Dach- und Fassadenbegrünungen müssen gepflegt werden, um ihre positiven Effekte langfristig zu erhalten und Schäden vorzubeugen. Die Pflege stellt sicher, dass die Begrünung ihre vielfältigen Funktionen auch langfristig erfüllt. Außerdem verhindert regelmäßige Pflege das Verkahlen der Pflanzen, sorgt für eine dichte und optisch ansprechende Bepflanzung und schützt die Bausubstanz vor Schäden. Unterhaltungspflege für Dachbegrünungen Unterhaltungspflege für Fassadenbegrünungen Ein begrüntes Dach kann einschließlich Abdichtung bei regelmäßiger Instandhaltung und Wartung etwa 40 bis 60 Jahre halten. Die bei Extensivbegrünungen ein- bis zweimal jährlich durchzuführenden Pflegemaßnahmen sind … Kontrolle der Dachrandbereiche und Dachdurchdringungen auf Hinterwurzelungen durch Pflanzen Überprüfung der Entwässerungseinrichtungen Freihalten von Rand- und Sicherheitsstreifen Entfernen von unerwünschtem Fremdbewuchs Mähen der Vegetation und Abtragen des Mähguts im Bedarfsfall Düngen, Richtwert: 5 g N/m² pro Jahr mit Langzeitdünger Bewässerung (nur bei extremer Trockenheit notwendig, in Abwägung von ökologischen und ökonomischen Gegebenheiten) Bei Solar-Gründächern sind zwei bis drei Pflegegänge pro Jahr empfohlen und zusätzlich… Eine Entfernung hohen Bewuchses vor und unter den Solarmodulen sowie im nahen Umfeld Bei Biodiversitätsdächern sind zwei Pflegegänge pro Jahr empfohlen und zusätzlich… Kontrolle, Reinigung und gegebenenfalls Austausch von Nisthilfen Bei Retentionsgründächern sind zwei bis zehn Pflegegänge pro Jahr empfohlen und zusätzlich… Im Bedarfsfall eine Absenkung von Wasseranstau Prüfung und gegebenenfalls Reinigung des Drosselablaufs Bei Intensivbegrünungen ist vier bis zehn Mal pro Jahr zu pflegen. Zu den schon genannten Maßnahmen kommen noch bei Bedarf dazu … Überprüfen der Bewässerungseinrichtungen inklusive Winterschutzmaßnahmen Rückschnitt Rasenpflege (Mähen, Vertikutieren, Aerifizieren) Die Wartung der technischen Einrichtungen auf Dachbegrünungen ist ebenso wichtig wie die Pflege der Vegetation. Kontrolliert werden sollten stets auf ihre Funktionsfähigkeit mindestens zweimal im Jahr: Einrichtungen für die Entwässerung bezüglich Sauberkeit, dazu zählen: Kontrollschächte, Dachabläufe, Entwässerungsrinnen Standfestigkeit von aufgebauten Technikelementen (z. B. Blitzschutzanlagen, Photovoltaikanlagen) Schubsicherungen (bei Schrägdächern) Dachabdichtung durch Sichtung (z. B. an Dachrändern, an Durchdringungen etc.) Kiesstreifen und Plattenbeläge, die möglichst frei von Bewuchs sein sollten Zur Unterstützung bei der Pflege und Wartung von extensiven Dachbegrünungen wurde vom Bundesverband Gebäudegrün (BuGG) eine Dachbegrünungspflege-App entwickelt. Die Web-App kann unter folgender Adresse aufgerufen werden: pflege-dachbegruenung.de Die Web-App funktioniert nach Anmeldung mit der eigenen E-Mail-Adresse und einem selbst gewählten Passwort sowohl auf dem Smartphone als auch auf dem Tablet oder dem Computer. Fassadenbegrünungen können ebenso lang bestehen wie das Gebäude. Voraussetzung ist jedoch eine regelmäßige Pflege und Bewässerung für eine langanhaltend gute Qualität und aus Gründen des Brandschutzes. Die bei bodengebundenen Begrünungen ein- bis zweimal jährlich durchzuführenden