), Deutschland, Estland, Frankreich, Griechenland, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Österreich, Polen (Pytaj o chemię), Portugal, Schweden (Kemikalieappen), Serbien (auch in Bosnien-Herzegovina und Montenegro), Spanien, Tschechien, Ungarn. Ziel ist, die App im gesamten europäischen Raum zu verbreiten.</p> <p>Im Rahmen des AskREACH Projektes wurden zwei Informations-Kampagnen durchgeführt. Diese Kampagnen werden auch nach Projektende (31.08.2023) in gewissem Umfang fortgeführt. Sie dienen zur Sensibilisierung von Verbraucherinnen und Verbrauchern und von Erzeugnis-Lieferanten. Die Kampagnen werden in allen teilnehmenden europäischen Staaten und in weiteren europäischen Staaten durchgeführt (Belgien, Bulgarien, Estland, Litauen, Serbien, Ungarn).</p> <p>Unternehmen profitieren auf mehreren Ebenen von der AskREACH Datenbank:</p> <ul> <li>Ein Antwortformular für die Beantwortung von Verbraucheranfragen erleichtert es Unternehmen, ihre REACH Auskunftspflicht schnell und effizient zu erfüllen.</li> <li>SVHC-Informationen können aber auch in einem Schritt für viele Erzeugnisse gleichzeitig in die Datenbank hochgeladen werden (Bulk Upload). Bei Bedarf können die Daten leicht aktualisiert werden.</li> <li>Für ganze Barcode-Bereiche kann deklariert werden, dass die entsprechenden Erzeugnisse keine SVHCs &gt; 0,1 Gewichts% enthalten.</li> <li>Sobald die REACH Kandidatenliste um neue Stoffe erweitert wird, erhalten Unternehmen eine Erinnerung zur Aktualisierung Ihrer Daten.</li> <li>Verbraucher haben direkten Zugang zu Produktinformationen, d.h. der Kundenservice muss sich nicht um jede Verbraucheranfrage einzeln kümmern. Das spart Zeit und Aufwand auf beiden Seiten. Kunden wollen SVHC-Informationen direkt nach dem Scannen am Point of Sale bekommen, damit sie ihre Kaufentscheidung treffen können.</li> </ul> <p>Das IT-Tool zur Kommunikation innerhalb der Lieferkette erleichtert es Unternehmen, Informationen zu SVHCs und anderen Stoffen in ihren Erzeugnissen von ihren Zulieferern einzuholen und zu verwalten. Es handelt sich um ein existierendes Tool, das während des Projekt-Zeitraums von einigen Firmen getestet wurde. Das Tool wurde optimiert und steht nun kostenpflichtig zur Verfügung.</p> <p>Projektpartner sind Behörden, wissenschaftliche Einrichtungen und Nichtregierungs-Organisationen aus dem Bereich Umwelt und Verbraucher:</p> <ul> <li>Dänemark: Danish Environmental Protection Agency (DKEPA), Danish Consumer Council (DCC)</li> <li>Deutschland: Umweltbundesamt (UBA), Baltic Environmental Forum Germany (BEF DE), Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Hochschule Darmstadt Sonderforschungsgruppe Institutionenanalyse (sofia)</li> <li>Frankreich: Institut National de l’Environnement Industriel et des Risques (INERIS)</li> <li>Griechenland: National Observatory of Athens (NOA)</li> <li>Kroatien: Friends of the Earth Croatia (ZelHR)</li> <li>Lettland: Baltic Environmental Forum Latvia (BEF LV)</li> <li>Luxemburg: Luxembourg Institute of Science and Technology (LIST)</li> <li>Österreich: Verein für Konsumenteninformation (VKI), GLOBAL 2000 Umweltschutzorganisation</li> <li>Polen: Buy Responsibility Foundation (FKO)</li> <li>Portugal: Association for the Sustainability of the Earth System (ZERO)</li> <li>Spanien: