In Wüstenökosystemen wird die zeitliche Dynamik durch Nass-Trocken-Zyklen bestimmt, und diese werden durch den Klimawandel zunehmend gestört. Niederschläge in Wüstenökosystemen lösen einen unmittelbaren CO2-Anstieg aus, verbunden mit erheblichen Emissionen von Petrichor, dem "Geruch von Regen". Dieser erdige Geruch setzt sich aus verschiedenen flüchtigen organischen Verbindungen (VOC) zusammen, die mit dem Wind über große Entfernungen transportiert werden. Die Wassertröpfchen, die mit trockenen Böden in Berührung kommen, setzen zuvor gebundene VOCs frei und regen Bakterien und Pilze zur Neuproduktion von VOCs an. Sechzig Jahre nach der ersten Beschreibung von Petrichor ist immer noch wenig über seine Rolle in der Bodenökologie und seine Bedeutung für die Atmosphärenchemie bekannt.Biotische Interaktionen zwischen Mitgliedern mikrobieller Gemeinschaften im Boden erfolgen durch den Austausch von Signalmolekülen. Flüchtige Signale wirken auf einer größeren räumlichen Skala als lösliche Verbindungen und werden zunehmend als entscheidende Infochemikalien zur Vermittlung von intra- und interspezifischen Interaktionen zwischen Bodenmikrobiota anerkannt. Dennoch ist wenig über die spezifischen Funktionen von VOCs und ihre Rolle bei der Vermittlung von Wechselwirkungen zwischen Organismen bekannt, insbesondere in Trockengebieten.Die Emissionen von Petrichor aus Trockengebieten wie der Negev-Wüste (Israel) werden sich in naher Zukunft verändern, da die Niederschlagsmenge bis 2050 voraussichtlich um ~40 % zunehmen wird. Biogene flüchtige organische Verbindungen (VOC) - insbesondere Terpenoide und Benzoide - sind als wesentliche Akteure der Atmosphärenchemie bekannt und beeinflussen das Klima durch Wolkenbildung und die Entstehung sekundärer organischer Aerosole die Strahlungsenergie absorbieren und streuen. Mikrobielle Bodengemeinschaften dominieren die Wüstenökosysteme, die sich über 20 % der Erdoberfläche erstrecken. Daher ist es dringend erforderlich, die Rolle der mikrobiellen Gemeinschaften im Wüstenboden für die Chemie der Atmosphäre zu untersuchen. Unser Ziel ist es, die Quellen, Regulierungsmechanismen und Kontrollfaktoren der VOC-Emissionen in Wüstenökosystemen zu verstehen, was für die Erstellung umfassender globaler Klimaprojektionsmodelle von größter Bedeutung ist. Zu diesem Zweck wollen wir Veränderungen in der Petrichor-Zusammensetzung entlang eines Trockenheitsgradienten in der Negev-Wüste (Israel) quantifizieren und charakterisieren, die gesamte aktive mikrobielle Gemeinschaft (Eukaryonten, Prokaryonten, Archaeen) nach Niederschlagsereignissen in den Biokrusten der Wüste und in tieferen Bodenschichten identifizieren, mit Hilfe von Netzwerkanalysen Kandidaten für die Produktion von und die Reaktion auf VOC ermitteln und die Rolle der VOC durch Experimente mit mikrobiellen Isolaten und durch die Anwendung von Inhibitoren der wichtigsten Petrichor-VOC in Böden verifizieren und die globalen Auswirkungen der Petrichor-Emissionen hochskalieren.
Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV NRW) hat im November 2018 das Solarkataster NRW veröffentlicht. Dieser Datensatz enthält die Karte der jährlichen solaren Einstrahlung flächendeckend für NRW, die auf der Grundlage von landesweit verfügbaren, hochaufgelösten Laserscandaten des Landes NRW und Strahlungsdaten des Deutschen Wetterdienstes erstellt wurde. Die Strahlungsenergie wird in kWh pro Quadratmeter und Jahr angegeben, Verschattung durch Bäume, angrenzende Gebäude / Dachaufbauten und Geländeerhöhungen wurden berücksichtigt. <a href="https://hilfe.geoportal.ruhr/energyfis/photovoltaik/extra/strahlungsenergie.html" target="_blank">Link zum Handbuch</a>
Das globale Netz von Fließgewässern erstreckt sich über 80 Millionen Kilometer. Es ist der Schlüssel für menschliche Besiedlung, unterstützt die vielfältigen Gewässerökosysteme und transportiert Sedimente & Kohlenstoff in die Ozeane. Die Verdunstungsverluste dieser Wasseradern wirken sich auf die Wasservorräte aus und können durch Veränderungen des Energiehaushalts und der Wassertemperatur auch chemische und biologische Prozesse in Flussökosystemen beeinflussen. Derzeit sind die Schätzungen zur Verdunstung aus Flüssen weitgehend lokal und empirisch. Es mangelt ihnen auf verschiedenen Ebenen an Vorhersagbarkeit für unterschiedliche Fluss- & Klimabedingungen. Besonders die Auswirkungen von Turbulenzen und Durchmischung dieser dynamischen Verdunstungsflächen, die aerodynamischen Wechselwirkungen mit der darüber liegenden Luft, die unterschiedliche Strahlung und die Strömungseigenschaften wurden bisher nicht systematisch in skalenübergreifende Verdunstungsmodelle integriert. Im Gegensatz zu Penman-basierten Methoden, die sich auf empirische Oberflächenaustauschkoeffizienten stützen, wird in diesem Projekt ein physikalisch basierter Rahmen für die Verdunstungsbegrenzung in Fließgewässern unter Berücksichtigung eines skalengerechten Energieverteilungsschemas entwickelt. Es wird ein Modell eines charakteristischen Fließgewässerprofils (1-D) entwickelt, das die wesentlichen Aspekte der Durchmischung und Turbulenz sowie unterschiedliche Strahlungsenergiezufuhren und Strömungseigenschaften berücksichtigt. Mit dieser vereinfachten Darstellung werden die Hauptprozesse, die Verdunstungsverluste & Wassertemperaturen beeinflussen, in skalierbarer Weise erfasst und unsere Abhängigkeit von der Empirie verringert. Unsere Ziele sind: - Die Entwicklung eines mechanistischen Ansatzes, der hydro-aerodynamische Merkmale mit der Verteilung der Strahlungsenergie und der Wärmebilanz charakteristischer Flussprofile verbindet, um Verdunstungsverluste für Flussabschnitte zu quantifizieren - Systematische Labor- und Feldexperimente zur Bestimmung dominanter Flussmerkmale und Umweltfaktoren, die die Verdunstungsdynamik bestimmen, um die Modellevaluierung und das Upscaling zu ermöglich. - Die Klassifizierung räumlich-zeitlicher Merkmale des globalen Flussnetzes, um die Skalierung des theoretischen Ansatzes zu unterstützen. Für das Projekt werden Labor- und Feldgeräte sowie Fachwissen des Desert Research Institute (USA), des Forschungszentrums Jülich (Deutschland), der Universität Utrecht (Niederlande) und der Boston University (USA) genutzt. Die quantitativen Rahmenbedingungen ermöglichen es, künftige Klimaauswirkungen auf die Fließgewässereigenschaften und deren ökologischen Folgen zu bewerten. Die besseren Schätzungen der Verdunstungsverluste des globalen Flussnetzes werden Wissenslücken bezüglich der Wasserbilanz & -verfügbarkeit in Trockengebieten schließen und unser Wissen für den regionalen & grenzüberschreitenden Wassertransfer und die Wasserrechte verbessern.
Verwendet man halbleitende Materialien als Elektroden in elektrochemischen Zellen, so beobachtet man, dass bei Belichtung - also auch bei Sonneneinstrahlung - Photostroeme auftreten. Die so in Elektroenergie umgewandelte Strahlungsenergie kann direkt oder zur Wasserzersetzung, das heisst zur Wasserstofferzeugung, verwendet werden. Der geschilderte Funktionsablauf ist experimentell in den verschiedenen Stufen wenig untersucht. Zunaechst sollen moeglichst billige Halbleitermaterialien als Elektroden praepariert in elektrochemischen Solarzellen eingesetzt werden. Mit amorphen Halbleitern sollten kostenguenstige Anlagen erstellbar sein. Das Elektrodenmaterial selbst darf bei den auftretenden Photopotentialen nicht zersetzt werden.