Pflegemaßnahmen sind… Rückschnitt, gegebenenfalls Einflechten in Kletterhilfen vom Bewuchs freihalten: Fenster, Fensterläden, Dächer, Fallrohre, Blitzableiter, Markisen und Luftaustrittsöffnungen Entfernen von abgestorbenen Pflanzenteilen Kontrolle und ggf. erforderliche Ergänzung der Anbindung gegebenenfalls Düngen und Wässern Ersetzen von ausgefallen Pflanzen Zu den bei wandgebundenen Begrünungen fünf- bis zehnmal jährlich durchzuführenden Pflegemaßnahmen kommen hinzu… Inspektion und Wartung der Pflanzgefäße Nährstoffversorgung Im privaten Bereich können Fassadenbegrünungen unter Beachtung der Absturzsicherung und praktischer Erfahrung bis zu einer maximalen Höhe von 4 m in selbstständiger Pflege betreut werden. Alles, was darüber hinaus geht, sollte von Fachbetrieben instandgehalten werden. Bei einer Höhe über 4 Metern sind Begrünungen oft nur von einem Hubsteiger aus erreichbar. Hierfür sind ausreichend Aufstellfläche, Schutz gegen herabfallende Teile und gegebenenfalls Absperrungen von öffentlichem Straßenraum nötig. Die Wartung der technischen Einrichtungen von Vertikalbegrünungen ist ebenso wichtig wie die Pflege der Vegetation. Kontrolliert werden sollten stets auf ihre Funktionsfähigkeit mindestens zweimal im Jahr: Eine gegebenenfalls vorhandene Bewässerungsanlage oder Zisterne inklusive Technik, einschließlich Winterfestigkeit Eine gegebenenfalls vorhandene Konstruktion für den Halt der Pflanzen; Kontrolle der konstruktiven Bauteile, insbesondere der Verankerung Eine gegebenenfalls vorhandenen Fernwartung Eine gegebenenfalls vorhandene Entwässerungseinrichtung Alle Einrichtungen sind regelmäßig von Fachkundigen zu prüfen und zu reinigen. Die Prüfung erfolgt durch Sichtkontrolle und durch Funktionstests. Die Intervalle für die Prüfung und/oder den Austausch der einzelnen technischen Komponenten werden durch die Vorgaben der Hersteller oder durch die besondere Beanspruchung definiert. Alle Reinigungsmittel, die mit den Pflanzen oder dem Gießwasser in Kontakt kommen, müssen schonend und pflanzenverträglich sein. Inspektionen können vom Betreiber vorgenommen, Wartungen, Instandhaltungen und Austausch dürfen nur von Fachkundigen durchgeführt werden. Nach dem Anlegen einer Begrünung auf Dach oder Fassade gibt es verschiedene Phasen: die Fertigstellung, die Entwicklung und die Pflege im Laufe der Zeit. Die Wartung der Funktionsfähigkeit der technischen Anlagen (z.B. Be- und Entwässerungsanlagen) und die Kontrolle der konstruktiven Bauteile gehört zu allen diesen Phasen regelmäßig dazu. Normalerweise sind die Pflegegänge nach der Fertigstellung und die Entwicklungspflege im Angebot der Firma enthalten, die die Begrünung gemacht hat. Diese Pflege soll sicherstellen, dass die Pflanzen gut wachsen und sich entwickeln. Fachleute sprechen im zeitlichen Ablauf von der Fertigstellungs-, Entwicklungs- und Unterhaltungspflege . Nach etwa 12 Monaten Fertigstellungspflege, wenn die Pflanzen gut angewachsen sind, kann die Begrünung abgenommen werden. Das bedeutet, dass alles in Ordnung ist. Die Entwicklungspflege beginnt nach der Abnahme. Sie hilft den Pflanzen, noch besser zu wachsen. Dabei werden unerwünschte Pflanzen entfernt, ausgefallene Pflanzen nachgepflanzt, Öffnungen und Einbauten freigehalten und die Pflanzen richtig geschnitten. Wenn die Pflanzen das gewünschte Ziel erreicht haben, wird die Entwicklungspflege meistens nach zwei gegebenenfalls auch drei Jahren zur Unterhaltungspflege. Das bedeutet, dass die Begrünung dann regelmäßig gepflegt wird, damit sie ansprechend bleibt und ihre Funktionen dauerhaft erfüllt.