Ecologístas En Acción (EEA) (2019 ausgeschieden)</li> <li>Schweden: Swedish Chemicals Agency (KEMI), Swedish Consumers Association (SCA)</li> <li>Tschechien: Arnika – Toxics and Waste Programme</li> <li>Europa: European Environmental Bureau (EEB)</li> </ul> <p>In Belgien, Bulgarien, Estland, Litauen, Serbien, Ungarn und in Spanien ist die App ebenfalls verfügbar und wird von Kampagnen begleitet:</p> <ul> <li>Belgien: Bond Beter Leefmilieu (BBL)</li> <li>Bulgarien: Za Zemiata</li> <li>Estland: Baltic Environmental Forum Estonia (BEF EE)</li> <li>Litauen: Baltic Environmental Forum Lithuania (BEF LT)</li> <li>Serbien(App auch verfügbar in Bosnien-Herzegovina und Montenegro): Safer Chemicals Alternative (ALHem)</li> <li>Spanien: Fundación Vida Sostenible (FVS)</li> <li>Ungarn: National Society of Conservationists - Friends of the Earth Hungary (MTVSZ)</li> </ul> <p>Das Projekt startete am 1. September 2017, wurde im Rahmen des EU LIFE Programms gefördert (Projektnummer LIFE16 GIE/DE/000738) und lief bis zum 31. August 2023. Die im Projekt entwickelten IT-Tools bleiben auch nach Projektende weiter erhalten und werden entsprechend betreut und beworben. Eine Webseite (nur auf Englisch) mit detaillierten Informationen zum Projekt, seinen Ergebnissen und Kontaktdaten ist verfügbar unter <a href="http://www.askreach.eu/">www.askreach.eu</a></p> <p>Die auf dieser Seite dargelegten Informationen und Ansichten sind die der Autoren und spiegeln nicht unbedingt die offizielle Meinung der Europäischen Union und des LIFE AskREACH Projekts wider.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/362/bilder/asklifebrand-design.png"> </a> <strong> EU Life AskREACH </strong> Quelle: EU Life </p><p> </p><p>Informationen für...</p>

Auslobung 2026

Im Wettbewerb werden drei spannende Aufgaben präsentiert, die innovative und nachhaltige Lösungen für die Entwicklung urbaner Räume suchen. Dabei geht es um die Schaffung klimaresilienter, sozialer und funktionaler Quartiere und Freiräume, die bestehende Strukturen aufgreifen und mit zukunftsweisenden Konzepten Natur, Freizeit und Architektur verknüpfen. Jede Aufgabe ist mit einem kurzen Video und detaillierten Auslobungsunterlagen verknüpft, die Sie über die entsprechenden Links erreichen können. Freiraum im Klimawandel – Ideen für den Tilla-Durieux-Park Der Tilla-Durieux-Park am Potsdamer Platz ist ein bedeutender öffentlicher Raum, der einem hohen Nutzungsdruck unterliegt und von städtebaulichen und klimatischen Veränderungen besonders betroffen ist. Gesucht werden Konzepte, die den kreativen Impuls der Entstehungszeit aufgreifen und den Park klimaangepasst sowie vielfältig nutzbar weiterentwickeln, um neue Qualitäten im Stadtraum zu schaffen. Video zur Aufgabe A Öffentliche Räume im Wandel – Vision für den Freiburger Westen Im Freiburger Westen treffen gewachsene Quartiere auf neue Stadtentwicklungsgebiete. Gesucht wird ein Leitbild für eine Landschaft, die den Flusslauf der Dreisam, die „Gaskugel“ und ökologische Funktionen miteinander verbindet. Ziel ist eine harmonische Integration von Natur, Freizeitnutzung und Stadtbezug, die Barrieren abbaut und die Aufenthaltsqualität stärkt. Video zur Aufgabe B Güterbahnhof Žižkov – Transformator nachhaltiger Quartiersentwicklung Der