Wichtige Elemente der Stoff- und Energiebilanz des Phytoplanktons im Bodensee werden untersucht. Sie umfassen die photosynthetische Ausnutzung der Strahlungsenergie und ihre Beeinflussung durch die Hell-Dunkeladaption, die Ausscheidung von geloester organischer Substanz, die Respiration im Licht und die Dunkelrespiration. Diese Untersuchungen werden sowohl im Labor an Kulturen von im Bodensee dominierenden Phytoplanktonarten als auch in natuerlichen Mischassoziationen im See selber zu verschiedenen Jahreszeiten durchgefuehrt.
Was ist optische Strahlung ? Die optische Strahlung umfasst die Bereiche Ultraviolette Strahlung ( UV ), sichtbares Licht ( VIS ) und Infrarot- Strahlung ( IR ). Die natürliche Quelle optischer Strahlung ist die Sonne. Optische Strahlung kann auch künstlich erzeugt werden. Menschen, die sich einem Übermaß an optischer Strahlung aussetzen, können ihre Haut und ihre Augen schädigen. Dies gilt sowohl für optische Strahlung natürlichen Ursprungs als auch für künstlich erzeugte optische Strahlung . Elektromagnetisches Spektrum Die Ultraviolette ( UV -) Strahlung ist der energiereichste Teil der optischen Strahlung . Sie umfasst den Wellenlängenbereich von 100 Nanometer ( nm ) bis 400 nm . Als (sichtbares) Licht bezeichnet man den Bereich des elektromagnetischen Spektrums, den Menschen sehen können. Die Wellenlängen reichen dabei von 400 nm bis 780 nm . Für manche Tiere ist ein größerer Bereich des Spektrums sichtbar als für den Menschen. Infrarotstrahlung ( IR - Strahlung ) wird auch als Wärmestrahlung bezeichnet. Sie schließt sich in Richtung größerer Wellenlängen – von 780 nm bis 1 mm - an das sichtbare Licht an. Optische Strahlung - natürlich oder künstlich Die natürliche Quelle optischer Strahlung ist die Sonne. Darüber hinaus kann optische Strahlung künstlich erzeugt werden, z.B. in Lasern, Lampen, Heizstrahlern, Solarien, Lichtbögen usw. Manche optische Strahlungsquellen, wie z.B. die Sonne, senden alle Bereiche der optischen Strahlung ( UV , VIS und IR ) aus. Künstliche optische Strahlungsquellen ( z.B. LED , Laser, Infrarotkabinen, Solarien) hingegen können auch nur eng begrenzte Bereiche der optischen Strahlung erzeugen. Bei manchen Quellen optischer Strahlung werden Teile des optischen Spektrums herausgefiltert. Übermaß kann schädlich sein Menschen, die sich einem Übermaß an optischer Strahlung aussetzen, können ihre Haut und ihre Augen schädigen. Dies gilt sowohl für optische Strahlung natürlichen Ursprungs als auch für künstlich erzeugte optische Strahlung . Art und Ausmaß der Schädigung hängen vor allem von der Wellenlängen der Strahlung , der Dauer der Bestrahlung und der Bestrahlungsstärke ab. Selbst Strahlung im Bereich des sichtbaren Lichts kann gesundheitliche Schäden hervorrufen. "In-die-Sonne-Gucken" schädigt die Augen nicht nur wegen der UV - Strahlung , sondern vor allem auch wegen der hohen Intensität des sichtbaren Lichts und der Infrarotstrahlung. UV - Strahlung – akute und langfristige Schäden UV - Strahlung kann nicht nur sofortige (akute), sondern auch langfristige (chronische) Schäden verursachen. Akute Schäden durch UV - Strahlung sind beispielsweise der Sonnenbrand der Haut oder die "Verblitzung" der Hornhaut des Auges. Chronische Schäden durch UV - Strahlung sind Hautalterung und Hautkrebs oder die Linsentrübung des Auges (Grauer Star). IR - Strahlung – gesundheitliche Schäden sind möglich Auch ein Übermaß an IR - Strahlung kann gesundheitliche Schäden verursachen. Einige Untersuchungen weisen darauf hin, dass eine chronische Bestrahlung mit IR - Strahlung allein oder in Kombination mit UV - Strahlung Hautschäden hervorrufen kann. Auch zu viel Licht kann schaden Übersteigt die Bestrahlungsstärke bestimmte Werte, kann sichtbares Licht vor allem die Augen schädigen. Dies gilt insbesondere für den energiereichen, blauen Teil des sichtbaren Spektrums ("Blaulichtgefährdung"). Eine bleibende Netzhautschädigung kann man sich zuziehen, wenn man ungeschützt in die Sonne oder in starke künstliche Lichtquellen wie z.B. Laser blickt. Stand: 04.08.2026