Naturnahe Lebensräume können Kohlendioxid in ihrer Biomasse binden und so auf natürliche Weise zum Klimaschutz beitragen. Foto: M. Elmer Deutschland und auch Nordrhein-Westfalen haben sich zum Ziel gesetzt, bis 2045 klimaneutral zu werden. Um dieses Ziel zu erreichen, muss nicht nur der Ausstoß von Treibhausgasen aus Energiewirtschaft, Industrie und Verkehr gesenkt werden. Auch die genutzte und ungenutzte Landschaft spielt eine wichtige Rolle. Denn Wälder, Auen, Feuchtgebiete, humusreiche Böden, Gewässer, Gehölze sowie naturnahe Lebensräume in der Stadt können Kohlenstoffdioxid aus der Atmosphäre aufnehmen sowie Kohlenstoff in ihrer Biomasse und im Böden speichern. „Degradierte“ Lebensräume wie zum Beispiel trockengelegte Moore oder abgestorbene Wälder geben hingegen den gespeicherten Kohlenstoff wieder an die Atmosphäre ab und wirken dadurch als Treibhausgas-Quelle. Der Natürliche Klimaschutz setzt an dieser Stelle an: Durch naturbasierte Maßnahmen sollen Ökosysteme geschützt, gestärkt und wiederhergestellt werden, damit sie Kohlenstoff speichern können. Und noch ein positiver Effekt stellt sich ein: Die Naturnahen Ökosysteme helfen auch, die biologische Vielfalt zu erhalten. Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK) Das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK) ist das zentrale Instrument des Bundesumweltministeriums, um die Klimaschutzziele im Bereich der genutzten und ungenutzten Landschaft zu erreichen. Das ANK sieht hierfür 69 Maßnahmen in insgesamt zehn Handlungsfeldern vor. Für die Umsetzung stellt der Bund bis 2028 Fördermittel in Höhe von insgesamt 3,5 Milliarden Euro bereit. Ein Baustein des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz sind die ANK-Regionalbüros der Länder. Sie sind die zentrale Anlaufstelle für Natürlichen Klimaschutz auf lokaler und regionaler Ebene. In Nordrhein-Westfalen ist das ANK-Regionalbüro im Landesamt für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen (LANUK) angesiedelt. Mögliche Maßnahmen im ANK Wald und Holznutzung Wälder speichern Kohlenstoff und kühlen ihre Umgebung, indem sie Wasser verdunsten. Foto: M. Elmer Vergrößerung der Waldfläche (Erstaufforstung) Steigerung der Klimaresilienz der Wälder (Wasserspeicherung, Waldumbau, Bodenschutz) Verbesserung der nachhaltigen Waldbewirtschaftung (klimaangepasstes Waldmanagement, alte Laubwälder) Wildnis Wildnisentwicklung soll gefördert werden. Foto: Striepen kleinere Flächen (ab 25 ha) mit eigendynamischer Entwicklung dauerhaft sichern Unterstützung durch Einsatz von KlimaWildnis-Botschafter:innen Umsetzung über Förderrichtlinie KlimaWildnis und Verstetigung der Unterstützungsstrukturen (z.B. KlimaWildnisZentrale) Mineralische Böden Landwirtschaftlich genutzte mineralische Böden können als Kohlenstoffspeicher dienen, wenn sie schonend bearbeitet werden. Foto: AdobeStock, Martin Grimm Ausbau einer strukturreiche