ehemalige Güterbahnhof Žižkov soll zu einem nachhaltigen Quartier für 20.000 Menschen umgestaltet werden. Geplant sind Wohnräume, Infrastruktur, öffentliche Einrichtungen und Grünflächen. Gesucht werden Ideen für einen klimafreundlichen, sozialen und identitätsstiftenden Raum, der das historische Bahnhofsgebäude integriert und das Quartier verbindet. Video zur Aufgabe C Der Peter-Joseph-Lenné-Preis wird je Aufgabe mit einem Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro prämiert. Weitere besonders gute Entwürfe werden mit einer Peter-Joseph-Lenné-Anerkennung gewürdigt. Hierfür kann das Preisgericht in den drei Kategorien Prämien in Höhe von insgesamt bis zu 10.000 Euro vergeben. Für Arbeiten, die besonders qualitätsvolle Beiträge zur Pflanzenverwendung aufweisen, wird die Karl-Foerster-Anerkennung durch die Karl-Foerster-Stiftung mit insgesamt 1.500 Euro vergeben. Sofia Petersson, Landschaftsarchitektin Jitka Romanov und Pavel Dobeš, Stadt Prag Prof. Dr. Martin Haag, Stadt Freiburg Anke Wünnecke und Verena Schönhart, Land Berlin Moritz Wette und Felix Ridder, Preisträger des Peter-Joseph-Lenné-Preis 2024 und für die Karl-Foerster-Anerkennung: Prof. Mark Krieger Abgabefrist ist am 26. Juni 2026, 18:00 Uhr . Das Preisgericht tagt am 30. und 31. Juli 2026. Die Preisverleihung findet am 9. Oktober 2026 in der Akademie der Künste am Hanseatenweg statt. Alle Auslobungsunterlagen finden Sie auf : competitionline

„Waschmaschine Defekta: 15.000 Euro“ – Kampagne für Stadtsauberkeit startet

Das kaputte Regal, die defekte Waschmaschine – regelmäßig wird Sperrmüll illegal auf der Straße entsorgt. Der Berliner Senat hat deshalb im letzten Jahr die Bußgelder für solche Tatbestände erhöht. Die Kampagne „Einfach abstellen hat seinen Preis“ informiert ab sofort zu den Kosten der illegalen Ablagerungen und informiert, wie Sperrmüll korrekt entsorgt werden kann. Zentraler Anlaufpunkt ist die Webseite berlin.de/stadtsauberkeit . Illegale Ablagerungen sind in den zurückliegenden Jahren zu einem immer größeren Ärgernis geworden. Solche Ordnungswidrigkeiten beschäftigen zahlreiche Behörden: die Ordnungsämter, die Berliner Forsten – und natürlich die Berliner Stadtreinigung (BSR). Letztlich kostete ihre Beseitigung die Berlinerinnen und Berliner allein im vergangenen Jahr mehr als 13 Millionen Euro. Die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt (SenMVKU) möchte mit der Kampagne „Einfach abstellen hat seinen Preis“ das Thema illegale Müllentsorgung noch stärker in den Fokus rücken. Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, hat am Samstag gemeinsam mit der BSR-Vorstandsvorsitzenden Stephanie Otto und Bezirksstadtrat Christopher Schriner die Kampagne vorgestellt. Genutzt wurde dafür der „Kieztag“ in Mitte, ein Angebot des Bezirks in Kooperation mit der BSR, auf dem Bürgerinnen und Bürger kostenlos ihren Sperrmüll abgeben konnten. Senatorin Ute Bonde : „Unsere Kampagne richtet sich an diejenigen, die ihren Sperrmüll, ihre Elektrogeräte, ihren Schrott im öffentlichen Raum abstellen und damit ihr Problem buchstäblich bei anderen abladen. Ein solches Verhalten ist keine Bagatelle – sondern eine Sünde an der Natur und an der Gesellschaft, die mit angemessenen Bußgeldern geahndet wird. Unsere Kampagne will aber auch die vielen Möglichkeiten der legalen Entsorgung aufzeigen – so wie hier beim Kieztag der BSR in Mitte. Ich bedanke mich bei allen, die solche Angebote schon jetzt nutzen – und natürlich auch bei den vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der BSR, der Ordnungsämter, der Berliner Forsten und bei den vielen Ehrenamtlichen, die für Sauberkeit in unserer Stadt sorgen.