Konsentierte Empfehlung zu UV-Strahlung und Vitamin D Das Bundesamt für Strahlenschutz initiierte zusammen mit dem UV -Schutz-Bündnis einen fachübergreifenden wissenschaftlichen Diskurs zur Harmonisierung der bis dato widersprüchlichen Empfehlungen bezüglich der UV -Exposition zur Bildung des körpereigenen Vitamin D. Die wissenschaftlichen Diskussionen führten zu folgender, gemeinsam getragener Empfehlung: Empfehlung zur "UV-Exposition zur Bildung des körpereigenen Vitamin D" Konsentierte Empfehlung der wissenschaftlichen Behörden, Fachgesellschaften und Fachverbände des Strahlenschutzes, der Gesundheit, der Risikobewertung, der Medizin und der Ernährungswissenschaften Einerseits wird beim Menschen durch UV - Strahlung die körpereigene Vitamin-D-Bildung angeregt. Andererseits kann UV - Strahlung gesundheitsschädigend auf Auge und Haut wirken. Ein bewusster Umgang mit natürlicher wie künstlicher UV - Strahlung ist darum unerlässlich. Entsprechend werden folgende Empfehlungen zur UV -Exposition (-Bestrahlung) für die körpereigene Vitamin-D-Bildung gegeben: Für eine ausreichende Vitamin-D-Synthese genügt es nach derzeitigen Erkenntnissen, Gesicht, Hände und Arme unbedeckt und ohne Sonnenschutz zwei- bis dreimal pro Woche der Hälfte der minimalen sonnenbrandwirksamen UV - Dosis (0,5 MED) auszusetzen, also der Hälfte der Zeit, in der man sonst ungeschützt einen Sonnenbrand bekommen würde. Beispielsweise bedeutet dies für Menschen mit Hauttyp II bei hohen sonnenbrandwirksamen UV - Bestrahlungsintensitäten ( UV-Index 7) rein rechnerisch eine Bestrahlungszeit von circa 12 Minuten. Ein Sonnenbrand ist grundsätzlich zu vermeiden. Bei längeren Aufenthalten in der Sonne sind UV -Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Als Orientierungshilfe über die herrschende sonnenbrandwirksame UV - Bestrahlungsstärke und ab wann welche UV -Schutzmaßnahmen zu ergreifen sind, wird der UV-Index 1 ( UVI ) empfohlen. Der UV-Index ist ein weltweit einheitliches Maß für die an einem Tag mögliche höchste sonnenbrandwirksame UV -Bestrahlungsstärke. Den einzelnen UVI -Werten sind Empfehlungen für die hellhäutige Bevölkerung bezüglich der zu ergreifenden UV -Schutzmaßnahmen zugeordnet. Bei Kleinkindern, Kindern und Jugendlichen ist besonders darauf zu achten, hohe UV -Belastungen und Sonnenbrände zu vermeiden, denn besonders in der Kindheit und Jugendzeit erhöhen starke UV -Belastungen und Sonnenbrände das Risiko , später an Hautkrebs zu erkranken. Säuglinge sollen grundsätzlich nicht direkter Sonnenbestrahlung ausgesetzt werden. Von starken, nicht ärztlich kontrollierten UV -Bestrahlungen (Sonne oder Solarium) zum Zweck der Vitamin-D-Bildung, der Selbsttherapie eines Vitamin-D-Mangels oder der Bräunung wird dringend abgeraten. Die erstmalige Nutzung eines Solariums in jungen Jahren (< 35 Jahre) verdoppelt annähernd das Risiko , an schwarzem Hautkrebs (malignes Melanom) zu erkranken 2 . In Deutschland ist für Minderjährige die Nutzung eines Solariums gesetzlich verboten. Ein Vitamin-D-Mangel kann nur von ärztlicher Seite diagnostiziert und behandelt werden. Eine Supplementierung beziehungsweise Medikation mit Vitamin-D-Präparaten sollte unter ärztlicher Überwachung erfolgen. Säuglinge und Kleinkinder bis zum zweiten erlebten Frühsommer sollen Vitamin-D-Präparate erhalten. 