Agrarlandschaft durch Hecken, Knicks, Agroforstsysteme und Feldgehölze Förderung des ökologischen Landbaus Stärkung der natürlichen Bodenfunktionen durch Entsiegelungsmaßnahmen Moorschutz Wiedervernässte Moore sind ein Beitrag zum natürlichen Klimaschutz. Foto: AdobeStock, bennytrapp Wiedervernässung von land- und forstwirtschaftlich genutzten sowie ungenutzten Moorböden Unterstützung bei der Nutzungsumstellung und Etablierung von nasser Bewirtschaftung (Paludikultur) Einsatz von Moorbodenschutzmanagerinnen und -managern zur Konzeptionierung von Transformationsprozessen und Moorschutzprojekten Landschaftswasserhaushalt Naturnahe Gewässerläufe und ihre Auen helfen, einen ausgeglichenen Landschaftswasserhaushalt herzustellen. Foto: AdobeStock, Peter Renaturierung von Gewässerläufen, Uferbereichen und Auen Wiederherstellung eines naturnahen Landschaftswasserhaushalts Nachhaltige Gewässerentwicklung zur Verbesserung der Klimaresilienz Siedlung und Verkehr Ausbau von naturnahen Grünflächen, Schwammstädten und Solargründächern Förderung von Baumpflanzungen und Optimierung des Standorts von Bestandsbäumen Entsiegelungsmaßnahmen und Schaffung von Querungshilfen Gezielte Unterstützung sowohl von Kommunen im ländlichen Raum als auch von Unternehmen durch spezifische Förderrichtlinien Begrünung von Siedlungsbereichen ist ein Beitrag zum Klimaschutz. Foto: AdobeStock, Gunthermanaus Grünbrücken vernetzen durch Straßen zerschnittene Lebensräume. Foto: AdobeStock, Rob Veranstaltungen Natürlicher Klimaschutz Alle Veranstaltungen 04.02.2026 | Natur Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz auf Landesebene online 04.02.2026 Mehr erfahren Das ANK-Regionalbüro für NRW Das Team des ANK-Regionalbüros NRW: Michael Elmer, Franziska Günther, Carla Welpelo und Dr. Malte Conrady (v.l.n.r.); Foto: LANUK Das Regionalbüro NRW ist die zentrale Anlaufstelle für Natürlichen Klimaschutz in NRW. Unser Ziel ist es, bereits Bestehendes und Neues miteinander zu verbinden und Aktive im Klima- und Naturschutz zur Zusammenarbeit zu ermutigen. Wir wollen so den Zustand der Ökosysteme und ihre Widerstandfähigkeit gegen die bereits spürbaren Folgen des Klimawandels verbessern. Unsere Angebote: Wir beraten zu den Möglichkeiten für Natürlichen Klimaschutz in NRW. Wir informieren zum Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz. Wir stellen Fachinformationen bereit. Wir bringen Handelnde aus Verwaltung, Zivilgesellschaft und Unternehmen zusammen – regional und überregional. Wir unterstützen bei der Umsetzung Ihrer Ideen. Unsere Angebote richten sich zum Beispiel an: Kommunen Verbände, Stiftungen und öffentliche Einrichtungen Flächeneigentümerinnen und -eigentümer Unternehmen, inklusive land- und forstwirtschaftlicher Betriebe Wir freuen uns auf Ihre Fragen, Ideen, Anregungen und den Austausch mit Ihnen!