“ Stephanie Otto, Vorstandsvorsitzende der BSR : „Für die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt gibt es viele gute Angebote zur Abfallentsorgung, z.B. die 14 BSR-Recyclinghöfe, den günstigen BSR-Sperrmüll-Abholservice, die Tiptapp-App zur Transporthilfe bei der Sperrmüllentsorgung sowie die entgeltfreien Kieztage, die von jedem Berliner Bezirk in Kooperation mit der BSR angeboten werden. Auch für Gewerbetreibende existieren in Berlin zahlreiche legale Möglichkeiten für die Entsorgung von Abfällen. Am heutigen Kieztag hier in Mitte sehen wir, dass viele Berlinerinnen und Berliner bereits verantwortungsvoll und im Sinne ihrer Stadt handeln. Die BSR unterstützt die Bürgerinnen und Bürger hierin durch umfassende Aufklärung, bspw. mit digitalen Informationsangeboten, regelmäßigen Sauberkeitskampagnen und unserem beliebten „Kehrenbürger“-Projekt. Darüber hinaus ist aber auch die konsequente Ahndung von Gesetzesverstößen wichtig, denn nichts Anderes sind illegale Ablagerungen. Hier hat die Politik schon vieles auf den Weg gebracht – und genau hier setzt auch die aktuelle Bußgeld-Kampagne an.“ Christopher Schriner, Bezirksstadtrat Mitte : „Müll verbindet uns im Ärger und trennt uns im Verhalten. Gerade deshalb ist der Zustand des öffentlichen Raums kein Nebenthema, sondern eine Frage von Respekt, Lebensqualität und Verantwortung. Müll bindet Kräfte, die eigentlich Grün pflegen und Kieze gestalten sollten. Deshalb setzen wir auf Öffentlichkeitsarbeit, Prävention, bessere Angebote und konsequente Ahndung. Der Bezirk und das Land handeln – dauerhaft sauber wird es aber nur, wenn alle den öffentlichen Raum wieder als gemeinsame Sache begreifen.“ Die Kampagne zur Stadtsauberkeit wird einen Monat lang berlinweit ausgespielt. Im Layout eines Möbelkatalogs thematisiert die Kampagne die neuen Bußgelder für illegale Ablagerungen, die im Herbst vergangenen Jahres spürbar erhöht worden sind. Wer beispielsweise Stühle, Tische, Matratzen oder ausgediente Kinderwägen rechtswidrig auf Straßen oder in Grünanlagen abstellt, muss mit bis zu 1.500 Euro Strafe rechnen. Für größere Möbelstücke wie Sofas drohen bis zu 4.000 Euro, eine Waschmaschine sowie Elektrogeräte wie Lampen kosten den Müllsünder bis zu 15.000 Euro. Der neue Bußgeldkatalog belegt Autoreifen bis zu fünf Stück mit einem Bußgeld von 700 bis 3.500 Euro. Handelt es sich um mehr Reifen, ist ein Bußgeldrahmen von bis zu 20.000 Euro vorgesehen. Wer einen Autoreifen legal bei der BSR entsorgt, muss dafür nur 3 Euro auf den Tisch legen. Die Informationen werden in mehreren Sprachen auf den sozialen Netzwerken ausgespielt, sind auf Citylightplakaten und im Berliner Fenster zu sehen. Informationsmaterialien und die Webseite unter berlin.de/stadtsauberkeit unterfüttern die Kampagne mit Details zu den Bußgeldern und zu legalen Entsorgungsmöglichkeiten.

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