1) Den aktuellen UV-Index sowie UV -Prognosen finden Sie im Internet-Angebot des BfS sowie auf den Seiten des Deutschen Wetterdienstes . 2) Boniol, M., et al., Cutaneous melanoma attributable to sunbed use: systematic review and meta-analysis. BMJ, 2012. 345: p. e4757. Boniol, M., et al., Correction. BMJ, 2012. 345: p. e8503. Beteiligte Institutionen: (alphabetische Reihenfolge) Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie (ADO) Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) e.V. Berufsverband der Deutschen Dermatologen e.V. Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung Deutsche Dermatologische Gesellschaft Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DGKJ) Deutscher Hausärzteverband e.V. Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) Deutsche Krebshilfe European Skin Cancer Foundation European Society of Skin Cancer Prevention (EUROSKIN) Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V. (GEKID) Max Rubner-Institut (MRI), Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel Robert Koch-Institut (RKI) Verband deutscher Betriebs- und Werksärzte e. V. (VDBW) Stand: 04.08.2026
Dauerhafte Haarentfernung (Epilation) Um unerwünschten Haarwuchs dauerhaft oder zumindest lange anhaltend zu vermindern, werden Laser oder intensiv gepulste Lichtquellen (IPL-Geräte = Intense Pulsed Light, auch als "Blitzlampen" bezeichnet) verwendet. Am besten funktioniert die Methode, wenn das Haar viel, die Haut hingegen wenig Melanin enthält – also bei dunklen Haaren und hellen bis mittleren Hauttönen. Professionelle Anwender*innen müssen qualifiziert sein. Seit dem 31.12.2022 müssen professionelle Anwender*innen bei der Epilation definierte Anforderungen an die Fachkunde erfüllen. Dies ergibt sich aus der Verordnung zum Schutz vor schädlichen Wirkungen nichtionisierender Strahlung bei der Anwendung am Menschen (NiSV) . Die Anforderungen an den Erwerb der Fachkunde wurden in einer Gemeinsamen Richtlinie des Bundes und der Länder, mit Ausnahme des Landes Sachsen-Anhalt, festgelegt. Das BfS gibt Tipps für Verbraucher*innen sowohl für die professionelle als auch für die Heimanwendung. Epilation mit IPL-Gerät Quelle: Yakobchuk Olena/stock.adobe.com Um unerwünschten Haarwuchs dauerhaft oder zumindest lange anhaltend zu vermindern, werden Laser oder intensiv gepulste Lichtquellen verwendet. Bei diesen Verfahren werden die für das Haarwachstum verantwortlichen Strukturen im Haarfollikel durch starkes Erhitzen in ihrer Funktion beeinträchtigt oder zerstört. Doch die Techniken bergen Risiken. Anwender*innen sollten sich deshalb ausführlich informieren, bevor sie die Technik einsetzen und sehr sorgfältig damit umgehen. Verwendete Lichtquellen Im Einsatz sind meist starke Laser der höchsten Laserklassen 3B und 4 oder intensive gepulste Lichtquellen ( IPL -Geräte = Intense Pulsed Light, auch als Blitzlampen bezeichnet) Lasergeräte Laser liefern gebündelte Strahlung mit hoher Energie- und Leistungsdichte. Für die dauerhafte Haarentfernung werden häufig Laser mit einer Wellenlänge von 810 Nanometern verwendet. IPL -Systeme Die Strahlung von IPL -Geräten ist hingegen breitbandig, das heißt, sie besteht aus vielen Wellenlängen. Ihr Spektrum umfasst in der Regel Wellenlängen von 250 Nanometern ( UV -C) bis 1.400 Nanometern (Infrarot A). Dieses Spektrum wird typischerweise durch vorgeschaltete Filter auf den Teil des sichtbaren Lichts ab