<p>Städte und Gemeinden nehmen bei der Klimaanpassung eine zentrale Rolle ein, denn viele Bestandteile der Infrastruktur liegen häufig in kommunaler Hand. Städte und Gemeinden haben somit vielfältige Möglichkeiten, Klimaanpassung lokal voranzutreiben. Es gibt unterschiedliche Klimawandelfolgen, mit denen sich eine Gemeinde oder eine Stadt beschäftigen muss. Vor allem im städtisch geprägten Raum sind die wichtigsten Themen Hitze und Starkregen. Dazu kommen noch Stürme und Hochwasser. Die Folgen wirken sich auf die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger sowie auf die Infrastruktur der Städte und Gemeinden aus. Durch Anpassungen können die Folgen des Klimawandels abgemildert werden.</p><p>Klimawandel ist ein Querschnittsthema, welches nicht nur durch ein Amt, Dezernat oder eine Abteilung in der Kommune bewältigt werden kann. Es ist wichtig, sich bewusst zu machen, dass unterschiedliche Bereiche zusammenwirken müssen, um dem Problem gemeinsam zu begegnen. Je nach Anpassungserfordernis und Aufgabenstellung ist es sinnvoll, bereits vor der Erstellung einer konkreten Planung betroffene Ämter wie Umwelt, Planung, Tiefbau, Verkehr oder Gesundheit zu identifizieren und einzubeziehen.</p><p>Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung sollten mit aktuell anstehenden Themen, Aufgaben, Strategien verknüpft werden, wie z.B. Mobilität, Quartiersentwicklung, Energiewende, demographischem Wandel oder Erhalt der Biodiversität. Klimaschutz und Klimaanpassung müssen sich dabei ergänzen und sollten auf ein Ziel hinsteuern. Gebäudedämmung beispielsweise reduziert den Energieverbrauch und damit den CO2-Ausstoß, mindert gleichzeitig aber auch die durch den Klimawandel steigende Hitzebelastung im Sommer.</p><p>Der Klimawandel äußert sich in vielen unterschiedlichen Bereichen, z.B. in der Veränderung von Temperatur oder Niederschlagsmustern, der Anzahl der Sommer- oder Frosttage pro Jahr oder der Wahrscheinlichkeit von Starkregen.</p><p>Für bereits beobachtete Temperatur- und Niederschlagsänderungen zeigt der <a href="https://www.hlnug.de/?id=12735">Witterungsbericht Hessen</a> die Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte. In der Webanwendung <a href="https://www.hlnug.de/?id=11522">Wetterextreme in Hessen</a> können die Veränderungen der letzten Jahrzehnte stationsgenau nachvollzogen und auch Auswertungen zu Hitzetagen, Sommertagen etc. abgerufen werden.</p><p><a href="https://klimaportal.hlnug.de/?id=21336">Szenarien für die Zukunft</a> geben einen Anhaltspunkt, in welche Richtung sich Temperatur, Niederschlag und Extremereignisse entwickeln, und unterstützen damit die Vorbereitung auf wahrscheinliche Entwicklungen.</p><p>In Kommunen sind besonders Extremereignisse wie Hitze und Starkregen problematisch, da hier extreme Auswirkungen und zudem hohe Schäden zu erwarten sind. Daten und weiterführende Informationen zu Starkregen in Hessen wurden im Projekt <a href="https://www.hlnug.de/themen/klimawandel-und-anpassung/projekte/klimprax-projekte/klimprax-starkregen">KLIMPRAX Starkregen</a> aufbereitet. Eine hessenweite Starkregen-Hinweiskarte gibt eine erste Übersicht über die allgemeine Gefährdung durch Starkregen. Als betroffene Kommune können Sie sich als erste Einschätzung der Sachlage <a href="https://www.hlnug.de/themen/klimawandel-und-anpassung/projekte/klimprax-projekte/klimprax-starkregen/fliesspfadkarten">Fließpfadkarten</a> (gegen Gebühr) beim HLNUG erstellen lassen. Die Hinweiskarte und die Fließpfadkarten sind in unserem <a href="https://umweltdaten.hessen.de/mapapps/resources/apps/starkregenviewer/index.html?lang=de">Starkregenviewer</a> verfügbar. Genauere Analysen für Stadtgebiete, sogenannte Starkregen-Gefahrenkarten, müssen Sie bei Ingenieurbüros beauftragen.</p><p>Hitze stellt besonders seit der Jahrtausendwende ein weiteres Problem im Bereich der Innenstädte dar. Die vielen dunklen Oberflächen und Gebäude in den Innenstädten erwärmen sich schnell und speichern die Wärme. Städte heizen sich dadurch stärker auf und kühlen langsamer wieder ab. Die Belastung durch Hitze steigt. Gemeinsam mit der Kompetenzstelle Fernerkundung hat das Fachzentrum Klimawandel und Anpassung für ganz Hessen Produkte entwickelt, die auf verschiedenen räumlichen und zeitlichen Maßstäben Informationen zum Thema "<a href="https://www.hlnug.de/themen/klimawandel-und-anpassung/handlungshilfen/hitzekarten">Hitzebetroffenheit</a>" in Hessen liefern. Zusätzlich können <a href="https://www.hlnug.de/themen/klimawandel-und-anpassung/handlungshilfen/stadtklimaanalysen">Stadtklimaanalysen</a> helfen, belastete Gebiete zu identifizieren. Bei der Ausweisung von Neubaugebieten ist darauf zu achten, dass keine neuen Belastungssituationen geschaffen werden. Auch ist es sinnvoll, Einrichtungen mit besonders gefährdete Personen wie Altersheime, Krankenhäuser oder Kindergärten zu identifizieren und dort prioritär Maßnahmen zur Minderung der Auswirkungen einzuleiten. Welche Methodik dafür angewandt werden kann, können Sie im <a href="https://www.hlnug.de/fileadmin/dokumente/klima/klimprax/KLIMPRAXStadtklima2019/L-Handlungsleitfaden2019_Einzelseiten.pdf">Handlungsleitfaden zur kommunalen Klimaanpassung in Hessen - Hitze und Gesundheit</a> nachlesen, welcher im Projekt <a href="https://www.hlnug.de/themen/klimawandel-und-anpassung/projekte/klimprax-projekte/klimprax-stadtklima">KLIMPRAX Stadtklima</a> erarbeitet wurde.</p><p>Als Kommune sollten Sie sich mit den möglichen Verwundbarkeiten gegenüber den Folgen des Klimawandels auseinandersetzen und Möglichkeiten der Anpassung abwägen. Langfristig ist eine strategische Ausrichtung Ihrer Kommune hilfreich, um das Thema Klimawandel umfassend anzugehen. Dazu gehört neben der Klimaanpassung auch der Klimaschutz. Wie Sie Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel in Ihrer Kommune am besten verankern, lesen Sie unter „Organisation - Wen muss ich beteiligen?“.</p><p>Auch wenn eine strategische Ausrichtung derzeit noch fehlt, können Sie Maßnahmen ergreifen, die unabhängig vom Klimawandel ökonomisch, ökologisch und sozial sinnvoll sind und in allen Fällen einen positiven Effekt haben. Die Umgestaltung und Dämmung von Gebäuden ist auch ohne die Folgen des Klimawandels sinnvoll. Dadurch lässt sich im Winter Energie sparen, da nicht so viel geheizt werden muss und zusätzlich werden die Innenräume im Sommer nicht so heiß. Grünflächen zu erweitern und Bäume zu pflanzen fördert einerseits die Biodiversität in der Stadt und schafft andererseits wertvolle und hitzeangepasste Aufenthaltsorte.</p><p>Neben baulich-technischen Maßnahmen sind Sensibilisierungsmaßnahmen für Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Öffentlichkeit notwendig, damit die von Ihnen angestrebten Maßnahmen eine breite Akzeptanz finden und Bürgerinnen und Bürger Vorsorge- und Anpassungsmaßnahmen umsetzen.