ca. 550 nm und Teile von Infrarot eingeengt. Diese Wellenlängen dringen tief genug in die Haut ein, um die Zielstrukturen im Haarfollikel zu erreichen. Durch die Pulsung wird für jeweils einen kurzen Zeitraum (circa 20 bis 100 Millisekunden pro Blitz) eine hohe Bestrahlungsstärke erzeugt, wodurch die biologische Wirkung gegenüber einer ungepulsten Bestrahlung verstärkt wird. Die Wirkungen (und gegebenenfalls auch die Nebenwirkungen) sind in vieler Hinsicht mit Laserstrahlung vergleichbar. Tipps für Verbraucher*innen Die Anwendung von Lasern oder sonstigen starken optischen Strahlenquellen ist derzeit nicht auf Personen mit medizinischer Ausbildung beschränkt. Auch eine ärztliche Aufsicht über die Behandlung ist derzeit nicht vorgeschrieben. Daher rät das BfS : Professionelle Anwendung Informieren Sie sich vor der Behandlung über die fachliche Qualifikation des Anwenders sowie über Wirkungen, mögliche Nebenwirkungen und Risiken der Behandlung. Seit dem 31.12.2022 müssen professionelle Anwender*innen bei der Epilation definierte Anforderungen an die Fachkunde erfüllen. Dies ergibt sich aus der Verordnung zum Schutz vor schädlichen Wirkungen nichtionisierender Strahlung bei der Anwendung am Menschen (NiSV). Zum verantwortungsbewussten und fachgerechten professionellen Einsatz hochenergetischer Strahlenquellen am Menschen gehört eine fundierte und umfassende Aufklärung der Kund*innen oder Patient*innen. Heimanwendung Wenn Sie selbst Geräte für die Haarentfernung verwenden, beachten Sie die Gebrauchsanweisungen und die Herstellerempfehlungen. Lassen Sie sich gegebenenfalls ärztlich beraten. Stand: 04.08.2026
Bildung des körpereigenen Vitamin D Die einzig bekannte positive biologische Wirkung von UV - Strahlung ist die Anregung der Bildung des körpereigenen Vitamin D durch UV -B- Strahlung . Zur Vitamin-D-Bildung ist keine Extra-Portion Sonne nötig. Ein vom Arzt diagnostizierter Vitamin-D-Mangel muss ärztlich behandelt werden. Im Vergleich zur Sonne herrschen in Solarien andere UV -Bestrahlungsstärken. Im UV -A-Bereich kann die Bestrahlungsstärke im Solarium bis zu sechsmal, bei Gesichtsbräunern sogar bis zu zehnmal stärker sein als die der Sonne. UV -A- Strahlung trägt nicht zur körpereigenen Vitamin-D-Bildung bei, jedoch zur Erhöhung des Hautkrebsrisikos. Der Vitamin-D-Stoffwechsel Die einzig bekannte positive biologische Wirkung von UV - Strahlung ist die Bildung des körpereigenen Vitamin D durch UV -B- Strahlung . Dabei wird Provitamin D3, eine Substanz, die in unseren Hautzellen vorhanden ist, durch das Einwirken von UV -B- Strahlung in Prävitamin D3 umgewandelt. Über weitere Stoffwechselprozesse wird letztendlich Vitamin D gebildet. Der von wissenschaftlichen Fachgesellschaften für die Knochengesundheit als wünschenswert angesehene Vitamin-D-Spiegel im Blutserum liegt bei 20 Nanogramm pro Milliliter (50 Nanomol pro Liter) und höher. Von einem Vitamin-D-Mangel gehen diese Fachgesellschaften erst bei einem Vitamin-D-Blutserumspiegel unter 12 Nanogramm pro Milliliter (30 Nanomol pro Liter) aus. Nur UV -B-Strahlung ermöglicht die Vitamin-D-Bildung Für die körpereigene Vitamin-D-Bildung ist die UV -B-Strahlungsintensität ausschlaggebend: bei zu niedrigen UV -B-Strahlungsintensitäten kommt die körpereigene Vitamin-D-Bildung zum Erliegen. Dies ist in Deutschland im Winter der Fall. Bei hohen UV -B-Strahlungsintensitäten – im Frühjahr, Sommer und Herbst - wird dagegen in kurzer Zeit eine ausreichende Menge an Vitamin D gebildet. Zur Vitamin-D-Bildung ist keine Extra-Portion Sonne nötig Es genügt nach derzeitigen Erkenntnissen, Gesicht, Hände