</p><p>Über die folgenden Links finden Sie Maßnahmen, die zur Verminderung der Auswirkungen des Klimawandels ergriffen werden können:</p><p><a href="https://www.klima-kommunen-hessen.de/startseite.html">Klima-Kommunen Hessen</a></p><p><a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/klimafolgen-anpassung/werkzeuge-der-anpassung/tatenbank">Tatenbank KOMPASS UBA</a></p><p><a href="https://www.klivoportal.de/DE/Home/home_node.html">KliVo-Portal</a></p><p>Bereich Stadtklima: <a href="https://www.hlnug.de/fileadmin/dokumente/klima/klimprax/KLIMPRAXStadtklima2019/Tabelle-KLIMPRAX-Planungshinweise-Tabelle_final.xlsm">Tabelle Planungshinweise</a></p><p>Bereich Starkregen: <a href="https://www.hlnug.de/fileadmin/dokumente/klima/klimprax/starkregen/x2_starkregen-v3Einzelblatt.pdf">Broschüre Starkregen und kommunale Vorsorge</a></p><p>Bereich Hitzevorsorge: <a href="https://hage.de/media/argumentationshilfe_hitzeaktionsplan_interaktiv.pdf">Argumentationshilfe Hitzeaktionsplan</a> (HAGE e.V.)</p><p> © HLNUG, Dachbegrünung hilft gegen Hitze und Starkregen </p><p> © Gemeinde Altenstadt, Erosionsschutzstreifen verhindern, dass wertvoller Boden bei Starkregen abgeschwemmt wird </p><p> © Jeanette Dietl - Adobe Stock, Ein gut gedämmtes Haus heizt sich im Sommer weniger auf und kühlt im Winter weniger aus </p><p> © HLNUG, Grünflächen erhöhen die Lebensqualität im Viertel und mildern gleichzeitig Folgen des Klimawandels </p><p> © HLNUG, Man muss sich nicht entscheiden: Photovoltaik und Dachbegrünung passen gut zusammen </p><p> © HLNUG, Verschattung hilft, die Temperatur in der Wohnung zu verringern </p><p> © HLNUG, Versickerungsmulden können Starkregen zwischenspeichern, so dass Überflutungen nicht so extrem ausfallen </p><p> © Stadt Ortenberg, Verwallungen tragen dazu bei, Erosion bei Starkregen abzufangen </p><p>Die Anpassung an den Klimawandel ist eine Querschnittsaufgabe, die viele Fachgebiete/Ämter umfasst und unterschiedliche Lebensbereiche auf verschiedenen Ebenen berührt. So sind z.B. im Zusammenhang mit Hitze in der Stadt von der Stadtplanung über die Gesundheitsämter und sozialen Dienste bis hin zur Verkehrsplanung oder Grünflächenpflege viele Fachgebiete betroffen und in ihrem Handeln gefragt.</p><p>Um diese Querschnittsaufgabe effektiv anzugehen, sollten Sie folgende Punkte berücksichtigen:</p><p>Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel in die bestehenden Verfahren und Strukturen integrieren.</p><p>Ein gemeinsames Bewusstsein für die Bedeutung der Querschnittsaufgabe bei allen Beteiligten schaffen.</p><p>Benötigtes Fachwissen in allen beteiligten Bereichen aufbauen.</p><p>Wie Sie die Herausforderungen des Klimawandels gut in Verwaltungsstrukturen integrieren können und wer zu beteiligen ist, lesen Sie hier: <a href="https://www.hlnug.de/fileadmin/dokumente/klima/klimprax/Leitfaden_klimprax.pdf">Anforderungen an die Berücksichtigung klimarelevanter Belange in kommunalen Planungsprozessen</a></p><p>Anpassung bedeutet auch, dass Bürgerinnen und Bürger sensibilisiert werden und die Maßnahmen akzeptieren. Der Klimawandel ist eine besondere Herausforderung, der wir teils mit neuen Wegen begegnen müssen. Die Beteiligung der Bevölkerung in Prozessen und Projekten ist daher sehr wichtig.</p><p>Es bestehen verschiedene Möglichkeiten auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene, die Anpassung an den Klimawandel in Kommunen finanziell zu fördern.</p><p>Das Land Hessen unterstützt die hessischen Gemeinden, Städte und Landkreise, deren Zusammenschlüsse und Zweckverbände sowie kommunale Unternehmen mit der Richtlinie des Landes Hessen zur Förderung von kommunalen Klimaschutz- und Klimaanpassungsprojekten sowie von kommunalen Informationsinitiativen. Weitere Informationen hierzu finden Sie hier: <a href="https://landwirtschaft.hessen.de/klimaschutz/foerderung-klimarichtlinie">https://landwirtschaft.hessen.de/klimaschutz/foerderung-klimarichtlinie</a></p><p>Beim Bundesumweltministerium bzw. dem zuständigen Projektträger können Sie in jährlichen Ausschreibungen Projektideen in drei Förderschwerpunkten zur Anpassung an den Klimawandel einreichen: <a href="https://www.z-u-g.org/das/">https://www.z-u-g.org/das/</a></p><p>Unser <strong>Beratungsangebot</strong> hat zum Ziel, Sie darin zu unterstützen, das notwendige Wissen zur Klimafolgenanpassung in Kommunalpolitik und -verwaltung aufzubauen und die Umsetzung von integrierten Klimaanpassungskonzepten und -maßnahmen vorzubereiten. Mit dem Angebot haben Sie die Möglichkeit, die umfangreichen Themen, die mit dem Klimawandel in Ihrer Kommune zu tun haben, zu identifizieren und aufzuarbeiten. Die Fragestellungen können dabei von Stadtklima über Starkregenvorsorge bis hin zu Planungshinweisen reichen, um nur ein paar Themen zu nennen.</p><p>Die Beratung kann im Rahmen von eigens organisierten Vorträgen, Workshops, Fachgesprächen und Konferenzen stattfinden. Je nach Thema möchten wir so viele Kommunen wie möglich erreichen, so dass wir uns freuen, wenn sich gleich mehrere Kommunen eines Landkreises oder mehrere Organisationen zusammenfinden.</p><p>Sie sind neugierig geworden und haben Interesse? Kontaktieren Sie uns!<br> Im <a href="https://www.hlnug.de/themen/klimawandel-und-anpassung/veranstaltungsarchiv">Veranstaltungsarchiv</a> finden Sie Veranstaltungen, die im Rahmen des Beratungsangebots bereits stattgefunden haben.</p><p> </p><p><a href="https://www.hlnug.de/themen/klimawandel-und-anpassung/aktuelles-termine/online-seminarreihe-2022">Online-Seminarreihe "Klimaanpassung: Jetzt wird es konkret"</a></p><p><a href="https://www.hlnug.de/themen/klimawandel-und-anpassung/handlungshilfen">Handlungshilfen für die Klimaanpassung</a></p><p><a href="https://www.hlnug.de/kontaktformular?tx_powermail_pi1%5Bfield%5D%5Baddid%5D=5636&cHash=a127afdfbce1506e72fc58b3ba36f7cc">Harald Hoeckner</a></p><p><a href="https://www.hlnug.de/kontaktformular?tx_powermail_pi1%5Bfield%5D%5Baddid%5D=5642&cHash=22e6c6b5306a76f09034eb945e3f8d0a">Michaela Stecking</a></p><p><a href="https://www.hlnug.de/kontaktformular?tx_powermail_pi1%5Bfield%5D%5Baddid%5D=5640&cHash=e0e3798ed3d00c853d47fdf96c9714d0">Dr. Anna-Christine Sander</a></p><p><a href="https://klimaportal.hlnug.de/klima-der-zukunft">Klimaportal Hessen</a></p><p><a href="https://www.hlnug.de/themen/klimawandel-und-anpassung/handlungshilfen">Handlungshilfen für die Klimaanpassung</a></p><p><a href="https://landwirtschaft.hessen.de/klimaschutz/foerderung-klimarichtlinie">Informationen zur Förderung im Rahmen der Klimarichtlinie</a></p>