und Arme unbedeckt und ohne Sonnenschutz zwei- bis dreimal pro Woche der Hälfte der minimalen sonnenbrandwirksamen UV - Dosis , 0,5 MED (siehe auch "Akute Schädigungen der Haut"), auszusetzen, also der Hälfte der Zeit, in der man sonst ungeschützt einen Sonnenbrand bekommen würde. Beispielsweise bedeutet dies für Menschen mit Hauttyp II bei einem UV-Index von 7 rein rechnerisch eine Bestrahlungszeit von nur ca. 12 Minuten. Längere Bestrahlungen führen laut wissenschaftlichen Studien nicht zu einem Mehr an Vitamin D, sondern erhöhen nur das Risiko für UV -bedingte Gesundheitsschäden. Im Winter sinkt der Vitamin-D-Spiegel im Blutserum Im Winter (Oktober – März in Deutschland) kann es aufgrund der niedrigen UV -B-Strahlungsintensität selbst bei ausgewogener Ernährung zu einem Absinken des Vitamin-D-Spiegels im Blutserum kommen. Die im Sommer angelegten Vitamin-Speicher tragen im Winter zur Vitamin D-Versorgung bei. Ab dem Frühjahr können die Vitamin-D-Speicher, die über die Wintermonate reduziert wurden, wieder aufgefüllt werden. Vitamin-D-Mangel und Risikogruppen Gruppen mit einem besonders hohen Risiko für einen Vitamin-D-Mangel sind Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen zum Beispiel der Leber, der Niere und des Magen-Darm-Traktes. Aber auch Personen mit fehlender oder unzureichender Sonnenexposition, wie ältere immobile Menschen, in Deutschland lebende Menschen mit dunklem Hauttyp sowie traditionell verschleierte Menschen bilden Risikogruppen. Eine besondere Risikogruppe sind Säuglinge. Sie dürfen aufgrund der sehr empfindlichen Haut und der noch unzureichenden Hitzeregulation in keinem Fall direkt der Sonne ausgesetzt werden. Deshalb wird für Säuglinge in Deutschland die Gabe von Vitamin-D-Tabletten zur Rachitis-Prophylaxe bis zum zweiten erlebten Frühsommer, das heißt je nach Geburtszeitpunkt für 12 bis 18 Monate, empfohlen. Ein vom Arzt diagnostizierter Vitamin-D-Mangel muss ärztlich behandelt werden Die Feststellung, ob ein gesundheitlich relevanter Vitamin-D-Mangel vorliegt, kann nur ein Arzt treffen. Bei einem diagnostizierten Vitamin-D-Mangel sollte eine Behandlung mit geeigneten Vitamin-D-Präparaten ärztlich kontrolliert erfolgen. Von einer Behandlung eines Vitamin-D-Mangels durch zusätzliche, nicht ärztlich kontrollierte UV -Bestrahlungen (Sonne oder Solarium) ist dringend abzuraten. Solariennutzung trägt kaum zur Bildung von Vitamin D bei Im Vergleich zur Sonne herrschen in Solarien andere UV -Bestrahlungsstärken. Im UV -B-Bereich ist in Solarien die Bestrahlungsstärke in etwa gleich bis geringer als die der hochsommerlichen Mittagssonne im Mittelmeerraum. Im UV -A-Bereich kann die Bestrahlungsstärke im Solarium bis zu sechsmal, bei Gesichtsbräunern sogar bis zu zehnmal stärker sein als die der Sonne. UV -A- Strahlung trägt nicht zur körpereigenen Vitamin-D-Bildung bei, jedoch zur Erhöhung des Hautkrebsrisikos. Wissenschaftliche Ergebnisse weisen darüber hinaus darauf hin, dass UV -A sogar den Abbau von Vitamin D fördert. Dazu kommt, dass eine erstmalige Solariennutzung in jungen Jahren (unter 35 Jahren) das Risiko , am schwarzen Hautkrebs (malignes Melanom) zu erkranken, annähernd verdoppelt. Grund genug, sich für die Vitamin-D-Bildung nicht noch extra den gesundheitsschädigenden Wirkungen künstlicher UV - Strahlung in Solarien auszusetzen. Stand: 04.08.2026
Was sind Solarien? Solarien sind UV -Bestrahlungsgeräte, die zur nichttherapeutischen Bestrahlung der menschlichen Haut genutzt werden. Die Bestrahlungsstärke im Solarium entspricht der Bestrahlungsstärke, die von der Sonne am Äquator zur Mittagszeit bei wolkenlosem Himmel und einem Sonnenstand von 90° hervorgerufen wird. Da UV - Strahlung eindeutig nachgewiesen krebserregend ist, rät das BfS dringend von der Nutzung gewerblich betriebener oder häuslicher Solarien ab. Solarien sind UV -Bestrahlungsgeräte, die zur nichttherapeutischen Bestrahlung der menschlichen Haut genutzt werden. Sonnenstudios sind Betriebe der gewerblichen Anwendung von Solarien zu rein kosmetischen Zwecken. Solarien weisen festgelegte Nutzflächen auf und können als Ganzkörper- oder als Teilkörperbestrahlungsgeräte ausgelegt sein. Solarien werden mit künstlichen UV -Strahlungsquellen (Lampen) betrieben, die UV - Strahlung der Spektralbereiche UV -A und UV -B erzeugen. UV -C wird von den heute angewendeten Geräten nicht oder nur mit zu vernachlässigender Intensität abgegeben. Optisch wirksame Bauteile wie Reflektoren, Filter und Acrylglasscheiben bestimmen einzeln und in Kombination die Spektralverteilung und die Bestrahlungsstärke der UV - Strahlung eines Solariums. Bestrahlungsstärken Die entscheidende Bewertungsgröße eines Solariums ist die sonnenbrandwirksame (erythemwirksame) Bestrahlungsstärke E ery auf der Nutzfläche. Für Solarien gilt eine maximal erlaubte erythemwirksame Bestrahlungsstärke von 0,3 Watt pro Quadratmeter (W/m 2 ). Diese Bestrahlungsstärke entspricht der Bestrahlungsstärke, die von der Sonne am Äquator zur Mittagszeit bei wolkenlosem Himmel und einem Sonnenstand von 90° hervorgerufen wird. Zur exakten Erfassung der Bestrahlungsstärke sind aufwändige Messapparaturen (Spektralradiometer) erforderlich. Nur exakt ermittelte Messergebnisse können Grundlage für die Klassifizierung der Geräte und für die Dosierung der UV -Bestrahlungsstärke bei Anwendung der Geräte sein. Betrieb von Solarien rechtlich geregelt Die von einem Solarium abgestrahlte UV - Strahlung ist, wie die natürliche UV - Strahlung der Sonne, krebserregend . Der Betrieb von Solarien in Deutschland ist gesetzlich geregelt. Laut Gesetz darf seit August 2009 die Benutzung von Solarien in Sonnenstudios, ähnlichen Einrichtungen oder sonst öffentlichen Räumen Personen unter 18 Jahren nicht gestattet werden. Die Betreiber von Solarien sind verantwortlich für die Einhaltung dieses Verbots. Eine Verordnung regelt den Betrieb sowie Einsatz, Aufgaben und Qualifikation von Fachpersonal, Informations- und Dokumentationspflichten. Von Solariennutzung wird abgeraten Eine Solariennutzung bedeutet eine zur natürlichen UV - Strahlung der Sonne zusätzliche, vermeidbare Belastung des menschlichen Körpers mit UV - Strahlung . Aufgrund der eindeutigen Gesundheitsschädigung durch UV-Strahlung rät das BfS dringend davon ab, Solarien zu nutzen, ebenso wie internationale und nationale Wissenschaftsgremien, dermatologische Gesellschaften, Krebsgesellschaften und Strahlenschutzbehörden. Stand: 04.08.2026
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 50 |
| Land | 18 |
| Weitere | 13 |
| Wirtschaft | 1 |
| Wissenschaft | 11 |
| Zivilgesellschaft | 3 |
| Type | Count |
|---|---|
| Daten und Messstellen | 1 |
| Förderprogramm | 30 |
| Text | 9 |
| unbekannt | 27 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 20 |
| Offen | 46 |
| Unbekannt | 1 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 67 |
| Englisch | 18 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Bild | 1 |
| Datei | 7 |
| Dokument | 15 |
| Keine | 26 |
| Multimedia | 1 |
| Webseite | 33 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 35 |
| Lebewesen und Lebensräume | 54 |
| Luft | 37 |
| Mensch und Umwelt | 67 |
| Wasser | 28 |
| Weitere | 64 |